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Freitag, 24. 2uli 1942

Wiesvavener Tagvlatt

Slr. 171 Sette 5

2:7, 3:8, schafften sie sich bei 5:9 sogar einmal etwas näher heran; über 6:11 gerieten sie im Tndkampf aber doch wieder auf den Salbzeitabstand. Hnadeck (3), Knittel Braunstorfinger und Rötz- ler batten der Reichsbahn zum Erfolg verhalfen. In die Tore der Freudenberger teilten sich die beiden Halbstürmer, wobei Edel bewies, daß er im Jnnensturm nützlicher ist als auf einem Außen- posten. Schiedsrichter: Adler.

Aus dem Sportgau Hessen-Nassau

Im Fußball-Wettbewerb um den Krregserinnerungs- vreis ist das zum 26. Juli anberaumte Treffen Kickers Offenbach REG. Rotweiß Frankfurt abgesetzt worden. Rotweih ist nun bei der Frankfurter Eintracht zu East.

DerGroße Stratzenpreis von Eiehe n", ein Rad- Rundstreckenrennen über 96 Kilometer, findet am 2. August statt und ist offen für Amateurfahrer des Gaues Hesien-Raffau und der Rachbargaue.

Die Leichtathletik - Mehrkampfmeisterschaf­te n des Sportgaues Hesien-Raffau werden am 15. und 16. August in Gießen durchgeführt. Die Meisterschaften der Kreise sind zum 2. August angesetzt.

Reben dem 88. Feldberafest in Bad Homburg findet am 23. August im Sportgau Hesien-Raffau noch das Franken- st e i n - B e r g f e st bei Darmstadt-Eberstadt statt. Das historische Landskronbergfest bei Oppenheim wird am 6. September durchgeführt.

Sport der HI.

9as Hockey-V er gleich stressen zwischen den HJ.- 'MannschrMn viM Atffen-Rassau und Sachsen, das kürzlich

in Leipzig beim Stand von 0:0 vorzeitig beendet wurde, ist für Sonntag nach Frankfurt a. M. neu angesetzt worden.

Ein Turn-Bergleichskampf zwischen den HJ.-Gebie- ten Moselland, Hessen-Nassau und Düffeldorf findet am 28. Juli, anläßlich des Kreisparteitages in Luxemburg statt.

Die Kriegs-Bereinsmei st erschaft der deutschen Leichtathleten ist erheblich erweitert worden. Es wurden noch drei Altersklaffen eingerichtet, und zwar für die Jahrgänge 1910 und älter, 1902 und alter sowie 1892 und älter.

Die Berliner D eutschlandhalle wird am 8. August wieder der Schauplatz internationaler Radrennen sein. Für das Steherrennen um dasGoldene Rad" wurden Lohmann, Hoff­mann, Schindler, der Schweizer Heimann und der Riederländer van Amstel verpflichtet.

Äus Gau und Provinz

= Bacharach, 22. Juli. Bei Trechtingshausen wurde eine weib­liche Leiche aus dem Rhein gelandet. Das schätzungsweise Alter beträgt etwa 2030 Jahre. Die Leiche mag 1014 Tage im Wasser gelegen haben. Bekleidet ist die Tote mit einem dunkelblauen Sommermantel und mit rot-, blau- und gelbgeblümtem Sommer­kleid. An einem ringförmigen Ohrring sind die Buchstaben H B eingraviert. Sachdienliche Angaben an die Ortspolizeistelle in Bacharach erbeten.

Wirt schaftsteil

Dr. Maximilian P. Schmidt

Dieser Tage vollendete Dr. Maximilian P. S chm i d t, Direktor und Vorstandsmitglied der Firma Kalle u. Co. AE., W.-Biebrich, sein 60. Lebensjahr. Als er vor 33 Jahren als Chemiker in das Hauptlaboratorium der Firma Kalle eintrat, konnte er sogleich seine an der Technischen Hochschule in Dresden gewonnenen Erfahrungen fruchtbar machen. Hatte er doch 1908 mit einer Arbeit aus dem Eebiete der Farbenchemie und der Färbereitechnik promoviert und Reaktionen aufgefunden, die bei der Herstellung von indigoiden Küpenfarbstoffen sehr wichtig wurden. Rach dem Weltkrieg wurde Dr. Maximilian P. Schmidt die Leitung des Hauptlaboratoriums übertragen. Er nahm mit einem erweiterten Mitarbeiterstab die Arbeiten über Küpenfarbstoffe wieder auf, und es gelang ihm, sehr wertvolle Scharlachs sowie blaue und violette Töne zu finden. Ganz neue Ausgaben traten an ihn heran, als 1924 die Firma Kalle in den Jnteresienkreis der JE. Farbenindustrie einbezoaen wurde und sich auf neue Produkte umstellen mußte. Ihm oblag es jetzt, das von Prof. Gustav Kögel entdeckte Diazotypieverfahren auszu­bauen. Dieses Lichtpaus-Berfahren war zwar theoretisch schon früher bekannt gewesen, allein wegen technischer Mängel hatte es sich nicht durchsetzen können. Erst nachdem Kögel in den soge­nannten Diazoanhydriden eine brauchbare Klaffe lichtempfind­licher Verbindungen gesunden hatte, konnte die Diazotypie prak­tisch angewendet werden. Ihre ungeahnte Entwicklung, ihr Siegeszug, den sie nun antreten sollte, ist ohne Frage der un­ermüdlichen Arbeit Dr. Maximilian P. Schmidts und seines Laboratoriums zu verdanken. Doch damit ist das reiche Arbeits­gebiet Dr. Maximilian P. Schmidts nicht erschöpft. Es kann hier nur kurz erwähnt werden, daß er auch mit der Herstellung lichtempfindlicher Folien und mit photomechanischen Verfahren sich befaßt. Seit Jahren bemüht er sich um die Vervollkommnung des Ozaphanfilms. Auch auf anderen Gebieten, so insbesondere auf dem der Cellulose- und Ferment-Chemie ist er tätig.

Güterwagen nicht eigenmächtig beladen! Die zu belcidenden Güterwagen werden dem Verlader vom Ladeschasfner zugewiesen. Eigenmächtiges Beladen von Wagen stört die planvolle Wagen- verteilung und muh unterbleiben, denn: Räder müssen rol- lenfürdenSieg!

Berliner Börse vom 24. Juli. Die Märkte lagen sehr still. Die Wertschwankungen hielten sich in engsten Grenzen. Eine Aus­nahme bildeten nur Daimler, die 2 % gewinnen konnten. Eine Auflockerung des Verkehrs ist nicht erfolgt, was auch in der hohen Zahl der Strichnotierungen zum Ausdruck kommt. Rheinmetall Borfig gewannen 1 %>, Demag und Bembera gaben im gleichen Ausmaß nach. Junghans erhöhte sich um l1/« % und Eisenbahn­verkehr um i/a %.

Frankfurter Börse vom 24. Juli. Obwohl die Börse eine freundliche Erundstimmung zu verzeichnen hatte, blieben die llm- lätze jedoch äußerst gering. Soweit Veränderungen vorlagen, blie­ben sie nach beiden Seiten fast alle unter 1 %. Eine Ausnahme bildeten Daimler, die VA % anziehen konnten. Holzmann und Vereinigte Stahl je Va % höher, Zellstoff Waldhof % % und Feld­mühle 1li % gebessert. Freiverkehrsaktien hatten wiederum kleines Geschäft. Der Rentenmarkt blieb wieder ohne wesentliche Ver­änderungen.

Neues aus aller Welt

Die Ehefrau erwürgt und Selbstmord vorgetäuscht. Ein in der Nacht zum 9. September v. I. an der Ehefrau Meta Hell­mann in Cchwarzhausen, Landkreis Eotha, begangenes Verbrechen hat jetzt seine Aufklärung gefunden. Als Mörder wurde der Ehe­mann, der 66 Jahre alte Ernst Hellmann, verhaftet. Frau Hell­mann war damals als Leiche im Dorfteich aufgefunden worden. Der unter dem Verdacht, seine Frau beseitigt zu haben, daraufhin festgenommene Ehemann mußte mangels Beweises wieder srci- gelasien werden, da mit der Möglichkeit eines Selbstmordes ge­rechnet werden mußte. In der Zwischenzeit ergaben die kriminal­polizeilichen Ermittlungen jedoch neue Verdachtsmomente, die zur erneuten Festnahme des Ehemannes führten. Nach längerem hartnäckigem Leugnen hat Hellmann die Tat jetzt eingestanden. Er gab an, seine Frau nach einem Streit mit einer Schnur er- droffelt und die Leiche auf dem Rücken nach dem etwa 200 Meter entfernten Teich getragen und ins Wasier geworfen zu haben. Hierbei ging er so raffiniert vor, daß der Verdacht des Selbst­mordes aufkommen mußte.

Die Eendarmenmörder ermittelt. Die Mörder des Eendarmerie- meisters Franz Wohlschläger des Eendarmeriepostens Schönegg wurden, wie aus München gemeldet wird, am Mittwochabend in der Scheune eines Eutshofes bei Straßlach gestellt. Beide flüchteten. Johannes Hofmann wurde auf der Flucht erschosien. Hinz wurde unschädlich gemacht und festgenommen.

Todesstrafe für Kofferdiebe. Das Sondergericht Mannheim verurteilte den 20jährigen Karl Mathousek aus Voldhuzw und den gleichaltrigen Alois K o l z k a r aus Kunovitze als Volksschäd- linge wegen gemeinschaftlichem Beförderungsdiebstayl, begangen unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegergefahr getroffenen Maßnahmen und der durch den Kriegszustand verursachten außer­gewöhnlichen Verhältniffe, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit, zum Tode. Die beiden hatten im Herbst 1941 auf Bahnsteigen des Mannheimer Hauptbahnhofs an verschiedenen Tagen in später Abendstunde, begünstigt durch die Dunkelheit, zahlreiche Koffer und Pakete im Gesamtwert von 7000 RM entwendet. Die Täter, die aus dem Protektorat zum Arbeits­einsatz und auskömmlichem Verdienst ins Reich gekommen waren, haben sich rücksichtslos und eigensüchtig über die Belange des deutschen Volkes, in desien Mitte sie Gastrecht genoffen, hinweg­gesetzt, ja sogar angesichts der guten Beute schließlich die Arbeit eigenmächtig aufgegeben und nur nach ihrem verbrecherischen Trei­ben gelebt. So mußten sie als Volksschädlinge der ganzen Strenge des Gesetzes verfallen.

In der Watzmann-Oftwand vermißt. Seit Sonntag werden der Tourist Josef Eros und seine Begleiterin mit dem Vornamen Lisl Schreibname noch unbekannt - als abgängig gemeldet. Die beiden sind am Samstagnachmitiag auf dem Weg zur Eiskapelle zum Einstieg in die große Watzmann-Ostwand noch gesehen worden. Von da ab fehlt jede Spur.

Eine bewohnte Ritterburg. Schloß Woellau in der Untersteier­mark zählt zu den wenigen Ritterburgen aus dem 13. Jahrhundert, die in ihrem Ursprungszustand noch erhalten sind und auch heute noch bewohnt werden. Als erster Besitzer der Feste wird urkundlich ein Eundacker von Woellau im Jahre 1275 genannt. Zu den späteren Besitzern zählten die Herren von Liechtenstein und die Grafen von Lilli. Bemerkenswert ist, daß in dem Verzeichnis de« Kaufvertrages im Jahre 1598 eine Reihe von Namen der Unter­tanen genannt wird, deren Nachkommen noch heute in der zur Burg Woellau gehörenden Ortschaft leben, wobei die reindeutschen Familiennamen üherwiegen.

Feuer siel vom Himmel. Nach einer Meldung aus Tunis stürzten während eines schweren Gewitters mehrere riesige Meteorsteine unter starkem Getöse in der Nähe des Bergwerks von Dyt Enfek zur Erde. Trotz des starken Regens erleuchteten die Meteore die ganze Gegend taghell und setzten die im Um­kreise befindliche Vegetation in Brand.

Wehrspielzeug einst und jetzt. Die Geschichte des Soldaten- spielzeugs reicht vier Jahrtausende zurück, wenn man die kleinen bemalten Holzsiguren ägyptischer Gräber und den rhodefischen Tonreiter (2000 v. Ehr.) als Spielzeug ansehen will. Die ersten Spielsoldaten aus Zinn stammen aus römischer Zeit. 3m Mittel- alter wurde dann dafür Nürnberg der Weltlieferant. Besonders seit dem Mittelalter hat es das bunte Soldatenleben den Knaben angetan. So sind die exerzierenden, marschierenden und kämpfen­den Soldaten, ihr Troß, ihre Musik, ihr Lagerleben seit vielen Jahrhunderten nachgebildet worden in Zinn, Holz, Papier, Blech, Hartmaffe. Und ihre Uniformen, Waffen und Musikinstrumente sind immer Sehnsucht der spielenden Knaben gewesen. Seit 1578 die Nürnberger Zinngießer vom Rat die Erlauhnis erhielten, Spielzeug aus Zinn anzufertigen, begann von Nürnberg der Siegeszug desstandhaften Zinnsoldaten" durch alle Welt. Nürnberger Tand geht durch alle Land", sagt ein alter Spruch. Im 18. Jahrhundert wird dann in Nürnberg die Zinnsoldaten­fabrikation im großen ausgenommen. Angeregt durch die Kriege und Siege Friedrichs des Großen, entstanden in naturgetreuen Nachbildungen alle Soldatenuniformen jener Zeit. Bis in unsere Zeit blieb Nürnberg führend aus dem Gebiet des Wehrspielzeugs. Besonders im Weltkrieg erstanden neben den Figuren der ver­bündeten Mittelmächte auch die Truppen aller übrigen krieg­führenden Staaten in Zinn. Auch vergangene Jahrtausende lassen diese Zinnfiguren auferstehen, die ganze Weltgeschichte mar­schiert in Nürnberger Zinnfiguren auf. Die historische Echtheit dieser 33 Millimeter großen Figuren ist weitgehend gewahrt. Be­kannte Künstler entwarfen die Muster, und mit großer Sachkennt­nis wird auf historisch richtige Uniformen und Ausrüstungsstücke geachtet. Der Knabe unserer Zeit findet das soldatische Wehrspiel­zeug auf einer Stufe höchster Vollkommenheit.

FAMILIENANZEIGEN

Als Verlebte grüßen: Jlse Diefenbach, Wies­baden, Rüdesheimer Str.33, Heinz Rumpel, Schwelnfurt-Zeuzleben. 24. Juli 1942.

Als Verlobte grüßen: Henny Marx, Faul- brunnenstraße 6, Alois Weber, Sedan- platz 6. Wiesbaden, 25. Juli 1942.

Ihre Vermählung geben bekannt: Adolf Herdling, Oberfeldwebel, z. Z. Im Felde, Lina Herdling, geb. Roß. Hahn 1. Ts., den 25. Juli 1942. ___________________

Ihre Vermählung geben bekannt: Karl Weber, Geisenheim, Hospitalstr. 5, Emilie Weber, geb. Mapper, W.-Biebrich, Horst-Wessel- Straße 3. 25. Juli 1942.___________________

Ihre Vermählung geben bekannt: Otto

Windmiller, Masdt.-Mt., Minni Wind- miller, geb. Odernheimer. Wiesbaden (Frankfurter Straße 132), 25. Juli 1942. Trauung Samstag 15.15 Uhr Marktkirdie.

Heute erhielten wir die unfaß­bare Nachricht, daß unser lie­ber, braver, herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Cousin

August Wagner

Obergefr. in einem Inf.-Reg. im Alter von 28 Jahren >n einer schweren Verwundung im Feldlazarett im Osten am 4. Juli 1942 gestorben ist. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz verstehen.

In tiefer Trauer: August Wagner und Frau, Minna geb. Meier, Willi Wagner und Frau, Jlse geb. Schnell, nebst. Kindern u. allen Angehörigen W.-Dotzheim, den 21. Juli 1940. Schiersteiner Straße 18.

Tiefstes Herzeleid brachte uns die Nachricht, daß am 4. Juli bei den schweren Kämpfen in Afrika mein Aber alles geliebter, ein­ziger, braver Sohn, mein herzens­guter Bruder und Neffe, unser aller Sonnenschein

Albert Herold

Ob.-Soldat in einem Nachr.-Reg. im blühenden Alter von 19*4 Jahren fiel.

In tiefster Trauer: Frau Lina Herold, geb. Müller, u. Tochter Erika, Wies­baden, Goebenstraße 3, Wilhelm Neumann und Frau, Amalie geb. Müller, Hermannstraße 23.

Wiesbaden, Juli 1942.

Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben, treuen Arbeits­kameraden.

Betriebsgemeinschaft der Firma L. Christians, Möbelfabrik, Wiesbaden, Taunusstraße 45.

Danksagung.

Wir danken allen herzlich, die uns bei dem Tode meiner lieben Frau und guten Mutter so viel Teilnahme und Trost bekundet haben.

In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen: Otto Paschedag.

Wiesbaden, den 24. Juli 1942.

Rauenthaler Straße 10

Von ihrem mit größter Geduld er­tragenem Leiden wurde am Sonntag unsere herzensgute, treusorgende Mut­ter/ Schwiegermutter, Oma, Schwägerin, Tante und Cousine, Frau

Emilie Conrady Wwe.

geb. Führer

im Alter von 73 Jahren durch einen sanften Tod erlöst.

Die trauernden Kinder

Die Beisetzung hat auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt­gefunden.

Gleichzeitig danken wir herzlich für die herrlichen Kranz- und Blumen­spenden und allen denen, welche uns durch Wort und Schrift ihr Beileid bekundeten.

Wiesbaden, den 23. Juli 1942.

Rüdesheimer Straße 1, Part.

Am 22. Juli 1942 verschied nach kurzem Leiden unser Sonnenscheinchen

Ingrid Hartmann

In tiefer Trauer: Erna Hartmann, Sedanstr. 11, Paul Hartmann, z. Z. im Felde, Familie Karl Hartmann, Sedanplatz 4, Josef Hartmann, z. Z. in Sicilien, Herta Hartmann, Well­ritzstraße 37, Familie Heinridi Paul, Offenbach/M.. und alle Verwandten Die Beerdigung findet am Samstag, den 25. Juli, nachm. 2.45 Uhr auf dem Südfriedhof statt.

Nach einem arbeitsreichen Leben ver­schied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater. Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr

Christian Korn

im Alter von 67 Jahren.

In tiefer Trauer: Anna Korn, geb. Kolley, Karl Korn und Frau, Erich Korn, Enkel, Heinridi Koro o. Frau

Wiesbaden, den 23. Juli 1942. Waldstraße 122.

Die Beerdigung findet am Samstag, den 25. Juli, nachm. 2.15 Uhr auf dem Südfriedhof statt.

Danksagung

In tiefem Schmerz danken wir allen, die uns beim Heldentod unseres lieben Gefallenen Adolf Beiz, Wachtmeister der Schutzpolizei, ihre innige Teilnahme persönlich und brief­lich erwiesen haben.

Frau Ida Beiz, geb. Lamberti, und alle Angehörigen

W.-Dotzheim, im Juli 1942.

Wiesbadener Straße 39

GESCHAFTSANZEIGEN

Wiesbadener GlasreinigungsgeschäftBlitz­blank**. Inhaber: Paul Stahl. Gegr. 1906. Rüdesheimer Str. 34 (Postkarte genügt).

Dauerwellen Wasserweiien Salon öereeh, Goldgasse 18.

KIRCHLICHE NACHRICHTEN

Evangelische Kirche. Erläuterungen: W = Wochenschlußandacht; HG ----- Haupt­gottesdienst; GF =* Gottesfeier; KdG Kindergottesdienst.

Samstag, 25. Juli: Bergkirche:. 20 W, Schneider. Sonntag, 26. Juli: Marktkirche: 10 HG, Landesb. Lic. Dr. Dietrich; 11.15 KdG. Bergkirche: 10 HG, Dr. Vömel. Ringkirche: 10 HG, Hahn. Luther- kirche: 10 HG, Bars; Di. 20, Dr. Vömel. Kreuzkirche: fällt aus, siehe Paulinen- stift. Paulinenstift: 10 GF, Mulot. Ludw.-Eibach-Haus: 10 HG, D. Kortheuer. W.-Biebrich: Hauptkirche: 10HG, Maisch; Oranierkirche: 10 HG, Albert; Wald­straße: 10 HG, Conradi. W.-Dotz­heim: 11 KdG; 14 HG, Weimar; Mi. 20.30 G. W.-Schierstein: 10 HG, Weimar; Mo. 20 Miss.-G. W.-Bier- stadt: 10 HG, Zimmermann. Wiesb.- Sonnenberg: 10 HG, Lic. Dr. Grün. W.-Rambach: 10 HG, Cuntz. Wiesb.- Igstadt: 9.30 HG, Dietz. W.-Erben­helm: 20 GF (Gef.-Gedenkfeier) Hahn. Katholische Kirche. St. Bonifatlus-Kirche:

M.: So. 6, 7, 8, 9, 10, 11.30; Werkt. 6.30, 7.15 u. 9; Beicht: Sa. 1619.30 und nach 20.15, So. 68 Uhr. Drei- faltigkeitskirche: M.: So. 7, 8.30, 10; Werkt. 7 Uhr, außerdem Ml. 6.20. An­dacht So. 20, Sa. 18 Uhr. Beichtgel.: So. von 6.307 und nach 7.30, Sa. 1619 und nach 20 Uhr. Maria-Hilf-Kirche: So. M. 6, 7, 8, 9, 10 Uhr. And. 20 Uhr. Werkt. M. 6.30 u. 8.30 Uhr, Di. u. Fr. ist Messe 6.15 Uhr. St. Elisabeth- kirefae: So. M. 6, 7.30, 8.45, 10 u. 11.30. Andacht: So. u. Di. 20; Werkt. M. 6.30, 7.15 u. 8 Uhr. Beichtgel. Sa. 1619 u. n. 20, So. u. Di. bis 8, Fr. 1719 Uhr. Freikirchen. Altkath. Kirche, Schwalbacher

Straße 60: K), Pfr. Eder. Baptisten- Gemeinde, Adlerstraße 19: So. 16, GD; Mi. 20 GD. Ev.-luth. Dreieinigkeits­gemeinde, Kiedricher Str. 8: So. 10 GD. Ev.-luth. Gemeinde, Dotzheimer Str. 4,1: So. 15.30 Beidite, 16 HG u. Abendmahl, Pfr. Fritze Christi. Gemeinde Wies­baden, Schwalbacher Straße 44: So. u. Mi. 20.30 Uhr Vers.

VERLOREN »GEFUNDEN

Am Montag, 20. 7., zw. 1/il und 1 Uhr, ist mir mein Mäpp­chen mit sämtlichen Ausweiskarten und Lebensmittelkarten auf den Namen Fr. Gruber und Adolf Ibig, . Friedrich­straße 41, abhand. gekommen, auch be­findet sich die Kleiderkarte auf den Namen Frau Gruber dabei. Der Finder dies. Karten bekommt eine Be­lohnung von 10 M. Abzugeb. Friedrich- straße 41, 3. St.

Damenschirm, bunt Regenhaut, i. Wald ü. d. Eichen, am alten Friedhof, Sonntag verloren. Gegen gute Be­lohnung abzugeben

Schlüssel, ein Bund, verloren v. Bleich­straße, Bismarck­ring b. Goebenstr.l. Bitte abzugeben bei Wittgert. Goeben- straße 1.____________

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AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Polizeiliche Bekanntmachung. Betr.: Heranziehung der Be­völkerung zum Luftschutzdienst.

I) 1. Zur Erhöhung der Schlagkraft des Selbstschutzes gelten alle im Luftschutzort Wiesbaden (Stadtgebiet einschließlich eingemeindeter Vororte) ansässigen oder sich aufhaltenden Deuts dien hiermit für den Selbstschutz im Bereich dieses Luft­schutzortes als herangezogen. 2. Die Einteilung und den Ein­satz der Kräfte im Selbstschutz bestimmen die von mir er­nannten Luftschutzwarte nach meinen Weisungen.

II) Von der Heranziehung sind ausgenommen: a) Personen, die infolge ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes un­geeignet erscheinen, und zwar 1. Personen unter 15 Jahren und über 70 Jahre, 2. Kranke, Gebrechliche, Schwangere, b) Personen, die infolge ihres Dienstverhältnisses ung ihrer Berufspflicht anderweitig eingesetzt sind, und zwar:

1. Wehrmachtangehörige, die durch ihr Wehrmachtverhältnis an der Ausübung des Selbstschutzes im Einzelfall tatsächlich verhindert sind.

2. Angehörige des öffentlichen Dienstes, soweit sie im Einzel­fall durch die Ausübung ihrer Berufspflichten an der Aus­übung des Selbstschutzes tatsächlich verhindert sind,

3. Anhörige der NSDAP, ihrer Gliederungen und ange- schlosseneu Verbände, soweit sie durch die Hoheitsträger im Einvernehmen mit dem örtlichen Luftschutzleiter schon bisher zum Luftschutzdieust herangezogen sind,

4. Pfleger und Pflegerinnen hilfsbedürftiger Personen, darunter auch Mütter aufsichtsbedürftiger Kleinkinder, soweit sie durch die ihnen obliegende Pflege und Aufsicht an der Ausübung des Selbstschutzes tatsächlich verhindert sind.

) Die Auswahl und Einsetzung der Luftschutzwarte erfolgt auch weiterhin nach dem bisherigen Verfahren (besondere Verpflichtung durch das Luftschutzrevier).

Der Polizeipräsident als örtlicher Luftschutzleiter: gez.

Freiherr v. Gablenz.

Warenabgabe auf die Nährmittelkarten. Für die Belieferung der Versorgungsberechtigten mit Nährmitteln werden gemäß Erlaß des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 27. 6. 1942 eingesetzt: 1. Weizenmehl der Type 1050 aus der Erzeugung der genehmigten Sondervennahlung ,,MehI an Stelle von Nährmitteln, 2. die beim Einzelhändler vor­handenen Restbestände an Reis, 3. die beim Groß- und Einzel­handel liegenden Restbestände an Hülsenfrüchten. Soweit hier­nach beim Einzelhandel Restbestände an Reis und Hülsen­früchten letztere auch durch Nachschub vom Großverteiler an den Kl ein verteilet vorhanden sind, können diese gegen Abgabe entsprechender Abschnitte der Nährmittelkarte von den Versorgungsberechtigten bezogen werden. An Stelle der sonst üblichen Nährmittel steht auch Weizenmehl, Type 1050, zur Verfügung. Ein Anspruch auf Belieferung mit Reis, Hülsen­früchten oder Mehl auf Grund der Abschnitte der Nährmittel­karte besteht nicht. Die Kleinverteiler sind verpflichtet, die ihnen zur Verfügung stehenden Waren der vorbezeichneten Art auf ihre Kundschaft gerecht zu verteilen. Die Großverteiler haben die aus ihrem Bestand freizugebenden Hülsenfrüchte sofort an die Kleinverteiler zur Auslieferung zu bringen.

Wiesbaden, Bad Schwalbach, Rüdesheim, St. Goarshausen, den 22. Juli 1942.

Der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Der Landrat des Untertaunuskreises, Der Landrat des Rheingaukreises, Der Landrat des Kreises St. Goarshausen Ernährungsämter.

Entziehung des Nutzungsrechtes an einer Gruft. Die Gruft Nr. 29/30 an der Ostseite des Abteiles 21 des Nordfriedhofes, eingetragen auf den Namen Dr. Gustav Thiele, muß zur Schaf- * fung eines Zuganges zu dem neu angelegten Abteil 21 be­seitigt werden. Die etwa noch lebenden Angehörigen der Familie Dr. G. Thiele werden hiermit aufgefordert, etwaige Ansprüche bei der Garten- und Friedhofsverwaltung, Wilhelm- straße 3/5, bis zum 1. September 1942 geltend zu machen. Wiesbaden, den 22. Juli 1942.

Der Oberbürgermeister, Garten- und Friedhofs Verwaltung.

TAUSCHVERKEHR

Tausche ein Photo- Apparat, Film 9X6, Platte 6x12, gegen ein Radio. Anzu­sehen zwischen 6 u. 7 Uhr abends. Adr. im Taebl.-VI. No

H.-Halbschuhe,braun neuw:, Gr. 41, geg. solche, Gr.42, sdiw., zu tauschen gesucht. Anzusehen Samstag 14-17 Uhr Rüdes­heimer Str. 9, 2 1.

Zimmerofen, eisener, geg. Stehleit., Ofen­schirm, Korbsessel zu tauschen gesucht. Adr. im T.-V. Nz

Anzug, braun, g. e., geg. ebens. Winter­mantel, Gr. 52, z. t.

Taunusstraßc 31, 2

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Die Dose stets im Schot- aufbewahren, do- pf? JSfrnit die Creme nicht Fp/s. ** weich wird u. ausföuft. ersten Sonnenbö- der nicht zu lange aus- ^st/rj.l/^dehnen. Augen durch gefärbte Brille oder schützen!

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