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Wiesbadener Tagblatt

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Druck und Verlag: L. Lchettenberg'jche Buchdruckerei, Lauggasse Nr. 21 (Tagblatt-HauS)

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7405

90. Jahrgang

Nummer 231

Freitag, 2. Oktober 1942

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Bisher höchste Versenkunqsiiffer!

Unterseeboote und Luftwaffe vernichteten im September 161 Feindschiffe.mit 1 011 700 BRT

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Das strategische Ziel mit der Wolga-Tperrung erreicht (Eigener Drabtbertcht unserer Berliner Skbrrftleitung)

mutig aus. bis die Verbindungen wieder bergestellt und nun ein Riegel geschaffen werden konnte, der die deutschen Angrinstruvoen gegen jeden sowjetischen Gegenstoß vom Norden her sicherte. Solche sowjetischen Angriffe sind immer wieder geführt worden, meist unter starkem Panzereiniatz. Sie haben den Sowjets nur immer neue Verluste an Men­schen und Material gekostet, aber nicht die Wolga sreizu- kämvsen, oder unser Vorgeben auf Stalingrad zu beein­flussen vermocht. Das Panzerkorvs. das bis zur Wolga vor- ftieh. bat sich auch in diesen Abwebrkämvsen immer wieder aus das Glänzend st e bewährt. Aus dieser Grund­lage heraus kann man aber auch ein weiteres folgern, daß wir und nicht unsere Gegner das Angriffstemvo bestimmen. Stalingrad ist beute nur noch ein rauchender Trümmer­haufen. Ob einige dieser Ruinen einige Tage früher oder water genommen werden, spielt angesichts der Tatsache, daß die Sverrung der Wolga längst erreicht ift, gar feine Rolle. Die deutsche Heeresleitung läßt sich denn auch bier von dem Gedanken leiten, daß die Kräfte der eingesetzten deutschen Truppen und unserer Verbündeten nach Möglichkeit zu schonen sind und daß der letzte sowjetische Widerstand mit den militärisch zweckmäßigsten und am meisten das eigene Blut schonenden Mitteln niedergekämpit wird. Im übrigen zeigen die amerikanischen und englischen Meldun­gen. dah man sich auch in London und Washington über die wahre Lage durchaus im klaren ist und nur durch eine ver­logene Agitation einen anderen Eindruck zu erwecken ver­sucht.

Front und Heimat

Bürgschaft für den Sieg

Die gewaltige Rede des Führers auf der Berliner Sport­palast-Kundgebung zur Eröffnung des 4. Kriegs-WHW. ist. wie das Echo aus der ganzen Welt beweist, über den unmittelbaren Anlaß hinaus als eine Bestätigung der deutschen Kampfmoral zum Beginn des vierten Kriegs- jahres verstanden worden, wie sie eindrucksvoller nicht ge­geben werden konnte. Zahllose Probleme, die in den letzten Wochen an den militärischen und geistigen Kampffronten eine Rolle spielten, wurden von Adolf Hitler mit einer Schlagkraft, einer Sicherheit und Klarheit beantwortet.

Augen, die mit Recht selbst im deutschen Volk Erstaunen weckte. 2m zähen Kampf mit den Alltagssorgen vergißt der Einzelne nut allzu leicht, welches Wunderwerk an Organi­sation. an Einsatzbereitschaft, aber auch an ungeheurer Durch­schlagskraft im Laufe der Kriegsjabre aus dem deutschen Dolkskörver geschaffen worden ist. Überdies neigt der sol­datische Sinn des deutschen Menschen dazu, den rein mili­tärischen Geschehnissen den Vorzug zu geben. So war es für Millionen ein Erlebnis, daß in der Darstellung des Führers zu dem Heldentum der marschierenden und kämpfenden Truvve das Bild jener anderen, nicht weniger bedeutungs­vollen Leistungen trat, die in den neueroberten Riesen­räumen allen Schwierigkeiten zum Trotz von den nachrücken­den Verbänden und Organisationen bewältigt wurden. Deutschland, aber auch die Welt erhielten hier zum ersten­mal einen autoritativen Einblick in die Bezwingung von Verkehrs- und Nachschubvroblemen. die sich der Laie nur selten klarmacht. Man verstand plötzlich, warum der große deutsche Vormarsch über den Don bis zur Wolga und den Schneegiofeln des Kaukasus weiterfübrte und wie sich in all diesen Bezirken ein Arsenal künftiger wirtschaftlicher, ernäbrungsvolitischer und militärischer Kraft vorbereitet, das für den Weiterverlauf des Krieges eine entscheidende Bedeutung, besitzt.

Wie nichtssagend gegenüber diesen einmaligen Auf­gaben sich die meisten Kriegsprobleme unserer Feinde ausnebmen. ist wohl selten Io anschaulich in Er­scheinung getreten, wie bei dieser Sportpalast-Kundgebung. Schon Reichsminister Dr. Goebbels fand bier Worte, die mit beißender Ironie den Lügennebel zerteilten, der von den ewigen Feinden Deutschlands nach altem Muster über an­gebliche Zerwürfnisse int Innern verbreitet worden war. Der Führer steigerte diese Auseinandersetzung dann ins Große. Er durchleuchtete die »usammengestohlenenRach- kriegsvrogramme". mit denen unsere Feinde heute die inneren Hohlheit und Leere ihrer eigenen Kriegsziele zu

Fünf Sowjet-Transportzüge vernichtet

Berlin, 1. Okt. Die rückwärtigen Eisenbahnverbindungen der BolsHewisten an der Front bei Woronesch waren auch am 30. «eptember wie schon an den Vortagen das Ziel deutscher Bombenangriffe. Zahlreiche Bahnhöfe und Geleis. anlagen wurden schwer beschädigt und Lagerschuppen in Brand geworfen. In Tiefangriffen bekämpften deutsche, ungarische und italienische Kamps- und Jagdflugzeuge dieaufdemWegezur ?s r o n t befindlichen Transportzuge, von denen nach bisher vor- iegenden Meldungen fünf völlig vernichtet wurden und auf der

Strecke liegen blieben. x

gegen die auch die verzerrteste Eegenagitation unserer Feind« nicht aufzukommen vermag. Vor allem trat di» E r ö ß e der deutschen Leistungen in den nergange« Sommermonaten in einer Anschaulichkeit vor aller

Bom Feinde unbesiegt

Fliegertod des Hauptmanns Hans-Joachim Marseille

Berlin, 1. Okt. Hauptmann Marseille war der erfolg­reichste deutsche Jagdflieger in Nordafrika. Erst am vergangenen Samstag schoß er wieder sieben britische Flugzeuge ab. Im ganzen errang er 158 Luftsiege.

Im Ansehen seines immer bewahrten Heldentums verlieh ihm der Führer anläßlich seines 125. Luftsieges, den er am 2. Sep­tember 1942 an der ägyptischen Front erkämpfte, nachdem er allein tagsjunor sechzehn britische Gegner abgeschossen hatte, die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung, das Eichenlaub m; t Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Hauptmann Hans-Joachim Marseille wurde als Sohn eines Generalmajors am 13. Dezember 1919 zu Berlin-Eharlottenburg geboten. In harten Luftkämpfen gegen die britische Insel er­rang er seine ersten sieben Luftsiege. Daraus kam er, noch Ober­fähnrich, im Frühjahr 1941 nach Afrika, wo er Leutnant wurde. Mit unbeirrbarem Kampfeswillen stellte er seine Gegner und schoß einen nach dem andern ab. Nach seinem 46. Lustsieg erhielt er, damals Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, a m 2 2. Februar dieses Jahres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Zum Oberleutnant und Staffelkapitän 6e- fördert, wurde et immer mehr der gefürchtetste deutsche Jagd-

(Archiv-Weltbikd-K.)

rangen. Dafür erhielt Oberleutnant Marseille das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Mitte August überreichte der Duce dem erfolgreichen deutschen Jagd­flieger die italienische Goldene Tapferkeitsmedaille und sprach dem deutschen Fliegeroffizier herzliche Worte der An­erkennung aus. Am 2. September errang Marseille, wie schon oben gesagt, seinen 125. Luftfieg. Nach Mölders, Gallaud und GoIIob wurden ihm nun die Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern als höchste Tapferkeitsauszeichnung verliehen. Außerdem wurde Oberleutnant Marseille zum Hauptmann befördert.

fliegcr in Nordafrika. Nach seinem 75. Abschuß wurde Marseille Anlang Juni 1942 vom Führet durch Verleihung des Eichen­laubes zum Ritterkreuz ausgezeichnet. E l f Tage danach hatte Marseille ein weiteres Vieptelhundert britischer Flugzeuge abgeschossen und der 101. Luftfieg war von ihm er-

as. Berlin, 2. Okt. Klang aus den Worten des Führers noch einmal die ganze Siegeszuversicht und die ganze Steges­gewißheit heraus, die das deutsche Volk und alle seine Ver­bündeten erfüllt, so sehen wir demgegenüber auf der Gegen­seite eine nervöse ängstliche Debatte übxr die Kriegslage, selbst das Thema des gemeinsamen Obetbefe h l.s wird wieder aufgegriffen und noch immer geistert auch die Zweite Front durch die Svalten der Feindvtesie. Kurz­um. die Debatte darüber, was nun geschehen soll, geht drüben wettet. Zum Teil versucht man sich wieder damit zu trösten, daß man uns Termine stellt, die wir angeblich nicht ctnge- balten haben. Das gilt auch für Stalingrad. Darauf können wir nut erwidern, daß wir uns vom Gegner die Art und das Tempo unseres Dorgehens nicht votfchteiben Ionen. Das eigentlich« strategische Ziel, nämlich die Sverrung der Wolga ist. wie sich aus der Rede des Führers und auch aus den OKW.-Berichten ergibt, längst erreicht. Auf die «verrung des großen Stromes als Vetkebrrfttaße. die auch dadurch noch gesichert und gestärkt wird, daß die deutsche Luftwaffe den Raum von Astrachan bis Saratow beherrscht, aber kommt cs an. Diese Sverrung rournc zu­nächst erreicht, daß seinerzeit ein Panzerkorvs vom Don zur Wolga vorstieß. womit auch die Voraussetzungen für den Angriff auf Stalingrad vom Norden und Westen bet ge­schaffen wurden. Zunächst schlugen die Wogen der Sowjets hinter diesem Panzerkorvs wieder zusammen. Aber in seiner Igel-Stellung an der Wolga hielt das Koivs helden-

Schwere Kriegsschiffs-Verluste

Aus lern Führerhauptquartier, 1. Okt. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Kaukasusgebiet dauern die erbitterte» Kämpfe um stark befestigte Höhenstellungen an.

In Stalingrad drangen die Angriffstruppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, in mehreren Stoßkeilen weiter in den Rordteil der Stadt ein. Gegen die nördliche Riegel­stellung angreifende starke feindliche Infanterie- und Panzer- kräfte wurde unter schweren blutigen Verlusten im Gegenangriff zurückgeworfen und 98 Panzer, meist englischer und amerikanischer Herkunft, vernichtet.

Bei diesen Kämpfen hat sich von neuem ein Panzerkorps durch ungewöhnlich tapfere Haltung ausgezeichnet. Dieses Korps hat schon in den letzten Augusttagen durch schnellen Vorstoß vom Don bis zur Wolga den Verkehr aus dem Fluß unterbunden, die Verbindungen von Stalingrad nach Norden westlich der Wvfea unterbrochen und s» die Voraussetzung für den Angriff auf Stalingrad selbst geschaffen. In wochenlangen schwere» Abwehrkämpfen hat es diese wichtige Riegelstellung gegen weit überlegene feindliche Kräfte gehalten.

Die rückwärtigen Bahnlinien des Gegners im Ge­biet der unteren und mittleren Wolga, sowie im Raum um Moskau wurden von der Luftwaffe 6ei Tag und Nacht a n - gegriffen.

Nordwestlich Woronesch verlor der Feind bei vergeblichen Angriffen im Abschnitt einer Division 25 Panzer.

Bei Rschew sührten eigene Anarissshandlungen trotz zähe» feindlichen Widerstandes zu örtliche» Stellungsverbesserungen. An­sammlungen des Feindes wurden durch Artilleriefeuer und Luft­angriffe zerschlagen, so daß es gar nicht zu den beabsichtigten An­griffen kam.

In unwegsamem Waldgelände, rückwärts des mittleren Frontabschnitts, wurden durch deutsche und ungarische Verbände starke Banden zusanirnengetrieden und vernichtet. Bei geringen eigenen Verlusten verlor der Feind 1026 Tote, 1218 Gesungene so­wie eine größere Anzahl schwerer und leichter Massen.

3m nördlichen Frontabschnitt wurden starke seiud- liche Kräfte eingeschlosien und Gegenangriffe zu deren Entsatz abgchviesen.

In Ägypten schlugen Truppen der deutsch-italienischen Panzerarmee einen nach heftiger Artillerievorbereitung einsetzen­de» britischen Angriss zurück, schossen eine Anzahl Panzer ab und brachten 200 Gefangene ein.

Im Golf von Suez beschädigten Kampfflugzeuge ein großes Handelsschiss schwer.

Bei Tagesvorstößen einzelner britischer Lomber zur Kanal­küste und nächtlichen Störslugen im Bereich der Nordsee wurden vier seiudliche Flugzeuge zum Absturz gebracht.

Deutsche Flugzeuge bombardierten am Tage Bahnanlagen und Werke der Rüstungsindustrie sowie militärische Ziele an mehreren Orten in Stil« und Südoft-England.

Vor der Mündung des Drinec», im Seegebiet vor Freetown, vor Neusundland und im mittleren Nord-Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote zwöls feindliche Handels­schiffe mit zusammen 54000 BRT.

Damit haben unsere Unterseeboote im Monat Septem­ber 126 Schisse mit 769 200 BRT. versenkt und das im Mai 1942 erzielte bisherige Höchstergebnis eines Monats Über­troffen. Weitere vierzehn Handelsschiffe wurden durch Torpedo­treffer beschädigt.

3m Kampf gegen die feindliche Kriegsmarine wurden durch Uber- und Unterwasserstreitkräfte sechs Zerstörer, zwei Hilfskreuzer, drei Schnellboote versenkt, drei Zerstörer und zahlreiche Schnellboote beschädigt. Ein Schnellboot wurde ein­gebracht. .

3m gleichen Zeitraum vernichtete die deutsche Luft »va s f e 35 Handelsschiffe mit 242 500 BRT. und beschädigte weitere acht Handelsschisse.

An feindlichen Kriegsfahrzeugen versenkte die Luftwaffe einen Kreuzer und unter Mitwirkung von Küstenbatterien fünf Zer­störer, mehrere Bewacher, ein Borpostenboot und eine größere Anzahl von Motortorpedobooten, sowie Landungsfahrzeuge aller Art.

Damit hat die britisch-amerikanische Schissuhrt im September allein durch deutsche Kampfhandlungen 161 Schisse mit zusammen 1 611 70» BRT. verloren. Weitere 22 Han- delsschisfe wurden beschädigt.

Hauptmann Hans Joachim Marseille, Träger der höchsten deutschen Tapserkeitsauszeichnung, fand unbesiegt vom Feind« aus dem nordasrikanischey Kriegsschauplatz den

Fliegert» d. Erfüllt von unbändigem Angriffsgeist, hat dieser junge Offizier in Luftkämpfen 158 britische Gegner b e - zwange». Die Wehrmacht bedauert den Verlust eines wahrhaft heldenhaften Kämpfers. *

as. Wie ein Kommentar zu den Ausführungen des Führers über den U-Boot-Krieg lieft sich die Eesamtversenkungs- zisserfüide»September,die das OKW. gestern bekannt gab. Es war eil, besonders schwarzer Monat für die feindliche Schiffahrt, wurden doch nicht weniger als vier Geleitzüge s a st völlig vernichtet, ganz abgesehen von den zahlreichen einzelfahrenden Dampfern. Auf allen Meeren war die deutsche U-Boot-Waffe mit größtem Erfolg tätig und zum erstenmal in diesem Krieg ist bei den Versenkungen, einschließlich der Luftwaffe, die Einmillionengrenze überschritten worden. So läßt das September-Ergebnis noch den bisher günstigsten Monat Mai hinter sich. Man muß sich immer vor Augen halten, was der Verlust von über einer Million BRT. für unsere Gegner bedeutet Es ist ganz unmöglich, durch Neubauten einen solchen Verlust auch nur annähernd zu ersetzen.

Das glänzende Ergebnis zeigt, daß die Sicherungsmatz- nahmen unserer Feinde, die von Monat zu Monat verstärkt wurden, erfolglos geblieben sind. Eine Tatsache, die das Führer­wort unterstreicht, daß der deutsche Geist nicht ruht und mit den neuen feindlichen Abwehr-Einrichtungen fertig zu werden versteht. Es nutzt dem Gegner auch nichts, daß er seine Schiffe immer größere Umwege machen laßt, was an sich eine erneute Belastung für seine Tonnage bedeutet. Unsere U-Boote finden und treffen ihn überall. Auch die bewußte Jllusionsmache der anglo-amerikani- schen Presse, die jungen deutschen U-Boot-Kommandanten und Be­satzungen seien den großen Anforderungen des Unterwasferkiieges nicht mehr gewachsen, wird durch das Rekordergebnis aufs ein­drucksvollste widerlegt. Der Kampfgeist unserer Soldaten steht auf alter Höhe. In tagelangen Verfolgungen bleiben unsere Unterseeboote den feindlichen Schiffen auf den Fersen, bis die günstige Schußposition erreicht ist. Bei schwerem Wetter und schlech­ter Sicht, stärkster Abwehr zum Trotz, weihen die Schiffe zur Strecke gebracht.

Kein Geringerer als der britische Admiral Sir Herbert Richmond weist in der englischelr MonatszeitschriftFortnrghtly" darauf hin, daß Großbritannien eine starke Marineluftwaffe brauche, wenn es seine Geleitzüge im Nordmeer und im Mittel- meer zum Ziel bringen wolle. So nebenbei gesteht Richmond ein, daß die Sowjetgeleitzüge stetsgewaltige Proben" z u he­fte hen haben. Die Deutschen verfügten an der norwegischen Küste nicht nur über vorzügliche Marinebasen, sondern auch übet zahl­reiche Flugplätze und äußerst starke Luftstreitkräfte. England könne dem nichts Gleichwertiges entgegenstellen und wenn sich in diejer Hinsicht die Verhältnisse nicht bald änderten, werde es schon in kurzer Zeit überhaupt keine Sorojet-geleit» züge mehr geben. Im Mittelmeer sei die Herrschaft Eng­lands auf ein winziges Gebiet im östlichen Teil zufammenge- schruinpft. Derjenige, der noch Beweise für den Niedergang der britischen Teeherrschaft suche, brauche nut an das Schicksal der Ee- leiizüge in den letzten Monaten zu denken.