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Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Donnerstag, 8. Oktober 1942

Nummer 236

Verschärfter Blutterror des Kreml

Ein für die innere Lage Sowjetrutzlands kennzeichnender Aufruf — Stalins Hilferuf in neuer Beleuchtung

Die sowjetischen Winteraussichten

Der »Daily-Mail"-Korresvondent in Moskau siebt schwarz.

noch einmal die Schaffung eines gemeinsamen Ober­kommandos und eines gemeinsamen obersten Organs für die Politik. Auch „News Cbronicle" setzt sich erneut für einen obersten Kriegsrat ein. Wenn ein solcher schon vorbanden wäre, so hätte, wie das Blatt meint, Stalin gar nicht seine Äußerung tun können, die tatsächlich ..die bitterste Kritik an seinen Verbündeten" sei. Man siebt, die Erregung im gegnerischen Lager ist nicht eben Kein, die M i tz st i m m u n g ist nicht zu übersehen.

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Stockholm, 7. Okt. Der Moskauer Vertreter der Lon­doner „Daily Mail". Negley Farson, der nach London zurück- gekehrt ist. beschäftigt sich mit den sowjetischen Winter­aussichten. Er gibt offen zu. daß zwar die Sowjet-Kommissare gut über den Witter kommen würden, die Leiden der Zivil­bevölkerung und der Arbeiter aber müssen grauenvoll werden.

Negley Farson erklärt: Die politischen Kommissare werden immer, selbst in zerstörten Dörfern, warme Räume finden, in denen fie sich aufhalten können. Aber für die Städte sehe ich schreckliche Leiden bevorsteben. Die Zivilbe­völkerung beispielsweise Moskaus wird ganz davon ab- bängen, was noch an Lebensmitteln in die Stadt gebracht werden kann. Diese Zivilisten, zu denen selbstverständlich auch die Arbeiter gehören, gehen den größten Entbehrungen entgegen. Schon im letzten Winter gab es in Moskau Hungersnot und Tod. vor allem unter den Leuten, die zu schwach waren, um den ganzen Tag in den niemals endenden Schlangen anzusteben. Als ich in der bitterkalten Winter­nacht in mein Hotel zurückkehrte, beobachtete ich. wie zwei Lagen von Schnee entstanden, die eine auf dem Boden, die andere auf den Köpfen und Schultern der Leute, die bereits in der Nacht Stunde um Stunde warteten, warteten und

Das Eichenlaub

Berlin, 7, Okt. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Feldwebel Ernst Reinert, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader^ und hat ihm folgendes Schreiben übermittelt:

„3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Bolkes verleihe ich Ihnen al» 131. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. ,gez. Adolf Hitler."

Der 23jährige Feldwebel Ernst-Wilhelm Reinert ist Rhein­länder und als Sohn eines Reichsbahn-Obersekretärs in Köln- Lindenthal geboren. Er hat das Schlosserhandwerk erlernt und war begeisterter Segelflieger. Rach Ableistung seiner Arbeitsdienst­pflicht trat er als Freiwilliger in die Luftwaffe ein und wurde zum Jagdflieger ausgebildet. Seit Juni 1941 steht er im Felde. Schon bald zeichnete er sich aus, erhielt am 28. 9. 1941 die Goldene Frontflugspange und am Tage darauf das E. K. I, wurde am 1. 12. 1941 zum Unteroffizier, am 1. 5. 1942 zum Feldwebel be­fördert. Ende Mai wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold ver­liehen. Rach 54 Lustsiegen verlieh der Führer dem tapferen Jagdflieger, der sich auch durch schneidige Tiefangriffe hervorgetan und 14 Flugzeuge am Boden zerstört hatte, am 1. 7. 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Vor wenigen Tagen errang Feldwebel Reinert den 103. Luftsieg.

Das Ritterkreuz für Grofsi

Aus dem Führerhauptquartier, 7. Okt. Der Führer hat heute dem Kommandanten des italienischen Unterseebootes »Barbarigo", Fregattenkapitän Enzo Erossi, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

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warteten, um wenigstens ihre tägliche Brotration zu er» halten. 3m Hotel Metrovol, dem Heim der auslänoischen Journalisten, wo alles getan wird, um uns das Leben be- auem »u machen (und gleichzeitig uns blind zu machen gegen öte wirtschaftlichen Leiden der sowjetischen Bevölkevung). war die Halle ko dunkel wie ein Keller, da es nicht genügend Strom gab, und als wir eines Nachts in das Hotel zurück- karnen, entdeckten wir. daß die größte Zahl der noch in den Zimmern verbliebenen elektrischen Birnen unterdessen heim­lich entfernt worden war. In meinem Badezimmer war es so dunkel daß ich mir am nächsten Morgen beim Rasieren beinahe den Hals durchlchnitt.

Der englische Korrespondent bemerkt dann weiter, daß das Los der Bauern nicht bester sei. Die Bauern der llm= sebung von Moskau, schreibt er. brachten täglich Kartoffel­sacke in die Stadt, aber oft versuchten sie. die Säcke wieder mitzunebmen — nicht wegen des gesetzlich festgesetzten Höchst- vreiies. sondern weil sie Kartoffeln gegen Brot austauschen wallten. Denn der Bauer bat nicht einmal Brot. Brot ist aber nach einem sowjetischen Bauevnsprichwart ..Könia auf dem Dorfe".. Wer. wie ich. die fürchterlichen Leiden des Sowjetvolkes in den früheren Hungersnöten miterlebt hat. w schließt Farson, schaudert bei dem Gebauten, was jetzt be» vorsteht.

Der Krieg ist nicht ipurlos an diesen Gebieten vorüber­gegangen: es muß also wieder aufgebaut, es muß der Verkehr organisiert werden, es müssen zum Teil auch neue Geräte und Maschinen beschafft werden. Niemand wird glauben, daß wir eine solche Aufgabe nicht zu lösen ver­mögen, und wenn dieser Tage berichtet wurde, daß jetzt be­reits täglich 2(f Sebensmitteläüge aus der Ukraine ins Reich rollen, so ist das immerhin ein Anfang, und es bedarf keiner besonderen Versicherung, daß sich diese Zahl mit Sicherheit erhöhen wird. Wir sind also materiell vollkommen gesichert, und das bezieht sich nicht nur auf die Ernährung, sondern das bezieht sich ebenso auf sämtliche für die Kriegführung wichtige Rohstoffe. Mit anderen, Worten aber heißt bas. baß die englische Blockabe vollkommen ge­scheitert ist.

Es ist nun ziemlich blöb, wenn man glaubt, burch irgendwelche Gerüchte Unruhe im beutschen Volk ober gar eine Spaltung Hervorrufen zu können. Der Reichsmarschall unb auch ber Reichsvrovaganbaminister haben biete Märchen­erzähler in einer Form abgefertigt, baß auch diejenigen, die in Deutschland einen solchen Unsinn nachplavverten — wo­mit sie lediglich die Agitation des Gegners unterstützen —. beschämt den Kopf senken mußten, wie es ebenso für diese Gemüter überaus peinlich sein dürfte, nun die verschiedenen Totgesagten im Rundfunk sprechen zu hören oder in den Bil­dern ber Wochenschau erscheinen zu sehen. Ein Volk, das eben erst mit dein Kriegs-WSW. eine soziale Abstimmung von so unerhörter Durchschlagskraft vollbracht bat. ist durch keinerlei Gerüchte zu erschüttern ober etwa gar zu spalten.

Wir sinb also von innen heraus gewiß nicht zu besiegen. Auch drüben sollte man langsam begriffen haben, daß es nie wieder in Deutschland einen November 1918 geben wirb. Wir sinb militärisch nicht zu überwinden, unb wir sind materiell, sowohl ernäbtungs« wie rohstoffmäßig. voll­kommen gesichert. Das ist das Ergebnis, das aus den großen Kundgebungen und Reden der letzten Tage gezogen werden muß. Gewiß bedeutet das nicht, daß nun alle Schwierigkeiten überwunden sind. Wir mästen auch weiter­hin hart kämpfen und bart arbeiten. Es bebeutet aber, baß uns niemanb beit Enbsieg entreißen kann, unb es bedeutet, baß bei uns Kräfte zuwachsen unb sich bie Lage mithin er­leichtern muß, roäbrenb diese Kräfte dem Gegner fehlen, dessen Situation sich zwangsläufig immer schwieriger ge­stalten wird.

90. Jahrgang JU!----

m. Berlin, 8. Okt. (Gig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die sowjetische Preste veröffentlicht in großer Aufmachung einen Aufruf, der die Überschritt trägt: „Eiserne Disziplin, die Sauptbedingung des Sieges.“ Es wird darin u. a. gesagt, daß in diesen schweren Zetten, in denen die Soldaten an ber Front ihr Leben einsctzten. auch im Hinterlanb alles getan werben mäste, um ben Feind zu verjagen. Es dürfe kein anderes Jntereste geben, als den Feind zu schlagen unb vom sowjetischen Boden zu vertreiben. Zu diesem Zweck mässe das Volk eiserne Diszi­plin und Ordnung auf allen Gebieten bewahren. Man mäste die Rüstungsproduktion unaufhörlich steigern und dürfe keine Schlampereien aufkommen lassen, auch mäste die Kriegsdisziplin gestärkt werden. „Wie an der Front, so wird auch im Hinterland derjenige erschoßen werden, der keine Disziplin hält." Dieser amtliche sowjetische Aufruf ist recht kennzeichnend für die innere Lage. Man würde mit solchen Drohungen sicherlich nicht arbeiten, wenn es nicht unbedingt erforderlich wäre. Insofern beleuchtet auch dieser Aufruf den Stalinschen Hilferuf in sehr bemer­kenswerter Weise.

Dieser Hilferuf Stalins steht in den anglo­amerikanischen Ländern nach wie vor im Mittelpunkt. Die amtlichen Londoner Kreise bemühen sich krampfhaft, die Be­deutung dieses Hilferufes zu bagatellisieren. So erklärt man u. a„ Stalins Interview sei „ein gewöhnliches Zeitungs- Interview unb keine Staatshanblung gewesen." Stalin habe auch nur bas wiederholt, was er schon Churchill bei besten Besuch in Moskau gesagt habe. Auch bie amtlichen USA.-Kreise möchten so wenig wie möglich von alle bem hören. Roosevelt bat es abgelehnt, sich zu bem Stalin­schen Interview zu äußern. Er ist weiter sehr hörbar von Wilkie unb besten Mitteilungen über bie schwierige Lage ber Sowjets abgerückt. Das US.-amerikanische Militärblatt „The Army anb Navy Journal" wirb noch mastiver. Es übt eine vernichtende Kritik an Wilkie. den es als „Ignoranten in militärischen Dingen" kennzeichnet, der mit seinen gewagten Erklärungen seinen Auftraggeber, d. b. Roosevelt, kompromittiere. Immerhin hat Herr Roosevelt es doch für erforderlich erachtet, seinen Moskauer Botschafter Stanley nach Washington zu beordern. Stanley batte vor­her noch Unterredungen mit Stalin und Molotow und cs ist ganz sicher, daß Stalin ihm ben Auftrag gegeben hat. sich nachdrücklich für bie Schaffung der zweiten Front in Washington einzusetzen. Schwedische Blätter sagen von dieser Reise Stanleys, baß sie „blitzartig den Ernst der Lage aufzeige."

Ebenso wie bie amtlichen Stellen, so ist auch die „Times" recht verstimmt über das Drängen Stalins. Sie spricht sogar davon, daß Stalin die Absicht gehabt habe zu stören und sagt bann wörtlich: „Die Tatsache, baß eine große De­batte über die große Strategie zwischen ben Alliierten im Kamvf auf Leben unb Tob fortgeführt werben kann, roäbrenb ber Feinb unerhörte Erfolge erringt, beweist, baß irgenbroie etwas falsch in ber Kriegsorganisation ber ver­einigten Nationen ist." Die „Times" empfiehlt beshalb

Das Ergebnis

Von Walter Aßmus

Bringt man bie großen Reben ber vergangenen Woche, die Rede des Führers, die Ansprache des Reichsaußen­ministers. die Ausführungen des Reichsmarschalls, sowie weiterhin die Äußerungen des Reichsvrovagandaministers Dr. Goebbels und des Staatssekretärs Backe, auf einen Nenner, io wird man sagen mässen, daß sie in ber Fest­stellung ber inneren Festigkeit Deutschlanbs unb ber Un- überrotnbbarfeit von außen gipfelten. Das sinb Erkennt­nisse. die auch im gegnerischen Lager aufdämmern, wenn sie natürlich auch in der Preste der Gegenseite und in andere» Äußerungen nur verhältnismäßig selten zu finden sind. Immerhin hat man auch drüben begriffen, daß man uns militärisch nicht beikommen kann. Wenn dem nicht so wäre, dann würde man nicht soviel Zeitungsvavier unb soviel Rebezeit auf bie Erörterung bes Themas ber zweiten Front Derroenben. unb man mürbe nicht sich so oft mit bee Frage befassen, wieviel Tonnage bejn nun eigentlich für eine große Armee ersorberlich ist. Stattdessen würbe man man biete zweite Front schaffen. Nun hat man versucht, die eigene öffentliche Meinung in ben demokratischen Säubern über bieie Erkenntnis mit bem Schlagwort hinroegzutrösten. daß wir zwar siegten, daß wir uns aber totsiegen würben. Das ist ein sehr seltsames Wort in einem Augenblick, in bem man selbst feststellen muß, baß es benSoroiets außerorbentlich schlecht geht unb baß sie einem ungewöhnlich schlechten Winter entgegengehen. Das leugnet man selbst in Englanb nicht Auch das englische Wirtschafts­blatt „Economist. sowie das Oxforder Statistische Amt haben recht beachtenswerte Zahlen darüber herausgebrackt. was bie Sowjets an wichtigen Gebieten, unb zwar an wich­tigen Ernährungsgebieten unb wichtigen inbustriellen Ge­bieten verloren haben. Man hätte bas ■ in England auch einfacher noch aus ber Rebe bes Reichsaußenministers ent­nehmen können, bie ja in dieser Hinsicht sehr wertvolles Zahlenmaterial brachte. Diese großen Ernährungsgebiete, die man mit Recht als die Kornkammern Europas bezeich­nete, fehlen ben Sowjets für ihre Versorgung, ebenso rote ihnen bie Kohle, bas Eisen unb alle bie inbustriellen Werke fehlen, die sich in ben von uns besetzten Gebieten befinben. Das wäre zunächst einmal nur ein Regativum für bie Sowjets, Aber bie Reben bes Führers, bes Reichsaußen- minifters unb bes Reichsmarschalls haben ja gar keinen Zweifel baran gelosten, baß wir bieie Gebiete in außer­orbentlich tätiget Arbeit roiebet organisieren und für uns nutzbar machen. Die Kunst zu organisieren ist aber ein unbestrittenes Talent ber Deutschen. Das beste Beispiel dafür sind wohl der Aufbau und der Einsatz der deutschen. Wehrmacht. Es fließen uns ifttn ganz gewiß nicht sogleich die vollen Erträge der eroberten Gebiete zu.

Ein dringender Notfall liegt vor

Stockholm, 7. Okt. Der USA.-Botschafter in Kuibyschew, Admiral Stanley, der sich bekanntlich demnächst zur Be­richterstattung zu Roosevelt nach Washington begeben wird, hatte am Dienstagabend mit Stalin eine Unterredung, die, wie Reuter meldet, als ein „neuer Abschnitt in der diploma­tischen Aktivität" betrachtet wird, ber auf bie von Stalin in ber Presse veröffentlichten Antworten hinsichtlich ber Probleme einer zweiten Front folge.

Der Reuter-Korresvonbent legt bar. baß jetzt in Anbe­tracht ber Lage bet Sowjets in Stalingrab ein besonbers bringenber Notfall vorliege, was sich schon aus Stalins Appell ergebe. Daher lei ein sofortiges Einschreiten ber „Alliierten" ersorberlich. ganz gleich, was bei Churchills Besuch in Moskau vereinbart worben sei. Der noch an- haltenbe Wiberstanb ber Bolschewisten in Stalingrad dürfe die besondere Schwere der Lage der Sowjets nicht verdecken, denn die „Alliierten" konnten sich leicht eine Vorstellung von ben Folgen der Niederlage in Stalingrad machen.

Roosevelt versucht abzulenken

Berlin, 8. Okt. (Funkmeldung.) Roosevelt gab am Mittwoch, wie Reuter aus Washington berichtet, ber Presse gegenüber eine „Erklärung zur Behanblung ber Kriegsver­brecher nach Gnbe bieses Krieges" ab, bie besagt, baß bann die Kriegsverbrecher „ben alliierten Nationen" zur Er­teilung einer gerechten Strafe ausgeliefert werben sollen.

Diese Erklärung Roosevelts beutet barauf hin. daß ihm. dem Generalkriegsverbrecher, nun doch anscheinend ziemlich unbehaglich wirb. Er versucht nqch feiner schon so oft an« geroanbten. „Haltet den Dieb!"-Methode die Verantwortung von sich abzuwalzen. Er. der mit seinen Drahtziehern jahre- lang zum Kriege hetzte, bann, als er sein Ziel erreicht hatte, ein Volk nach dem anberen in den Krieg zog, und nun sein Unmeien in dieser Beziehung in Südamerika weitertreibt, verkleidet nch als Unschuldslamm. Aber auch diese Maske und alle Ablenkungsmanöver, die er nach bem Mutter seines Amtsvorgangers roäbrenb bes ersten Weltkrieges. Wilson, startet, werben ben Geisteskranken im Weißen Haufe, ber mit Stalin unb Churchill, ben beiben anberen blutbesudelten Kriegstreibern Hand in Hand geht, nichts nützen. Die Völker erkennen immer mehr daß Roosevelt unb seine Trabanten bie wahren Kriegsverbrecher sind unb werben sie ber gerech­ten Vergeltung zuführen.

Mit der Verleihung des Ritterkreuzes an Fregattenkapitän Erossi gab der Führer dem Dank und der Anerkennung des gan­zen deutschen Volkes für die tapfere und ruhmvolle Tat des italienischen U-Boot-Kommandanten Ausdruck, der in der Nacht zum 6. Oktober ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ „Mississippi" auf der Höhe von Freetown (Westafrika) durch vier Torpedotresser versenkte. Fregattenkapitän Erossi hatte sich be­reits durch die Versenkung eines amerikanischen Schlachtschiffes vom Typ „Maryland" am 20. Mai 1942 einen Namen gemacht. Seinerzeit wurde er durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Neue Ritterkreuzträger

Berlin, 7. Okt. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:

Oberst Lothar von Bifchoffshausen, Kommandeur eines Panzer-Srenadirr-Regiments, Major Franz Z e j d l i k, Kommandeur eines Panzer-Pionier-Bataillons, Major d. R. Richard Henze, Bataillons-Kommandeur in einem Infanterie- Regiment.

Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Söring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:

Oberleutnant Putz, Flugzeugführer in einem Kampfge­schwader, Oberfeldwebel Hammer!, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

Der Führer empfing Aldo Bidussoni

An» dem Führerhauptquartier, 7. Okt. Der Führer empfing am Mittwoch den Eeneralsekretär der faschistischen Partei, Aldo V i d u s s o n i, und hatte mit ihm eine längere herzliche 'Unter» rebung. Der Empfang, an dem der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall Keitel, und der Leiter der Parteikanzlei der NSDAP., Reichsleiter Bormann, teilnahmen, fand im Anschluß an eine Frontreise statt, in deren Verlauf der italienischeEast die imOsten eingesetzten italienischenTruppen besuchte

Der Gauleiter empfing Ritterkreuzträger

NSG. Am Mittwochnachmittag wurden Eichenlaubträger Leutnant Heinz Schmidt und Ritterkreuzträger jj-Hauptsturm- führer Meyer-Dreß aus Bad Homburg von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in der Eauhauptstadt empfangen. Nach einer eingehenden und lebhaften Unterhaltung, in der sich der Bauleiter als Frontsoldat des ersten Weltkrieges mit regem In­teresse ausführlich von den Front-Erlebnissen der beiden Offiziere berichten ließ, waren letztere seine Gäste.

Reichsarbeitsführer Hierl in Bulgarien

Sofia, 8. Okt. (Funkmeldung.) Im Verlaufe seines Besuches beim bulgarischen Arbeitsdienst besichtigte Reichsarbeitssührer Hier! die Schule der Arbeitsdienstführer in Sorna Sonja.

Zu Ehren des Reichsarbeitsführers Hier! gab der deutsche Ge­sandte in Sofia Beck, rle einen Empfang, bei dem die bul­garische Regierung, an ihrer Spitze Ministerpräsident F i l o f?, die Generalität der bulgarischen Armee, die Führer des bulgari­schen Arbeitsdienstes, die diplomatischen Vertreter der befreunde­ten Stationen in Sofia zugegen waren.