Wiesbadener Tagblak
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Nummer 235
Mittwoch, 7. Oktober 1942
90. Jahrgang
aus
aus.
Zeit
die Ar- non bri-
Bericht führte die Polizei am Montag in Bafudeopur „auf den Pöbel", wie die englische Nachrichtenagentur die für ihre Freiheit demonstrierenden Inder tituliert. Der englische Bericht gesteht ein, daß 25 bis 30 Inder bei diesen britischen Ausschreitungen ums Leben kamen und rund sechzig verletzt wurden. Orissa ist eine der elf Provinzen in Indien, die eine Eouverneursver- sassung haben.
Britisches Blutbad
Dreißig Inder erschossen, rund sechzig verletzt
Peinliche Fragen an Churchill
(Eigener Drabtbertchi unieiet '.Berliner Scbiiftleitunfl)
' Stockholm, 7. Okt. (Funkmeldung.) Reuter berichtet — Cuttack, der Hauptstadt der indischen Provinz Orissa, über ein neues Blutbad, das von der britischen Polizei in Bafudeopur unter Indern angerichtet wurde. Rach dem Reuter-
zu solchen Erklärungen umsomehr' genötigt, als sich Moskauer Agitation bereits in der englischen beiterschait auswirkt. Das beweist eine ganze Reibe Entschließungen, die in Delegiertenversammlungen der
tischen Dockarbeitergcwerkschaft und anderer rüitungs- industrieller Betriebe, sowie der Eisenbahner gefaßt worden sind. In diesen wird die sofortige Errichtung einer zweiten Front gefordert. In dem Tert einiger dieser der Regierung bereits zugeleiteten und in der englischen Presse veröffentlichten Resolutionen wird sogar Kinzugefügt. daß ..dierenigen Politiker, die ein Hindernis Tür eine Verwirklichung dieser Pläne bilden, abzutretcn haben." Moskau tut alles, um dieses ganze Thema nickt zur Ruhe kommen zu lassen.
Die Erklärungen Stalins werden von en Moskauer Blättern in größter Aufmachung gebrockt. 2 He Tatsache hat den Korrespondenten der Associated Preß in Moskau veranlaßt, nach London zu telegraphierest. in diplomatischen Kreisen der sowjetischen Hauptstadt herrsche die Auffassung vor. die Äußerungen Stalins seien ein wichtiges Ereignis. ..welches die Meinungsverschiedenheiten zwilchen den Hauptstädten der Alliierten bloßgestellt hat." Der Kern der Dinge trifft ein schwedisches Blatt, das feststellt daß der Hilfeschrei Stalins und diese ganze Auseinandersetzung nur ein weiterer Beweis dafür sind, wie sckwierig die L a g e d e r S o w i e t s ist." Dos gilt sowohl in militärischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Man sieht keine Möglichkeit mehr, etwa die Wolga wieder frei zu kämpfen oder das Vordringen der deutschen Truppen im Kaukasusgebtet zu verhindern. In Moskau kann man sich diesmal auch keinen Hoffnungen auf den Winter hinaeben denn man weiß, daß die Sowjetunion in jeder Hinsicht einem sehr schweren Winter cntgegengeht nach all den großen Verlusten, die sic erlitten bat.
Zeit als Kriegsfaktor
Don Wilhelm Ackermann
Die besondere Zähigkeit, die dem englischen Votts- charakter eigen sein soll, erstreckt sich offenbar auch aut Gebiete, auf denen sie sich eher nachteilig als nützlich auswirkt. So zeigt sie sich in dieser zweifelhaften Rolle insbesondere in dem Festhalten an bestimmten politischen und geschichtlichen Vorstellungen, die bis zu der Überzeugung geben es liege sich aus dem Ablauf der Volkerichicksale burd) die Jahr« Hunderte hin eine Art englischen Gewohnheitsrechtes machen. Aus dieser selbstüberzeugten Meinung heraus ist auch.bie bisher unerschütterliche Auffassung zu erklären. .haß .-.n ieg- licher langwierigen kriegerischen Äuseinanderietzung mit anderen Mächten die Zeit der geschworene BundeWenosse der englischen Sacke sein müsse. Weil sich, diese ^scheinung in den Kämpfen des Jnielvolkes um die Seeberrschaft gegen Spanier. Holländer und Franzosen, in den navoleoniichen Kriegen und schließlich auch im ersten Weltkrieg gezeigt bat. erschien es den Briten als feststedend und gottgewollt,das es in diesem zweiten Weltkrieg nicht anders sein dürfe. Immer haben sie sich in den letzten drei Jahren in vermeintlichen geschichtlichen Wiederholungen geraüen und aus ihnen Z u k u n f t t r o st in den eigenen Nrede.rlagen geickopit. Als nach Dünkirchen die Gewitterwolke der Invasion am Himmel stand, beschwor man die Erinnerung an bie Zeit herwani- ichen Aemada mit ihrem gescheiterten Angriff am die heimatliche Insel: im ersten Abschnitt des deutschen Kampfes gegen den Bolschewismus, gehörten Schilderungen des Unterganges der napoleonischen Großen Armee zur itandiaen geistigen Nabrung der Briten: und völlig unzerisorbar war bis vor kurzem noch die Überzeugung, wenn schließlich im Weltkrieg 1914/18 der Enderfolg trotz aller Ruck- schstäge auf bet Seite Englands gewesen fei. bann könne und bürfe es biesmal nickt anders ablcuten. Wobei tretljjn bereits ein wicktiges Moment überleben wurde: wenn es bis zum ersten Weltkrieg immer noch gelungeir war. aus eigener Kraft und mit Hilfe der europäischen Verbündeten ichuetzlick zu siegen, so blieb ihnen dieser Erfolg 1914/18 bereits versagt: es bedurfte erst des sehr nachdrücklichen Eingreifens der überseeifcken amerikanischen Hilfe, um den Kampf gegen die Zentralmächte im britischen Sinne zu entlckeiden:, und schon damals stand der engliscke Stea zweifelsfrei ent an zweiter Stelle hinter dem der Vereinigten Staaten, die den Löwenanteil des Erfolges für sich davontrugen.
Trotz dieser unleugbaren Tatsache aber übersah man in England beim Eintritt in den Krieg gegen Deutschland den tiefgreifenden Unterschied, der inzwiicken langst sichtbar in den beiderseitigen Voraussetzungen eingetreten war: nickt nur den entscheidend beöeutiamen Wandel des Regimes und der ganzen Haltung des Volkes in Deutichlmib. sondern ebensosehr die Veränderungen in der macktvolMicken Gruppierung auf unserem Planeten. Und man blieb bisher auch weitgehend unbelehrt durch die tatiacklichen Erfahrungen der ersten Kriegsjabre. Die Tbefe von der Zett als schließlichem Helfer und Retter behauptete fick, nachdem aus dem Krieg gegen das vermeintlich isolierte Deutschland der Krieg gegen die Achse geworden war: Jie überdauerte den Zusammenbruch und das Ausscheiden Frankreichs aus der gemeinsamen Front ebenso wie den Verlust aller europirifhcn Bundesgenossen, von den Norwegern bis zu den Serben und Griechen: und sie erfuhr noch eine Verstärkung, njs fickt die Auseinandersetzung der Achse mit dem Bolschewismus nicht einfach im Stile des Blitzkrieges int Westen vollzog. Erste Zweifel beschlich hier und da englische Gemüter, als der Kriegseintritt Jovans ein weltpolitisches Moment erster Ordnung in die Waagschale gegen England man: aber die Mehrzahl der Briten war auch bann noch der Überzeugung, diese neue Wendung werde ckurch die aktive Teilnahme der Vereinigten Staaten mehr als ausgeglichen
as. Berlin. 7. Akt. Wie peinlich die englische Regierung von dem letzten SOS.-Ruf Stalins berührt ist. zeigt am klarsten die gestrige Unterhausdebatte, in der sich nämlich Churchill weigerte, zu dem Hilfeschrei Moskaus Stellung zu nehmen.
So fragte der Abgeordnete Vevan: ..Ist es nickt Tatsache. daß die Arbeiter in ganz England über das, was der eigentliche Inhalt der Stalin-Erklärung ist. reden? Soll das Unterhaus keine Gelegenheit haben, stch mit ihr zu befassen? Erkennt der Premierminister die sehr ernsthaften Auswirkungen auf die weitere Kriegführung, die sich daraus ergeben könnten, wenn das Gefühl um fick greift, daß irgendein Mißverständnis zwischen der Sowjetunion und uns besteht? Wird nicht sehr bald Gelegenheit gegeben fein, die Öffentlichkeit in dieser Angelegenheit aufzuklären?" Churchill erwiderte: „Ich habe der soeben abgegebenen Erklärung nichts binzuzufügen" (!).
Der ehemalige Kriegsminister Oliver Stanley meinte, die große Masse des britischen Volkes wisse sehr wohl, was Re auch immer sonst von Churchill halten möge (!). daß er der letzte sei. der gedrängt zu werden brauckt. (Beifall und Gelächter links.)
Die Herren Abgeordneten versuchten immer wieder den Premier zu einer Erklärung zu veranlaßen, der dem Unterhaus darauf den Rat gab. „diese Angelegenheit nicht zu überstürzen." Schließlich sah sich der Sprecher genötigt, weitere Anfragen an Churchill zu verhindern. Immerhin sah man sich doch veranlaßt, durch den englischen Nachrichtendienst bekanntzugeben, daß eine offizielle Antwort Großbritanniens und der USA. auf die Forderung Stalins in Kürze zu erwarten fei. Auch erklärte der Informationsminister. ..daß sich die Alliierten mit der Vorbereitung der zweiten Front in nächster Zukunft befaßen". Man ficht stch
werden. ,
Die Wendung von dieier aus Überhebung und Unkenntnis gemischten Zuversicht bereitete sich indessen vor im Verlauf des diesjährigen Kampfes im Osten, aus der stetig steigenden Sorge um das Schicksal und das Durchbaltevcv- mögen des fowjetiicken Bundesgenossen, heften Verzweiflungskampf man auf den britischen Inseln zum Teil mit einem gewissen Gefühl der Scham über die eigene Unfähigkeit zu wirksamer Unterstützung der Sowjets verfolgt. Je mehr hie schweren Verluste bes Bolschewismus in militari« scher unb wirtschaftlicher Hinsicht, vor allem auch an Kriegs- Potential ins Bewußtsein her 'Öffentlichkeit brangen. beito unsicherer würbe man in bem Vertrauen auf ben ZeiHaktor in seiner Gunst für bie eigene Sache, unb hie ernsthafte ..Times" sprach in bieten Tagen als erste mit Nnchbruck daß man nunmehr vom englischen Standpunkt her die
Fregatten-Kapitiin Grossi
Ter italienische Fregattenkapitän Erossi gehört zu den erfolgreichsten italieyischeu U-Bootkommandanten Am 20. 5. 1942 versenkte er bei der Insel Fernanbo'de Roronhä ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ „Maryland". Fregattenkapitän Erossi wurde am 20. 4. 1908 in Sao Paolo in Brasilien als Sohn italienischer Eltern geboten. Im Jahre 1927 trta et in die Kgl. italienische Marineakademie ein und wurde 1928 Offizier. 1940 zum Korvettenkapitän ernannt, nahm er von Anfang an als U-Boot- Kommandant an diesem Kriege teil.
1941 erhielt er die Silberne Tapferkeitsmedaille für sein tapferes Verhalten bei einem Flugzeugangriff auf sein Unterseeboot Kapitän Erossi bediente selbst das Maschinengewehr, mit dem das feindliche Flugzeug abgewehrt werden konnte. Ter italienische König und Kaiser ernannte den tapferen Offizier nach der Versenkung des amerikanischen Schlachtschiffes vom Typ „Maryland" zum Fregattenkapitän. Kapitän Erossi wurde außerdem durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
krise soll durch Schaffung einer neuen Währungseinheit, des „Cruzeiro", versucht werden. Als Einheitswert sind 25 Dollar-Cents in Aussicht genommen. Die Einführung der neuen Eeldsorte dürfte geraume Zeit in Anspruch nehmen, da erst die Scheine gedruckt und die Münzen geprägt werden müßen.
Es ist für die wachsende finanzielle Abhängigkeit des einst so reichen brasilianischen Staates von den USA bezeichnend, daß sich der Cruzeiro an die USA-Währung klammern soll. Im übrigen scheint die brasilianische Regierung entschloßen zu fein, durch systematische Abwertung des Milreis die nötigen Summen für die Kriegsfinanzierung frei zu bekommen.
Big», 6. Okt. Rach Meldungen aus Rio de Janeiro hat die rapide Wertminderung des Milreis die brasilianische Regierung zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Die Lösung der Htnanz- ktise soll durch Sch "
bie Kriegsschiffe her Achsenmächte bie Schiffahrt unserer Gegner zu treffen wißen. Die Engländer können sich auch nicht bamit trösten, baß in ben letzten Tagen bie Versen- kungsziffern selbst nicht so hock waren. Schwere StiÄme. besonders auf bem Norbatlantik, haben bie Operationen unserer U-Boote außerorbentlick ersckwert. Aber auch her große Erfolg Erossis, sowie bie gestern bekanntgegebenen Versenkungszahlen zeigen ja. baß es in her Schlacht auf ben Meeren keine Pause gibt.
War es das Schlachtschiff „Idaho"
Die Nachricht von bet Versenkung bes amerikanischen Schlachtschiffes vom Typ „Mißißippi" durch bas U-Boot bes italienischen Fregattenkapitäns Erossi hat tn der ganzen Welt berechtigtes Aufsehen erregt. Nur in ben USA. half bie Öffentlichkeit von bietein neuen schweren Schlag, ben bie amerikanische Marine binnehmen mußte, nichts erfahren. Die amtlichen Washingtoner Stellen weigern sich, zu her Nachricht, baß bie ..Mississippi" versenkt sei. Stellung zu nehmen. Sie scheinen sich habe, auf ben Wortlaut her ersten Meldung zu berufen, bie von her „Mtß«ilvvl sprach, währenh man nun annimmt, baß es sich tatsächlich um bas Schlachtschiff „3 b a b o" banbelt. ha bie beiben anberen Einheiten bei „Mißißivvi -Klasse. narnlick ,.Mißißivvi" unb „New Mexiko" seinerzeit von ben Javanern in ben Gewässern her Philippinen schwer beschäbigt würben. Diese brei Schiffe sinh im Jahre 1917 vom Stapel gelaufen, erhielten aber bei einem späteren Umbau neue Maschinen unb einen besseren Schutz gegen Torvebos. Sie sinh ziemlich gleich groß. ..Mißißippi" Hat 33 000 BRT. Wasserverbran- gung, „Jhabo" unb auch „New Mexiko" je 33 400 Tonnen. Die amerikanische Preße barf nicht einmal bie Weigerung her amtlichen Stellen peröffentlichen, sich zu her Versenkung zu äußern, so baß bie amerikanische Öffentlickkeit bisher nock kein Sterbenswort von her Versenkung bes Schlacktschiffes erfahren bat. Offenbar hat Roosevelt jedes Wort Darüber verboten, ba er ben Schock fürchtet, ben eine solche Nachricht in ben USA. auslöten muß.
Meuter meldet aus Indien, daß der Peschawar-Erpreß am Samstag durch einen »Sabotageakt" zur Entgleisung gebracht wurde. Da» Unglück ereignete sich 320 Kilometer von Bombay entfernt und forderte 14 Tote und 22 Verletzte.
3m afghanischen Grenzgebiet haben die Engländer in letzter Zeit mehrfach Strasexpeditionen gegen die Streitkräfte des Fakirs von Jpi durchgeführt, allerdings ohne des Fakirs selbst habhaft zu werden. Der Aufstand der wazirischen.Stämme hat sich in letzter Zeit sogar stark ausgedehnt und bei anderen kämpfenden mohammedanischen Stämmen in Nordwestindien, den Maksudi und den Kader:», Unterstützung gesunden.
Rom. 6. Okt. Das Hauptquartier der italenischen Wehrmacht teilt mit: „Vergangene Nacht (2.34 Uhr italienischer Zeit) griff bas Ozean-U-Boot „Barbarigo" unter dem Befehl des Fregattenkapitän Enzo Erossi auf 2 Grad 15 Minuten' nördlicher Breite und 14 Grab 25 Minuten westlicher Länge, das heißt etwa 330 Meilen südwestlich von Freetown (Westasrika) ein Schlachtschiff der Bereinigten Staaten der „Missißippi"-Klaße an, bas mit Kurs von 150 Erad und Geschwindigkeit von 13 Knoten fuhr. Es wurde beobachtet, daß das am Bug von vier Torpedos getroffene Schlachtschiff sank.
Das USA.-Schlachtichiff „Mißißippi" ist 33 000 Tonnen groß. Ls wurde im Jahre 1917 vorn Stapel gelaßen. Seme Bewaffnung besteht aus zwölf 35,6-Zentimeter- unb zwölf 12.7-Zentimeter-Gefchützen. Zur Luftabwehr. besitzt es außerdem acht 12,7-Zentimeter, piet 5,7-Zentimeter- und zwölf 4-Zentirneter-Flugabwchrkanonen. Es hatte drei Flugzeuge an Bord: feine Besatzung betrug 1565 Mann Im Jahre 1933 wurde das Schlachtschiff modernisiert: es erhielt neue Maschinen, besseren Schutz, sowie zur Abwehr von Torvedoangriffem Torpedowulste.
Neue Ritterkreuzträger
Berlin, 6. Okt. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: - . . •
Oberst Heinz Furbach, Kommandeur eines -msantene- Regiments, Oberstleutnant Albert P-nzenhagen, Kommandeur eines Panzer - Grenadier - Regiments, Hauptmann Waldemar Wildschütz, B-taillonsführcr in einem Infanterie- Regiment. Oberleutnant Rudolf Schneider, Kompaniechef in einer Schnellen Abteilung, Obergefreiter Franz Schmitzer, in einem Artillerie-Regiment.
Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:
Oberleutnant S ch m i 11 e r, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, Oberleutnant von Bargen, Flugzeugführer und Eruppen-Adjutant in einem Sturzkampfgefchwader.
15000 Tschungking-Soldaten ergaben sich
Tokio, 7. Okt. Mehr als 15 000 Tschungking-Soldaten, bie in den gebirgigen Gegenden bet Provinz Schantung operiert hatten, ergaben sich am Dienstag den Japanern, meldet Dornet.
Roosevelts Kriegsausgaben
Um 22 Milliarden verrechnet
Stockholm, 7 Okt. Die Kriegsausgaben der USA sind um acht Milliarden Dollar höher als die Schätzungen vorn April, wie das Haushaltsamt am Dienstag bekanntgab. Der neue Voranschlag von 78 Milliarden liegt um 22 Milliarden über dem ursprünglichen Rooseveltschen Haushalts-Voranschlag vom Januar. Rach Meldungen aus Washington stimmte der USA-Senat am Dienstag dem Vorschlag zu. die Basis für die Steueremtunfte durch Einbeziehung von ungefähr sieben Millionen neuen Einkommensteuerzahlern zu erweitern.
Brasiliens Währung auf Dollar-Grundlage
USA.-Schlachtschiff versenkt
Der große Erfolg eines italienischen U-Boot-Kommandanten
as. Der neue Schlag — bie Verteilung eines Schlachtschiffes her „Mißißivvi"-Klaße hurch bas italienische U-Boot bes Fregattenkapitäns Grossi — trifft bie US.'ümerikanische Kriegsflotte schwer. Sie hat ohnehin nach Pearl Harbour keinen Überfluß an Schlachtschiffen mehr einer Schiffsklaße. deren Einheit sich nicht leicht ersetzen laßen, ba her Bau geraume Zeit in Anspruch nimmt. Hm so lauter ist her Jubel her Italiener, bie bieten (Erfolg ihres Lands- mannes begrüßen, bet am 20. Mai bieies Jahres mit bem gleichen U-Boot bereits ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ her „Marylanh" torpedierte. Mit bem italienischen Volk, freut sich Deutschlanh unb freut sich bas gemeinsamen Zielen zustrehenbe Japan Herzlich bieies italienischen Erfolges, her um so bemerkenswerter ist. als er vor bet Küste W e ft - a f r i £ a s errungen würbe, an der bie Amerikaner tn her letzten Zeit ein immer größeres Interesse nehmen. D t e T a t G r o s s i s beweist, baß bie italienischen U-Boote auch Hier gemeinsam mit ihren beutidten Äameraben einen bitten Strick durch bie Rooseveltschen Weltherrschaftsplane machen. (Beruhe in her letzten Zeit tauchen immer wieher Nachrichten ' auf haß bie Amerikaner eine Verstärkung ihrer Position tn Westafrika planten, von wo aus bie Nackschublinien zum norbafrikanischen Kriegsschauplatz führen. Linien, bie erst mährenb bes Krieges entstanden sinh unb bie vorerst au di nock nicht leistungsfähig fein bürften. Geschaffen , würben biete Vcrbinhungswege über Latth. um ben allzu gefährlichen Seeweg um ganz Afrika herum abzukürren. Nun aber müßen Englänber unb Amerikaner zur Kenntnis nehmen, haß auch bei Weg nack Westafrika feHr gefahr- ! j ch ist. Auch bei gestrige Bericht bes OKW. gab ia Erfolge heutiger U-Boote bekannt, bie im gleichen Seegebiet errungen mürben, in bem Eroßi bas amerikanische Schlachtschiff „Mißißippi" versenkte. Diese Melhungen zeigen, haß
