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Wiesbadener Tagblatt
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— Das „W. T." gratuliert. Frau Anna Dienethal, Wwe., geb. Dreese, Blücherstrahe 5, 2., feiert am Mittwoch in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. — Am Mittwoch begehen die Eheleute Ernst Senget und Frau Christiane, geb. Diefenbach das Fest der silbernen Hochzeit.
sich hier um besonders gut gesicherte Liegeplätze,' die unsere U-Boote nach >hren verschiedenen Unternehmungen in günstig gelegenen Stützpunkten aufsuchen. Eine starke Betondecke schützt das U-Boot gegen Feindsicht und Bomben. Gleichzeitig ist Gelegenheit gegeben, notwendige Uberholungsarbeiten vorzunehmen. Bei
Sage niemand, die Forderung Strom zu sparen sei für ihn unnötig, denn er habe Strom nie vergeudet und die paar Minuten von der Küche zum Wohnraum und wieder zur Küche könne '■ " ' .... -- - ^bedeutend. Ver-
Seite 6 Nr. 234
«Inen Urkunden. An Stelle der Sterbeurkunde kann auch die Todesnachricht des Truppenteiles vorgelegt werden. 3. Stief- uno Pflegeeltern müssen ausserdem durch eine Bescheinigung der Orts- Polizeibehörde Nachweisen, in welcher Zeit sie den Verstorbenen unentgeltlich unterhalten haben. Die Antragstellung erfolgt zur raschen Erledigung der Anträge nut nach näheren Aufrufen durch die einzelnen Eaudienststellen der NSKOV. in den Tageszeiten.
zu sparen, ein leisten kann.
Darum: den Rundsunkapparat nicht länger spielen lassen, als nötig ist, auch nicht hören, nur um zu hören, selbst wenn das Gehörte nicht interessiert. Beim Plätten zweckmässig arbeiten, indem die heiss zu bügelnden Wäschestücke zuerst, die anderen mit abkühlendem Eisen gebügelt werden. Und vor allem — Strom, der nicht" unbedingt benötigt wird, nie in den Vormittagstunden zwischen 7 und 12 Uhr benutzen. Denkt stets daran — Gerade auf dich kommt es an. Mr.
Denkend Strom sparen
Energie nicht vergeuden — sondern nutzen
Wenn Reichsmarschall Göring das deutsche Volk zur Stromspar -Aktion aufries, so heisst dies keinesfalls, dass nun plötzlich kein Strom mehr verbraucht werden soll, vielmehr geht der Gedanke dieser Aktion darauf hinaus, überflüssigen Strom einzusparen. Der Chemiker und Energetiker Wilhelm Oswald stellte vor einem halben Jahrhundert die Forderung, Strom, wie im Titel hervorgehoben, nicht zu vergeuden, sondern zu nutzen. Zwar fasste Oswald den Energiebearifs in erweitertem Sinne auf, doch umreitzt diese Formel sehr klar und schlagkräftig das Gebot unserer Stunde.
— Weitere Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat die Verordnung Über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels auf eine weitere Gruppe von Betrieben ausgedehnt. Es handelt sich um die privaten Betriebe des Bergbaues, der Eisen- und Etahlgewinnuna, der Metall- Hütten- und -Halbzeugwerke, der Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren, des Maschinen-, Stahl- und Fahrzeugbaues, der Elektrotechnik, der Optik und Feinmechanik, der chemischen Industrie und des Nachrichten- und Verkehrswesens. Die Lösung von Arbeitsverhältnissen hedarf auch bei Kündigung mit Zustimmung des anderen Vertragsteiles und bei Einigung der Ver- iragsteile der Zustimmung des Arbeitsamtes. Das gleiche gilt für Lehrverhältnisse. Die Verordnung tritt mit dem 6. Oktober
Von Jahr zu Jahr steigender Handwerksexport
Im Jahre 1935 nahm der Reichsstand des deutschen Handwerks die Pflege und Förderung des Exports handwerklicher Erzeugnisse geschlossen in die Hand durch die Schaffung seiner Aus- fuhrfördekungsstellen und der Ausfubrstelle des deutschen Handwerks. Gemessen an den Ziffern.der Ausfuhrstelle hat das Handwerk auch im Export nicht nur seine Aufgabe erfüllt, sondern gezeigt, ein wie gewichtiges Element der Export von Handwerks- erzeugnissen darstellt. Wie im „Deutschen Handwerk'" mitgctem wird, sind die Ziffern der Ausfuhrstelle schon für 1940 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt worden. Sie haben sich dann 1941 abermals mehr als verdoppelt, und auch das Jahr 1942 wird nach den bisherigen Ergebnissen mindestens eine Verdoppelung gegenüber 1941 bringen. Es hat sich gezeigt, dass nicht nur die „schönen"' Erzeugnisse des Kunsthandwerks für den Export geeignet sind, sondern dass das deutsche Handwerk in der Lage ist, einen wichtigen Exportbeitrag auch auf dem Gebiet der Produktlons- güter zu liefern.
Wieder 2 RM Altershilfeuml-ge des Handwerk-
Im Reichsgesetzblatt vom 2. 10. 1942 erscheint eine fünfte Verordnung über die Altersversorgung für das Deutsche Handwerk. Danach beträgt die gemäss § 11 des Gesetzes über die Altersversorgung des Handwerks vorgesehene und alljährlich festgesetzte Jahresumlage für die Zeit vom 1. 4. 1943 bis 41. 3. 1944 wieder 2 RM. Im Vorjahr betrug sie ebenfalls 2 RM, in den beiden vorhergehenden Jahren, den ersten Jahren des Bestehens der Altershilfe, belief sie sich auf 1 RM. Aus dieser Umlage, die von ungefähr 1,5 Mill. Handwerkern erhoben wird, werden Renten an diejenigen alten und berufsunfähigen Handwerker gezahlt, die in die Angestelltenverficherung nicht mehr ausgenommen werden konnten. ________
sich selbstlos für die Sache einsetzte, keine leichte Ausgabe. Die Stimmführung ist eigenwillig und recht schwer zu treffen. Es gereicht der ausgezeichneten Künstlerin zur Ehre, dass sie es verstand, diese spröde Musik zum Klingen zu bringen und manche Härten durch die Weichheit ihres Vortrags abzurunden. Ihr edler, warm getönter und ausgiebiger Alt unterstützte den künstlerisch vollendeten Vortrag. Der zweite Teil des Abends brachte „Bewegungs- mufik" und sollte einen Versuch darstellen, „Musik und Bewegung eins werden zu lassen". Gewiss ein lobenswerter Vorsatz, wenn auch nicht ganz neu. Was wir zu sehen bekamen, war recht abwechslungsreich. Die ersten Tänze, wie die Sorge, das Gewissen oder die Entsagung wurden von Katrin Burghardt zwar mit starkem Empfinden gestaltet, unterschieden sich aber nicht wesentlich von dem, was man sonst bei derartigen Problemstellungen zu sehen gewohnt ist. Persönliches' trat auch in den folgenden Figurinen nicht hervor, die gedacht waren als „Geschichten von Porzellan- und Holzfigürlein, die in mancherlei Vitrinen und Schränken oder auf Tischen stehen". Hier wirkten neben der schon genannten Tänzerin auch Afra K i u m m e ck. Erika Siegel und Irmgard Hennig mit. Bunte Eindrücke boten ein zierliches Menuett, ein „Bajazzo" und ein drolliger Schulmeister. Vielleicht die eigenartigste Leistung war der von Afra Krummeck getanzte „Faun", dessen tierische Natur auch durch das Klavier elementar gekennzeichnet wurde. Gruppentänze wie „Landesknecht und Marketenderin" oder „Amor und Psyche" boten freundliche Bilder Dr. Wolfram Waldschmidl
____Wiesbadener Nachrichten
Ein Brief an alle
Aber wir müssen zugreifen
Ein Brief, nur ein kleiner Brief. Was kann nicht alles in tfim stecken — eine kleine Freude, ein grosses Glück"? Es gab eine nicht ferne Zeit, da uns hastigen Grossstädtern der Brief wie etwas altmodisches vorkam. Die Postkarte hat ihn verdrängt und der Fernsprecher. Wie bequem ist cs auch, so einfach in die Stnppe plaudern zu können! Aber mit dem Emst des Krieges ist auch der Brief wieder zu Ehren gekommen. Welch eine Freude tragt er uns in Haus, der kleine, zerknitterte Feldpostbrief des lieben Menschen, Gatten oder Sohnes, um den wir bangen, der Bries des Jungen oder Mädels vom Arbeitseinsatz! Das Herz des Volkes schlagt heute in der gewaltigen Briesfracht, die die Reichspost täglich zu bewältigen hat.
Aber es gibt auch ein Brieschen, das uns nicht ins Haus gebracht wird, das aber doch jeder bekommen kann, weil es an leben gerichtet ist. Denn durch dieses sucht das grosse Herz des Volkes [ein Echo im Herzen jedes Einzelnen. Es sieht nüchtern aus mit seinem grauen Umschlag und der sachlichen Aufschrift „Reichslotterie bet NSDAP, für nationale Arbeit"'. Aber bieser „Absenber" ist ein Mahner zur Pflicht. Wir dürfen ihn nur nicht versäumen, müssen mit Zuversicht zugreifen, immer wieder. Dann wird der graue Schicksalsbrief einmal sunt Glücksbringer für uns werden. Denn er ,st in der grossen Schicksalsgemeinschaft die wir heute erleben, ein Bruder der anderen, der persönlicheren Briefe, ia, er gehört zu diesen anderen: Zum Frontbrief und zum Heimat- btief, in denen die immer wieder verlesenen Worte stehen: „Es geht gut!" Denn es ging nicht so gut, wenn das graue Elücks- riefchen nicht wäre mit seiner Mahnung zum gemeinsamsamen Einsatz, zum kleinen Opfer, das die grossen ersparen und erleichtern hilft. Und so wollen wir ihn zu den anderen stecken, ob er nun gleich seinen greifbaren Gewinn abgeworsen hat oder nicht. Denn abgesehen von der letzten Chance, die ihm die Schluh- ziehung der Prämienscheine am 30. November 1942 vorbehält, hat er ja allen schon Hilfe gebracht.
in Kraft.
— Der Rundfunk om Mittwoch bringt an bemerkenswerten Sendungen im Reichsprogramm: 12.45 Uhr Schlosskonzert aus Hannover, 16 Uhr Neuere Konzertmusik, 18 Uhr Filmmusiken, 20.20 Uhr Heimatklänge verschiedener Gaue. Im Deutschlandsender: *17.15 Uhr Konzertwerke von Thuille, Weber, Reger und v. Franckenstein, 20.15 Uhr Querschnitte aus Verdi-Opern, 21.15 Uhr Kurzweilige Klassikerstunde.
— Wiesbadener Gerichtsurteile. Zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten verurteilte die Strafkammer einen Mann, der unter betrügerischen Vorgaben sich ein Darlehen im Betrag von 650 RM verschaffen wollte. Der Angeklagte legte dem Geldgeber gefälschte Auskunftspapiere und Wechsel vor, die er bann, in einem unbewachten Augenblick wieber an sich zu nehmen versuchte. Das Urteil lautete auf Diebstahl, Betrug unb schwere Urkund en- fälschung.
— Unfälle. In einem Hause der Rheinstrahe kam eine Frau zu Fall und zog sich erhebliche Schienbeinverletzungen zu. — In der Mainzer Strasse fiel ein Kind so unglücklich, dass es sich an Glasscherben und Schnittwunden an der linken Hand erlitt.
Fürsorge für die Kriegereltern
Einmalige Elterngabe von 300 RM
Rach dem Wehrmachtsfürsorge- unb -Versorgungsgesetz (WFVE.) kann eine laufende Elternoersorgung bekanntlich nur an bedürf- tige Eltern gewährt werben. Dieser Erunbsatz mutz aufrechterhalten bleiben. Der im Einvernehmen mit bern Leiter ber Parieikanzlei vom OKW. soeben herausgegebene Erlass bietet nunmehr die Möglichkeit, auch Notwendigkeiten, die ein Todesfall mit sich Bringt, zu entsprechen durch Gewährung einer einmaligen Eltern gäbe im Betrage von 300 RM auf A n - trug. Die Elterngabe können alle Eltern ohne Rücksicht auf ihr Einkommen erhalten, deren Sohn im jetzigen Krieg als Angehöriger der Wehrmacht und der Waffen-ft verstorben ist.
ihren Fernfahrten zum Eismeer ober zur amerikanischen Küste wirb von Schiff und Besatzung ausserordentlich viel verlangt. Um so notwendiger ist eine ständige Pftege des Bootes in den kurzen Ruhepausen, die es in den atlantischen Stützpunkten zubringt.
(Deike-M.)
Musik- und Vortragsabende
* Ein Komposttionsabend im Kurhaus. Das ist nun so zu verstehen: Es ist nicht nötig, bah man zum Komponieren lebiglich Noten benutzt. Man kann auch mit Worten komponieren und Gedichte machen. Man kann Farben zusammenspielen lassen wie zu Akkorden, ober Bewegungslinien zeichnen unb Plastik schaffen mit lebendigem Fleisch unb Blut. Man kann bas alles zusammentun unb feine eigenen Schöpfungen am Klavier begleiten. Das Ganze würbe bann bem künstlerischen Jbeal entsprechen, bas Gisela Jaenicke vvrschwebte. Die noch junge unb zweifellos sehr vielseitige Künstlerin hatte ben ersten Teil bes Abends dem Liede gewidmet. Wir hörten lauter literarisch wertvolle Dinge: Altdeutsche Volkslieder, Eedichter von Hesse, Bierbaum, Wein- heber. Die Vertonung stammte von Gisela Jaenicke. Die alten Volkslieder waren in einem leicht eltertümelnben, kolorierten Stil komponiert, der Rest höchst modern mit gewagten Modulationen, seltsamen Harmonien unb gelegenlichen Dissonanzen. Eines ist jebenfalls Gisela Jaenicke gelungen, nämlich jeher Banalität aus bem Wege zu gehen. Aber bie Erfindung ist bürftig, bei Satz errechnet, ja gekünstelt, und man wäre gelegentlich froh gewesen, sich bei etwas schon ein bihchen Dagewesenen ausruhen zu können. Bei Wilhelm Buschs köstlicher Geschichte von bem Esel, der die ganze, heissgeliebte Pflanze frisst, schien uns die ausgeklügelte Tonsprache sogar die Harmlosigkeit des Gedichtes zu belasten. Jedenfalls hatte Lilo Asmus vom Mainzer Stodttheater, die
das Licht ruhig rocitetbtennen, die feien doch uni____
geht nie, dass viele Wenige ein Viel geben. Deshalb, denken beim Schalten, heiht richtig Schalten. Niemals werden in flüchtig durchschrittenen Räumen sämtliche Lampen brennen, das Teewasser vergessen kochen oder ein nicht gehörter Rundsunk- empfänget eingeschaltet [ein, spielen, wenn jeder sich klar darüber ist, in welchem Ausmass der Strom für unser Volk lebenswichtig ist. Bedenkt darum beim Schalten stets, dass für jede Kilowattstunde Strom die verbraucht wird ,ein Bergmann im Schacht rund ein Kilogramm Kohlen loshauen muh, dass Strom neben Wasser aus wertvollen Rohstoffen wie öl unb Kohle gewonnen wird unb endlich, dass eine grosse Anzahl von Arbeitskräften mit dieser Stromerzeugung beschäftigt ist. Ausserdem erfordert die Beschaffung der Rohstoffe wieder selbst Maschinen- kräfte, sie erfordert Transporte, belastet Hüttenwerke, Fabriken und chemische Betriebe. In einer Zeit, in bet wir jedes Kilogramm Rohstoff und jede Stunde Arbeitskraft für die Rüstung und durch die Rüstung für die Erringung des endgültigen Sieges dringend benötigen, »st deshalb die Forderung denkend Strom Beitrag des Einzelnen, den jeder gerne und leicht
Vor 1OO Jahren
Ein Blick ins „Wiesbadener Wochenblatt"
Mo. 40. Montag den 3. October 1842
Aus „Obrigkeitlichen Bekanntmachungen": „Die bis jum heutigen dem Leihhaufe dahier verfallenen Pfänder bestehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Eisen, Bettung, Weihgeräthe und Kleidungsstücken werden, falls nicht bis zum Tage vor der Versteigerung die Auslösung erfolgt ober bie Renovation bet Pfandscheine erwirkt worben ist, Montag ben 17. October b. I. Vormittags 9 Uhr, auf bem hiesigen Rathhause gegen gleiche baate Zahlung zur Versteigerung gebracht. Zur Nachricht für bie betreffenben Pfandgeber wird bemerkt, bah der Mehrerlös aus ber letzten Versteigerung von den Pfändern (folgen bie Nummern D. Schriftl.) bis zum 18. Juli 1843 bei ber Leihhausverwaltung in Empfang genommen feyn muh, anberfalls berfelbe der Leihhauscasse an- beimfällt. Wiesbaden, den 14. September 1842. Herzogliche Leihhaus-Commission gez.: Philgus vdt, Aue r." — „Freitag ben 11. October d. I., Vormittags 10 Uhr, soll bie Lieferung bes Brennöls unb der Talglichter für die hiesige und Biebricher Garnison pro 1843 in hiesiger Jnfantetie-Caserne an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Wiesbaden, den 30. September 1842. Der Verwaltungsrath bes Herzog!. 2. Regiments."
Der Antrag auf Elterngabe ist nur bei der Betreuungsab- teilung der Eaubienststelle ber NS.-Kriegsopferverforgung (NSKOV.) einzureichen. Vordrucke für die Anträge werden bei jeder örtlichen NSKOB.-Kcmieradfchaft unentgeltlich abgegeben Beizubringende Unterlagen: 1. Für Eltern, bie Bereits eine laufende Elternverforgung erhalten, genügt die Vorlage des Bescheides des Wehrmachtfürsorge und -versorgungsamtes. 2. Alle üBrigen Eltern Benötigen zur Antragstellung entweder Familienstammbuch mit Eintragung der Heiratsurkunde her lichen Eltern unb bet Sterbeurfunbe des Sohnes oder der
WISSEN SIE SCHON...?
7 x\A\~l . . . was man unter den Untersee, ‘ 1 boot-Buiikem versteht, die durch
"j «jj die Organisation Todt für unsere Kriegs- Eäg , • 'M marine erbaut wurden? — Es handelt
Dienstag. 6. Oktober 1942
Dlssbadan-Sisrstaöt
Begati Platze . NSD
Prüfung in feine Mas genommen. Im Ral rufsförberun
Erntedankfest. In würdiger Wqise wurde das Erntedankfest Begangen. Nach bem Aufmarsch bet NS.-Formationen auf dem ' ’ie an der evangelischen Kirche nahm die Feierstunde der ____1AP. ihren Anhang. In Bunter Folge wechselten Gesang-, Gedicht- und musikalische Vorträge miteinander ab. Oftsbauern- kührer Kaiser hob bie Leistungen des Landvolkes hervor, besondere Dankesworte richtete er an alle, bie mithalfen, im vierten Kriegsjahre eine so gute Ernte einzubringen. Im Anschluss an die Rede überreichte ber Ortsbauernjührer bem Ortsgruppenleiter Staub die Erntegabe unb ben Erntekranz der Ortsbauernschaft. Auch bieser fanb Worte des Dankes und der Anerkennung für die geleistete bäuerliche Arbeit. Eine besondere Ehrung fanden fünf Frauen, die ihre Familie zu betreuen haben und deren Mann im Felde steht, und trotzdem sich noch in der Landwirtschaft als Hilfskräfte einsetzten. Ihnen wurden Urkunden und Spenden überreicht. Weitere 120 Frauen, bie gleichfalls ihre Kraft in ben Dienst der Ernährungswirtschaft stellten, wurden mit Ehrenurkunden aus
gezeichnet.
Unfälle. Vergangene Woche ereigneten sich hier zwei schwere Unfälle beim Obstobmachen. Ein Landwirt kam so unglücklich zu Fall, dass er sich eine schwere Beinverletzung zuzog; im anderen Falle kam ein Landwirt zu Schaden, und mutzte mit kompliziertem Armbruch in bas Krankenhaus eingeliefert werben.
Versammlung der Ortsbauernschaft. Eine sehr gutbesnchte Versammlung hielt bie Ortsbauernschaft im Saalbau zum Adler ab. Ortsbauernführei Kaiser behandelte die Kartoffelbewirtschaftung unb gab Erläuterungen zu den kommenben Herbstbestellungen. Die Bebingungen für ben Ostarbeiter-Einsatz würben ebenfalls eingehenb besprochen. Ein Milchleistungsausschutz unter Vorsitz bes Ortsbauernführers würbe gebildet. Besondere Milchleistungen werden in Zukunft prämiiert.
— Nochmals: Ladenschluss der Friseurgeschäfte. Die Veröffentlichung der neuen Ladenschluhzeiten für Friseurgeschäfte ab 1.10. 42 ist rückgängig gemacht worden. Die Frifeurbetriebe bleiben wie seither von 8 bis 19 llhr geöffnet mit 114 Stunden Mittagspause.
Berliner Börse vom 6. Oktober. Die Märkte eröffneten auher- gewöhnlich ruhig. Zahlreiche Marktgebiete erhielten, durchweg Strichnoticrungen. So wurden bei Festsetzung der ersten Kurse sämtliche Braunkohlen-, Kali-, Kabel- unb Draht-, Gummi- unb Linoleum-, Auto-, Bau-, Textil- unb Brauereiaktien gestrichen. Auch auf ben übrigen Marktgebieten überwogen Kurssteigerungen.
Frankfurter Börse vom 6. Oktober. Montane lagen teilweise etwas freunblidjer. Hoesch plus 1. Klöckner plus %. Stahloerein unb Mannesmann minus Vt. Nach Pause zogen Holzmann 1% % an. RWE. unb Lahmeyer um Kleinigkeiten schwächer. AEG '/- % höher. Kommunale llmschulhung 103*/s. lagesgelb 1% %.
Wohl schon Zehntausenhe von Wehrmachtangehörigen haben in ben brei Kriegsfällen ihre Meisterprüfung in einem Hanb- werksberuf abgelegt. Bei ben Prüfungen find häufig bie Meisterprüflinge im Soldatenrock weitaus zahlreicher vertreten als bie Zivilisten. Angesichts ber grotzen Bebeutung bet beruflichen <xort- bilbungsfrage bet hanhwerklichen Wehtmachtangehörigen hat bas OKW. im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister und in Zusammenarbeit mit bem Reichsstanh bes deutschen Handwerks jetzt die Vorbereitung ber Wehrmachtangehörigen zur Meisterprüfung in feine Massnahmen zur Truppend etreuung ausgenommen. 3m Rahmen ber Solbatenbriefe jur SB e» rufsförbetung wird für bie im Wehrdienst stehenden Handwerker auch ein Lehrgang über ben Weg zur Meisterprüfung her- ausgegebem, ber das allgemein-theoretische Wissen für bie Meisterprüfung enthält. Die Durcharbeitung ber Lehrgänge erfolgt zweckmässig in Arbeitsgemeinschaften zur Beiufsfordetung, bie in der Truppe gebildet werden. Die Meldung zu Meisterprüfungen mutz mindestens drei Monate vorher von dem Antragsteller über bie Einheit an ben Reichsstanh bes deutschen Handwerks erfolgen. Der Meisterprüfung geht ein praktischer Vorbereitungskursus von brei Wochen Dauer voraus, ber vom Betufsetzlehungswerk für das deutsche Handwerk durchgeführt wird. Soweit es die Verhältnisse der Truppe zulassen, wird zur Teilnahme an diesen Vorbereitungskursen Urlaub erteilt. Die Wehrmachtangehörigen genietzen für die Zulassung zur Meisterprüfung besondere Vergünstigungen. So wird die Gesellenzeit verkürzt. Die Weht- machtangehörigen brauchen nur eine Gesellenzeit von Mindestens zwei Jahren nachzuweisen, wenn sie mindestens drei Jahre aktiven Wehrdienst abgeleitet haben. Weitere Vergünstigungen betreffen die Anfertigung des Meisterstücks und die Ermässigungen der Prü'ungsgebühren.
Bemerkenswert für unsere Soldaten
Vorbereitung auf die Meisterprüfung
Dienstag Verdunkelung von 19.55—7.04 Uhr
Unter dem Erntekranz
In der gestrigen „Tagblaif-Ausgabe berichteten wir an bieser Stelle über die schon verlaufene Erntedankfeier im Stadtteil Frauenstein. Zahlreich war die Bevölkerung zu dieser Feierstunde der NSDAP, erschienen. Unsere Bilder zeigen:
Erntetanz
Die Jungmädel von Frauenstein beim
(2 Photos: Tagblatt)
Der festlich gestaltete Hof „Zur Burg" während der Feiekstund-
