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Wiesbadener Taablatt

... .. . m .Äi » i> k Erfcheinnngszcit werktäglichnachmittag!

90. Jahrgang

Mittwoch, 11. November 1942

Nummer 265

&

Abwehr weiterer anglo-amerikanischer Ueberfallpläne

Frankreich im Schutze des Reichet

Marschall,

Aufruf an das französische Bott

Ihr ergebener gej. Avals Hitler.

Demarkationslinie überschritten

Aas dem Führerhaaptaaartier, 11. Nov. (Funkmeldung.) Da» Oberkammand» der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Truppen haben am 11. November sriih zum Schutze de» französischen Territoriums gegenüber den beosrstehenden amerikanisch-britischen Landungsunternehmen in Südsrankreich die Demarkatianslinie rum unbesetzten Frankreich über­schritte». Dir Bewegungen der deutschen Truppen verlaufe« planmäßig.

und nichts verlangt. Sie hatte an Frankreich keine Zumutungen gestellt, die es hätten verletzen können.

Das deutsch« Volk, das nun mit dem Blute seiner Männer diesem Angriff entgegentreten muhte, hatte keinen Sah «egen Frankreich »mpfunden. Trotzdem brachte dieser da­mit ausgelöft« Krieg über zahllose Familien in beiden Ländern Leid und Unglück.

Rach dem Zusammenbruch der französisch-englischen Front, die mit der Flucht der Engländer aus Dünkirchen zur Katastrophe ausartet«, erging an Deutschland das Ersuchen am die Sewätz- rung eines Wasfenftillstandes.

Das deutsche Reich hat in diesem Wassenstillstandsvertrag nichts »erlangt, was der Ehr« der französische» Armee hätte Abbruch tun können. Aber es muhte Vorsorge getroffen werden dagegen, dah, wie es im Interesse der britischen Kriegsanstifter liegt, durch bezahlt« Agenten früher »der später der Kampf wieder würde beginnen können.

Das Ziel Deutschlands aber war es nicht, Frankreich zu de­mütigen oder zu vernichten, »der das franzöfische Weltreich zu zerstören, sondern das Ziel war im Segenteil, durch einen späteren vernünftigen Stillen eine allgemeine Atmosphäre der gegenseitigen Verständigung in Europa herbei,usühren.

Seit dieser Zeit haben England und nunmehr auch Amerika versucht, wieder aus sran^fischem Boden Fub zu fassen, em den Krieg so wie es in ihrem Interesse liegt aus sremdrr Erd« writrr,usühren. Nachdem di«se Anschläge überall jämmerlich sammengebrochen waren, sand nun d«r englisch-amerikanisch« Überfall aus die west- und nordasrikanischen Kolonien statt. Dort ist der Kamps infolge der Schwäche der sranzöfischen Besatzungen leichter ,u führen als gegen die von Deutschland oerteidiaten Küsten im Westen.

Seit 24 Stunden ist nun der deutschen Regierung bekannt, »atz in Ausweitung dieser Operation deraächfteAngrissgege» Korsika zur Inbesitznahme der Insel und gegen die».

Sleichzeiti« hat der Führer folgenden Ausruf an las französische Volk gerichtet:

Offiziere"und Soldaten der sranzöfischen Wehrmacht!

Am 3. September 1939 wurde durch die englische Negierung ohne Srund und ohne jede Veranlassung Deutschland der Krieg «rNärt. _

Es ist damals leider den verantwortlichen Arrangeuren die­ses Krieges gelungen, auch die franzöfische Regierung zu _ be­wegen, sich ihrerseits der englischen Kriegserklärung anzuschliegen.

Für Deutschland bedeutet« dirs ein« unverständliche Setans- ^'^Die'Mutsche Regierung hatte von Frankreich nichts gefordert

Maßnahmen zur Sicherung der französischen Mittelmeerküste, Corsicas und der europäischen Besitzungen in Afrika - Durchmarsch durch das bisher unbesetzte französische Gebiet

WSch<»1l4ch i« 6 A»ögaven Erfcheimmgszcit iverktäglich nachmittag»

Geschäftszeit durchgehend von »18 Uhr nutzer Somr- und Feiertag» - Bittner Büro. BerUn^vilmersdo^ - A n - e i a en d r e l le'Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte NN Anzeigenteil RM 0.07, b« 46 Äillnneter breiten Sv alte im Teilt eil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 matzgebend Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, grotzere Anzeigen am Dortag«

Kaoo-Eebirges bieten günstigere Kampfbedingungen. Die b e i - den aus der Insel gelegenen Flugplätze, darunter auchHenderson Fiel!", sind i n j a p a n i s ch c r H a n d ebenso weite Strecken der West- und Nordküste. An der Nordkuste haben stärkere japanische Seestreitkräste in die Kämpfe eingegriffen.

Japanische Kampfflugzeuge führten auch am 8. 11. Bomben­angriffe gegen die amerikanischen Stützpunkte im Sudpaztfik durch. In Suva, der Hauptstadt der Fidschi-Inseln, wurden tm Hafen- geländc und im Militärbaracken-Viertel umfangreiche Zerstörun­gen angerichtet. Eine andere japanische Kampsfliegergruppe griff die noch immer brennende australische Hafenstadt Townsville an. In mehreren Angriffswellen wurde das schon durch die letzten Luftangriffe schwer mitgenommene Lageihausviertel am Hafen völlig zerstört. Ein 6000 BRT. großer Phosphat-Dampfer wurde etwa 20 Seemeilen ostwärts von Townsville durch Bombenwurf versenkt.

USA.-Truppen aas engstem

Berlin, 10. Nov. Den Japanern ist es am 8. 11. gelungen, die amerikanischen Truppen aus Guadalcanal °us engstem Raume zus a mme »zu! rängen. Seit dem Mittag dc» 8 11 ist die Vernichtungsschlacht aus der Sonzen $ ton tbreite entbrannt. Die japanische Marme-Luztwane greift mit starken Kräften in die Erdkämpfc ein und zerstört tm Tiefangriff Teile des amerikanischen StellungsMems. Allein an der bisher von den Amerikanern besetzten Nordkuste der Insel wurden am 8. 11. 141 Bunker und zahlreiche Erdbefestigungen zer­stört Die Amerikaner haben sich, um der /Beschießung durch lapa- nische Seestreitkräste zu entgehen, weit in das innere der Insel ^urückgez ^^gsschauplatz aus Euadalcanar ähnelt dem auf der Kalbinsel Malakka. DichteUrwälder bedecken wette Strecken 6er Insel und erschweren die militärischen Operationen Nur dte Randgebiete der Küste und das Hochland des ^500 Mc... hohen

Vernichkungsschlacht aus Guadalcanar in vollem Gange

Ranm zusammengedrängt

Die deutsche Antwort

as. Berlin, 11. Nov. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung.) Der Aufruf, den der Führer an das französische Volk gerichtet hat, kennzeichnet die gegenwärtige Lage. Die Achsen­mächte sehen sich gegenüber dem neuen Anschlag Roosevelts und Churchills gegen Europa gezwungen, den Schutz Europas zu übernehmen. Zu diesem Zweck, das heißt um dem anglo­amerikanischen Anschlag auf Corfika und auf Südsrankreich zuvor- zukommen, sind die deutschen Truppen zum Durchmarsch durch das bisher unbesetzte französische Gebiet angetreten. Ausführlich wird in dem Aufruf des Führers betont, daß dieser Einmarsch der deutschen und italienischen Truppen sich nicht gegen die französische Wehrmacht richtet.

Weiterhin gibt der Führer der Hoffnung Ausdruck, eine« Tages mit der französischen Wehrmacht Europa und den zu Europa gehörenden afrikanischen Besitzungen Frankreichs gegen- über der angelsächsischen Koalition zu verteidigen. Die Maß­nahmen, die die Achsenmächte jetzt ergreifen mußten, sind also ausgelöst worden durch den feigen Überfall der Anglo- Amerikaner aus französisches Gebiet, zumal keinerlei Zweifel d«- üBer bestehen können, daß Herr Roosevelt nicht daran denkt, sich etwa mit Brückenköpfen in Afrika zu begnügen, sondern gewillt ist, über Corstka und Südfrankreich den Krieg nach Westeuropa hineimutragen. Solchen Plänen wird nunmehr durch die Maß­nahmen der Achse ein Riegel vorgeschoben. Es ist zu hoffen, daß man in Frankreich hierfür volles Verständnis aufbringt, handelt es sich doch um eine Maßnahme, die ebenso zum Schutze Frau lreichs wie rum Schutze des gesamten Europas Betroffen wird. Wenn also der Führer in seiner Münchener Rode darauf hinwier, daß noch kein Plan und kein Schlag unserer Gegner ohne entsprechende Gegenmaßnahmen unsererseits blieb, so ist auch in diesem Fall sehr schnell die Antwort erteilt worden. Daß diese Gegenmaßnahmen im eigenen Interesse Frank­reichs liegen, werden jetzt die Franzosen begreisen müssen. Auch sie werden volles Verständnis für den Satz in dem Aufruf des Führer haben, daß es für Frankreich wie für ganz Europa um so besser ist, je schneller die Macht niedergeschlagen wird, die seit 300 Jahren in Europa Staat gegen Staat hetzte und die auch jetzt wieder europäisches Gebiet, das vom Kriege verschont blieb, zum Kriegsschauplatz zu machen gedachte. So vollzieht sich der Durch­marsch der Achsentruppen durch das bisher unbesetzte Frankreich und die Besetzung der Miitelmeerküste und Korsikas als Schutz einmal für die Achsenmächte, die damit erneut bekunden, daß sie keine zweite Front in Europa dulden und zum anderen zum Schutze Frankreichs und ganz Europas.

Ich möchte Ihnen in liefern Sinne auch versichern, laß fich 1er Einmarsch 1er verbünlete» Truppen in Frankreich nicht richtet gegen lie französische Wehrmacht, sondern laß ich »och immer in ler Hvssnung lebe, eines Tages mit ihr gemein­sam Europa uni len zu Europa gehörenden afrikanische» Besitz gegenüber der angelsächfifchen räuberischen Koalition zu v«r- t eilig en. . ,

Enllich soll sich liefet Einmarsch nicht richten gegen lie f r an- zösische Verwaltung, von ler ich hoffe, laß sie ihren Auf­gaben wie bisher nachgehen wirb, denn las einzige Ziel unseres Vorgehens ist es nur, zu verhinlern, laß fich lie nordasrikanischen Zustände plötzlich auch «n ler sülsranzöstschen Küste wiederholen. Dagegen Vorsorge zu treffen, fühle ich mich vor meinem Volk uitii im weiteren Sinne »er ganz Europa verantwortlich, denn las Aufgehen tiefes Kontinents in einem neuen Kriege könnte nur zur Vernichtung aller europäische» Staate» uni vor allem ler gesamte» europäischen Kultur führe».

Ich möchte Ihne» labe! »och verfichern, Herr Marschall, laß ich, im selbe» Augenblick, in lern sich lie Lage im Mittelmeer soweit gebessert hat, laß von einer Gefährdung ler tm Waffenslillstandsvertrag niedergelegteu Interessen les Reiches nicht mehr gesprochen werten kann, entschlossen bin, meine Truppe sofort mietet hinter lie alte Demarkations­linie zutückzufühte».

Ebenso möchte ich Ihnen, Herr Marschall, enllich n«ch »er. sichern, laß Sie uni Ihre Regierung sich von letzt ab r» ganz Frankreich frei uni ungehintert Bewegen können, lenn ich habe mich seiuerzeit gegen lie Verlegung der Regierung nach Versailles nur leshalb ausgesprochen, weil ich fürchtete, laß von ler feindlichen Propaganda immer nut behauptet morden wäre, Sie, Herr Marschall uni Ihre Regierung seren ter Freiheit beraubt uni unter liefen Umstänten nicht mehr tn »et Lage. Ihre Geschäfte wahr,»nehmen. Nüchtern nun lut» Ire oben geschillerten ilmstänte las Reich und Italien gezwungen sind, zum Schutz ter lutch lie Waffenstillstands»«träge nietergelegten -In­teressen ler Itohenlen englisch-amerikanifchen Invasion entgegen, jutreten uni lomit auch lie Grenzen les übrigen Frankreichs zu besetzen, fällt liefet Grünt für las Verbleiben ler franzöfifchen Regierung in Vichy weg.

Ich möchte daher liefen Augenblick benutzen, um Ihnen die Zurücknahme tiefes bisherigen Vorbehalts mitznteilen. .

Ich kann verstehen, wie schwer Sie, Herr Marschall las Schick- fal Ihres Lautes trifft, allein ich tarf Sie bitten, an las Schicksal meines eigenen Volkes zu lenken, las feit Jahren einen »hu. ohne feine Schult aufgezwungenen Krieg zu führen Hai nut auch letzt nut unter lern Zwang ler härteste» Rotwentigke,^ die oben mit­geteilte Entfcheituug hat treffen müffen. Ich spreche lie Hoffnung ans, laß es nicht nur aus liefern Anlaß zu keinem neuen Blut­vergießen zwischen Frankreich nut Deutschland kommt, fenlern laß im Gegenteil lutch liefen Schritt gegen lie auhenkontinentaleu Ftielensstöret eine Annäherung ter euoparfchen Völker ftattsinlen wirt. Deutfchlant ,ft deshalb ent« fchloffen, wenn irgenl möglich Seite an Seite mit len franzöfifchen Soltaten lie Grenzen ihres Landes und damit auch lie Grenzen ler europäischen Kultur nnl Zivilisation zu »erteilt, gen. Was an len deutschen Truppen «egt, um diesem Zweck lutch ihre Haltung nnl Einstellung lern französischen Volk »»d fernen Soltaten gegenüber zu Menen, wird geschehen. Ich möchte S,e aber, Herr Marschall, noch bitten, laß auch Ite französifche Re­gierung in liefet Stunle alles veranlaßt, was geeignet «ft, Spannungen zu lefeitigen nnl einen reibungslosen Verlaus tiefes im Sinne le» Interessen auch Frankreichs nottvendi- ge» Schritt garantieren kann.

Mit lern Auslrack meiner aufrichtigen Verehrung bin ich, Herr

Der Führer an Pelain

Berlin, 11. Nov. (Funkmeldung.) Der Führet hat lern franzöfifchen Staatschef Marschall P «t a i n folgenden Brief über­mittelt, ter heute früh im franzöfifchen Rundfunk veröffentlicht wurde.

Seit tcm'l, la mich das Schickfal zur Führung meines Volkes berief, habe ich mich ehrlich bemüht, «in »efferes Berhaltms zu Frankreich, selbst unter schweren Verzichten Deutschlands, her- U'tCa5enn diese Versuche erfolglos blieben, war es mcht meine Schuld. Die am 3. September von England und Frankreich Deutsch­land übersandten Kriegserklärungen haben mich und das deutsche Bolk deshalb um so tiefer berührt, als weder für Eiland, noch für Frankreich, ein auch nur einigermaßen triftiger «rund hier­für vorhanden war. Der schnelle und für Frankreich so unglücklich ausgehend« Feldzug könnt« mich trotzdem nicht von dem Gedanken befreien, die Bildung einer b e ff er en europäischen Soli- darität wenigstens für die Zukunft noch offen zu lassen. Ich abe in liefern Sinne in lie Wafsenftillstandsbedingungen nichts eingefügt, was ler in ler Präambel angekündigten 3«elfegung widersprechen, ölet in ihrem Sinne nicht nnbelingt notwendig ge- nieten wäre.

Das Deutsche Reich hat leshakb auch lie damalige Schwäche Frankreichs nicht ausgenutzt, um (Er- preffungen auszuüben, sondern nur les gefordert.was ctn Sieger in einem solchen Falle zu fordern gezwungen ift, n«mh«: >« Sicherstellung des Erfolges, das heißt die (Baranhe dafür, daß der Waffenstillstand nicht eine vorübergehende Episode, sondern die praktische Beendigung des Krieges bedeutet und end­lich. daß liefet Waffenftillftanl unter keinen Umständen infolge feinet Mille zu einer Verschlechterung ler militärischen Situation les Reiches führen dürfe, für den Fall einer durch »,e Jn- tranfigenz des früheren Verbündeten Frankreichs verschuldeten Fortdauer dieses Krieges. , .

Deutschland hat in dieser Zeit keine Forderung auf Me fron« zösis che Kriegsflotte erhoben, es hat auch nicht ,m ge- tingften cingegriffen in die Souveränität der französischen Re­gierung in ihrem Kolonialreich.

3« der Hoffnung, den Krieg noch nach Europa tragen zu können, haben England und Amerika nunmehr begonnen, fran­zösische Gebiete in West- und Nordafrika anzugreifen und sie o« besetzen. Frankreich ist seinerseits nicht ,n der Lag«, diesem Angriff auf die Dauer zu wilerftehen. Deutschland und Italien können aber unter keinen Um­ständen zusehen, daß hier der W-ffenst,llftands»ertrag «ne Auswirkung erhält, die fich auf die Dauer gegen die beiden Staaten richten muß. ...

3n genauer Beobachtung der Bewegungen der amerikanisch- englischen Transportverbände, sowie aus einer Anzahl oon nicht mehr anzuzweifelnden Meldungen, haben die deutsche und italie­nische Regiernng ersahren, daß das nächste Ziel der 6rttifdr= amerikanischen Invasion Eorfica und Südsrankreich ^Damtt^find''die Boransf etznngen und ® * « des Waffenstillstandsvertrages ohne Verschul­den Deutschlands und Italiens beseitigt.

Die deutsche und italienische Regierung sind unter diesen Um­ständen übereingelommeu, fofortige Maßnahmen zu ergreifen, um der Fortsetzung tret englisch-amerikanischen An- f^Iag« mir Hum ft entgegen jutreten.

Ich beehre mich. Ihnen, Herr Marschall unter Mesen Um­stünde» ju meinem Leidwesen mitte,len zu muffen, daß ich zur Ab­wehr de! uns drohenden Gefahren mich gezwungen gefehen habe, in Übereinstimmung mit der italienischen Negierung meinen Truppen den Befehl zu geben, auf f » n < 1 Ift em Wege durch Frankreich hindurch die Mittelmeer lüfte zu besetzen und zweitens am Schutze Corsicas gegen den drohen­den Angriff der amerikanifch-englifchen Streitkräfte teilzunehmen.

Ich bin zn liefern Schritte besonders gezwungen worden larch das Verhalten eines franzöfifchen Generals, der tn feiner Kriegsgesangenfchaft eine Krankheit simulierte und aus diesem Grunde dank der ihm gegebenen Erleichterungen zu, fliehe« vermochte nnl ler 1-an, entgegen ler mir erteilten Bersichernng uni feiner ehrenhastigen Verpflichtung Ihnen Herr M-rschatt, gegenüber, im Dienste ler angelsächsischen Einbruchsmachte nun­mehr wieler nicht nur gegen Deutschland, lonbcrn sogar gegen sein eigenes L-nl zu kämpfen entschlosien ift.

Ich larf Ihnen daher an liefet Stelle mitteilen, Herr Mar- schall, laß fich las Vorgehen ler deutschen Truppen nicht gegen Sie als Staatsoberhaupt und »erehrungswurdiger Führer tapferer franzöfifcher Soldaten des Weltkrieges, »»er «egen die französische Regierung richtet, als auch nicht gegen all jene Franzosen, lie denFrie 1 eu wünsche n uni lie »er allem es »etmeilen wolle», laß ihr eigenes schönes Lanl noch einmal zum Kriegsschauplatz wird.

nnt> K«lag: «. SchellcnBerg'fche «nchdrnckerei, Langgaffe Nr. 21 (Tagblatt-Hans) Ctn iu-ut Gammel-Str. 59631 Drahtanschrift: Taablatt, Wiesbaden Postscheckkonto: Sfrantfurt a. M. 7405 «fc roet Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2. einschließlich des Trögerlohnes 6äoM* fto änen monat RML3S. zuzüglich RM0.36 Bestellgeld - Einzelnummern RM0.10 defmXtg höherer Satt fein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises