Wiesb Qiioner Tagb latt
«ritrf ttttb »erlflnt f SArlleitbero’ifhe SiKhhrurfwrt 9Zr. 21 tZiKihlaft. Aaiiäl ' Mn*<• tt111in 6 «uSdflbctl LrfcheiNUNaszeit werktäglich nachmittag«
Druck und Verlag: L. Tchellenberg'sche «uchdruckerei, Lauggasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)
90. Jahrgang
Samstag/Sonntag, 29./30. August 1942
Nummer 202
Das OKW. zur britischen Landungs-Katastrophe
Dieppe sollte zweite Front werden
Die feindlichen Pläne durch erbeutete Operations-Befehle und eigene Feststellungen eindeutig geklärt
Stellung zwischen Somme und Seine sollte ausgerollt werden
4
das
Die wehrpflichtigen Franzosen sollten evakuiert werden
das das das
Di« Absichten des Feindes find durch die Ergebnisse der eigenen Aufklärung und durch den erbeuteten Operationsbefehl »e« nicht weniger als 121 eng bedruckten Schreibmaschinenseiten eindeutig geklärt. Sie beweisen, baß es dem Feind nicht daraus ankam, einzelne Objekte nach Art der Kommandoangrisse zu zerstören, sondern dah schon der ersten Welle die Ausgabe gestellt war, Stadt und Hasen Dieppe einzunehmen und einen tiefen Brückenkopf zu bilden, dessen Umfang durch den als Angriffsziel genannten Ort Arques la Bataille, 7 Kilometer von der Küste entfernt, gekennzeichnet ist.
Fertigung,
Royal Tanadian Engineers (R. T. E.),
das A. D. Tommando und die Marine Commandos Nr. 3 und 4, eine Abteilung eines USA.-Cchützenbataillons, Abteilungen aus dem interalliierten Tommando.
Der Umfang der Niederlage
Führerhauptquartier, 29. Aug. (Funkmeldung.) Amtlicher Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den englischen Landungsversuch bei Dieppe am 19. August 1942.
Di« dem Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Berichte von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, erbeutete Befehle und Sefangenenaussagen, ergeben nunmehr ein vollständiges Bild über die schwere Niederlage, die der Feind bei seinem Versuch zur »Errichtung der zweiten Front" bei Dieppe erlitten hat.
Fernruf: Gammel-31t. 59631 • Drahtanschrift: Taablatt, Wiesbaden • Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7405 Bezugspreise: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM S.— einschließlich des TrSgerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld • Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung der Lieferung infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises
Überfahrten vermindert sich dieser Schiffsbedarf auf etwa 3,5 VRT. je Mann. Die genannten Transporter werden also mehrere voll ausgerüstete Divisionen an Bord gehabt haben. Schon dieses kleine Rechenexemvel allein widerlegt schlagend die englischen Lügen von dem ..kleinen Erkundungsvorstoß" und läht die Gröhe der Niederlage erkennen, die die Engländer hier erlitten. Es ist auch ungemein kennzeichnend, daß die US.-Amerikaner heute schon nach dem Fiasko gar keinen Wert mehr auf ihre Beteiligung legen. Während am Tage des Jnvafionsversuchxs die amerikanischen Blätter in Rieienüberschrnten verkündeten. wir und die Engländer dringen in Frankreich ein. bemerken jetzt, wie der „New Bork Mirror" schreibt, amerikanische Generalstabsoffiziere. daß derartige Überschriften irreführend gewesen seien, da der Anteil Amerikas „unbedeutend" gewesen wäre. Wie anders würden heute die US.-amerikanischen Zeitungen schreiben, wie anders würde man von dem amerikanischen Anteil reden, wenn man nicht an der deutschen Abwehr io kläglich gescheitert wäre.,
Nicht minder kennzeichnend ist es. wenn man heute in England und selbst in den USA. von der zweiten Front am krebsten gar nicht mehr redet. Eine zweite Front ist heute fast an jeder Kampffront anzutreffen, so erklärt man jetzt in London. In ganz dem gleichen Sinne meint eine große amerikanische Zeitschrift, daß bereits genug Fronten bestünden, die nicht genügend mit Kriegsmaterial und mit Truppen versorgt werden könnten. Man bat eben dock nach Dieppe ein Haar in der Suppe gefunden und das ist begreiflich. denn der amtliche deutsche Bericht zeigt aufs klarste wie trostlos die Bilanz des so arof angelegten Unternehmens von Dieppe, das eine neue Epoche in diesem Krieg einleiten sollte, für die Engländer aussieht, wobei man immer wieder bervorheben muß. daß dieser Abwehrsieg ersten Ranges erfochten werden konnte, ohne daß Reserven der oberen Führung einzugreifen brauchten.
Wöchentlich in « Ausgabe« ErscheimmgSzeit werktäglich nachmittag»
Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- und Feiertags - Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte "nAnreigenteü RM 0.07der 46 Millimeter breiten Spalt« im Tertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 1» maßgebend • Nachlass« nach Preisliste Nr. 10 • Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage
Drei Jahre Krieg
Von Fritz Günther
Auf dem entscheidenden Höhepunkt der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzung, in die ein maßloser Ee- waltherrschaftsanspruch der jüdisch-plutokratischen Clique um Churchill und Roosevelt die Kontinente des Erdballes getrieben bat. fällt der dritte Jahrestag des zweiten Weltkriegs. Das blutige Ringen, das England heraufbe- schwor. weil es die Erfolge des Führers im friedlichen Aufbau der Nation und in der Ausrichtung des deutschen Volkes zur nationalsozialistischen Einheit in seinem überheblichen Machtbewußtsein nicht glaubte ertragen zu können, wurde unter dem nichtigen Vorwande entfesselt, das deutsche Danzig und der Korridor, die Brücke nach Ostpreußen, müßten polnisch bleiben: ein Polen gegebenes Garantieversprechen verpflichte die britische Regierung, diesen Zustand ausrechtzuerhalten. Der wahre Grund der britischen Kriegserklärung, der sich Frankreich in seiner ewigen Furcht vor der Vergeltung eilfertig anschloß, lag schon damals vor aller Welt offen und ist durch die Ereignisse im Laufe der Kriegsjahre hinreichend bestätigt worden. Nicht umsonst batten die westlichen Demokratien und der jüdisch-plutokra- tische Klüngel in London und Paris jahrelang geschürt, und gehetzt, um Deutschland einzukreisen und sich mit einem neuen Krieg gegen das wieder erstarkte Reich, die fruchte des Versailler Schandvertrages für alle Zeiten zu sichern. Nachdem weder der Anschluß Deutsch-Österreichs und des Sudetenlandes noch die friedliche Lösung der Tschechen knie einen hinreichenden Anlaß geboten hatten, die Waffen sprechen zu lassen, sollte die von England bewußt geschürte polnische Arroganz den Funken am Pulverfaß bilden, der den Weltbrand entfesselte. Die Geduld des Führers, der sich immer wieder um die Erhaltung des Friedens bemüht hatte, war zu Ende, als die polnischen Grenzüberschreitungen durch die allgemeine Mobilmachung Polens ihre Sanktionierung erfuhren. Dem Befehl zum Einmarsch folgte der Feldzug der 18 Tage, in dem das Schicksal eines im Wirbel des Zusammenbruchs 1918 entstandenen llnstaates für alle Zeiten besiegelt wurde.
England und Frankreich, die dem Deutschen Reiche den Krieg erklärten, sahen. Gewehr bei Fuß, zu. wie ihr Schützling unter den harten Schlägen der von ihnen unterschätzten deutschen Waffen zusammenbrach. Sie wagten es nicht, gegen den Westwall anzurennen und glaubten im Schutze der für unüberwindlich gehaltenen Maginot- Linie die weitere Entwicklung, d. 6. den von ihnen erwarteten Zusammenbruch Deutschlands, in Ruhe ab warten zu können. Sie haben sich damals schon ebenso getäuscht, wie sie sich im Laufe der folgenden Kriegsjahre immer wieder täuschen sollten. Gründeten sich ihre Hoffnungen doch in erster Linie auf die Erfahrungen des ersten Weltkrieges, in dem Deutschland, von Feinden rings umgeben, nach einer wirksam durchgefübrten Hungerblockade schließlich zusammengebrochen war. Daß diesmal ein neues, von kämpferischem Geist erfülltes und seines nationalen Rechtsanspruches sich bewußtes Deutschland der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft aufgestanden war. um sich Freiheit und Lebensraum zu erkämpfen und für diesen Kampf ganz andere Voraussetzungen als vor 25 Jahren mitbrachte, dieses Bewußtsein war den von ihrer Überlegenheit überzeugten Feindmächten nicht gekommen. Sie lehnten deshalb auch den Appell an Die Vernunft ab. den der Führer nach dem stegreichen Polenfeldzug am 6. Oktober an England und Frankreich richtete. Die Männer um Churchill glaubten in ihrem blinden Haß und Vernichtungswillen, das deutsche
Die Churchill-Lüge restlos entlarvt (EigenerDrabtberiLt unserer Berliner Schriftleitung)
Die aujgefundenen Befehle geben auch noch in anderer Hinsicht wertvolle Aufschlüsse.
Damit sie nicht in unsere Hand fielen, durften nur die beiden Brigadestäbe die Befehle zu dem Unternehmen mitführen. Durch hie Gefangennahme eines Brigadestabes kam aber der Operationsbefehl doch in unseren Besitz.
Die ersten Ziele sollten in der Zerstörung einzelner Küstenbatterien bestehen, die Küstengewässer und Strand beherrschten, um dann, unterstützt von den geschützten zahlreichen Marineeinheiten, am Strand auszulanden, den Hafen und die Stadt in Besitz zu nehmen.
Plündern in jeder Form war strengstens verboten. Die Begründung dafür in dem Operationsbefehl lautete, daß „hie deutschen Besatzungstruppen einen hohen Standard individuellen Anstandes entwickelt haben", und danach auch die Landungstruppe durch die Einwohner beurteilt würde. Zur Überwachung dieser Anordnung, die ebenfalls auf die Absicht eines längeren Verbleibens an Land schließen läßt, war eigens ein Gendarmerieoffizier vorgesehen.
Trotzdem glaubt« man, daß die französische Senol tung von den landenden Truppen verlangen könnte, sie nach England zu evakuieren. Eine besondere Gruppe in Stärke von einem Offizier und sechs weiteren Dienstgraden französischer Nationalität war für diesen Zweck eingesetzt, wenn auch mit der Anweisung, lediglich wehrfähige Franzosen mitzunehmen und auch nur dann, wenn sie sich zur Einreihung in die de-Gaulle-Berbände verpflichten. Auch Fischern, die ihr eigenes Fahrzeug mitbringen, sollte gestattet sein, unter dem Schutz der Seeftreitkriiste nach England zu fahren.
Umfangreich« Anordnungen waren für die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen ausgearbeitet. Zunächst sollten ihnen, „wo immer es möglich ist" die H and e ge- bunben werden, damit sie ihre Papiere nicht vernichten tonnten. Ein Kriegsgefangenenlager sollte an einer genau bezeichneten Stelle am Strand eingerichtet werden. Die dazu abzustellenden Bewachungsmannschaften, die Rückführung nach England und ihre weitere dortige Bestimmung waren genau festgestellt.
Für alle Fälle enthält der Befehl aber auch in allen Einzelheiten dieienigen Maßnahmen, die zu treffen waren, wenn bei ungünstiger Entwicklung der Lage der Entschluß zum Ruckzug gefaßt werden müßte. Die Befehlshaber bei See« unb Luftstreitkräfte sollten die notwendigen Erwägungen zu diesem Zweck früh genug anstellen. In diesem Falle war beabsichtigt, die gelandeten Truppen b i s zum letzten Mann wieder an $oib gu nehmen, ebenso die als sicher erwarteten Masten der deutschen Kriegsgefangenen, bas ausgelabene Kriegsgerät und vor allem die Panzer. Auch bie Zoten wollte man zurückführen
Dieser von 15 zu 15 Minuten bis in sehe Einzelheit festgestellte Rückzug war auf dreißig Seiten und durch dreizehn Spitzen erläutert.
x Der tatsächliche Verlauf
Der wirkliche Ablauf der Ereignis? ° 'st aus den Berichten des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht im wesentlichen bekannt. Roch bevor die feindliche Landungs lott« in Sicht der Küste kam, war sie von den rn See stehenden Sicherheitsstrelt- kräften der deutschen Kriegsmarine gemeldet worden. Nachdemdie schwachen Streitkräfte der Kriegsmarine in einem kurzen Seegefecht die überlegenen feindlichen Einheiten em Kanonenboot vei- lenkt und mehrere Treffer auf den feindlichen -ch'Nen erzielt hatten mußten sie den Kampf abbrechen. Aber die erste
Für die Beurteilung des Wertes dieses Brückenkopfes sind folgende Feststellungen wichtig:
Dieppe ist bet bet französischen Hauptstadt nächstgelegene Hafenplatz. Seine Hafenanlagen erlauben bie Ausladung von Panzern und schwerem Gerat und damit das Anlanden der weiteren Angriffswellen.
Der Besitz eines tiefen Brückenkopfes bei Dieppe schafft die Boraussetzung, um die Küstenoerieidigung zwischen Somme und Seine aufzutollen und durch die Einnahme von Abbeville, L e Havre weitere leistungsfähige Häfen zu gewinnen.
• Starke Kräfte-Konzentration
Zur Durchführung dieser Absichten war in der ersten Welle die 2. kanadische Division in einer Breite von etwa 25 Kilometer zur Landung an sechs verschiedenen Stellen angesetzt, unb
Diese Truppen bestanden aus ausgesuchten, hochwertigen, seit Monaten für bie Landungskämpfe besonders ausgebildet e n K r ä f t e n, in der Hauptsache allerdings nicht Engländern, sondern Kanadiern.
Hinter dieser ersten Welle stand — neben zahlreichen anderen im Seegebiet zwischen Dieppe und Portsmouth erkannten Gruppen von Landungsbooten, Transportern und leichten See- ftreitkräften bis zur Kreuzetaröß« — eine schwimmend« R«s«tv« von neun großen auch mit Panzern vollbeladenen Transport«»« und brei Fracht««n.
Weiter nördlich befand sich eine weitere starke Gruppe — wohl bas Eros bet Lanbungsstreiikräfte — mit 26 Transportern in See, an beten Deck Kopf an Kopf dicht gedrängt Truppen standen.
AnLuftstreitkräften hatte der Feind übet 100 Kampf, flugzeug«, darunter zahlreiche viermotorige, und mindestens 1000 Säger vorwiegend zum Angriff auf di« deutsche Küstenverteidigung eingesetzt.
Dieser starke, wenn auch in btt Hauptsache ben „Berbünbe.en" zugesallene Krästeeinsatz beweist besser als alle nachträglichen amtlichen unb nichtamtlichen Täuschungsvetsuche, baß mit her Landung weitgesteckt« operativ« 3i«l« »««folgt werben sollten.
Unterstrichen wirb diese Tatsache noch durch die Erklärung des Vorsitzenden des amerikanischen Senatsausschusses für militärische Angelegenheiten, der nach United-Preß noch am 20. August de« Hoffnung Ausdruck gab, daß der gemeinsame Kommandoangriff sich zur zweiten Front entwickeln und ausdebnen würde. Die_ gelandeten Kräfte waren stark genug dazu und bas Kampfgelänbe wäre zu Landungsoperationen äußerst günstig.
Störung im planmäßigen Ablauf her feindlichen Operation war eingetreten.
Aus der großen Zahl der zur Besetzung und Zerstörung vorgesehenen deutschen Verteidigungsanlagen gelang es dem Feinde lediglich, unter Einsatz überlegener Kräfte an einer Stelle vorübergehend in eine Küstenbatterie einzudringen. Die Abwehr aller übrigen Verteidigungsanlagen erwies sich dem Gegner weit überlegen. Die örtlichen Reserven der Führung genügten, um den Feind, wo er vorübergehend am Strand Fuß gefaßt hatte, zusammenzuschießen oder in das Meer zurück zu werfen. Seine Panzerkampswagen endeten zerschoßen und bewegungsunfähig auf dem Strand, ohne auch nur die Strandstraße erreicht zu haben.
Von der höheren Führung alarmierte und in kürzester Frist in Marsch gesetzte Reserven erreichten zu den vorgesehenen Zeiten den Raum von Dieppe, fanden aber keine Gelegenheit mehr, einzugreifen. Die tapferen Soldaten der Küstenverteidigung hatten sich inzwischen aus eigener Kraft des Angriffes (Fortsetzung auf Seite 3)
zwar:
die Stäbder 4. und 6. kanadischen Jnfanteriebrigade,
bas Royäl-Regimeni of Sanaba,
Royal South Saskatschewan-Regiment,
bas Essex Scottish Regiment,
bas Royal Hamilton Light Infanterie-Regiment, Camerons of Canada Füsiliers-Regiment, Füsiliers Mount Royal,
XIV. Army Tank-Bataillon, Calgary-Regiment, ausge- -rüstet mit schweren Panzerwagen vom Typ Churchill I—ni unb Panzerspähwagen. Alle Wagen neuester
as. Berlin. 29. Aug. Die Wochenendleitartikel der englischen Presse müßen wieder einmal feststellen, daß die Lage der Alliierten alles andere als erfreulich ist. „Wir baden keine Zeit mehr übrig oder zu verlieren' schreibt rammer- voll der ..Economist" und gibt der Befürchtung Ausdruck, daß die Alliierten mit ihren Aktionen zu spät kommen könnten. Vor allem weiß man nicht, was überhaupt geschehen soll. Das Thema der zweiten Front ist nach dem Jnvasionsfiasko von Dievve höchst unbeliebt. Nach immer bemüht man sich allerdings die Lüge aufrechtzuerhalten, daß Dievve gar keinen Jnvasionsversuch darstellte, sondern nur eine Probe sein sollte. Der amtliche deutsche Abschlußbericht. der nunmehr der Öffentlichkeit übergeben wird, fertigt diese englische Lüge ebenso überzeugend ab. rote die, Bilder der Wochenschau. Die Engländer hätten auch ganz nmerltffl nicht 22 Journalisten aus Kanada und den USA. mobil gemacht und den zum Einsatz bestimmten Kräften zugeteilt. wenn man nicht auf einen großen Erfolg in London gerechnet haben würde. Als man diesen Entschluß faßte, hoffte man noch, einen starken Brückenkopf in Dievve bilden zu können und sah noch nicht voraus, daß die englische Zensur den amerikanischen Journalisten ihre Berichte bis zur Unkenntlichkeit zusammenstreichen würde, weil diese Journalisten die Dinge so schilderten, wie sie waren. Vor allem aber muß man sich immer wieder vor Augen halten, welche Transvortflotte die Engländer zusammenge- zogen hatten. Nach dem amtlichen OKW -Bericht ist die feindliche Einheit, die lediglich in Aktion trat, in 300 bis 400 Landungsbooten an Land gesetzt worden. Das feindliche Eros befand sich. auf 35 Transportern, die weiter zurück ankerten und die die geschlagenen Truppen wieder auf- nahmen. Die Engländer berechnen nun den Gesamtschiffs- bedarf einer Infanteriedivision von 19 000 Mann mit 31 Schiffen von etwa 228 000 BRT.. also etwa 12 BRT. je Mann. Bei Verwendung von Fahrgastschiffen auf kurzen
