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Montag. 14. September 1942

Wiesbadener Tagblatt

Sonntagen durchgesührt werden.

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Eine Sturmmannschaft beim Wettkampf-Schießen

MEN

1942

13.9

begann auf vier

Sport und Spiel

st ein

Wchrkampftage X. bcv y

Um die Punkte in Hessen-Nassau

Kickers Offenbach FK. 1893 Hanau SpBgg. Neu-Isenburg FSB. Frankfurt Union Niederrad Opel Rüsselsheim Wormatia Worms SB. 1898 Darmstadt

Weitere Spiele

Uber Kimme und Korn das Ziel fest im Auge

2 Photos: Tagblatt.

-------- ---------- von Stroh

einer Viertelstunde war bereits der zweite hatte umgekehrt Schmidt geflankt und Aus_ dem Gedränge

Der wehrhafte Sport

' Schiebwettbewerbe im Rahmen der »Wehrkampftage 1942

DieSB ehrkampftage 1942, die im Standort Wies­baden am ersten Septembeisonntag mit einer würdigen Morgen­feier der SA.-Standarte 80 imWalhalla"-Theater ihren Anfang nahmen, fanden ihre Fortsetzung am gestrigen Sonntag mit der Durchführung der Schietzwettbewerbe. Die Wehrkämpfe III

Morgen letzter Tag

Tätige Reue bei Bergehen gegen den Lohnstop

Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz macht noch­mals darauf aufmerksam, daß am 15. September 1942 die Frist

Sonderstempel iu den Wehrkamvftagen der SA.

Er zeigt neben der In­schriftNürnberg, die Stadt der Reichsvartei- tage 13. 9. 1942. Wehr- kamvftnge der SA. 1942 eine Teilansicht von Nürnberg und die Ab­bildung des SA.-Ab- zeichens. (Weltbild).

Auch im Rückspiel bei der Eintracht hielt sich die KSE. sehr wacker, "obwohl Ludwig, Siebentritt, Arenz und Pfisterer fehlten. Die Gelben'Wolf; Weimer, Auth; Rau, Roßkopp, Jung; Rühl, E. Schmidt, Sinn, Behren, Barbahenn bestanden trotzdem den Kampf durchaus ebenbürtig und unterlagen nur ganz knapp; da­bei wäre bei energischerem Einsatz des Angriffs sehr wohl ein umgekehrtes Ergebnis möglich gewesen. Sin, Behrens und Rühl waren im Ausnützen der Gelegenheiten nicht immer schnell und entschlossen genug. Dagegen zeigte sich der junge Linksaußen recht wendig, bester Stürmer war Schmidt. Die Hintermannschaft be­stand ausgezeichnet, besonders gefielen Auth und Roßkopp, auch Wolf wehrte wieder sehr sicher. Die Eintracht hatte ein recht starkes Aufgebot mit Düring; Stubb, Klüber; Bechthold, Lehmann, Heilig; Berger, Hammer, Kraus, Arheiliger, Sonneck. Dennoch mußte sie heilfroh [ein, bei Schluß des wechselvollen Treffens sich beide Punkte gutschreiben zu können. Im Sturm stach bei den Niederwäldern der Wiener Gastspieler Sonneck hervor, der auch

für beide Tore verantwortlich zeichnete.

In der ersten Halbzeit hatte die Eintracht vielleicht ein klein wenig mehr vom Spiel, doch auch die Hiesigen warteten mit kräf­tigen Gegenstößen auf. Beide Deckungen blieben zunächst Herr der Lage. Erst in der 40. Minute gelang den Frankfurtern ihr etwas glücklicher Führungstreffer. Bei einem haltbaren Schuß Sonnecks zögerte Wolf mit dem Eingreifen, da er wohl rechnete, das Leder werde ins Aus rollen; doch überraschend saß die Äugel im Netz. Nach der Pause kam Wiesbaden auf und wurde über größere Strecken sogar tonangebend. In zehnter Minute nach Seitenwechsel kam denn auch der verdiente Ausgleich zustande. Roßkopp legte zu Linksaußen vor, dieser flankte schön, und der in den Sturm ge­gangene Auth besorgte den Rest. Wieder wurde das Spiel ver­teilt, die Gäste hatten Glück bei einem bombigen 16-Meter-Straf- stoß von Stubb, der scharf überm Toreck von der Latte zurück­prallte. Kurz vor Schluß fiel die Entscheidung. Eine Gelegenheit schnell erfaßend, war Sonneck durch, lief zur Mitte, schoß ein, während Wolf die Sicht verdeckt war. Dann war Rau noch ein­mal vorgekommen, wurde indes nicht ganz regelrecht vom Ball abgedrängt. Es war ein schönes und hochstehendes Spiel, mit dem die Wiesbadener bewiesen, daß sie den Frankfurter Eroßoereinen noch immer eine ebenbürtige Partie zu liefern wißen. Ihre Leistungen wurden auch von' den dortigen Zuschauern beifällig anerkannt, und wäre Ludwig noch mit dabei gewesen, daß Auth, wie geplant, im Angriff hätte eingesetzt werden können, wäre sehr leicht wohl ein günstigeres Abschneiden zu melden gewesen.

abläuft, bis zu der der Betriebsführer wegen Verstoßes gegen die lohngestaltenden Vorschriften tätige Reue Üben kann. Wer bis zu diesem Tage freiwillig unzulässige, in der Zeit vom 16. Oktober 1939 bis 1. Juli 1942 oorgenommene Lohn- oder Gehaltserhöhun­gen Erhöhungen sonstiger laufender Zuwendungen oder die unzu- läßige Ausschüttung einmaliger Zuwendungen dem zuständigen Reichstreuhänder der Arbeit anzeigt oder wer von sich aus frei­willig unzulässig ausgezahlte Bezüge mit Wirkung vom 1. Juli 1942 ab wieder auf den gesetzlichen Stand vom 16. Oktober 1939 zurückführt, bleibt straffrei. Wer es dagegen unterläßt, eine solche tätige Reue bis zum 15. September 1942 zu üben oder wer in Zu­kunft Löhne, Gehälter und Bezüge entgegen den gesetzlichen Vor­schriften verändert, muß nunmehr mit sehr fühlbaren Strafen rechnen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat die Reichstreuhänder der Arbeit angewiesen, Verstöße gegen die im Interesse stabiler Wirtschafts- und Währungsverhältniße gebotene Lohndisziplin unnachsichtlich zu ahnden.

diesem schönen Wehrsportwettbewerb hin und jeder war eifrig bemüht, für seine Mannschaft das beste Ergebnis herauszufchleßen. Wie sich die Schießerfolge auswirken werden, müßen erst die weiteren sportlichen Wettbewerbe zeigen, die an den kommenden

Eine ersichtlich große Freude bereitete am Samstagnach­mittag der Akkordeon-Klub Wies b. - Bier stad t, Leiter Walter Gemmerich, den verwundeten und kranken Soldaten eines Reservelazaretts, womit der Klub fein 20. derartiges Konzert gab. Die 22 Mitwirkenden sind zum größten Teil Jugendliche, die aber über eine anerkennenswerte Fertigkeit im Akkordeonspiel verfügen. Bei den Vorträgen fiel besonders die schöne Rhythmik angenehm auf. wie der Dirigent auch dynamische Effekte heraus-

Kreiself Dillenburg/Liedenkopf Rotweiß Frankfurt 1:6 Stadtelf Hanau Luftwaffe Mainz ausgefallen

Der Meister Offenbach blieb nun doch auch diesmal glatt über Hanau siegreich. Erwartungsgemäß errang SBotmatia da­heim den zweiten Sieg und übernahm damit die vorläufige Tabellenführung. Unentschieden endeten die beiden restlichen Spiele, in denen die Neuliga ihren ersten Eewinnpunkt sicherten. Bemerkenswert ist dabei besonders der Teilerfolg der Isenburger gegen die starken Bornheimer; aber man weiß von früher her, daß der Isenburger Sand ein gefährliches Gelände ist, wo viel­leicht noch mancher siegesgewisse Favorit Federn laßen muß.

KSG. imponierte in Frankfurt

Eintracht Franffurk KSE. Wiesbaden 2:1 (1:0)

zuholen weiß. Die Vortragsfolge hatte einen durchaus volkstüm­lichen Anstrich, wenn auch anspruchsvollere Musik mrt einfioß. Es waren zumeist gemütvolle Tanzweisen, Walzer, Rheinländer, Ländler und Märsche, darunter eigene Kompositionen von Walter Gemmerich, von denen eine, das IntermezzoEoldkopfchen in dem Konzert aus der Taufe gehoben wurde. Die Soldaten spendeten reichen Beifall und ihrem Dank für den unterhaltsamen Nachmittag gab der den Chefarzt vertretende Oberarzt. I.

Unersetzliche Arbeiten sind einem hiesigen Maler dadurch in Verlust geraten, daß Jugendliche, denen die Beförderung der Mappe mit den Aquarellen Übertragen wurde, diese bisher nicht abgeliefert haben. Die Kriminalpolizei warnt vor dem Ankauf der Arbeiten. Hoffentlich finden die Jugendlichen, die sich wohl Über den einmaligen SBeit der Arbeiten nicht klar sind, noch den Weg zur Wohnung ihres Auftraggebers.

DasSB. T. gratuliert. Kaufmann Ludwig K i e h l, Wrl- helmstraße 40, vollendet am Dienstag fein 70. Lebensjahr. Er ist eine in Wiesbadener Geschäftskreisen geachtete Persönlichkeit und hat sich auch in der Fachwelt dadurch einen Namen gemacht, daß er im Jahre 1928 in Wiesbaden die AusstellungDas Deutsche Porzellan" ins Leben tief und auf seine Anregung hin der erste Fachverbandstag durchgeführt wurde.

Wunder der Natur. Zu dem Aufsatz imWiesbadener Tagblatt" vom 11. d. M. teilen wir ergänzend mit, daß es sich bei dieser Weichselkirsche nicht um die bekannte Art Prumus rn a h a l e b handelt, sondern um die auch Traubenkirsche genannte Species Prumus serotina handelt. Diese Form der Kirsche, welche aus Amerika stammt, wird bei uns wegen ihre- Blütenreichiums hier und da als Zierbaum angepflanzt, steht auch wohl in unseren Kuranlagen und kommt im westlichen Taunus in der Nähe des Kammerforstes in ganz wenigen Exemplaren ver­wildert vor. Sie blüht später als die übrigen Kirschenarten, daher der lateinische Name serotina.n.

Unfälle. In der Dotzheimer Straße kam auf der Treppe ein Kind zu Fall und erlitt einen Armbruch. Im Nerotal ver­lor ein Radfahrer die Gewalt über fein Fahrrad, stürzte und zog sich innere Verletzungen zu. In der oberen Webergaße glitt eine Frau auf der Straße so unglücklich aus, daß sie sich erhebliche Knieverletzungen zuzog. In der Emser Straße stürzte ein 27 Jahre alter Angestellter mit seinem Fahrrad so unglücklich, daß er eine Gehirnerschütterung daoontrug.

Dissbcrdsn-ölsbricg

Bor 100 Jahren war imWiesbadener Wochenblatt" zu lesen:Meinen verehrlichen Freunden mache hiermit die er­gebenste Anzeige, daß ich eine Ladung bester Rührer Ofen- Schmiedegries und Stückkohlen gegen den 18. d. M. erwarte und bleibt das Schiff circa 14 Tage zur Entladung an der Ochsenbach in der Nähe meines Magazins liegen. Die vorzügliche Qualität, wie billigst gestellte Preise laßen mich zahlreiche Bestellungen hoffen und man beliebe daher nut Aufträge direkt an mich oder bei Hrn. Earl Groschwitz jun. in der Burgstraße gelangen zu laßen. Biebrich, 13. September 1842 gez.: I. R. Lembach.

Musik« und Vortragsabende

* Kurhaus. Nach sehr erfreulicher Tätigkeit bei den Konzerten des Kurhauses trat am Sonntag Obermusikzugführer Fried König mit dem Eoumustkzug XXV des RAD. noch einmal auf, um nun wieder dem Kurorchester die Pflege der Musik zu über­laßen. In dem Abendkonzert hörten wir außer einigen befeuernden Märschen das Vorspiel zu Richard WagnersMeistersingern" in einer sorgfältig ausgefeilten Ausführung, die den polyphonen Reichtum dieses Meisterwerkes klar etlennen ließ. Bedeutsam war auch dieorientalische Suite von Fr. Popy, die sich in vier tanz- artigen Sätzen aufbaut und die charakteristischen Färbungen und Rhythmen arabischer Musik ausweist. Außerdem hörten wir einen aus der Volksmelodie derKönigskinder'^entwickelten Walzer von H. Löhr und die abwechslungsreiche Paraphrase über das bekannte LiedTeuere Heimat" von M. Nohl. Ein Glanzstück war der prunkvolle Huldigungsmarsch aus Sigurd Jorsalsar von Edvard Krieg. Überall zeigte sich, welch ein beachtlicher Klangkörper dieser Eaumusikzug ist. Besonders bemerkenswert war, daß das nur aus Bläsern bestehende Orchester die Wirkung eines vollbesetzten modernes Orchesters nahezu erreichte. Die schweren Blech­instrumente waren von kraftvoller Schönheit, während die Oboen und Klarinetten zarte Klangfärbungen erzielten, die die Streich­instrumente ersetzen mußten. Trotz der Aufführung im geschlossenen Raum empfand man die Fülle der sehr exakt durchgeführten Musik nie als zu stark. Man freut sich immer wieder, diesem Eaumusik- zug zu begegnen. Dr. Wolfram Waldschmidk

Eindeutiger Borsieg des Bann 80

Bann 81 Frankfurt 13:3 besiegt

Wenn mancher dem gestrigen Bannvergleichskampf im Boxen etwas bange entgegen gesehen hatte, so wurde er im vollbesetzten alten Saal des Paulinenschlößchen eindeutig über die Stärke unseres Boxnachwuchses belehrt. Überließ man den Gästen doch gerade nur 3 Punkte, von denen der eine aus dem Unentschieden des dritten Kampfes (Schwärzel-W. gegen Köhler-F.) resultierte, während die beiden anderen Bettendorf-F. im Schlußkamps gegen Betz-W. errang. Dabei hatte Bettendorf lediglich den Vorteil der größeren Reichweite, da im spottlichen Können Schwärze! dem East in nichts nachstand.

Alle Kämpfe standen auf beachtlicher Stufe, zwei davon wurden wegen zu großer körperlicher Überlegenheit der Ein­heimischen vom Ringrichter vorzeitig beendet und zwar die beiden

(Mannschaftsfünfkampf), IV (Deutscher Wehrmannschaftskampf) und V (Mannschafts KK-Schießen) sehen neben anderen sport­lichen Aufgaben das Kleinkaliberschießen vor. Es wird auf 50 Meter Entfernung mit Trefferwertung geschoßen, das heißt, die Schüße, die auf die Kopfscheibe oder die 12er Brustringscheibe ab­gegeben werden, müßen innerhalb der schwarzen" Figur sitzen oder dieselbe berühren. Diese Ausgabe erfordert also eine sichere Hand und ein gutes Auge. In den frühen Morgenstunden des Sonntags begann auf vier Schießständen in Groß-Wiesbaden dieser Schieß­wettkampf, an dem sich neben den Mannschaften der SA. und ihrer Wehrmannschaften auch Mannschaften 'Wiesbadener Betriebssport­gemeinschaften beteiligten. Je vier Mann schießen in einer Mann­schaft unter gleichen Voraussetzungen und Bedingungen, und zwar je fünf Schuß liegend freihändig. Durchweg wurden gute Treffer erzielt, wobei bemerkenswert ist, daß die Schüße nicht angezeigt wurden, also eigene Korrekturen während des Schießens nicht möglich waren. Mit Freude und Eifer gaben sich die Schützen

Kriegserinuerungsruude der Preisklasse

E r u p pe A

FSp. 08 Schierstein FB. 02 Biebrich 5:1 (2:1)

SB. 19 Biebrich FK. Erbach 3:3 (1:1)

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Bilder historischer Stätten

Kunstvolle Elasplaketten aus dem Gablonzer Land bei der ersten Reichsstraßensammlung

Am 19. und 20. September wird die erste Reichsstraßensamm- lung des diesjährigen Kriegswinterhilfswerks durchgeführt, bei der 16 verschiedene Elasabzeichen mit Bildern historischer <5 t ät t e n angeboten werden. Es sind die Bilder von Baudenk­mälern, die untrennbar mit der Geschichte unseres Volkes ver­knüpft sind, Denkmäler, die die Jahrhunderte überdauert haben und Denkmäler, die in unserer Zeit entstanden sind.

Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal eröffnet die Reihe, das 1913, also 100 Jahre nach der Bezwingung des Korsen, fertiggestellt wurde, ihm folgen das Hermann-Den k- m a 1 im Teutoburger Wald und das auf dem Wiener Helden­platz stehende P r i n z - E u g e n - D e n k m a l. Ferner das Mahnmal in München, das in der Elasprägung so scharf herauskommt, daß man sogar die einzelnen Namen auf der Ehren­tafel lesen kann, und das Reichsehrenmal in Berlin. Auch das Andreas-Hafer-Denkmal auf dem Berge Jfel, das zur Erinnerung an feine Siege über die Franzosen 1809 errich­tet wurde, darf in dieser Reihe nicht vergeßen werden.

Unter den Domen stellt sich der Wiener Steffel, das Wahrzeichen der Donaustädt, vor. Die Eaf nißonttaLe in Potsdam mit ihrem berühmten Glockenspiel und den Ruhestätten Friedrichs des Großen und seines Vaters ist ebenso vertreten wie das Straßburger Münster, auf dem im Juni 1940 dre deutsche Fahne emporstieg zum Zeichen der Heimkehr des Elsaß ins Reich.

Von den Burgen ist zunächst Karl st ein bei Prag zu nennen, in der einst die Reichskleinodien ruhten, die SH arten« b u r g schließt sich an, die treue deutsche Feste int Osten, das Schloß des Deutschen Ordens, das Konrad von Thierberg gründete. Fast wie eine Burg mutet auch das Tannenberg-Denkmal an, Symbol für das Zusammenbrechen des Ansturms östlicher Horden vor den deutschen Waffen im Weltkrieg. Auch der mächtig ge­gliederte und schlanktürmige Rathausbau in Aachen zahlt zu den Bauten, die ein Stück deutscher Geschichte verkörpern.

Zwei berühmte Tore haben sich der hübschen Plakettenreihe angeschloßen: das herrliche, säulengegliederte Branden­burger Tor des Meisters Langhans in Berlin und das schöne mittelalterliche H o l st e n t o r in L ü b e ck, das 1477 erbaut

Alle diese Elasabzeichen, die int Gablonzer Land entstanden sind und die eine sorgfältige Ausführung erkennen laßen, werden durch die Turner und Sportler des NS.-Reichsbundes für Leibes­übungen verkauft. Auch darin liegt ein tiefer. Sinn. Denn der Auftrag des Reichsbundes liegt ja in der gleichen Richtung wie die Aufgaben der NS.-Volkswohlfahrt, und auch die Mittel, dte aus dem.Spendenauskommen des Kriegs-WHW. herfließen, dienen dem gleichen Ziel: der Erhaltung und Förderung der deutschen Volksgesundheit. Im großen Lebenskampf der deutschen Nation ist neben allen militärischen Waffentaten gerade dieses Ziel von größter Wichtigkeit, denn in der Gesundheit des deutschen Volkes liegt seine Lebenskraft in der Zukunft begründet. Darum ist unsere freudige Spende zur Reichsstraßensammlung der Ausdruck unseres Willens, an diesem Ziele mitzuschaffen. s-

Vor 100 Jahren

Em Blick insWiesbadener Wochenblatt"

No. 37. Montag den 12. September 1842

Vor 100 Jahren herrschte in unserem Gebiet erheblicher Futtermangel, wie aus nachstehenderObrigkeitlicher Bekannt­machung" zu ersehen ist:Herzogliche Landesregierung hat ge­nehmigt, daß bei dem eingetretenen Futtermangel die Kühe so lange auf die Wiesen getrieben werden dürfen, als nicht künstlich gewässert, oder durch lang anhaltenden Regen der Boden zu sehr erweicht, und derViehtrieh demselben daher schädlich wird. Es wird dieses den hiesigen Gutsbesitzern mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß diejenigen, welche das noch auf den Wiesen befindliche Erummet ernbten wollen, solches bis zum 19. d. abzufahren haben, indem alsdann der Austrieb des Viehes beginnt. Wiesbaden, am 10. Septb. 1842. Herzogliche Stadtschultheißerei. gez.: Lauterbach." Anfänge eines Lichtbildateliers in unserer Stadt find aus folgenderBekannt­machung" zu erkennen:Einem hohen Adel und hochvörehrlichen Publikum machen wir hiermit die ergebenste Anzeige, daß wir von Wien Hierselbst angekommen find, und uns in Verfertigung Daguerr'scher Licht-Bilder bestens empfehlen. Durch die Stellung eines sehr mäßigen Preißes und Garantie für die sprechenste Aehnlichkeit, der von uns gefertigten Abbildung, sehen wir einem recht zahlreichen Zuspruche entgegen. Unsere Wohnung ist im Aachener Hof, Wilhelmstraße No. 8, woselbst Abbildungen nach Belieben jeden Tag von Morgens 10 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr vorgenommen werden können. Diejenigen, welche in ihrer Woh­nung portraitirt zu werden wünschen, bitten wir Tags vorher, uns ihre Adresse zuzusenden, gez.: I. Vierbuchen und Sattler.

Beide Ergebnisse der Gruppe kommen eigentlich nicht ganz erwartet. Zwar traute man den Schiersteinern nach ihrem Un­entschieden im Vorspiel auf dem Dyckerhoffplatz zu Hause schon einen Sieg zu, aber das Resultat ist doch überraschend eindeutig. Die Schwarzweißen Heff; Krug, Lieser; Rein, K. Schmidt, Groth; Stroh, Schroder, Eg. Hennrich, Nik. Hennrich, Fr. Schmidt hatten in ihrer Elf keinen schwachen Punkt. Flott und planvoll lief die Kombination, und der Singriff ließ es an gesundem Torschuß nicht fehlen. Gar in zweiter Hälfte erreichten die Leute vom Hafen große Form und bestimmten klar den Verlauf, nachdem die Blauen bis zur Pause noch ziemlich ebenbürtig waren. Die Säfte Jung; Schlemmer, Roth; Barbahenn, Leutner, Pitthan; Meßmer, Dominik, Jung, Klarmann, Beisiegel ersetzten wohl ihren Tormann, doch sein Stellvertreter ist für die Verlusttore kaum verantwortlich zu machen. Biebrich trug zu Beginn einige Angriffe vor, aber bald hatte Schierstein sich freigemacht und er­reichte auch durch den Linksaußen Schmidt auf Flanke vo ------

die Führung. Nach c '

Treffer fällig, diesmal ho Stroh besorgte die Verwandlung. _______a.

holte bann 02 ein Tor auf, indes sollte es auch das einzige der Eäste bleiben. Schierstein dagegen kam int zweiten Akt noch drei­mal zum Zuge. Erst war Ntk. Hennrich erfolgreich, danach setzte Eg. Hennrich eine Vorlage von Groth ins Ziel, und aus Ge­dränge vor dem Biebricher Heiligtum wurde noch ein fünfter Zähler gebucht. Das Spiel war schnell und recht anspruchsvoll, kämpferisch hart, doch anständig. Schicrstein führt in der Runde nunmehr klar mit fünf Spiele, 29:6 Toren, 9:1 Punkten. Da das ausstehende letzte Treffen gegen SV. 19 Biebrich kaum ver­loren gehen wird, ift den Schwarzweißen der Eruppensieg schon so gut wie sicher.

In Biebrich hatte man wohl mit einem Sieg des SV. 19 gerechnet, nachdem das Vorspiel im Rheingau doppelten Punkt­gewinn einbrachte. Aber durch einige in letzter Stunde notwendig gewordene Umstellungen in der Mannschaft waren bei den Gast­gebern Durchschlagskraft und Zusammenspiel etwas beeinträch­tigt. Der Gegner wirkte recht flott und eifrig und erzwang ein im allgemeinen ebenbürtiges Spiel. Bei der Pause hieß es 1:1, Haas hatte die Biebricher in Führung gebracht, doch Erbach zog gleich. Auch der später von Wilhelm erzielte Führungstreffer wurde wiederum wettgemacht. Bei 2:3 lag sogar der East in Front. Wilhelm kam nochmals zu Torehren und stellte das Endergebnis her, zwei gute Gelegenheiten für Biebrich wurden sogar noch verpaßt. Doch der Ausgang wird beiden Teilen ge­recht. Zwei schöne Siege erfocht dre Jugend des SV. 19. Sie schlug Hochheim im Treffen der A-Jugend 7:0, im Treffen der B=3ugenb 4:0.