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Wiesbadener Tagblatt

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Nuimner 152

Donnerstag» 2. Juli 1942

90. Jahrgang

Hakenkreuz Ober Sewastopol I

Glänzende Bewährung des deutschen Soldaten und seiner neuen Waffen

Stadium tritt, wirft in

ien len

Seite an Seite mit den rumänischen Kameraden

Aus dem Führerhauvtguartier. 1. Juli 1942. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Sewastopol gefallen! Über Festung, Stadt und Hafen wehen die deutschen und rumänischen Kriegs­flaggen! Unter Führung des Generalobersten o. Man- st e i n haben deutsche und rumänische Truppen, hervorragend unterstützt von den bewährten Naükampf-Flieger- korvs des Generalobersten Freiherrn v. Richthofen nach 25tägigem erbitterten Ringen beute mittag die bisher stärkste Land- und Seefestnng der Welt bezwungen.

Starke Forts, in Fels gehauene Befestigungswerke, unterirdische Kampsanlagen, Beton- und Erdbunker, sowie unzählige Feldbefestigungen wurden in vorbildlichem Zu­sammenwirken aller Waffen genommen.

Gefangenen- und Beutezablen lassen sich noch nicht übersehen.

Reste der geschlagenen Sewastopol-Armee haben sich ans die Halbinsel Chersones geklüchet. Auf engsten Raum zusammengedrängt, gehen sie ihrer Vernichtung entgegen.

Manstein zum Generalfeldmarschall befördert

Erinnerungsschild für alle Krim-Kämpfer

Der Führer bat dem Oberbeseblshaber der Knm- Armee, Generaloberst v. Manstein, zum Generalfeld­marschall befördert und folgendes Telegramm an ibn ge­richtet:

Au den Oberbefeblsbaber der Krim - Armee, Generaloberst v. M a n st e i n.

„3n dankbarer Würdigung Ihrer besonderen Verdienste um die siegreich durchgeführten Kämpfe auf der Krim, die mit der Vernichtungsschlacht von Kertsch und der Be­zwingung der durch Natur und Bauten mächtigen Festung Sewastopol ihre Krönung fanden, befördere ick Sie zum Eeneralfeldmarkckall.

Mit Ihrer Beförderung und durch die Stiftung eines Erinnerungsschildes für alle Krimkämpfer ehre ich vor dem ganzen deutschen Volk die heldenhaften Leistungen der unter Ihrem Befehl fechtenden Truppen.

Adolf Hitler."

Britische Angst um das Schicksal Aegyptens

Auchinlek kann keine offene Schlacht mehr wagen

Ende der sowjetischen Herrschaft im Schwarzen Meer

Das erste Presse-Echo zum Fall Sewastopols aus den verbündeten Staaten

wt. Die Bedrohnn g A lexandriens, dis durch die gestrige Mitteilung des OKW.-Berichtes, daß der Angriff gegr E l - A l a m e i n, die letzte feindliche Befestigung vor der britische Flottenbasis, begonnen hat, in ein akutes Stadium tritt, wirs der Weltpresse bereits die Frage nach dem Schicksal Ägyptens auf. Einige Ercignisie am Rande des großen Geschehens deuten darauf hin, daß die Engländer selbst mit dem Verlust dieser

Links: Generalfeldmarschall v. M a n st e i n. der Sieger von Sewastopol. Rechts: Generaloberst Freiherr von R i ch t h o f e n, dessen Nahkampfgeschwader die Truppe beim Sturm auf Sewastopol auf das Wirksamste unterstützte.

(Weltbild).

as. Sewastopolgefallen! Das versetzt unseren Gegnern einen neuen schweren Schlag. Die Bedeutung, die sie dieser Bastion beimatzen, lietz schon der äußerst zähe'und verbissene Wider st and erkennen, mit dem die Bolschewisten diesen ihren wichtigsten Stützpunkt am Schwarzen Meer verteidigten. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, datz das Gelände dem Ver­teidiger dort außerordentliche Vorteile bietet, es dem Angreifer oft unmöglich macht, schwere Artillerie und Stukas einzusetzen und ihn zwingt, mit verhältnismäßig schwachen Kräften gegen schwere Befestigungen vorzugehen. Galt Sewastopol schon früher als außer­ordentlich starke Befestigung, zu deren Bezwingung im Krim- krieg 1854/55 zwei Nationen, Franzosen und Engländer, 345 Tage benötigten, so haben die Bolschewisten die alten Festungswerke modernisiert und neue Forts hauptsächlich im Nor­den angelegt, deren Namen aus den Wehrmachtberichten der letzten Tage bekannt geworden sind. Nach ihrer Eroberung wurde fest­gestellt, daß diese Werke und Forts ihrer Stärke nach alles bisher bekannte, etwa aus der Maginot- oder Metaxas-Linie, bei weitem übertreffen. Buchstäblich mußte Meter um Meter dem Feind abgekämpft werden, der jede der zahlreichen Schluchten, jede Höhe zu einer kleinen Festung ausgcstaltet hatte, und der den Befehl hatte, sich nicht zu ergeben, sondern sich eher unter den Trümmern der Festung begraben zu lasten.

Der Angriff auf diese stärkste Festung, an dem rumänische Truppen ruhmreichen Anteil haben, zeigt eine klare Systematik. Er hat zunächst den Bolschewisten den Ausweg nach Norden ver­rammelt, der 1855 die Besatzung rettete. Nachdem die Sewer- naja-Bucht erreicht und überschritten war, erfolgte ein Stoß gegen das mächtigste Bollwerk im Nordosten der Stadt, gegen den Malakow-Hügel. Gleichzeitig wurde der Druck an der eigentlichen Ostfront der Festung, an den S a p u n - H ü g e l n und bei Balaklawa, verstärkt. Mit der Eroberung des Malakow war der Festungskern selbst schon aufgebrochen. Genau wie im

die Lage in Ägypten äußer st ernst ist. Vielsagend ist ge­rade in dieser Hinsicht das Wehgeschrei bei jüdischen Presse Amerikas. In diesen jüdischen Zeitungen heißt es: „Wenn Ägypten fällt, sind nicht nur Irak, Iran, Syrien und die ganze arabische Welt, sondern auch Transjordanien und Palästina, d. h. die israelitische Welt in Gefahr. Es geht bei der Schlacht um Ägypten also nicht nur um materielle Jnteresien, sondern um hohe Symbole und psychologische Faktoren von unschätzbarem Wert". Das ist eine verzweifelte Mahnung an die Engländer, die Jnteresien des Judentums nachdrücklich zu verteidigen. Eine Mahnung, deren cs kaum bedurft hätte, denn auch London ist sich heule klar darüber, was für den ganzen mittlerenOsten auf demSpiele steht. Schon erörtert man denn auch in London, wie „Dagens Nyheter" berichtet, die Frage, ob die Rommelschen Siege England nicht zwingen werden, zum dritten Male seine Kriegsstrategie von Grund auf zu ändern. Die erste Umstellung habe man nach dem Fall Frankreichs vornehmen müßen, die zweite nach dem Eintritt Japans in den Krieg. Wenn nicht alles täusche, so werde man sich jetzt zu einer dritten Änderung verstehen müssen. Der schwedische Korrespondent fügt hinzu, allerdings sei die Entwick­lung so schnell gegangen, datz bestimmte Anschauungen über die Rückwirkungen der Siege der Achse in Nordasrika in der britischen Öffentlichkeit sich noch nicht hätten herauskristallisieren können. Mit einer solchen Entwicklung hätte die englische Öffentlichkeit niemals gerechnet. Sie vertraute Churchill, der noch jetzt bei seinem Aufenthalt in Washington in den Besprechungen mit den Kongretz­führern jeden Gedanken an eine Gefahr für Ägypten ablehnte und betonte, datz Ägypten auf jeden Fall gehalten werden würde.

Bei dieser ganzen Lage der Dinge dürfte es Churchill einigsrmatzen schwer werden, seine in Aussicht gestellte Schluß- erklärung zu der im Gange befindlichen Unterhaus-Aussprache so zu formulieren, daß noch.irgend jemand im Ernst glauben könne, es gäbe auch nur noch auf einem einzigen Gebiet etwas „Ermutigendes" für England. Denn zu alledem gesellen sich doch noch die schweren Verluste der anglo-amerikani- schen Versorgungsschiffahrt. So sehr man in England und in den USA. auch bemüht ist, die Abwehr gegen die deutschen U-Boote auszubauen und so sehr man gerade aus amerikanischer Seite immer wieder darauf verwefft, daß alles geschieht, um die Abwehr zu verstärken, so wenig Erfolg ist diesen Bestrebungen unserer Gegner bcschieden gewesen. Mit insgesamt 886 000 BRT. versenkten Schiffsraums kam das Juni-Ergebnis nahe an das Rekord-Ergebnis des Mai von 924 000 BRT. heran. Wenn im Mai die deutschen U-Boote 140 Schiffe mit insgesamt 767 400 BRT. versenkten, so bleibt die Juni-Ziffer mit 132 Schiffen mit 753 000 BRT. kaum dahinter zurück. Das sind Zahlen, die für die Alliier­ten den Ernst der Lage kennzeichnen, zumal man sich dort längst im klaren darüber ist, daß sich derartige Schiffsverluste gar nicht ersetzen lasten.

September 1855 muhte der Einbruch an dieser Stelle entscheidende Folgen für die Festung haben. Das 25tägige schwere Ringen fand damit seine Krönung. Über Festung, Stadt und Hasen weht nun die deutsche Kriegsslagge. Sewastopol ist gefallen.

Der Sieger von Seuiastopol, der Oberbefehlshaber der Krim- Armee von Manstein, der vom Führer zum Generalfeldmar- schall befördert wurde, hat schon im vergangenen Jahr den Durch­bruch durch die Enge von P e r e k o p erzwungen und bei Beginn der diesjährigen Kämpfe die Halbinsel Kertsch erobert. Das Flieger­kommando des Generalobersten Freiherr von Richthofen hat die Truppen des Ecneralfeldmarsthalls von Manstein mit höchster Wirkung unterstützt.

Dieser neue schwere Schlag trifft unsere Gegner im Augenblick, in dem sie nicht nur für die Ostfront fürchten müsien, sondern in dem sich auch die Engländer Rechenschaft darüber ablegen, daß

wt. Der Fall Sewastopols findet in der ganzen Welt aller­größte Beachtung. Wird er doch als Symptom empfunden, als ein Beweis für die unerhörte Angriffskraft des deutschen Soldaten und die furchtbare Wirkung der neuen deutschen Waffen. Gerade im Zusammenhang mit der kurzen Mitteilung im gestrigen OKW., deren Bedeutung nirgends über­sehen wurde, daß die deutschen und verbündeten Truppen im mittleren und südlichen Abschnitt zum Angriff angetreten sind, gewinnt der Fall der stärksten Festung der Welt erhöhte Bedeu­tung. Am freudigsten ist natürlich das Echo aus dem verbündeten Rumänien, desten tapfere Truppen an dem großen Sieg maßgeblich beteiligt waren. In Bukarest betrachtet man den Fall Sewastopols als das Ende der sowjetischen Herrschaft im Schwarzen Meer. Die Bedrohung der rumänischen Grenzen durch die sowjetische Flotte und die bolschewistischen Flieger, die von Sewastopol aus mehrfach rumänisches Gebiet angrisfen, ist damit ausgeschaltet, „llniversul" veröffentlicht den Tagesbefehl eines rumänischen Divisionskommandeurs, den dieser vor Beginn des Angriffs an seine Soldaten richtete und in dem es heißt, daß mit dem Fall Sewastopols für ewige Zeiten die heilige Grenze Rumäniens unb bie Ruhe bei Nachfahren gesichert werde. „An bei Seite bet unbesiegten Wehimacht bes Reiches, so schreibt bas Blatt wörtlich, „sinb bie Solbaten des rumänischen Volkes über bie vom Blut ihrer Brüder geröteten Felsen in die Festung eingebrungen, bie bie letzte Zuslucht bes gierigen Sol«

Der Verlust Ägyptens müße bie Ruine bes britischen Empire jum Einsturz bringen. Die einzelnen Gebiete, früher burch ein Retz wirtschaftlicher unb strategischer Stützpunkte aufs engste mit- etnanber verbunben, würben restlos isoliert unb ihre Verteibiaung bis zur Aussichtslosigkeit erschwert. 3m Bewußtsein unserer Kraft unb in bem Vertrauen auf bie Entwicklung, bie sich für jeden Einsichtigen deutlich abgezeichnet, können wir Deutschen auf Voraussagen und Spekulationen auf die Zukunft verzichten. Wir begnügen uns damit, die Nöten der Briten zu registrieren, die heute bereits die Befürchtung äußern, daß mit dem Verlust Ägyptens ihre- ganze Stellung im vorderen Orient Mammenbrechen müsie und daß die Lage ihrer Truppen in Palästina, im Irak und Iran unhaltbar würde. Die Weltpresic hat die Äußerung des australischen Armeeministers Forde, der von einer großen deutschen Zange, die bei Sewastopol und Tobruk angesetzt habe, sprach, allgemein aufgegriffen. Es wird Churchill außerordentlich peinlich [ein, daß „Daily Mirror" ge­rade in diesem Augenblick an seine Rede vom 7. Mai 1941 er­innert, in der bei alte Gangste! erklärte, bet Verlust bes N i l t a l e s, sowie bes Suezkanals wate bet schweifte Schlag, bet bem btitischen Empire versetzt werben könne. Diese Auffassung hat et eist jetzt wiebel vor dem amerikanischen Senat, natürlich nur in internen Besprechungen, bestätigt'. Churchill wies vor ben IlSA.-Abgeorbneten baranf hin, baß Englanb Ägypten niemals verlieren bütfe unb alles tun werbe, barnit bieses Lanb niemals verloren gehe. Er sagte bas zu einem Zeitpunkt, in bem er sich noch einige Illusionen, bie in­zwischen restlos zerronnen sinb, leisten konnte. Es bleibt abzu- waiten, ob bei einem möglichen Verlust Ägyptens nun boch ein­mal bie Grenze besten erreicht wirb, was sich auch burch Churchill nicht mehr bagatellisieren läßt.

llber ben Kampfverlauf gibt bet Sonderkorrespondent bei „Daily Mail', bet sich von Kaiio aus zur Front begeben wollte, einen niebergeschlagenen Bericht. Durch bie Truppen bie auf allen Wegen zurückfluteten, so schreibt er, sei er aufgehattcn worben. An ben Straßenränbern seien überall englische Mechaniker barnit beschäftigt, zerschoßene und unbrauchbar geworbene Tanks zu reparieren. Auchinlek könne bem Gegner keine offene Schlacht mehr liefern, ba bie zur Verfügung ftehenben britischen Streitkräfte in ben letzten Tagen so stark aufgerieben worben feien, daß sie nicht mehr in breiter Front Wiberstanb zu leisten ver­möchten. Meilenweit sehe man an bet Rückzugsstiaße brennenbe Autos unb Tanks. Der fliehende Tommy habe nicht nur fein Kriegsmaterial im Stich gelaßen, fonbetn auch noch feine Klei- bungsstucke. Die mächtigen beutfchen Panzer erzwängen sich über­all einen Durchbruch. Gegen bie überlegenen deutschen Panzer- abwehrgefchütze seien bie englischen Tanks völlig machtlos.

Auch bei ben jetzigen Kämpfen roenben bie Englänber wiebcr ihre alte Taktik, andere für sich kämpfen zu laffen, an. Die englischen Blätter schämen sich besten nicht einmal unb schreiben ganz offen, baß eben erst eingetroffene neuseolänbische Truppen, nut mit Hanbgianaten bewaffnet, in Matsa Matruk eingesetzt mürben, während die Briten rückwärtige Stellungen vorbereiteten und bezogen. Um bie Mißstimmung in Neuseeland über bie schweren Verluste bet neufeelänbischen Kontingente zu milbern, singen bie englischen Zeitungen ein Loblied auf bie Tapferkeit biefer Setbänbe. Ein bekannter Trick, auf den bie Australier ja auch schon hereingefallen sinb.

toeroismus auf bet Krim barstellte. Zwei Welten ftanben sich in biefem Kampf gegenüber, aber bie Gerechtigkeit, ber Glaube unb bie Kultur haben bas Dunkel der Gottlosigkeit unb bes Unter« Menschentums besiegt. In einer militärischen Würbigung bezeich­net „Timpul" bie Bezwingung Sewastopols als bie gewal­tigste Erprobung ber Taktik unb bet mobernsten Waffen. Der Fall ber Festung eröffne für ben weiteren Ver­lauf bes Felbzuges bie günstigsten Perspektiven.

In Italien hat bie Rachticht von bet Siiebettingung Sewastopols Helle Begeisterung ausgelöst. Die Achse habe barnit, so betont „Sortiere della Sera“ eine Operationsbasis allerersten Ranges gewonnen. Das Blatt weist auf die strategische Einheit der Kämpfe um Sewastopol und bet Offensive Rommels hin unb zollt ben Sturmabteilungen, bie bas bolschewistische Felsennest auf ber Krim bezwangen, höchste Anerkennung. „Popolo bi Roma" macht auf bie Tatsache aufmerksam, baß burch ben Fall Sewastopols farlc Kräfte für neue Operationen frei werben. Die innischcn Zeitungen, die die Siegesnachricht von der Krim in größter Aufmachung bringen, unterstreichen die Durchschlagskraft der deutschen und verbündeten Truppen. Durch die Einnahme der Festung sei den Sowjets und ihren Alliierten neben den wunder­baren Erfolgen Rommels eine der größten Niederlagen zugefügt, worden. Den Stolz des deutschen und des rumänischen Volkes teilten die Völker, die heute gemeinsam für die europäische Kultur, für ben Endsieg kämpfen.

Schlüsselstellung zu rechnen beginnen. Vor kurzem wurde aus Kairo berichtet, daß die Schätze des ägyptischen Nationalmuseums zum Abtransport nach Südafrika registriert und verpackt werden. Heute läuft aus Istanbul die Meldung ein, daß die Engländer das Gold der ägyptischen Nationalbank mit Flug­zeugen nach Pretoria geschafft haben. Ein Symptom, das mir von früheren „siegreichen Rückzügen" der Briten her kennen. Die grellste Beleuchtung aber erfährt die Situation durch die Nachricht aus Kairo, daß die englische Mittelmeer­flotte, auf deren unhaltbare Lage wir in unserem Leitartikel vom vergangenen Samstag hinwiesen, den Suez-Kanal in Richtung Aden passiert haben soll. Ganz Ägypten wurde zum Operationsgebiet erklärt und die wohlhabenden Einwohner suchen sich durch Flucht nach ber Levante unb nach Sübafrita ben Schrecken bes Krieges zu entziehen. An ber ägyptisch- palästinensischen Grenze sollen Befestigungsarbeiten im Gange fein. Das Kabinett trat zu einer Sondersitzung zusammen, über beten Ergebnis König Faruk von Nahas Pascha unterrichtet würbe. Wenn auch strengstes Stillschweigen üher ben Inhalt ber Be­ratungen unb ihr Ergebnis gewahrt wirb, so geht man boch wohl nicht fehl in ber Annahme, baß sie sich um bie letzten Stellung, bie Ägypten dazu einzunehmen gedenkt.