Wiesbadener Tagblatt
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Nummer 214
Samstag/Sonntag, 12./13. September 1942
90. Jahrgang
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uns keineswegs beruhigen. Für jeden persönlichen wie im Leben der Völker.
Manchmal begegnen wir in der Heimat den Ansätzen zu ein« Gleichgültigkeit, für die es Erklärungen ge- nug gibt, aber keine Entschuldigung. Lange Dauer stumpft ab. Das gilt ebenso für friedliche Unternehmungen, wie für ben Kneg. Eine Reaktion der Nerven, nach einer Periode bochster Anspannung. Daß dieser Rückschlag des Pendels natürlich in. den^oiganischen Lebensgesetzen entspricht» darf jcben gt0^en Einsatz, im
Front als Vorbild
Von Heinrich Karl Kunz
Aus Suche nach billigen Lorbeeren
Der feige Überfall auf Madagaskar soll die Erfolglosigkeit der Churchill-Strategie verdecken
Gründung einer Deutsch-Indischen Gesellschaft
Subhas Chandra B-se: Dieser Krieg eine goldene Gelegenheit die Freiheit zu gewinnen
Richt die vom Schicksal gc uns aufrichten können. Das strömt Kraft und Ruhe aus.
USA-Flotte hatte bisher 12000 Tote und Verschollene
Heute schon höhere Verluste, als in allen anderen Kriegen der Bereinigten Staaten zusammengenommen
Torres-Strabe, zwischen Reu-Euinea und Australien fiel ein werteres australisches Transportschiff javanischen Bomben zum Opfer.
. Die javanische Luftoffensive gegen Australien wirb nach wie vor weitergeMrt. Wieder wurden die größten Ansiedlungen in Nord-Australien wirksam mit Bomben belegt, darunter abermals Townsville. Cairns Looktown, Port Darwin und Port Hed- land. In Luftkämpfen schoß die javaniche Marine-Luftwaffe 19 feindliche Flugzeuge ab, nur zwei javanische Flugzeuge gingen bei diesen Kämvfen verloren.
as. Berlin. 12. Sept. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) „Ihre zweite Front", das ist die Überschrift, die die Pariser Zeitung „Oeuvre" der Nachricht über den neuen feigen, britischen Überfall aus Madagaskar gibt. Es ist kein Zweifel, baß neben den strategischen Überlegungen — Reuter verweist ganz offen auf die Bedeutung der Insel für die immer schwieriger werdende Aufrechterhaltung der Seewege — auch dieses Motiv bei dem neuen feigen Piratenakt Churchills und Roosevelts eine Rolle gespielt bat. Man sah in Madagaskar einen Punkt, an dem man billig Lorbeeren sammeln kann. Sowohl Churchill als auch Roosevelt, dessen Märchenerzählungen von den großen amerikanischen Siegen bei den Salomon-Inseln «- gesichts des japanischen Vordringens gegen Port Moresby in ein Nichts zerflattern. brauchen irgend einen Erfolg. In Europa ist er für sie ebenso wenig zu holen, wie etwa in Nordafrika, muß doch vielmehr die englische und die US.- amerikanische Presse erneut feststellen, daß die Anglo- Amerikaner nicht in der Lage sind, ihr Versprechen einzulösen und in Westeuropa eine zweite Front zu schaffen. Selbst die englischen Gewerkschaftler haben das begriffen. Sie haben dementsprechend einen Antrag, die Regierung zur Schaffung einer zweiten Front aufzufordern, abgelehnt. Man sieht, wie stark sich Dieppe auswirkt.
Verbittert stellen die Sowjets fest, dab sie allein den Kampf führen müssen. Sie lassen nichts unversucht, um den deutschen Angriff zum Stehen zu bringen. Zwingen die groben Verluste die Sowjets auch, von Zeit zu Zeit Pausen in den Angriffen bei Rschew und Kaluga und den anderen Brennpunkten im mittleren und nördlichen Abschnitt einzulegen, so werden diese Angriffe doch immer wieder erneuert. Der Erfolg bleibt den Sowjets nach wie vor versagt. Die heldenhaften deutschen Verteidiger halten stand und Helsen so ihren Kameraden im Südabschnitt siegen, denn selbst englische und amerikanische Meldungen müssen eingestehen, daß durch alle diese Angriffe keine deutschen Ttuvven von dem entscheidenden Südabschnitt abgezogen wurden. Hier kann bei dem außerordentlich stark befestigten Gelände nicht mit schnellen, groben Raumgewinnen gerechnet werden. Das gilt vor allem für das
Nicht die vom Schicksal geschonten sind es, an denen wir uns aufrichten können. Das vom Leid gezeichnete Antlitz strömt Kraft und Ruhe aus. In wem steigt nicht das Bild einer Mutter. (Ulf, die das Liebste opfern mubte. und die ge- rade darum rede Sorge mit dem bellen Licht ihrer Zuver- Wt zu bannen vermag. Eine Erfabrung. die der Krieg bestätigt. In den alten Kulturstädten des Rheinlandes, in denen die Rumen von Kirchen und Wohnhäusern stündlich an den Melac des zwanzigsten Jahrhunderts erinnern, haben stch die Spekulanten auf den moralischen Zerfall unseres Volkes ihre, vernichtendste Niederlage geholt. Mit gefüllten Sammelbüchsen gab unsere Nachbarstadt Mainz eine unmißverständliche Antwort. Richt die inneren, von verschonten Gaue des Reiches habe« die Entschlossenheit der. Heimat am klarsten zum Ausdruck gebracht sondern, wie Dr. Goebbels kürzlich hervorhob, die Erenzlande rm Norden und Westen, die unter dem Bomben- terror der Heckenschutzenflieger Churchills in unzähligen Nachten gelitten haben.
LeEendes Symbol unseres Siegesw i llens ccher. Hort des Glaubens an die grobe Zukunft des Reiches. Lder deutsche Soldat, also der. der das schwerste Opfer auf stch nahm und täglich von neuem auf sich nimmt. Über ein Jahr steht er nun rm Osten, ohne dab er einen bei seinen Lieben weilen durfte. Gegen einen Feind, der alle Tucken seiner. Landschait und seines Klimas auszu- nutzen versteht, der mit indischer Gerissenheit, die im Unter- bewubtseln der von ihm beherrschten Rassen schlummernde Bestie entfesselte. Gegen einen Feind, der sich der entwur- r-lten Intelligenz aller Volker der Erde bediente, um mit chrer Hilfe aus den ungeheuren Rohstossreichtümern seines Raumes eine .Rüstung zu schaffen, für die es in der Geschichte kaum einen Vergleich gibt. Gegen den gepanzerten • Ungeist der Steppe.
Und diese unermüdlichen Marschierer, namenlos und ledern Lob abhold, von denen späte Jahrhunderte noch mit Bewunderung und Ehrfurcht sprechen werden, haben in dresem bittersten aller Kampfe, ut dem sich auch der lebte Tropfen Energie verzehrt, die Heimat nicht ver-
^estungsgelände von Stalingrad. Das tief gegliederte auberst stark befestigte Verteidigungssystem mub von den deutschen Infanteristen und Pionieren sch rittweise in schweren Einzelkämpfen genommen werden. Trotzdem gelang südlich der Stadt Stalingrad ein Durchbruch durch die feindlichen Stellungen. - der bis an die Wolga vorgetragen werden konnte, die nunmehr also nördlich und südlich Stalingrad erreicht ist. „Bei der fast unmenschlichen Schwere und Härte dieser Angriffe", so heibt es hierzu in einem Bericht des OKW.. „ist damit ein weiterer beachtlicher Erfolg im Kampf um die stark befestigte Stadt Stalingrad errungen worden. Stück für Stück dieses stählernen Festungsgürtels wird durch den mit zäher Ausdauer und entschlossener Kraft durchgeführten Angriff deutscher Infanteristen, Pioniere. Panzergrenadiere und Panzerjäger herausgebrochen und zwar aus einem Festungsring, der vom Feind bart und verzweifelt bis zum Letzten verteidigt wird. Entlastungsangriffe der Bolschewisten gegen das gewonnene Gelände scheiterten unter schweren Verlusten für den <remd. Aber auch im Kaukasus leisten die Sowjets zähen Widerstand. Auch hier haben Re das Gelände außerordentlich stark befestigt und versuchen nach dem Fall von Noworossijsk die entlang der Küste nach Tuapse und den anderen südlich gelegenen Schwarzmeerhäfen führende Strahe decken, um so diese, nur auf dieser Strabe erreichbaren Hafen zu schützen. Zugleich versuchen die Sowjets auch, sich im T e r e k - Abschnitt, dem linken deutschen Angriffsflügel, entgegenzustemmen. Mit Panzerkräften gesühnte bolschewistische Angriffe in diesem Abschnitt, von denen die OKW.- Berichte in der abgelaufenen Woche mehrfach sprachen, brachen zusammen. Auch hier, ebenso wie an der Küsten- stratze des Schwarzen Meeres, gewann der deutsche Angriff weiter Raum.
Die Kommentare der Feindvresse klingen denn auch wieder sehr besorgt. Was soll man den deu6<ben Erfolgen entgegensetzen? Weder die Kamin-Plauderei des Schwätzers Roosevelt noch die gefälschte Bilanz Churchills Haden auf die anglo-amerikanrsch« Öffentlichkeit Eindruck machen können, dre doch langsam begreift, daß es nicht auf Worte ankommt, sondern auf Taten.
Das Eichenlaub mit Schwertern für Hauptmann Müncheberg, stellvertretender Kommodore eines Jagdgeschwaders
Aus dem Führerbauptquartier, 11. Sept. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann M ü n ch e b e rz, stellvertretender Kommodore eines Jagdgeschwaders, und übermittelte ihm folgendes Schreiben:
„Im Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 19. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez.: Adolf Hitler."
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Hauptmann Joachim Müncheberg ist als Sohn eines Landwirts, der als Major der Reserve im Heeresdienst steht, am 31. Dezember 1918 zu Friedrichshof, Kreis Dramburg (Pommern), geboren. Am 1. Dezember 1936 trat er als Fahneniunker bei der Luftkriegsschule Dresden ein. Im November 1938 zum Leutnant befördert, zeichnete er stch im Kriege schon bald als kühner und schneidiger Jagdflieger aus, der nach zwanzig Abschüssen am 13. September 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielt, nachdem er bereits am 19. Juli 1940 außer der Reihe zum Oberleutnant befördert worden war. Als er über Malta seinen 39. und 40. Luftsteg errungen hatte, verlieh ihm der Führer am 7. Mai 1941 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Hauptmann Müncheberg, ein Verwandter unseres berühmtesten
persönlichen wie im Leben der Völker, reichen die organi- chen Kräfte nicht aus. Hierfür ist die Mobilisierung sittlicher Energien erforderlich, die sich im Widerstreit mit natürlichen Ermüdungserscheinungen durchsetzen. Dle oft ans llnfaßliche streifenden Leistungen überragender Persönlichkeiten werden diesen auch nicht geschenkt. Sicher, es gibt kein Gerne ohne Talent. Aber auch keins ohne ianatischen Willen! Und dieser Wille, der sich über das Bedürfnis nach Wohlleben. Ruhe. Genuß, ja nach Schlaf, hinwegsetzt. gibt den Ausschlag. Jede andere Erklärung ist em billiges Zugeständnis an die eigene Trägheit. Was hier für den. Einzelnen gilt, trifft im Kriege auf das ganze Volk zu. Eine Eemeinschaftsleistung. die äußerste Anstren- gungen verlangt, höchste sittliche Anspannung von jedem ihrer Glieder. Bewußten „Verzicht auf Ansprüche, o etin normalen Zeiten für eine gesunde, ausgeglichene Lebensführung unentbehrlich sind. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn sich die Gleichgültigkeit bei uns ernschleichen will Mangel an innerer Teilnahme mindert die Energieentfaltung der Nation, die sich aus Millionen kmzelenergien zusammensetzt. lastet auf der Stimmung, b»- «ntrac&tt0tbje Arbeitsleistung und hilft dem Feind. Gleichgültigkeit muß von unseren Soldaten, die auch den Neinsten Fortschritt mit Blut und Strapazen bezahlen, als Beleidigung empfunden werden. Und es ist eine Beleidi- ourta. wenn man die Versenkung von 100 000 ART. wie eine Selbstverständlichkeit registriert, ohne dabei zu empfinden, wreviel Verzicht. Können. Nervenkraft und Mut dazu gehörten. Eine Beleidigung, auch wenn es aus Gewöhnung an derartige Erfolge und aus Gedankenlosigkeit geschieht. Unsere Soldaten — betrachten wir Stalingrad —. die sich gee«t emen erbittert wehrenden Feind von Trichter zu Trichter von Bodenwelle zu Bodenwelle. Meter um Meter vorarbeiten „müssen, wobei mancher Kamerad tot, oder verwundet zuruckbleibt. unsere Infanteristen — unsere Väter. Wdne und Bruder —. die. in den Erenzsteoven Astens, unter mörderischer Sonnenglut m Wolken von Staub marschieren haben em Recht auf unsere.innerste Anteilnahme, auf unser Miterleben, das stch ohne viel Worte in erhöhte Arbeit und Leistuna.umsetzt. In noch mehr Kanonen. Panzer und Granaten. die der Front den Kampf erleichtern, die Blut anfc Lebe« sparen.
U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Günther Prien ist ein eifriger Sportsmann. Wie er der erste Pammer mar. ’bem das Eichenlaub verliehen wurde, so war er der erste deutsche Soldat, der die italienische Goldene Tapferkeitsmedaille erhielt.
Das Eichenlaub für Hauptmann Wilcke
Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Wilcke, Kommodore eines Jagdgeschwaders, und übermittelte ihm folgendes Schreiben:
»In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 12 2. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez.: Adolf Hitler."
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Hauptmann Wolf Dietrich Wilcke, am 11. März 1913 als Sohn eines Hauptmanns zu Schrimm in der Provinz Pofen geboren, trat am 1. April 1934 als Kanonier in das Artillerie-Regiment 6 ein, wurde als Oberfähnrich 1935 zur Luftwaffe versetzt und war als Leutnant Flugzeugführer im Jagdgeschwader Richthosen. Als Angehöriger der Legion Condor erwarb er sich im spanischen Freiheitskampf das Spanienkreuz in Bronce mit Schwertern. — Als Staffelkapitän und Oberleutnant ging er in den Krieg, wurde am 19. Juli 1940 außer der Reihe zum Hauptmann befördert und im folgenden Monat zum Eruppenkomman- deur in einem Jagdgeschwader,ernannt. Nachdem er im Westen dreizehn, im Osten zwölf feindliche Flugzeuge abgeschossen hatte wurde ihm am 6. August 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
Berlin, 11. Sept. 12000 Tote und Verschollene gibt jetzt das amerikanische Marineministerium als die bisherigen Verluste der USA-Flotte seit Beginn des Krieges bekannt. 2m wesentlichen sind diese hohen amerikanischen Verluste auf die Erfolge der Japaner im Pazifischen Ozean zurückzuführen, denn allein an dem schwarzen Tag von Pearl Harbour verlor die amerikanische Äriegsmarine fast 4600 Mann an Gefallenen. Weitere empfindliche Personalverluste erlitt die USA.-Kriegs- marine in den schweren Niederlagen in der Java-See, un Korallenmeer, bei den Midwav-Jnseln sowie kürzlich in den beiden See- und Luftschlachten Bet den Salomon-Inseln. Die große Anzahl von gefangenen amerikanischen Truppen, die den Japanern in die Hand fielen und die sich allein auf den Philippinen auf über 40 000 Mann beliefen, sind in der Verlustliste des amerikanischen Marineministeriums natürlich nicht enthalten. Auch durch den Unterseebootskrieg haben die USA. an der amerikanischen Oftküste eine erhebliche Einbuße an s ec - fahrendem Personal erlitten, über deren Höhe das Marinedepartement jedoch keine Auskunft gibt.
Die amtliche Washingtoner Erklärung Begnügt stch lediglich mit der resignierten Meldung, daß seit Eintritt der USA. in den Krieg vor der amerikanischen Küste 459 Handelsschilfe durch Unterseeboote Deutschlands und Italiens versenkt wurden, während stch die tatsächliche Zahl der im Westatlantik in diesem Zeitraum versenkten Schiffe auf 534 6eläuft
Die amerikanische Kriegsmarine hat mit 12 000 Toten und Verschollenen in diesem Krieg bereits in neun Monaten mehr verloren als in allen anderen Kriegen zusammengenommen, die die USA. bisher führten.
Auf Neu-Guinea weiter erfolgreich
Berlin. 11. Sept. Die Javaner bringen auf Neu- Guinea weiter vor. Die Australier haben ihre vorderen Stellungen geräumt unb haben stch um 14 Kilometer nach Sübcn zurückgezogen, wobei bett Javanern zahlreiche Gefangene in die Hände fielen. In schweren Urwald- und Dschungelkämvfen verloren die Australier tast ein Drittel ihres Bestandes. Die javanische Marine-Luftwaffe griff mit Tiefangriffen in die Erdkämvie ein und unterstützte wirkungsvoll das Vordringen der gruppen.
Starke javanische Kampffliegereinheiten belegten Port Moresby mit Bomben. Das Hasengelände _ liebt in Flammen, zwei im Hafen liegende australische Transportschiffe wurden in Brand geworfen und kenterten. In der
Mg°be d„ Deutsch-Indischen Gesellschaft werde es sein, die finSh’aSSÄ »wischen den beiden Volkern zu verttefen, in Deutsch- bcn indischen Freiheitskampf zu wecken und bEÜht zu sein. deutscher Kultur in Indien .
« „ re°b“2" der indische Freiheitssührer Subhas Chandra Bose. Er führte u. a. aus, die Briten hätten, als es ihnen gelungen war, ihre Herrschaft über Indien zu errichten ihr bestes 8et“n> um Ees indische als möglichst minderwertig hin- Als Indien moralische Hilfe brauchte, hätten deutsche Denker und Gelehrte Indien und inhir*« mnt»1U I entdeckt. Dies sei eine Tatsache, die das indische Volk nie vergessen werde, und dieses kulturelle Band frei von allen selbstsüchtigen und materiellen Jntcresten habe blb heuie die Grundlage aller deutsch-indischen Interesse' abgegeben Nach diesem zunächst rem kulturellen Interesse für Deutsch- ,uud sei man in Indien allmählich von der politischen Entwick- S -Stärkung des deutschen Volkes angezogen worden. Seit 1938 habe er, so erklärte Subhas Chandra Bose, unentwegt die 6a^ dreier Krieg für Indien eine goldene Ec-
£0“ Ät,eir!n?Un9 lemer Unabhängigkeit bedeute, und daß Indien stch mit den Feindendes britischen Jm- mVi^!"mus zusamm^schließen„ und mit ihnen kämpfen m u s s e. Das indische Volk sei überzeugt, daß Großbritannien rn. diesem Kriege besiegt werde, und daß sein Weltreich der Auf. lo|ung entgegensetze. '
Die Lieder der deutschen Nation und die indische National. Hymne bildeten deft Abschluß der eindrucksvollen Kundgebung
Hamburg, 11. Sept. Am 11. September 1942 wurde im Hamburger Rathaus in Anwesenheit des indischen Frei- heitsführers Subhas Chandra Bose die „Deutsch-Indische Gesellschaft in Hamburg" gegründet.
Bei der stch anschließenden Gründungsfeier begrüßte Reichsstatthalter Kaufmann die indischen Gäste, zahlreiche Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht sowie führende Persönlichkeiten der an den deutsch-indischen Beziehungen interessterten Kreise aus Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft.
Der Präfident der Vereinigung zwischenstaatlicher Verbände und Einrichtungen, ff-Obergruppenjührer und General der Poli- zeit Lorenz, betonte in seiner Ansprache, daß die Deutsch- Indische Gesellschaft gerade zu einem Zeitpunkt gegründet werde, wo Indien um seine Freiheit kämpfe, was von besonderer Bedeutung sei. Deutschland bringe dem indischen Freiheitskampf besonderes Verständnis und wärm st e Sympathien entgegen.
ft-Obergruppensührer Lorenz dankte sodann allen Herren, die sich um das Zustandekommen der Deutsch-Indischen Gesellschaft verdient gemacht haben, insbesondere dem Reichsstatthalter Kaufmann sowie den Staatssekretären Keppler, Eutterer und Contt, die das Ehrenpräfidium der neu gegründeten Gesellschaft übernommen haben; in Bürgermeister Krogmann begrüßte er den Präsidenten der Deutsch-Indischen Gesellschaft.
Bürgermeister Krogmann wies anschließend auf die langjährigen geistigen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Deutschland, insbesondere der Hansestadt Hamburg hin.
