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Nummer 239
Montag, 12. Oktober 1942
90. Jahrgang
. ,----.--------.rotz
der Vorsichtsmaßnahmen brachen »irr »er deutschen Kriegs- -es-ngenen unter lauten Rufen aus und mutzten erschossen werden, nm zu verhüten, datz sie Lärm schlugen.-
Kriegführung im Gangsterstil
London gibt di« schändlich« F«si«lung w-hrl-ser deutsch«- Gefangene« zu — Lächerliche Entschuldigungsversuche im Kali Serco — Bevorstehende Veröffentlichung einer umsasienden Gesamtdarstellung zur Behandlung deutscher Kriegsgefangenen ’
Tiefer Einbruch in die Feindstellungen bei Rschew
Die innere Haltung des deutschen Infanteristen setzte sich durch
as Berlin. 12. Okt. (Eig. Dtahtbericht unserer Berliner Sckrtftleitung.) In England bat ein Artikel der groben amerikanischen Zeitschrift ..L i f e“ peinliches Aufsehen erregt, da in diesem Artikel den Engländern ganz offen gesagt wird, daß kein Amerikaner „für die Erhaltung des britischen Empires in den Krieg zieht. Der Artikel ist den maßgebenden englischen Stellen so unangenebm. daß das Reuterbüro ihn der englischen Öffentlichkeit unterschlug, die dann aber durch Privatmeldungen von diesen Ausführungen Kenntnis erhielt, in denen u. a. gesagt wird, daß England. wenn eine Strategie alles auf die Erhaltung des Empire setze, früher oder später allein da st eben wurde. Es wurde dann den Krieg verlieren, eben weil es feine Alliierten verlieren würde. In diesem offenen Brief 7—.m diese Form sind die Ausführungen der amerikanischen Zeitschrift gekleidet — wird dann noch weiter betont, daß man amerikanischerseits in England keine Illusionen aufkommen lassen wolle. So deutlich ist den Engländern wohl noch nie klargemacht worden, welches Interesse der lie?e Pf^undete jenseits des Ozeans am britischen Empire bat, nämlich nur das eine Interesse, die britische Erbschaft zur gegebenen Zeit anzutreten. Das Entsetzen und die Entrüstung in England sind denn auch nicht gering.
Diese Auseinandersetzungen bilden nicht nur einen netten Beitrag zu dem Kapitel demokratische Verbündete untereinander. Re geben auch den Sintergrund zu Meldun- nach denen Roosevelt plant, seinen Verbündeten künftighin weniger Kriegsmaterial als bisher zur Verfügung zu stellen, da er dieses Kriegsmaterial für die eigene amerikanische Wehrmacht benötige. Die ..Washington Post ist» freilich mit diesen Plänen Roosevelts nicht einverstanden. Sie fürchtet, datz damit der Endsieg der Alliierten in Gefahr gebracht und die Planung eines Koalitionskrieges über den Haufen geworfen würde. Dieser Artikel der ..Waibington Post' zitiert denn auch der amerikanische Korrespondent der „Times" als Beweis für seine Feststellung. datz die militärisch maßgebenden Männer der USA. die eigene Rüstung für wichtiger halten als die Rettung Englands und des Bolschewismus und daß Re geradezu eine Politik betreiben, die darauf hinausläuft, datz Roosevelt nach der von ihm erwarteten Erschöpfung der übrigen Kriegsteilnehmer über eine starke Wehrmacht verfüge. Nimmt man nun noch die Auseinandersetzung über die zweite Front hinzu. in der Rch die lieben Verbündeten auch mit allerlei Höflichkeiten überschütten, so hat man ein recht kennzeichnendes Bild von den Zuständen im Lager der sogenannten Alliierten. Ein Bild, das nur noch nicht ganz klar erkennen läht. wer nun zum Schluß wen am meisten betrügen wird.
Stalin zieht es zunächst einmal vor. statt der Hilfe, die er nicht erhält, eine Umstellung in der Befeblsführung feiner Truppen vorzunebmen. Wie Rch nämlich aus ergänzenden Meldungen zu einem ersten Bericht über die Abschaffung der Politischen Kommissare ergibt, wird lediglich dieser Begriff abgcichafft. Tatsächlich bekommen die sogenannten Politruks erweiterte Vollmachten. Sie werden
Indien oder Australien
Die Monsunzeit im indisch-iüdvazifischen Raum nähert Rch ihrem Ende. In der Feindvresse wird das mit einem gewissen Unbehagen festgestellt. Das ist verständlich, denn es muß nach Beendigung der Regenzeit mit der Möglichkeit eines Wiederauflebens schwerwiegender militärischer Ereignisse, die den Feind zum Einsatz erheblicher Kräfte in diesem Raum zwingen und darüber hinaus zu weittragenden Entscheidungen führen können, gerechnet werden.
Japan hat die letzten Monate in der Hauptsache dazu benutzt, seine Stellung in dem ganzen neugewonnenen Gebiet zu festigen und die reichen wirtschaftlichen Kräfte der Eroberungen für die bestehenden und zukünftigen Aufgaben zu mobilisieren. Es ist jetzt dabei, seine Seeherrschaft in dem ihm zur Verfügung stehenden Raum auszubauen und das Verkehrswesen zu organisieren, einerseits, um die produktiven Schätze Ostindiens in die Verarbeitung zu leiten, andererseits um die militärische Nachschubbasis für weitere v 'au5 dem jetzt beherrschten Raum aufzubauen. In der Wahl der weiteren Vorstotzlinien ist Japan vorläufig noch frei und Herr seiner Entschließungen, trotz der ..Initiative . die im Pazifik laut amerikanischer Propaganda auf die ..Alliierten" übergegangen sein soll.
Das we st licke Bollwerk des von Japan beherrschten Raumes stellt sich in Burma und den Andamanen dar. Japan steht an d§r indischen Grenze Gewehr bei Fuß und wartet in ruhige? Gelassenheit die innenpolitische Entwicklung in diesem Lande, das sich bereits in einer für England sehr gefährlichen Gärung befindet, ab. Japan bat nicht die Absicht, stch. in die inneren indischen Angelegenheiten einzu- miichen, würde sich aber einem Ruf des bedrängten Volkes sicherlich nicht entziehen. Diese Möglichkeit wird von den Engländern klar gesehen. Sie haben beträchtlicke Streitkräfte im indischen Raum und in den indischen Gewässern zufammengezogen. für die es natürlich von größter Wichtigkeit ist. wenn die an der burmesischen Grenze versammelten lapaniscken Truppen durch Abzüge nach anderen Fronten geschwächt werden könnten. Japan hat zwar den Vorteil der inneren Linie zur Verfügung, andererseits haben ihm die gewaltigen Erfolge der ersten neun Kriegsmonaten eine ebenso gewaltige Ausdehnung der Verbindungslinien gebracht und damit eine Reihe bochempfindlicker Svannungs- zentren an der Peripherie geschaffen. Es ist klar, datz der tyeinb diese Situation auszunutzen versucht, um Javan zu einer^Kräftezersplitterung zu veranlassen ober gar zu einem Sick-Festbeißen an Punkten, bie ber Feinb bestimmt und die für Javan selber gar nicht von entscheidender Bedeutung sind. Es hat aber nicht den Anschein, als ob dem Feind diese militärpolitische Taktik gelänge.
Die javanischen Hauvtstellungen im Süden und Südosten des beherrschten Raumes befinden sich auf Java und Reupommern. Wenn von hier aus m der letzten Zeit Vorstöße in den vom Feind beherrfckten Raum unternommen worden sind, so lassen Re durchaus nicht die sickere Vermutung zu. daß Javan nack dieser Ricktung entscheidende Maßnahmen einleiten will. Sie lassen dagegen die außerordentliche Wendigkeit und Beweglichkeit der iavaniscken Kriegführung erkennen, der eher die Absscht zu Grunde liegt, an den verschiedensten Stellen der Perivberie des beherrschten Raumes gut vorbereitete Ausgangsstellungen zu schaffen, von denen aus der Angriff zu gegebener Zeit vorgetragen werden kann, wenn nämlich die Entscheidung über die endgültig einzuschlagende Stoßrichtung gefallen ist.
Der scheinbaren Ruhe im Südostraum liegt aber eine sorgfältige und wirksame Vorbereitung Japans auf kommende Entsckeibungen zu Grunde. Der Feind versucht inzwischen sein arg lädiertes Prestige durch Unternehmungen ohne große strategische Konzeption wieder aufzu- volieren, die ibn als im Besitze ber Offensive erscheinen lassen sollen, so int Zuge ber amerikanischen Aktion auf der Insel Florida im Süben ber Salomonengruppe. Nack dem Umfang ber ihm zur Verfügung stehenben Seestreitkräfte. die zudem durck den Verlust von Burma und Jnsulinde über keine nahe ölbasis verfügen und durch die langen Ver- forgungsstratzen deshalb in ihrer Einsatzfäbigkeit behindert sein dürften, kann der Feind es kaum riskieren, bie javanischen Hauptstellungen etwa auf Java ober Neuvommern an- zugreifsn. Wenn er einen Angriff in biefer Ricktung vertrüge, bann könnte man von Initiative unb Offensive svrecken. So aber banbelt es sick in ber nüchternen Wirklichkeit wohl nur um ben Versuch, sich burck Aufhalten der äußersten javanischen Spitze« auf ben Salomonen Luft zu schaffen unb die Javaner von ihren wirkungsvollen Angriffen auf das hartnäckig verteidigte Port Moresbo auf Neuguinea abzulenken. Ganz offensichtlich macht ihnen das stete Vorrücken Javans über Neuguinea nach Süden gegenüber der Nordsoitze Australiens und über die Salomonen in Richtung Neu-Kaledonien ernste Sorgen um die nordaustraliscken Häfen unb bie Torresstraße. Hier befinden sich ja jetzt die wichtigsten Stützvunkte der anglo- australisch-amerikaniscken Streitkräfte. Zweifellos ist es den gemeinsamen Bemühungen der Australier unb Amerikaner gelungen, nicht unbeträchtliche Luftstreitkräfte in bieies Kampfgebiet zu schaffen unb bamit ben Javanern ihre Aufgabe zu erschweren. Die Sorgen ber Australier sind ver- stänblich. benn ber Besitz von Port Moresbv würbe Java» bie Kontrolle über bie Torresstratze ermöglichen unb feine wirksame Festsetzung am Korallenmeer erlauben. Wenn
Alarm vor Kapstadt
Berlin. 12. Okt. (Eig. Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Wieber können unsere italienischen Per b u n beten über einen sehr beachtenswerten Erfolg toter U-Boote berichten. Der Schlag ist für bie Engländer teckt schmerzlich, denn einmal zeigt er bie enge Z u - sammenarbeit ber Achse auch in der Schlackt auf gern SItlanttf, zum anderst sind Überseedampfer von 20 000 PRT.. wie die vom italienischen Wehrmachtbericht als versenkt gemeldete „O10 n s a v d e" heute schon überaus rar ge-
Diese Erfolgsmeldunu folgt dem Bericht unseres OKW„ der die Versenkung von 22 Schiffen mit 141000 BRT. verzeichnete während insgesamt in der abgelaufenen Woche durch die deutsche Kriegsmarine 178 500 BRT. versenkt wurden. Dabei bat in ber ganzen Welt bas Auftreten t U = sOote vor Kavstabt. also an ber Süb- wttze Afrikas, beionberes Aufsehen erregt. Damit hat sick em neuer Seeweg ber Alliierten in ben Vorbergrunb ge- imoben. Angesichts ber Eefährbuna ber Verbindungen durch das Nördliche Eismeer legen die Engländer besonderen Wert aut den Weg um Südafrika zum Persischen Golf, um so den ©orojets Kriegsmaterial auf einer allerdings autzer- orbenthd) langen Strecke zu bringen. Aber auch ber Nach-' ■ t I“r $ei? Nahen Osten geht, da ihn die Engländer nicht mehr durch das Mittelmeer durchzubringen vernkögen. heute Um größten Teil um Afrika herum. Überall sind unsere U- Boote zu finden, überall versenken sie kostbaren Schiffsraum gerade dort, wo ihr Eingreifen den größten Erfolg verspricht, tauchen sie sehr zum Kummer unserer Gegner unvermutet oot- 2n geradezu idealer Weise arbeitet die Seekriegführung L" Achsenmächte dabei zusammen. Die Tätigkeit der Italiener im Sudatlantik, das Äuftauchen der Javaner im gleichen Seegebiet der Griff der deutschen Kriegsmarine bis an bA Sub.fotfce Afrikas zeigen wiederum, datz die Schiffahrt ber emR seebeherrschenden englischen Macht nir- gends mehr sicher ist. Überall, so schreibt ein amerikanischer Admiral zu unserem U-Boot-Krieg. kann ein nuer Bl'tz aufzucken. x •
Wie bas Deutsche Nachrichtenbüro hierzu erfährt, wird das Oberkommando der Wehrmacht in Kürze eine u m fassende Gesamtdarstellung zur Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch Engländer veröffentlichen. Unbeschadet dieser bevorstehenden dokumentarischen Veröffentlichung des Oberkom- mandos der Wehrmacht stellen wir zu der obigen amtlichen Er. Körung der britischen Regierung folgendes fest:
Die britische Regierung gibt mit der obigen Erklärung erstmals zu, daß tatsächlich ein britischer militärischer Befehl zur Fesselung von deutschen Gefangenen genau in der Form bestand, wie er seinerzeit vom OKW wiedergegeben wurde. Die britische Feststellung, */s sei nach erfolgter Untersuchung kein Beleg dasür gefunden worden, daß irgend einem Gefangenen, die von Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände gebunden waren, ist ohne Belang, weil derartiges niemals von deutscher Seite behauptet worden ist. Tatsächlich sind aber, wie vom OKW. am 7. Oktober mit genauen Einzelheiten bekanntgeZeben wurde, eine ganze Anzahl von deutschen Soldaten, die vorübergehend in englische Hände " gefallen, während der Zeit ihrer Gefangenschaft gefesselt worden. Hierüber liegen die gerichtsprotokollarischen Aussagen der betreffenden deutschen Soldaten vor. Darüber hin», aus liegen photographische Aufnahmen über einen bei Dieppe in englische Gefangenschaft geratenen Arbeitssoldaten
Berlin, 11. Okt. Die britische Regierung hat am 10. Oktober zum Fall der Gefangenenfesselung eine amtliche Erklärung herausgegeben, die folgende englische Darstellung der Vorgänge enthält:
„Seim Angriff auf Dieppe wurde ohne Befugnis ein Be- ' fehl des Inhalts herausgegeben, daß die Hande von Gefangenen, wo immer dies möglich ist, gebunden werden sollen, damit sie ihre Papiere nicht vernichten können.
Aus die Beschwerde der deutschen Regierung hin gab das Kriegsministerium sofort, bevor noch irgendwie Zeit zum Rach- forschen gewesen wäre, eine Erklärung heraus, wonach eine solche Anordnung, wenn sie herausgegeben sein sollte, zurückgenommen werden würde, weil die Regierung der Ansicht war, datz man aus einer solchen Anordnung herauslesen könnte, datz ohne Rücksicht aus die vorliegenden Umstande die Hände von Kriegsgefangenen gebunden werden sollten. Rach erfolgter Untersuchung wurde kein Beleg dafür gefunden, datz irgend einem der Gefangenen, die von Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände gebunden waren. Jedoch kam die Existenz der betreffenden Anordnung ans Tageslicht und sie wurde zurückgenommen.
Der Angriff auf Ser eg wurde von einem Trupp von zehn Offizieren und Mannschaften ausgeführt. Sieben Mann des Trupps nahmen fünf Deutsch« gefangen. Die Hände der Deutschen wurden gebunden, damit di- Männer, die die Gefangennahme durch- sührten, sie durch Unterboten der Arme abführen konnten. Keine
lautem Huna rissen die Führer ihre Stoßtrupps vorwärts In zahllosen kleinen Einbrüchen wurden die feindlichen Gräben auf gerollt, Bunker von rückwärts gefaßt und mit geballten Ladungen auMräuchert, die völlig verstörten Gefangenen nach hinten abgeschoben. Wo die eigenen Rahkampsmittel nicht ausreichten, gingen im Mannschaftszug vorgerollte Pak- und Jn- fanteriegeschütze in Stellung und vernichteten in direktem Beschuß bie feindlichen Widerstandsnester. In einem Waldstück konnte eine Feindgruppe in Stärke von etwa drei Kompanien von geringen eigenen Kräften eingeschlossen werden. Von ihren Kommissaren angetrieben, unternahmen die Bolschewisten trotz ihrer hossnungs- losen Lage immer wieder Ausbruchsversuche über die von flankierendem deutschem Feuer beherrschten Waldwege und Lichtungen Nur wenige von ihnen konnten sich vor diesem Akt blutiger Selbstvernichtung in deutsche Gefangenschaft retten. Deutsche Kamos- fliegerverbände unterstützten die AngMsuntetnehmungen des Heeres durch Einsatz mit Bomben und Bbrdwafsen gegen Truppon- aniammlungen und Verkehrsziele südostwärts Rschew. Sie vernichteten durch Volltreffer einen fahrenden Transportzug und beschädigten zwei weitere Güterzüge. Zur Sicherung eingesetzte deutsche und spanische Jagdflieger schossen ein bolschewWsches Flugzeug aL,
vor, der im gefesselten Zustand den Tod gefunden hat Abgesehen von diesen unwiderlegbaren Beweisstücken wird das englische ÄrtegsmtmRerium auch wohl kaum glaubhaft machen baß ein von ihm als existierend zugegebener Befehl einer militärischen Kommandostelle tatsächlich von den untergeordneten Offizieren und eolbaten nicht ausgeführt worden wäre.
Zum Angriff auf Ser eg gibt die britische amtliche Erklärung ebenfalls zu, daß die dort gefangenen fünf deutschen Sol- baten gefesselt wurden. Zu der britischen Bemerkung vier deutsche Gefangene seien ausgebrochen und hätten erschossen werden bTn^erUSeffeMtÄlt-a6 (J-Wagen hätten, wird von
Die gefangengenommenen Soldaten waren im Augenblick ihrer Gefangennahme zum Teil barfuß oder in Strümpfen und nur mit einem Hemd bekleidet. Es ist geradezu lächerlich, wenn die Engländer erklären, sie hätten sie beim Ausbruchsversuch erschießen müssen, damit sie keinen Lärm schlugen. Der Vorgang des Erschießens hat zweifellos einen größeren Lärm verursacht.
Die Engländer irren jedoch, wenn Re behaupten, sie hätten von fünf deutschen Soldaten vier erschossen. Tatsächlich haben sie nur zwei erschossen. Ein Soldat, der verwundet wurde, und ein weiterer sind ihnen entkommen. Diese beiden Soldaten sind nun durch einen glücklichen Umstand die einzigen überlebenden Augenzeugen dieses b ,1 r b a r i s ch e n englischen Verhaltens gegen wehrlose Kriegsgefangen«. Ihre Aussagen sind gerichtsprotokollarisch festgelegt worden.
namlick „auf militärische Kommanbovosten befördert", d. h„ sie erhalten bie Kommanbogewalt. Was also die Offiziere nicht zu schaffen vermochten, bas sollen nun bie zu Kommandeuren beförderten Kommissare leisten. Die Offiziere werden damit zugleich als die Schuldigen für die bisherigen Niederlagen hingestellt und alle Machtmittel militärifcker und politischer Art werden nun praktisch in die Hände der Kommissare gelegt.
Im Zuge der Übertragung der gesamten militärischen und politischen Macht an die Politischen Kommissare wird die Sowjetarmee,- wie aus einer TASS-Meldung hervor- sebt,- als ersten Schub in Kürze zweihundert neue Regimentskommandeure und sechshundert Bataillonskommandeure aus den Reiben der Kommissare unb Politruks erhalten.
Erbschleicher ohne Maske
Washington gesteht: „Kein Amerikaner kämpft für die Erhaltung des britischen Empire"
c. Oft Zn mittleren unb nördlichen Al>-
schn'tt der Ostfront beschrankte sich die Kampftätigkeit auf örtlich begrenzte Swßtruppunternehmungen, die der Festigung unserer lungst errungenen Angriffsersolge galten.
Eesechtstätigkeit war nach Mitteilung des OKW. der Brückenkopf von Rschew, wo seit Ende September nach glücklicher Abwehr eines bolschewistischen Einbruchs- ver,uchcs die beiderseitigen Stellungen nur a u f R u f w e i t e voneinander entfernt lagen. Hier traten deutsche Stoßtrupps im Morgengrauen nach kurzem Feuerschlag der Artillerie zum Sturm an unb stießen tief in die feindlichen Stellungen. Die vordersten feindlichen Linien wurden völlig überrascht. Mit fortschreitendem Angriff verstärkte sich der Widerstand der Bolschewisten die im Schutze non etngegrobenen Panzern und mit starker Arlillerieunterstützung ju Gegenstößen antraten. In den sich nun entspinnenden Kämpfen Mann gegen Mann setzten sich die innere Haltung und der hohe Ausbildungsstand beut|djer Infanterie unb Sturmpioniere gegen stellenweise zahlenmäßige Überlegenheit ber Bolschewisten wirksam burch.
Nur mit Handgranaten kämpfend — denn die Gewehre waren durch Sand unb Schlamm unbrauchbar geworben — unb unter
schriftliche Anordnung ober sonstige Anweisung wurde hetaus- gegeben. Die Gefangenen mutzten nämlich aus dem Wege zu ben Booten an von ben Deutschen besetzten Kasernen vorbeigeMhrt werben unb Lorsichtsmatznahmen waren bähet erforderlich. Tro'
