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Seite 2 N/. 230

Wiesbadener Tagblatt

nnerstag. 1. Oktober 1942

e s auch nehmen »erden

woraus sie sich »er-

Die militärischen Zielsetzungen dieses Jahres

dieser ganzen Riesenwerk, die ich nur mit ätzen Ihnen auszeigei>nte, sind ungeheure. Norden Europas, itzesten und an allen

des

Organisierung des besetzten Riesenraumes

$aa6Iittt,5BtesMben o Ä-iser. Haupt.

Die heutige Ausgabeumfaßt K

stellen und auf den gefährlichen Weg nach senden.

ten mit der völligen Verrlichtung 75 Divisionen unseres sowjetischen El Beifall.)

Die Ergebnisse dieser ganzen Riesen,eit, die ich nur mit ein paar kurzen Säi

5 weih ich, hat bisher in Ster Vertrauen z u £c j n e r

von mehr als legners. (Brausender

Sicherung unseres Nachschubs

Nun, meine Parteigenossen, werden Sie auch eines verstehen: Wenn cs Leute auf der Seite unserer Gegner gibt, die sagen: Warum halten sie plötzlich?" dann kann ich darauf antworten: Weil wir vorsichtig sind, weil wir nicht erst, sagen wir, nach Benghasi vorlaufen, um wieder zurücklaufen zu müssen, son- dern weil wir so lange irgendwo halten, bis wir mit unserem Nachschub ganz in Ordnung sind Das können natürlich Leute, die militärisch ungeschult sind, nicht

Druck und Verlag! L.Echellenderg'fche Duchdruckeret,Wierde Gesamtleitung: Dr.phil. habil. Gustav Schellenbergun schristleiter: Fritz G ü nihcr.ILmu. In Wiesbaden. ZurZei

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Verspätetes Eingeständnis Churchills im Unteraus

»Fast die Hälfte »er Bei Dieppe eingesetzten Britischen Streitkräfte gingen verloren"

Während wir im i , ....

anderen Fronten in Abwehr stehen, im wir damit eine der gewaltig st en Boraussetzu»n für die Organi­sation Europas im Kriege und für b e t e g.

lassen können (brausender minutenlanger Beifall) >o ist das in ihren Angen gar nichts! Wenn wir zum Kaukasus vsrstohen, so ist das ebenso wenig etwas als wenn wir die Ukraine Besetzen, die Donezkohlen in unseren Besitz Bringen, 65 »der 70 Pro­zent des russischen Eisens Bekommen, das gröhte Eetreidegebiet der Welt dem deutschen Sell und damit Europa praktisch erschlichen und uns die kaukasischen Ölquellen sichern. Das alles ist nichts!

Aber wenn kanadische Vortruppen mit einyn kleinen engli­schen Schwänzlein als Anhang (schallende Heiterkeit) nach Dieppe kommen und sich dort neun Stunden, man kann nur sagen, mühselig zu halten vermögen, um dann endgültig vernichtet zu werden dann ist das einermutigendes, staunenswertes Zeichen der un­erschöpflichen sieghaften Kraft, die dem britischen Imperium zu eigen ist." (Erneute Heiterkeit wechselt mit stürmischem Beifall.)

Was sind schon dagegen unsere Luftwaffe, unsere 3 n - fanterie, was ist unsere Panzerwaffe? Was ist dagegen die Leistung unserer Pioniere, unserer Eisenbahntrup­pen, was sind unsere gigantischen Verkehrseinrichtun- g c n, die in wenigen, man kann sagen, Monaten einen halben Kontinent erschlichen und neu aufbauen? Das alles ist nichts! Und unsere U-Boote sind natürlich auch nichts! (Brausende Heiterkeit.)

Schon im Jahre 1939 waren sie nichts, denn damals bereits trat Churchill auf und sagte:Ich kann die erfreuliche Mittei­lung machen, dah die U-Boot-Eesahr als endgültig beseitigt an­zusehen ist." Nein einen Augenblick das war wohl nicht Churchill, sondern Duff Cooper: einer dieser Schwadroneure ist immer größer als der andere, aber man verwechselt sie ununter­brochen. Schon damals hatten sie mehr U-Boote ver­nichtet als wir überhaupt gehabt haben! (Tosende, sich immer erneuernde Heiterkeit.) Dah wir sie aus dem Balkan geworfen haben, dah wir Griechenland eroberten, dah wir Kreta besetzten, dah wir sie in Nordafrika zurücktrie­ben haben das alles ist wie gesagt nichts. Aber wenn irgendwo auch nur ein paar Mann landen, um einen einsamen Vorposten von uns zu überrumpeln das sind dann Taten, das sind Werke.

Wer so glaubt, der wird unseren Glauben nie verstehen! Wenn aber die Engländer nun ernstlich an das glauben, was sie

Weizen, Kohle, Ol und die Wolga

Daraufhin erfolgte nun unser Antreten zur eigenen grohen Offensive. Das Ziel war:

1. 6em Gegner die letzten greifen SBeijengeBiele «egzunehmen,

2. ihm Ben letzten Rest der Kehle zu entziehen »i e verkett werden kann,

3. an seine Ölquellen heranzurücken, sie zu nehmen, Hz«, sie ihm zum mindesten abzusperren. Der Angriff sollte dann

4. weitergeführt werden Bis zur ABschncidung seiner letzten unb größten Verkehrsader der Wolga. Hier wurde nun als Ziel die Gegend gesetzt, die zwilchen dem Knie des Don und der Wolga selbst liegt und als Ort Stalingrad, Be­stimmt nicht etwa, weil dieser Ort den Namen Stalins trägt das ist gleichgültig, sondern ausschliehlich, weil das ein strategisch wichtiger Platz ist. Und weil wir uns im klaren darüber waren, dah mit der Ausschaltung des Dnjepr, des Don und der Wolga als Verkehrsstränge für Sowjetruhland dann das gleiche oder schlimmeres eintritt, als für Deutschland eintreten würde, wenn wir den Rhein, die Elbe, die Oder und die Donau verlören.

Denn allein auf diesem Riesenstrom der Wolga werden i n sechs Monaten etwa 30 Millionen Tonnen Güter hefördert. Das ist ebensoviel, wie in einem ganzen Jahr auf dem Rhein. Das ist nun abgeschnitten, und zwar schon seit längerer Zeit. Jetzt ist es insbesondere die Inbesitznahme von Stalingrad selbst, die> abgeschlossen werden wird wodurch dieser Riegel ver­tieft und verstärkt wird.

Und Sie können der Überzeugung sein, dah uns kein Mensch von dieser Stelle mehr wegbringen wird. (Tosender Beifall durch, braust minutenlang den Sportpalast.)

Was nun die weiteren Absichten betrifft, so werden Sie verstehen, dah ich darüber nicht rede, weil es sich dabei um Ziele handelt, die zur Zeit verfolgt werden. Darüber spricht statt meiner dann Mr. Churchill. Aber es wird der Augenblick kommen, in dem die deutsche Nation auch volle Klarheit über diese weiteren Ziele erhalten haben wird.

Ich darf Ihnen aber nun sagen, dah wir uns als weitere Auf­gabe natürlich die Organisation dieses gigantischen Riesen- raumes stellten, den wir besetzlen. Es lag uns je nicht nur daran, so und so viele tausende Kilometer zu marschieren, sondern diesen Riesenraum der Ernährung unseres Volkes, der Sicherung unserer Rohstoffe, im weiteren Sinne der Erhaltung ganz Europas dienstbar zu machen.

Instandsetzung der Verkehrswege

nung gebracht werden. Auch die Engländer Gebiet Leistungen vollbracht und zum Beispiel . Ägypten bis Tobruk gebaut, die uns jetzt auherordentlich zugute kommt. (Jubelnder Beifall.) Aber (Beifall) wenn sie auch damit ziemlich rechtzeitig fertig geworden sind (erneuter brausender Verfall) was bedeutet das schon gegenüber den Bahnen, bte wir bauen müssen, und zwar nicht, damit sie dann die Rusien be­nutzen, sondern wir selbst. (Wieder erhebt sich ein brausender Bei­fallssturm der Masten.) , ,

Es sind Zehntausende und Aberzehntausende Kilometer Eisenbahnlinien, die wir wieder instand- setzen, bzw. längst infiandgcsetzt haben, dank dem Fleiß und der Tüchtigkeit und der Hingabe vieler zehntausender deutscher Soldaten, Eiicnbahnpionieren, Männern der Organisation Todt und anderen Organisationen, zum Beispiel des Reichsarbeitsdienstes usw. Dieses riesige Verkehrsnetz, das heute bereits zum grohten Teil auf deut­schen Spuren weiterläuft, war vollständig zerstört. Es sind nicht Hunderte es find Tausende von Brücken, die neu gebaut, Sprengstellen, die beseitigt. Übergänge, die neu geschaffen werden muhten. Das alles ist in wenigen Monaten geschehen, bzw. wird in wenigen Wochen zum Abschluß gebracht fein. (Tosender Beifall.)

Die Helden sind auf Mer Seite

Sie misten ja, dah unsere Gegner sisetzt nutWunder" vollbringen. Es gibt keinen Tank, den lauen, der natürlich nichtder beste der Welt" ist. Kein Fluz, Bon dem sie nicht das gleiche behaupten. Wenn sie eine K^ bauen, eine ganz simple Kanone, so ist es überhaupt d i eherne, die staunend­werteste Kanone der Welt. Sie machen cilchz Maschinengewehr oder eine neue Maschinenpistole. Es ist itzjch, dah auch diese Pistole die allerbeste ist. Sie sagen die ftc Pistole, das ist überhaupt d i e Erfindung der Welt. SEct^n sich dann dieses Gelumpe ansieht, kann man nur sagen, vhürden das keinem deutschen Soldaten in die Hand drücken.

Sie find in allem uns weitaus üBerlegsie sind überlegen in ihren unvergleichlichen Generalen, sie uns überlegen in der Tapferkeit ihrer einzelnen Soldaten. 3 Engländer würde es ohne weiteres mit drei Deutschen anfmn. (Grohe Heiter­keit.) Aber die greifen Helden dieseSjeges, die werden in der Geschichte auf unserer Seitebucht werden! (Wieder bricht tosender Beifall los.) Und Geschichte wird da­bei nur der Gerechtigkeit und der Wahrheit Ehre geben.

(Heiterkeit.) Das deutsche

Gesamtheit das un6 än«. ,

militärischen Führut- id zur Leistung seiner Soldaten (lang anhaltender Beifall), es genau weih, dah ohne Grund nie angehalte >rd. (Aufs neue bricht tosender Beifall und stürmische Heiterkqs.) Wir bringen diesen Verkehr aber nicht nur auf der Bahn Ordnung, sondern wir mästen Strahen bauen: denn d,gesegnete Land der Proletarier und Bauern" hat leider keixtrahen, sondern nur Fragmente von Strahen. Die ersten wirkgewaltigen Strahen werden durch unsere Organisation dort jetziellt. In manchen Gebieten müssen Wege durch Sumpfgebiete legt werden, die man früher glaubte, überhaupt nicht passt zu können.

kapieren. Darum haben sie aber auch keine Erfolge. Alle Menschen jedoch, die nur über einige militärische Kenntnisse verfügen, wer­den zugeben, dah das. was wir rein raummäßig in wenigen Monaten bezwangen, überhaupt einzigdrtig in der Welt­geschichte ist. (Immer stärker wird der Beifall der Zehn­tausende.)

Ich sage das aber auch deshalb, weil es vielleicht selbst bei uns irgendwo einen alten reaktionären Spieher geben kann, der sagt:Ja, was ist denn das, da stehen sie doch jetzt schon seit acht Tagen." Ja, mein lieber Spieher, du gehst uns ab. Du mühtest vorgehen, um einmal den Verkehr in Ordnung zu bringen.

Stockholm, 30. Sept. C h u rch i 11 erklärte, wie Reuter meldet, am Mittwoch im Unterhaus, bei dem Angriff aus Dieppe seien sehr schwere Verluste entstanden, die sich auf fast die Hälfte der gesamten Streitkräfte beliefen. Er lehnte es jedoch ab, genaue Zahlen anzugeben, weil die Deutschen nicht mühten, wieviele nach England zurückgekommen seien. Churchill sagte ferner, dah die in Dieppe gelandeten Panzer ausgehalten worden seien durch die vollkommen unerwartete Stärke der Sperren an den Strahenenden.

Das reichlich späte Geständnis des alten Kriegsverbrechers Churchill ist für Einen so hartgesottenen Lügner seines Schlages sicherlich eine erstaunliche Leistung, um so mehr, als er bei seinem großmäulig in die Welt posaunten Dieppe-Unternehmen bislang von großartigen Erfolgen faselte. Die Welt weih längst aus dem damaligen OKW.-Bericht, dah Churchills Landungsvcr- such bei Dieppe durch die wachsame und starke deutsche Abwehr zu einer vollständigen britischen Katastrophe wurde Der Well wird, wenn Churchill jetzt kleinlaut die schweren Ver­luste seines mißglückten Unternehmens eingesteht und damit bi£ cingcsteckte Schlckppe zugibt, nur einmal mehr zur Gewißheit, daß sie sich auf die Wahrheit der deutschen OKW.-Berichte unbedingt

Zu dem Zweck mußte zunächst der Verkehr tn Orb - n g gebracht werden. Auch die Engländer haben auf diesem

6 " I eine Bahn von

Wenn man nun sagt:D e »4 s e kommt doch durch" ja, das ist eben eine Art Summen sch. und kein Europäer, das. müsten wir zugeben. Es iitiuns eben etwas schwieriger, in diesem Sumpf vorwärts zu ksn, als für dieses in Morast geborene Volk.

Nutzung der Erntür die Heimat

Wir organisieren dahinter absch die L a n d w i r t s ch af t. Das Gebiet soll ja erschlossen we und das ist nicht so ein- fach, denn es handelt sich ja nicht darum, daß gesät und ge­erntet wird, sondern daß auch besitzen in Erscheinung tritt, das heißt daß diese Produüber endlose Entfernungen »ur Bahn gebracht werden, damj verladen werden können. Endlich müssen wir einen Teil d Wirtschaft überhaupt um«' stellen; Tausendevon Traten, die beschädigt oder beseitigt sind, müssen ersetzt odxrbessert oder durch andere Mittel ersetzt werden. Und ich bahnen nur sagen:

Was hier geleistet worden i| geradezu ungeheuerlich. Während vorne die Front kämpssibciten die gleichen Sol­daten wenige Kilometer dnter bereits mit Sichel und Sense, bebauen sie wieder Felder und hinter ihnen lammen schon die Einsatzstäbe unse»ndwirtschaftttchen Organi­sationen. (Brausender. Beifall begl die Sätze des Führers.)

Und wenn so ein Schafskopf, kann nicht anders sagen, wie meinetwegen Duff Cooper, E oder ein anderer dieser Kerle sagt:Ja, das war der grFehler, daß die Deutschen bis in die Ukraine oder in das Ktzebiet vorgerückt sind" das werden sie schon noch sehen, ob ein Fehler war, daß wir in diele Weizengebiete gegangen si(Erneut bricht stürmischer Beifall aus.)

Die ersten, wenn auch nuischeidenen Ergeb- nisse dieses Handelns konnten wi unserem Glück ja dem deutschen Volk schon zugäntch machen, aber seien Sie überzeugt, daß wir erst am Bq sind. Das ganze ver­gangene Jahr war ein Kampsjahr, eiauenhafter Winter folgte darauf, und jetzt kämpfen wir wiede aber schon im kommen­den Jahr wird dieses Gebiet ganz its organisiert sein. Sie können sich darauf verlassen, das vers, wir, so etwas in Ord­nung zu bringen.

Aufbau eigener Industrie,d Rohstoffbasen

Und endlich kommt dahinter die feijation der allgemeinen Wirtschaft, denn es muß ja die g a n virtschast in Betrieb ge­nommen werden. Tausende von Untemcn, Fabriken, Mühlen usw. müfien wieder in Gang kommdenn zunächst ist alles zerstört.

Dahinter aber steht der Berg b Auch er muß erschlosien «erden und dazu gehört elektrischenom. Ich kann immer wieder nur eines sagen: wenn Sie s würden, wie dort ge­arbeitet und was dort geschaffen n wie wir termin- mäßig genau wissen, an diesem Twir» dieses Werk fettig und in dem Monat kommt Strom dazu und bis zu dem Termin werden so viel Tot Kohle herausgebracht usw. Wir brauchen keine Kohlehr von Deutsch­land nach »em Osten gu beim, sondern wir werden uns dort sogar eigene Jndnstriebasen aueu (Tosender, minuten­lang anhaltender Beifall antwortet dctthrer), dann würden Sie verstehen, daß auch in einer Seit.iet scheinbar nichts ge­schieht, trotzdem Ungeheures geschassenrd. (Noch stürmischer erhebt sich der Sturm des Beifalls öezjssen.)

Erlösung der Bekerung

Und dazu kommt nun die Bring bet Bevölke. rung von dem Druck einer bolschewsen Macht, die seelisch auch heute noch Millionen Menschen in einer Verzagtheit und, man darf wohl sagen, in einer Fvhält, von der man sich in Deutschland und anderen Ländernum eine Vorstellung machen kann. Es ist die Angst vorm Kommissar, ist die Angst vor der GPU., die Angst vor ganzen Regime, bas die Millionen Menschen noch immqüllt.

Das alles muß allmählich behoben len und wird behoben. Es gibt »ort schon heute große Gebiete denen die ganze Be­völkerung Bereits zu Millionen m > s arbeitet, und es gibt andere Gebiete, in denen sie bfe in unseren Reihen und an unserer Seite kämpft. (Binder Beifall.)

/jvvjiva, nug UHCL oiyi| |3iuum|- jetzt entschließt, Frachtraum für ganze Fabrikanlage lt Verfügung zu ..- h (Sowjetunion zu

Dann kam die nächste Aufgabe: Vorbereitung Durchbruchtz zum Don. Unterdesien hatte der Gegner seiner­seits eine große offensive Zielsetzung gewählt, nämlich von Charkow aus zum Ufer des Dnjepr durchzubrechen, um unsere ganze südliche Front damit zum Einsturz zu bringen. Sie werden sich vielleicht noch erigttetn, mit welcher Begeisterung unsere Feinde damals diese Operationen verfolgten. Sie endeten in drei Echlach-

ein ebenso staunenswertes, ein ermutigendes Zeichen einer sieg­reichen Nation war, mit'dem können wir uns mit unseren beschei­denen Erfolgen natürlich nicht vergleichen! (Tosender Beifall.)

Siege nach zweierlei Matz

Denn was sind schon unsere Erfolge dagegen? Wenn wir 1000 Kilometer vorstoßen, bang ist das eben nichts, ein »ausgesprochener Mißerfolg". Wenn wir z. B. in den letzten paar Monaten es find ja überhaupt nur ei« paar Monate, in denen man in diesem Lande Krieg führen kann zum Don eeefteßen, den Don abwärts endlich die Wolga erreichen, Stalingrad ierennen und

zu glauben vorgeben, dann kann man nur um ihren Ver­stand besorgt sein.

Wir sind ruhig weiternrarschiert

Aus diesenTaten" haben sie natürlich auch noch Wechsel für die Zukunft. Sie sagen:Die zweite Front wird kommen. Sie ist bereits im Anmarsch! Ihr Deutschen paßt auf! Macht kehrt. Wir haben nun nicht aufgepaßt und nicht kehrt gemacht, sondern wir sind ruhig weitermarschiert. Damit will ich nicht sagen, daß wir uns nicht auf eine zweite Front vorbereiten. Wenn Herr Churchill jetzt sagt:Wir wollen es den Deutschen jetzt überlasten, in ihrer Angst darüber nachzugrübeln, wo und wann wir sie eröffnen so kann ich nur sagen: Herr Churchill, Angst haben Sie mir noch nie eingejagt! (Wieder braust stürmischer Beifall durch den Sportpalast.)

Aber daß wir nachgrübeln müsten, da haben sie recht, denn wenn ich einen Gegner von Format hätte, dann könnte ich mit ungefähr ausrechnen, wo er angreift. Wenn man aber mili­tärische Kindsköpfe vor sich hat, da kann man natür­lich nicht wissen, wo sie angreifen, es kann ja auch das ver­rückteste Unternehmen sein. Und das ist das einzig Unangenehme, daß man bei diesen Geisteskranken ober ständig Betrunkenen nie weiß, was sie anstellen werden.

Ob Herr Churchill nun den ersten Platz, an dem er die zweite Front starten wollte, geschickt und militärisch klug aus­gewählt hat oder nicht darüber sind sogar in England und das will immerhin allerhand heißen die Meinungen geteilt. Ich kann ihm jedenfalls versichern: Ganz gleich, wo er sich den nächsten Platz aussucht, er kann überall von Glück reden, wenn et neun Stunden an Land bleibt! (Tosende Heiterkeit.)

Die Prüfung des Schicksals bestanden

In meinen Augen haben wir im Jahre 1942 die schick- salhasteste Prüfung unseres Volkes schon hinter uns. Es war dies der Winter 1941/42. Ich darf wohl sagen, daß in diesem Winter das deutsche Volk und insonderheit seine Wehrmacht von der Vorsehung gewogen worden sind. Schlimmeres kann und wird nicht mehr kommen. Daß wir diesen Winter Besiegt haben, baß die deutschen Fronten standen und daß wie in diesem Frühsommer wieder antreten konnten, das, glaube ich, hat Bewiesen, daß die Vorsehung mit dem deut­schen Volk zufrieden war. Es war eine sehr schwere und sehr harte Prüfung, das wifien Sie alle, und trotzdem haben wir diese schwerste Zeit nicht nur überstanden, sondern es fertig gebracht, in aller Ruhe die Angriffsdivistonen, die Motor- und Panzerver­bände, die bestimmt waren, die weitere Offensive einzuleiten, zu ordnen und neu aufju (teilen. Und auch diese Offensive verläuft anders als sich das vielleicht unsere Gegner gedacht hatten. Es ist aber ja auch nicht notwendig, daß wir aus­gerechnet nach ihrem Rezept verfahren, denn bisher sind gerade diese Rezepte wenig erfolgreich gewesen.

Ich glaube, wir können, wenn wir zurückblicken, mit den hinter' uns liegenden drei Jahren zufrieden sein. Es war immer eine sehr nüchterne Zielsetzung, sehr wagemutig dort, wo sie wagemutig sein mußte, überlegt dort, wo sie überlegt sein konnte, oft bedächtig dort, wo wir Zeit hatten, vorsichtig dort, wo wir glaubten, unter allen Umständen vorsichtig fein zu müssen. Aber wir sind auch sehr kühn gewesen dort, wo Kühnheit allein helfen konnte.

verlaßen kann während auf bas Lügengefaseßes Churchill über Erfolge,Rückzugssiege" usw. eben nichts zu tn ist.

Ölraffinerie für die Sowunion

Stockholm, 30. Sept. Finanzminister irgenthau er­klärte am Dienstag in Washington, baß die Petunien im Rah­men bes Leih- unb Pachtabkommens eine Eilraffinerie von ben Vereinigten Staaten erhalten aerbfoei kleinere An­lagen in Texas würben abmontiert und mitifangreichem Ma­terial nach der Sowjetunion gebracht werden.

Für dieses Jahr haben wir uns ein sehr einfaches Programm zurecht gelegt;

1. unter allen Umständen das zu halten, was gehalten wer­den muß, d. h. den andern anlaufen zu lassen, so lange er anlaufen will, dort, wo wir selbst nicht oorzugehen beabsichtigen, und eisern zu halten und abzuwarten, wer nun am ehesten hier ermüdet,

2. unbedingt dort anzugreifen, wo der Angriff unter allen Umständen notwendig ist. Das Ziel ist dabei ein ganz klares: Vernichtung des rechtenArmes dieser internationalen Verschwörung von Kapitalismus, Plutokratie und Bolschewismus, der die größte Gefahr ist, die jemals über unserem deutschen Volke geschwebt hat und gegen die wir seit einem Jahr antreten mußten. Hier haben wir uns einige Ziele gesetzt. Ich darf sie ganz kurz und schlagwortartig erwähnen, um Ihnen zum Be­wußtsein zu bringen, was in diesen wenigen Monaten ge­leistet wurde:

Sicherung unsererSteNung amSchwarzenMeer

Das erste Ziel war die Sicherung unserer dominierenden Stellung am Schwarzen Meer und die endgültige Bereinigung der Halbinsel Krim. Zwei Schlachten, die Schlacht von Kertsch und die Schlacht um Sewastopol, haben diesem Zweck gedient Wenn unsere Gegner das darf ich schon sagen in diesen drei Kriegsjahren nur einen einzigen solchen Erfolg erzielt hätten, so könnte man mit ihnen sicher überhaupt nicht mehr reden, weil sie dann nicht mehr auf der Erde, sondern nur noch in den Wolken schweben würden, aufgebläht vor lauter Ein­bildung.

Nachdem wir also das in Ordnung gebracht hatten, schien es uns notwendig zu sein, eine Beule, d i e am Wolchow entstanden war, zu beseitigen. Sie wurde abgerundet und der Gegner vernichtet bzw. gefangen genommen.

Der Vernichtungssieg von Charkow

Deutlicher als durch diese Erklärung körn bte Nöte b t t Bolschewisten auch auf bem Gebiet betoerforgung nicht bofumentiert werben. Es muß wahrlich schift genug aussehen, wenn sich Roosevelt trotz aller Schiffsraumso jetzt entschließt, kostbaren Frachtraum für ganze Fabrikanlage