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Wiesbadener Tagblatt

LrM und Verlag: L.ScheUenbera'jche «uchdruckerei, «angaaffe Rr. 21 (raablatt-Sans, < Wöckentlick in 6 Ausgaben ErickeimmaSreit werktäalub uackmittaas

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Verlag

Schellenberg',che Buchdrucker«, Langgajje Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Srscheimmg»teit werktäglich nachmittags

Nummer 160

Samstag/Sonntag, U./12. Juli 1942

90. Jahrgang

Die Sowiel-Niedertofle am Don

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Fast 90 000 Gefangene - über 1000 Panzer und 1688 Geschütze erbeutet oder vernichtet

Ritterkreuzträger Oberst Pochat gefallen

Berlin, 10. Juli. Bei den neuen Angriffskampfen im Abschnitt Kursk — Charkow starb Ritterkreuzträger Oberst Pochat, Führer eines Panzcrregirnents, den Heldentod. In ihm verliert die Panzerdivision einen hervorragenden Führer und Kämpfer, der mehrfach durch sein Draufgängertum und seine überlegene Führung entscheidend zum Erfolg der Division beigetragen hat.

Schon im Frankreichfeldzug wurde Oberst Pochat, damals noch

Der „Rote Stern" bestätigt den Übergang über den Don (Eigener Drabtbericht unterer Serlinet Säriftleitun.e)

as. Berlin, 11. Juli. Die abgelaufene Woche war für untere Gegner eine schwarze Woche. Das Stimmungsbarometer ist denn auch in London, Washington und Moskau erheblich ge= fallen. Wohl tauchen noch vereinzelt großsprecherische Artikel und Äußerungen auf, aber im allgemeinen unterstreicht man doch überall den Ernst der Lage. Hatte man anfangs noch versucht, ben tyaH von Woronesch ju leugnen, so muh jetzt selbst der „R o t e S t e r n“, die bolschewistische Armee­zeitung, zugeben, .daß es den Deutschen hei Woronesch ge­lungen ist. in die Tiefe der Sowjetverteidigung einzu­dringen und den Don nach Osten zu überaueren. Reuter ergänzt dieses Eingeständnis in einer Meldung aus Mos­kau dahin, daß die Deutschen bereits genug Kräfte über den plus gebracht hätten, um auch auf der Ostseite die Schlackt iortzuführen. Timoschenkos Lage sei nach dem Durch­bruch der Deutschen im Südabschnitt e r n st. Während llnited Preß angesichts der Wucht der deutschen Offensive für die Truppen Timoschenkos fürchtet, die noch westlich des Don. stehen, so ist ..News Chronicle" vor allem darüber beunruhigt, daß uns der Übergang über den Don gelang und meint, die Deutschen müßten zum Stehen gebracht werden, koste es was es wolle.

Aber die große deutsche Offensive im Südabschnitt der Omront mit.ihren schnellen und gewaltigen Erfolgen ist nicht die einige Sorge unserer Gegner im gegenwärtigen Augenblick. Die Katastrophe des großen, für die Sowjets bestimmten Geleitzuges, von dessen 38 Schiffen kein ein» öi°inen. sowjetischen Hafen erteilte, be= roeg.t bie Gemüter stark, auch wenn bie amtlichen ameri­kanischen und englischen Stellen sich noch immer über diese ■*r? tP®6 ausschweigen, selbst ein amerikanisches Nach- rlchtenburo meldet aus London, daß zur Zeit amerikanische^ britische und iproiehtoe Vertreter über bas Problem be-* raten Die Verbindung zur Sowjetunion durch die von ben Deutschen beherrschten arktischen Gewässer aufrechtzuer- balten. Daneben laufen auch in Washington, wie wir schon

Von besonderer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Kampfe, deren Ausgang für die Sowjets immer mehr von der Masse des eingesetzten Kriegsmaterials und seiner Beschaffung abhangt. aber ist die Zerschlagung des g r o gen Geleitzuges. den Roosevelt unter stärkster Bedeckung von Amerika über die Nordmeer-Route nach Archangelsk schickte. Von den 38 Schiffen dieses Konvois, die. mit Panzern, Geschützen, Waffen, Flugzeugen und Kriegsgerat aller Art, sowie bringend benötigten Lebens­mitteln bis an den Rand beloben waren, hat. nachdem nunmehr auch bie letzten Fahrzeuge vernichtet würben, keines den Zielbasen erreicht. Tage und Nächte lang haben untere Luftgeschwader den Geleitzug verfolgt. Trotz stärkster «rlakabwehr der Begleitschiffe, zu denen auch Schlachtschiffe. Kreuzer und Flugzeugträger gehörten, wurde mit einsatz- sreubigem Kampsesmut und Tobesverachtung Angriff auf Angriff geflogen unb Schiff um Schiff durch Bombentreffer vers.enki ober bewegungsunfähig gemacht. Was ihren vernichtenben Schlägen entging ober weiter nach Norden abgebrängl wurde, kam vor die Torpedorohre unserer U-Boote, die ssck ben zer­sprengten Resten des Geleitzuges an bie Fersen befielen und nickt eher ruhten bis auch bas letzte Schiff mit Kriegs­material für bie Sowiets auf bent Grund des Eismeeres lag. Der Gesamttonnageraum, bet mit ben gesunkenen Feindschiffen vernichtet wurde, dürfte von einer Viertel Million nicht allzu, weit entfernt sein. Sein Verlust stellt ledenfalls die größte Geleitzugkatastrophe bar. dte tm Zusammenwirken der deutschen Luft- und Seestreit- krafte bisher erreicht werden konnte. Der Ausfall für bie

Dabei weist das Blatt darauf hin, daß das angreifende ll-Boot fich auf der Wasseroberfläche befand, und zwar innerhalb schwedischer Hoheitsgewässer, und den tödlichen Torpedo ohne vorherige Warnung abseuerte.

Schon die bloße Gegenwart eines fremden U-Bootes in schwe­dischen Hoheitsgewässern sei eine bewußte Neutralitätsverletzung, fährt „Svenska Dagbladet" fort und betont, daß die schwedische Handelsschiffahrt seit dem vorigen Weltkrieg keine so großen Ver­luste mehr gehabt habe, wie sie ihr in den letzten Ti sowjetische U-Boote zugefügt worden seien. „Nasi " schehen ist", schließt das Blatt, ' .....

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Rastlose Verfolgung

Aus dem Sübrerbauntquortier, 11. Juli. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie durch Sondermeldung bekantgegeben. haben deutsche und verbündete Truppen, hervorragend unter- ftützi.durch die Luftwaffe, im Verlause der Angriffs- operatiouen westlich des Don vcm 28. Juni bis 9.Juli den Feind vernichtend geschlagen. Nach der Einnahme von Woronesch am 7. Juli wurde südlich davon der Don in einer Breite von 350 Kilometer er­reicht und mehrere Brückenköpfe über ben Fluß gewonnen. Zwischen dieser Front am Don und den früher bedrohten, jetzt 300 Kilometer rückwärts gelegenen Städten Charkow und Kursk Befinbet sich kein nennenswerter Feind mehr. Nach bisherigen Meldungen wurden im Verlauf dieser Kämpfe 88 889 Gefangene eingebracht, 1007 P n nzer und 1680 Geschütze, sowie eine unübersehbare Menge anderer Waffen und Kriegsgerät aller Art erbeutet oder vernichtet.

„ 540 Flugzeuge wurden abgeschossen. Die Gefangenen- und Beutezahlen wachsen ständig. Die bei der Abwehr seindlicher Angriffe im Raum nördlich und nord­westlich von Orel vernichteten 3 9 0 Panzer sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Die ra st lose Verfolgung des Feindes wird fortgesetzt.

Die Luftwaffe belegte bei Tage Hasenanlagen an der Kaukasusküste und am Asowschen Meer mit Bomben und letzte ihre vernichtenden Ängrisse aus zuruckgehende feindliche Kolonnen, Flußübergänge und Nachschubverbindun­gen fort.

Nördlich und nordwestlich Orel griff der Feind nach den hohen Verlusten der letzten Tage nur mit schwächeren Kräften, an. Die Angriffe wurden abgeschlagen. Eigene Gegenangriffe waren erfolgreich.

Die im Raum südwestlich Rschew eingeschlossenen feind­lichen Kräfte wurden weiter zusammen gedrängt. Ihre Wider­standskraft ist im wesentlichen gebrechen. Ausbruchsverfuche einzelner seindlicher Gruppen blieben erfolglos.

Au,der Wolchowfront scheiterten von Panzern unterstützte örtliche Angriffe der Sowjets zum Teil in er­bittertem Nahkampf. Einzelne Einbrüche wurden im Gegenstoß bereinigt und hierbei 19 feindliche Panzer ab­geschossen. Schwerste Artillerie des Heeres beschoß mit guter Wirkung kriegswichtige Anlagen in Leningrad.

3m Sinn ifchen Meerbusen vereitelten Verbände der finnischen Wehrmacht in zweitägigen schweren Kämpfen einen feindlichen Angriff auf die Someri. An diesem Er­folg haben leichte deutsche Seestreitkräfte Anteil. Sie ver­trieben im Artilleriegefecht sowjetische Artillerieträger und

Jagen durch , . . _ ,______ .... allem, was ge­

schehen ist", schließt das Blatt, „kann sich die schwedische Regie­rung nicht länger mit platonischen Demarchen bei der Moskauer Regierung begnügen; da die sowjetischen U-Boote die schwedischen Hoheitsgewässer nicht achten, müssen schwedische Marine­einheiten und Flugzeuge mit allen Mitteln neue Anfälle sowjetischer U-Boote zu verhindern versuchen, wo diese U-Boote auch angreifen mögen. Dam t wahrt Schweden lediglich seine Neutralität und sichert den Verkehr in seinen eigenen Gewässern, der unter Schutz des Völkerrechts steht

„Dagens Nyheter" schreibt, diese Angriffe würden immer un­verständlicher werden. Die Tätigkeit der sowjetischen U-Boote — fährt das Blatt fort — sei begrenzt, und schließlich wurde ihnen kaum etwas anderes mehr übrig bleiben, als sich den schwedischen Behörden zu ergeben. In solchen Fällen dürften sie jedoch kaum auf freundliche Gefühle aus schwedischer Seite rechnen können. „Der Krieg ist ein hartes Spiel mit dem Leben als Einsatz", schließt das Blatt, „aber Kiiegshandlungen gegen unbewaffnete, neutrale Handelsfahrzeuge in neutralen Gewässern bringen keinen Ruhm mit sich, weder für den, bei sie durchführt, noch für die Na­tion, in deren Interesse die Ausführenden zu handeln glauben.

Die neue Offensive

Von Fritz Günther

.Wenn die Durchbruchslücke an der Front im Osten, bie zunächst auf 30Ö Kilometer begrenzt war, in ihrer Tiefen­wirkung nach wenigen Tagen bereits über eine Vormarsch­strecke von mehr als 200 Kilometer bis an unb über ben Don führte, mit der Eroberung von Woronesch, dem wichtigen sowietischen Jnbustriezentrum. einen strategisch außer- orbentlich wertvollen Verkehrsmittelpunkt ausschaltete, wenn schließlich bie stürmische Dormarschbewegung ber beut- lchen Truppen, und ihrer Verbünbeten über 500 Kilometer ber Subtront tns Rollen brachte, bann können fich auch bie fanatischsten Lugenbolbe in Moskau. London unb Washing­ton nicht mehr barüber täuschen, baß bie neue Offen­siv e ber Achsenmächte von bet Molotow noch vor vier Wochen in Lonbon behauptet hatte, baß bie Sowjetarmeen leberzeit gewillt unb in bet Lage seien, ihr wirksam zu be- gegnen, inzwischen begonnen unb bereits zu Erfolgen ge­führt hat, bie von entfdjeibenbcr Bedeutung für ben Ver­lauf der weiteren Operationen sein bürsten. Votausge- gangen sind diesen Erfolgen bie gewaltigen Siege ber "$iSU1 *-ruen- die mit ber Eroberung von Tobruk unb Mana Matruk begannen, den Vorstoß Rommels in Notbaftlka bis nach. El Alamein. bent letzten britischen Boll­werk vor Alexandrien. führten, unb mit bet Erstürmung Sewastopols, bet stärksten Festung, bie jemals mit Waffen­gewalt erobert würbe, einen Höhepunkt erreichten, ber ben tapferen beut scheu unb rumänischen Truppen unter bent Kom­mando des GeneralfelbMarschalls v. Manstein unvergänglichen Ruhm brachte. Dazu kamen bann noch bie Kämpfe bei Rschew, bie mit bet Einkesselung erheblicher sowjetischer Kräfte, zum Abschluß gebracht werden konnten, sowie bie verzweifelten Versuche des Gegners, in bet Gegenb von Drei butch ben Masseneinsatz von Panzern einen Ent­lastungsangriff zu starten, um damit von den Vorgängen tm Süden abzulenken Daß dieser Versuch zum Scheitern gebracht wurde und . den Sowjets erhebliche Verluste an Menschen und Material verursachte, die sich für den Gegner immer schwerer ersetzen lassen, wurde bereits gemeldet.

Fernruf: Sammel.Slt. 69631 • Drahtanschrift: Taadiatt, Wiesbaden • Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7406 Bezugspreise: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.- einschließlich des Trägerlohnes Durch die Post biogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld • Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung der Lieferung infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Neuer bolschewistischer Piratenakt

Wieder ein schwedischer Dampfer ohne Warnung versenkt

Stockholm, 10. Juli. Der schwedische Dampfer „Margareta" fiel einem neuerlichen überfall eines Sowjet-U-Bootes zum Opfer. Dieses Schiff, das 1272 BRT. groß war, wurde vor dem Arkoe- Sund (Rorrkoepings-Buchtj in den schwedischen Hoheits­gewässern von einem S»wjet-B-Bo»t durch Torpedotreffer versenkt. Von der Besatzung, die achtzehn Man» stark war, wurden nur vier gerettet.

Der neue sowjetische Überfall hat in ber schwedischen Presse allgemeine (Empörung ausgelöst und dürste nach den bisher vorliegenden Äußerungen zu energischen schwedischen Maß­nahmen führen, wie „Svenska Dagbladet" in einem Leitartikel betont. Es handle sich bei diesem neuen überfall ganz offenbar um einen vorsätzlichen Neutralitätsbruch grob st er Art, der sofott ein äußerst energisches Eingreifen von schwedischer Seite fordere.

Oberstleutnant und Kommandeur einer Aufklärungsabteilung, für seinen hervorragend tapferen Einsatz vom Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die von ihm durchgeführten Auf- klärungsaufträge gaben für die Kampfführung äußerst wertvolle Unteilagen; auch zeichnete er sich als Führer von Vorausabteilun­gen besonders aus.

Sn den Herzen aller Soldaten, die unter seiner Führung ge­fochten haben, wird er weiterleben, tapfer und stark wie er kämpfte.

Oberbefehlshaber der Pazifik-Flotte schwer verletzt

Stockholm. 10 Juli. Nack einer Melbung aus Washing­ton gab bie Starineleitung am Freitag bekannt, baß Admiral N t m t tz, ber Oberbefehlshaber bet Pazifik-Flotte, kürzlich bet einem ütlugzeugunfall, ber zwei Piloten bas Leben toftete. schwere Verletzungen erlitten habe. Das Unglück habe stch an ber Westküste ereignet.

beichteten. Besprechungen Roosevelts mit ben Sachver­ständigen über bas gleiche Thema einher. Die Sowjets brangen offenbar auf eine Hilfeleistung, haben ste boch au» bie New Yorker Arbeiterschaft veranlaßt, für ben 22. bieies Monats eine große.Gewetkschaftskunbgebung anzubetaumen. aui ber bte schleunige Errichtung einer zweiten Front ge- forbert werben soll.

_. Selbst englische Blätter aber kommen nicht an bem Gingeitatüinis vorbei, daß bie Hilfeleistung für bie Sowjets, bie Errichtung einer zweiten Front, ebenso wie bie Ver- lorgung ber Briten mit Lebensrnitteln von bem Verlauf ber Schlackt aut ben Meeren abhänge. Don bleiern Thema kommen bte Engländer nickt mehr los. Ja, die englifcken Zeitungen wenden stch zum Teil sogar sehr nachdrücklich gegen den Beschluß Churchills, über den Stand dieser Schlacht auf den Meeren nur in einer Geheimsitzung des Parla­ments zu, berichten. Nach dem „Evening Standard" finden auch zwischen den Abgeordneten Verhandlungen statt, um die Regierung zu einer neuen öffentlichen Parlaments- r®Vn-?’ mie oe vor dem deutschen Schlag gegen den Eismeer- ßeleitjug« vorgeiehen war, zu bewegen, vcack ..News Chronicle ist es ntdjt ausgeschlossen, daß es zu einem formellen Protestschritt der Arbeiterpartei kommt. Einen solchen Schritt, wenn er wirklich erfolgen tonte,, darf man allerdings nicht überschätzen. Die Arbeiter­partei denkt gar nicht daran, Churchill ernsthafte Schwierig­keiten zu machen. Die ganze Debatte in ben Zeitungen und in der englischen Öffentlichkeit zeigt aber deutlich die Ent­täuschung über die Verschweigetaktik Churchills und darüber hinaus die Sorge und die Nervosität über die Schlacht auf den Meeren d. b. über den katastrophalen Schwund des anglo-amerlkanlscken Schiffsraumes, den Cburchill zwar zu verheimlichen trachtet, der sich aber überall fühlbar macht, so..dnngend Tlmoschenko und Stalin auch nach Hilfe rufen mögen.

Transporter, setzten Stoßtrupps ans Land unb machten eine Anzahl von Gefangenen.

Im Hohen Norden bombardierte die Luftwaffe feindliche Infanterie- und Artilleriestellungen auf der Fischerhalbinsell

Im Nordmeer wurden zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 13 000 BRT.. ein Zerstörer und ein Bewacher durch Bombenvolltreffer vernichtet. Außerdem versenkte di- Luftwaffe in der Kolabucht ein feindliches Handelsschiff von 6000 BRT.

Die Sowjetluftwaffe verlor am gestrigen Tage 94 Flugzeuge, 7 eigene Flugzeuge werden vermißt.

In Ägypten sind heftige Kämpfe im Raum von El Alamein im Gange. Starke britische Angriffe gegen die Mitte und den Nordteil der deutsch-italienischen Front wur­den abgewiesen. Im Südabschnitt wurde der Feind durch einen überraschenden Angriff deutscher unb italienischer Truppen zurückgeworfen. Starke Luftstreitkräfte unterstützten bie Operationen auf ber ganzen Front, griffen Material­lager unb Äraftfabr$euganfamm$ungen an unb schossen inSuftlämufen 33 britische Flugzeuge ab.

Luftangriffe aus Flugplätze ber Insel Malta riefen erneute Zerstörungen hervor. Begleitende Jäger schossen 12 britische Flugzeuge ab.

In der Zeit »em 27. Juni bis 9. Juli verlor d i e bri­tische Luftwaffe 2 2 3 Flugzeug«; davon wurden 27 durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Wäh­rend der gleiche» Zeit ginge» im Kamps gegen Großbritannien 54 eigene Flugzeuge verloren.

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as. Die Sondermeldung des OKW. zeigt, daß die deutsche Offensive am Don mit unverminderter Kraft fortgesetzt wird und zu neuen Erfolgen führt. . Die „Times" stellt denn auch voller Kummer fest, daß ein Nachlassen des deutschen Angriffes bisher nicht zu bemerken sei. Gleichzeitig ergibt sich auch aus dem heuti­gen OKW.-Bericht, daß die Entlastungsangriffe der Sowjets, die aus dem Raum von Orel geführt werden, an Kraft verloren haben. Trotzdem versuchen die Sowjets immer wieder durch Druck auf den linkey deutschen Ofsensivflügel das Vordringen der deutschen Divisionen zu hindern, ein Ver­such, dem jeder Erfolg versagt bleibt. Der Londoner Nachrichten­dienst muß denn auch feststellen, „es ist eine häßliche Situation und unsere Verbündeten verschweigen diese Tatsache nicht. Die Sowjets versuchen nicht zu leugnen, daß sie einer militäri­schen Krise er st en Ranges gegenüberstehen". Auch die Reutermeldungen aus Moskau sind auf den gleichen Ton gestimmt. Berichtet doch auch Reuter, daß die Lage der Sowjet-Truppen in der großen Schlacht am Don immer ernster wird.

Zugleich stellt der OKW.-Bericht neue Erfolge gegen Schiffsziele im Eismeer fest. Es handelt sich hier nicht mehr um den großen, 38 Schiffe umfassenden Eeleitzug, der voll­kommen erledigt wurde, sondern um weitere Schiffe die den Sowjets Hilfe bringen sollten, aber von der deutschen Luftwaffe angegriffen wurden.