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Druck und Verlag: L. Schellenberg'sche Buchdruckere«, Langgasse Nr. 21 (Tagblatt-Haus» A WöckeutliL tu « «nSaaben Lr,a>einunaS:<>ii roerftäntidi

Wöchentlich in 6 Ausgaben

ErscheinungSzei« werktäglich nachmittags

Nummer 244

Samstag/Sonntag, 17./18. Oktober 1942

90. Jahrgang

Beweise britischer Brutalität

Dokumente des Oberkommandos zur Mißhandlung deutscher Gefangener

) JL»

Bemühte Londoner Fälschungen

en Meyer

ch S r f st e n

ild- Mitz-

Geschüstszest durchgehend von 819 Uhr außer Sonn, und Feiertags Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreile: Ein Millimeter HShe der 22 Millimeter breiten Spalte int Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Tertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend - lllachlösse nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen «n Vortage

in dieser Weise etwa IVe Stunden gefesselt."

Zusammen mit Schulz war auch der Schütze M e y e r in Ee- fangenschaft geraten, die beiden hatten sich dann aber aus den ~ ' "" ' ' ' - - Schü^ wie er

Die englisch^ Regierung hat hierzu nicht Stellung genommen. Das OKW hat deshalb angeordnet, datz alle bei Dieppe ge-

gesagtiIch bin am 19. 8. 1942 auch zeitweilig in englischer Ge­fangenschaft gewesen. Zusammen mit den OT-Männern Andreas M a t h ä tz und Jacob Mostet bin ich in englische- Gefangenschaft geraten. Wir mutzten hin kni en, dann wurden uns die Hönde

Besonders günstige militärische Wochenbilanz

(Eigener Drabtbericht unserer $ e r I i n e t Stbriftlettung)

hierüber:

Mir wurden die Hände auf dem Rücken ziemlich fest zu­sammengebunden. Autzerdem wurde mir ein Stritt um den Hals gebunden und nach hinten bis zu den Händen geführt. Ich mutzte beim Gehen den Kopf hoch halten, um Luft zu bekommen. Ich war

man denn in London einen großen Afrika-Rummel und versucht, sich an Phantasien und Wunschträumen zu be­geistern. Sobald man ernsthaft in b*e Dinge hineinsteigt und sich somit dem Thema der zweiten Front zuwendet, muh man immer wieder erkennen, daß die Schiifsraumirage alle derartigen Pläne zum Scheitern verurteilt. Die Versenkung von 18 Schitfen m i t 143 000 B R T., die am 14. dieses Monats gemeldet wurde, und die Versenkung des 20 000 VRT. großen tlberseedamviers durch ein italiensckes ll-Voot ist im Lager unserer Gegner deshalb um so schmerzlicher empfunden worden. Kein Wunder, datz der englische Land­wirtschaftsminister wieder einmal an die britischen Land­wirte appelliert, ihre Erzeugung zu vermehren. ..um Schilfe für eine Offensive frei zu bekommen." Es ist eben schon so. wie der amerikanische Journalist Elavver feststellt, d i e Blockade bat sich, da sich Deutschlands Position immer weiter festigt,als grober Versager erwiesen und den Gegner zu einer viel wirkungsvolleren Gegenblockade ver- anlabt. Daran ändern auch alle Lugen Churchills nichts. Wenn dreier erst unlängst behauptete, datz die Reubauten dis Versenkungen übertreffen, so erklärt sein LaNdwirtschafts- minister.während des letzten Jahres haben wir schwere schinsverluste erlitten. Es wird noch lange Zeit dauern, bis wir die Verluste aus der letzten Zeit und die laufenden Verluste einholen können." Damit ist Churchill von amt- lifcher englischer Seite widerlegt.

Die Geister, die er rief....

Berlin, 17. Ott. (Funkmeldung.) Kennzeichnend für pen Druck, den Moskau in bezug auf die wiederholt geior- derte sofortige Eröffnung der z w e i t en Front auf keinen britischen Bundesgenossen Churchill ausübt, ist auch ein fetzt vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Eroh- britanniens veröffentlichtes Manifest. In diesem beibt es nach einer Agenturmelduug aus London wörtlich:

»Premierminister Churchill trägt eine schwere Verantwortung für die zunehmende Unzufrieden­heit (!) mit der Regierung infolge des Feblfch/ages der Ver- >uche zur Errichtung der zweiten Front im Jahre 1942. In den Reden Churchills oder Roosevelts, so beibt es in diesem höchst beachtenswerten Dokument weiter,vermint man den Sinn für die dr-ingenden Notwendig­keiten. den das Volk besitzt und den Stalin in keinem Brief zum Ausdruck bringt (!).

Das OKW. erklärte weiterhin, datz alle zukünftigen W we st Methoden dieser Art, die eine Schändung und achtung tapferer Soldaten darstellen, sofort mit Repressalien beantwortet werden.

as. Berlin. 17. Oft. Die Erstürmung des bolschewistischen Traktoren- und Panzerwerkes Dshershinskij tn Stalingrad stellt einen wichtigen Abschnitt in den er­bitterten Kämpfen dar, die nun seit Wochen anhalten und tn denen sich die deutschen Truppen Schritt um Schritt in den vauierruinen und Schutthaufen Stalingrads vorwärts gekämpft haben. Das Werk Dshershinskij ist das nördlichste der drei groben Werke, die den Nordteik der Stadt bilden. Die beiden anderen, die EeschützfabrikRote Barrikade" und das metallurgische Werk sind vorerst noch in bolkchewisti- ichem Besttz und bilden für die Sowjets einen auf das West­ufer der Wolga vorgeschobenen Brückenkopf. Die Möglich­keit einer geordneten Versorgung von dem anderen Wolga- uier her wird aber in zunehmendem Mabe durch die Ein­wirkung der deutschen Waffen unterbunden.

Auch im Kaukasus haben sich unsere Truppen in der nunmehr ablaufenden Woche sowohl in Richtung Tuapse, als auch im Terek-Abschnitt in Richtung auf die wichtige Erdolstadt Grosny weiter vorwärts gekämpft. Auch hier leistet der Feind erbitterten Widerstand und bat das ohne­hin an Schwierigkeiten Überreiche Eebirgsgeländc stark be­festigt. Die höbe Zahl der genommenen Bunker und ausge­bauten feindlichen Stützpunkten zeigt, datz auch hier die tooroiets alles getan, um den deutschen Vormarsch zu stoppen. Um so höher lind die Erfolge unserer Truppen zu bewerten.

. Man begreift die Leistung der deutschen Truppen, die wieder einmal im vorbildlichen Zusammen- wirken verschiedener Waffengattungen und Webrrnacht- teile diesen Erfolg erzielt haben, erst in ihrer ganzen Grütze, wenn man erwägt, datz diese Angriffshandlungen in einer Entfernung von mehr als 1000 Kilometer von der ursprüng­lichen Ausgangsstelle des deutschen Vormarsches abspielen. Die Probleme des Nachschubs finb um so schwieriger zu lösen, als das sowjetische Land bekanntlich nicht über ein ordnungsgemäßes Strahennetz verfügt, wie wir es gewohnt ' finb. und als die von uns genommenen Eisenbahnlinien meist in einer Richtung verlaufen, die den Bedürfnissen des gegen­wärtigen Nachschubverkehrs nicht entspricht. Es werden also sehr Hobe Anforderungen an die Formationen gestellt, die diesen Nachschub zu bewältigen haben und denen es gelungen ist. der Truppe alles das zuzufübren. was sie im Erotzkamvf gegen einen verbissen sich wehrenden Feind benötigte.

Diesen deutschen Erfolgen bat man auf der Gegenseite keine positiven Leistungen entgegenzusetzen. So entfesselt

messen. Mit einer Brutalität, die ihresgleichen sucht, setzen ste sich über völkerrechtliche Bestimmungen binweg und ver­letzen bedenkenlos das Gefühl des kämpfenden Soldaten, ebenso wie die aus der Kultur der Völker heraus entstande­nen charitativen Einrichtungen.

Man muh bei den Engländern in diesem völkerrechts­widrigen, unsoldatischen und ehrenrührigen Verhalten e i n S v st e m erblicken, wofür die Dokumente des OKW. er­schütternde Belege liefern. Tatsachen, die so eindeutig sind, datz ste weder abgeleugnet, noch als deutsche Propaganda ab­getan werden können, zumal der bkitischen Schutzmacht bie Nachprüfung anheimgestellt würbe. Wir Deutschen haben es nicht nötig, mit solchen Mätzchen, wie sie in Lonbon, Washington und Moskau üblich sind, zu operieren. Aber man muh schon feststellen, datz hinter den bisherigen briti­schen Ableugnungsversuchen und dem schlietzlich widerwillig gegebenen Eingeständnis und den verlogenen Versprechun- gen eine ungeheure Feigheit der Gesinnung steht. England vergreift sich in unsoldatischer. ehrloser und völkerrechtswidriger Weise an wehrlosen beutschen Kriegsge­fangenen und Verwundeten und bat dann nicht einmal den Mut, entweder für die Handlungsweise einzustehen' oder sie energisch zu unterbinden. England beweist aber auch damit von neuem die moralische Roheit seines Wesens, die immer wieder hervortritt, wenn man an der Tünche der Fairnetz und des Eentlementums kratzt. Aber es soll wissen, datz Deutsch­land nicht mit seiner Ehre spielen läßt und auch die Macht bat, sich gegen em unsoldatisches Verbrechertum zu schützen.

Berlin, 16. Okt. Zu der Fülle der Erklärungen, die in den letzten Tagen durch den britischen Prernietminiztet. ober durch die britische Regierung abgegeben wurden, gibt das Oberkom­mando der Wehrmacht bekannt:

I. Bei dem Landungsversuch der Engländer am 19. August 1942 bei Dieppe ist der deutschen Wehrmacht auch der englische Operationsbefehl für dieses sogenannteUnternehmen Jubilee" in die Hände gefallen.

Im Anhang L, Abschnitt 4, Ziffer b 2 heitzt es:

Wo immer, es möglich ist, werden den Gefangenen die Hände gebunden, damit ste ihre Papiere nicht vernichten können." .

In der durch Reuter verbreiteten Erklärung der englischen Regierung vom 10. Oktober 1942 wird die Existenz dieses Befehls nicht bestritten, jedoch gesagt, datz erohne Befugnis herausgegeben" worden sei.

Eine ebenso dumme wie unglaubwürdige Auslegung, da nicht anzunehmen ist, datz die Befehle eines Unternehmens, von dem die britische Regierung selbst verkünden lietz, datz zehn Monate lang die Vorbereitungen dafür getroffen worden wären, dem britischen Kriegsministertum und damit der britischen Regierung nicht bekannt gewesen sein sollen.

Aus diesen Beutebefehl hin hatte da? OKW. am 2. Septem­ber 1942 folgendes bekanntgegeben:

In dem bet Dieppe erbeuteten englischen Befehl Anhang L, Abschnitt 4, Ziffer b 2. heitzt es:Wo immer es möglich ist, wer­den den Gefangenen die Hände gebunden, damit ste ihre Papiere nicht vernichten können In der amtlichen Darstellung des OKW. vom 30. August 1941 wurde u n. dieser Ausschnitt des englischen Operationsbefehls veröffentlicht.

Erklärung des britischen Krieg sutini ft etiums vom 2. 9. 1942 aber war eine Lüge.

Das OKW. hat inzwischen über die vielen Fesselungen, die bei Dieppe vorgekommen sind, nicht nur erschütternde Photographien des noch gefesselt tot aufgefundenen Schneiders Starke der O T erhalten, sondern auch zahlreich orbnungs» mäßig vor einem Kriegsgerichtsrat gemachte eibliche Aussagen von Soldaten und Arbeitssoldaten der Organisation lobt, bie zwischen 10 Minuten unb IVs Stunben gefesselt waren. Rur einige dieser Aussagen seien im folgenden wiedergegeben. Sie zeigen zu­gleich, in welcher zum Teil unglaublich rohen Art bie Fesselungen burchgefllhrt worden waren.

1. Der damalige Obergefreite, jetzt Unteroffizier Kurt Huber hat erklärt:

Ich geriet aus dem Strand in Dieppe beim Kasino in eng­lische Gefangenschaft. Es mochte etwa schätzungsweise eine halbe Stunde vergangen sein, da begannen die Engländer uns zu fesseln. Mir wurden die Hände auf dem Rücken zusammen­gebunden in der Weise, datz die Handgelenke kreuzweise auf­einandergelegt wurden. Unteroffizier Müller wurde auch gefesselt, obwohl er an dem einen Arm eine leichte Verletzung hatte. 5Xe Fesselung wurde in der Weise durchgeführt, daß ihm auf dem Rücken die beiden Hände zusammcngebunden wurden. Die anderen Soldaten wurden in derselben Weise wie ich gefesselt."

Sadistische Quälereien

2. In der Aussage des Obergefreiten. Albert Dörr heißt es:

Ans der Wiese, auf die auch wir geführt wurden, lagen mehrere OT-Männer. Sie waren alle gefesselt. Die Leute, di« ich gesehen habe, waren alle in der Weise gefesselt, datz die Hände aus dem Rücken zusammcngebunden waren. Bor mir lag ein OT-Mann. Diesem waren die Hände aus dem Rücken in der Weise zusammengebunden, datz die beiden Daumen aneinander- gebunden waren. Bon den gefesselte» Händen führte ein Strick nach dem Hals in der Weise, datz dieser Strick vorn um den Hals gelegt war, nach hinten über den Rücken lief und dort an die Hände angebunden «ar. Die Folge dieser Festclmtg war, datz beim Ermüden der Hände und Arme die um den Hals führende Schnur nach unten gezogen, und datz dadurch dem Gefesselten die Lust abgesperrt wurde . . .

3. In ganz ähnlicher Weise war auch der Schütze Johann Schulz gefesselt worben. In seiner eiblichen Aussage heitzt es

Augen verloren. Rach seiner Wiedetbesreiung hat G eiblich erklärt hat,am anberen Tage ben Schütz gefesselt am Strande vorgefunben Er war tot. 2hm waren bie Hänbe auf bem Rücken gefeffelt. Er hatte auch eine Schlinge um ben Hals, bie mit ben auf bem Rücken gefesselten Hänben verbunben war. Er war genau so gefesselt wie ich."

4. Der Arbeitssolbat bet OT Fritz E a r t e ch t hat eiblich aus«

Englischesfair play"

Die Briten haben es seit Jahrhunderten verstanden, ihr (Gesicht mit einer Maske zu verbergen. Sie erfanden dazu die Begriffe von der Fairneß und dem Gentlementum. Mit diesen beiden Begriffen vermochten sie sich den Anschein zu geben, als batten Re die persönliche Anständigkeit, ein kul­turell hohes Niveau und eine ritterliche Gesinnung gepachtet. Diese von ihnen fo gern betonten Begriffe sind nichts als leere Worte, denen der reale Inhalt fehlt. Blickt man .binter diese Maske, so tritt die barbarische Roheit des englischen Menschen kraß zutage. England ist nicht mehr tn der Lage, die Weltöffentlichkeit mit Schlagworten. st>ie trairneß und Gentlementum. zu täuschen.

Es gehört seit unendlich langen Zeiten zu den fest­stehenden Begriffen abendländischer Kultur, uniformierte Soldaten, die tm Kampfe für ihr Vaterland ihr Leben ein- setzen und das Unglück hatten, in die Gefangenschaft des Feindes zu geraten, als Kriegsgefangene e h r e n h y f t und ! 0 I d a t 1 i ch zu behandeln. Die Behandlung der Kriegs- geiangenen ist auch Gegenstand internationaler völkerrecht- licher Vereinbarungen geworden. Es gilt der Grundsatz, daß Verstoße gegen das Völkerrecht in der Achtung der K ul t u r nut innen herabmindern. Für Eng­land find völkerrechtliche Verträge und Bindungen nichts weiter als ein Fetzen Papier, denen sie keine Bedeutung bei-

Jcdoch kam bie Existenz bet betreffenben SInotbnung ans Zages« ltd)l, unb sie würbe zurückgenommen." Roch weiter geht bie Er­klärung bes britischen Kttegsministeriums vom 2. Oktober 1942 21 Ubr, bie besagt:

Stile deutschen Kriegsgefangenen, bie zu bem Ver. König­reich gebracht würben, würben verhört unb haben einstimmig er­klärt, datz ihnen bie Hänbe nicht gefesselt unb baß sie menschlich behanbelt worben finb. Der Beweis, ben bet Feinb angeführt hat, beruht auf feinen nicht nachgewiesenen Behauptungen."

Beide Erklärungen, sowohl bie bes britischen Ktiegs- minWettums wie bie der britischen Regierung, stellen eine b e - w utz t e Fälschung der unterbes erwiesenen Tat­sachen bat:

Das OKW hat in seiner Bekanntmachung vom 7. Oktober 1942 nut festgestellt, baß vorübergehend am Strand von Dieppe von den Briten gefangen genommene deutsche Soldaten und Männer der Organisation Todt, die spater befreit wurden, ge­fesselt worden sind, unb batz es bie Beweise bafür besitzt. Was mit ben nach Englanb verbrachten beutschen Gefangenen geschehen war, entzog fich bet Kenntnis bes OKW. unb bleibt auf bem Wege über bie Schutzmacht nachzuprüfen.

Aussagen deutscher Soldaten

Auf bie Erklärung bes britischen Ktiegsministetiums vom 2. 9. 1942, in bet biefes mit Nachdruck in Abrede stellte, datz irgend­einem deutschen Gefangenen die Hände gebunden worden finb, lietz sich das OKW. bazu herbei, bie als Vergeltungsmatznahme ange­drohte Fesselung britischer Gefangener nicht burchzuführen. Diese

Die deutsche Truppe hat bisher zahlreiche photographische Aufnahmen von Dieppe beweisen es die gefangenen Briten wie einen anständigen Gegner behandelt und versorgt. Es bleibt der britischen Regierung überlassen, zu beurteilen, ob diese von ihr veranlahte Änderung in der Gefangenenbehandlung nach ben Erfahrungen von Dieppe mehr beutsche ober britische Gefangene treffen würbe."

Das britische Ktiegsministetium hat stch bamals Beeilt, auf diese Androhung einzugehen, denn schon am 2. September 1942 abends wurde durch Reuter folgende Erklärung des britischen Ktiegsministetiums verbreitet:

Der deutsche Wehrmachtbericht hat festgestellt, datz von den Engländern beim Unternehmen von Dieppe Befehle hetausge- geben worben sind, bah ben Gefangenen die Hände gebunden werden sollten, um zu verhindern, daß ste ihre Papiere vernichten. Es wurden Untersuchungen angestellt, ob in der Tat ein der­artiger Befehl herausgegeben wurde.

Es wird mit Nachdruck in Abrede gestellt, daß irgend einem deutschen Gefangenen bie Hänbe gebunben worben finb.

3 e b e r berartige Befehl wirb, falls et heraus­gegeben sein sollte, wtbetrufen werben.

Im Vertrauen auf die Aufrichtigkeit dieser Erklärung hatte das OKW bie am 2. September 1942 mittags angefünbigten Matznahmen gegen bie britischen Kriegsgefangenen noch vor ihrer Durchführung aufgehoben.

x Etläuiernb bemerkt jetzt bie bereits erwähnte britische Regierungs-Erklärung vom 10. Oktober 1942. baß jene Veröffent­lichung vom 2. September 1942 abenbs noch bevor irgenbwie Zeit zum Rachsorschen gewesen wäre, herausgegeben worben sei. Die Regierung war nämlich bet Ansicht, daß man aus einer solchen Anordnung hetauslesen könnte, datz, ohne Rücksicht auf die je­weiligen Umstände, die Hände von Kriegsgefangenen gebunden werden sollten. Die englische Regierung fügte in ihrer Erklärung vom 10. Oktober 1942 hinzu:Rach erfolgter Unterfuchung wurde kein Beleg dafür gefunden, datz irgendeinem der Gefangenen, die non Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände gebunden waren.

Das OKW hat deshalb angeordnet, datz alle bei Dieppe ge­fangengenommenen britischen Offiziere unb Solbaten ab 3. Sep­tember 1842, 14.00 llhr, in Fesseln gelegt werben. Der Grund für diese Behandlung wurde den Gefangenen bekanntgegeben. Diese Mahnahme wttd erst aufgehoben werden, sobald die britische Regierung die in oben bezeichnetem Befehl verfügte An­ordnung übet Fesselung deutscher Gefangener in amtlicher Be­kanntmachung zurucknimmt.

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