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90. Jahrgang

Donnerstag, 26. November 1942

Rr. 278

37 000

Politik der ungeschmälerten Bewahrung des Empire

200 000 Mann

85 000 ..

30 000 ..

3 000 ..

10 000 ..

95 000 ..

75 000 ..

P.. Auch feindliche Artillerie- en deutschen Kampfflugzeugen

tSalland zum Generalmajor befördert

Berlin, 25. Nov. Der Führer hat Oberst Salland mit Wirkung »em IS. November 1942 jnm Generalmajor befördert.

Torpedoflugzeuge bei rollenden Angriffen gegen einen feindliche« Seleitzug einen Überseedampfer von 20 OOS BAT., einen Sandelsdampfer von 6000 BAT. und einen dritten Dampfer »en mittlerer Tonnage. Die angreifenden verbände standen unter dem Befehl »en Maier Franceece Campelle, »en Sanptmann Giuseppe Zuceai, »en Oberleutnant Alessandre Setti. »en Oberleutnant Sievanni Scarpate und »en Leutnant Romano Seien.

Zwei unserer Flugzeuge find »en den verschiedenen Einsätzen de» Tages nicht au ihre Stützpunkte zurückgeiehrt. ,

Ein unter dem Befehl »en Kavitänleutnant Mario vriggione stehendes Unterseeboot drang in die Aeede »en Beugte ein und torpedierte aus kürzester Entfernung einen Zerstörer mit drei Tervedos. Der Zerstörer ging unter.

Sin anderes unter dem Befehl »en Kapitänleutnant Alpinste Einti stehendes Unterseebeet fing »er Kap d« S«r (Algerien) einen feindlichen verband ab. Ein großer Dampfer wurde terpe- diert und saut.

Am späten Abend Lberflegen 24 Feindflugzeuge Travami. Die Flak griff sesett ein und brachte eine Blenheim zum Absturz. Zwei Besatzungsangehörige wurden gefangen genemmen.

England-Island Südwest-Pazifik Mittlerer Osten Übriges Afrika Ferner Osten West-Indien . Hawai ...

Weiterer Vormarsch im tunesisch-algerischen Gebiet

Kleinere, aber bart und erfolgreich durchgefübrte Gefechte

beseitigt ist. Die vor uns liegende Zeit wird-im Zeichen einer immer engeren Einordnung der indischen Nationalbewegung in den weltenweiten Kampf gegen die Macht des britischen Im­perialismus und einer immer größeren Bereitschaft des indischen Softes stehen, sich für das Ringen um seine Freiheit und Unab­hängigkeit einzusetzen.

über hie Ausbootung von (Cripps

ist sich auch bewußt, daß es in dem Kampf gegen englische Macht und Herrschaft nicht allein steht. 3m Verein mit der Erkenntnis, daß das konservative Bestreben, die Herrschaft über Indien intakt $u halten, die Haupttriebkraft der englischen Politik ist, wird dies jetzt zu einer fundamentalen Stärkung der indischen Revolte gegen a ---------- -n-----

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Alaska....... 37 000 ..

Hierzu kommen noch die nunmehr in Französisch-Afrika ge-

javanischen Front" von Osten her im Korallenmeer und auf den Salomon-Inseln. Ausschlaggebend wird die Frage des Nachschubs sein. Man wird gut tun. sich in diesem Zusammenhänge zu vergegenwärtigen, welche Anforderungen mit bezug auf den Transport, die erforderliche Ergänzung des Personals und vor allem des Materials für die bereits gelandeten Truppen an die rnglo-amerikanische Schiffahrt gestellt werden. Nach Pressemeldungen hat der amerikanische Unterstaatssekretär im Kriegsministerium die Anzahl der Ende September außerhalb der USA. befindlichen Truppen auf 600 000 Mann beziffert. Die Verteilung auf die ein­zelnen Unterkunftsgebiete zeigt folgende Tabelle:

Säule des Wettkampfes gegen den Bolschewismus"

Di« europäische Bresse im Zeichen des sechsten Jahrestages der Unterzeichnung des Antikominternpattes

Umsturzes wird jetzt in einem gewaltigen Ringen von Deutsch­land und seinen Verbündeten überwältigt. In ihrer Reihe be­teiligt sich auch Ungarn mit ganzer Kraft am gemein­samen Kampf. Die Völker, denen ihr nationales Bewußtsein, ihr tiefstes Gewissen, die Bekämpfung der bolschewistischen Zer­störungslehre als höchste Aufgabe vorschwebt, gedenken heute des Dokumentes, in dem dieser Kampf zuerst international politische und rechtliche Form angenommen hat; zu ihnen rechnet sich stolz und selbstbewußt auch Ungarn.

Lor einem Jahr, schreibt der PreßburgerSlovak", sei auch die Slowakei dein Antikominternvakt beigetreten. Die Slowakei werde diesen Vertrag bis zur letzten Konse- auenz getreu erfüllen, dies um so freudiger, als die Slowakei bereits auf eine antibolschewistische Tradition Hinwei­sen könne.

Die spanischen Zeitungen sind übereinstimmend der Ansicht, daß der Antikominternpakt den festen Willen aller jungen Völker verkörpert, sich nie durch den Bolschewismus untertriegen zu lastenSpanien steht in einer Reihe mit denen, die gegen den Kommunismus kämpfen", schreibt die katholische Zei­tungLa". Das halbkatholische BlattArriba" fügt hinzu:Wir erklären uns solidarisch mit den spanischen Freiwilligen und danken ihnen für ihren heldenmütigen Einsatz in diesem größten und gerechtesten Kampf, den die Jahrhunderte gesehen haben." Das Blatt fährt dann fort:Der europäische Kreuzzug hat unter der Führung Deutschlands das Sowjetregime schwer erschüttert, aber die Gefahr ist noch nicht vorbei. Die jungen Völker Europas müsten fester denn je zusammenstehen.

Überfall und Gegenschlag

Von Konteradmiral Vrümnghaus

Der Überfall der Anglo-Amerikaner aus Französisch- Nord- und Westafrika ist mit einem außerordentlichen Auf­wand von Seestreitkräften und von Frachtraum ins Werk gesetzt worden. Wenn unsere Gegner trotz der sie bart be­drängenden Tonnagenöte und trotz der schweren Verluste, die ihre Kriegsmarinen im Laufe des Krieges bereits erlitten baden, ein derartiges Aufgebot zustandegebracht baden, io wird deutlich, daß nur der bittere Zwang sie zu diesem doch immerhin gewagten Vorgeben veranlaßt haben kann. Selbst­verständlich wäre es verfehlt, schon jetzt ein abschließendes Urteil über den Ausgang dieses Unternehmens abgeben zu wollen. Als sicher ist aber schon anzunehmen, daß ohne aus­reichenden Nachschub die ganze Aktion Gefahr läuft, ebenso auszugehen, wie die mit der üblichen amerikanischen Re­klame unternommene und gescheiterteAufrollung der

außer Gefecht gesetzt. >

In der Nacht zum 24. November wurden neue Emsige gegen die amerikanisch-britischen Schiffs- einbeiten in den algerrichen Eewänern erzielt. Am Eleitflug stieß eine3u 88" aus ein feindliches Handelsschiff von 10 000 BRT. herab und brachte ihm mehrere ickwere Bombentreffer bei. Nach einer heftigen Ervlosion sank das Schiff. Ein weiterer großer' Transporter wurde ebenfalls von mehreren Bomben getroffen, geriet in Brand und blieb bewegungsunfähig liegen. Zwei Zerstörer, die vor der Reede von Algier kreuzten, erhielten durch Bombentreffer schwere Beschädigungen.

Die Hasenanlagen von Algier, Bone und Phllip v.e- ville waren in der Nacht zum 25 November das Ziel starker deutscher Luftangrisfe. In den Kaianlagen. Lager­hallen und Schuppen entstanden heftige Brände, die sich be­sonders im Hafengebiet von Bone mit großer Schnelligkeit ausdebnten.

Bier Transporter und ein Zerstörer versenkt

Rom, 25 Nov Der italienische Wehrmochibericht »em Mitt­woch hat folgenden Wortlaut:

Das Sauvlyuartier der Wehrmacht gibt bekannt:

In der C q r e n a i k a setzte das schlechte Wetter der Tätig­keit zu Lande und in der Lust aus beiden Seiten Grenzen.

5m Abschnitt Tunis lebhaftere Spähtrupptätigkeit. Italienische Jäger schosten im Lustkamps eine Suitfire ob. ,

In den algerische« Gewässern versenkten unsere

Berlin. 25. Nov. Die britisch-amerikanischen Voraus­abteilungen erlitten im tunesisch-algerischen Grenzgebiet durch die vordringenden deutsch-naltent- schen Gruppen am 24. November weitere Ru ckschI age. Diese zwangen nach Melhungen des OKW. den^riemd zu noch größerer Vorsicht bei seinen Aktionen. Um Eisenbahn­knotenpunkte. Straßenkreuzungen und Gebirgsstellungen entwickelten sich kleinere, aber hart geführte Gefechte. Aus den bisherigen Erkundungsvorstoßen ergab sich, daß die britischen Einheiten des feindlichen Landungskorps im Küstenabschnitt, die amerikanischen und Eaullisteuverbande dagegen weiter südlich im Innern Algeriens berettgestellt wurden. Obne ernsthafte Behinderung setzten die Achsen- iruvven ihren Vormarsch fort. ,

Trotz erschwerender WetterverbaltniN.e bekämpften Stukas und schnelle deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung motorisierte Kolonnen und Kraltsabr^ug- ansammlungen des Feindes. Bei der Plötzlichkeit und Wucht der überraschenden deutschen Luftangriffe war der Gegner nicht mehr in der Lage, den Bombenwürfen auszuweichen. Im Tiefflug warfen unsere Flieger ihre Bomben in dre An­sammlungen und griffen anschließend mehrfach nut ihren Bordwaffen an. Dabei wurden zehn mit Truppen. Material und Munition beladene Kraftfahrzeuge vernichtet, zahl­reiche weitere schwer beschädigt. Auch feindliche. Artillerie­stellungen wurden dot schnellen ----------.

bombardiert. Zahlreiche Geschütze wurden getroffen uns

Britischer Hatz ohne Grenzen.

Rineteen Century: Das deutsche Problem nur durch Abschlachtung von Deutschen zu lösen

Die Zentrale Freies Indien

Berlin, 25. Nov. Die Zentrale Freies Indien in Berlin gibt über die jüngste englische Kabinettsumbildung folgen­de Stellungnahme:

Die Ausbootung von Sir Stafford Cripps aus dem englischen Kriegskabinett und feine Abschiebung auf einen eindeutig nut technischen Posten in der Regien»«, haben eine klare Auswirkung auf die Lage in Indien. Das indische Volk faßt diesen Wechsel auf als eine Bekräftigung der orthodoxen­konservativen Politik, wie sie von Churchill und Amery vertreten wird - d. h. der Politik der ungeschmälerten Bewahrung der britischen imperialistischen Herrschaft über Indien. Mit diesem Schachzug in Verbindung mit der propagandistischen Ausbeutung der neuen Entwicklung in Afrika erkennt Indien ferner die wohl- berechnete Absicht Churchills, mit der Stärke Englands Eindruck zu machen Aber Indien läßt sich durch eine solche Taktik weder beeindrucken noch irrefühten. Der klare Beweis dafür ist das Weitergehen seines Freiheitskampfes mit unverminderter Kraft und Intensität. . ..

Das indische Volk ist heute überzeugt von dem unvermeid­lichen Zusammenbruch des britischen Empires, und es

schen Besatzungstruppen freigelassenen Rotspanrer. also renes kommunistischen Äerbrechergesindels, das die übelsten Schandtaten vollführte. als ..unsere guten Freunde"; ein Ausdruck, zu dem sich als Sprecher der englischen Regierung im Oberhaus, Lord Cranborne, ausdrücklich bekannte. Dar­über hinaus zeigen andere Dokumente, daß die Anglo-Ameri­kaner auch heute noch entschlosien sind, dem Bolschewismus weitestgehende Zugeständnisse zu machen. Die ganze Ee- wisienlosigkeit der Anglo-Amerikaner Europa gegenüber tritt damit wieder einmal zutage. I

Auf der anderen Seite freilich zeigt sich die Entschlossen­heit, gegen den Menschheitsfeind Bolschewismus mit allen Mitteln zu kämpfen nur um io deutlicher. Der Jahrestag des Antikomintern-Paktes hat der Presie all der dem Pakt angeschlosienen Länder Gelegenheit gegeben, sich erneut nach­drücklich zum solidarischen Kampf gegen den Bolschewismus zu bekennen. Alle diese Länder lassen durch ihre Sprecher unterstreichen, daß sie entschlossen sind, eine Auslieferung ihrer Zivilisation und Kultur an den Bolschewismus unter keinen Umständen zu dulden, überall wird auch mit Genugtuung festgestellt, daß durch die Siege im Osten die Basis der Welfrevolution bereits weitgehend zertrümmert ist. So zeigt sich in den mannigfachen Presieäußerungen noch einmal deutlich die anti-bolschewistische Abwehrfront von Finnland bis zum Schwarzen Meer und bis zur iberischen Halbinsel. Dazu gesellen sich die Stimmen aus Ostasien. wo der Außenminister der chinesischen Nationalregierung in Nanking dem mit den Angelsachsen verbündeten Tschungking zum letzten Mal den Rat gab. dem Pakt beizutreten, da der Anti-Kommunismus und der Wiederaufbau die einzig mögliche Politik für die Erhaltung Chinas seien.

Rom, 25. Roo. Zum sechsten Jahrestag des Antikomintern- vaktes schreibt der diplomatische Mitarbeiter derStefani" u. a.: Dieser Pakt stellt ein historisches Dokument von großer Bedeutung dar; denn et ist die mystische Säule desWeltkampfes gegen den Bolschewismus und zeigt deutlich die Kräfte auf, die einen unwiderruflichen Gegensatz zwischen der sowjetischen Barbarei und der menschlichen Kultur darstellen. Die schändliche Verbindung, die zwischen England, den USA. und dem Bolsche­wismus zustande kam, erhöhte die Gefahr, die von dieser Seite drohte. In diesem Kriege der hauptsächlich eine Umwandlung der Weltpolitik und Weltwirtschaft bezweckt, ist der Antikominternpakt ein Heller Scheinwerfer, der die verworrene Bahn der Geschichte erleuchtet.

Mesiaggero" schreibt, der Pakt umschließt die Völker, die unter der Fahne der Kultur, der Ordnung und der sozialen Ee- rechttgkeit gegen den Bolschewismus, d. h. gegen Unordnung, Ver­derben und Rückkehr zur Barbarei, kämpfen. Die Fahne des Dreimächtepaktes ist wahrhaftig die Fahne der Rettung und der Befreiung, d. h. auch die Fahne des Sieges.

Der Jahrestag des Beittitts Rumäniens zum Antikomintern- Abkommen, so schreibt die BukaresterViatza", finde Ru­mänien auf der vordersten Barrikade im Kampf gegen den roten Feind Wenn der Feind im Osten niedergeschla­gen sei und dieser antikommunistische Kampf der Vergangenheit angehöre, werde als Erinnerungszeichen dennoch eines bleiben: Der Zusammenschluß und die Solidarität Europas.

Das ungarische BlattBester Lloyd" schreibt, die von Deutsch­land und Japan gemeinsam erkannte Gefahr des bolschewistischen

as. Berlin. 26. Nov. «Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung.)Der Glaube, daß das deutsche Problem nur durch die Abschlachtung von Deutschen gelost werden kann, wird immer stärker, einerlei wie drastisch die Methode auch jein mag"., Dieses schöne Bekenntnis.findet sich in der englischen ZeitschriftRineteen Century', dte auch sonst einiges Bemerkenswerte zu den englischen .Ljriedens- bedingungen" sagt. Zu diesenBedingungen" soll nämltch u. a. die Übernahme wenigstens eines Teiles der west­deutschen und der schlesischen Industrie aus England und die Schäftung eines größeren Polens und einer größeren Tschechoslowakei gehören. Italien muß sich. . nach der gleichen Quelle, vom Balkan zurückziehen, Abessinien vreis- geben, die Cyrenaika muß derbritischen Mittelmeer­strategie angepaßt" und Triest, Fiume und Pola müssen an Jugoslawien ausgeliefert werden. Diese Veröffentlichung wirft ein Licht aus die englische Einstellung. Wir nehmen erneut zur Kenntnis, welches Schicksal man uns dort zuge­dacht hat. Der englische Bernichtungswille. der in diesen Veröffentlichungen io klar zum Ausdruck kommt, beweist uns nur erneut, wie richtig unsere Aufsasiung ist. daß in diesem Kampf es 4uin Sieg oder Untergang geht. Die Schlußfolgerung kann also nur eine noch größere Ent- schlosienheit zum Kamps und Sieg sein.

Dieser Vernichtungswille, der hier so deutlich zum Aus­druck kommt, ist den Engländern und. den Bolschewistmi ge­meinsam (nur daß der Vernichtungswille der letzten auch vor England schließlich nicht Haltmachen würde). Kein Wunder, daß man sich also gegenseitig immer wieder die besondere Freundschaft und Sympathie bekundet. So haben Eden und Molotow sich in einem Telegrammwechsel erneut ine englisch-sowjetische Bündnistreue versichert. Herr Roose - v e l t aber bezeichnet die jetzt in Nordafrika von amsrikani-

landeten oder auf dem Wege zur Landung begriffenen Trup­pen. io daß man. alles in allem, mit etwa 650 000 bis 700 000 Mann rechnen kann, die die USA. außerhalb ihrer Landes- grenzen zu betreuen haben. Die Amerikaner' waren so freundlich uns selbst die Zahlen zur Verfügung zu stellen, die nach ihrer Ansicht an die Tonnage für den Transport und den Nachschub für die in fremden Ländern befindlichen Truppen erforderlich sind. Oberst Frank Roß, Chef des Transportwesens für die amerikanischen Streitkräfte auf dem europäischen Kriegsschauplatz, erklärte kürzlich, nach seiner Berechnung erfordert der Transport einer Armee von ainer Million Mann rund 15 Millionen BRT.. d. 6. je Mann 15 BRT. Fügt man dem hinzu, daß nach früheren Bekundungen der Amerikaner nur für die in Island beftnd- lichen Truppen eine dauernde Tonnageblastung von 250 000 BRT. besteht, worin Munitionsnachschub nicht enthalten ist. so ergibt sich, welch gewaltige Menge von Schiftsraum nötig sein würde, um die Weltbeherrschungsvläne des Präsidenten Roosevelt in die Wirklichkeit umsetzen zu können. Daraus erklärt sich auch die Warnung des Marineministers Knox, der sonst nicht an übergroßer Bescheidenheit leidet, man sollte die Schwierigkeiten, dje das afrikanische Unternehmen in sich berge, nur nicht unterschätzen. Selbst Roosevelt bat. bei aller Geschwollenheit, nicht umhin gekonnt, vor einem übertriebenen Optimismus zu warnen. Wie beute ieststeht. ist die jetzige Aktion bereits von Churchill mit Roosevelt und auch mit Stalin vor Monaten besprochen worden. Der amerikanische Präsident hat den Plan, von Französisch-Afrika und Südfrankreich her Afrika und Europa zu erobern, bereits seit längerer Zeit verfolgt und auch seinen jetzigen militäri­schen Berater und Eeneralstabschef der amerikanischen Wehr­macht, den Admiral Leahy. mit dem ausgesprochenen Auf­trage seinerzeit nach Vichy entsandt, um dort Spionagedienste zu tun. bis die Zeit zum Überfall auf Frankreich nach Ansicht Roosevelts reif sein würde oder andere Umstände, wie die Haltung der Sowjetunion eine in die Augen springende Aktion verlangen würden. Die Frage ist nur die, ob der jetzige Zeitpunkt wirklich richtig gewählt ist und ob die Spekulation, das französische Volk würde mit fliegenden Fahnen zu den Eroberern des französischen Kolonialreiches überlaufen, zutreffend war. Bisher läßt sich das noch nicht sagen. Die Spuren von Euadaleanar und Neu-Guinea haben Roosevelt nicht geschreckt. Das Risiko, das er, und in seinem Schlepptau Churchill jetzt einging, ist sehr hoch, weil bei den schon erlittenen schweren Verlusten der Kriegsmarine und dem immer mehr abnehmenden Handelsschiffsraum die Möglichkeiten eines geregelten und vor allem gesicherten Nachschubes nicht allzu groß sind. Wir halten nicht für aus- gescklosien. daß die ganze Aktion als der Au s f l u ß einer Desperadokriegfübrung in die Geschickte eingehen wird, wobei keineswegs verkannt werden soll, daß die Vor­bereitungen mit großer Umsicht getroffen worden sind und. wenn man die vorhandenen Machtmittel abwägt, da-

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