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Wiesbadener Tagblatt

Montag, 12. Oktober 1942

Wiesbadener Nachrichten

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Sport und Spiel

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Montag Verdunkelung von 19.427.15 Uhr

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Ein Blick insWiesbadner Wochenblatt"

No. 41 Montag den 10. October 1842

AusObrigkeitlichen Bekanntmachungen":Freitag den 14. d., Nachmittags 5 Uhr wird die Lieferung von 42 Ohm gutes Rüb- öhl zur hiesigen.Straßenbeleuchtung auf hiesigem Rathhause an den Wenigstnehmenden vergeben. Herzogliche Etadtschultheiserei gcz. L a u t e r b a ch."Alle diejenigen, welche im Laufe d. I. ihre Gewerbe vergrößert, oder neue errichtet haben, oder auch dieses noch zu thun beabsichtigen sollten,- haben dieses bis zum 13. d. auf hiesigem Rathhause speciell anzuzeigen, indem sonst nach dem Ansatz der Ergänzungssteuer etwaige Reclamationen unbeachtet bleiben müssen. Wiesbaden, den 8. Octbr. 1842. Herzog­liche Stadtschultheiserei, gez.: Lauterbach." InPrivat- Bekanntmachungen" lesen wir:Von der Messe zurückgekehrt, bin ich jetzt wieder mit einer großen Auswahl der modernsten Herren- und Knabenkappen, sowie mit einer schönen Auswahl Herrn- und Knabenhüte versehen, um recht zahlreichen Besuch bittet Christian F r a u n d, Kappenmacher."Der Hoftanzmeister Balothe, ehemaliger erster Tänzer der Pariser Academie, beehrt sich hier­mit einem Hohen Adel und geehrten Publikum anzuzeigen, daß er in allen bekannten und fremden Tänzen, sowie auch im Fechten Unterricht zu ertheilen gesonnen ist. Für Damen erbietet sich Mad. Balothe, wenn cs vorgezogen würde, den Tanzunterricht zu ertheilen. Der Unterricht wird auf Verlangen der geehrten Schüler entweder in der Wohnung derselben, oder in der Be­hausung des Unterzeichneten ertheilt. E. Balothe bei G. Hack am Eeisbergweg."

Seite 4 Nr. 239

führung nun an seinen Bezwinger abgeben. Relativ besser steht freilich noch Rotweitz als die einzige Mannschaft ohne Punkivei- lpst. Die Bockenheimer bewährten sich auch diesmal und schlugen den starken Hanauer Gegner recht sicher. Dagegen hatte es Ein­tracht garkiicht so leicht, gegen die zäh Widerstand bietenden Darmstädter zum Siege zu kommen. Die Eintracht rückt damit gleich um drei Plätze vor und überholt außer der nunmehr das Schlußlicht tragenden Union Niederrad auch Darmstadt und Opel. Die Opelleute wehrten sich daheim gegen Fußballsportverein recht hartnäckig. Aber zuletzt behauptete sich doch die größere Erfahrung und Schlagkraft der Bornheimer.

100000 Soldatenbüchereien aus der Bücher­sammlung

Zur neuenBüchersammlung der NSDAP, für die deutsche Wehrmacht"

Zum vierten Male wird das deutsche Volk jetzt zurBücher­sammlung der NSDAP, für die deutsche Wehrmacht" ausgerusen. In den drei Jahren ihres Bestehens.konnte die Büchersammlung schon außerordentlich reichen Segen stiften. Die 25 Millionen Bücher, die in drei Sammlungen gespendet wurden, stellen eine beachtliche Kulturleistung des deutschen Volkes dar. Allein bei der letzten Sammlung wurden über neuneinhalb Millionen Bücher aufgebracht. Mehr als 100 000 Büchereien sind bisher aus diesen Spenden zusammengestellt worden, 46 000 allein im letzten Jahr. Vom Eismeer bis, nach Afrika, von der pordersten Linie der Ost­front bis an den Atlantik reicht heute die Wirksamkeit dieser Büchereien. Sie erstreckt sich aber auch über die Meere, auf denen deutsche U-Boote operieren, die gleichfalls mit Büchereien aus der Spende bedacht werden. Daneben werden auch Lazarette ver­sorgt.

Das Echo dieser Maßnahme war gewaltig. Ungezählte Be­weise des Dankes sind von Einheiten aller Wehrmachtteile ein­gegangen, von allen Fronten, in denen der großen Freude der Soldaten über die Bücherspende der Heimat Ausdruck gegeben wird. Die vielseitige Bücherkiste, die Lelestoff für jeden Geschmack enthält, ist überall bald sehr gefragt und der Inhalt manchmal schon nach kurzer Zeit vergriffen. So wird auch das Buch zy einem Mittler zwischen Front und Heimat, wobei man es besonders dankbar empfindet, daß die Auswahl der Sendungen weitgehend von den jeweiligen Heimatorten der Truppen zusammengestellt wird und dadurch ihrctf besonderen Charakter-als Spende der Heimat erhält.

Die Weite der Fronten und die Größe der deutschen Wehr­macht haben den Bedarf an Büchern weiter anwachsen lasten, wes­halb jetzt erneut an das deutsche Volk appelliert wird. Das Ziel ist, daß jede Einheit mit einer Bücherei ausgestattet werden kann. Dazu sind noch viele, viele Bücher notwendig. Die neue Samm­lung, die von allen Gliederungen der Partei tatkräftig unterstützt wird, wendet sich mehr als in den vergangenen Jahren an den einzelnen Volksgenossen und seinen Bücherschrank, da der Buch­handel aus verständlichen Gründen nicht in gleicher Weise einge­setzt werden kann wie in früheren Jahren. Es soll diesmal eine Spende des Herz-ens sein. Die Trennung von einem guten liebgewordenen Buch ist doch noch ein bescheidenes Beitrag gegen­über den Opfern, die der Soldat für die Heimat bringt.

Wie die Heimat sich im letzten Winter bei der Wollsammlung zu einer gewaltigen Leistung für die materielle Versorgung der Truppe zusammensand, -so soll sie sich jetzt zu einem großen Hilfswer! der geistig-seelischen Betreuung vereinigen. Sie wird das um so bereiter tun, als es jn den nächsten Wochen ganz be­sonders den Osten mit Büchern zu versorgen gilt, um unseren Soldaten die langen dunklen Wintermonate etwas zu erhellen und zu verkürzen.

Vor 100 Jahren

Knappe Ergebnisse der Gauklasse

Wormatia Worms Kickers Offenbach 1:0 Eintracht Frankfurt SB. 1898 Darmstadt 3:2 Opel Rüsselsheim FSB. Frankfurt 2:3 Rotweitz Frankfurt FK. 1893 Hanau 3:1

Nur mit einem Tor Unterschied endeten drei dieser Treffen

Worms wurde sogar von den Platzbesitzern nur ein einziger Treffer geschossen, der indes hinreichte, dem Altmeister die erste Niederlage beizubringen. Offenbach kam gegen die stabile Ver­teidigung der Wormaten nicht zum Zuge und muß die Tabellen­führung nun an seinen Bezwinger abgeben. Relativ besser steht freilich noch Rotweitz als die einzige Mannschaft ohne Punktver-

Jeder Deutsche kann Offizier werden

Neuregelung der aktiven Offizierlausbahn

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt mit folgender Ver­lautbarung die neuen Grundsätze für die Einstellung von Be­werbern für die Offizierlaufbahnen bekannt:

-i^n der nationalsozialistischen Wehrmacht trägt jeder den Marschallstab im Tornister!" Dieser von Führer letzthin wieder in seiner großen Rede ilh Sportpalast verkündete ©tuntu l®9 .sst tn der Wehrmacht lebendig. Junge Deutsche aus allen Htetfen der Bevölkerung ohne Rücksicht auf ihre Herkunft, nur ausgelesen auf Grund ihrer Persönlichkeit und ihrer Bewährung vor dem Feinde stehen heute als Offiziere und Führer der ihnen anvertrauten Soldaten an allen Fronten und sind Träger höchster Tapferkeitsauszeichnungen.

In Anwendung dieses Grundsatzes und in Ergänzung der bis­herigen Bestimmungen gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt, daß ab sofort für alle drei Wehrmachtteile zur Meldung als Bewerber für die aktiven Offizierlaufbahnen alle jungen Deutschen zugelasten werden. Das Abschlußzeugnis und der Besuch einer bestimmten Schulart ist nicht erforderlich. Für die Offizier- laufbahnen, die ein Studium erfordern (San.-, Vet.-Offz.- usw. -Laufbahnen) folgen Bestimmungen. Voraussetzungen für die Über­nahme in die aktiven Offizierlaufbahnen sind: Wehrwürdigkeit, Einsatzbereitschaft für das nationalsozialistische Deutschland" und seinen Führer, Idealismus für den Offizierberui, hervortretende charakterliche Eigenschaften, Anlagen zur Führerpersönlichkeit, geistige Aufnahme- und Entwicklungsfähigkeit, sowie körperliche Tauglichkeit und arische Blutreinheit.

Nächste Einstellungstermine: Heer: 1. 2. 1943, 1. 7. 1943 Kriegsmarine: 1. 12. 1942, 1. 7. 1943. Lustwaffe: 1. 3. 1943, 1. 7. 1943. Es melden sich Geburts-Jahrgänge 1925 und älter: Sofort. Geburts-Jahrgang 1926: Bis spätestens 1. 4. 1943.

Selbst mit Hand anlegen!

Beschleunigte Abfertigung der Fahrzeuge des Speditions- und Rollfuhrgewerbes

Der einsetzende starke Herbstverkehr und die frühe Dunkelheit zwingen dazu, die Fahrzeuge des Speditions- und Rollfuhrgewer- bes schneller als bisher umlaufen zu lassen. Die Industrie- und Handelskammer fordert daher alle Empfänger und Verlader von Waren auf: 1. keine Rollfahrzeuge warte» zu lassen, sondern die Güter sofort abzunehmen oder anzuliefern! 2. die Güter möglichst im Erdgeschoß zu übernehmen oder zu übergeben. Bei der durch die Transportlage bedingten ungewöhnlich starken Beanspruchung des Fuhrgewerbes ist von dem Fahrer nach Möglichkeit nicht zu verlangen, die Güter, namentlich schwere Stücke oder große Mengen, zu den Lagern und auf die Stockwerke zu bringen oder von dort abzuholen. Das Juteresie an einer schnellen Bedienung der Gesamtheit der Bevölkerung läßt es dringend erwünscht er­scheinen, daß die Beförderung der Güter in die Lager und in die Stockwerke oder von dort ins Erdgeschoß möglichst vom Empfänger oder Versender selbst übernommen wird, gegebenenfalls mit Hilfe der Hausgemeinschaft.

Nachdrücklichst wird darauf hingewiesen, daß nach § 3 der Ver­ordnung über die Entladung und Abfuhr von Waren vom 30.10.40 alle am Güterverkehr beteiligte» Empfänger von Gütern ver­pflichtet sind, Vorsorge zu treffen, daß Benachrichtigungen über den Eingang von Gütern jederzeit zugestellt und zugeführte Güter un­verzüglich abgenommen werden können. Wer hiergegen verstößt, macht sich strafbar. Die Zustellung und Ablieferung von Sendungen sollte zum mindesten in der ^Zeit von 7 bis 21 Uhr durchgehend ermöglicht werden. Auch Bet zeitweiliger Schließung von Laden­geschäften muß die Möglichkeit der Ablieferung von Gütern sicher- göstellt sein. Empfänger von Gütern, die nicht zuhause anwesend sein können, sollen dem Spediteur oder durch einen Zettel an der Tür anzeigen, wo das Gut abgegeben werden kann. Der Über­nehmende muß in diesem Fall im Besitz einer Vollmacht sein. So wie hier die Hausgemeinschaft den schwierigen Rollfuhrdienst er« leichtern kann, kann auch bei Einfamilienhäusern in entsprechender Weise die Nachbarhilfe eingeschaltet werden.

Der Rundfunk am Dienstag bringt an bemerkenswerten Sendungen im Re i ch s p r o g r a m m: 11 Uhr Lieder und Violin- musik, 16 Uhr Opernmelodien, 17.15 Uhr Seemannslieder und ländliche Weisen, 20.20 Uhr Von Wald und Flur, 21 Uhr Unter­haltungsmusik. Im Deutschlandsendet: 17.15 Uhr K. Ak. Zwitzler dirigiert Brahms, Mozart und Reutter, 20.15 UhrGute alte Bekannte" und 21 UhrEine Stunde für dich" mit beliebten Solisten.

Jnnungszusammenlegnngen im heimischen Handwerk. Im Zuge der Verwaltungsvereinfachung ist die Handwerkerinnung der Maler, Tüncher und Anstreicher im Kreis Untertaunus mit der gleichnamigen Innung für den Kreis Wiesbaden zusammengelegt worden. Die Innung führt jetzt den NamenMaler-, Weißbinder- und Tüncher-Innung Ervß-Wiesbaden/llntertaunus" mit dem Sitz in Wiesbaden. . Auch die Schumacher-Innung für de» Kreis Untertaunus ist mit der Schuhmacher-Innung für den Kreis Wies­baden zusammengelegt worden.

Musik- und Vortragsabende

* Kurhaus. In dem von Musikdirektor August Vogt gelei­teten Abendkonzert am Sonntag spielte Konzertmeister Albert Nocke das Violinkonzert Nr. 3 in v-dut (Köchel-Vetz. 531). Es handelt sich um eines der graziösen, an der Oberfläche spielenden Werke, di» für den Stil des jungen Mozart kennzeichnend sind. Klangschön und melodienreich ist dieses Konzert, dem man be­glückt lauscht, ohne innerlich erregt zu werden. Für diese Hofmusik des Rokoko fand Albert Nocke die richtige Haltung. Er ist wohl einer der bedeutendsten Mozart-Spieler, die wir kennen. Sein Bogenstrich ist glatt und sauber, die Kadenzen gleiten mit unfehl­barer Sicherheit dahin, bas Formenspiel der Komposition ent­wickelt in einer klassisch bildhaften Klarheit. Nicht die lefteste Unebenheit stört die Reinheit der Tonsprache. Die violimsttsche Meisterleistung sand die starke Anerkennung der zahlreich er­schienenen Hörer. Die Vortragsfolge brachte neben der klasiisch- stilisierteii Ouvertüre zuAnakreon" von Cherubini, die die Mitte zwischen Mozart und Gluck hält, die immer wieder gerne gehörte unvollendete Sinfonie in h=moD von Franz Schubert.

Dr. Wolfram Waldschmidt

*Wälder, Wasser, Firn." Der erste Vortrag der diesjährige» Vorträge, die der Deutsche Alpenverein in Verbindung mit der Kurverwaltung veranstaltet und die dem Erlebe» der Eebirgswelt durch beschauliche Fahrten gewidmet sein soll, stand unter dem Ge­dankenWälder, Wafser, Firn" und wurde von Studienrat B a l k c n h o l (Witten) am Samstagabend im kleinen Saal des Kurhauses gehalten. Nach der Eingliederung der Ostmark ins Reich hatte eine Reise den Vortragenden durch die Steiermark und das Kärntner Land geführt. Was er dort an landschaftlichen Schönheiten erlebt und mit künstlerischem Blick durch seine Kamera festgehalten, das erschien in auserlesen guten Farbfotos aut der Leinwand und sprach für sich. Sie Eigenart dieser Landschaft, die so reich im Wechselspiel von Farben und Stimmungen ist, kam stark zum Ausdruck und erfreute. Bilder, die die Lieblichkeit von Ortschaften wie Eisenerz, Admont u. a. zeigten, wechselten mit malerischen Aufnahmen aus den Tälern der Drau und Enns, wo saftig-grüne Wiesen sacht zu den rauschenden Wäldern vorgelager­ter Berge aufsteigen, hinter denen sich die kühnen, schneebedeckten Akpenhäupter erheben. Die Romantik des seenreichen Kärntner »andes der Millstätter-, Osiiacher- und Wörther See, vermittelten stimmungsvolle Bilder. Mit den Namen Heiligenblut, Zell am See, Salzachgebiet und Edelweißspitze nähefte man sich dem Gropglockner, auf den die schönste, 10 Kilometer lange Alpenstrage der Welt bis zum Pasterze-Gletscher Kihrt. Von dort erhebt das maiest-tlsche Spitzenmasiiv sich in einem Aufschwung von noch 1500 Meter bts zur Höhe von 3798 Meter. Die ergänzendenReise-Erklarungen des Vortragenden legten beredtes Zeugnis ab von Naturverbun- dkiiheit und Heimatliebe. Adele P l u § ch k e.

Nur ein schmales Band

Ehrenzeichen eines harten Kampfes

In den Straßen Wiesbadens begegnen uns häufig Soldaten, die ein schmales rotes Band, mit. einer schwarzen Mittellinie verziert, im Knopfloch ihres Waffenrockes tragen. Nicht immer ist es allein, häufig lugt es unter dem Band des Eisernen Kreuzes hervor, aber immer beweist es, daß sein Träger dabei war, als es galt, nicht nur den Sowjets Halt zu gebieten, son­dern auch den grimmigsten Winter 1941/42, der seit Jahrzehnten den Osten Europas heimsuchte, zu überwinden. Das rote Band gehört zur Medaille für den Ostkämpfer, die der Führer für alle die deutschen Männer gestiftet hat, die die Heimat während der vergangenen Wintermonate gegen das sture AnrMnen der bol­schewistischen Masten geschützt haben. Wer dieses schmale tote Band trägt, hat nicht nur als Kämpfer seinen Mann gestanden, sonder» auch zugleich bewiese», daß Naturkatastrophe» als solche mutz der Winter 1941/42 angesprochen werden ihn nicht von den Ausgaben abbringen können, die vom Führer gestellt werden mußten. Schauen wir diesen Männern, die meist in ihrer Heimat­stadt einen wohlverdienten Urlaub verbringen ober als 35er« rounbete bzw. Genesende in Wiesbaden weilen, ins Auge und wir werden erkennen, daß sie pflichtbewußt das Schwerste ge­tragen haben, was von einem Soldaten gefordert werden mutz: Kampf gegen Mensch, Material und Witterungsuckbilden. Diese Ostmedaille ist ein Ehrenzeichen besonderer Art; wir in der Heimat verneigen uns in Dankbarkeit vor ihren Trägern; die Ost­medaille ist das Ehrenzeichen eines harten, zähen, aber auch erfolgreich verlaufenen Kampfes p.

Geschlossene Front der Schädlingsbekämpfung

Wer mutz Rattengift auslegen?

Die Regierungs-Polizeiverordnuna vom 7. Juli 1942 schreibt vor. batz alle Eigentümer, Mieter und Pächter von sämtlichen im Polizeibezirk gelegenen, bebauten und nachstehenden unbebauten Grundstücken wie Lager- unb Schuttplätzen, Gärten, Friedhöfen und Schiffsräumen sowie Unterhaltspflichtige von Dämmen und Ufern oder deren gesetzliche oder bevollmächtigte Vertreter ver­pflichtet sind, während der Rattentage Rattenbekämpfungsmittek an geeigneten Stellen auszulegen.

Welches sind nun die geeigneten Stellen zur Auslegung des Rattengiftes? Laut Verordnung soll ausgelegt werden in Kellern einschlietzlich Kellerräumen und Kellerverschlägen, die zu Miet­wohnungen, gewerblichen Räumen unb dergleichen gehören, auf Böden, in Speichern, Asche- und Abfallgruben, Altmauerwerk, Gärten, in der Nähe von Kompofthaufen, in Stallungen, auch Kleinviehstallungen (Geflügel- und Kaninchenställe usw.) und an Ufern von stehenden und fließenden Gewästern, und zwar ohne Rücksicht daraus, ob sich auf dem Grundstück bisher Ratten gezeigt haben ober nicht.

Für jeben Fall ber Nichtbefalgung biefer Polizeioerordnung ist ein Zwangsgelb in Höhe bis zu 50 RM, im Nichtbeitreibungs­falle eine Zwangshaft bis zu einer Wache festgesetzt. In ben größeren Städten des Regierungsbezirkes werden bie Blockwarte des RLB. in Zusammenarbeit mit der Polizei die Kontrolle durchführen. In ben kleineren Stäbten unb Sanbgemeinben wirb bie Kontrolle burch Angehörige von ©lieberungen ber NSDAP, vorgenommen.

Neuer Reisezugfahrplan. 5n bet Nacht vom 1. unb 2. Nov. 1942 tritt bei ber Deutsches Reichsbahn ein neuer Reisezugfahr­plan in Kraft.

Welche Familienbrucksache» können angefertigt werben? Es bestehen immer nach Unklarheiten über bie Herstellungsmöglich- keit von Familienbrucksachen. Es sei beshalb auf folgendes hin- gewiesen: Familiendrucksachen aller Art (zum Beispiel 35er« lobungs-, Bermählungs-, Geburtsanzeigen usw.) können für Wehrrnachtangehörige unb Angehörige ber Wehrmacht gleich­gestellte Formationen (zum Beispiel Waffen-^, Polizeiverbände, Reichsarbeitsdienst usw.) nach wie vor angefertigt werden. Für andere Personenkreise ist die Herstellung derartiger Drucksachen verboten. Traueranzeigen können sowohl bei Todesfällen von Wehrmachtangehörigen als auch von Zivilpersonen angefertigt werben. Die Anfertigung von Danksagungen aller, Art ist jedoch generell, also auch für Wehrmachtsangehörige verboten. Das gilt auch für Danksagungen anläßlich von Trauerfällen.f

Nur ein kleiner Handgriff. Es wäre für leben beinahe jeden Tag möglich und würde viele harte Arbeit ersparen: näm­lich der Griff nach dem Lichtschalter, wenn man für kurze Zeit das Zimmer oder den Flur verläßt. Reichsmarschall Göring hat erst vor wenigen Tagen anschaulich geschildert, wie verant­wortungslos es ist, heute mehr elektrische Energie oder mehr Gas zu verbrauchen als nötig. Dazu noch ein kleines Beispiel: 18 vvll- belabene Güterzüge könnten zusätzlich rollen, wenn jeder Haus­halt eine kleine Glühlampe nur "eine einzige Minute kürzer ein­geschaltet ließe. Viel kann man auch ersparen durch Nichtverwen­dung von Geräten von hohem Stromverbrauch.

Die Gaubräuteschule auf dem Webersbera bei Weilburg besteht nun schon vier Jahre. In dieser Zeit haben sich dort mehrere hundert Bräute in einem sechswöchigen Lehrgang das Rüstzeug für ihr? künftigen Aufgaben als Hausfrau und Mutter geholt. Wiederum steht ein neuer Lehrgang bevor. Er wird am 19. Okt. beginnen und am 28. November enden. An alle daran Inter­essierten erteilt die Eaustelle des Deutschen Frauenwerkes, Frank­furt o. M., Hermann-Göring-Ufer 25, jederzeit Auskunft.

Ißieöbaöen-ßiebritfi

Der Eonntagsverkehr auf ber Straßenbahn war vormittags etwas schwächer, kam aber am Nachmittag wieber auf bie Höbe ber verkehrsstarkcn Vorsonntage. Beso.nders lebhaft war er zwischen Wiesbaben unb Mainz, währenb er auf der Schier- Iteiner Linie etwas nachgelassen hat. Die. Personen-Schifsahrt hat mit dem gestrigen Sonntag ihren Betrieb eingestellt; der Verkehr war zuletzt sehr schwach.

DasW. T." gratuliert. Das Gefalgfchaftsmitglied her Chemischen Werke Albert, Ernst Heimann, feiert am Dienstag sein 40jähriges Dienstjubiläum.

Die nächste Pilz- und Kräuterlehrwanderführung von Agnes Olivia Klein und Paula 211 f e r t wird am Mittwoch durch­geführt. Treffpunkt: Bahnhof Eiserne Hand ab 14 Ilhr. Pilz­kontrolle dort von 16.30 Ilhr an.

Unfälle. In ber Saarstraße wurde eine 13 Jahre alte Schülerin von einem Kraftwagen ungefähren; sie erlitt innere Verletzungen, eine Gehirnerschütterung sowie Hautabschürfungen. In der Oranienstraße rutschte eine 'Frau so unglücklich beim Überqueren des Fahrdamms aus,' daß sie den linken Fußknöchel brach. Eine 19 Jahre alte Radfahrerin hatte mit einer Fuß­gängerin einen Zusammenstoß. Während die Radfahrerin Kopf­verletzungen, sowie eine Gehirnerschütterung erlitt, waren bie Verletzungen bet Fußgängerin leichterer Natur.

Deutsche aus dem besetzten serbischen Gebiet, bie seit bern 27. 3. 1941 Sachschäden durch kriegerische oder unmittelbar mit dem Krieg im Zusammenhang stehende Ereignisse erlitten haben, können diese bis zum 31. 10. 1942 bei den Feldkommandanturen in Serbien anmelden. Die Betroffenen werden aufgeforbert, ihre Anmelbung übet bie Leitung der Auslandsorganisation der NSDAP., Zentralamt für auslandsdeutsche Flüchtlings-, Inter­nierten- unb Kriegsschäbenwesen, Berlin-Wilmersdorf, Westfälische Straße 1/3 fristgemäß einzureichen.

Um ben Kriegserinnerungspreis

FSV. 08 Schierstein Reichsbahn-SE. 5:4 (4:2)

Das Vorspiel hatten bie Reichsbahner kapp gewonnen, nun bei ber zweiten Begegnung am Hafen blieb Schierstein siegreich, aber auch biesmal enbete das Treffe» nur mit dem Unterschied eines Tores. Also ist eine tatsächliche Entscheidung »och immer nicht gefallen. Die Torquote beider Rivalen steht gleich, unb ent­weder muß noch ein drittes Zusammentreffen den Gewinner des Preises ausfindig machen ober aber bas Los mutz entfcheiben.

Die Schiersteiner Hell; Krug, K. Schmibt; Schröber. Stroh, Groth; Fr. Schmidt, R. Hennrich, Schneider, Laumann, Hirschberg

begannen recht lebhaft. Schon in siebenter Minute erreichten sie die Führung und hatten überhaupt während der Halbzeit ein Mehr von Torgelegenheiten. Mit Kopfball besorgte Hennrich nach Strafstoß von Stroh den ersten Treffer bei Sch'warzweißen. Jnbes auch bie Gäste Lohan; Schreier, Mayer; Kehl, Mette, Krämer; Freihöfer, Urban, E, Echterdick, Lück, Haar blieben nicht müßig. Durch Echterdick glichen sie aus unb machte» auch einen aber­maligen Vorsprung ber Gastgeber, für ben Schnciber zeichnete, durch Haar wieder wett. Danach jedoch vermochte sich Schierstein eine klare Pausenführung zu verschaffen. Hirschberg und N. Henn­rich erhöhten hei leicht überlegenen Spiel auf 4:2, und damit schien die entscheidende Wendung eingetreten. Aber bie Reichs- bahner gaben sich noch keineswegs besiegt. Sie brehte» im Gegen­teil nach Seitenwechsel auf, unb innerhalb weniger Minuten war mit 4:4 nochmals ber ©leichstanb erzwungen. Die letzte Phase bes Spiels gehörte freilich wieber ben Schwarzweißen. Eine Viertel- ftunbe vor Schluß schoß Schmibt bas Siegestor. Am Ende wurde ber Kampf noch ziemlich bart. H)en Schiersteinern würbe ein Elf­meter zugesprochen, aber auch er brachte nicht bie zum Gewinn bes Preises hinreichenbe Erhöhung. Da Gästespieler vorzeitig in ben Strafraum liefen, mutzte ber Strafstoß wieberholt werben, unb biesmal fing Lohan ben von Schröber zu wenig plazierten Ball.

Am kommenben Sonntag empfängt Schierstein zum ersten Punktekampf bie SpVgg. Eltville, währenb Reichsbahn gegen Luftwaffen-SV. antritt.

Glatter Sieg bet K S E.

Adlerwerke unterlagen ben Hiesigen 4:0 (2:0)

Am Vorabend bei Meisteischaftskämpfe waltete bie KSE. noch mit einem recht überjeugenben Siege auf. Sie vermochte bie Mann­schaft ber Frankfurter Ablerwerke. bie keineswegs eilte schwache Partie bot, einbeutig abzufertigen. Auf Seite ber Gelben Wolf; Pisczeck, Auth; Dürk. Roßkopp, Sicbeniritt; Rau, Schmidt, Schirr­mann, Watzelhan, Gierend war bas bessere befiere Einzelkännen. Zwar fehlte noch ber erkrankte neue Mittelläufer Keul, so baß