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Nummer 168

Dienstag, 21. Juli 1942

90. Jahrgang

Nachschub für Afrika versenkt

Wieder 16 feindliche Schiffe mit 104 000 BRT von unseren U-Booten vernichtet

am Main

Aus dem ' ihrerbauptauartier, 21. Juli. (Funkmeldung.! Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Unterseeboote versenkten aus einem stark ge­sicherten. mit Kriegsmaterial für Afrika be­stimmten Geleitrug im Atlantik nördlich der Azoren sieben Schiffe mit 3 8 000 BRT., darunter einen groben Mu­ni t i o n s d a m v f e r. der in die Luft flog.

Ein Unterseeboot drang bis in den S t. L o r e n z st r o m ein und versenkte dort drei Schiffe mit 15 000 BRT. aus bewachte» Geleitzügen. Ein weiterer Dampfer von 4500 BRT. wurde torpediert und von keiner Besatzung auf Strand gesetzt. Auberdem wurden im amerikanischen Raum sechs Schiffe mit 51000 BRT. versenkt und ein Frachter durch Torpedotreffer schwer beschädigt.

Insgesamt verlor damit die feindliche Versorgungs- schissahrt in den letzten vier Tagen durch deutsche Untersee­boote 16 Schiffe mit 104 000 BRT.

Der Gegner durch die deutsche Stotzrichtung überrascht

Die Armeen Timoschenkos auf schwierigem und verlustreichem Rückzug

wt. Angesichts der katastrophalen militärischen Entwick­lung für die Sowjets hielt es Stalin für angezeigt, in Lon­don wieder einmal ganz offiziell an die versprochene Ent­lastungskampagne in Europa zu erinnern. Maijky sprach bei Churchill vor und hatte eine längere Unterredung mit ihm. Danach berief der britische Eangsterhäuptling den Generalstab zu einer Sitzung zusammen, anschliebend das Kabinett. Die Kommuni st ische Partei Englands weist darauf hin, dab keine Zeit mehr zu verlieren, dab der kritische Moment gekommen sei. an dem es für die Bolsche­wisten um Leben oder Tod gehe. Die Nachrichten, die vom östlichen Kriegsschauplatz eintreffen, sind nur geeignet, diese Auffassung zu unterstützen. Mutzte doch auch Reuter sich jetzt zu dem Eingeständnis beauemen, datz Woroschi- l o w g r a d gefallen ift. Die Aufgabe dieser bedeuten­den Stadt sei. so erklärt das Büro, unvermeidlich gewesen, da den dort stehenden bolschewistischen Truppen die Gefahr gedroht habe, abgeschnitten zu werden. Die Sowjetunion, so sagt der Londoner Nachrichtendienst, ist in g r ö tz t e r Gefahr. Dasselbe könne man vom mittleren Osten sagen und im Fernen Osten besitze der Feind die Initiative, aber, und damit kommt Radio London zu dem springenden Punkt, der einer sofortigen Abhilfe entgegensteht, aber es fehlt an Schiffen: Im Gegensatz zu Deutschland könnten die Alliierten die Kriegsschauplätze nur auf dem Seeweg er­reichen. Damit ist der britische Betrachter wieder einmal bei dem Erundvroblem der feindlichen Kriegführung ange­langt. Es fehlt der Frachtraum zum Transport von Waffen und Soldaten. Und jeder Tag. der ins Land gebt, erschwert die Situation. Jeder Tag bringt neue Verluste und beson­ders schwerwiegend ist für den Feind, datz sich nunmehr auch die Operationen der javanischen ll-Boote in en t s ch e i d e n- den Räumen auszuwirken beginnen. Kürzlich meldete das Tokioer Hauptquartier, datz in dem Zeitraum von An­fang Juni bis Anfang Juli in den westlichen Gewässern des Indischen Ozeans 25 feindliche Schiffe mit insgesamt 200 000 BRT. versenkt wurden. Schiffe, die für die schwer be­drängten Armeen Timoschenkos und für die Streitkräfte, die Rommel gegenüberstehen. Nachschub an Bord hatten. Verluste, die in kritischen Augenblicken von gröhter Trag­weite sind. Wieder ein Beweis für die enge Zusammen- arbeit zwischen den Dreiervaktmächten, die nach einem groben, gemeinsamen Plan operieren.

Niederdrückend für den Gegner ist dabei die Fest­stellung, die zum Beispiel die amerikanische Zeitschrift ..Fortune" treffen mutz, daß es kein Mittel gibt, diese Lckge zu ändern. Alle Berechnungen der Alliierten über die Tonnage-Verhältnisse im Laufe des Jahres 1942, seien durch den deutschen U-Bootkrieg überden Haufen gewor­fen worden. In London habe man für dieses Jahr mit einer absoluten Zunahme des Schiffsraumes um mehr als 3 Millionen Tonnen gerechnet. In Wahrheit aber seien die Versenkungen bei weitem höher gewesen, als die Neu­bauten. Deshalb habe Washington den Sowjets nur einen Bruchteil des, versprochenen Kriegsmaterials liefern können und in Südamerika wachse die Erregung

Nachdem Kreisleiter Schwebe! die in Stärke von 2221 Mann angetretene Politische Führerschaft des Kreises Groß-Frankfurt dem Gauleiter gemeldet hatte, nahm dieser das Wort zu seiner immer wieder von stürmischem Beifall begleiteten Rede. Der Gauleiter behandelte unter Hinweis auf die geniale Führungskunst des Führers als Staatsmann und Feldherr und der tapferen Bewährung der Front, die sieghafte Zuversicht der Heimat und ging dann im einzelnen auf die besonderen Aufgaben der P a r t ei ein. die ihr vom Führer übertragen wurden. Die Partei, so erklärte er. die es sich zur Ehre anrechne, vom Führer stets neue Aufgaben anvertraut zu erhalten, werde für die Aufrechterhaltung des Widerstandswillens in der Heimat und damit für die anhaltende und stetige Ver­sorgung der Front mit den besten Waffen Sorge tragen. Sie werde alle Widerstände, die sich ihr hierbei in den Weg stellen sollten, mit der ihr innewohnenden Dynamik über­winden. Hierbei befaßte sich der Gauleiter besonders mit jenen Spaltpilzen innerhalb unserer Volksgemeinschaft, die

darüber, das die Schisse der alliierten Völker immer stärker aus dem Verkehr mit diesem Kontinent berausgezogen werden mußten, überall türmten sich aus den Kais die Frachten, für die kem Schiffsraum vorhanden sei. zu riesigen Bergen. Wie stark z. B die Häfen Argentiniens von dieser Entwick­lung betroffen werden, zeigt die Tatsache, datz im Monat Juni nur zwei kleine amerikanische Schiffe mit insgesamt 7500 BRT. dort anliefen.

. 2n London hat sich der Unwillen über die Eeheim- nlskramerel des Unterhauses noch nicht gelegt. In der 4>reffe wird immer wieder auf die mangelhafte Pro- duktionskavazität der britischen Werften bingewiesen, die in den letzten Monaten noch abgenommen habe. Man macht auch kein Hehl aus der Enttäuschung über die unzu­länglichen Anstrengungen Amerikas. Die USA.-Schisfahrts- kommisson erklärte nun, datz die Vereinigten Staaten im Jahre 1943 in der Lage sein würden, alle Schiffsverluste durch Neubauten auszugleichen. Das gleiche Versvrechen habe man bereits für 1942 gegeben, ohne datz man es zu halten vermochte. „Daily Expreß". der diesem Pessimismus entgegenzuarbeiten versuchte und mitteilte, daß auf briti­schen Werften „jeden zweiten Tag ein Schiff vollendet" werde, mutz sich aus neutralen Kreisen die neugierige Frage gefallen lassen, wie groh denn diese Schisse seien, ob es sich um 10 000-BRT.-Frachter. oder um Kutter von 50 Tonnen bandele. Aber selbst wenn man eine Durchschnittsgröhe von 3000 Tonnen zugrunde lege, so ist diese Bauzjffer im Ver­gleich zu den Versenkungen geradezu erschütternd n.iedritz, und erreicht, auf das Jahr berechnet, noch nicht einmal die Höhe eines Monatsverlustes.

Mit Recht behauvtet Kavitän Hiraide. der Sprecher der javanischen Marine, dab die anglo-amerikanische Schiff­fahrt in eine äußerst schwierige Lage geraten müsse, wenn die Achsenmarinen und Javan ihre augenblicklichen sensatio­nellen Erfolge auf den sieben Ozeanen der Welt beizube­halten vermögen. Hiraide spricht den USA. die Möglichkeit ab. Großbritannien in dieser verzweifelten Situation zu helfen. Mit ermutigenden Reden, könne kein neuer Schiffs­raum geschaffen werden und die amerikanischen Werften leien nicht leistungsfähig genug, um die versenkte Tonnage zu ersetzen. Dazu fehlten die nötigen Rohstoffe und die Werftanlagen selbst, die zum Teil noch auf dem Papier stünden. Die feindliche U-Bootgefabr in den asiatischen Gewässern aber sei, so betont „Asahi Schimbun", nach der Versenkung und Beschädigung von 97 gegnerischen U-Booten praktisch bereits ausgemerzt.

des Feindes nicht nur im Don-Eebiet, sondern auch in dem Gebiet um Moskau.

Man kann es als feststehend ansehen, daß die Bolschewisten nicht nur durch die Wucht, sondern auch durch die Stoß­richtung des deutschen Angriffes überrascht worden sind. Hatten ste ursprünglich wahrscheinlich geglaubt, der Hauptstoß würde sich frontal gegen das Industriegebiet richten, jo hat die deutsche Führung für den ersten großen Einbruch den Raum nördlich davon gewählt. Hatten ste dann vielleicht angenommen, daß die Deutschen und Verbündeten nach der Gewinnung der Brückenköpfe ostwärts des Don weiter nach Osten vordringen würden, so hat die deutsche Führung den Stoß er st nach Süd- osten und dann nach Süden abgebogen und ist somit in den Rücken der starken feindlichen Stellung im Donez-Jndustrie- gebiet gelangt. Die Bolschewisten haben inzwischen vergeblich ver­sucht den starken deutschen Brückenkopf von Woronesch, der den deutschen Vormarsch in der nördlichen Flanke deckt, einzudrücken und wieder zu nehmen. Sie haben es an Einsatz von Truppen und Material nicht fehlen lassen, aber sie haben ebenso wie in der völlig mißglückten Entlastungsoffensive bei Orel nur blutigste Verluste davongetragen. Wenn das OKW. jetzt berichten kann, daß die Verfolgung im Südabschnitt der Ostfront in vollem Gange ift, dann ist daraus zu entnehmen, daß weitere Früchte des großen operativen Durchbruches allmählich zu reifen be­ginnen. Die deutsche Luftwaffe aber, die auch hier wieder die Wegbereiterin der Erdtruppen war, ist außerdem am Werk, die Nachschubwege des Feindes im Norden, vor allem den Hafen von Murmansk, ausgiebig zu zerstören.

IPS. Berlin, 20. Juli. Es ist immer noch nicht an der Zeit, sich in ausführlichen Betrachtungen über die strategische Anlage und Durchführung der großen deutschen Operationen zu ergehen. Wir wissen nur soviel, daß nach dem Durchbruch ostwärts Charkow und Kursk die Operationen in Verfolgungskämpfe überge­gangen sind. Das schlechte Wetter, das an einigen Tagen der vergangenen Woche herrschte, hat die Verfolgungsbewegungen der deutschen und verbündeten Truppen wohl etwas verlangsamen, aber nicht aufhalten können. Wie der OKW.-Bericht vom Montag mitteilte, ist die Verfolgung nach dem Eintreten besseren Wetters wieder „in vollem Gange". Das bedeutet für die weichenden Truppen des Marschalls Timoschenko ein Höch st maß von Be­drängung und Verlusten. Überall haben die verfolgenden deutschen, ungarischen, rumänischen und italienischen Divisionen dem Feind in der Verfolgung die Flanke abgewonnen. Insbesondere haben die schnellen und Panzertruppen sich in die Flanke und den Rücken vieler sowjetischer Divisionen geschoben, die im Industriegebiet des Donez eine überaus starke Verteidi­gungsstellung eingerichtet hatten. 'Nachdem der Versuch dieser ab­geschnittenen Kräfte, in ostwärtiger Richtung durchzubrechen, an der eisernen Abwehr der schnellen Formationen gescheitert^ ist, bleibt dem Marschall Timoschenko, sofern er über diese Verbände überhaupt noch eine Befehlsgewalt praktisch ausüben kann, nur noch die eine Möglichkeit, sie über den Don nach Süden zurückzuziehen. Aber diese Rückzugsstraße ist inzwischen sehr schmal geworden. Außerdem liegen die Donübergänge und der Fährbetrieb über den Fluß dauernd unter dem schweren Beschuß der deutschen Flieger. Das gleiche gilt für die Nachschubstraßen

aut die Langmut der Partei bauend, glauben, unsere Ge­mein,chaft durch Geruchtemacherei zersetzen zu können. Nach­dem der Gauleiter noch einmal auf die Notwendigkeit, die ibn aus Gründen der Gerechtigkeit zur Bewirtschaftung der Kartoneln und des Gemüses veranlaßt hatte, eingegangen war. erklärte er,, daß es jenen Hetzern, die sich bei diesen vchwrerigkelten oiienbarten, keineswegs um die Versorgung der Bevölkerung mit Obst und Gemüse gebe, sondern daß sie allein eine Zersetzung der Volksgemeinschaft anstreben. Die non ihnen ausgestreuten und verbreiteten Gerüchte mit den Pamphleten der Feindagitation.

Mit ihren Machenichaiten versuchten sie nichts anderes, als das Vertrauen des Volkes zur Partei zu zerstören. Die Partei auo. die lene Kräfte ausgelöst bat, denen wir heute Msbre Erfolge verdanken und die der Feind daher als seinen «charfsten Gegner aniehen muß, versucht man unwirksam zu machen. Wir haben das erkannt und werden diesem Gift, von welcher Seite es auch ausgestreut sein möge, ent- Meden entgegentreten. Der Gauleiter rief dann die Parteigenos,enschaft auf, ab sofort jeder ehrverletzenden Verleumdung von führenden Männern der Partei, womit man die Partei seM treffen will, energisch zu begegnen. Der entschlossene Abwehrwillen der Parteigenoffenschaft gegenüber diesen Volksschädlingen, die sich an der unter Opfern aufgebauten Gemeinschaft des deutschen Volkes ver- sreifen wollen, wird ste durch exemplarische Maßnahme» un­schädlich machen. Jeder einzelne Parteigenoffe werde dar- uberbinaus ie langer der Krieg dauert und je größer auch die dadurch verursachten Schwierigkeiten werden können, als lebendiger Propagandist der siegesfrohen Zuversicht unseres Volkes eintreten. Wir wißen nicht wann, und wiffen nicht wie dieser Sieg errungen wird, so schloß der Gauleiter seine Ausführungen, wir wiffen ledoch. daß er errungen wird und wir sind stolz darauf, dafür Garanten zu sein.

Nach dem Gauleiter sprach Kreisleiter Schwebe! noch­mals mit eindringlichen Worten über die schicksalhafte Be- deutuntz unseres Freiheitskampfes. der an der Front wie in der Heimat entschieden werde. Der Feind, der wiffe. daß ' er das Reich militärisch und wirtschaftlich nicht nieder- nngen könne, setze seine letzte Hoffnung auf eine Zermür­bung der geistig-seelischen Kraft des deutschen Volkes. Seine Agitationsvermche gelten daher der Erschütterung der Stimmung und Haltung und damit des Widerstandswillens ^r,.Ber>olkerung. Nachdem der Kreisleiter dann unter dem Gelachter der Veriammclten jene Gerückte wiedergab. die in den letzten Tagen über die Person des Gauleiters verbreitet wurden, iorderte er die Parteigenoffenickaft nockmals auf, die Dinier vielem schändlichen Treiben versteckten Absichten des Feindes durch Ausstrahlung eigener Elaubenskraft und restlose Erfüllung der übertragenen Pflichten zunichte zu macken.

Der Appell war ein beredter Ausdruck des trotz grober personeller Schwierigkeiten voll intakten Führungsavvarates der Partei. Er bewies die krafioolle Entschlossenheit der Bewegung zur Erfüllung jeder vom Führer gestellten Auf­gabe und gab damit auch den Parteigenossen an der Front die Gewißheit, datz die Heimat den ihr zugewiesenen Auf- tratz im Freibeitskamvs unseres Volkes in Treue zur nationalsozialistischen Idee und im Glauben an den Führer erfüllen werde.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Montagabend zu den im Saalbau in Frankfurt am Main zu einem Appell versammelten Politischen Lei­tern, Führern der Gliederungen und Führerinnen der Frauenschaft der Gauhauptstadt über die erhöhten Anfor­derungen, die die Aufgaben der Heimat an die Partei stellen und die Grundsätze, nach welchen sie zu erfüllen seien.

Handlanger des Feindes

Von Karl Uckermaim

NSG. Es war unschwer vorauszusagen, daß jene bereits vor Kriegsbeginn von den Briten begonnenen L^itationsoerfuche eine Trennung von Führung und Volk im national­sozialistischen Deutschland herbeizuführen, im Kriege selbst im ver­stärkten Maße ihre Fortsetzung finden würden. So hat denn auch der plumpe Anbiederungsversuch in dieser Richtung, der mit dem seligen Angedenken Kina Halls verbunden ist, weitere Nach­ahmungen erfahren. Freilich vermochten' auch sie nicht irgendeine Wirkung zu erzielen. Man mußte wohl oder übel erkennen, datz dem deutschen Volk mit dem Nationalsozialismus neben der physischen vor allem eine seelische Rüstung gegeben worden war, die eine Wiederholung der erfolgreichen Beeinfluffungstaktik, wie man sie noch im Weltkrieg in entscheidender Weise zum Tragen brachten, aussichtslos erscheinen ließ. Wenn also von der Feind­seite dennoch mit einer bemerkenswerten Zähigkeit an diesem Versuch festgehalten wurde, so mußten hier schon gewich­tige Gründe vorliegen. Sie sind uns nicht unbekannt, und wir wollen es daher auch nicht unterlaßen, die Voraussetzungen jener augenscheinlich gegen alle Vernunft sprechenden, von den Briten jedoch stur beibehaltenen Taktik eines Trennungsversuchs von Volk und Führung klar und offen aufzuzeigen. Wir wollen damit nicht nur zum Ausdruck bringen, daß wir durchaus wiffen, wie der Hase laust, sondern sind auch der Meinung, daß die eigene Erkenntnis von vorhandenen schwachen Stellen ihre Aus­nutzung durch den Feind von vornherein vereitelt.

Es sind vor allem zwei Gründe, die die anglo-ameri- kanischen Agitationspläne hoffen heißt. Erstens ist es die Spekulation auf die im deutschen Charakter geschichtlich be­legte Kritik sucht und Nörgelei, die sich sehr oft von den Jnteressengrenzen der Nation ungehemmt bis zum vollendeten Volksverrat zu entwickeln vermag. Nun weiß man sicher auch beim Feinde sehr genau, daß diese Schwäche, soweit es sich um das politisch-staatliche Leben des Reiches handelt, eben durch den Nationalsozialismus überwunden wurde, ja daß die Idee des Führerstaates nicht zuletzt in der Abwehr dieses so oft am Zerfall des Reiches schuldigen Fehlers ihre eigentliche Begründung fand. Das Warten auf einen ErzbeMr oder Liebknecht, auf Politiker oder Journalisten, die jede Maßnahme der Kriegführung mit zweifelnder Kritik und schließlich Verrat begleiteten, würde heute freilich nur kalte Füße einbringen, mehr aber nicht. Das weiß man, man weiß aber dazu, daß der Nationalsozialismus diese Erfolge neben einer unendlichen, keine Mühe scheuenden Er­ziehungsarbeit nur durch die rücksichtslose Ausmerzung

Der Gauleiter vor den Politischen Leitern

Front aller anständigen Volksgenossen gegen die Gerüchtemacher und ihre Verbreiter