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Wiesbadener Tagblak

Sl traablatt. Häusl ' K&-A Wöchentlich in 6 Ausgaben • Erfcheinuugszeit werktäglich nachmittags

$twl m»d Verlag: r. Schellenberg'iche «nchdrnckerei, Langgasje Rr. 21 (ragblatt-Haus,

90. Jahrgang

Dienstag, 14. Juli 1942

Nummer 162

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Leistung der Heimat gegenüberzu-

Ibeltbilh

stellen.

Die vom Führer Leistungssteigerung bat die es ermöglichen, die

Reuter über den Einsatz unserer Luftwaffe

Stockholm, 13 Juli. Der Sonderberichterstatter Reuters äußert sich in einer Moskauer Meldung tief beeindruckt über den Einsatz der deutschen Lustwaffe bei den Kämpfen im Südabschnitt der Ostfront. Er schreibt dabei u. a.:

Vorbereitung und Durchführung der Eeiamtaktion von Eisenreserven, durch die alle vorhandenen Schrottmengen der Ncuverbüttung zugeführt und damit im Interesse des deutschen Rüstungsootentials der Wirtschaft wieder zur Ver­fügung gestellt werden sollen, erlägt der Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Sveer. folgenden

Aufruf an den deutschen Betriebsführer

Aus dieser Forderung des Führers arbeitet die deutsche - Rüstungsindustrie, um den unvergleichlichen Leistungen der Front eine ebenbürtige

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Gelegentlich.meiner Besuche in den Betrieben werde ich mich davon überzeugen, daß mein Avvell eine unserer Znt würdige Antwort gefunden hat."

Berlin. 13. Juli. Zur Sicherstellung der für die deutsche Rüstung notwendigen Eisenerzeugung bat der Reichsminister für Bewaffnung pnb Munition mit Zustimmung des Führers und im Auftrage des Beauftragten für den Vier- jabresvlan, Reichsmarschall Göring, eine Anordnung er­lassen. nach der jede verfügbare Menge nicht ge­nutzten Eisens der Verschrottung zuzuführen ist. Dazu gehören insbesondere Alteisen. Unbearbeitetes Eisen- und Stahlmaterial in nichtgängigen Sorten und Abmessungen, angearbeitetes Eisen- und Stahlmaterial und Guß aus annullierten Aufträgen, Fertigteile aus Eisen. Stahl und (5u6. die als Ersatzteile von Industrie und Wehrmacht ein­gelagert wurden, aber durch Tvvenänderung nicht mehr be­nötigt werden und schliehlich stillgelegte Anlagen unter be­sonderen Voraussetzungen.

Gegen Ablieferung solchen Eisens und Stahl wird grundsätzlich nur der Schrottwert vergütet, doch können bei angearbeitetem Eisen, bei Fertigteilen und bei stillgelegten Anlagen Anträge auf Zusatzentschädigung ge­stellt werden. Die örtliche und mengenmäbige Ermittlung übernimmt die Jndustrieabteilung der zuständigen Wirt- kchaftskammer: für die Leitung der Aktion wird vom Prä­sidenten der Wirtschaftskammer mit Zustimmung des Gau­leiters eine Persönlichkeit bestimmt. Zur Durchführung der Aktion ergeben durch den Reichsminister für Bewaffnung und Munition besondere Anweisungen: die Aktion selbst wird auf Anordnung des Ebefs der Reichskanzlei in enger Zusammenarbeit von den Gauwirtschaftsberatern und den Eauamtsleitern für Technik unterstützt. Eine weitere tat­kräftige Unterstützung der Eesamtaktion wird durch beson­dere Anordnung des Reichsführer-ff von der Ordnungs- volizei veranlaßt werden.

Weitere Vorschriften der Anordnung, die mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft tritt, betreffen den Transport an die Abgabestelle und von dort zu den Schrottsammel­lagern. ferner die Zerkleinerung des Materials und den Abtransport aus den Sammellagern an die eisenbe­schaffende und Gießereiindustrie. Ferner ist festgestellt worden, dah im Raume Essen und Eieiwitz je ein Sonder­lager zur Unterstützung des Kohlenbergbaues aus dem Ma­terial gebildet wird, das sich für kurzfristige Wiederver­wendung im Bergbau eignet.

des Generalobersten Halder

der nächsten Mitarbeiter des Führer»

„Erfolgreiche Konzentration der deutschen Luftwaffe an Brenn­punkten der 200 Meilen langen Schlachtlinie stellten einen der ent­scheidenden Faktoren dar, die es dem deutschen Oberkommando er­möglichten, ihren Dorstoh aus den Stellungen von Kursk und Char- kow zu erzwingen. Wo die Deutschen am Vorabend ihres Angriffes 50 bis 70 Flugzeuge stehen hatten, erschienen sie plötzlich mit 500 bis 600 Maschinen. Während des Winters haben sie beträchtliche Luftwaffenreserven aufgebaut."

In einem anderen Reuter-Bericht wird gleichfalls auf die Überlegenheit der deutschen Waffen hingewiesen und festgestellt, es lägen keine Zeichen dafür vor, daß der große deutsche Angriff irgendwie zum Stehen gebracht worden sei.

Dem besten Soldaten die besten Waffen!

Anordnung zur Mobilisierung von Eisenreserven

Somme teil. 1917/18 war Hauptmann Halder dem Heeresgruppen- kommando Kronprinz Rupprecht als Eeneralstabsoffizier zugeteilt, für feine persönliche Tapferkeit und hervorragenden Leistungen wurde er 1915 mit dem EK I und 1918 mit dem Hausorden von Hohenzollern ausgezeichnet. Rach Weltkriegsende wirkte er 1919/20 im Retchswehrministerium am Aufbau des Reichsheeres mit. Rach einem für die Laufbahn des Generalstabsoffiziers üblichen Wechsel von Front- und Eeneralstabsftellungen war Oberstleutnant Halder 1930/31 in der Ausbildungsabteilung des Eeneralstabes tätig und wurde, zum Oberst befördert, 1931 Chef des Stabes der 6. Division in Münster in Westfalen und dann 1934 Artillerieführer VH in München.

Rach der Wiedererringung der deutschen Wehrfreiheit trat Generaloberst Halder 1935 als Kommandeur an die Spitze der 7. bayerischen Division. Als Generalleutnant in den Eeneralstab des Heeres versetzt, war er dort seit 1937 Oberquartiermeister. Am 1. September 1938 ernannte der Führer den inzwischen zum General der Artillerie Beförderten zum Chef des Eeneralstabes des Heeres. In dieser Stellung ist der jetzige Generaloberst Halder im groß- deutschen Freiheitskampf einerdernSchstenMitarbeiter des Führers.

ra. Berlin, 14. Juli. (Eig. DrabtberiHt unserer Ber­liner Schriftleitung.) Von Tag zu Tag werden jetzt wieder in der ganzen Welt die Nachrichten aus dem Osten mit größter Spannung erwartet. Der Verlauf der Ereignisse seit Ende Juni hat klar gemacht, daß sich auf dem riesigen Schlachtfeld in der Sowjetunion Vorgänge von schwer­wiegender militärischer Tragweite abspielen. die kriegsentscheidend werden können. Die spanische Zeitung ,.Ariba" hat ein Urteil über die Lage abgegeben, wie es sich in abgewandelter Form in sehr zahlreichen neutralen Dar­stellungen findet. Sie hat erklärt, wenn die Sowjets sagten, östlich des Don große Truvvenmasien zusammengezogen zu haben, so beweise das nur das imponierende Tempo des deutschen Vormarsches. Die deutsche Front sei beträchtlich erweitert worden und bei der Schlacht im Osten handele es sich um eine gewaltige Durchbruchsschlacht. Die Armeen Timoschenkos befänden sich in der Auflösung. Der einzige Ausweg sei, an anderen Stellen der Front Ablen­kungsaktionen zu unternehmen, um den Druck an der Hauvt- angriffsstelle zu mindern, doch sei eine Aktion nach der anderen gescheitert.. Im übrigen macht sich diese Zeitung zum Sprecher einer weit vertretenen Ansicht, wenn sie in der Überschrift ihres Kommentares zur Ostlage feststellt, daß der deutsche Heeresbericht zum erstenmal wieder die gleichen 6 ätz e anwendet, wie bei dem schnellen Vormarsch in Frank­reich. In der Tat herrscht in Deutschland und in den mit ihm verbündeten Ländern, besonders dort, wo man näheren Einblick in die tiefen Zusammenhänge hat, in diesen lagen stärkste Zuversicht, die auch überall geäußert wird. Das ist erfahrungsgemäß ein sehr zuverlässiges Barometer, denn bei der Beurteilung militärischer Situationen hält man sich bei den zuständigen Stellen im allgemeinen sehr stark zurück. In den Berichten des OKW. finden sich ver­hältnismäßig wenig Ortsnamen, gemesien zumindest an der Größe des Operationsfeldes. Das zeigt aber nur. wie fun­diert jener Optimismus ist. denn er ist nicht zuletzt daran zu sehen, daß die meisten Ortsnamen zur Zeit ihrer Ver­öffentlichung wohl hinter dem tatsächlichen Stand der Dinge zurückbleiben würden und das Tempo der Entwicklung dem sowjetischen Oberkommando heute schon ganz offensichtlich ein Überblick über die Lage er­schwert. Auf deutscher Seite besteht nun gewiß keine Veranlassung, dieser für die Sowjets so unangenehmen Tatsache durch Nennung von Namen entgegenzuwirken. Deshalb beschränkt man sich in der amtlichen deutschen Be­richterstattung auf allgemeine »Feststellungen, wie die. daß der Feind in breiter Front verfolgt wird und man tief in feine Stellungen eingedrungen ist — Feststellungen, die

Vorgänge von größter Tragweite

Die militärische Entwicklung auf dem Südflügel der Ostfront

geworden.

Generaloberst Franz Halder, der am 30. Juni 1884 in Würzburg geboren wurde, stammt aus einer bayerischen Offizierssamilie. Am 14 Juli 1902 trat er als Fahnenjunker in das 3. bayerische Feldartillerie- Regiment in München ein und wurde 1904 mit akl-rböchster Belobigung znm Offizier beförbert 1911 wurde er zur • homerischen Kriegs­akademie kommandiert Als Oberleutnant und Ordonnanzoffizier rückte er 1914 ins Feld und war feit 1915 Haupt­mann und General- vrbsoffizter der 6., später der 5 bayerischen Jnantertedivisiou. Er -">bm 1914/16 an den Ech chten in Lothringen, am Argonner Wald, vor Verdun und an der

aber wohl in dieser wohlüberlegten Form abgefaßt und ge­rade im gegenwärtigen Augenblick angewandt, ihr ganz be­sonders erhöhtes Gewicht besitzen. Man erfährt auch., daß mehrfach sowjetischen Verbänden der Rückzug abgeschnitten wurde. Der deutsche Vormarsch hat also in kürzester Zeit so stürmischen Charakter angenommen, daß heute schon über­all die Frage nach der möglichen Entwicklung eines voll­ständigen Zusammenbruchs der sowjetischen Süd front gestellt wird und zwar vor allem auch im Hin­blick auf die Einheitlichkeit und die Geschlosienheit des künf­tigen sowjetischen Overationsraumes. Der sogenannte Kriegskorrespondent der „Prawda" erklärte als Ergebnis seiner neuen Beobachtungen an der Front, daß „der rieind um jeden Preis wieder hinausgeworfen und hinter den Don zurückgeschlagen werden muß." Die Partner der Sowjets erbeben in diesem kritischen Augenblick wieder die Stimme zum Ruf nach einer zweiten Front. Dieses Schlagwort bat an Kurswert sehr, verloren, „auch wenn man weiß, daß Molotow in London und Washing­ton die Schaffung einer umfassenden und möglichst lofort wirksamen Hilfestellung noch für dieses Jahr in aller Form zugesagt erhielt. Amerikanische Berichte aus Moskau sprechen davon, daß die Sowjets nicht daran zweifelten, „daß irgend ein bindendes Versprechen abgegeben wurde.' Ob sie aber ebenso fest davon überzeugt sind, daß es ge­halten wird? In diesen Berichten wird auch dringend vor den Auswirkungen gewarnt, die „eine Enttäuschung in dieser Hinsicht auf die russische Moral haben müßte." Eine solche Enttäuschung, so heißt es weiter, würde auch für die Sache der Alliierten wieder ein schweres Unglück bedeuten. Ist die Sprache der deutschen Webrmachtfübrung. worauf eben hingewiesen wurde, in diesen entscheidungsvollen Tagen besonders aufschlußreich, so trifft das kaum weniger für gewisse sowjetische Äußerungen zu. In einem der letzten Leitartikel der „Prawda" heißt es: „Möge die Erinnerung <-n die Tapferkeit unserer Väter wie eine Fackel leuchten über der jetzigen Generation. Die Gefahr ist sehr groß, aber der Feind wird geschlagen werden. Bis zum Tode müßt ihr. Rotarmisten, ausbalten. Höher das Banner der Traditionen!" Das ist die Sprache eines auf das Äußerste bedrängten Festungskommandanten, der zu ver­zweifeltem letztem Widerstand aufruft. Hier tritt ein wesentlicher Unterschied zutage: küble Sachlichkeit auf dem festen Unterbau einer woblbegründeten Zuversicht steht gegen ein aus angstvoller Verzweiflung geborenes, hohles Pathos. Damit ist nicht schlecht auch das beiderseitige Kräfteverhältnis gekennzeichnet.

geforderte Rationalisierung und überragende Ergebnisse gezeitigt,

__ -----..... ... Produktion auf allen Ge­

bieten der Rüstung zu erhöhen. Damit wachsen nun auch die Anforderungen an Stahl.

Um der deutschen. Rüstungsindustrie auch in Zukunft den Stahl geben zu können, den sie für eine Produktions- steigerung benötigt, habe ich dem Führer vorgeschlagen, durch eine umfassende Schrottaktion der deutschen Eisenerzeugung eine Reserve zu schaffen, die es ermöglichen soll, die notwendige Mehrforderung sicherzustellen.

Mit Zustimmung des Führers und im Auftrage des Reichsmarschalls habe ich die „Anordnung zur Mobilisierung von .Eisenreserven" erlösten. Ich habe darin die Ent­scheidung. welche Mengen der Verschrottung und damit der Mebrerzeugung an Stahl für die Rüstung zugeführt ' werden lollen, in die Hand des deutschen Be- triebsfuhrers gelegt.

Ich erwarte, daß das Vertrauen, das der Führer der deutschen Industrie mit seiner Anweisung über die Selbstverantwortung und Mitbestimmung be­wiesen hat, mit einer ernsthaften Prüfung dieses Appells beantwortet wird. Finanzielle Gesichtspunkte und Rücksicht- nabmen auf eine Friedensfertigung müssen unter allen Umstanden, zurückgestellt werden. Die Entscheidung darf ausichtteßlich von der Überlegung bestimmt werden, daß mit jeper -tonne Stahl unseren Soldaten mehr und noch bestere Mafien in die Hand gegeben werden.

. Den deutschen Arbeiter und den deutschen Techniker fordere ich auf. dieser Aktion durch zusätzlichen Arbeits­einsatz tn der «zreizeit zum Erfolg zu verhelfen.

Auf östlichen Straßen

• Von Generalleutnant Dr. von Schaewen

Wer in der Tat. ohne den Osten Europas zu kennen, sich aus Kriegsberichten, Wochenschauen und Zeitungsamiatzen ein Bild von den Verhältnissen auf dem östlichen Kriegs­schauplätzen zu machen versucht hat. dem wird immer wieder das Problem der Straßen entgegengetreten sein. Er sieht, wie sich im Sommer die Kraftfahrzeuge über ausge- fahrene Straßen voller Schlaglöcher, oft über richtige Wellenbahnen fortauälen müssen ober, wenn es glatt vor­wärts geht, in dichten Staub gehüllt sind, wie sie im Frühjahr oder Herbst bis über die Achsen im Schlamm ver­sinken oder durch knietiefes Master fahren. Und das alles nicht etwa auf Nebenwegen, sondern auf Hauptstraßen, die oft außer den Eisenbahnen die einzige Verbindung zwischen großen (Stabten bilden. So erscheint die Fage gerechtfertigt, wie es kommt, daß man in Friedenszeiten in diesem Raum mit einem derartig mangelhaften Straßennetz ausgekommen ist. denn man sollte doch meinest, daß die jeweiligen Be­herrscher des riesigen Ostraumes Europas ein besonderes Intereste am Ausbau eines guten Straßennetzes gehabt haben müßten. , u ,

Es liegt auf der Hand, daß man m den ungeheuer weiten Räumen Osteuropas nicht ein io dichtes Straßennetz erwarten darf wie in den dichter besiedelten Ländern West­europas. Im übrigen nimmt die Dichte mit der Abnahme der Bevölkerungsdichte nach Osten zu ab. Es ist auch ferner zu bedenken, daß die Truppe nicht nur auf den großen Straßen marschiert, sondern z. B. für Bewegungen mit Kraftfahrzeugen auch solche Straßen und Wege in An­spruch nehmen muß, an deren Benutzung durch Kraftfahr­zeuge, und dazu noch schwere, bei ihrer Anlage niemand ge­dacht hat. Das Straßennetz des rustischen Raumes trägt noch durchaus den Charakter eines Gebietes an sich, in dem die Landwirtschaft die Hauptrolle spielt, bellen Straßen und Wege also im Wesentlichen nur leichten Ver­kehr mit Pferdefahrzeugen zu tragen brauchten. Der Panje­wagen. mit einem leichten Pferdchen bespannt, kommt ja tat­sächlich auch überall und jederzeit durch.

Ferner ist zu bedenken, daß wir es hier mit einem Land zu tun haben, in dem 6—7 Monate Winter und 4 Monate ein heißer Sommer herrscht, und es dazwischen Über­gangsperioden im Frühling und Herbst von 3—4 Wochen Dauer gibt. Im Winter löst sich durch den Frost das Straßenproblem von selbst. Der Untergrund aller Straßen wird fest und der Schnee tut ein Übriges zu ihrer Eangbar- machung, indem er Unebenheiten der Oberfläche ausgleicht. Die Frage der Straßenunterhaltung läuft also in dieser Zeit, die den größten Teil des Jahres umfaßt, in der Hauptsache auf die Schneeräumung hinaus, die allerdings beträchtliche Krätte und Mittel beanspruchen kann. Der lange itnb harte Winter ermöglicht es sogar, das Straßennetz durch die An­lage von Eisstraßen in der kalten Jahreszeit nicht unwesent­lich zu erweitern und in.dieser Zeit auch Gegenden dem Verkehr zu erschließen, die zu anderer Jahreszeit, außer vielleicht im heißesten Teil des kurzen Sommers, über­haupt nicht zugänglich sind. Solche Eisstraßen dienen z. B. der Holzabfuhr aus unwegsafnen sumpfigen Waldgebieten. In den heißen Monaten des östlichen Hochsommers trocknen die Straßen gut aus und gewinnen schon dadurch an Trag­fähigkeit. wenn sie nicht in der Zeit der Schneeschmelze zer­fahren worden sind. Die beiden Übergangsperioden, nämlich die Zeit der Schneeschmelze und des Frostaufbruchs im Frühjahr und die Zeit der Herbstregenfälle, sind die Zeiten, in denen das östliche Straßennetz durch Wasier und Schlamm größtenteils für jeden schwereren Verkehr ganz unbenutzbar wird und auch das Straßennetz sehr geschont werden muß. wenn man es vor schweren Zerstörungen be­wahren will. Das ist schon immer so gewesen. Der Rusie bat dafür ja sogar ein eigenes Wort geprägt. Er spricht von den Zeiten der „W e g e l o s i g k e i t" (besputitza) und

40jähriges Mililärjubiläum

Eeneralstabschef des Heeres und einer

Berlin, 13. Juli. Am 14. Juli begeht der Chef des Eeneral­stabes des Heeres, Generaloberst Franz Halder, sein 40jähriges Dienstjubiläum.

Durch die Verleihung des Ritterkreuzes nach dem Polenfeldzug und die Beförderung zum Eeneralobersten, die der Führer in der Reichstagssitzung vom 19. Juli 1940 nach dem Sieg im Westen aus­gesprochen hat, sind der Name und die Persönlichkeit des jetzigen Chefs des Eeneralstabes auch der breiteren Öffentlichkeit bekannt