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Seite 2 Nr. 257

Wiesbadener Tagblatt

Montag. 2. November 1942

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Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten

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3n der Luftwaffe:

Mit Wirkung vom 1. November 1942 zum General der Flieger den Generalleutnant Petersen; zu Generalleutnanten die General­majore Schubert, Wagner, Becker, Scheurlen; zu Generalmajoren die Obersten Schörgi, von Arnim.

Beförderungen in der Wehrmacht

Der Führer hat beförderte

3m Heer:

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3n der Kriegsmarine:

Mit Wirkung vom 1. November 1942 zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See von Tresckow, von Bredow, von Trotha (Cla­mor); zum Konteradmiral (ing.) den Kapitän zur See (ing.) Schulze (Alfred).

143 Todesopfer des Terrorangriffes auf Mailand

Rom, 1. Nov Amtlich wird bekanntgegeben: die Zahl Todesopfer beim britischen Luftangriff auf Mailand hat sich 143 erhöht.

Die Kämpfe wogten um wichtige Eeländeteil« hin und her. Nirgends vermochten die Briten die Haupt»

Luftwaffenerfolge an der Burma-Grenze

Tokio, 1. Nov. Wie Domei von einem japanischen Stütz

Unerschütterliche deutsch-italienische Abwehr

Enttäuschende Ergebnisse des britischen Großangriffes in Ägypten

frübt, solchen Symptomen wie der jetzigen Eouverneurswahl allzu­viel Zukunftsbedeutung beizumessen. Vorerst sind diese Wahlen nicht mehr als ein in i. er politisches Zwischenspiel; und im Ausland braucht man ihnen schwerlich ein größeres Inter­esse entgegenzubringen, angesichts der notorischen Gleichgültigkeit in den USA selber.

Schwungvoller Angriff westlich des Terek

Alagir genommen Wichtige ossetische Heerstraße gesperrt Sowjetischer Landungsversuch nördlich Stalingrad abgeschlagen 3m Gegenangriff au der Alamein-Front den Gegner unter schwersten Verlusten zurllckgeworsen 3n 3 Wochen 306 Briten-Flugzeuge vernichtet

Heldenlied der U-Boote

(Fortsetzung von Seite 1)

abgesehen davon, daß der amerikanische Präsident bemüht ist. das Parlament weitgehend auszuschalten. Roosevelt bat es aber doch mit Rücksicht auf die' Wahlen für richtiger ge­halten. den Verlust eines Flugzeugträgers in der Schlacht bei den Santa-Cruz-Jnseln einzugesteben, aber nur. um so-frecher lügen zu können, daß neben diesem Flug­zeugträger und neben einem schon als verloren gemeldeten Zerstörer keine weiteren amerikanischen Kriegsschiffe ver­loren gingen. Ob die amerikanische Öffentlichkeit nach den Meldungen über den Verlust des Flugzeugträgers ..Wasp", der mit einer Verspätung von einem Vierteljahr eingestan­den wurde, noch besonderes Vertrauen zu solchen Roosevelt- schen Meldungen hat. muß dahingestellt bleiben. Schließlich wird es ihr auch zu denken geben, daß man den Verlust von W e i h n a ch t s v o st für die amerikanischen Soldaten in Ubersee eingesteht man kann ihn beim beiten Willen nicht verschweigen und daß man gleichzeitig empfiehlt. Kopien der Briefe mit anderen Postgelegenheiten zu ver­senden. Damit gesteht man nun ein, wie unsicher beute die gesamten Verbindungswege der Anglo-Amerikaner gewor­den find und wie es tatsächlich auf demSchlachtfeld aller Schlackten" steht, wie ein Brite einmal das Kampfseld der Meere genannt hat.

Stockholm. 1. Nov. Zum erstenmal wurde letzt rm. eng­lischen Nachrichtendienst die Hungerkatastrophe. die im Jahre 1941 über die 89-Millionen-Bevolkerung des von Eng­land kontrollierten mittleren Ostens hereingebrochen ist. offen zugegeben. .... . . .... .

Der stellvertretende Generaldirektor tut britischen Kriegs- transvortministerium I e n k i s erklärte in einer Rundmnk- rede, England sei trotz seiner angespannten Transvortlage gezwungen gewesen, im Laufe der letzten Monate Sundert- tausende von Tonnen Getreide nach dem Mittleren Orten au befördern. Dies sei auf die katastrovhale®etret6e= ernte dieser Gebiete im Jahre 1941 zurückzuführen. Dieter Ausfall der Ernte habe, wie Jenkins offen zugibt, den Eng­ländern große Schwierigkeiten gemacht.. Denn sie hatten da­mit gerechnet, ihre Armeen durch Requisitionen aus der ein­heimischen Bevölkerung zu unterhalten. Ihre rücksichtslosen Methoden schufen solche Not, daß Re am Schluß doch ihre an anderen Stellen so heiß begehrten Schiffe einsetzen mußten.Wir mußten nicht nur, erklärte er.große Men­gen Getreide kaufen und nach dem Nahen Osten bringen, son­dern wir mußten uns auch damit abfinden, daß das V e r - trauen der Bevölkerung zu uns auf das Schwer (te erschüttert wurde." Man mülle bedenken, daß die Lan­der des Mittleren Orients seit dem deutschen Steg, auf dem Balkan und der Besetzung Griechenlands und Kretasdrei­mal so weit von ihren Lieferauellen entfernt sind als in normalen Zeiten." Jenkins fuhr fort:Von Europa wurden Re abgeschnitten, und das Mittelmeer konnte seitdem von uns nicht mehr für einen normalen Handelsverkehr benutzt werden. Infolgdellen muß nicht nur das Kriegsmaterial, sondern müllen alle Güter aus England und den Vereinigten Staaten einen langen Weg rund um das Kav der Guten Hoffnung zurücklegen, was fall so viel ist, als einmal die Hälfte der Erde zu umfahren. Für derartige Transporte werden natürlich viel Schiffe benötigt als auf einer kürzeren Strecke, denn die Warenmenge, die ein Schiff transportiert, hängt nicht nur von seiner Größe, sondern auch von der Länge der Route "."

Die deutschen militärischen Erfolge auf dem Balkan, in Griechenland und in Nordairika können nicht klarer heraus- gestellt werden als in diesem Bericht des Generaldirktors im britischen Iransnortminifterium.

Druck und Sertaj; LScheüendergfche «uchdruckerei, Wiesbadener Tagblatt, WieÄxideu «esamilettung: Dr.phil.habU. Gustav Schellenberg und Otto «aiser Saunt. schristl-iter- Fritz Günther, sSmü. in Wiesbaden. Zur Zeil ist Preisliste Nr. lOgüitig

Berlin, 31. Okt. Reichsmarschall Gorin

Minister Pros. Dr Popitz aus Anlaß seines z e , . , Dienstjubiläums als preußischer Finanzminister in einem Handschreiben herzliche Glückwünsche übermittelt und ihm seine Anerkennung für die dem preußischen Staate gewidmete schöpferische Arbeit ausgesprochen.

Aus dem Führerhauptquartier, 2. Nov. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n schwerem, aber erfolgreichem Ringen um Bunkerstellungen nördlich der Bahn nach Tuapse kämpfte stch die 3nfanteri« in schwierigem Berggelände weiter vor. Teile de» Feinde» wurden eingeschlosfen und vernichtet, mehrere Gegenangriffe abgeschlagen.

Westlich de» Terek warf der eigene schwungvolle Angriff in schwierigstem Gelände den hartnäckig kämpfenden Feind über zahlreiche Bachabschnitte zurück. Die Stadt Alagir wurde ge­nommen und damit die wichtige ossetische Heerstraße gesperrt. Die Luftwaffe unterstützte die Kämpfe des Heeres und griff Truppen­quartiere und Bahnanlagen der Stadt Ordschonikidse an.

Südlich Stalingrad scheiterten neue von einzelnen Panzern unterstützte Angriffe des Feindes. Nördlich der Stadt versuchten die Sowjet» wiederum erfolglos zu landen. Zwei Kanonenboote und mehrere große Landungsboote wurden senkt, ein Kanonenboot beschädigt und mehrere hunder

Frhr. von Freytagh- Loringhoven gestorben

Breslau, 1. Nov. Im 64. Lebensjahr starb in Breslau der Preußische Staatsrat und Reichstagsabgeordnete Prof. Dr. Axel Freiherr von Freytagh-Loringhoven. Der Berstorbene war Inhaber der Goethe -Medaille. Freiherr von Freytaa-Loringhoven, der auch Mitglied der Akademie für deut­sches Recht war, stand seit 1918 im Vordergrund des politischen Lebens und beteiligte stch lebhaft und aktiv am Kampf gegen das Weimarer System. Seine Ernennung zum Preußischen Staatsrat erfolgte im Juli 1933.

Von Freytagh-Loringhoven wurde am 1. 12. 1878 in Arendsburg in Livland geboren. Seine akademische Laufbahn bckgann er im Jahre 1908 an der Universität Petersburg, kam als Professor 1911 nach Dorpat und wurde 1918 zunächst als ordent­licher Honorarprofessor nach Breslau berufen. 3m Jahre 1934 wurde er hier zum ordentlichen Profesior für Völkerrecht und Internationales Recht mit dem Dienstalter vom 13. 8. 1920 ernannt.

Die Hungerkatastrophe im Mittleren Osten

London: »Das Vertrauen der Bevölkerung zu uns auf das Schwerste erschüttert" Hungersnot wegen der englischen RequiRtionsmetboden

Der Vergeltungsangriff gegen Canterbury

Berlin, 1. Nov. In den späten Nachmittags st unden des 31. Oktober erfolgte ein schwerer Angriff deutscher Kampfflug­zeuge zur Vergeltung für die skrupellose Bombardierung deutscher Städte und Wohnstätten durch britische Bomber gegen die Stadt Canterbury im Südosten Englands. Völlig überraschend für

Reifung z u erreichen, geschweige denn zu durchbrechen. Sie verloren bis zum 29. Oktober 345 Panzer, und da ee den Verbündeten mehrfach gelang, die vordersten Spitzen der Angreifer abzuschneiden, mehrere hundert Gefangene.

Auch die zahlenmäßige itberle ., britischen Luftwaffe änderte nichts an diesem Ergebnis. Schon an den ersten vier Kampftagen verlor sie sechzig Maschinen, davon fünf durch Flak, die übrigen in Luftkämpfen gegen Deutsche und Italiener, am 30 Oktober acht Flugzeuge. Die Deutschen allein erzielten vorn 25. bi» einschließlich 30. Oktober 44 Abschüsse bei 19 eigenen Verlusten, Kampfflugzeugs und auch Jagdbomber der Verbündeten drangen immer wieder bis zu den Bereitstel­lungen unD Nachschubstraßen der Angreifer durch und fügten ihnen schwere Verluste zu

Im Verlauf dieser Woche erlebten also die Briten, wie auch aus ihren eigenen Äußerungen hervorgeht, eine schwere En11a usch ung ihrer Hoffnung, die deutsch-italienischen Truppen schnell aus Ägypten zu vertreiben. Möglicherweise war die Unterlasiung eines Großangriffes am 30. Oktober eine Folge hiervon.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1942 zu Generalen der Insa die Generalleutnante Neuling, Stapf; zu Generalen der P< truppe die Generalleutnante Di. Hubicki, Hube; zu Generalen der Artillerie die Generalleutnante Theisen, Marcks; zum General der Pioniere den Generalleutnant Sachs; zu Generalleutnanten die Generalmajore Toussaint, Frießner; zu Generalmajoren die Obersten Burgdorf, Koch (Viktor),, Lübbe, von Kluge, Reymann (Hellmuth), Casper, Vogel (Emil), Merker, Müller (Ludwig), Graf von Schwerin.,Mit Wirkung vom 1. November 1942 zu Gene­ralen der Panzertröppe die Generalleutnante Ritter von Thoma, Fehn; zum General der Artillerie den Generalleutnant Freiherr von Roman; zum General der Pioniere den Generalleutnant Jänecke; zu Generalleutnanten die Generalmajore von Ondarza, Lucht, Scherer, Oberhäuser, Rupprecht, Bordihn, von Behr, Heim, Jordan; zum Generalstabsarzt den Generalarzt Dr. Renoldi; zu Generalmajoren die Obersten Bazing, Nöldechen, Keltsch, Schnar­renberger, Wulz, Engelhardt (Alfred), Menny (Erwin), Küpser, von Rappard, Hofmann (Friedrich), Adlhoch, Degener, von Arnim, Krappe, Dipl.-Ing. John (Friedrich-Wilhelm), Pfetten, von Kesiel, Besch (Helmut), Stammet, Schünemann, Graf von Sponeck, Benke­rn an n (Helmut), von der.Chevallerie, Risse, Cramer; zu General­ärzten die Oberstärzte Penner, Dr. Schmidt-Brücken.

USA.-Sender werden amtlich

Vigo, 1. Nov. Vierzehn amerikanische Rundfunkstationen sind ab sofort von Rockefellers Südamerikabüto sowie dem Kriegs- informationsamt für die Kriegsdauer übernommen worden. Die Umstellung auf den amtlichen Propagandadienst soll schrittweise erfolgen. Diese Maßnahme bedeutet, daß nunmehr auch der USÄ-Radiodienst für Südamerika ausschließlich der Agitation der Washingtoner Imperialisten dienen wird.

die britische Abwehr drangen wenige Minuten nach 18 Uhr Staffeln unserer schnellen Kampfflugzeuge über die britische Küste vor und stießen bis auf eine Höhe von nur 30 bis 40 Meter auf das Stadtgebiet von Canterbury herab. Schon die ersten Bombeneinschläge brachten zahlreiche Häuser zum Einsturz und verursachten große Brände. Während die Kampfflugzeuge im Abflug noch Kraftfahrzeugansammlungen und Eisenbahnziele im Raum von Canterbury mit ihren Bordkanonen und Maschinengewehren beschossen, dehnten sich die durch zahlreiche Bombenvolltreffer im Stadtgebiet von Canterbury entfachten Brände immer weiter aus. Deutsche Jagdgeschwader sicherten diesen Vergeltungsangriff und schosien drei Spitfire im Luftkampf ab. Einige Stunden später setzten schwereKampffluazeuge in größerer Zahl den Sergeltungsangriff gegen Canterbury fort unb warfen zahlreiche Bomben in die brennende Stadt. Weitere Angriffe unserer Kampfflugzeuge richteten sich gestern gegen Fabrik­anlagen in der Gegend von Deal. Auch die Stadt Dover wurde bombardiert.

punkt in Burma meldet, hat die japanische Lustwaffe seit dem 25. Oktober dreimal Bombenangriffe auf Flugplätze an der burmesisch-indischen Grenze durchgeführt und dabei 53 feind­liche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. Seit einiger Zeit läßt sich kein feindliches Flugzeug rneh der Grenze zwischen Burma und Indien sehen.

Rumänische Kampfflieger bekämpften Bahnstrecken im Don-Abschnitt wirksam mit Bomben. Nordwestlich Liwny scheiterten örtliche feindliche Angriffe. 3m mittleren und nörd­lichen Frontabschnitt beiderseitige Späh- unb Stoßtrupptätigkeit.

Der Gegenangriff der deutsch-italienschen Truppen im Nordabschnitt der E1 Alamein-Front wurde gestern fortgesetzt und warf den eingebrochenen Feind unter schwersten Verlusten, besonder» bei einer australischen Division, zurück. Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe rich­teten sich vor allem gegen Batteriestellungen de» Feindes. Durch Bombentreffer wurde eine größere Anzahl von Geschützen zum Schweigen gebracht. Zum Bealeitschutz eingesetzte 3äger schossen ohne eigene Verluste vier britische 3agbflug$euge ab.

3n der Zeit vom 11. bis 31. Oktober oecloe die britische Luft­waffe 306 Flugzeuge, davon 187 über dem Mittelmeer und über Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 88 eigene Flugzeuge verloren.

Mehrheitsverhältnisse verschöbe, würde dadurch die einstweilen allein interessante und ausschlaggebende Linie der amerikanischen Außenpolitik kaum berührt, überbieten sich doch zahlreiche Repu­blikaner, an der Spitze ihr verflossener Präsidentschaftskandidat Willkie in der Begeisterung für Die Gefolgschaft hinter der KriegspoUtik des Weißen Hauses. Die amerikanische Öffentlichkeit bietet in dieser Beziehung immer mehr eine Parallele zu der englischen, wo das wenige an Opposition, das zutage tritt, sich ja ajidj nur gegen die vermeintlich noch zu geringen Kriegs- anstrengungen der Regierung richtet.

Der W a h l a u s f a l l des bevorstehenden 3. November wird also schwerlich irgendwelche kriegsaktuelle Bedeutung haben; interesiant kann er allerdings in bestimmten Einzelerscheinungen auf weite Sicht für Roosevelts persönlichen politischen Ehr­geiz sein. Es ist kein Geheimnis mehr, daß er sich mit dem Ge­danken einer vierten Wiederwahl bei den Präsidentschaftswahlen im Jahre 1944 trägt, und in dieser Beziehung pflegen in den USA die Ereignisie ihre Schatten weit voraus zu werfen. Der Präsident hat bei den oben erwähnten Primärwahlen ein paar Mißerfolge gehabt: oer von ihm unterstützte demokratische Kandi­dat Senator Meade fiel bei der Kandidatenaufstellung gegen einen demokratischen Gegenbewerber durch, der sich der Unterstützung des Parteivorsitzenden Farley, des früheren Postministers erfreute. Das war zwar an sich ein innerpolitischer Vorgang, aber durch diese Spaltung im demokratischen Lager sind d'ie Aussichten des republikanischen Kandidaten, des Generalstaats­anwalt Dewey gestiegen. 1 Nun ist aber nach alter Tradition mit Dem Gouverneursposten von New Port die Anwartschaft auf die spätere Präsidentschaftskandidatur verbunden, und wenn Dewey das Rennen jetzt machen sollte, so würde er 1944 für Roosevelt ein gefährlicherer Gegenkandidat sein, als es Wendel! Willkie gewesen ist. Indessen kann sich bis dahin noch mancherlei er­eignen, was auch auf die innerpolitische Situation in den Ver­einigten Staaten nicht ohne Einfluß ist, und es wäre daher ver-

Eichenlaublräger der Luftwaffe

Berlin, 1. Nov. Der Führer verlieh dem Oberfeldwebel Max Stotz, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader anläßlich seines 10 0. Luftsieges als 137. Soldaten;

dem Hauptmann Heinrich Schweickhardt, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader als 138. Soldaten;

dem Hauptmann Wolfgang Sch end, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader als 139. Soldaten;

und dem Oberfeldwebel Josef Zwernemann, Flugzeug- führer in einem Jagdgeschwader anläßlich seines 101. Luftsieges als 141. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub des Eisernen Kreuzes.

Oberfeldwebel Max Stotz wurde am 13. Februar 1912 zu Mannerswörth (Niederdonau) als Sohn eines Bauern geboren. Er ist von Berus Mechaniker. 1933 trat Oberfeldwebel St. in Das ehemaliche österreichische Bundesheer ein und wurde dort im Jahre 1935 zum Flugzeugführer und Jagdflieger ausgebildet. In die deutsche Luftwaffe übernommen, zeichnete er sich im Polen­feldzug aus und erhielt am 15. November 1939 das EK. EL und während des Feldzuges tm Westen das CK. I. Wenige Wochen später wurde St. im Luftkamps verwundet. Am 20. September 1940 zeichnete ihn der Reichsmarschall mit dem Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg aus: Am 19. Juni 1942 ver­lieh ihm der Führer anläßlich des 33. Luftsieges das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Innerhalb weniger Monate hat sich St. durch fein ungestümes Draufgängertum in die Reihen der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger der Ostfront gestellt und die Zahl seiner Luftstege auf hundert erhöht. St. ist Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, sowie der Goldenen Frontflugspange mit Anhänger.

Hauptmann Heinrich Schweickhardt wurde am 17. Fe­bruar 1914 als Sohn eines Landwirte» in Heidelberg geboten. Nachdem er das Reifezeugnis erworben hatte, meldete er sich frei­willig zur Luftwaffe. 1937 wurde er zum Leutnant befördert. Seit Kriegsbeginn flog er in einem Sturzkarnpfgefchwader gegen den Feind. In Polen erhielt er [eine Feuertaufe. Arn 20. Septem­ber 1939 wurde ihm das EK. II verliehen. Nach Beendigung des Feldzuges im Westen wurde der bewährte Flieger mit dem EK. I ausgezeichnet. In unermüdlicher Einsatzbereitschaft zeichnete stch Hauptmann Schw. an Der Spitze Der von ihm geführten Staffel fliegenb, an Der Ostfront immer wieDer aus. Bei Angriffen gegen bolschewistische Flugplätze vernichtete er zahlreiche am Boden abgeftellte Flugzeuge. Seine Angriffe auf sowsetifche PanzerstreitkrLfte und Nachschubkolonnen fügten Dem Feind hohe Verluste zu. 3m Februar 1942 wurde die beispielhafte Tapfer­keit von Hauptmann Schw. durch Verleihung Des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Bedeutend sind auch die Er­folge bei der Bekämpfung der bolschewistischen Transportverkehrs auf Straßen- und Eisenbahnlinien. Hauptmann Schw. ist Träger der Frontflugspange tn Gold mit Anhänger.

Hauptmann Wolfgang Schenck wurde am 7. Februar 1913 in Windhuk in Deutsch-Südwest-Afrika geboten. Nach Beendigung des Weltkrieges kam er nach Deutschland und widmete sich später landwirtschaftlichen Studien, die et mit dem Diplom des Kolonial- landwirts abschloß. Als Fahnenjunker in die Luftwaffe einge­treten, wurde er 1938 Hum Leutnant befördert und dem Jagdge­schwader Richthofen als Flugzeugführer zugewiesen. Zu Beginn des Krieges wurde er jju einem Zerstörergeschwader versetzt, mit

dem er auch in den Krieg eintrat. Im Mai 1940 wurde der da­malige Leutnant im Luftkampf schwer verwundet. Am 1. Ok­tober 1940 wurde er zum Oberleutnant befördert und einen Monat später vom Reichsmarschall mit dem Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg ausgezeichnet. Durch fein heldenhaftes Draufgängertum verbunden mit hohem fliegerischem Können be­währte sich Hauptmann Sch. auf verschiedenen Kriegsschau­plätzen. An der Ostfront wurde er durch seine kühnen Tief­angriffe Vorbild der jungen Besatzungen seiner Staffel. Her­vorragend war die Tat, als er an der Ostfront bei Abwehr bolsche­wistischer Durchbruchsversuche in Tiefangriffen eine starke bolsche­wistische Panzergruppe mit Bomben und Bordwaffen vernichtete und Damit einen geplgnten Flankenstoß Der Sowjets noch in der Ausgangsstellung zum Schweigen brachte.

Oberfeldwebel Josef Zwernemann wurde am 26. März 1916 in Kirchenworbis geboren und ist von Berus Handlungs­ gehilfe. Nach freiwilliger Meldung zur Fliegertruppe, in der er

als Kraftfahrer begann, wurde er 1938 Flugzeugführer und zum Jagdflieger ausgebildet. Nach dem Frankreichfeldzug erhielt er Das EK. n verliehen. DberfelDroebel Zwernemann nahm Dann an Dem siegreichen Unternehmen von Kreta teil und kämpft nun feit Beginn des Ostfeldzuges gegen Die Sowjets. Am 12. De­zember 1941 wurde ihm der Ehrenpokal des Reichsmarschalls für besondere Leistungen im Luftkrieg verliehen. Diese Auszeich­nung war dem angriffsfreubigen Jagdflieger ein besonderer An­sporn. Ende Mai 1942 wurde ihm anläßlich seines 57. Luftsieges Das Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes verliehen.

Berlin, 1. Nov. Der in Der letzten Woche fortgesetzte Groß­angriff der Briten in Ägypten war Der Führung der deutsch- italienischen Truppen nicht überraschend gekommen. Als am 23. Oktober abends Die Artillerievorbereitungen unb um 23 Uhr bet Jnfanterieangriff begann, stanb die beutfch-italienische Abwehr in voller Bereitschaft. Ihre in 50 bis 60 Kilo­meter Breite zwischen bem Meer unb bet für größere Bewegungen ungangbaren Ei-Kattara-Senke eingenommene Stellung konnte nicht umfaßt werden. Die Briten muhten sie da­her frontal angreifen und setzten in vierzehn Kilometer Breite englische Truppen ein, den übrigen, größeren Raum den Kontingenten der Dominien und der Hllfsvölker überlassend. Schwerpunktbildung anfangs gegen beide Flügel bezweckte wohl den Versuch, au-: Einbrüchen zur Umfassung zu gelangen. Im weiteren Verlaus Des Angriffs faßten Die Briten ihre Kraft am Nordflügel zusammen. Zweimal versuchten sie auch eine Lan­dung im Rücken der Verteidiger bei Maria Matruk. Beide Male, gleich in der ersten Nacht und dann wieder am 29. Oktober ver­eitelte die Aufmerffamkeit der Sicherungstruppen diese Versuche, das erstemal bereits auf See durch Das Eingreifen von Kampf­flugzeugen. Beim zweiten Versuch, der durch Ansatz auf zwei Stellen wirklamer geplant war, mirfte bei der Abwehr auch Flak mit.

Die Angriffe ju Lande führten die Briten unter Ein­satz starker Artillerie und Panzer und Heranholung von immer wieder frischen Reserven hartnäckig fort. An einzelnen Stellen gelangen ihnen örtliche Einbrüche, die Die Deutschen unD Italiener aber immer wieder durch Gegenangriffe bereinigten.