Einzelbild herunterladen
 

Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Nummer 211

Mittwoch, 9. September 1942

90. Jahrgang

Notschrei eines verzweifelten Irren

einer Mriichastsvelevung durch Aufrüstung g< Irrsinniger könne nach all den begangenen F< weiter an der Spitze der Staatsführung zu bleibe

Ehlern verlangen.

ien.

Hilfswerk iu einem einzigai gleicher Weise die deutsche

Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr nutzer Sonn- und Feiertags ■ Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Tertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend • Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 - Schlug der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

Das Ergebnis der innerhalb der Wehrmacht dargebrachten Spenden, die ausschließlich aus dem Wehrsold selbst gegeben worden find, und in die nicht die Abzüge aus den Ee-

amerikanische Volk, sondern einzig seiner „New-Deal-Philo

35 Prozent mehr als im Vorjahr ®at« ^schlich des Kriegshilfswerks für das Deutsche Note Kreuz _ Arttu, 8 Sept. Die am 22.723. August von Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes, der HI., der NSKOV. und des NS- Rerchskriegerbundes durchgeführte zweite Reichs straßen- s a m m l u n g , die letzte Sammlung des diesjährigen Krieqshilfs- Erfolg *ÜI BaS T'eUti*e dr-te Kreuz, hatte einen glänzenden

Das vorläufige Ergebnis beträgt 28 959 513,92 RM Die gleiche Sammlung des Vorjahres hatte ein Ergebnis von 21 386 099,35 RM. Die Zunahme beträgt somit 7 753 '414 57 RM das sind 35,41 v. H.

Die Sammelergebnisse des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz 1942 haben erneut das Vertrauen des Führers in die Opferbereitschaft seines Volkes gerechtfertigt.

Unvergleichlicher Opfergeist der kämpfenden Front

Die deutsche Wehrmacht stiftete über 123 Millionen für das Kriegs-Winterhilfswerk 1941/42

Die „Times": „Stalingrad mehr als der Wächter der Wolga"

Befürchtungen für di« Hauptoerforgungslinie der bolschewistischen Zeatralarmee

Druck iwo -vertag: L. Lchellenverg'sche Buchdruckerei, «auggasse Sir. 21 (Tagblatt-Hans- 69631J Tagblatt, Wiesbaden • Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7403

ffülJODei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.—einschließlich des Trägerloh,les »A B.bw?-Än^?r "o -^?.^°?°'?E3'3^iuzüglich RM0.S6 Bestellgeld . Einzelnummern RM 0.10 »ei Behinderung der Lieferung infolge höherer ffiewaU lern Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Unsere Panzergrenadiere

Von Karl Brammer

Handgranaten sind, wie vielleicht mancher meinen möchte, nicht erst eine Erfindung des Weltkrieges, sondern Handgranaten, als mit der Hand geworfene Svrengkörver baden schon im 16. Jahrhundert Verwendung gefunden. Sie bestanden zuerst aus Ton und ©las. später aus Eutzeilen, und batten die Form einer Hohlkugel, die mit Pulver ge­füllt war. Die Truvven. denen die Aufgabe zufiel, mit diesen ©eschoffen zu werfen, nannte man die ©renatiere. später Grenadiere. Diese Soldaten, die der Infanterie an- geborten, mutzten besonders beherzte Männer ein. denn sie durften ihre Granate erst dann werfen, wenn die brennende Lunte bis zum Ende abgebrannt war und die Handgranate unmittelbar vor der Explosion stand. Es war deshalb auch kein Wunder, daß der Name Grenadiere als der einer bevorzugten Truppe in alle großen Armeen überging und »ich bei einigen bis auf den heutigen Tag gehalten bat. In Preußen waren die Grenadiere anfangs auf die Kompanien verteilt, aber sväter wurden besondere ©renadierkomvanien aufgestellt, die im Siebenjährigen Krieg zu Bataillonen zu­sammengeschlossen wurden. Friedrich der ©roße hat diesen Grenadieren als Elitetruvven stets besonders schwierige Aus­gaben zugewiesen.

Nach diesem kurzen Ausflug in die Vergangenheit ein Kampfbild aus unseren Tagen. Der stürmiche Vormarsch, der über die weite Kuban-Steppe führte, ist für kurze Zeit zum Stehen gekommen, da ein schweres Panzerhindernis den Sowjets für kurze Zeit die Möglichkeit eines Wider­standes bietet. Jetzt ist die Stunde für die Panzer­grenadiere von beute gekommen. Mit ihren Wagen, die schneller und beweglicher sind als es die schweren Panzer sein können, wird ein schneidiger Angriff gefahren. Es fehlt nicht an schwerer feindlicher Gegenwirkung. Maichinen- gewehre hämmern in allen Tonarten und die sowjetischen Scharfschützen, die am Waldrand versteckt sind, suchen sich lohnende Ziele aus. auch die feindliche Artillerie schickt schwere Brocken ins Angriffsgelände. Das alles bindert die Panzergrenadiere aber nicht, ihren Weg durch einen tiefein- geschnittenen Bachgrund zu nehmen, der für die Panzer ein sehr schweres Hindernis dargestellt hatte, der aber von den ausgezeichneten gepanzerten Wagen der Panzergrenadiere durchquert wird, und es gelingt den deutschen Angreifern, die jenseitige Höbe zu erreichen. Nun richtet sich die ganze Angriffskraft gegen die sowjetischen Verteidigungsnester. Jetzt haben die deutschen Maschinengewehre das Wort. Granatwerfer werden vom Wagen aus bedient und wenn nichts anderes hilft, muß auch die Handgranate, die eben­falls vom Wagen geworfen wird, das letzte Wort sprechen.

So knüpfen die Panzergrenadiere von beute wieder an die alte Tr-adition der ©rena-iere von einst an. und es ist kein Zufall, wenn der Führer den bisher so be-

Wiesbadener Tagblck

TcheUenberg'sche Buchdrnckerei, Lauggasse Rr. 21 (Tagblatt - Hans) /T BUeX Wöchentlich in 6 Ausgaben Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Kriegswichtige Ziele in England bombardiert

Berlin, 8. Sept. Zu den Angriffen deutscher Kampfflugzeuge gegen zahlreiche kriegswichtige Anlagen in O st- England im Lause der Nacht zum Dienstag teilt das OKW. ergänzend mit, daß sich die Luftangriffe besonders gegen die Stadt Bedford richteten. Bedford ist bekannt als wichtiger Eisen- bahnverkehrsknolenpunkt der von London aus dem Industriegebiet von Birmingham sowie,nach Liverpool führenden Eisenbahnstrecken. Die deutschen Kampfflugzeuge warfen ihre Bomben aus niedrigen Höhen und beobachteten nach den Detonationen mehrere über das gesamte Stadtgebiet verteilte Brände sowie einen Flächenbrand im Nordwestteil der Stadt. Nach dem Ab­wurf weiterer schwerer Bomben entstanden starke Explosionen.

Berlin, 8. Sept. Der'deutsche Soldat hat im vergangenen Winter Proben und Beispiel« eines unvergleich­lichen Heldenmutes und kämpferischen Geistes abgelegt, als er die Front im Osten allen Unbilden eines noch nie dage­wesenen Eis- und Schneewinters zum Trotze und unter unsag­baren Opfern eines stillen und selbstverständlichen Heldentums gegen ununterbrochen« bolschewistische Angriffe zu halten ver­mochte. Einem lebendigen Wall gleich schützte die Truppe die Heimat und machte damit alle Hoffnungen der sowjetischen Machthaber und ihrer jüdisch-plutokratischen Spießgesellen zunichte.

Juden-Dittatur in USA

Roosevelts Kriegs-Politik stürzt das reiche Amerika in ein wirtschaftliches Chaos

man nicht selbst Lehren aus der Botschaft Roosevelts ziehen müsse, dn, ddn USA. selbst hat man. wenigstens in ge­wissen Kreisen, das Gefühl, daß Roosevelts Rezept nichts tauge. So meint beispielsweise die „New Bork Times" Roosevelts, Andeutungen darüber, wie er das Jnflations- problem> lösen will „vage und dunkel". Sie sind es tn der Tat. Die Welt aber sieht hier, wohin es selbst in einem Land unerschöpflichen Reichtums führt, wenn eine Wahn- ftnnspolitik getrieben wird. Alle diese schweren Sorgen batten sich nicht auf das amerikanische Volk herabgesenkt, batte sein Präsident dieses Land nicht mit Gewalt in den Krieg bineingezogen.

sind, und daß er bei dieser Gelegenheit feiner erklärte, man könne sicher sein, daß in den herzlichen Besprechungen zwischen Churchill und Stalin alle Möglichkeiten hinsichtlich der zweiten Front in Europa erwogen worden seien und daß man in dem frühesten nur möglichen Augenblick handeln,werde.

Thurtles Erklärung ist also die Antwort Londons auf die An­zapfung Maiskys, daß die „schwere Bürde des Krieges, die bisher hauptsächlich von der UdSSR getragen wurde, i n gleichmäßigerer Weise zwischen den Alliierten ver­teil t“ werden müsse. Diese aufdringliche Mahnung versucht man jetzt mit dem Hinweis darauf als höchst überflüffig zurückzuweisen, daß zwischen Churchill und Stalin alles Notwendige bereits ein­gehend besprochen sei, und im übrigen erklärt man in London den Bolschewisten, ihre Niederlagen seien schließlich nur halb so schlimm. Wenn Deutschland nur erst die Offensive einftelle, sei die UdSSR, „unerobert und unberührt". Ob die Bolschewisten in dieser englischen Versicherung hinreichend Trost finden werden, darf man wohl dahingestellt sein lasten.

Nach den Taten Roosevelts während der letzten neun Jahre — von New Deal über seine dritte Wahlperiode bis zur V-r- wicklung in den Krieg - sei Jo klar, so schließt „Japan Times and Adoertrser^, daß nur er allein dafür verantwortlich sei, das reiche mit allen Naturschätzen gesegnete amerikanische Land, an den Rand des Abgrundes gebracht zu haben.

Trotz dieser einmaligen Anforderungen an jeden einzelnen haben unsere Soldaten auch im vergangenen Winter wiederum dem Appell des Führers, für das Krieas-Winterhilfswerk zu opfern, m einem Um,ong Folge geleistet, der zugleich zeigt, daß die Volksgemeinschaft, die der Nationalsozialismus als sein größtes Ziel hingestellt har, längst Wirklichkeit ge­worden ist. So wie die Heimat Woche für Woche und Monat für Monat ihr Scherflein zusammentrug, uyi das Kriegs-Winter- hilfswerk zu einem einzigartigen Erfolg werden zu lasten, hat in gleicher Weise die deutsche Wehrmacht ihre Sammlungen durch­geführt, und jeder Soldat hat es für seine Ehrenpflicht gehalten, selbst aus dem kleinsten Wehrsold noch seinen Anteil für das Kriegs-Winterhilsswerk des deutschen Volkes abzuzweigen.

_, as- Berlin. 9. Sept. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleltung.) Roosevelt, der erst unlängst seine Mit­arbeiter ermahnte, nicht soviel zu reden, ist gleich mit zwei

■ ?8cn. an die Öffentlichkeit getreten. Die eine war

eine Plauderei am Karnin und zwar eine Plauderei, in der Wieder einmal von allen möglichen Offensiven gefaselt wurde. Es gäbe, so erklärte Roosevelt, mindestens ein Dutzend verschiedener Punkte, an denen Angriffe gegen Deutschland unternommen werden könnten. Vorerst mug er allerdings feststellen, daß Hitler wichtiges sowjeti­sches Gebiet erobert habe. Auch muß Roosevelt hinsichtlich der Javaner erngestehen. daß dieser Feind „immer noch eine große Kraft, besitzt." Ja. Roosevelt sich sich sogar veranlaßt, vor entern übertriebenen Optimismus in bezug auf die „Siege bei den Salomon-Inseln zu warnen. Er gab da­mit also zu, daß die großen amerikanischen Siegesmeldungen erlogen waren. Angesichts dieser ganzen Lage zieht denn auch die amerikanische Öffentlichkeit, wie Reuter berichtet, aus der Rooseveltschen Plauderei die Folgerung, daß der sfftose alliierte Angriff auf irgend eine der 12 verschiedenen Steuen nicht in diesem Jahr, sondern vielleicht erst im‘ nächsten Jahr erfolgen werde. Diese ganze Rede Roosevelts hatte nut den einen Zweck, die amerikanische Öffentlichkeit Möuuiuntem und mit angeblichen Offensivvlänen zu be­schäftigen. um so von den ungeheuren Wirtschafts- schwierigkeiten abzulenken, die von Tag zu Tag starker tn Erscheinung treten.

Diesen Wirtschaftsschwierigkeiten war die Botschaft ge­widmet, die Roosevelt an das Parlament richtete. Er muß darin feststellen, daß die USA. eine ungeheure Preis- ftstgeruiig erleben, daß die Preise der landwirtschaft­lichen Produktion seit dem September 1939 um nicht weniger als 85 Prozent gestiegen und noch weiter im Steigen be­griffen sind. So verlangt denn Roosevelt Ermächtigungen »u 61 a bilisierungsmaßnahmen auf dem Lohn- und Preisgebiet. Er stellt dem Parlament dabei ein Ultimatum. Es soll nämlich die entsprechenden Maß- nahmen spätestens bis zum 1. Oktober treffen, damit nicht die Kriegsanstrengungen, wie es in der Botschaft heißt, durch ein wirtschaftliches Chaos gefährdet werden. Sollte das Parlament'nicht in entsprechender Weise handeln, so werde er, Roosevelt, die Verantwortung selbst übernehmen und selbst, bandeln. Roosevelt muß hier also indirekt ein- gestehen. daß seine ganze Politik ein wirtschaftliches Chaos beschworen hat und daß das amerikanische Volk heute sehr teuer dafür bezahlen muß, daß es sich von diesem Präsiden­ten in den Krieg Hetzen ließ. Er fordert dabei Maßnahmen, die nichts anderes bedeuten, als das Ende der so oft und so hoch gepriesenen amerikanischen Demokratie. Alles das. was er bisher zu bekämpfen vorgab. nämlich die autoritären Methoden, beankorucht Roosevelt nunmehr für sich selbst. Hier wird man allerdings eine Einschränkung machen müssen, denn eigentlich ist es ja gar nicht der amerikanische Präsident, der diese Vollmachten verlangt, sondern es ist das hinter Roosevelt stehende Judentum. Der jetzt von Roosevelt in seiner Kongreß-Botschaft bargelegte Plan ist ein Geisteskind des Juden Baruch, der einen außerordentlich starken Einfluß in Wirtschaftsdingen hat und den amerikanische Zeitungen schon als den „Wirtschafts- Zar" der USA. bezeichneten. Das Judentum hofft auf diese Weise die völlige wirtschaftliche und politische Kontrolle in den USA. zu erlangen, das ihm teilweise noch widerstrebende Parlament auszuschalten, um dann entsprechende Geschäfte machen zu können. Amerika wird also in Zukunft noch mehr als bisher den Juden und noch weniger als bislang den Amerikanern gehören. Deshalb sind aber auch alle die Maßnahmen, die Roosevelt heute vorschlägt, um das wirt­schaftliche Chaos abzuwenden. »um Scheitern verurteilt.

In England bat Roosevelts Warnung an den Kon­greß großes Aufsehen erregt. Man bezeichnet die Warnung, wie schwedische Korrespondenten berichten, als ein „Ultima­tum. durch das der Präsident sich praktisch zum Wirt- fchaftsdiktator auf schwingt“. Verschiedene eng­lische Blätter fragen aber auch sehr besorgt, ob das Parla­ment und das Volk in den USA. die Fädigkeit aufbringen werden, die wachsenden Gefahren einzudämmen. „News Cbronicle" erklärt, daß Roosevelts ultimative Sprache den Ernst der inneren Wirtschaftslage der USA. erkennen laste. Zugleich erörtert man aber auch in England die Frage, ob

IPS. Berlin, 8. Sept. In London starrt man nach wie vor mit vor Angst weit aufgeristenen Augen auf die Schlacht an der Wolga, deren Bedeutung auch für England man sich nicht mehr verhehlen kann. Die „Times" selbst führt diese Bedeutung der englischen Öffentlichkeit eindringlich vor Augen, indem sie darauf hinweist, daß in dieser Schlacht die Entscheidung darüber fällt, ob die bolschewistische Zentralarmee 6 o n ihrer Hauptversorgung slinie, vor allem vom Kaukasus- ol, abgeschnitten wird. Das wäre der schwerste Schlag gegen die sowjetische Kriegsmacht, erklärt der diplomatische Korre­spondent der .Times". „Stalingrad ist mehr als der Wächter der Wolga. Es ist ein industrielles und landwirtschaftliches Zentrum. Es hat die von Charkow evakuierten Fabriken zum Teil uernommen. Die Gebiete um Stalingrad weisen die reichsten Ge­treidefelder der ganzen UdSSR, auf. Obwohl die strategische Be­deutung Stalingrads offensichtlich ist, bedeutet der wirtschaft- licheRiickschlag infolge seiner Einnahme viel mehr.

So weit die „Times", die sicher nur sagt, was das englische Volk denkt. Es ist daher auf den ersten Blick völlig unverständlich, wie der parlamentarische Sekretär im britischen Informations- Ministerium, Ernest T hurt le, am' Montagabend erklären konnte: „Wenn sich bet Sturm der gegenwärtigen deutschen Offen­sive gelegt hat, wird die UdSSR, feftstehen. Sie wird zwar zer- risien sein und aus vielen Wunden bluten und ohne Zweifel durch die Wunden Qualen erleiden, aber sie wird unerobert und un­berührt sein." So unberührt, nämlich von eines Gedankens Blässe, wie dieser parlamentarische Sekretär int britischen Jnfor- mationsministerium kann in der Welt überhaupt nichts sein, sagt man sich wohl angesichts dieser Erklärung ausgerechnet in diesem Augenblick, in dem sogar die „Times" die Wahrheit bekennt. Aber man muß berücksichtigen, daß Turtle die Erklärung auf einer der anglo-sowjetischen Zusammenkünfte abgab. wie sie in England jetzt dank der eifrigen bolschewistischen Agitation an der Tagesordnung

Tokio, 9. Sept. (Funkmeldung.) „Trauerbotschaft für das amerikanische Volk" nennt „Japan Times and Advertiser" die letzte Roosevelt-Rede. Zwar habe der Präsident auch diesmal seine theatralischen Gewohnheiten nicht lasten können, aber die Aussichten, die er der USA.-Bevölkerung geschildert habe, seien so traurig und entmutigend gewesen, wie nie zuvor. Ganz im Eegenteis zu seinen früheren hohlen Redensarten über Freiheiten und Zivilisation sei dies der Notschrei eines verzwei­felten Diktators gewesen, der vergebens hoffe, aus dem augenblicklichen Dilemma herauszukommen.

Sonderbar an dem traurigen Bild, das der amerikanische Präsident dem amerikanischen Volk gab, sei, daß er sowohl den Kongreß als auch die Bevölkerung selbst für die ernste gegen­wärtige Situation verantwortlich mache. Habe Roosevelt denn vergessen, so fragt das Blatt, daß weder der Kongreß noch das unj, allein er selbst mit - . . -- -,- - - - - , ophie" i>ie Inflation

herbeigesuhrt habe, und daß sein Spiel mit dem Kriege diesen Prozeß bejchleunigte? Roosevelt sei es gewesen, der sich Milliarden bewilligen ließ in der Hoffnung, daß schrankenlose Ausgaben auf Konto einer verpfändeten Zukunft wieder Wohl­stand Bringen könnten. Um den Tag der Abrechnung hinauszu- schieben und die begangenen Fehler zu vertuschen, habe der Präsi- dent mit der Kriegsgefahr gespielt und auf das Wundermittel einer Wirtschaftsbelebung durch Aufrüstung gehofft. Nur ein

Haltern, »der der Kriegsbesoldung der Wehrmachtangehörigen eingerechnet wurden, liegt nunmehr vor und hat die erstaunliche Höhe von 123 326 929,48 RM erreicht. Damit ist das Ergebnis des Lorjahres mit seinen 59 364 463,12 RM um mehr als das Doppelte Übertroffen worden.

Einen besonders hoben Anteil an diesem Rekord-Sammeler- aebnjs lieferte der deutsche Frontsoldat, der unter Einsatz seines Lebens im Osten kämpft und die Bolschewisten, wie auch den Win­ter Überwand Diese Männer, die bei mehr als 50 Grad Kälte in den Gräben und Bunkern gelegen haben, die in Eis und Schnee den bolschewistischen Angriffsversuchen trotzten, haben fern von der Heimat bewiesen, daß sie auch in ihren schwersten Stun­den die Parole der Heimat befolgten und sie mit ihrer Gebefreu­digkeit sogar noch zu übertrumpfen wußten.

Wenn das deutsche Volk heute erfährt, daß z. B. fünf Divisionen, die in' ununterbrochenem Einsatz in härtesten Winterkämpfen an der Mitte der Ostfront gestanden haben, innerbalb weniger Wochen 415837,27 Reichsmark auf­brachten, oder wann ein Armee ko rps das nördlich des Asowschen Meeres den schwersten Angriffen Widerstand leisten mußte und erfolgreich blieb, zu gleicher Zeit noch 764 000 Reichsmark für das KWHSV. sammelte, so sind dies Zeichen für einen unvergleichlichen Opfergeist.

(Eine ff - D i v i s i o n die nur aus Fronteinheiten bestand und die ständig in schwersten Kämpfen lag, hat mit einer Summe von 86 2 7 85,93 Reichsmark die höchste und zugleich her- vorragendste Sammelleistung vollbracht. Ein einziges Regiment, besten Stornier immer wieder den bolschewistischen Ansturm ab­zuwehren hatten, lieferte 86 650 Reichsmark ab. Eine Kom­panie Berliner Panzerjäger sammelte allein am Ge­burtstag des Führers 10000 Reichsmark. Sie stand seit dem ersten Tage des Ostfeldzuges im Einsatz und hatte bis zu jenem Tage 130 Panzer vernichtet Eine pommersche Panzet- Divifion sammelte insgesamt 117 301,79 Reichsmark, davon allein am Tage der Wehrmacht 10 926,75 Reichsmark. Eine Aufklärungs- Abteilung von nur dreihundert Mann Stärke konnte die stolze Summe von 18 649,30 Reichsmark für das KWHW. zusammen- bringen. „Der Sluftuf zur Winterhilfssammlung" so schreibt der Kommandeur an Reichsminister Dr. Goebbels, „erfolgte bei einem bet schwersten Einsätze, die meine Männer während dieses Win- tets zu bestehen hatten. Sie hatten gerade über eine Woche im Steten tn Eis und Schnee einer vielfachen Überlegenheit der Bolschewisten standgehalten. Mein Aufruf fand, obwohl ich weiß westen meine Jungen fähig find, einen Widerhall, den ich selbst kaum erwartet hätte."

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielen Zeugnisten des Opfersinnes unserer deutschen Frontsoldaten. Sie alle sind leuchtende und zugleich mahnende Beispiele für das ganze deutsche Volk der Heimat, es diesen Männern in der Bereitschaft zum Opfern und in dem Willen, freudig zu geben, gleich zu tun