Freitag. 13. November 1942
Musik- und Vortragsabende
1 .Naturschutz ist Herzenssache." Unter diesen Gedanken hatte Lehrer Evelbaue r >eme Ausführungen gestellt, die er am Donnerstagabend tm Vortragszoklus des Kur- und Verkehrs- vereinstm klsrnen Kurbaussaal machte. Er sprach an Hand von sehr schonen, zum Tetl farbigen Ausnahmen über die unendlich große Sahl von.Pflanzen und Tieren, die in Deutschland unter Natur «mutz liehen, indem er besonders auch das leider nur noch lehr wenige in unserer engeren Heimat erwähnte und zeigte. Grundsätzlich erläuterte er zunächst, daß der Naturschutz- gedanke nickt von dem Gedanken der Nützlichkeit oder Schädlichkeit ausgebt sondern er berücksichtigt, was seiner Art nach in untere deutsche Mora und Fauna gehört, jedoch im Abneklmen oder im Aussterben begriffen ist und darum erhalten werden muß. .schon aus dem Jahre 1769 findet man Gedanken nieder- getchrieben wie diese: ..Der Mensch darf seiner strafbaren Neigung zu morden und zu verderben nicht nachgeben." Unsere größten Dichter und Denker haben den edelsten ..Natursinn" in der menschlichen Verbundenheit zu Pslanze und Tier immer gesehen und besungen. — In unserer näheren Umgebung war vor allem der Maimzer Sand ein geschütztes Steppengebiet, in dem fick lettene wildwachsende Pflanzen und Blumen bis vor ein paar Jahrzehnten noch erhalten hatten, wie zum Beispiel Fcder- gras. Adonisröschen. Bärlapp und viele andere, dock heute ist alles ausgestorben. Vereinzelt findet inan noch am Rhein und -m Nahe- und Ahrtal einige wenige Stellen mit leucktend-schönen. selten gewordenen Blumen wie gelber Fingerhut, blaue Akelen. Türkenbund. Schwertlilie. Stadnelke. immergrüner Steinbrech, bei der Platte und Eisernen Hand den Rivvenfarn. int Raben- grund Aronstab. Soiräen usw. Auch in den Alvenländern ist eine frühere üppige Vegetation traurig abgetötet worden durch sinnloses Pflücken und Ausreißen. Hellte findet man tatsächlich nur noch in den allerhöchsten Regionen ein Plätzchen mit Edelweiß. Edelraute oder Alpenrosen. — Unter Naturschutz stehen, so gesehen. fast die meisten wildblühenden Blumen und Pflanzen des Waldes und Feldes, wie diese Ausführungen uns belehrten, denn die Gefahr der Artoernichtung durch Menschenhand ist zu groß. Wie ein Film schöner Blüten rollten die zahlreichen Farbbilder vor uns ab. die viele Bekannte zeigten, von denen man oft kaum vermutet, daß sie unter Naturschutz gestellt seien. — Osterglocken. Seidelbast. Aurikel. Christrosen. Blausternchen die vielen Knabenkraut- und Orchideenarten. Schlüsselblumen. Trollblumen. Wetterdistel und viele, viele andere. Aus der Vogelwelt klangen lauter vertraute Namen an unser Ohr. Vögel, die alle zu schützen sind, auch wenn wir oft um die Schädlichkeit einiger Gattungen wissen, wie zum Beispiel Bussard. Hühnerhabicht. Eichelhäher, u. a. aber cs geht ja darum, daß die Art
nicht vernichtet wird, die seit je in der deutschen Natur be
heimatet ist. Das gleiche gilt von den kleinen Säuge- und Kriechtieren wie von den Insekten. Man muß die seltenen Falter nickt
aufsvieben und die seltenen Blumen nicht pressen, das ist un
würdig des menschlichen Gemüts und einer hockstufigen Eeiamt- lebenseinstellung: — Naturschutz ist Herzenssache! Adele Plüschkc
Äus Gau und Provinz
!:! Eeorgenborn. 13. Nov. Am 15. November wird Gustav H i n s ch bei guter Gesundheit 70 Jahre alt.
= Bad Schmalbach. 13. Nov. Eine 40jährige Frau von hier, galt in dem Stadtteil, in dem sie wohnte, als der Schrecken des Stadtteils": denn sie legte ein Gebaren an den Tag. das gegen Ordnung und Gesetz ging. Einmal lauerte Re einem Radfahrer auf der Straße mit einem Messer auf und bedroht ihm ein andermal wollte sie mit einer Mistgabel eine Attacke ausfuhten. schließlich erschien Re bei einer Gerichtsverhandlung mit einem dolchartigen Messer unter dem Kl.eid verborgen. Sie tit wegen Beleidigung. Nötigung. Körperverletzung. Sachbeschädigung und falscher Anschuldigung vorbestrast. Gehässige Redensarten gegen die Staatsfülirung trugen ihr nun vor dem Sondergerickt <rrank- surt auch eine Anklage wegen Vergehens gegen das Hetmtucken- gesetz ein. Nach ärztlichem Gutachten ist die Angeklagte eine vermindert zurechnungsfähige Person. Das Gericht verurteilte Re zu einem Jahr Gefängnis.
m Slüdesheim lRbeingau). 13. Rom Bei der Beförderung einer Herbstbütte fiel diese einem Winzer auf den rechten <yuB. Dabei brach er zwei Sehen, auch wurde der Knöchel zerwttttert. — Ein Handwerker wollte in seinem Hause ein leeres Weinfaß in den Keller befördern. Dieses rutschte aus und fiel ihm auf den linken Fuß. Er trug einen Knöchelbruch davon.
— Diez, 12. Nov. Seit einiger Zeit trieb sich in der hiesigen Gegend ein Schwindler umher, der den Leuten vorschwätzte, er könne Kaffee besorgen. 2» Wirklichkeit ging es ihm aber nur darum, die leichtgläubigen Volksgenosien um die Anzahlungen
Wiesbadener Tagblatt
zu prellen. Tatsächlich fielen auch mehrere auf feinen Trick herein, gaben die gewünschten Anzahlungen, mit beiten dann der Schwindler auf Nimmerwiedersehen verduftete. Jetzt gelang es der Polizei, den Burschen zu stellen und hinter Schloß und Riegel zu schaffen.
— Wißen (Sieg). 13. Nov. 3in Januar 1920 war auf einen Lohngeldtransvort ein räuberischer Überfall verübt worden, wobei den drei maskierten Tätern ein Geldbetrag von über 180 000 Mark in die Hände fiel. Zwei der Banditen waren seinerzeit mit hohen Zuchthausstrafen belegt worden, während der dritte Verbrecher entkam. Nunmehr nach 22 Jahren konnte auch der dritte Täter ermittelt und dem Richter z u 9 e f ii b r i werden. Da sich der Mann in der Zwischenzeit straffrei geführt hatte hielt das Gericht eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren für ausreichend.,
Frankfurt a. M.. 13. Nov. Deu 18iiihrige Heinrich B o 6 a hatte allen Grund sich gut zu führen, einmal weil er als Pole deutsche Gastfreundschaft genoß und zum andern weil er im Vorjahre wegen Diebstahls drei Monate Gefängnis erhalten und somit vom Gericht zart angefaßt worden war. Als er bei einem Landwirt in An ! vack int Taunus ein Unterkommen gefunden hatte, wurde er nach einiger Zeit arbeitswiderwillig und befaß die Frechheit, mit einer vom Boden gestohlenen Hofe angetan, vor dem Arbeitgeber zu erfcheinen. der ihm den Diebstahl noch einmal durchgehen ließ. Bald darauf stahl er einen Anzug, der dem im Felde weilenden Sohn des Landwirts gehörte. Den Anzug verkaufte Boba. Der diebifcke Pole, der bei allen Gelegenheiten eine deutschfeindliche Stellung an den Tag legte, wurde vorn Sondergerickt Frankfurt auf Grund des Polcnstrafrechts wegen Diebstahls zu fünf Jahren verschärften Straflager verurteilt.
— Rüsselsheim, 12. Nov. Eine Wohnungsinhaberin in Rüsselsheim hatte ein Zimmer mit voller Verpflegung untervermietet und demgemäß auch die Lebensmittelkarten des Untermieters in Verwahrung. Als dieser zum Wehrdienst cintcrufen wurde, verheimlichte sic dies und bezog durch Täuschung des zuständigen Ernährungsamtes noch sechs 'M o n a fte lang unberechtigt und zum eigenen Vorteil die Lebensmittelkarten weiter. Das Amtsgericht Darmstadt bezeichnete den Fall int Hinblick auf die Sicherheit der öffentlichen Bedarfsdeckung als besonders schwer und verurteilte die Angeklagte auf Grund der Verbrauchs- regclungsftrafoerorbnung zu 4 St o nuten Gefängnis.
=• Gießen, 13. Nov. Vor einiger Zeit wurde die Emmi Luck in Schotten, die in einer Wollwarenfabrik, wo sie beschäftigt war. Wolle und Wollsacken g e ft o b 1 e n hatte, vom Sondergerickt zu einer erheblichen Zuchthausstrafe verurteilt. Für die gestohlene Wolle und die Wolljacken hatte sie Abnehmerinnen in fünf Frauen aus 6(hotten und Umgegend gefunden, die gerne diese begehrten Sacken ohne Punkte kauften, und nach der Verurteilung der Diebin folgte nun vor dem Gießener Amtsgericht das Nachspiel für die Käuferinnen. Für ihre Hintenberum- Käufe verurteilte das Gericht eine Frau zu drei Monaten eine artbere zu zwei Monaten, eine dritte Frau zu einem Monat Gefängnis, während zwei andere mit Geldstrafen von 50 und 120 RM davonkamen. — Teure Wolliacken!
= Oppenheim, 12. Nov. Anfang dieser Woche erhielt ein Oppenheimer Bürger eine F e l d p o st k a r 1 e. Das wäre an und für sich nichts Erstaunliches, wenn es ein Kartengruß aus dem jetzigen Krieg gewesen wäre. Aber die Feldpostkarte, die ein Bild mit bet Unterschrift „Russische Truppen suchen vergeblich die Vereinigung österreichisch-ungarrscher und deutscher Strertkräfte zu "verhindern^ zeigt, ist am 3. Februar 1915 geschrieben. Sie hat also mehr als 27 Jahre gebraucht, um von der damaligen Westfront nach Oppenheim zu gelangen. Wenn die Karte reden könnte, welche Irrwege sie gelaufen ist oder wo sie so lange Zeit gelegen hat, sie würde wohl manches Interessante sagen können.
= Fürth i. O.. 13. Nov. Auf den Bahngleifen bei Fahrenbach im Odenwald wurde frühmorgens ein Mann aus Fürth mit abgefahrenen Fuß aufgefunden. Der Verletzte fand Aufnahme in bet Scibclbcrger Klinik. Die Unfallsursache bebarf noch ber Aufklärung. — Gleichfalls mit schweren Beinverletzungen unb einer abgeauetschten Hand wurde ber Jugendliche Wilhelm Hoffmann aus Birkenau in die Heidelberger Klinik eingeliefert. Hoffmann war an einem Bahnübergang dem Odenwaldzug zu nahe gekommen und erfaßt worden.
= Aschaffenburg, 12. Nov. Im benachbarten Eichenberg stürzte ein 20jähriger junger Mann, als er von einem Unwohftetn befallen und ohnmächtig wurde, in eine Jauchegrube. Er ertrank, ehe von dem Unfall etwas bemerkt worben war.
_________ Nr. 287 Seile 5
Wirtschaftsteil
Wirtschaftliche Folgen des Nordafrika- Uberfalls
Der räuberische amerikanisch-britische Überfall auf Nordafrika durchschneidet brutal die in jahrzehntelanger Arbeit geschaffene enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem französischen Mutterland und seinen nordafrikanischeir Besitzungen. Wie intensiv diese wirtschaftliche Verflechtung schon vor diesem Kriege war, zeigt bet Außenhandel Algeriens, besten Exporte (1938) zu 84 % nach Frankreich gingen, während fast 76 ’/» feiner Einfuhr von dorther stammten. Waren für 4,8 Mrd. Fr. gingen 1938 aus Algerien nach Frankreich, aus Marokko für 857 Mill. Fr., aus Tunis für 878 Mill. Fr. Frankreichs Ausfuhr nach Algerien betrug 3,8 Mrd. Fr., nach Starotto 710 Mill. Fr. nach Tunesien 980 Mill. Fr.' Frankreich hat nach dem Zufammenbruch von 1940 die größten Anstrengungen gemacht, feine Bezüge aus Nordafrika noch zu verstärken. Zu diesem Zweck wurden beträchtliche Mittel für die weitere oetkehtsmäßige Erschließung aufgewendet. Der Bau der Transsahara-Bahn sollte die Produkte Westafrikas (vor allem Kaffee, Kakao unb öl) beschleunigt an bie französischen Mittelmeerhäfen heranbringen. In Marokko würbe der Ausbau ber Bewässerungsanlagen unb bet Kraftwerke in bic Wege geleitet. Die Einrichtung umfangreicher Kühlhäuser unb Gefrieranlagen biente der Ausfuhr beträchtlicher Mengen von Fleisch nach dem Mutter- land. Immer wichtiger wurde in den letzten Jahren das nord- afrikanische Obst unb Gemüse für die Lebensmittelversorgung Frankreichs. Die notdafrikanische Weizenausfuhr nach dem Mutterland spielte neuerdings ebenfalls eine nicht unwichtige Rolle, desgleichen bie Ausfuhr von Wein, der allerdings in zunehmendem Maße im Lande selbst für bic Tteibstoffgewinnung oerwenbet wurde. Die weitreichenden Pläne für die Industrialisierung Fran- zösisch-Notdafrikas, bie ihren Niederschlag in einem Zehnjahres- plan bcs Kolonialministetiums gefunden hatten, sind bisher kaum dutchgefühtt worden. Immerhin war in den beiden letzten Jahren ein deutlich wahrnehmbarer Zug zur Verlegung französischer Betriebe nach Algerien und Marokko zu beobachten. Diese beginnende Judustrialisierung im verein mit einer Gleichschaltung bet gewerkschaftlichen unb uittetnehmetischen Organisationen Algeriens unb des Mutterlandes hatte in bett letzten Jahren zu einer starken Vertiefung der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen beigetragen. Der heimtückische amerikanisch-britische Überfall hat also für Frankreich weitreichende wirtschaftliche Folgen.
Berliner Börse vom 13. November. Die Märkte letzten tn festerer Haltung ein. Die Umsätze bewegten sich allerdings weiter tn engen Grenzen und auch die Steigerungen waren von geringem Ausmaß. Im Vordergrund ftanbeit Braunkohlenaktien. Kaliwerk« unb Chemiepapiere. Aut den übrigen Märkten kam es überwiegend zu Strichnotierungen.
Frankfurter Börse vom 13. November. Bei, Aktien ergaben sich vereinzelt Kursbefestigungen von 1 %. fo bei Zellstoff Wald- Hof. Stahlverein unb Sckeideanstalt. JE. Farben gewannen %. bagegen verloren Daimler l/i %. Junghans weitere % %. Rcichsaltbesitz 169.40 nach 169.15. Steuerguitoeine T 107V«. Späte Sckulbbücher. fällig 1947. gaben auf 104’/s nach. Fretverkebrs- akiten lagen still. Tagesgeld VA %.
Siebenköpfige Räuberbande festgenommen
Madrid, 7. Nov. Nach langen Fahndungen ist es der spanischen Polizei int Zusammenwirken mit der Gendarmerie und Ab- tcilungen des Heeres gelungen, eine [icBcnläpfigc Räuberbande dingfest zu machen, die einen Autobus zwischen den Orten Trüchas und La Baneza (Provinz Leone) überfallen und die Reifenden ausgeplünbert hafte. Der Autobus war durch Gewehrschüsse zum Halten gezwungen unb die Passagiere mit vorgehaltener Waffe durchsucht worden. Das Gewehr hatte einer der Räuber einem ermordeten Gehbarmen angenommen.
Pater und Sohn heirateten Schwestern. In H v a tn tm dänischen Sitnmerlanb trat der seltsame Fall ein, daß Vater und Sohn Schwager wurden, denn sic wurden, und zwar zu gleicher Zeit, mit zwei Schwestern getraut.
FAMILIENANZEIGEN
Als Verlobte grüßen: Lilli Diehl, Wiesbaden, Römerberg 8, Willi Ahlbach, Wies- baden, Webergasse 23. 14. November 1942.
Es grüßen als Vermählte: Hans Eichmann, Obertruppführer im RAD., z. Z. Wehrmacht, Wiesbaden, Schwalbadier Str. 5, Hanni Eichmann, geb. Brech, W.-Dotz- heim, Wiesbadener Str. 22. 14. Nov. 1942.
Als Vermählte grüßen: Wilhelm Walter, Feldwebel der Luftwaffe, z. Z. i. Osten, Margarete Walter, geb. Stüllein, Wiesbaden, Hermannstr. 15. Trauung: 14.30 U. Marktkirche. 14. November 1942.__
Ihre Vermählung geben bekannt: Paul Bondorf, Uffz., z. Z. in einem Res.-Lazarett, Friedel Bondorf, geb. Poths, Westendstraße 18. Wiesbaden. 14. Nov. 1942. Kirchliche Trauung: 15 Uhr Ringkirche.
w„ Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein » Heber herzensguter Mann, meiner Kinder treusorgender Vater, lieber Sohn, Schwiegersohn und Bruder
Rudolf Litzius
Oberwachtmeister der Schutzpolizei, Inhaber des EK II
im 34. Lebensjahr am 5. Nov. im Osten den Heldentod starj>.
In tiefem Schmerz: Frau Karla Litzius, geb. Bohnert, Rosemarie u. Klaus-Rudolf, Kinder, Karl Litzius, x Vater, Eduard Reifert und Frau, Schwiegereltern, Arno Litzius, z. Z. im Felde, u. Familie, Franz Altmann und Familie
Wiesbaden (Bleichstr. 34), Laufenseiden i. T., Hannover, Kassel, 11. Nov. 1942.
Unser geliebter sonniger, lebens- JBöW froher Junge, unser einziges » Kind, Enkel, Neffe und Vetter
Richard Göhler
Grenadier fand am 18. Oktober im Alter von 19 Jahren im Osten den Heldentod.
In tiefen! Schmerz: Walter Göhler und Frau, Minri geb. Knapp
Wiesbaden, den 12. November 1942. Jahnstraße 34 1
Beileidsbesuche dankend verbeten.
Heute morgen verschied nach längerem Leiden plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr
Georg Pflug
im 67. Lebensjahr.
In stiller Trauer;
Klara und Hedwig Schultheis
Wiesbaden, den 11. November 1942. Bleichstraße 17
Einäscherung findet in aller Stille statt.
Danksagung. Statt Karten.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang meines lieben Mannes unseres guten Vaters, Herrn Heinrich Weidlein, sagen wir allen auf diesem Wege unseren Dank.
Frau A. Weidlein und Kinder
W.-Biebrich, im November 1942. Adolfsplatz 6
Unsere geliebte Schwester, meine herzensgute Tante
Frau verw. Anna Krull
geb. Böckelmann
ging nach kurzem Leiden aus einem Dasein, erfüllt von selbstloser Güte und .steter Hilfsbereitschaft, ein in Gottes ewigen Frieden. Ihr Leben war Glück und Sonnenschein».
In stiller Trauer, im Namen der Hinterbliebenen: Frau Helene Lorey Nordhausen (Harz), 8. November 1942. Die Bestattung hat in aller Stille stattgefunden.
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Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme in Wort u. Schrift, sowie für die Kranz- und Blumenspenden bei dem schweren Verlust unseres lieben Armin sagen wir auf diesem Wege herzl. Dank.
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Zahnersatz wird durch das unschädliche Kukident selbsttätig gereinigt und gleichzeitig desinfiziert. Da Kukident während des Krieges nur in beschränktem Umfange hergestellt werden kann, also zur Zeit knapp ist, geben wir Ihnen hiermit eine Aufklärung über den sparsamen Gebrauch von Kukident. Bekanntlich sind bei jeder Gebißreinigung 3 g Kukident in 60 g Wasser aufzulösen. Bei weniger Kukident wirkt die Lösung nicht kräftig genug. Sehr oft nahm man aber zu reichlich, mitunter sogar einen gehäuften Teelöffel voll. Das ist heute nicht ratsam. Bitte beachten Sie, daß ein gestrichener Teelöffel Kukident 3 g sind. Eine Packung Kukident mit 180 g Inhalt reicht demnach zur 60maligen Reinigung und Desinfektion Ihrer Zahnprothese. Sorgen Sie auch dafür, daß nichts verschüttet wird. Nutzen Sie den Inhalt der Kukident-Packung gut aus, dann handeln Sie wirtschaftlich, wie es die jetzige Zeit verlangt. Sollten Sie das echte Kukident nicht erhalten, so bitten wir um Nachricht, damit wir Ihnen eine Bezugsquelle nachweisen können. Kukirol - Fabrik, Berlin-Lichterfelde.
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