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Wesblldmer Taablatt

Drml «nt» Berlaa: L. SckeUenbeta'icke Buckdrockerei. Lanaaafie Rr. 21 tLaablatt-Sausi » K&«a.x LSöckentlick in 6 «usaaben Erscheinunaszeit werktäglich nachmittags

Etschelnungszett werktäglich nachmittags

Druck und Verlag: t. Lchellenberg'jche Buchdruckerei, Lauggas,e Rr. 21 (ragblatt-Haus)

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Nummer 145

90. Jahrgang

Mittwoch, 24. Juni 1942

20 FemdidiWfc mil 102000 BOT

Weitere Erfolgsserie deutscher U-Boote im Atlantik und an der Küste Amerikas

Kz. 3um viertenmal erklang in diesem Monat die England- Fanfare, die Erfolge unserer U-Boote ankündigte. Wieder find

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Riesige Mengen an Kriegsmaterial in Tobruk erbeutet

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FranEfurt a. M. 7405 des Trägerlohnes

Mittel- 102 000 wurden

Aus dem Führcrhauvtauartier, 24. Juni. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Unterseeboote haben im Kamps gegen die britische und amerikanische Versorgungsschisfahrt neue Erfolge erzielt.

Sie o e r s e n H e n aus geschützten Geleitrügen im Atlantik und in den von der amerikanischen Marine

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stark gesickerten Küstengewässern Nord- und amerikas 20 feindliche Handelsschiffe mit BRT. und einen Bewacher. Bier weitere Schiffe durh Torvedotreffer schwer beschädigt.

Mer USA.-Transporter versenkt

Das Unterhaus verlangt Aufklärung über Libyen (Eigener Drabtberickt unserer Berliner Schriftleitung)

Schamloser Verrat an Europa

»GöteborgsMorgenposten^ veröffentlicht Einzelheiten des britisch-sowjetischen Geheimvertrags

as. Die schwedische Zeitung ..Göteborgs Morgenvosten liefert einen neuen Beitrag zur Erkenntnis der EeBeimao- mackungen, die Churchill und Molotow in London getroffen haben. Als der am 26. Mai unterzeichnete englisch - sowjetische Vertrag bekanntgegeben wurde, stand für jeden politisch Geschulten fest, daß um eines solchen Ver­trages willen sich Molotow bestimmt nicht nach England be­geben batte. Der veröffentlichte Text bot ja nichts Neues und lieh lediglich eine Hintertür offen für.die Er­füllung all der imperialistischen Wunsche der Sowiets, die schon in den Berliner Unterredungen Molotows so deutlich zum Ausdruck kamen. Von der deutschen und ebenso von der Weltpresse ist denn auch sofort darauf bingewiesen worden, dah Eehcimabmachungen in London getroffen sein mußten. Schweizer Blätter Haden in der letzten Zeit, worüber wir berichteten, schon einen Teil dieser Eebeimabmachungen um-

es zwanzig Schiffe mit 102 000 BRT., womit fich die U-Boot- Versenkungsziffer im Juni auf 478 500 BRT. erhöht. Rechnen wir die Verluste, die die Feindschiffahrt im Mittelmeer erlitt und die einzelnen Versenkungen an der Küste Englands hinzu, so ist bereits wieder eine Ziffer von über600000 BRT. erreicht. Ein Beweis dafür, dah die ALwehimahnahmen, trotzdem Eng­land und Amerika alle Möglichkeiten auszuschöpfen versuchen, dem zähen Kampf unserer U-Boot-Besatzungen nicht gewachsen sind. Der neue Erfolg wird die Sorgen, mit denen die Besprechungen Roose­velts und Churchills ohnehin bis zum Rand gefüllt sind, noch er­höhen. Aus einem Washingtoner Bericht geht hervor, dah das Schiffsraumproblem bei den Erörterungen im Weihen Haufe als die vordringlichste Frage betrachtet wird. Hängt doch alles von der verfügbaren Tonnage ab „Man kann sich", so heißt es in dem erwähnten Bericht, „einen Begriff von den Schwierigkeiten machen, denen sich Roosevelt und Churchill gegenübersehen, wenn man bedenkt, dah T s ch u n g k i n g , desien Vertreter von den bei­den Gangstern empfangen wurde, daß Australien der Rahe und der Mittlere Osten, sowie die Sowjetunion, kurz, alle alliierten Fronten, von ihnen Truppen, Waffen und Kriegsmaterial verlangen. Sie haben aber nicht die Mittel (lies die Schiffe), um diesen Forderungen gerecht zu werden." Die neue Erfolgsmeldung wird den beiden Plutokratcn-Häuptlingen be­stätigen, dah alle Bemühungen, die Beratungen und die gesteigerte Produktion, ergebnislos bleiben müssen. Die Öffentlichkeit Eng­lands und der USA., die gerade nach dem Fiasko in Libyen Ent­scheidungen und Taten von Roosevelt und Churchill erwartet, muh sich auf eine bittere Enttäuschung gefaßt machen.

Em Jahr Seekrieg gegen Sowjei-Ruhiand

Von Konteradmiral a. D. Brüninghaus

Als vor Jahresfrist der Krieg mit der Sowjetunion ausbrach, wurde unsere Kriegsmarine vor die schwierige Aufgabe gestellt, die rein zahlenmäßig weit Überlegene bol­schewistische Marine in der Ostsee in Schach zu halten, vor allem auch zu verhindern, daß sich etwa unter ihrem Schutze irgendwelche gemeinschaftlichen Operationen von Armee und Marine entwickelten. Die Sowjets verfügten in der Ostsee mit den Stützpunkten Leningrad. Reval, Baltisch-Port. Riga und Libau Über zwei, in den Jahren 1931 bis 1933 modernisierte Schlachtschiffe von je 23 000 Tonnen, zwei schwere Kreuzer, einen leichten Kreuzer, 27 Zerstörer. 4 Torpedoboote, etwa 75 U-Boote und eine stattliche An­zahl von Minenfahrzeugen aller Art, sowie etwa 60 Schnell­boote. Für unsere Seestreitkräste galt es, die sowjetische« Seestreitkräfte in den Finnischen Meerbusen abzudränge« und dort abzusperren. Da die Meere bereits durch die Be­wachung der westeuropäischen Küste vom Nordkap bis zu den Pyrenäen und durch die Schlacht im Atlantik und im Mittelmeer sehr stark beansprucht war, standen an Zahl nur verhältnismäßig geringe Streitkräfte für die neue Aus­gabe zur Verfügung. Zudem sollte der Krieg im Atlantik nicht unterbrochen werden und ist auch tatsächlich nickt unter­brochen worden.

Obgleich die Russen von jeher eine Vorliebe für den Minenkrieg gehabt haben, die die Bolschewisten von der zaristischen Marine Übernommen haben, glückte es unseren dafür eingesetzten leichten Streitkräften, ihre Minen­sperren einen Tag früher zu legen als die Sowjets, denen das Wegräumen der deutschen Minen nicht gelungen ist. Schon am ersten Tage nach Kriegsbeginn meldete der OKW.-Bericht erhebliche Erfolge unserer leichten Streit­kräfte. vor allem der Schnellboote, denen eine Anzahl von gegnerischen Einheiten, darunter Zerstörer. Minenschiffe und Handelsdampfer. zum Opfer gefallen war. Im Laufe des Jahres wurde die Einbuße an Kriegsschiffen. darunter ein schwerer Kreuzer, mehrere Zerstörer und Unter­seeboote, sowie 2 Eisbrecher immer größer, daß. als die Eis- veriode einsetzte, die Ostseeflotte der Sowjets stark dezimiert war. Die beiden Schlachtschiffe „Marat" und „Oktober- Revolution" wurden zur Verteidigung von'Leningrad mit herangezogen und sollen durch schwere Treffer der Heeres- Artillerie arg mitgenommen worden sein. Ob die Nachricht, sie lägen gefechtsunfähig auf Strand, auf Wahrheit be- ru6t. läßt sich nicht nachprüsen. Jedenfalls sind sie im Kampf gegen unsere Seestreitkräfte nicht in die Entscheidung getreten. Vielleicht ist es den Sowjets gelungen, einige ihrer U-Boote und Zerstörer durch den Stalin-Kanal, ehe er vereiste, nach Murmansk, dem einzigen, das ganze Jahr hin­durch eisfreien Hafen zu bringen.

Ganz abgesehen von ihrer zunächst vordringlichsten und restlos gelosten Aufgabe, die Sowietflotte im Finnischen Meerbusen abzuwerren, mußte, da die Eisenbahntransport- mittel bei der schnellen Vorwärtsbewegung der Armee nicht ausreichten, zur Entlastung des Schienenweges ein

.rissen. Die. Veröffentlichung der schwedischen Zeitung prä­sentiert und ergänzt diese bisherigen Mitteilungen und er­bringt damit erneut den Beweis dafür, daß England tatsächlich ganz Europa an den Bolschewis­mus verraten hat. Das hatte Cripps schon vorsich­tig angedeutet, als et nach seiner Rückkehr aus Moskau der amerikanischen Zeitschrift „Life" erklärte, daß die Sowjets eine „Sicherheitszone" erhalten würden, die durch die Bildung autonomer Sowjetrepubliken geschaffen werden soll. Ende Januar erklärte Cripps, daß die Bolschewisten das „moralische Recht haben, Deutschland insgesamt zu er­obern, um an dem deutschen Volk das verdiente Strafgericht zu vollziehen."

Die jetzt bekannt gewordenen Eebeimklauseln bestätigen solche und ähnliche Eingeständnisse. Sie zeigen zugleich, daß im Falle eines vlutokratisch-bolschewistischen Sieges die Sowjets zum Herrn ganz Europas gemacht werden würden. Nicht nut wurde ihnen die von Moskau schon immer er­strebte „strategische Grenze" von Finnland bis Rumänien zugestanhen, sondern die Engländer erklären sich auch damit einverstanden, daß dort, wo eine solche Hin­ausschiebung der sowjetischen Grenze nicht möglich ist, bolsche-

(Fottsetzung auf Seite 2)

Berlin, 24. Juni. (Funkmelbung.) Vier amerikanische Handelsschiffe fielen neuerdings in amerikanischen Kllsten- aewässern in den benachbarten Seegebieten der Antillen und des Golfs von Mexiko Torpedoangriffen von Achsen-Unterseebooten zum Opfer. Bei allen vier Schiffen handelt es fich um Trans- portdampfet mittlerer Etöße. Einer dieser Fracht­dampfer sank, nachdem er zwei Torpedotreffer erhallen hatte, innerhalb von drei Minuten. Von der Besatzung dieses Schiffes ertranken 88 Menschen. Von den übrigen Schiffen wurden Über­lebende in Küstenhäfen an Land gesetzt.

Stockholm, 23. Juni. Die schwedische Zeitung -Göte­borgs Morgenpost" veröffentlicht Dienstagfrüh in sensatio­neller Aufmachung die ungewöhnlichen Einzelheiten des Geheimvertrages, den Churchill und Molotow in London geschloffen haben.

In dem Vertrag, der das teuflische Pro« kämm bolschewistischer Machtgier und Dummheit ist. wird ganz Europa den Bolschewisten ausgeliefert. Er ent­hält folgende Abmachungen: , , ... s

1. Die Ansprüche der Sowjetunion auf Sicherheit uno strategische Grenzen gegenüber Finnland, dem Bal- tikum, Polen und Rumänien werden grundsätzlich anerkannt. Bezüglich Irans ist ein besonderes Ab­kommen getroffen worden. _ . , ,

2. Die meisten Gebiete, die an die Sowjetunion gren­zen oder in der Rübe der Sowjetunion liegen., B?ntnttr Finnland, gewisse Teile von Nordskandinavien, die Tschecho­slowakei, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien, werden als sowjetische Interessensphären anerkannt.

3. Als Schutz gegen zukünftige Angriffe der Achsenmächte wird der Sowjetunion das Neckt zuerkannt, Stutzpunkte zu erwerben und Garnisonen durck „Pachtverträge" zu er­richten. Der Sowjetunion wird weiterhin freie Durch­fahrt von der O st s e e zurNordsee nnd vom Schwar­zen Meer zum Mittelmeer garantiert.

4. In einem Zusatz zu Artikel 3b in dem veröffentlichten Pakt, der die Alliierten nach Beendigung des Krieges be­rechtigt, besondere Sicherheitsmaßnahmen gegen einen neuen Angriff zu ergreifen, wird der Sowjetunion das Reckt zuer- kannt, im Einverständnis mit Großbritannien eine militärifcke und politische Kontrolle über Finnland, Deutschland. Ungarn, Rumänien und Bulgarien auszuüben. , ...

5. Beide vertragschließenden Teile verpflichten sich, .für die endgültige Beseitigung des Nationalfozia- l i ft i k ch e n und des s a s ch i ft i k ch e n R e g i m e s und ähn­licher Regierungskyfteme in ganz Europa Sorge zu tragen.

Außer dem oben genannten Znsatzvrotokoll wurde iv London ferner ein Geheimabkommen über die militätischen Maßnahmen getroffen, die zur Errichtung einer „z w e t Le n Front" notwendig sind. Einzelheiten des Protokolls, das infolge feines rein militärischen Charakters absolut geheim ist, sind außerhalb des engsten Kreises nickt bekannt.

In einem Kommentar der Leitartikelspalte ickrerbt „Göteborgs Morgenpost" unter der Überschritt „Die geheime Zusatzklaukel" folgendes: „Die geheime Zusatzklausel zu dem englisch - kowjetikcken Pakt wird mit größter Gewißheit ein gewaltiges Aufsehen erwecken. Wir dürfen ledoch darauf Hinweisen, daß die diplomatische Quelle, von der wir diese Nachricht erhalten Baien — sie ist selbstverständlich, wie es auch in dem Stockholmer Telegramm fte.bt, weder deutsch, noch finnisch! — sich bei wiederholten früheren Gelegenheiten. Bei denen wir in der Lage waren, die Angaden zu kontrollieren, als juoerlaihg erwiesen Bot. Wir Baben deshalb nicht gezögert, das Telegramm zu ver­öffentlichen, auch wenn wir uns voll bewunt sind, daß es auch außerhalb ter Grenzen unseres Landes diskutiert wird."

und Sturzkampfflugzeugen mit vernichtender Wirkung angegriffen jur libysch-ägyptischen Grenze zurückgezogen, wo die vordersten Teile der nachstoßenden deutichen und italienischen Divifionen be­reits mit ihnen ,n Fühlung stehen.

Rach dem Fall der Festung Tobruk richteten fich in den letzten Tagen d,e Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampf­flugzeuge gegen die zurückflutenden britischen Kolonnen. Ostwärts von Bit e l Gobi wurden am 21. Juni durch deutsche Zer- störcrflugzeuge in Tiefangriffen zahlreiche britische Fahrzeuge vernichtet und auch die Flugplätze des Feindes im westägyptischen Grenzgebiet wurden allnächtlich von deutschen Kampfflugzeugen mit Bomben belegt. Treffer in abgestellten Flugzeugen und zwischen Feldlagern verursachten große Brände. Im Saufe des 23. 6. wurde der britische Nachschubverkehr aus dem Wege zur westägyptischen Grenze mit vernichtender Wirkung angegriffen und mehrere Kolonnen auf der Küstenstraße Sidi Barani—Sollum in Tiefangriffen vernichtet, oder zer­sprengt. Auch westlich Sollum wurden britische Kolonnen mit Bomben schwersten Kalibers bekämpft, wobei zahlreiche Fahrzeuge, die mit Munition und Treibstoff beladen waren, in Flammen ausgingen.

as. Berlin, 24. Juni. Die mehr als dürftigen Erklärungen, Attlee gestern zum Fall von Tobruk im Unterhaus abgab, haben die englische Öffentlichkeit keineswegs beruhigt. Man ver­langt weitere Mitteilungen der Regierung und läßt gar keinen Zweifel daran, daß C h u r ch i ll nach seiner Rückkehr aus den USA. an einer Debatte über die Niederlagen in Nordafrika nicht vorbeikommen wird. Major Hastings stellt dazu in einem Rundfunkvortrag fest, daß die Unterschiede zwischen den Illusionen und den Tatsachen in diesem Falle doch zu groß seien, als daß man sich mit wenigen Worten könne abspeifen lasten. Hastings kam dann darauf zu sprechen, daß das größte Übel die Verteidigung der britischen Streitkräfte auf so vielen F r o n- t e n sei. Infolgedessen sei es England noch niemals möglich gewesen, im entscheidenden Augenblick die entscheidenden Streit­kräfte zu haben. Das sind recht bemerkenswerte Eingeständnisse in einem Augenblick, in dem man immer wieder von der Schaffung der z w e i te n Front phantasiert.

Öffenbar zur Beruhigung der öffentlichen Meinung in den angloamerikanischen Ländern werden jetzt allerlei Nachrichten

verbreitet, nach denen angeblich große Materiallieferungen aus ben USA. nach Nordafrika unterwegs, oder gar dort schon ein- getrosfen sind. Damit möchte man wohl auch solche Feststellungen, wie die des amerikanischen Nachrichtenbüros Astociated Preß, daß der große britische Materialverlust in den nordafrikanischen Kämpfen eine sehr ernste Sache sei, zumal Rommel sehr schnell Verstärkungen erhalten könne, unterdrücken.

Diese,r i e fi g e n Materialmengen, die die Briten in verloren, ersetzen zu wollen, ist für die sogenannten Alliierten ganz unmöglich. Dazu benötigt man sehr viel Zeit — haben doch die Engländer, selbst immer wieder daraus hinge- wiesen, daß der Nachschub einen ungeheuer weiten Weg zurücklegen muß — zum andern aber benötigt man dazu auch sehr viel Schiffsraum. Die Ausrüstung für eine Armee, die die Achsen­mächte in Tobruk erbeuteten, ist ja auch nicht innerhalb weniger Tage nach dort geschafft worden. Man würde also zunächst einmal wieder Schiffe und nochmals Schiffe benötigen, deren Zahl durch unsere ll-Boote täglich reduziert wird.

Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- und Feiertags • Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreise: Ein SDHUimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Texteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend • Nachläße nach Preisliste Nr. 10 ■ Schlich der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

Die zuriickslutenden britischen Kolonnen von deutschen Kampf-

Berlin, 24. Juni. (Funkmeldung.) Zu dem Fall der Festung Tobruk teilt bas Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mit: Das stürmische Vordringen der Schulter an Schulter kämpfenden deutschen und italienischen Angriffstruppen hinderte den Feind daran, die in Tobruk aufgestapelten riesigen Mengen an Kriegsmaterial noch rechtzeitig fortzuiühren oder zu ver­nichten. Der Verlust dieser Versorgungsgüter an der nord- afrikanischen Front trifft die Briten um so empfindlicher, als zu ihrem Ersatz die britischen Schisse nun in wochenlangen Fahrten um das Kap der guten Hoffnung herum fahren müßten und so auf längere Zeit für die feindliche Versorgungsschisfahrt ausfallen.

Bei der Fortsetzung der Ausräumungsaroerten der eroberten Festung ergab sich ein solcher Umfang der Beute, daß die Feststellungen im einzelnen noch nicht abgeschlosten werden konnten. Bisher wurden außer Vorräten aller Art mehrere hundert Geschütze und zwanzig Panzerabwehr­kanonen gezahlt. Etwa hundert Panzer und meh­rere hundert Kraftfahrzeuge wurden im Laufe der Kämpfe vernichtet, so daß die Verluste des Feindes an Menschen und Material als außerordentlich groß bezeichnet werden müflen.

Wie aus weiteren Meldungen heroorgeht, haben sich die ost­wärts geflohenen Reste der geschlagenen britischen Verbände bis