Einzelbild herunterladen
 

Stadt

wtSl*

Auf

mol oer:

Demokratien durch die Schiffsverluste, die sie nicht ersetzen könnten, unter den Einfluß und die Auswirkungen der Gegen­blockade. Der beste Beweis dafür seien die sich mehrenden Ein­schränkungen in Amerika und England. „Die Demokratien gewinnen nicht Zeit, wie es übrigens ihre öffentliche Meinung, die dringend nach einer zweiten Front verlangt, ahnt, sondern sie verlieren Zeit“

Auf hohen Touren

Von Willi Pempel

An der Schwelle des vierten Kriegsjahres verlohnt es sich, einen Blick auf die wi r t s ch a f t l i ch e Kraft Deutsch­lands zu werfen. Die Generation, die den ersten Weltkrieg miterlebte, weiß, welch äußeren und inneren Schwierigkeiten die deutsche Wirtschaft im Jahre 1917 ausgesetzt war. Was die E r n ä h r u n g s w i r t s ch a s t. als einer der wichtigsten Kriegsfaktoren, anbelangt, so begann sich tatsächlich vor 25 Jahren der teuflische Plan unserer Gegner, die Hunger­blockade gegen wehrlose Frauen, Kinder und Greise z« führen, auszuwirken. Es war ein Leben von der Hand in den Mund, ein ständiges Ringen um die Beschaffung wenig­stens der unbedingt notwendigen Lebesmittel. Wo ein Loch gestopft wurde, klaffte an anderer Stelle eine neue Lücke. Und tatsächlich hatte es die Entente fertig gebracht, dem deutschen Volke durch die Hungerblockade, die ja mit dem Ende des militärischen Ringens im Jahre 1918 noch nicht zum Abschluß gekommen war. sondern noch bis in die 29er Jahre nachwirkte, eine erhebliche Einbuße an zivilen Menschenleben zuzufügen. Im zweiten Weltkrieg gehen wir in das vierte Kriegsjabr mit einer stabilen Rat-io- n i e r u n g. Gewiß müsien wir haushalten, wir können manches nicht erhalten, was keineswegs für die Lebens­haltung als Luxus anzuivrechen ist, aber wir können sicher sein, daß die Lebensmittelmengen, die uns im Rahmen der Kartenrationierung zusteben auch tatsächlich zukommen. Auch auf dem Gebiete der sonstigen bezugsbeschränkten Waren ist vieles besser als vor 25 Jahren. Das eine siebt fest: die Hoffnung unserer Feinde, nach jüdisch-vlutokratischer Ma­nier dem deutschen Volke ihre Hungertaktik aufzudrängen, ist auf der ganzen Linie gescheitert. Aus dem blockierten Lande ist ein blockierendes geworden. Unsere U-Booie und Luftstreitkräfte demonstrieren den Briten täglich, wie man

Die Unabhängigkeit Irans mit Fähen getreten

Repressalien der Bolschewisten gegen di« Bevölkerung angedroht

Die Waffen der Achse beherrschen alle Fronten"

Weitere europäische Stimmen zum Jahrestag des Kriegsbeginns

aus einer Erklärung Kairos zur unverteidigten ------

„militärische Nachteile" befürchtet, so gibt es damit zu, daß die Hauotsiadt des doch angeblich freien Ägyptens mit den Kasernen. Lagern und Befehlszentralen der Engländer rn der britischen Kriegführung eine wichtige Rolle spielt. Die Bevölkerung Kairos und darüber hinaus ganz Ägyptens weiß, wen die Schuld trifft, wenn unter solchen Umständen bei etwaigen Kriegshandlungen auch Kairo Opfer bringen müßte. Jeder Ägypter kennt die Erklärung der Achsenmächte vom 3. Juli, daß ihre Streitkräfte Ägypten nicht als Feind betreten, sondern daß vielmehr die Politik der Achse von dem Grundsatz geleitet ist. Ägypten den Ägyptern. Jeder Ägypter aber weiß auch, daß Großbritannien der Feind der ägyptischen Freiheit und der ägyptischen Selbständigkeit ist.

Auf der gleichen Linie britischer Perfidie und Scham­losigkeit liegt der vom OKW.-Bericht vom Mittwoch ge­kennzeichnete englische Befehl, etwaige deutsche Kriegsge­fangene bei Dieppe zu fesseln. Es ist nicht das erstemal, daß das OKW. sich genötigt siebt. Revresialien zu ergreifen, um eine anständige und dem Völkerrecht entsprechende Be- bandlung deutscher Kriegsgefangener durchzusetzen. So mußte am 5. Juni dieses Jahres das Oberkommando der Wehrmacht Revresialien ankündigen, da in dem damaligen Kampf in Nordafrika die vierte englische Panzerbrigade einen Befehl herausgegeben hatte, nach welchem Gefangenen weder Nahrung. Wasser. Entgegenkommen, noch noch Be­quemlichkeit irgendwelcher Art gewährt werden dürfte, so­lange das Verhör nicht durchgesührt worden sei. Die amt-

Neben der Hungerblockade setzten die Feinde ihre ganze Hoffnung aber auch darauf, uns die wichtigen Rohstoff­quellen gänzlich zu sperren und damit unsere R ü st u n g s - wirtschaft lahm zu legen. Man hatte ja schon vor 1939 versucht, uns mehr und mehr am Weltrnarkt- als Käufer wertvoller Robsiofe auszuschalten. Aber der Führer hat diese Absichten rechtzeitig erkannt und seine Entschlüsse gefaßt. Unsere Chemiker und Techniker haben fieberhaft daran gearbeitet, die Schätze unseres eigenen Bodens zu mobilisieren. Erzlager harrten der Förderung, Kohlen der Veredelung. Es ist uns gelungen, die Vorbereitungen zur stärkeren Erschließung der eigenen Rohstoffquellen so zu fördern, daß sie bereits bei Kriegsausbruch in unserer Rüsiungswirtschaft eine tragend« Rolle ivielten. Hinzu kam dann noch, daß die großen Erfolge unserer Wehrmacht in allen Teilen Eurovas die Rohstoffbasis gewaltig er­weitert haben, und da die Wirtschaftsführung unter Be­schränkung der vrivatwirtschaftlichen Belange auf das un­umgänglich notwendige Ausmaß, alle Kraft der Rüsiungs­wirtschaft zuwandte, so kann beute gesagt werden, daß wir auch hier durch rastloses Schaffen dem Feind eine so ge­waltige wirtschaftliche Niederlage beibringen konnten, die seine ganzen Dilvositionen über dem Haufen warf. Der Habenichts Deutschland wurde von Monat zu Monat stärker und die Worte des Führers in seinem Aufruf zu Beginn des neuen Kriegs-WH.: daß dieser Krieg ..mit einem weltentscheidenden Siege der Habenichtse enden wird" mzrg den Herren Churchill, Roosevelt. Stalin und Eenosien höchst unangenehm in den Obren klingen.

Was wir zur Kriegführung brauchen, haben wir. wenn auch mancher Wunsch der Privatwirtschaft zurückgesiellt wer­den mußte. Aber in allen Dingen isi das entscheidend, was zum Siege beizutragen vermag. Ein Wiesbadener Ritterkreuzträger, der auf einer Vortragsreihe in allen. Teilen des Reiches vor den Rüstungsarbeitern sprach.

mit Erfolg blockiert. Schiff um Schiff mit kostbaren Ladun­gen sinkt auf den Grund der Weltmeere. England, das ™i6I vor 3 Satiren gehofft haben mag. daß man dem Kriegs- clauf an vollen Fleischtöpfen gemächlich zuschauen könne, bat den Leibriemen um einige Löcher enger schnallen müsien. Es kämpft einen schweren Kampf mit dem Hunger, weil seine Lebenshaltung abhängig ist von den Zufuhren aus Ubersee. Es muß Lebensmittel importieren und so setzt es Tag für Tag wertvollen Schiffsraum aufs Spiel und ist schon zufrieden, wenn nur wenigstnes. ein Teil der Ladun­gen die Insel erreicht. Während der deutsche Bauer schon in der Vorkriegszeit mit seinen gewaltigen Erzeugungs­schlachten Siege erfochten bat und nicht müde wird, immer neue Wege zur Steigerung der Erträge aus eigener Scholle zu, begeben, hat der englische Landmann zwangsläufig erst wahrend des Krieges damit begonnen, den Boden des Mutterlandes stärker auf die Bedürfnisse der Ernährungs- wirtichaft umzustellen. Jeder Fachmann weiß, daß dies von heute, auf morgen nicht möglich ist: aus Golfplätzen lasien sich nicht un Handumdreben wogende Getreidefelder machen und auch die Umstellung von der wertvollen Pferdezucht — als Luxus der Plutokraten — zur fleisch- und fettveriorgen- den Tierzucht bat seine Schwierigkeiten. Neben den Leistungssteigerungen der deutschen Landwirtschaft fallen auch die neu eroberten Gebiete ins Gewicht, die systematisch in unsere Versorgungswirtschaft eingebaut werden, wobei allerdings zu bedenken ist. daß wir. da wir ja in diesem Kriege eine europäsche Aufgabe lösen, auch in der Versorgungswirtschaft nach großen europäischen Gesichts­punkten disponieren müssen.

Istanbul, 2. Sept. Die Sowjetbehörden in Täbris haben nach hier vorliegenden Meldungen einen neuen Aufruf an die Bevölkerung Irans erlassen, in dem allen Ruhestörern die Todes­strafe angedrohi wird. Eine sowjetische Militär st reife, bestehend aus 14 Soldaten und sechs Frauen (!), sei bei der Aus­übung ihres Dienstes in der Nacht zum 23. August in der Um­gebung von Täbris angeblich spurlos verschwunden. Für den Fall, daß die Patouille nicht innerhalb von drei Tagen auf­gesunden wirb werden, durch die Sowjets Repressalien gegenüber der Bevölkerung angekündigt.

Die Methode der Bolschewisten, terroristische Angriffe aeaen die friedliche Bevölkerung des Iran zu rechtfertigen, ist be-

lichen Londoner Stellen sind damals auf die Ankündigung unserer Revresialien bin von diesem Schandbefehl abgerückt und haben erklärt, daß es sich um eine Anordnung einer untergeordneten Kommandostelle bandele. Das Dokument von Dievve zeigt, daß nicht von einer Entglei­sung eines Einzelnen gesvrochen werden kann, son­dern daß die brutale Behandlung von Kriegsgefangenen in dem England Churchills offenbar üblich werden soll. Sicher­lich ist dieser Befehl, nach dem die Gefangenen gefesielt werden sollten, von den verantwortlichen militärischen Stellen in London zur Kenntnis genommen worden. Bei den sehr umfangreichen Vorbereitungen, die man für die Errichtung einer zweiten Front bei Dievve traf, isi es sehr unwahrscheinlich, daß die maßgebenden Londoner Stellen nicht auch diesen Dingen ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben sollten. Das Oberkommando der Wehrmacht hüt die entsprechende Antwort gegeben. Die Zeiten, in denen die Briten mit Kriegsgefangenen nach Belieben umlvringen können, sind, das zeigen die deutschen Vergeltungsmaß­nahmen, endgültig vorbei. Deutschland wird immer in der Lage sein, seinen etwa in Gefangenschaft geratenen Sol­daten durch Vergeltungsmaßnahmen den notwendigen Schutz zu verbürgen.

IC iuiciljuut vri -uvti ujvtv u u y i

gegen die friedliche Bevölkerung des Iran zu rechtfertigen, ist icits aus zahlreichen früheren Fällen zur Genüge bekannt, die gleiche Art provozierten die Sowjets den finnisch-bolschewisti­schen Winterkrieg. Mit der gleichen Begründung terrorisierten die Bolschewisten die baltischen Staaten usw. Um der Welt gegen­über gewissermaßen ein Alibi für den Terror gegenüber der Be­völkerung und jur die Ausmerzung ihnen unliebsamer Elemente zu haben, wurde noch immer irgend ein Bolschewistensoldat an­geblich verletzt, ließ man noch immer einen sowjetischen Soldaten angeblich verschwinden oder ist von der Bevölkerung angegriffen

Weiheslütten als Kugelfang

. Neue Beweise für die Gangstermethoden der britischen Kriegführung

Berlin, 2. Sept. Die vor etwa zwei Jahren bekannt gewordene Weigerung der britischen Militärbehörden, Kairo zu einer un­verteidigten Stadt zu erklären, erhält durch ein Dokument, das unter französischen Beutestücken vorgefunden wurde und nunmehr vom Auswärtigen Amt der Öffentlichkeit übergeben wird, eine besondere Bedeutung. Es handelt sich dabei um ein Tele­gramm des damaligen französischen Botschafters in London, Loi­tz i n, vom 7. Juni 1940, in dem er seiner Regierung mitteilt, daß der zuständige Beamte des Foreign Office einem Mitarbeiter der Botschaft mitgeteilt habe, daß die von der ägyptischen Regierung dringend erhobenen Vorstellungen, Kairo möge zur unverteidigten Stadt erklärt werden, von der englischen Regierung definitiv ab- gewiesen worden seien, da eine solche Maßnahme unerwünschte „militärische Nachteile" ergeben würde.

' Mit dieser Begründung der Ablehnung gesteht England selbst das Vorhandensein militärischer Objekte in der ägyptischen Haupt­stadt ein und liefert ein typisches Beispiel britischer Verlogenheit, die sich nicht scheut, Luftangriffe auf Kairo als „Bombardierung heiliger Stätten des Islam durch die Flugzeuge der Achse ‘ anzuprangern und mit Repressalien zu drohen. Britannien ist wieder einmal skrupellos genug, seine militärischen Ein­richtungen im Schutz „heiliger Stätten des Islam" anzulegen und die Jnteresien der ägyptischen Zivilbe­völkerung rücksichtslos zu mißachten. Es läßt, wie die Kairoer Presse Anfang August auf Befehl der englischen Behörden melden mußte, sogar durch General Stone jedem, der den berechtigten Wunsch der Einwohner Kairos nach Entfernung dieser Gefahren­herde für das Leben von Frauen uns Kindern weiterhin erwähnen sollte, kriegsrechtliche Verfolgung androhen.

19jahriger Ire hingerichtet

Stockholm. 2. Sevt. Einer Reuter-Meldung zufolge wurde am Mittwoch der von den Briten zum Tode verur­teilte 19 Jahre alte Irländer Thomas Josevb Williams hingerichtet.

Ursprünglich waren .sechs Iren zum Tode verurteilt worden, von denen fünf inzwischen begnadigt wurden. Wie verlautet.' droht die JRA-Organisation mit Vergeltungs­maßnahmen. Parlamentsabgeordnete von Eire halten dringende Telegramme an den König. Churchill, den Erz­bischof von Canterbury und den Kardinal Hinsley gerichtet, in denen die Begnadigung von Williams gefordert wird. Diese Interventionen blieben jedoch völlig unberücksichtigt: denn durch diese Hinrichtung, so beißt es in der Reuter- Meldung wörtlich, habe der Gouverneur seine „feste Hal­tung" gegenüber der IRA. betonen wollen.

Rach einer Meldung des Londoner Nachrichtendienstes verhaftete in Belfast die Polizei 13 Personen im Zusammen­hang mit einer Schießerei um ein Bauernhaus, bei der ein Ire erschollen wurde. In einem anderen Haus fand die Polizei Waffen und Munition, die angeblich von der IRA dort versteckt worden waren.

Reuter meldet, die nordirische Polizei habe zwei grobe Waffenlager in Nordirland entdeckt. Aus den Meldungen geht hervor, daß die britische Polizei über die neue Aktivität der IRA sehr nervös geworden ist. Die öffentlichen Gebäude stehen unter volizeilichem Schutz.-

Berlin, 2. Sept. ,Lu Beginn des vierten Kriegsjahres spricht die italienische Nation Deutschland ihre lebhafte Bewun­derung für die gigantische Anstrengung seines ganzen Volkes auf allen Gebieten aus", schreibt der diplomatische Mitarbeiter der „Stefani“. Auf militärischem wie wirtschaftlichem und indu­striellem Gebiet, auf dem Gebiet der Luftfahrt und Schiffahrt wie dem der inneren Organisation habe Deutschland die schwie­rigsten Probleme mit einer Sicherheit, Methodik und Klugheit zu lösen verstanden, deren Erfolg die Achtung der ganzen Welt erzwinge. Italien steht, stellt der Stefani-Mitarbeiter weiter fest, voll und ganz an der Seite Deutschlands in dem uner­schütterlichen Willen, zu kämpfen und zu siegen. Zu Beginn des vierten Kriegsjahres ist die militärische, industrielle, wirtschaft liehe, geistige und moralische Situation der Achse u n e n d l i ch ft St {et als z u Anfang des Konfliktes. Abgesehen von der menschlichen Seite der den Völkern auferlegten Leiden kann, so unterstreicht der diplomatische Mitarbeiter, die Dauer des Krieges die Regierungen der Achsenmächte nicht mehr beunruhigen. Die Achse weih, dah ihre militärische, indu- strielle, soziale und Versorgungslage sich mit jedem Jahr bessere. Ihre Kriegsorganisation entwickle sich nicht nur, sondern vervoll- kommne sich und sichere den Achsenmächten und ihren Verbündeten eine durchaus solide geistige und materielle Grundlage.

„Bon der Höhe des dritten Kriegsjahres überschaut man ein Kriegspanorama, das entschieden günstig für die Achsenmächte ist", schreibt die s p a n i s ch e Z e i t u n g „A l c a z a r . Man kann in tendenziöser Weise mit der Unsicherheit der Zukunft spekulieren, aber nicht mit den Realitäten der Vergangenheit und der Gegen­wart, die letzten Endes die schöpferischen Faktoren für dte Zu­kunft sind". Das Blatt stellt abschließend fest: An der Schwelle des vierten Jahres beherrschen die Waffen der Achse alle Fronten, und mit diesen großen Vorteilen geht sie der Zukunst entgegen.

Das portugiesische Blatt „Rovidades" stellt die „zahlreichen blitzartigen und aufsehenerregenden Erfolge der heldenhaften deutschen Truppen" heraus und spricht von ihrer „bewunberns> werten und musterhaften Organisation, von ihrer meisterlichen Führung, ihrem in nahezu tausend großen Schlachten zu Lande, zu Wasser und zur Luft erprobten hartnäckigen Widerstand, ihrer übermenschlichen Opferbereitschaft und ihrem un­erschütterlichen Siegeswillen, von ihrer ausgezeich­neten Moral und schließlich auch von ihren gewaltigen materiellen Möglichkeiten".

Die dänische Zeitung „F ä d r e l a n d e t" bringt -ine ganz- fettige Übersicht „an der Schwelle des vierten K«egs>ahres Der Kampf sei ganz anders verlaufen, als die angelsächsischen Machte es sich ursprünglich vorgestellt hätten. Die u n g e h e u i e m ili- t ä risch e Kraft der jungen Nationen Deutschland, Jta- lien und Japan haben in immer stärkerem Maße die Zentren des Rohstoffes und die wichtigsten Schlüsselstellungen des Erd­balls in ihre Hand gebracht. Aus dem Gedanken eines ireien Welthandels" fei unter dem Druck, den die Einschraittuugen des Krieges mit sich führten, eine planmäßige wirtschaft. X i cf, e Eroßraumpolitik entstanden, die vom Gedanken der Befreiung der sozialen Kräfte getragen werde. .

Wenn jeder Sieg, so schreibt das türkische Blatt „Tasvire E f k i a r", auch eine gewisse Menge von Material koste, so bil­deten ungezählte Waffen und Material, das erbeutet wurde reichlich Ersatz dafür. Zu glauben, daß der Krieg von der Partei gewonnen würde, die keinen Krieg Wie, sei ebenso, w.e wenn man annehmen würde, daß ein Automobilrennen oon einem Wagen gewonnen werde, der sich nicht vom Platz rührt. Wahrend die Achse letzten Endes durch die Eroberung der reichen Rohstoffquellen ihre Lage verbessere, gerieten die

worben. Alles selbstverständlich frei erfundene Behauptungen, nur um dem ungehemmten bolschewistischen Schreckensregiment wenigstens nach außen hin den Schein des Rechts zu geben.

Der Einmarsch der Briten und Bolschewisten erfolgte angeb­lich nur, um einem Anschlag auf die Unabhängigkeit des Landes vorzubeugen. Wie sich die Dinge tatsächlich entwickelten, geht aus der Darstellung hervor, die die Schweizer Zeitung „Suisse" gibt: Die englisch-sowfetische Besatzung hat, so schreibt das Berner Blatt, in Iran eine äußerst verworrene Situation geschaffen, wie die zahlreichen Minifterkrisen erkennen lassen. Die Regierungen der beiden Besatzungsmächte versicherten, die territoriale Integrität des Landes nicht verletzen und ihm nach dem Kriege die volle Souveränität zufichern zu wollen. Ein Ver­trag wurde zwischen London, Moskau und Teheran geschlossen und vom iranischen Parlament ratifiziert. Einige Wochen später ging die Sowjetregierung dennoch zur Annektion von zwei iranischen Provinzen über. Die Anwesenheit fremder Truppen und die fort­schreitende Sowjetisterung der von der Sowjetarmee besetzten Ge­biete haben in Iran starke Beunruhigung geschaffen, der die Inter­nierung nationalistischer Elemente in Konzentrationslagern folgte^

as. Es hat einmal eine Zeit gegeben, tn der man in England sehr stolz darauf war, daß dieses Land den B e - griff des ©entfernen geprägt bat und in der man voller Genugtuung vom fairen Kampf sprach. Nun haben diese angeblichen Gentlemen schon im Kampf gegen die Buren Frauen und Kinder, die in ihre Hand gefallen waren, als Kugelfang benutzt und haben auch sonst oft ge­nug gezeigt, was sie unter einem „fairen“ Kampf verstehen. Dieser Kampfmeihode schließt sich würdig die Weigerung Englands an. Kairo zur unverteidigten Stadt zu erklären. Eine Weigerung, die durch die jetzt bekanntgegebenen aus dem Jahre 1940 stammenden Dokumente ersichtlich wird. Man kann annehmen, daß die gleiche Frage jetzt in den englisch-ägyptischen Verhandlungen wieder eine recht be­trächtliche Rolle gespielt bat. da Ägypten alles JnteresiS daran hat. die in Kairo befindlichen Kultur st alten des Islam vor allen Möglichkeiten des Krieges zu be­wahren. Die Engländer beweisen mit ihrer Weigerung, Kairo zur unverteidigten Stadt zu erklären nur. daß sie ine Moscheen und die anderen islamischen .We lh estat t en als Kugelfang zu benutzen gedenken. Wenn England

Wiesbadener Tagblatt

«n>i üterioii- s*«iienbera,i<he !SiMhhruA>rpi 91t. 21 itaahiatt«Aanäi \ iöörfien11«rfi tn t> ttusaaben Ericheinunghzeit werktäglich Nachmittage

Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Druck und Verlag: L. Schellenberg'fche Buchdruckerei, Langgasse Sir. 21 (Tagblatt-Haus)

90. Jahrgang

Donnerstag, 3. September 1942

Nummer 206

Fernruf: Sammel-9lr. 59631 - Drahtanschrift: Tagblati, Wiesbaden • Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 7405 Bezugspreise: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 9.— einschließlich des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld ■ Einzelnummern RM O.iO Sei Behinderung der Lieferung infolge höherer (Bemalt kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr äuget Sonn- und Feiertags • Berliner Büro. Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Teilt eil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend . Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 • Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage