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90. Jahrgang
Freitag, 18. September 1942
Nummer 219
berii
enannten
en Ozean
PK.-Anfn.: Kriegsber. Hoepner-Atl, Wb.
terstadt leitete. Nach Wiedererlangung der Wehrhoheit übte er Jahr für Jahr, um Reserve - Offizier zu werden. Im Krieg flog er zuerst im Westen, war dann Lehrer für den Nachwuchs der Jagdfliegerei und errang im Süden der Ostfront seine großen Erfolge.
Als Sohn eines Bäckermeisters, des nachmaligen Lindenwirtes, am 24. Oktober 1912 in Engen bei Konstanz geboren, ist Oberleutnant Hermann Graf ein harter, willensstarker Jagdflieger, der aus einem al-
Gestörte indische Kriegswirtschaft
Bon Wilhelm Ackermann
Die Brillanten für Oberleutnant Hermann Graf
Rach Erringung seines 172. Luftstege»
überraschende Tagesangriffe unserer Luftwaffe auf England
Umfangreiche Zerstörungen in Städten an der Südkäfte und ausgedehnte Brände in Colchester
Stalingrad in Todeszuckungen
Auch der an Selbstvernichtung grenzende Widerstand der Sowjets ohne Erfolg
Wie die ganze amtliche Londoner Nachrichtenpolitik feit dem Beginn des innerinbischen Konflikts, so hat sich auch Churchill in seiner Unterhausrede zu diesem Thema bemüht, die Bedeutung der Entwicklung zu verkleinern, die 3 u» samm enstoße und die Störungen der Ordnung zu beschönigen, um vor allem auch dem Eindruck entgegenzutreten. als könne Indiens Widerstand nach außen durch die gegenwärtigen inneren Verhältnisse geschwächt sein. Dieier optimistischen Darstellung stehen indessen nicht nur die täglichen Einzelmeldungen über weitere Unruhen. Arbeitseinstellungen usw. entgegen, sondern auch die Augenzeugen- I..!chte englischer Berichterstatter von Ort und Stelle. .Zu der Frage der indischen Kriegsanstrengungen z. B. bat nm dieser Tage der Korrespondent des ..Daily Herald" in Delhi
wäre usw.) nur sagen, daß das Unternehmen in jedem Fall an der deutschen Abwehr gescheitert wäre. Der britische Plan sah ja durchaus die Landung weiterer Truppen vor. Wenn es dazu nicht mehr kam, so lag das doch nur daran, daß die erste Welle bereits allzu heiß empfangen wurde.
In England selbst versucht man den neuen sowjetischen Forderungen und der Moskauer Kritik, die den Engländern ihren Mangel an Entschlußkraft vorwirft, damit zu begegnen, daß man erklärt, Churchill habe in Moskau die Sowjets sehr offen Über die tatsächliche Lage informiert. Bedauerlicherweise seien die Sowjets mit ihren Erklärungen Über die militärische Kraft der Sowjet-Union „nicht ebenso aufrichtig" gewesen, ein Vorwurf, der den Sowjets auch von amerikanischer Seite bereits gemacht wurde.
Das find Auseinandersetzungen, die die Nervosität im Lager unserer Gegner deutlich erkennen lassen. Die Engländer wünschen, daß die Sowjets „noch einige Wochen ihre gegenwärtigen Stellungen halten". Die Sowjets fordern, daß England endlich ihnen Lasten abnimmt. Es kann aber weder Moskau die Londoner Wünsche, noch London die Moskauer Forderungen erfüllen. Es ist der deutsche Soldat, der einen dicken Strich durch ihre Hoffnungen und Berechnungen unserer Gegner macht.
Während die Welt voller Spannung auf den Endkampf um Stalingrad blickt, muß man in den anglo-amerikanischen Ländern seststellen, daß sich auch die P o s i t i o n d e r s o g ' Alliierten in Ostasien und im Still weiter verschlechtert. Man kann nicht leugnen, daß die Japaner auf Neu-Guinea weitere Fortschritte machen. Der englische Kommentator, Robert Fraser, erklärt zwar, daß das Gebirge für den Nachschub der Japaner eine sehr große Erschwernis bedeute, er scheint aber selbst der Ansicht zu sein, daß das Borgehen der Japaner dadurch nicht ernstlich aufgehalten werden kann, beschäftigt er sich doch eingehender mit der Frage, was der Fall von Port Moresby für die Alliierten bedeuten würde. Dann hätten die Japaner, so erklärt er, die Eroberung Neu-Guineas vollendet und hätten ein ausgezeichnetes Sprungbrett für eine Invasion Australiens gewonnen. Außerdem hätten die Alliierten Den besten Ausgangspunkt für eine Gegenoffensive gegen die von den Japanern besetzten kleineren Inseln verloren. Solche Kommentare machen dem englischen Publikum klar, daß sich die Lage Australiens verschlechtert. Dabei wird gleichzeitig auch noch die Frage erörtert, ob die Japaner sich nicht doch zu einem Borgehen gegen Indien entschließen werden. Ein Asien-Kenner schreibt dazu in einem Londoner Abendblatt, die Engländer könnten in einem solchen Falle nicht hoffen, Indien gegen die Japaner und gegen die Inder zu halten.
selbst geäußert, indem er feststellt, daß die Unruhen zwar verfrüht losgebrochen seien, da die Kongreßpartei sie eigentlich erst für den Oktober geplant gehabt hätte, daß man aber gleichwohl nicht sagen könne, sie hätten bisher keinen Schaden angerichtet. Im Gegenteil, die Kriegsaustrengungen Indiens haben ernsthaft unter ihnen gelitten und sich noch längst nicht von diesen Störungen wieder erholt. Äußerst schwere Sabotageakte sind vorgekommen, und noch immer versuchen unterirdische Organisationen der Kongreßpartei. neue Unruhen zu entfachen." Nun kann freilich bei der geringen Entwicklung der indischen Industrie der Schaden, der, aur solche Weise entsteht, nicht mit den Verhältnissen in einem durchindustrialisierten Lande verglichen werden, denn die Engländer selbst haben, zum Teil aus primitiven Konkurrenz- rücksichten, wie z. B. gegenüber einer ausreichenden indischen Textilindustrie, dafür gesorgt, daß die industrielle Entwicklung im Lande in den Kinderschuhen steckenblieb. Nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind insgesamt in Industrie, Gewerbe und Verkehr, einschließlich des Handels tätig; von den 25 Millionen nichtlandwirtschaftlichen Handarbeitern — bet einer Bevölkerung von fast 400 Millionen! — sind 21,5 Millionen in Kleinbetrieben bis zu 20 Arbeitskräften und im Handwerk tätig, und nur 3.5 Millionen in der eigentlichen Industrie. Erstmals int Weltkrieg 1914/18 gab der Kon- junkturbedars der weiteren Industrialisierung einen Anstoß, der vorwiegend von Indern und Parsen selbst wahrgenommen wurde: aber nach Kriegsende stellte sich die englische Kolonialverwaltung dieser Entwicklung wieder eher hemmend als fördernd entgegen, wie sie sich auch bemühte, Auslandskapital fernzuhalten, das sich für die Ausbeutung der indischen Bodenschätze hätte interessieren können. Jetzt freilich ist im Zuge des Kriegsverlaufs auch in Indien das amerikanische Jn- tereffe munter im Wachsen, mit Produktionskommissionen und JngenieurmMonen. gerade als wolle Roosevelt Ersatz für die verlorengegangene Ausbeutung Südchinas, die er kurz vor
Berlin, 17. Sept. Der Führer hat Oberleutnant Hermann Graf, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt:
„In Würdigung Ihres immerwährenden heldenmütigen Einsatzes im Kampf für di« Freiheit unseres Balkes verleihe ich Ihnen anläßlich ihres 172. Luftsteges als fünften Soldaten der deutschen Wehrmacht die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten lum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
gez.: Adolf Hitler."
Berlin, 17. Sept. Zu dem gestrigen Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen Großbritannien teilt das OKW. ergänzend mit: Leichte deutsche Kampfflugzeuge stießen gestern in Überraschenden Tagesangriffen wiederholt gegen die englische Südküste vor und warfen Bomben schweren Kalibers aus kriegswichtige und militärische Anlagen. In der Stadt Rye detonierten die Bomben innerhalb großer Eebäiwekomplexe und riefen umfangreiche Zerstörungen hervor. Leim Rückflug nahm ein Kampftlugzeug einen vor der Küste kreuzenden Kutter unter Bordwaffenfeuer und schoß ihn in Brand. Kurze Zeit spater war die ebenfalls an der englischen Südküste liegende Stadt Eastbourne das Ziel leichter deutscher Kampfflugzeuge. Der Bahnhof von Eastbourne wurde an verschiedenen Stellen getroffen, mehrere größere Hallen auf dem Bahnhofsgelände wurden in Brand geworfen. Mit ihren Bordwaffen griffen deutsche Kampfflugzeuge weitere wehrwirtschaftliche Anlagen innerhalb des Stadtgebietes an. Bei bewaffneter Seeaufklärung stieß in den
Nach 42 Abschüßen erhielt et am 24. Januar 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Bis Ende April stieg seine Ab- schußzifter auf 58, um dann in knapp einem Monat auf 104 anzuwachsen, eine bis dahin beispiellos schnell erzielte Erfolgsserie. Der Führer verlieh ihm am 17. Mai 1942, nachdem er inzwische Oberleutnant und Staffelkapitän geworden war, das Eichenlaub und schon zwei Tage darauf die Schwerter zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub.
Oberleutnant Graf gehört als Obersturmführer dem NSFK. an.
Bisher hat der Führer die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung an folgende Soldaten verliehen:
Oberst M ö l d ers , Oberst E a l l a n d , Major E o l l o b , Oberleutnant Marseille und Oberleutnant Graf.
ten Soldatengeschlecht stammt. Auch der Vater hat zehn Jahre tn Frieden und Krieg das soldatische Ehrenkleid getragen. , Hermann Graf verschrieb sich früh der Segelfliegerei, nachdem er schon als Junge Flugmodelle angefertigt hatte. Aber er wurde nicht Berufssoldat, sondern Kommunalbeamter, der bis zum Kriege die Fürsorgeverwaltung seiner Va-
gestrigen Abendstunden ein deutsches Kampfflugzeug bis zu den Orkney-Inseln vor. Die im Nordteil dieses Gebiets liegende Insel Faer-Jsle wurde mit Bomben und Bordwaffen aus geringen Hohen angegriffen und ein mit Truppen belegtes Barackenlager durch Volltreffer zerstört. Weitere militärische Anlagen wurden erheblich beschädigt.
Im Laufe der vergangenen Nacht bombardierten deutsche Kampfflugzeuge die ostenglische Stadt Colchester, die einer her bedeutendsten Eisenbahn- und Straßenbahnknotenpunkte Englands ist und mehrere Fabriken der Maschinenbau- und Waffenindustrie besitzt. Zahlreiche Spreng- und Brandbomben wurden abgeworfen und verursachten in dem getroffenen Stadtgebiet weit- ausgedehnte Brände. Auch die ostenglische Hafenstadt Harwich wurde in der vergangenen Nacht mit Bomben belegt, die mehrere Brände hervorriefen. Sämtliche eingesetzten deutschen Kampfflugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück.
Berlin, 17. Sept. 3« dem erbitterten Ringen um Stalingrad teilt das OKW. ergänzend mit:
Die zähen Hänserkämpse im Innern der Stadt nehmen ihren Fortgang. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, die würgende Schlinge des deutschen Angriffs zu zerre,»en und verzweifelt die drohende Vernichtung aufzuhalten. An keiner Stelle gelang es dem sich verbiffen wehrenden Feind, Die jeden Widerstand brechenden deutschen Infanteristen, Panzergrenadiere und Pioniere aufzuhalten. Alle feindlichru Gegenstöße wurden abgewiesen. „ .
Vielfach hatte sich der Feind tn den Hausern der Stadt verschanzt, die großenteils bereits von den Granaten der Artillerie und den Bomben der deutschen Luftwaffe bis auf die Grundmauern niedergelegt wurden. Um jeden Straßenzug, um jedes Haus und um jeden Schutthaufen wird von den Bolschewisten mit einem an Selbstverntchtung grenzenden Widerstand gekämpft. Schritt für. Schritt des heiß umkämvften Bodens wurde dem Feind entrisien. Alle feindlichen Versuche, die Vernichtung aus,»halten, scheiterten an der entschloffenen deutschen Angriffskraft. Die Säuberung der dem Feind entrissenen Stadtteile von versvreugten Resten wurde erfolgreich fortgesetzt.
einige Zahlen geben em B,ld von der Schwere dieser Kämpfe und dem Ausmaß der Vernichtung. Eine vor «taltn- grad kämpfende motorisierte Infanterie-Division hat seit Juni 21 000 Gefangene eingebracht und 160 Panzerkampfwagen. 281 Geschütze, 36 Salvengeschütze, 42 Pan- zerabwehrgeschütze, 609 Panzerbüchsen, 71 Flammenwerfer und 85 Flugzeuge vernichtet. .,
Die bunkerartia ausgebauten Häuserblocks ,m Stadtgebiet und die zahlreichen Versorgungslager und Arsenale lagen auch gestern wieder im Bombenhagel der deutschen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge. Gegenangriffe des Feindes scheiterten an der unerschütterlichen Schlagkraft der Verbände des deutschen Heeres, die vor allem im Nordteil von Stalingrad durch Tag- und Nachtangriffe deutscher Zerstörer und Schlachtflugzeuge wirkungsvoll unterstützt wurden. Ostwärts der Wolga bombardierten Kampfflugzeuge die Bahnhöfe Baskuntkchak und Lipki. In Luft- kämpfen schossen deutsche Jäger bei einem eigenen Verlust int Raum von Stalingrad 33 bolschewistische Flugzeuge ab, sechs weitere feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. *
as. Die Berichte de» OKW. zeigen, daß sich di« deutschen Truppen im Innern Stalingrads unaufhaltsam vvrwärtskämpfen. Sie zeigen aber auch, daß die Sowjets einen verzweifelten, „a n Selb st Vernichtung grenzenden Widerstand" leisten, und daß selbst um Ruinen noch gekämpft werden muß. Eine Madrider Zeitung kennzeichnet diese Kämpfe mit Recht als die „letzten Todes- zuckungen von Stalingrad" In einem Presfefunk aus Moskau an den arbeiterparteilichen „Daily Herald' in London heißt es: „Man Darf sich nicht verstellen, daß die Verluste der Verteidiger nur einen kleinen Hundertsatz der Verluste der Angreifer ausmachen, wie bei den Abwehrschlachten des ersten Weltkriegs. Di« Sowjets können sich nicht an bequeme Eraben- stellungen anklammern. Sie stehen in offenem Gelände und wehren jeden deutschen Angriff mit Gegenangriffen ab. Ihre Verluste sind grauenvoll und würden untragbar sein, wenn es nicht so unbedingt notwendig wäre, Stalingrad zu halten." Es ist das erstemal, daß aus Moskau ein Aufschrei über die eigenen Verluste erklingt. Je schwieriger sich nun die Situation für die Sowjets gestaltet, um so verzweifelter ruft Moskau nach Hilfe. Erneut weist Stalin die Engländer darauf hin, daß die zweite Front gegen die Achsenmächte errichtet werden muß, „ehe es dafür zu spät ist". Man läßt dabei keinen Zweifel baren, wie ein US-amerikanischer Korrespondent berichtet, daß diese zweite Front im Westen Europas geschaffen werden muß. Ein Versuch, die zweite Front irgendwo im Orient zu schaffen, werde als unzulänglich bezeichnet. Hatten die Engländer also mit Meldungen darüber, daß sie in Nordafrika einen neuen Vorstoß beabsichtigten, etwa gehofft, die Sowjets vertrösten -u können, so sehen sie sich getäuscht. Der gleiche amerikanische Journalist, der über Die erneuerten Moskauer Forderungen berichtet, hat sich nun in London nach dem Stand der Dinge erkundigt. Dabei ist ihm in „verantwortlichen diplomatischen britischen Kreisen" gesagt worden, „die Erklärungen über die Erwägungen einer zweiten Front nach den Besprechungen Churchills und Molotows in London wären nur für interne sowjetische Agitationszwecke bestimmt". Hier zeigt sich wieder einmal d i e große Verlogenheit der britischen Politik. AllerDings hat England dafür büßen müßen, haben doch die Sowjets mit diesem Agitationsversorechen der Engländer so nachdrücklich gearbeitet, daß Churchill sich unter dem Druck dieser sowjetischen Forderungen gezwungen sah, den Jnvafionsverfuch von Dieppe zu starten.
Nun wird gerade in diesem Augenblick, in dem Moskau nach einer Wiederholung eines solchen Versuches ruft, in Kanada, das ja die Hauptlast des Fiasko tragen mußte, eine scharfe Kritik an dem Unternehmen von Dieppe laut. Man erklärt dort, daß der Versuch einer direkten Landung in Dieppe „ein taktischer Fehler" gewesen sei. Man hätte zu einer Zangenoperation (nach deutschem Muster) ansetzen müßen (die übrigens tatsächlich geplant war) und die Landungstruppen hätten ganz wesentlich stärker sein müßen. Die Kanadier hätten Verteidigungsanlagen gegenüber gestanden, denen sie nicht gewachsen waren. Wir können zu einer solchen nachträglichen Kri- tik, bie mit vielen Wenns arbeitet (wenn man stärker gewesen
Die Glückwünsche de» Reichsmarschalls
Anläßlich der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes sandte Reichsmarschall Hermann Goring an Oberleutnant Graf folgendes Glückwunschschreiben:
„Mein lieber Graf. In bewunderungswürdiger Einsatzfreudigkeit und heldenmütigem Angriffsgeist haben Sie sich als einer meiner erfolgreichsten Jagdflieger unvergänglichen Ruhm erworben. Dankbar und voll Stolz beglückwünsche ich Sie herzlich zu der Ihnen vom Führer verttehenen höchsten Tasiferkeitsauszeichnung. Immerwährendes Soldatenglück soll Sie, mein tapferer Staffel-Kapitän, auf dem Wege zu neuen Siegen begleiten. Ihr Göring,
Reichsmarschall des Erotzdeutfchen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe."
Eichenlaub für zwei Infanterie-Offiziere
Berlin, 17. Sept. Für feine erneute hervorragende Bewährung im Kampf gegen den Bolschewismus wurde der am 30. April 1916 in Hausach (Schwarzwald) gebotene Ritterkreuzträger Oberleutnant Werner Ziegler aus Schwetzingen (Baden), Batail- lonsführer in einem Infanterie-Regiment, vom Führer mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus- gezeichnet.
Berlin, 17. Sept. Der Führet verlieh außerdem einem Reserve-Offizier aus Ratibor, dem Ritterkreuzträger Leutnant Gerhard Hein in einem Infanterie-Regiment, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Ritterkreuzträger Generalmajor Buck gefallen
Berlin, 18. Sept. (Funkmeldung.) Bei den schweren Kämpfen im Raum von Noworossijsk fiel am 6. 9. 42 der Kommandeur einer Infanterie-Division, Ritterkreuzträger Generalmajor Albert Buck.
Als Oberst und Kommandeur eines Infanterie-Regiments erzwang er am 22. 6. 42 bei Sculen den Übergang über den Pruth und bildete einen Brückenkopf, den er anschließend gegen den Ansturm zweier Sowjet-Divisionen in harten Kämpfen erfolgreich verteidigte. Dabei führte er mehrfach in gefährlichen Lagen seine Reserven perfönlich zum Gegenstoß vor, sö daß alle Versuche der Bolschewisten, den Brückenkopf wieder zu nehmen scheiterten. Der ereiche Kampf des Regiments Buck war für die weitere Kampf- tung von entscheidender Bedeutung. Das Ritterkreuz wurde ihm hierfür im Juli 1941 verliehen.
Die Division, die er zuletzt führte, verliert durch feinen Tod einen hervorragenden, stets auch auf das Wohl feinet Soldaten bedachten Kommandeur.
Chilenischer Unabhängigkeitstag
Glückwunschtelegramm be» Führers an Präsident Rios
Führerhauptquartier, 18. Sept. Der Führer hat dem Präsidenten der Republik Chile, Juan Antonio Rios, zum chilenischen Unabhängigkeitstage am 18. September mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm feine Glückwünsche übermittelt.
