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Wiesbadener TaMatt

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Nummer 216

Dienstag, 15. September 1942

90. Jahrgang

die

(die folgenden

1100 1700 2 600 2 250 2 850 3 650 4 650

1200 1700

2 600 2 250 2 850

3 650 4 650

Erhöhung der Brot- und Fleischrationen

Wieder 2 250 «ramm Brot in der Woche - 50 Gramm mehr Fleisch für den Normalverbraucher

Aus dem Führerhauptguartier. 14. Sept. Das Ober­kommando der Webrmacht gibt bekannt:

Deutsche Unterseeboote stieben am 9. September 1942, wie bereits in der Sondermeldung vom 13. September ange- kündigt, mitten im Nordatlantik aus einen stark ge­sicherten, von England kommende» Eeleitzug. In ununterbrochenen barten Kämpfen haben zum groben Teil junge Unterseebootsbesatzungen den Eeleitzug bis heute ver­folgt und angegriffen und aus ihm 19 Schiffe mit zu­sammen 122000 BRT.. sowie zwei Zerstörer und eine Korvette der feindlichen Sicherung versenkt. Sechs weitere^Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschä­digt. Nur kleine auseinandergesprengte Teile des lSeleit- zuges konnten enrkommen.

1200 1700

2 600 2 000

2 600 3 400

4 400

Die Abwehrkämpfe im mittleren Abschnitt örtlicher Einbruch bei Rschew nach hartem Ringen abgeriegelt

Die Gangster-Methoden der britischen Kriegführung

Versenkung des deutlich ,«kennzeichneten Lazarettschiffes „Arno"

Britischer Geleitzug aufgerieben

19 Schiffe mit zusammen 122000 BRT, zwei Zerstörer und eine Korvette versenkt

Iran im Unglück

Von Wilhelm Ackermann

In letzter Zeit mehren sich wieder die Meldungen über Unruhen in Iran und insbesondere auch über Zuiammen- stöhe zwischen der Bevölkerung und den englisch-bollÄewiin- schen Besatzungstruvven. Freilich weiß man bei dm Nach­richten der letzteren Art nie, ob sie nicht von englischer oder bolschewistischer Seite lanziert werden, um einen Anlab und nach außen hin eine Entschuldigung zu haben für das noch schärfere Anziehen des Knebels, mit dem man das unglück­liche Land in Gestalt der gemeiniamen Besetzung gefesselt hat. 2n dieser Art wurde kürzlich von Moskau aus das Verschwinden einer Sowietvatrouille gemeldet, und in der­selben Richtung liegt vermutlich eine, neuerliche Nachricht über einen Zusammenstoß zwischen einer kleinen englische» Abteilung und Landeseinwohnern, bei dem es angeblich eine» kostbaren englischen Toten gegeben bat. Wenn das Verhält­nis zwilchen der iranischen Bevölkerung und den Besatzunys- tnippen anerkanntermaßen schlecht ist und eine ständige Spannung im ganzen Lande besteht, so liegt der Grund da­für ebenso in der Vorgeschichte ihrer Anwesenheit in Iran wie in ihrem Auftreten. Die brutale Einmischung Londons und Moskaus in die inneren Verhältnisse des Landes be­ruht ja auf nichts anderem als auf der Erwägung, dab es aus strategischen Gründen eine bcaueme Beute dar­stelle. für die Erleichterung der Matertalzufuhren an die Sowjets sowohl wie für die Verstellung einer Landverbin­dung zwischen englischen und sowjetischen Streltkratten.

Der Versuch des Sckabs Riia Pahlewi, feinem Lande die Gefahr der -Kriegsverwicklung fernzübalten und den fried­lichen inneren Aufbau, der bereits zu beträchtlichen Eriolgen geführt hatte, fortzusetzen. wurde ihm und dem ganzen Staat und Volk zum Verhängnis: er endete mit seinem Sturz und seiner Ersetzung durch seinen politisch gänzlich un­erfahrenen jungen Sohn, mit der Besetzung der Landes­hauptstadt durch bolschewistische Truppen und mit einem der neuen Regierung ausgezwungeuen sog. Bündnisvertrag, dessen v e r h ä n g n i s v o l l e Wi r k u n g e n sich in diesem iranischen Fall noch schneller einstellten als in den verschie­denen europäischen Ländern, die töricht genug waren, aut den englischen Leim der Bündnisse oder Garantien zu kriechen. Denn seitdem bat eine regelrechte Terrorderr - sch a f t im ganzen Lande eingesetzt, im Norden, wo sich Vie Bolschewisten breitmachen, noch stärker als m den von den Engländern beherrschten Slldvrovinzen. In der weiteren Folge ist es zu einer weitgehenden Ausplünderung des Landes hinsichtlich der an sich bereits knappen Nahrungs­mittel. namentlich des Brotgetreides gekommen mit an­schließenden Hungerreoolt^i perschiedener Stamme, die dann wieder Veranlassung gaben, entweder die eigene Regierung zur Entfesselung des Bürgerkrieges zu zwingen, oder die überlegenen Machtmittel der Besatzungstruppen gegen diese Menschen einzusetzen, die es sich nicht zur Ehre anrechnen wollen, für die engiisch-bolschewistischcn Kriegsideale ver­hungern zu dürfen. . ...

Es ist klar, dab unter solchen „Umstanden die derzeitige iranische Regierung nicht viel tatsächliche Autorität besitzt, und dab ihr Einflub im Lande nicht weiter reicht als die ständige Drohung der Besatzung. Die Volksvertretung, in der sich zunächst noch Ansätze eines Widerstandes gegen die Vergewaltigung von auben und innen her geltend machten, steht natürlich auch unter dem Druck der in Teheran auf- marschierten sowjetischen Bajonette, und Io treibt Iran. Das noch vor zwei Jahren ein Land der Ordnung und der sicht­lich aufsteigenden Entwicklung war. immer mehr in anarchi­sche Zustände hinein, aus keinem anderen Grunde, als well es das Unglück bat. aus dem einzig noch verfügbaren Wege zu liegen, der ein Zusammenwirken zwischen Engländern und Bolschewisten auf militärischem Gebiet ermöglicht.

Die Bevölkerung freilich befindet stch m ihrem alt- ererbten Freiheitsdrang und ihrem berechtigten Nat-onat- ftolz nicht mit diesem unwürdigen Zustand ab. tn den ihr Staat durch jenes hobnvolle Bündnis gestürzt worden ist. tote entsinnt sich gerade in dieser Beziehung nicht nur ihrer stolzen Geschichte, die bis in die Neuzeit hinein ein grobes vermches Reich lab. sondern vor allem auch der grundsätzlich iemd- seligen Einstellung der beiden plötzlichen Bundesgenossen gegenüber Persien, die bei den Engländern zwar neueren Datums, bei dem nördlichen russischen Nachbar aber schon 150 Jabre alt ist. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Persien ein machtvoller Staat im Vorderen Asten, der in Seiner größten Ausdehnung vom Euphrat bis zum Indus reichte und nach Norden bis über den Kaukasus vorgeitoben war. Zum Beginn des 19. Jahrhunderts aber kam der erste umfassende Angriff des erwachenden russischen Imperialis­mus. und er kostete den Nachbar im Süden seine ganzen kau­kasischen Besitzungen: Derbent. Baku. Georgien und alle kaukasischen Landesteile, sowie das perstiche Armenien.

Im weiteren Verlauf seiner neueren Geschichte ist das Land dann unter schwachen Herrschern immer mehr zum Zankapfel zwischen dem russischen und dem englischen Imperialismus geworden, die stch hier ■ in bedrohlicher Jnieressenkolliston begegneten. Hatte sich Rußland mit Baku das Öl im Norden gesichert, so war Eng­land darauf aus. dasselbe im Süden zu tun: und schließlich beseitigte man die daraus entstehende bedrohliche Spannung im englisch-russischen Verhältnis durch das erste Abkommen zwischen London und Petersburg von 1907, das die Grenzen der beiderseitigen Einflußzonen in Persien ausdrücklich feit»

Berlin 14. Sept. Reichsmarschall Göringhat angeordnet, daß ab 19. Oktober 1942 die Brot, u n d F l° ischra ti »n en erhöht werden. Die Brotration wird tn »ollem Umfange Witter ans den Stand gebracht, der vor der R-ii-nskurzuna am 6 April 1942 bestand, d. h. der Normalverbraucher uber^ 20 Iahte erhält wiederum 2 250 Gramm Brot pro Woche. Dt« Fleisch- ration wird bei Sämtlichen Berfor-ungsberechtigten pro Kopf und Woche um 50 Gramm, bei den Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeitern um wöchentlich 100 Gramm erhöht.

Die nachstehenden Tabellen zeigen das Rationsbild vor und nach dem 6 April 1942 (Senkung der Rationen) und das künftige Rationsbild (ab 19. Oktober 1942).

Brot:

zu bleiben, die feindliche Abwehr immer wieder zu übertölpeln und zu überwinden und immer wieder zum Angriff anzufetzen. Es handelt sich dabei, wie das int OKW.-Bericht vorn Sonntag benutzte Wort von der EeleitzugSchlacht klar erkennen ließ, nicht um Einzelunternehmungen, Sondern um eine strategische Kombination, eben um eine Schlacht, denn auch der Kampf der U-Boole hat Sich in seinen Formen gegenüber dem Weltkrieg gewandelt. Voller Stolz verzeichnet das deutsche Volk Siefen neuen großen, hart erkämpften Erfolg unserer U-Boot-Waffe.

Zusammenhänge mit dem Kampf im Osten

Gerade in diesen Tagen sind die englischen Blätter wieder angefüllt mit Betrachtungen über die Unmöglichkeit, den Sowfets durch Errichtung einer zweiten Front eine Entlastung tn ihrem „einsamen Kampf, der an ihren Nerven zerrt", zuteil wer­den zu lassen. Die Schiffsraumnöte machen alle derartigen Plane illusorifch. Hier werden die Zusammenhänge deutlich sichtbar. Auch unsere U-Boote kämpfen vor Stalingrad mit. Es nutzt Stalin nichts, wenn er auf diesem oder jenem Wege versucht, die Agitation für die zweite Front neu zu beleben. Die Voraussetzungen für die Durchführung eines solchen Planes sind, nicht zuletzt dank der Tätigkeit unserer U-Boote, nicht gegeben.

Umgehungsversuch über See gescheitert

Die englische Presse hat angestchts dieser Lage betont, man müsse den Sowjets begreiflich machen, daß man die Verstärkungen nach.Ägypten — über die sich Moskau beschwert hat, da sie zu Lasten der von Stalin geforderten Hilfe gingen — nicht umsonst dort hingeschafst habe. Es komme jetzt darauf an, Rommel zu schlagen. Aus diesen Erwägungen heraus hat man sich, offenbar zu dem Landungsversuch bei Tobruk entschlossen. Die Engländer mußten erkennen, daß es unmöglich war. die deutschen und italienischen Stellungen bei. El Alamein zu durchbrechen. Sie mußten derartige Versuche mit schweren Verlusten bezahlen. So wurde der Versuch unternommen, diese Stellungen, gewissermaßen zur See zu umgehen und so die Nachschublinie Nommels zu oe- drohen. Der Versuch scheiterte völlig. Auch er brachte den Eng- ländern nur neue Verluste. Wohin London auch blicken mag. auf die Sowjet-Union, auf die Schlacht auf den Meeren, nirgends zeigt sich auch nur der geringste Hoffnungsschimmer, überall sind es die Achsenmächte, die triumphieren.

die schon im vergangenen Jahr bei der Versorgung der kämpfen­den Front wesentlich halfen, beginnen jetzt dank der Tatkraft der dort zum Wiederaufbau eingesetzten deutschen Landwirt- schastssührer und dank des fortschreitenden Ausbaues des Trans­portwesens auch der deutschen Heimat Nahrungsmittel­zuschüsse zu liefern..

2 Die ffir unsere Versorgung nach wie vor entscheidende deutsche Ernte ist dank des außerordentlichen Einsatzes unseres Landvolkes bei der diesjährigen Frühjahrsbestellung und infolge der günstigen Wachstumsbedingungen in den letzten Monaten besser ausgefallen, als zunächst auf Grund der starken Auswinterungsschäden befürchtet werden mußte. Die Ver­minderung der Getreideanbaufläche durch die Winterschäden wird durch den vorbildlichen Ablieserungswillen des deutschen Land­volks und die Heranziehung der Gerste als Brot­getreide ausgeglichen.

3 Die in ganz Europa nach dem Beispiel der deutschen und italienischen Erzeugungsschlacht oder unter deutscher Führung eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der land­wirtschaftlichen Produktion beginnen sich mehr und mehr auszuwirken. Deutschland kann infolgedessen im Wirtschafts­jahr 1942 seine Getreidelieferungen an verschiedene Gebiete Europas im Vergleich zu dem gewaltigen Umfang der letzten bei­den Jahre erheblich herabsetzen.

Wochensätze in Gramm: 29.7. 1940 bis 5. 4.1942 1100 ) - ,

6 4 1942 bis 18.10.1942 900 Kinder 0 bis 3 Jahre

ab 19. Oktober 1942 1100 1

Gewichtsangaben beziehen sich feweils auf ab en genannten Zeiträume) Kinder 3 bis 6 Lahre Kinder 6 bis 10 Jahre Jugendliche 10 bis 20 3af)ie Normalverbraucher über 20 Jahre Lang- und Nachtarbeiter Schwerarbeiter Schwerstarbeiter

Rv«, 14. Sept. In Ergänzung der vom italienischen Wehr­machtbericht mitgeteilten Versenkung des Lazarettschiffes „Arno wird noch bekannt:

Mt nur wenigen Tagen Abstand von dem heimtückischen Überfall gegen das Lazarettschiff „Aquileia", das nur durch reinen Zufall nach vorheriger Beschießung mit ME.-Feuer einem Torpedo entging, wurde am 10. September 1 Uhr nachts, der u n- menschliche Akt gegen das Lazarettschiff „Arno wiederholt.

Diesmal erreichte dieser Piratenakt, der in jedem anständigen Menschen nur tiefen Abscheu und Widerwillen erwecken kann, seinen Zweck: das Lazarettschiss „Arno", das voll erleuchtet und mit den seiner Mission kennzeichnenden vorgeschrittenen Lichtern fuhr, wurde torpediert und versenkt. Außer vier Matrosen fanden 23 Sanitäter in Erfüllung ihrer vornehmen Pflicht den -ob.

Dieses traurige Geschehen ist in seiner Art nichts Neues, es reiht sich einer Serie anderer, nicht weniger verabscheunngswur-

diger und hinreichend bekannter Akte an. So wurde im ver­gangenen Jahr das Lazarettschiff „Po" im Hafen von Valona durch ein Flugzeug torpediert. In der Nacht zum 29. des vergangenen Juli wurde das Lazarettschiff „C i t t a d i Tra­pani" wenige Meilen nordöstlich von Derna bombardiert. See­notflugzeuge, die gut sichtbar die vorgeschriebenen Zeichen trugen, wurden mehrfach im Verlaus von Rettungsoperationen mit ME.- Feuer belegt und abgeschossen.

Diese brutalen unter offener Verletzung der internationalen Bestimmungen begangenen Attentate, die in der letzten Zeit immer mehr zunehmen — drei innerhalb 42 Tagen können nicht als Irrtümer oder Initiative einzelner be­zeichnet werden, sondern scheinen einem genauen und gewollten Operationsplan zu entsprechen. In jedem Falle sind sie bezeich­nend für die Methoden der Kriegführung der angeblichen Pala­dine der menschlichen Zivilisation.

as. Das Ergebnis der Eeleitzugschlacht im Atlantik, von der schon die Sondermeldung des Sonntag sprach, liegt nunmehr vor. 19 Feindschiffe mit 122 000 BRT. blieben auf der Strecke. Damit erhöht sich die Zahl der in diesem Monat bisher als versenkt gemeldeten feindlichen Schiffe auf 54 mit insgesamt 351000- SSI. Das ist eine Zahl die die gegnerischen Behauptungen von dem angeblichen Rückgang der Versenkungen schlagend widerlegt. Die feindliche Presse hat also neuen Stoff für ihre Klagen über die Schiffsraumnöte. Sie mutz wieder einmal feststellen, daß auch überaus stark gesicherte Geleit- züge ihr Ziel nicht zu erreichen vermögen und die anglo-ameti- kanische Öffentlichkeit muß darüber hinaus aus der deutschen Mel­dung entnehmen, daß alle englischen und amerikanischen, Be­hauptungen über die angeblich so schlechte Ausbildung unseres U-Boot-Ersatzes nichts weiter als ein besonders plumper Schwindel der anglo-amerikanischen amtlichen Agitation sind: Gerade an diesem neuesten Erfolg sind junge U - B o o t B es a tz u n g e n maßgebend beteiligt. Sie haben nicht locker gelasien bis, trotz stärkster Abwehr, das Ziel erreicht und den feindlichen Eelertzug nahezu völlig vernichtet. Das erfordert ungeheure Leistungen der U-Boot-Besatzungen, letzte Einsatzbereitschaft iedes einzelnen Mannes und frischen Wagemut, um fünfmal 24 Stunden am Feind

Fleisch:

Wochensätze in Gramm:

6 4 1942 bis 11 io" 1942 150 ! Kinder 0 bis 6 Jahre

ab 19. Oktober 1942 200 >

(die jetzt folgenden Zahlen beziehen sich ebenfalls wieder auf die genannten Zeitabschnitte)

_ . — __v,: . c

400 350 400

400 300 350

600 450 550

800 600 700

1000 850 950

Normalverbraucher über 18 Lahre Lang- und Nachtarbeiter Schwerarbeiter Schwerstarbeiter

Die Gründe der Verbesserung

Die Verbesierung unserer Versorgungslage ist auf folgende ui unserer Soldaten ist es ge­lungen. die unser Volk seit einem Jahrhundert bedruckende Enge des Lebens- und Nahrungsraumes zu uberwinden Die vsn der deutschen Wehrmacht eroberten fruchtbaren O st gebiet«.

Berlin. 15. Sept. (Funkmeldung.) Zu den Kämpfen tm mittleren Abschnitt der Ostfront teilt das Oberkommando der Wehtmacht mit:

Südostwärts Kaluga und nordwestlich Medyn unter­nahmen die Bolschewisten am Sonntag gegen die deutschen Stellungen nur unwesentliche örtliche Angriffe, die alle abge­wiesen wurden.

Im Raum von Rschew führten die Bolschewisten nach starker Artillerievorbereitung stärkere Angriffe gegen die deutschen Linien Sie versuchten, durch massierten Einsatz der Luftwaffe ihrem Stoß ein Übergewicht zu geben. Wahrend atöfiete Feindansammlungen und Baiieriestellungen schon im Ab­wehrfeuer bet deutschen Artillerie und durch Angriffe von Kamps- und Sturzkampfflugzeugen zerschlagen werden konnten, gelang es dem Gegner nur an einer Stelle ein Einbruch in die deutzche Stellung. Durch Zusammenfassung non „6 0 bis 7 0 Pa nzer - kampfwagen brachten die Bolschewisten ihre Infanterie vor­wärts und konnten Gelände von nur örtlicher Bedeutung nehmen. Ein deutsches Infanterie- und Pionierbataillon, sowie

eine Radfahrabteilung riegelten sofort den Feindeinbruch nach hartem Ringen ab.

Im Verlauf der Kämpfe wurden im Bereich eines Infanterie« korps 67 bolschewistische Panzer abgeschofsen, da­von 43 bei einer Division die den Hauptstoß abfing. Lei einem deutschen Stoßtruppunternehmen wurden von den Infanteristen und Pionieren acht feindliche Bunker niedergekämpft und eine Anzahl Gefangene eingebracht. Im Nachbarabschnitt drang ein deutscher Stoßtrupp in Die feindliche Stellung ein und tollte diese in 250 Meter Breite auf. Die Bolschewisten verloren über fünf­zig Tote, während die deutschen Infanteristen ohne eigene Ver- luste mit einer Anzahl Gefangener zurückkehrte.

Deutsche Kamps - und Sturzkampfflugzeuge bom­bardierten mit guter Wirkung feindliche Satterieftellungen, die Den Durchbruch bolschewistischer Kräfte vorbereiten und unterstützen sollten. Truppenausladunaen des Gegners wurden auf verschie- denen Bahnhöfen angegriffen, zahlreiche Güter- und Lastkraft- wagen gingen in Flammen auf. Deutsche Jäger schossen zehn bolschewistische Flugzeuge ab, vier weitere wurden durch die Flak« Artillerie zum Absturz gebracht.