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Selle 4 Nr. 17*

Wiesbadener Tagblatt

Montag. 3. August 1942

Erfolgreicher Auftakt

der Saison 1942/43 im Scala-Barietö

.Unser Scala-VarietS hat nach der üblichen Sommer­pause nunmehr wieder seine Vorstelkungen ausgenommen und wird auch sicherlich in den kommenden Monaten mit Erfolg be­müht sein, die Wiesbadener Freunde des Varietes mit Spitzen­leistungen auf dem Gebiete der Artistik, der Tanz- und Klein- kunst und des goldenen Humors bekannt zu machen. Jedenfalls hat Direktor Hammelbacher bereits mit dem Saisoneröff- mrngsprogramm bewiesen, daß er in der Zusammenstellung der Vortragsfolge eine glückliche Hand hat und auch diesmal wieder ledem Geschmack Rechnung trägt. Der größte Teil der wieder von der charmanten Dorothy Grothe angezeigtep Nummern war in Wiesbaden erstmalig zu sehen. Hanni Petzoldt eröffnete den Reigen, eine Künstlerin, die tanzen kann und vor allem den Spitzentanz virtuos beherrscht. Dabei tragen ihre Tanzdarbie­tungen eine persönliche Note und, entbehren nicht eines liebens­würdigen Humors. Rolf Pr i b y l auf dem Tanzseil ist ein Meister seines Faches. Der mehrmalig vorgeführte Rückwärtssalto ist zweifellos sensationell, dabei zeigt der Künstler seine Tricks in einer liebenswürdigen Form, die das Publikum von der Schwere seiner Arbeit ablenkt. Mit Recht wurde er mit brausendem Bei- fall bedankt. Ganz vorzüglich ist auch der Springstep-Akt des jungen R o v a n o, dessen geschmeidiger Körper von der Erden­schwere entbunden zu sein scheint. Wer recht herzlich lachen will, kommt bei Fred E r l o, demSonderbaren" unter den Komikern, auf seine Kosten, er singt und rollschuht und wartet mit zum Teil derben Späßen auf. Dänemark hat in den Geschwistern B l o n d i e Ha rt l eh zwei Artistinnen entsandt, die die waghalsigsten Trapezkünste mit einer imponierenden Gewandtheit und Sicherheit vorführen und das Publikum immer wieder zu stärkstem Beifall hinreißen. Freudiges Wiedersehen gab es bei Schicht!- Lulyans Zauber-Marionetten: ein Theater, auf dem Theater mit kleinen Künstlern, die vergessen machen, daß sie auf geheim­nisvolle Weise von zwxi schönen Frauen gelönkt werden. Ein Tanzpaar, das für sich in. Anspruch nehmen kann, zur Sonder­klasse gerechnet zu werden, ist Y v e t t e und M a r c e l l. Ge­schmeidig und gelöst sind die Tanzformen, kraftvoll die Schluß- effekte. Der Tierfreund hat seine Freude an dem Miniatur-Zirkus

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Rolf Pribyl, ein Meister auf dem Tanzseil

(Photo: Tagblatt)

deslangen E m i l".Bellende Pferde" und einen vorzüglich dressierten Drahthaarfox sieht man nicht oft. Mit einem im tollen Wirbel vorgefühvten Rollschuhakt der2 Blizzard s schließt das Programm, und bringt damit nochmals eine Glanzleistung des Varietes. Wieder hat die Kapelle Wilhelm Kaufmann großen Anteil am Erfolg des Abends; neben der zuverlässigen Assistenz der artistischen Darbietungen steuern die Wiesbadener Musiker eine klangschön gespielte Ouvertüre von Fötras zur weiteren Bereicherung des Abends bei. Willi Pempel

Wirgedenken verdienter Wiesbadener

3. August 1911: Dr. Julius Grimm

V

Mit 47 Jahren kam der Jurist Profesior 'Julius Grimm, am 26. November 1821 zu Kassel geboren, in unsere Stadt, um hier die zweite Hälfte seines Lebens zu verbringen. Er hatte in Bonn, Heidelberg und Marburg die Rechte studiert, 1848 in Bonn promoviert und war von 1853 an ordentlicher Profesior in Basel, von 185768 juristischer Berater und Vorsteher der Verwaltungs­abteilung der österrerchischen Eisenbahnen. In Wiesbaden machte er geschichtliche Studien und grub bei Mainz-Kastel die Römer- brücke auf. 1882 erschien sein Buch:Der römische Brückenkopf, in Kastel bei Mainz und die dortige Römerbrücke". Wie Albert Herrmann in seinemEräberbuch" mitteilt, unsere Quelle für diese Würdigung,setzte er sich nachdrücklichst und mit Erfolg für die Inaugenscheinnahme J>ei Archive ein, war Mitbegründer der Kasinogesellschaft, wirkte segensreich im Nassauischen Kunstverein und im Verein der Künstler- und Kunstfreunde. 1888 wurde er Landtagsabgeordneter. Den Kolonieverein half er gleichfalls mit« begründen". Hans Erimm, der Dichter des ProsaeposVolk ohne Raum", in einem Hause der Mainzer Straße zur Welt gekommen, ist der Sohn dieses Mannes, der 1906 u. a. auch eine SchriftWiesbaden nach dem Dreißigjährigen Kriege" veröffent-

Vor 100-Jahren

Ein Blick insWiesbadener Wochenblatt"

No. 31 Montag den 1. August 1842

Unter denPrivat-Vekanntmachungen" ist zu lesen:Mr. Durlache, aus London, Ehiropodist der königlichen Familie. Macht hiermit dem Publikum von Wiesbaden und der Umgegend die ergebenste Anzeige, daß er täglich in seiner Wohnung (Burg­straße Nr. 22) zu sprechen ist. Er vertilgt Hühneraugen und andere Verhärtungen, Nägel, die ins Fleisch dringen, und alle ent­zündlichen Auswüchse an den Füßen,.so daß der Patient, sogleich nach der Operation enganschließende Schuhe und Stiesel tragen kann. Mr. 'Durlach ist im Besitze der besten Zeugnisie, die ihm van hohen Personen, welche er behandelt hat, und von Mit­

gliedern der medicinischen Facultät in London ausgestellt wurden. Die nachstehenden und andere Certificate liegen im Original zur gefälligen Einsicht bereit. Da Mr. Durlach's Aufenthalt in dieser Stadt nur von kurzer Dauer seyn wird, so bittet er, sich bald­möglichst an ihn zu wenden." Und dann folgenZeugnisie hoher und höchster Herrschaften."

Die Sonnensleckentätigkeit blieb im Juli mit der durch­schnittlichen Maßzahl 17 gegen 15 im Juni fast unverändert. Das Maximum trat am 6. mit zwei Gruppen und 25 Einzelflecken ein. An zwei von den 14 Beobachtungstagen (apr 16. und 26.) erwies sich die Sonnenoberfläche als fleckenlos. Für August kann vielleicht mit einer kleinen Zunahme gerechnet werden.

Wer kennt den Mann mit der Schildmütze? Am Donners­tag gegen 18 Uhr wurde in der Nähe des Walddistrikts Klein­born int Nerotal. ein hiesiger Einwohner von einem unbekannten Manne, der eine Schildmütze trug, am Kopf verletzt. Alle Per­sonen, die irgendwelche Angaben zur Sache oder über den Täter machen können, müssen sich umgehend bei der Kriminalpolizei, Friedrichstraße 25, Zimmer 76, melden. Insbesondere soll sich die Frau melden, die sich des Verletzten angenommen hat.

Dlssbadsn-DoHgaiur

Volksfest am Nheineck. Um der Dotzheimer Jugend eine klein? Freude im Kriegsgeschehen zu vermitteln, haben aus dem Platz am Rheineck über . das Wochenende Karusiells, Schiffschaukeln, Schießstände und dergleichen Aufstellung genommen. Vor dem Kriege fand hier in großem Rahmen immer die traditionelle Dotzheimer Kirchweih statt. Angelockt von all den Herrlichkeiten wurden denn auch von der Jugend an den beiden Tagen die lange entbehrten Volksfestfreuden weidlich ausgenutzt und die Fahr- geschäfte und übrigen Verkaufsstände belagert. Fröhliches Kinder­lachen scholl über den Platz und die Eltern freuten sich mit ihren Kindern, wenn ein Spielzeug das besondere Wohlgefallen der Kleinen erregte. Wenn auch tn bescheidenem Rahmen, so ließen sich aber die Dotzheimer ihren gewohnten altherkömmlichen Kerwekuchen nicht entgehen.

Sommerscst im Kindergarten. Wie in der Umgebung bereits geschehen, werden in den NSV.-Kindergärten Dotzheims in den nächsten Tagen ebenfalls Sommerfeste abgehalten, zu denen die Eltern der Kinder eingeladen find.

Sport und Spiel

Hessen-Nassau hoch geschlagen

Westmark siegte 5:2 (3:1) im Eanvergleichskampf

Nicht unerwartet triumphiertren bei diesem in Frankfurt aus- Benen Eauvergleichskampf die Gäste, deren ungemein starker, eudtger Sturm den Ausschlag gab. Schon nach einer Viertel­lag Westmark mit zwei Toren in Front. Der Linksaußen hatte, frei durchgelaufen, allerdings aus Abseitsstellung, die Führung erzielt, und wenig später erhöhte der Mittelstürmer nach schöner Kombination der rechten Angriffsseite. Als Hesien-Nassau später ein Tor aufholte war der frühere Vorsprung der Westmark doch bis zur Pause wieder hergestellt. In zweiter Hälfte hatte Hesien-Nassau durchweg mehr vom Spiel, vermochte aber nichts Zählbares yi erreichen. Erst beim Stand von 5:1 gelang durch Echuchardt ein zweiter Gegentreffer.

Weitere Spiele:

FSB. Frankfurt BfL. Rödelheim 5:3 Germania Frankfurt Kickers Offenbach 0:3 Kriegserinnerungsspiele der unteren Klassen

FB. 02 Biebrich FSB Schierstein 1:1 (0:1)

Oft haben diese Gegner bereits die Klingen gekreuzt, und immer wieder war Schierstein für die Biebricher eine recht ernst zu wertende Klippe. Meist fielen die Ergebnisse sehr knapp aus, und auch diesmal erzwang zäher Widerstand der Gäste ein Un­entschieden. Dieser Ausgang ist für die Schwarzweißen Hell; Krug, Lieser; K. Schmidt, Eg. Hennrich, Groth; Stroh, Schröder, Fr. Schmidt, Nik. Hennrich, Hankammer immerhin etwas glücklich. Denn in zweiter Hälfte kamen die Gastgeber nach schwächerem Beginn kräftig in Fahrt, und das Schiersteiner Heiligtum stand vielfach im Brennpunkt der Ercignisie. Bei der Pause führten die Schwarzweißen noch durch einen gleich in den ersten Minuten ge- schosienen Treffer; Fr. Schmidt hatte eine Unsicherheit der Ver­teidigung entschlosien genützt. Bei Gegenstößen konnte der An­griff der Stauen Bernhardt; Roth, Schlemmer; Barbahenn, Pitthan, Nikolai; Bierwirth, Klarmann, Sommer, Jung, Bei- fiegel nicht ins Ziel finden. Später freilich kam die junge Bieb­richer Elf durch ihre Schnelligkeit mehr und mehr in Vorteil. Als Sommer schön durchgekommen war, wurde er in günstiger Schuß­stellung gelegt; Beisiegel verwandelte den verhängten Elfmeter- strafstoß zum Ausgleich. Aber bei diesem Stand sollte es bleiben, obwohl Biebrich in der letzten halben Stunde noch mehrfach Ge­legenheit zum Siegestreffer hatte. Das Glück war mit den Gästen, Schüsie gingen knapp vorbei, trafen den Pfosten oder wurden ge­wehrt. Bei Kopfballtor Sommers war bereits der Abseitspfiff er­folgt. Lediglich eine Eckenserie blieb die Ausbeute der Blauen. Sehr gut leitete Schiedsrichter Ruhmann (Luftwaffe). Durch die Punkteteilung der beiden Erstplazierten ist die Lage in Gruppe A nun wesentlich undurchsichtiger und spannender geworden.

Luftwafsen-SB. KS8. Sonbermannschaft 0:2 (0:1)

In der Gruppe B hat KSE. mit dem Sieg über die Luftwaffe die alleinige Tabellenführung übernommen. Die Sondermannschaft Schlotter; Weimer, Rau; Elöcker, Dix, Behrens; Best,, Ruhl, Sinn, Watzelhan, Barbahenn zeigte das ausgeprägtere Zusam­menspiel, war auch technisch dem Gegner etwas voraus und ver­fügte dabei über eine zuverlässige Hintermannschaft, in- der sich besonders der Tormann auszeichnete, indes auch die beiden Ver­teidiger vollauf ihre Schuldigkeit taten. Die körperlich überlegene

Vertretung der Flieegr Kuhn; Schröder, Dollwett; Grabe, "Kogel, Geisinger; Aumer, Klima, Kais, Schürnagel, Ertel kämpfte mit ehrgeizigem Einsatz, jedoch blieb die junge Mannschaft der KSE. bei konsequent durchgeführtem, schönem Flachpaß meist leicht ton­angebend. In der 20. Minute kam die Führung zustande, als Watzelhan eine Vorlage von Elöcker aufnahm' und mit sauberem Schuß In die Maschen lenkte. Die endgültige Entscheidung siel dann freilich erst zehn Minuten vor Schluß. Eine von Best her­eingegebene Flanke verwandelte Rüht mit Einschuß ins lange Eck zum zweiten Treffer. Die Soldaten erreichten Bei der Stabili­tät der gegnerischen Deckung nicht einmal das immerhin verdiente Ehrentor.

FK. Erbach SB. 1919 Biebrich 1:2

Nachdem Eltville endgültig von den Kriegserinnerungsspielen zurücktrat, ist für die Rheingauer Rothosen der SV. 19 Biebrich eingesprungen. Dieser, der erstmals nach langer Pause wieder her- auskam, gastierte am Sonntag bereits in Erbach und hatte einen guten Start. Bei dem dortigen FK. gewann er einen knappen, doch durchaus verdienten Sieg.

Versagender Reichsbahn-Angriff

Reichsb. Wiesbaden RSE. Roiweiß Frankfurt (Soma) 0:5 (0:1)

Ein ziemlich mäßiges Spiel, das im Feld großenteils gleich­wertig geführt wurde, brachte den Reichsbahnern bei völlig ver­sagendem eigenem Angriff zuletzt noch eine klare Niederlage. Die Blauen mit Dickmann; Kehl, Schreier; Sebald, Mette, Keim; Kürzer, Bauer, Schreiner, Haar, Wintermeyer (Eötz) hatten Tor­gelegenheiten genug, aber wußten nichts damit anzufangen. Die Frankfurter als Partner in diesem Freundschaftstreffen, meist Reservespieler, zeigten selbst nicht sehr viel, immerhin hatten sie in dem Halblinken Eillmeier einen entschlossenen, schußkräftigen Stürmer. Dieser zeichnete auch für die drei ersten Ersolge, aller­dings war es ein recht billiges Führungstor, das auf Mißver­ständnis zwischen Tormann und Verteidigung vor Halbzeit ins verlassene Eehäuse ging. Auf das 2:0 bald nach der Paisse folgte eine Drangperiode der Wiesbadener, ohne daß den immer wieder zögernden und fruchtlos in die Breite spielenden Stürmern Zähl­bares gelang. Der dritte Frankfurter Treffer fiel im Nachschub, nachdem ein Angriff des Halbrechten Rauh nur kurz abgewehrt worden war. Im Durchlauf besorgte dann der Linksaußen Stab, ein Gastspieler vom 1. FK. Jena, den vierten Erfolg. Die Reichs­bahner verloren am Ende sichtlich die Lust, die ESste beherrschten das Geschehen und erhöhten nochmals durch ihren linken Läufer Kiltz, der gewandt mehrere Gegner umspielte. Schiedsrichter war Kohls (SpPgg. Eltville).

Keine Aufstiegsspiele am Sonntag

Nachdem bereits die beiden Begegnungen im Aufstiegskampf Nied Rüsselsheim und Isenburg Ravolzhausen des Eauver- gleichskampfs in Frankfurt wegen abgesetzt waren, wurden auch die übrigen Spiele LSÄ. Eießen Offenbach und Dieburg gegen Bürstadt verschoben. Die letzte Klärung in der Frage der beiden Aufsteigenden hat sich also noch einmal verzögert.

Um den Aufstieg zur Handball-Gauklasse

\ Luftwaffe Wiesbaden Tv. Luftwaffe Wiesbaden Tv. Frankfurt-Eriesheim TSV. Wetzlar-Niedergirmes Reichsbahn 05 Mainz

Frankfurt-Griesheim 18:10 5 4 1 66:39 8:2

5 4 1 64:52 8:2

5 1 4 37:49 2:8

5 1 4 29:56 2:8

Mit dem höchsten Sieg der Runde hat der Zweite dank seines besseren Torverhältnisses den Erstdn von der Spitze verdrängt.

und da zugleich Wetzlar-Niedergirmes Mainz kampflos die Punkte überließ, ist das Viererfeld nun scharf in zwei Gruppen, Auf- steigende und Nichtaufsteigende, geschieden.

Von dem Frankfurter Meister hatte man mehr erwartet. Es sei ihm zugute gehalten, daß mit Anton Pabsdorf und Schneider zwei seiner besten Spieler fehlten; mit Gesang; Michel, Karl Geiger; Konrad Geiger, Marthaler, Söller; Gebhardt, Kaufmann, Heidt, Nauheimer, H. Pabsdorf bot er auf jeden Fall nur Mittelmäßiges; zum Zuge kam er eigentlich nur dann, wenn Sie Wiesbadener im Gefühl sicherer Überlegenheit einmal für kurze

Zeit verhielten. , .

Der LSV. hatte mit dem Mombacher Knoll (zuletzt beim Polizei-SV. Frankfurt) gerade noch rechtzeitig eine bedeutende Verstärkung im Sturm erhalten; mit Avernarie, einem Bruder des Darmstädter Repräsentativen, war der linke Läuferposten neu besetzt; Wiest vertrat den fehlenden Tominski befriedigend in der Verteidigung; so war denn an der Elf Adler; Wiest, Schmidt; Beevar, Bohrmann, Avemarie; Kloppstein, Knoll, Senget, Schemel, Busse nichts auszusetzen.

Von 1:0 aus ging es über 3:1, 5:2, 8:3 (bei Halbzeit) Bis auf 12:3, ehe der Gegner einmal eine knappe Viertelstunde mit 1:4 für sich Buchen konnte; von 13:7 aus wurde er im Endkampf über 16:8, 17:9 aBcr schnell wieder weiter zurückgeworfen. Knoll (6), Schemel (5), Kloppstein (5) und Senget (2) schossen zehn Tore mehr, als heim Porspiel erreicht worden waren; aßet auch der Gegner erzielte durch Gebhardt (6), Pabsdorf (2) Kaufmann und Nauheimer noch eins mehr als damals. Schiedsrichter: Adolf Müller.

Reichsbahn Wiesbaden Luftwaffe Wiesbaden 2 7:8

Die neue zweite Elf des LSV. bewies mit Sohl; Walther, Steeger; Schäfer, Moll, Kohl; Gerold, Descher, Kuchenbecker, Altenbeck und Nabel, daß sie auch auf sich allein gestellt zu kämpfen weiß. Ihr Sieg verdient um so mehr Anerkennung,_ als die Reichsbahn, durch Spieler der Luftwaffe und der Post ergänzt, mit Wilhelm; Dörich, Äreiter; Brück, Sommer, Hell; Jodicke (Freund), Hnadeck, Fieger, Knittel und Nold stärker heraus- gekommen war als erwartet wurde. Sic ging denn auch gleich durch Knittel und Sieger in Front und behauptete' den Vorsprung nach einem Gegentreffer von Altenbeck durch Freiwurf Hnadecks bis 3:1. Kurz vor dem Wechsel übernahmen die Soldaten, nachdem im weiteren Verlaus Altenbeck noch einmal und Kuchenbecker so­gar zweimal etsolgteich waren, mit 3:4 erstmals die Führung. Sie wechselte in hartnäckigem Hin und Her im zweiten Teil noch mehrere Male; bei 4:5 war Rot vorne, bei 6:5 und 7:6 Blau; nicht weniger als viermal hielten sich beide Parteien die Waage, aber schließlich gewann der LSV. doch die Oberhand. Kuchenbecker und Nabel stellten den Sieg sicher, nachdem vorher Altenbeck schon zweimal gegen Hnadeck, Fieger (2) und Knittel zum Zuge ge­kommen war. Als Schftdsrichter bewährte sich Senger.

KSE. 1899 Wiesbaden hat HSE. Freudenberg für Dienstagabend zu einem Spiel aufgefordert.

Hittfteiner siegt in Giehen

Der Wiesbadener Späth bester Jugendfahrer

Das Rad-Rund st reckenrennen um denGroßen Straßenpreis von Gießen" gestaltete sich zu einem neuen Erfolg für den deutschen Altmeister Karl Kitt st einer (LSV. Mainz), der nach einer Fahrzeit von 3:06 Stunden vor dem Moselländer M e T) e t s und dem für den Frankfurter RV. 83 startenden Flamen Beeks siegreich blieb. Kittsteiner und Beeks überrunde­ten zuerst das insgesamt 24 Mann starke Feld, aber später stieß auch noch Rüdiger Meyers zu den Führenden und sicherte sich zum Schluß noch den zweiten Platz. Bester Jugendfahrer der Klasse A war der Wiesbadener Späth vor dem Frankfurter Scherer, während in der B-Klasse der Hildesheimer Rudi Theißen siegreich blieb. Ergebnisse (80 Runden = 96 Kilometer): 1. Kitt­steiner (LSV. Mainz) 3:06 Std., 47 P., 2. Meyers (Moselland) 39 P.. 3. Beeks (Frankfurt a. M.) 34 P., 1. Rd. zurück: 4. Marzel­lins (Moselland) 6 P., 5. Feger (Frankfurt) 5 P., 6. Schmidt (Köln) 4 P., 7. Kaas (Moselland) 3 P.. 8. Rüth (Köln) 3 P., 9. Meyer (Köln) 2 P., 10. Jrandi (Wiesbaden) 2 P. HI. Klasse A: 1. Späth (Wiesbaden) 1:10:45 Std.. 27 P.; 2. Scherer (Frankfurt) 24 P. (1 Rd. zur); 3. Bassermann (Langen­selbold) 17 P. - H2. Klasse B: 1. Theißen (Hildesheim) 1:12:20 Std., 30 P.

Sport der HI.

Köln-Aachener Radsportsieg

Der zweite Radsport-Dergleichskampf zwischen Westmark, Moselland, Köln-Aachen und Hessen-Nassau fand in Kaiserslautern statt und endete erneut mit einem Siege bet Köln-Aachener Jungen. Sie behielten im Gesamtergebnis mit 103 Punkten vor Hessen-Nassau mit 68, Moselland mit ebenfalls 68 und Westmark mit 33 Punkten die Oberhand. In der Einzelwertung des 100-Kilometer-Rennens siegte Ernzer (Mosel­land) in 3:17:40 Stunden vor Poiree (M.), Römer (Köln), Gott­schalk (Köln), Bastuck (Westmark), Embs (Köln), Schmidt dessen/ N.), Röhrig (Köln), Kern (H e s s e n / N.) und Engels (Köln). Die Moselländer verloren ihren stärksten Mann, Goldschmidt, durch Defekt und erreichten das Ziel nur mit vier Fahrern. Ernzer schlug seinen Kameraden Poiree im Endspurt mit Vorderradlänge.

Hessen-Nassau im Fußball gescheitert

Das Wuppertaler Vorentscheidüngsspiel um die deutsche .Jugend-Fullballmeisterschaft sah das Gebiet Düsseldorf (Bann Wuppertal) knapp mit 5:4 (2:0) Toren über den Bann 81 Frank­furt am Main, der das Gebiet Hessen-Nassau, vertrat, siegreich. Düsseldorf nimmt also an der Meisterschafts-Endrunde teil.

Hessen-Nassaus Schwimmerinnen siegen

In Höhr-Erenzhausen gewann Hessen-Nassau einen BDM.- Schwimmkampf mit 163 Punkten vor Köln-Aachen mit 138 und

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mobilisiert die Schrottreserven, die überall in der Industrie, im Handtfferk und in der Land­wirtschaft vorhanden sind. Nur Betriebe werden erfaßt, nicht Haushaltungen I Auf jede verfüg­bare Eisen menge kommt es an! Der Meldezettel dient einer ersten Musterung der vorhandenen Eisenreserve. Die Entscheidung liegt allein bei dem Betriebsführer!

Aus Schrott wird Stahl! Aus Stahl entstehen die Waffen, die den Gegner schlagen. Darum:

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