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Wiesbadener Tagblch

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$ted und Verlag: L. Schellenberg'jche Bnchdnulerct, Langgajfe Rr. 21 (Tagblatt-Haus,

90. Jahrgang

Freitag, 26. Juni 1942

Nummer 147

das See

Stilles Heldentum eines Notfliegers

Berlin, 25. Juni. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, les Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Kroseberg, Staffelkapttän einer Notstefsel.

Europa antwortet mit einem entschlossenen Nein

Die Entrüstung über des britisch-sowjetische Geheimabkommen

Bereits 100 km jenseits der Grenze

Generalfeldmarschall Rommel nutzt den Sieg von Tobruk schnell und rücksichtslos aus

Washington gibt wieder eine Versenkungs-Rate bekannt

Täglich treffen neue Schiffbrüchige in len Atlantik-Häsen ein

Das Eichenlaub mit Schwertern für Oberfeldwebel Steinbatz

Reichsmarschall Göring an len «ater les kühnen Jagdsliegers

as. Berlin, 26. Juni. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die Hoffnungen der Engländer, baß Generalfeldmarschall Rommel ihnen nach der Er­oberung Tobruks durch die Achsentruvven Zeit lassen würde, sich häuslich in der ersten Verteidigungslinie an der ägyvti- schen Grenze einzurichten, hat sich als trügerisch erwiesen. Mit grobem Schwung wird vielmehr die Verfolgung des geschlagenen und stark mitgenommenen Feindes fortgesetzt. Wenn gestern schon die Eroberung von Sidi el Barani, das bereits etwa 100 Kilometer jenseits der Grenze liegt, gemeldet wurde, so bedeutet das. baß die Truppen Rommels in 72 Stunden rund 200 Kilometer in Kampf und Verfolgung zurückgelegt batten. Jeder Schritt nach Osten bedeutet zugleich, daß die Luftwaffe der Achse den wichtig st en Verteidigungsvunk t en Ägyp­tens näher rückt. Von der Grenze bis Alexandrien sind es etwa noch 500 Kilometer, also keine zwei Flugstunden mehr. 2Die Engländer müssen mithin zu ihrem Kummer feststellen, daß Rommel den Sieg von Tobruk schnell und rücksichtslos ausnutzt. Das britische Hauvtauartier muß die Eroberung Sidi el Baranis durch die Achsentruvven zu- aeben. Es verspricht nunmehr endgültigen Widerstand im Verteidigungssystem von Maria Mairuk. das von den Eng­ländern schon früher stark ausgebaut wurde. Die Engländer setzen jetzt zur Verteidigung Ägyptens, nachdem Ritchies 8. Armee verloren ist. I n d e r ein und durften bemüht sein, auf der Bahn und auf der gut ausgebauten Küstenstraße, die Maria Matruk mit Alexandrien verbindet. Verstärkun­gen, heranzuführen.

Die Auswirkungen des Rommelschen Sieges von Tobruk sind aber auch auf politischem Gebiet, wie sich immer wieder zeigt, sehr stark. Die U n t e r b a u s d e b a t t e ist dafür ein klarer Beweis, glaubt doch das Blatt ..Star diese Debatte am besten durch die Artikelüberschrift ..Panik des Parla­ments" kennzeichnen zu können. Die Zeitung meint, nicht nur die britischen Truppen hätten neue Stellungen bezogen, auch gewisse Parlamentsmitglieder hätten das gleiche getan. Sie seien mutiger geworden. Damit spielt das Blatt auf die. Tatsache an, dah ein Mißtrauensvotum gegen Churchill eingebracht werden wird, das bisher von

etwa 30 Abgeordneten unterzeichnet wurde. Eine praktische Bedeutung kommt diesem Schritt allerdings nicht zu. Schon jetzt stellt die ..Times" fest, dah die übergrohe Mehrheit der Abgeordneten den Gedanken ablehnt, die Libyen-Debatte zu einer Herausforderung der Regierung zu gestalten. Selbst­verständlich bat Churchills Regie auch bereits eingesetzt. Sie wird deutlich erkennbar in den Artikeln der englischen Blätter, in denen der Versuch gemacht wird, die Regierung, d. h. Churchill von aller Schuld an den Libyen-Niederlagen rein zu waschen und die gesamte Schuld der Gene­ralität in die Schuhe zu schieben. Die Regierung habe der 8. Armee die beste Ausrüstung gegeben und ihr nur ..unter fairen Bedingungen" den Kampf zugemutet, er­klärt beispielsweise der ..Daily Expreß. Weiterhin Iaht Churchill heute schon versichern, dah er vollkommen offen über die Vorgänge in Libyen sprechen werde, ..mit gröberem Realismus denn je." Auch die alte Argumentation, dah Churchill der Mann Amerikas sei. unb dah es für England sehr unvorteilhaft sein würde, wenn Roosevelt sich an einen anderen englischen Partner gewöhnen mühte, kehrt tn dieser Agitation wieder. Churchill und seine guten Freunde ar­beiten also jetzt schon eifrig, um die vorhandene starke Miß- stirnrnung abzusangen. Es kann keinem Zweitel miter- liegen. dah ihnen das gelingen wird, wie io auch nach der groben Erregung über Singapur und die Kanaldurchfabrt der deutschen Kriegsschiffe das Unterhaus Churchill mit 464 gegen eine Stimme das Vertrauen bekundete.

Als amerikanische Rückenstärkung für Churchill muh man die Meldung kennzeichnen, dah der frühere Eeneral- stabschef des Fluchtgenerals Mac Arthur, Generalmaior Eisenhowe r, zum Chef der USA.-Streitkräste für Europa ernannt wurde. Run aber stehen amerikanische Truppen nicht auf dem Kontinent, sondern nur auf den bri­tischen Inseln gibt es amerikanische Soldaten. Man mochte mit dieser Ernennung also eine a m e r i k a n i s ch e F e st- landarmes vortäuschen, die es nicht gibt und möchte der englischen Öffentlichkeit, aber auch Herrn Molotow, amerikanische Kriegsanstrengungen vor- spiegeln. für die jede Voraussetzung fehlt.

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fich auch in den folgenden Wochen durch u n g e st ü mes Drauf­gängertum und unermüdliche Einsatzbereit» schaft aus, die er auch bei erfolgreichen Tiefangriffen gegen bolschewistische Panzerkampfwagen und Kolonnen bewies. Am 2. Juni 1942 wurde ihm anläßlich des 88. dis 91. Luftfieges als 96. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vom Führer verliehen. Wäh­rend der heftigen Kämpfe im südlichen Abschnitt der Ostfront in den ersten Junitagen konnte Oberfeldwebel Steinbatz die Zahl seiner Luststege bis zum 11. Juni auf 96 erhöhen.

Am 15. Juni startete er zu seinem letzten Kampf mit bolsche­wistischen Jagdflugzeugen. An diesem Tage brachte Steinbatz, wie sein Staffelkapitän beobachtete, drei weitere Gegner zum Ab­sturz. Er aber kehrte nach dem 99. Luftsieg nicht mehr zu seinem Einsatzhafen zurück. Das Heldentum des hervorragenden Jagd­fliegers hat der Führer durch Verleihung der Schwerter zum Eichenlaub gewürdigt.

Entschleierte Geheimnisse

Von Walter Ahmus

Über den Inhalt und den Zweck des am 26. Mai d. I. in London von Churchill und Molotow unterzeichneten Ge­heimabkommens können heute keinerlei Zweifel bestehen. Es ist klar — und das kommt auch in den zahlreichen Kommen­taren der internationalen Prelle zum Ausdruck daß tm Falle eines vlutokratifch-bolschewistischen Sieges Europa völlig den Sowjets ausgeliefert werden wurde. Diese Vereinbarungen bauen dabei auf dem den Sowiets in dem offiziellen Vertrag zugestandenen Recht, auf Sicher­heit. Deshalb vermied man es ja auch peinlichst, in dem bekanntgegebenen Vertrag irgendwie von den Grenzen der Sowjetunion zu sprechen. Man findet also auch heute rote in der Zeit des ersten Weltkrieges Umschreibungen fur.bie wahren Ziele und Absichten. Man spricht nicht von einer Besetzung, nicht von Eebietseroberungen. sondern man ver­schanzt sich dahinter, daß man diese oder jene Gebiete eben als ..Sicherheitsmaßnahme" benötige. Die Welt hat tn den letzten Jahren ja auch einen sehr guten Anschauungsunter­richt genauen, wie solche Pläne durchgeführt werden. , So bat Moskau nicht etwa die baltischen Staaten annektiert, sondern es hat in diesen Staaten durch die kommunistischen Organisationen eben nur den Wunsch nach Aufnahme in den Verband der Sowjetunion aussprechen lallen, einen Wunsch, den Stalin dann natürlich erfüllen mußte. Man laut sich Stützpunkte übergeben, man schickt Garnisonen in das Land, und das Ende ist bann, daß bieses gesamte Gebiet sehr bald vollkommen bolschewisiert wirb. Rach biefem im Baltikum burchgevrobten Verfahren will also Moskau auch weiterhin im gesamten Europa vorgeben. Das ist immer zu berücksich­tigen. wenn von Stützpunkten ber Sowjets an den Darda­nellen oder am Kattegat! die Rede ist.

Man muß es dabei den Sowjets lallen, daß sie eine sehr folgerichtige Politik betreiben. Es ist die gleiche Politik, die durch das bekannte Testament Peters des Großen umritten wurde. Schon damals strebte Moskau nach den Dardanellen, schon damals strebte es nach einem Ausgang zur Nordsee, schon damals strebte es nach der Weltherrschaft. Es ist früher schon darauf verwiesen wor­den. daß die Sowjets an diese alten Richtlinien der Mos­kauer Politik wieder anknüpfen. Aus den deutschen Ver­öffentlichungen über die Berliner Unterredungen Molotows ist der Welt bekannt geworden, daß Moskau ungefähr die gleichen Forderungen, bereit Erfüllung England ihm letzt in dem Gehelmvertrag zusicherte, schon damals stellte. Be­reits in diesen Unterhaltungen betonte Molotow, daß sich die Sowjetunion am Kattegatt nicht desinteressieren könne, bereits damals wurden weitgehende sowjetische Forderungen hinsichtlich des europäischen Südostens erhoben, und bereits damals erklärte Molotow, daß die Sowjetunion wichtige Stützpunkte an den Dardanellen gebrauche, ge­nau wie er damals Finnland als sowjetisches Interessenge­biet beanspruchte. Nur auf diesem Hintergründe werden auch die ungeheuren sowjetischen Rüstungen begreiflich. Man war eben entschlossen, diese Politik eines Tages so oder so zu verwirklichen, und man schaffte sich eine Kriegs­maschine für diesen Zweck, bereit außerordentlicher Umfang erst im jetzigen Krieg klar erkennbar wurde. Je mehr sich das Verhältnis zwischen den anderen Großmächten zuspitzte. um so näher glaubt man in Moskau zu seinem eigenen Ziel kommen zu können. Es ist sehr kennzeichnend, daß der frühere USA.-Botschafter in der Sowjetunion, Joseph E. Davies, in einem längeren Artikel ..Was wir alles von der UdSSR, nicht wußten" unlängst feststellte. daß seit den Münchener -Besprechungen von 1938 die sowjetische Industrie lOOprozentig nur noch für den Krieg gearbeitet hätte und daß die Ausgaben für das Heer durchschnittlich etwa der Höhe des gesamten Steueraufkommens der USA. ent­sprachen. Seit 1938, so fügte er auch hinzu, seien alle Trak­torenfabriken auf die Konstruktion von Tanks umgestellt worden. Moskau hat dann versucht, seine Ziele in einem Übereinkommen mit Deutschland su erreichen, wie die Ber­liner Besprechungen Molotows beweisen. Es bat im übrigen aber nie daran gedacht, den damaligen Vertrag mit Deutschland ernst zu nehmen, sondern es hat ihn stets nur als Atempause betrachtet, um seine eigenen Rüstungen noch zu steigern.

Auch heute, da bereits die deutschen Truppen und die Truppen unserer Verbündeten tief in der Sowjetunion stehen, denkt Moskau gar nicht daran, seine alten Ziele auf­zugeben. Es hofft sie jetzt mit Hilfe Englands noch er­reichen zu können. Wenn London sich bereit fand, dem zu­zustimmen und diesen Verrat an Europa in dem Geheim» vertrag mit Molotow zu bestätigen, so kann man darin nur einen neuen Beweis für die Schwäche Groß­britanniens sehen. London brach den gegenwärtigen Krieg vom Zaun, weil es unter gar keinen Umständen auf eine Mitbestimmung in den europäischen Angelegenheiten, die England gar nichts angehen, verzichten wollte. Man hat das oft genug so formuliert, daß man erklärte, es wollte Deutschland nur in der Rolle des Juniorpartners sehen, d. h. sich selbst also die letzte Entscheidung in allen wesentlichen Dingen Vorbehalten. England bat ja auch stets alle die Angebote des Führers ausgeschlagen, die in ihren Grundgedanken daraus hinausliefen, daß England die Vor­machtstellung Deutschlands in Europa anerkennt, während Deutschland dafür bereit gewesen wäre, sich mit der eng­lischen Vorherrschaft zur See und mit dem englischen Im­perium abzufinden. Das gleiche England, das unter keinen

Berlin, 25. Juni. Entsprechend der britischen Taktik, die auch jetzt von den USA. übernommen wurde, ihre erheblichen Schiffs- verluste immer nur ratenweise zuzugeben, gibt jetzt das USA.-Marinedepartement den Verlust von 15 Transport­schiffen zu, die entweder durch Unterseeboote der Achsenmächte torpediert, oder durch Artilleriebeschuß versenkt wurden. Es handelt sich bei den als verloren zugegebenen Schiffen meist um amerikanische und britische Schiffe, ferner um ein vormals holländisches und ein norwegisches Handelsschiff; auch eiti Schiff, das die Flagge von Honduras gefetzt hatte, ist dabei vertreten.

An. neuen Verlusten wird jetzt ein britischer Dampfer mittlerer Tonnage und ein vormals jugoslawischer Transpori- dampser kleinerer Tonnage zugegeben, nachdem von beiden Schiffen überlebende Besatzungsangehörige an Land gingen.

Auf Barbados (Britifch-Westindien) landeten weitere zwölf Mitglieder der Besatzung eines versenkten amerikanischen Handels­schiffes.

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Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in den Randgewässern des Atlantik Schiffsbrüchige von versenkten ameri­kanischen, britischen oder zwangsweise in 'den feindlichen See­dienst gepreßten früher neutralen Schiffen an Land gehen. So trafen in vier verschiedenen Gegenden der füdamcrikanischen Rardküste wieder 58 Desatzungsangehörige von versenkten feind­lichen Handelsschiffen ein, darunter 36 Überlebende eines vormals norwegischen Schiffes auf der Teufelsinsel vor der Küste von Französisch-Guayana (Cayenne). Die Schiffbrüchigen wurden von dort nach Paramaribo, der Hauptstadt Holländisch-Euayanas, gebracht. *

Besatzungsmitglieder des durch ein deutsches U-Boot ver­senkten amerikanischen Handelsschiffes „C a r d e n a s" gingen jetzt in einem brasilianischen Hofen an Land. Die „Cardenas", ein Schiff von 5000 BRT., war in den Eewäsiern der Südantillen torpediert worden und war binnen weniger Minuten gesunken. Nur einem Teil der Besatzung gelang es, sich zu retten.

Oberfeldwebel Leopold Steinbatz wurde am 25. Oktober 1918 in Wien geboren Schon in jungen Jahren betätigte sich Leopold Steinbatz als Segelflieger und trat nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule am 1. Oktober 1937 in ein Flieger-Regi­ment des ehemaligen österreichischen Bundesheeres ein. Seine Aus­bildung als Flugzeugführer erhielt er ab August 1939 in der deut­schen Wehrmacht. Während des Balkanfeldzuges bewährte er sich als Jagdflieger, besonders bei den Kämpfen um Kreta.

Anläßlich feines 4 2. Luftfieges war ihm am 14. Februar 1942 das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen worden. In den ersten Maitagen dieses Jahres begann er seine stolze Er­folgsserie, bei der er innerhalb von nicht ganz vier Wochen seine Luftsiege auf 83-erhöhte. Der 23jährige Oberfeldwebel zeichnete

Berlin, 25 Juni Wie im Bericht les Oberkommandos bet Wehrmacht gemeldet, hat bet Führet bem von einem Flug gegen den Feind nicht zurückgekehrten Oberfeldwebel Steinbatz als vierzehntem Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Reichsmarschall Göring richtete an den Batet des Ober­feldwebels Steinbatz folgendes Schreiben:

»Liebet Herr Steinbatz! Der Führer hat Ihren todesmutigen Sohn durch die Betleihung des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes geehrt.

Stolz und bewegt bringe ich Ihnen das mit der Bersiihetung zur Kenntnis, daß meine Luftwaffe den jungen Helden, der tn den Reihen unserer kühnsten Jagdslieger 99 Luftstege errungen hat, niemals vergesien wird.

gez.: Göring, Reichsmarschall des Großdeutfchen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Budapest, 25. Juni. Die Eeheimklaufeln des britifch- fowjetischen Vertrages finden auch in der Budapester Donnerstag- Presse lebhaftes Echo.

P e st e r Lloyd" stellt in seinem Leitartikel fest, daß da­durch klar und deutlich die imperialistischen 3t eie bet Sowjets enthüllt werden, die Weltrevolution zu verwirklichen. Würde die geschichtliche Entwicklung nach dem Wunsche Moskaus gehen so wurde nicht nur das unter der Einflußsphäre bzw. unter der gemeinsamen britisch-sowjetischen Kontrolle stehende Europa, sondern auch der ganze übrige Kontinent den zerstörenden, kul- turoernichtenden Kräften des Bolschewismus zum Opfer fallen. Darauf antwortet Europa einstimmig und mit gesamter Kraft mit einem entschlossenen „31 e i n . Es stellt fich mit stählerner Entschlossenheit wie ein Mann bereit, um diese drohende Gefahr im siegreichen Ansturm ein für allemal zu bannen.

„Die Geheimklauseln des anglo-sowjetischen Vertrages haben einerseits die bolschewistische Gefahr noch einmal deutlich aufge­zeigt andererseits aber auch den Dienst ins rechte Licht ge­stellt' den die Helden, die heute im Kampf gegen die Sow,ets stehen Europa und seiner Kultur erweisen schreibt da, rumänische Blatt „Universul" Wenn in dem von London und Moskau am 11. Juni bekanntgegebenen Vertrag ein Verzicht auf jegliche territoriale Ziele enthalten gewesen sei, habe man sich doch fragen muffen, wo dieser Verzicht beginne, nachdem es in diesem Vertrag keinerlei Kennzeichnung der als zu Recht bestehenden Grenzlinien gegeben habe. Und hätten die Sowjets, so fragt das Blatt, wenn sie wirklich darauf verzichtet hätten, die von ihnen dauernd bedrohten und schon besetzt gewesenen Gebiete wieder unter ihre Herrschaft zu bringen, mit diesem Verzicht nicht eine ungeheuere Agitation getrieben? Daß das nicht der Fall gmoesen sei und man im Gegenteil vermieden habe, irgendwelche Erenz- punkte in dem Londoner Vertrag festzusetzen, daß es ein zweites Abkommen geben müsse, das geheimgehalten werde. Die „Stütz-

Hauptmann Heinz Kroseberg, am 23. 2. 1899 zu Berlin ge­boren, hat bei der Bergung in der Wüste notgelandeter oder über See abgeschossener Besatzungen ungewöhnliche Leistun- g e n vollbracht. Von seiner hohen Aufgabe der Bergung in Rot geratener Kameraden zutiefst. erfüllt, hat et, in stillem Helden­tum sich selbst aufopfernd, zahlreichen deutschen Soldaten Leben gerettet, Bis er von einem Bergungsslug weit über nicht zurückjehrte.

punkte" und „Einflußzonen der Sowjets bedeuteten praktisch Unter­jochung und den Umsturz jeder sozialen Ordnung und Kultur nicht nur für die unmittelbar betroffenen Gebiete, sondern für ganz Europa.

Auch die übrigen Punkte des Geheimabkommens seien deut­liche Beweise dafür, daß die Sowjets die Bolsehewisierung Europas verfolgen. Um so mehr müsse man erschüttert sein, daß Großbritannien ein solches Abkommen unter- ze i ch n e t e und damit Europa der Macht der Anarchie und der totalen Zerstörung aller Kulturwerte habe ausliefern wollen.