Wiesbadener Tagblati
®^ÖnM^£,; «""Waii- «r. 21 (Tagblatt-Haas) Zll^X Wöchentlich in «AnSaaben ‘
Nummer 240
Dienstag, 13. Oktober 1942
90. Jahrgang
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Das Schicksal der Schwarzmeer-Flotte
Stockholm, 13. Okt. (Funkmeldung.) Die Ereignisse an
keinen
der USA.-Öffentlichkeit
-------, .jt es in der Meldung weiter, australischen Kreuzer „L a n b e r r o“ versenkt.
■Das tltnherfahren auf dem Schwarzen Meer, so fieifct cs dann weiter, werde der Sowjetflotte durch die nahenden W'i n t e r- ftürme ebenso unmöglich gemachl wie durch die feindlichen
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Darum begründet er anschließend sehr eingehend seine Forderung nach einem gesteigerten Tempo der verbündeten Kriegführung, die nun nicht länger mehr mit dem Gedanken spielen dürfe, ein langer Krieg müsse automatisch die Dinge zu ihren Gunsten wenden: „Vor drei Jahren war es richtig daß die Verbündeten Pläne und Vorbereitungen für einen langen Krieg trafen Deutschland war zu stark und die Alliierten zur schwach, als daß man damals eine Entschei-
Harter und düsterer Ausblick"
Berlin, 12. Okt. In der Einkesselungsschlacht südlich des Ladoga-Sees wurden nach Meldungen des OKW. vom 3. und 6. Oktober sieben bolschewistische Divisionen vernichtet und darüber hinaus weitere Divisionen und Brigaden schwer angeschlagen. Bei den vernichteten Divisionen handelte es sich tm einzelnen um die 19. und 24. Gardedivision sowie die 191., 259., 265., 294. und 374. Schützendivision. Schwer angeschlagen wurden die 16 . 24., 98. und 122. Panzerbrigade, das 50!. und 507, Panzerbataillon sowie die 22., 23., 33., 53., 137. und 140 Schützenbrigade. Bei diesen Kämpfen erlitten weiterhin die 11., ^^7-> 372., und 376. sowjetische Schützendivision schwerste Verluste.
diesen vom OKW. gemeldeten Tatsachen können bolschewistische Falschmeldungen und Dementis ebensowenig ändern wie das Verfahren der Kommissare, neuherangeführte Truppen mit den Nummern der vernichteten Einheiten zu versehen um so die Existenz der aufgeriebenen feindlichen Ver- Lande zu beweisen. Die bevorstehende Veröffentlichung weiterer
Die bolschewistischen Schwindelmeldungen entlarvt
Britischer Alpdruck
Von Wilhelm Ackermann
Seit die jüngste Rede des Führers die in England aufkeimende Skepsis wegen der weiteren Bundesgenossenschaft der Zeit für die demokratisch-bolschewistischen Verbündeten sehr nachdrücklich belebt bat, wachsen sich besorgte Betrachtungen zu diesem Thema, verstärkt durch ebenso sorgenvolle Überlegungen über den Raum als bestimmender Kriegsfaktor zu einer stetigen Erscheinung in der britischen Presse aus. Und wer sich unter den Politikern und Parlamentariern nicht unmittelbar am Churchillschen Eängelbande fühlt, der reiht sich bei gebotener Gelegenheit in diesen Chor der immer Ahnungsvolleren ein. So wie letzthin, der frühere Kriegsminister Höre - Velisha, der in einer öffentlichen Rede seinen Hörern ein überaus anschauliches Bild von den sowjetischen Verlusten an Raum unU Menschen und Bodenschätzen und Produktionsmöglichkeiten entwarf, sich aber nicht, mit dieser einseitigen Schluß- folgerung aus den militärischen Ereignissen im Osten begnügte, sondern sie fortsetzte in der Betrachtung des Zu- wachses an wirtschaftlicher und kriegspotentieller Kraft, die aus den bolschewistischen Verlusten nach und nach für Deutschland erwächst. Warnend sprach er von der „Offensive mit Pflug und Sense", die von deutscher Seite in dem weiten Raum des eroberten Ostens vorbereitet werde. Hinter dieser interessanten Wortprägung steht neben der Erkenntnis von der wachsenden Bedeutung des europäischen Raumes in seiner fast ausschließlichen Verfügung für die Achsenmächte auch das Eingeständnis von der Überalterung und Wirkungslosigkeit der englischen Blockade- Jdee, an die sich die demokratische Kriegführung klammert wie der Ertrinkende an den Strohhalm, indem sie die Augen vor der gegenüber dem ersten Weltkrieg grundlegend veränderten Situation gewaltsam verschließt. Eine abermalige Belebung haben diese alpdrückenden Vorstellungen einsichtiger englischer Kreise naturgemäß erfahren durch die ungemein „barsche" Stellungnahme Stalins zu dem Zeitproblem in seiner erbitterten Kritik an der anglo-amerikanischen Einstellung zum Kriege und seinen Erfordernissen und zu der Frage der Bundestreue in ihrer praktischen Betätigung.
Seeschlacht bei den Salomon-Inseln zugegeben
b^ra^'vo?^ Geständnis über den Verlust des Kreuzers „Can-
. Mehr als zwei Monate also hat das USA.-Marine- mimsterium benötigt, um sich zu diesem ersten Teilgeständnis über die schweren Verluste in der Seeschlacht bet' den Salomon-Inseln durchzurmgen. Daß es sich hier nur um ein Teilgeständiiis handeln kann, beweist die Tatsache, daß nach amtlichen japanischen Be- rlchten in der ersten Seeschlacht bei- den Salomon-Inseln Anjana August 1942 nicht weniger als 13 Kreuzer, neun Zer- or0let\brei Ü-Boore und zehn Transporter versenkt wurden Außerdem wurden mehrere weitere Kriegsschiffeinheiten schwer beschädigt. Uber die schweren Verluste, dir in dieser Seeschlacht einer kombinierten britisch-amerikanischen Flotte durch japanische «ee- und Luststreitkräjte zugesügt wurden, lag bisher lediglich
Die jetzt vom ÜSA.-Marineministerium als versenkt bekannt- untUOOOO “o^nenlff8S^ifheh batoroete Kreuzer zwischen 9000 h p i (. „ Tonnen. Es handelt sich um g a n z m o d e r n e E i n - ?eJ ‘e" > bie erst in den Jahren 1933 sAstoria), 1935 (Quincy) 03m, 1936 (Vincennes) vom Stapel liefen Alle drei Krieasickiiie waren artilleristisch außerordentlich gut ausgerllstet --^ v?rsü° en Ä7 -e neun 20,3-ZentimeIer-Eeschütze sowie über je acht 12 7- Zentimeter-! 3roel 4,7-Zentimeter- und acht 4-^entiMeter-Luft- abwehrgelchutze. Jeder die er chweren Kreuzer hatte vier Wasser- flugzeuge an-Bord, für die auf jeder Einheit zwei Flugzeuchchleu- b t%DOt5“n;^rn waren. Ihre Besatzung betrug je 551 Manm .. . ^as U-A.-Marlnemlnlsterium macht bei der Bekanntgabe dieser schweren Verluste den lächerlichen Versuch, sie durch 3tzen Zusatz. „Der Verlust ist durch entsprechende Bauaufträge wieder wettgemacht worden" der ÜSA.-0ffentlichkeit gegenüber als „nicht von Belang" hinzustellen. Man darf übrigens gespannt sein, wann Roosevelt oder Churchill sich dazu bereirsinden Ullen°cn bet ”2tcn Seeschlacht bei den Salomon-Inseln er- gegenübekeinzugejtehew°"' 5(uSma6 i£,tcn Völkern
Ester Churchill leistet sich wieder einmal e, Berlin. 13. Okt, (Ein. Drahtbericht unserer Berliner Schristleitnng.) Der im Unterhaus so schweigsame Herr L-v u r ch i l l hielt in Edinburgh, wo man ihn zum Ehren- fkk^er ernannt hatte, eine Rede, von der man nur sagen kann, daß he mit ihren Verdrehungen und mit dem Vorbei- E “ den wichtigsten Dingen ein echter Churchill war. Zunächst zeigte der britische Premier sehr deutlich, wie sehr die letzten Reden, die bei uns gehalten wurden, geärgert ”u.s allen diesen Reden, die von stärkster Siegesge-
M.^ lfetragen waren und dementsprechend auch in der Weltpresse gekennzeichnet wurden, will er nur herauslesen. kai es Ä* Deutschland zu Ende. gehe. Deutschlands Ansichten batten sich ..unerme.ßlich verfinstert". Das iUl der gleiche Mann. - der in seinen Kriegserinnerungen Mneb daß Deutschland 1916 einen großen Fehler gemacht habe und seine Kräfte gegen Verdun ansetzte. Hätte es statt- dellen mit diesen Kräften die Ukraine erobert, so englische Blockade brechen können.
§elbstverstn" iich blieb Curchill nicht bei dieser negatioen ändern er schwatzte munter darauf los, daß d^ Allnerten ..durch Prüfungen und Kummer ständig vorwärts gekommen feien, „Untere Niederlagen sind Stufen ,um Siege ., Das ist ein altes Eburchillfches Rederezept.
. Immerhin hielt es der Premier für besser, über die
1° n-L ktlcht zu reden. Er meinte nur, „wir muffen uns bemühen, die Tugenden der Weisheit und des Wagemutes aufeinander abzustimmen." Allerdings wird man sich nach der Cburchlll-Rede auch fragen müssen, warum Jalln eigentlich ^.verzweifelt nach der zweiten Front ^liurchills Ansicht sind nämlich die sowjetischen Armeen „überall.intakt, ungebrochen und ungeschlagen." überall zur Gegenoffensive übergegangen. Herr Churchill bezieht sich dabei offenbar auf die Lügen S.J,a n swmer neue Siege der Sowjets erfinden
bie Lage der Bolschewisten immer weiter verschlechtert und Moskau seine Hoffnungen nun schon auf sn°r*20» dolitruks zu Regimentskomman- o rre?j?nc 000 Politruks zu Batalllonskommandeuren fetzt. Zugleich aber antwortet Churchill auf die Hilferufe Stalins und auf neuerliche amerikanische Anzapfungen mit dem Hinweis darauf, daß es England gewesen sei. das zunächst längere Z«it allein im Kriege gestanden habe. Dieses England aber, das die USA. so gerne beerben möchten, tenn» kür das Erbe der Mensckbett. Zu tollsten Verdrehungen der Tatsachen verstieg sich der englische Premier, als er auf den U-Boot- Krieg zu sprechen kam. Die Monate August und September, in denen bekanntlich 808100 resp. 1011700 BRT. feind- liwen, vandelsschiffsraumes persenkt wurden, bezeichnete er als die „am wenigst schlechten Monate." Sie hätten — ein
In einer bisher unerhörten Entschiedenheit hat sich nun auch die führende englische Wirtschaftszeitung „Economist" dieses .Lamko, PrMlLNlülIllÜLLL^bemächtigt und in ejnem umfangreichen Aufsatz „Tempo und Konzentration" ihren Kummer und ihre Zweifel öffentlich ausgebreitet. Ausgehend von den Kämpfen um Stalingrad, wendet sich das Blatt zunächst gegen den bequemen Versuch auf demokratischer . Seite, in deren Dauer einen Zeitgewinn zugunsten der Alliierten zu erblicken: „Es ist ein leichtes Argument, das einfach feststellt, daß die durch den sowjetischen Widerstand gewonnene Zeit in den gewaltigen Fabriken Großbritanniens und der Vereinigten Staaten angewandt wird. Die Tragödie der Sowjetunion wird in dieser Lesart zu einem Sieg der Alliierten: so viele gewonnene Monate, um die kräftigste Faust in der Geschichte für den entscheidenden Schlag zu ballen. Es ist ein leichtes Argument, aber auch ein verhängnisvolles. Wofür wird die Zeit gewonnen? Der sowjetische Widerstand wird nur belohnt werden, wenn dem Feind keine Atempause gegönnt wird. Seit drei Jahren hat Hitler durch Atempausen gewonnen. Nach jedem Feldzug hat er seine Armeen reorganisiert unb" feine Vorräte aufgefüllt. Selbst int letzten Winter, als dis sowjetische Offensive, der erste große Eegenschlag des Krieges und der russische Schnee die deutsche Wehrmacht viele Monate lang in den Winterquartieren festhielten, gab cs keinen Druck von irgendeiner Seite, um Hitler daran zu hindern, in Fabriken und Kasernen den Kampf eines neuen Jahres vorzubereiten. Man sieht, der „Economist" gibt sogar für die Vergangenheit, eigentlich für die ganze bisherige Kriegsdauer überhaupt, die bisherige These pon der Zeit als Gewinn für England preis. Er stellt nämlich auch ausdrücklich fest, daß weder nach dem Polenfeldzug, noch nach dem auf dem Balkan die dadurch gewonnene Zeit gegen Deutschland hat ausgenutzt werden können, und er steht dieselbe enttäuschende Entwicklung jetzt auch "für das verzögernde Ergebnis des bolschewistischen Widerstandes kommen.
Die Kreuzer wurden, so heiß!
gleichzeitig mit dem australischen K—u n u c 11 u uct, tes seien zahlreiche blutiäe Verluste eingetreten. Bei den drei verlorengegangenen ÜSA.-Kreuzern bandele es sick um die Kreuzer „Qu 1 nc y", „Vincennes" und „A st 0 r i
B-rlin, 13. Okt (Funkmeldung ) Nach einer Reutcrrneldung aus Washington gab das UsA.-Marineministerium am Montag bekannt, daß drei schwere Kreuzer der USA. vor den Salomon-Inseln am 8. und 9. August gesunken sind.
deutscher Berichte und Kampsschilderungen vom Ladoga-See wird b'e ivlrkllchen Tatsachen stärker untermauern, als sie die jüdisch- bolschewtstischen Lugen zu verschleiern vermögen.
. Auch die sattsam bekannte Methode der Bolschewisten Siege aus i em Papier zu erfinden, hat neue Blüten getrieben. Seit Oberer Zeit meldeten die Bolschewisten von der Leningrad-Front Erfolge tm Raum von Stn , awin 0 , einem Ort weit hinler L5? bli chen Stellungen. Da den Bolschewisten ihre sogenannten
'N d'°,em Abschnitt zu phantasieren. An diesen ganzen Meldungen ^rloI9en und abgewehrten deutschen Angriffen ist kein Wort wahr, so daß auch die behaupteten Verlustzahl'en der deutschen Truppen jeder Grundlage entbehren. -“"‘“litten oer
die allertollsten Verdrehungen der Tatsachen
Versuch an der Versenkung amerikanischer Truppentrans- porter vorbeizureden — die größte Anzahl „stcherer Ankünfte dab A^upven aus den USA." gebracht. Wir wundern uns, daß die englische Presse sich tn so besorgten Artikeln immer wieder mit der Schiffsraumnot befaßt, wenn es den Engländern doch angeblich so gut geht.
r $ur Mi ß, h and l ung deutscher Krieg sge- La n 8a n r1 n?Berl KE Churchill mit einiger Vorsicht, wenn
9 ra“A e,-i•ben ^Uken Mann markieren zu müsten, wahrend gleichzeitig aus Australien und Kanada schwere Be- E^;eno9ea5?n das.englische Verhalten laut werden, also aus i^te@'nmn1;^vn' her Zurückhaltung der Engländer
im Kampf die meisten Kriegsgefangenen stellten.
kehlte aber auch in dieser Rede nicht der ÄinF’CIS «auf den „barten und düsteren
? e n b l 1 ck .1 m Ä r 1 ege . Dem folgte nach alter Mewode^ die übliche Vertröstung auf die Zukunft. Im ganzen also, wir sagten es schon, ein echter Churchill: erlogen oon A bis Z. k
Immer neue Lügen
Die amtliche Erklärung der britischen Regierung vom 10. Oktober ist unzutreffend
ä h D£t; ,ben Aussagen derbeiden
e5ern,^An deutschen Soldaten, denen es gelang, auf der Insel Sercq aus der englischen Gefangenschaft zu ent- 6rt^fff^me8ben^mzelhciien bekannt, die die amtliche wrtiarung der britischen Regierung vom 10. Oktober Lügen ftrofen. Die Briten haben bekanntlich behauptet, sie hätten "die £OÜ,oten aus dem Grunde gebunden, damit k ble bicEefangennahme durchführten. sie durch llnter- yaken der Arme abfuhren konnten.
Demgegenüber haben die beiden deutschen Soldaten bei ihrer T9>8‘- b°ß sie nicht untergehakt wurden. Die fum beuhchen Gefangenen wurden durch je zwei Engländer ae- abgesuhrt, wobei jeweils ein Gefangener3 al lein vor Zergehen mußte. Der von den Engländern zum Ruckzug benutzte Weg ließ ein Nebeneinandergehen von drei Personen auch nur an ganz wenigen Stellen zu
Die britische Regierung hat in ihrer Erklärung den feigen ”fen deutschen Gefangenen weiter damit begrun- daß die Gefangenen auf dem Wege zu den Booten an von den Deutschen besetzten Kasernen hätten vorbeigeführt M.dan müssen Auch diese Behauptung ist falsch. Von der ^/eüe^wo die fünf deutschen Setbaten-gefangen genommen wurden, bis zur Anlegestelle der Boote führte der Rückzugsweg an tzzU^r welteren Truppenunterkunft und auch nicht an anderen3 Ee- ttOr®CL.r®as einzige Gebäude im Umkreis von hundert unbewohntes und baufälliges Haus, das noch nie mit Truppen belegt war
L:-d°?ke uiw^ die Torp-edoslugzeuge Eine Internierung in der
1 m kanmte kaum in Frage, weil die Sowjets die Kamvikrait ni»^"">?^^°'r.''Hafken schwerlich verlieren möchten. Es Heibc U'chks anderes übrig als die Selbstversenkung-Ratfchläge die nickt Ä ^eignet find, im Kreml Begeisterung für London aus-
Der Führer zum Geburtstag Dr. Tisos
. «US. dem Führerhauptquartier, 13. Okt. Der Führer bat dem Prafidenten der slowakischen Republik, Dr. Ti so zu seinem Geburtstag am 13. Oktober mit einem in herzlichen Worten gc= haltenen Telegramm feine Elückwünfche übermittelt
General King Menning wurde als Nachfolaer Taulors zum .Generaldirektor der britischen Bers-rgungskommission in Waiyington ernannt.
Europäischer Postkongreh in Wien
»Der europäische Post- und Fernmeldeverein eint organisatorische
Notwendigkeit der Zukunft Europas"
®'en’ Okt. 3m Palais der Deutschen Reichspost in Wien wurde am Montagvormittag in Anwesenheit der Vertreter von achtzehn Ländern durch Reichspostminister Ohne- i 0 XS ^^ugletch im Namen des kgl.-italienischen Verkehrsministers Vost-Benturi der Europäische Postkongreß eröffnet.
Reichsminister Ohnesorge brachte zum Ausdruck, daß das Werk, dem dre Arbeit gelte, in seiner Einfachheit und Klarheit dem Fortschritt Europas zu dienen berufen sei. Die am 8. Oktober 1941 eyolgte Unterzeichnung eines Post- und eines Telegraphenabkommens zwischen Deutschland und Italien mit wesentlichen Eebührensenkungen bezeichnete Ohne- sorae als den Ausgangspunkt für die Erweiterung der europäischen Zusammenarbeit. Im Lause eines Jahres hätten zwischen Deutschland und Italien, den Niederlanden, Finnland, Dänemark Kroatien, Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Bulgarien und Norwegen Verträge abgeschlosien werden können, die wesentliche Verbilligungen und Vereinfachungen im gegenseitigen Poft- und auch im Telegraphenverkehr mit sich brachten. Mit den übrigen Ländern seien erfolgversprechende Verhandlungen noch im Gange.
Dr Ohnesorge gab der Überzeugung Ausdruck, daß eines Tages der eu r 0 päische Post- und Fernmeldevcrein kommen muhe, weil er eine organisatorische Notwendigkeit und eine wesentliche Voraussetzung für die Erfüllung aller der großen Aufgaben sei, die sich uns in Zukunft stellen würden.
Erstes Teilgestündnts Washingtons nach zwei Monaten
Der Verlust von drei schweren Kreuzern in der
Stockholm, 13. Okt. (Funkmeldung.) Die Ereignisie an der Kaukasusfront veranlassen die englische Preffe zu sorgenvollen Betrachtungen über die Sowjetflotte im Schwarzen Meer. „Daily Mail" bemerkt dazu: „Die Sowjetschiffe besitzen ' " Stützpunkt und keine Ausbesferungsmöglich- leiten mehr. Sie schwimmen nun ruhelos umher wie der Goldfisch in seinem Glasbehälter." Tuapse und Saturn seien lediglich Ölhäfen ohne Aufnahmemöglichkeit für ein Kriegsschiff wie beispielsweise das 23 000 - Tonnen - Schlachtschiff „Pariskaya Kommuna".
