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Lrnä »nd Verlag: L. Tchellenberg'jche Buchdruckerei, Langgafse Sir. 21 (Tagdtatt-Haus,
90. Jahrgang
Samstag/Sonntag, 20./21. Juni 1942
Nummer 142
nicht nur
Jahrestag des Aufbruchs
Von Fritz 8 L n t b r r
Auherordentliche Leistungen unsrer Truppen vor Sewastopol Das Safengelände unter direktem Beschütz
Washingtoner Theaterdonner
Geheimnisvolle Andeutungen über „Blitzentscheidungen" sollen die Depression beheben
Obersten Sowjets forderte, mehr fiterer uns e n de r Verbündeten verlangt, wobei er erngeitehen^mugte. daß der Seeweg nach Murmansk und Arcyangelsk dauernd durch deutsche Kriegsschiffe und Flugzeuge g e - f ä b r d e t sei. denen wiederholt für die Sowietunton bestimmte Transporter zum Opfer fielen. Die schlechte Lage der Sowjets veranlaßt Molotow, die Engländer und Amert- kaner um verstärkte Hilfe zu bitten und sie an rhr Versprechen zu erinnern, eine zweite Front zu schaffen., Die Sowjets finden, datz man keine Zeit versäumen darr, betrachte man doch in Moskau die Lage mit Sorge. Die Tatsache beispielsweise, datz ein Teil der Festung Sewastopol gefallen ist und der Kriegshafen dem direkten Beschütz ausgesetzt ist. bezeichnet man in Moskau, wie es in einer Meldung bes amerikanischen Büros ..United Preß" heißt, als melancholischer Auftakt des sowjetischen Feldzuges .
Die Lage ist für die Alliierten also überall sehr schlecht, und darüber soll nun das Washingtoner Theater hmweg- läuschen.
Die Schiffsraumfrage ist das Grundproblem
Freilich stellt sich auch da Dieder der Schisfsraum- mangel hemmend in den Weg. Schiffe und nochmals Schiffe und immer mehr Schiffe ist denn auch die Forderung. die die englischen und amerikanischen Blatter immer wieder erheben, ohne sagen zu können, wie diese Forderung erfüllt werden soll. Vielmehr müssen amerikanische Blatter eingesteben, datz der Stahl m a. n g e l die Erreichung der Rooseveltschen Schiffsbauzablen höchst unwahrscheinlich macke. Dabei kann man nickt verkennen, datz die Losung aller «rotzen Probleme der alliierten Kriegführung davon abhängig ist. datz genügend Sckiffsraum zur Verfügung steht.
Molotow verlangt mehr Lieferungen
In diesem Augenblick tritt nun auch noch der sowjetische ' Bundesgenosse mit neuen Forderungen auf den Plan Molotow hat in einer Rede, mit der er die Ratifikation des englisch-sowjetischen Angstvertrages tnt Präsidium des
Kreuzer der „Glasgow"-Klasse versenkt
Berlin, 19. Juni. Der britische Kreuzer, den das Unterseeboot des Kavitänleutnants Reichte im östlichen Mittelmeer versenkte, war. wie das OKW nach Meldung des Bootes mitteilt, ein Kreuzerder.S las g o w -Kl alte
Die Sckiffe dieser modernen Kreuzer-Klasse, die 1936 und 1937 von Stavel liefen, haben eine Wasserverdrängung von 9100 t. Die Bewaffnung besteht aus zwölf, Geschützen zu 15,2 cm, acht zu 10,2 cm (Flak), weiteren leichten ellakge- schlltzen und sechs Torpedorohren. Drei Katapult-Flugzeuge befinden Rch an Bord.
Aussicht aur ein e W en - uunu vciicyc, »um «vi «V,« lungen 3Be0 nm das Kem der guten Hoffnung herum benötige der englische Nachickub mindestens 12 Wochen, während die Deutschen für das Heransühren ihrer Verstärkungen und ihres Kriegsmaterials nur etwa e i n e W o ch e gebrauchten. Der Londoner Korrespondent der spanischen Zeitung „Ba" ergänzt diese englischen Kommentare noch dahin, datz man in London nach der Zerschlagung der beiden Eeleitzuge tm Mittelmeer endgültig die Ideale aufgegeben habe, noch weiterhin kostspielige Durchbrüche durch die Stratze von Sizilien zu veriuchen. Gerade diese für die Engländer so. katastrophale Entwicklung in Nordafrika dürfte ist den Besprechungen mit Roosevelt eine besondere Rolle spielen. Churchill mutz versuchen, amerikanisch eSilfesürNordafrika zu erhalten.
Berlin, 19. Juni. Wie das OKW. mitteilt, führte am Donnerstag der Angriff der deutschen und rumänischen Truppen gegen die Befestigungsanlagen von Sewastopol nach Niederungen erbitterten feindlichen Widerstandes zu großen Erfolgen.
Während i m N o r d t e i l des Festungsjystcms eine Kampfgruppe das Südufer des Belbek-Flusses säuberte, durchstiegen andere Truppen die Ortschaft Bartenjewka und nahmen mehrere weitere Befestigungswerke sowie stark ausgebaute Hohen, sernd- liche Kräfte wurden in einem grotzen Kampswerk cingeschlofsen, wo noch in den letzten übrig gebliebenen Panzerkuppeln ein ebenso verzweifelter wie nutzloser Widerstand geleistet wird.
Qu gleicher Zeit erreichten andere Angriffs-Truppen tm unaufhaltsamen Vorwärtsstürmen, wobei das Abwehrfeuer der letzten Befestigungswerke durch deutsches Artillertefeuer und Fliegerbomben niedergehalten wurde, bas N o r b u f e r d e r Slewernaja-Bucht in breiter Front. Diese Bucht bildet den natürlichen Hasen Sewastopols. Der deutsche Borstotz bat damit Stellungen erreicht, von wo aus das H a s e n g el a n d e von Sewastopol und die Stadt selbst indtiektem Beschütz 6 e- 6 C ÄrgebM^versuchte bel gcini) durch Gegenstöße die oor- dringenden deutschen Truppen aufzuhalten. Infanterie, von Sturmgeschützen unterstützt, schlug den Gegenangriff ab und warf im sofortigen Nachstotzen den Fetnd zuruck. Danach fiel nach 12stündiaein hartem Kampf, bei dem der Feind sehr hohe Verluste hatte der gesamte Nordteil der Festung bis auf ein Kusten- fort im Südwestabschnitt in deutsche Hand unh
Auch am südlichen Anarisssflugel sind die deutschen und rumänischen Truppen trotz zähen feindlichen Widerstandes und stark verminten Geländes nach Nrederkampfung der feindlichen Artillerie weiter im Vordringen. 3m Morgengrauen des Freitag nahmen deutsche Truppen in kühnem Zugriss eine beherrschende
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as. Berlin, 20. Juni. (Eig. Drahtberickt unserer Berliner Cckriftleitung.) Die englischen Kommentare zur Reise Cburckills nach Washington sind die beste Bestätigung dafür, datz es sich um einen Bittgang und ein Ablenkungsmanöver Churchills handelt. Die der Regierung nahestehenden Organe bemühen sich auf das eifrigste, die Aufmerksamkeit von all den unerfreulichen Nachrichten abzulenken, Washington in den Mittelpunkt au bringen und auf Grund der Besprechungen Churchills mit Roosevelt dem englischen Publikum neue Siegeszuversicht zu suggerieren. Man bezeichnet die Meldung vom Eintreffen Churchills in Washington als „großartige Nachricht" und erklärt, daß nun die Zeit gekommen sei „Hitler vernichtend zu schlagen. Darüber hinaus möchte man glauben macken, datz wir. ob der Nachrichten über die Bettelreise Churchills tödlich erschrocken seien. So meldet Reuter aus Washington datz Churchills Besuch „für Berlin und Rom wahrscheinlich ein wenig tröstendes Ereignis" sei. Des weiteren klammert man fick an die halbamtlichen Mitteilungen, datz es sich in Wrshington um ..Blitzentscheidungen" handele. Man steht, wie sehr London nach neuen „Hoffnungen" suckt. um die Stimmung zu beleben. ,
In Washington beteiligt man sich natürlich an diesen Agitationsmanövern und versucht, die Besprechungen dadurch interessanter zu machen,.datz man fr u ch t b a r geheimnisvoll tut. So erklärt man. diese Besprechungen fänden in „Cbangrila" statt, einem Ort. der nur in Wr Phantasie, nickt in der Wirklichkeit existiert,, ein Ortsname, den Roosevelt verwendet, wenn er nicht wünscht, datz der tatsächliche Ort bekannt wird. Roosevelts Sekretär Early wird natürlich von den amerikanischen Presseleutcn mit Fragen bestürmt, aber auch er bleibt verschloßen und begründet sein Schweigen mit den Worten: „Ich habe ein Schlachtschiff in der Person des Präsidenten und etn anderes in der Person Churchills zu schützen. Ihre Bewegungen sind in diesen Zeiten genau io geheim, wie die Bewegungen von Schlachtschiffen."
Die britische Niederlage in Libyen nicht mehr zu leugnen
hatte, wie es in der deütschen Note heitzt, ihre gegen land und Europa gerichteten Zersetzungsversucke r. fortgesetzt, sondern seit Kriegsausbruch noch verstärkt: „ne hat in sich immer steigerndem Matze ihre Außenpolitik gegen Deutschland feindlich eingestellt und ist mit ihren gesamten Streitkräften an der deutschen Grenze sprungbereit aufmarschiert."
Diesem Verrat gegenüber, der an Sand des vorliegenden umfangreichen Materials erkannt und im einzelnen nachgewiesen werden konnte, gab es nur eine Antwort: Dem Gegner zuvorzukommen und damit seine gefährlichen Absichten tm Keime zu ersticken. Deutschland handelte in Notwehr, wenn es zum Schwerte griff, weil Höck st e Gefahr bestand und ein immer unerträglicher werdender Zustand beseitigt werden mußte. Es hatte nicht nur die Heimat zu schützen, sondern die ibm vom Schicksal vorgezeichnete Aufgabe, die gesamte Kulturwelt vor den tödlichen Gefahren zu bewahren, die ihr vom Bolschewismus drohten und den Weg freizumachen für eine Befriedung und einen wahren sozialen Aufstieg Europas. Die Sowjetunion ist kein Staat der überlieferten Ordnung, die anderen Völkern und Nationen al» Grundlage bes politischen Lebens, der kulturellen und wirt- .lchaftlichen Entwicklung dient. Das Ziel . des von jüdfick- marxistischen Hirnen geprägten Bolschewismus, der die ganze Menschheit unter die Geißel seines Blutterrors zwingen will, ist bie Weltrevolution. Sie wurde von Moskau mit allen Mitteln vorbereitet und vom . internationalen Judentum bewußt gefördert. Wobei das nationalsozialistische Deutschland, das ttärfTte Bollwerk gegen die Verbreitung bolschewistischer Ideen, als nächstes Aufmarschgebiet isorge-
sehen war.
Stalin und seine jüdischen Ratgeber haben diesen Kampf nicht nur militärisch, sondern auck politisch bis ins einzelne vorbereitet. Rock während sie den ehrlichen Vertragspartner heuchelten, nahmen Re gleichzeitig Verhandlungen mit den Feinden Deutschlands auf. um stck ihnen zu einem Zeitpunkt, der der Erreichung ihres Zieles besonders günstig schien, als Bundesgenosse, zur Verfügung zu stellen. Die auf allen Kriegsschauplätzen vernichtend geschlagenen Briten waren nach dem Feldzug in Polen, der Besetzung Norwegens, dem Zusammenbruch Frankreichs und den entscheidenden Schlachten auf dem Balkan vom Kontinent restlos vertrieben. .Auf der verzweifelten Suche nach einem neuen FElandsdegen, der ihren Kampf um eine bereits verlorene Sacke weiterführen sollte, blieb ibnen^ar keine andere Wahl als Moskau. Plutokraten und Volickewisten, die beiden Weltfeinde der Mensckbeit. fanden sich zum gemeinsamen Handeln zusammen, mit den gleicken Absickfen, wenn auch mit verschiedenen Zielen.
3m deutschen Volke war man sich von Anfang an klar darüber und auck der Führer bat keinen Zweifel daran auf« kommen lassen, baß es bei dem am 22. Juni vorigen Jahres Begonnenen Ostfelbzuge umSein ober Nichtsein «eben würde, daß der Ausgang dieses Kampfes über das Schicksal des Reiches und darüber hinaus über das.Sckick- fal von ganz Europa entscheidet. Auch darüber, daß die Härte und Dauer des Kampfes am Beispiel der bisherigen Felbzüge dieses Krieges und ihren fast blitzartig folgenden Entscheidungen nickt gemessen werden konnte, gab men sich bei uns keinerlei Illusionen hin. Die Stärke des Gegners. der seine militäriscke Aufrüstung seit Jahrzehnten unter Nichtachtung aller anderen Bedürfnisse der Bevölkerung auf ein unerhörtes Matz gesteigert hatte, .die unermeßliche Weite des Raumes, die Menlckenmasien. die dem rieRgen Lande zur Verfügung standen und die fast 2060 Kilometer lange Front mußten unerhörte Anforderungen an die Kampfkraft des deutschen Soldaten und die Ovferbere.it- sckaft des deutschen Volkes stellen. Wenn es den deutschen Tnwven gelang, bereits im ersten Ansturm den Gegner zu überrennen, ferne Aufmarfchvläne zu zerschlagen und ea* siegreichen Schlachten auch die für unüberwindlick gehaltene Stalin-Linie zu nehmen, so ist das ein Beweis sowohl rät die geniale Planung, mit der unsere Kriegführung b*e Operationen vorbereitete und durchführte, als auch für d>e Zähigkeit und Tapferkeit, mit der die Soldaten aller Wel"- macktteile den brutalen Gegner niebertämoften unb immer roieber ben Sieg an ihre Fahnen hefteten.
In den M i l l i o n e n z i f s e r n der sowictischen Kriegsgefangenen unb bem ungeheuren Kriegsmaterial, das bei ben Umfastungs- unb Kesselschlachten erbeutet wurde, sanden diese Erfolge ihren zahlenmäßigen Ausdruck. Über 4,3 Millionen Gefangene sind in dem einen Jahre des Ostfeldzuges eingebrackt worden, über 25 000 Panzer, über 38 000 Geschütze unb runb 20 000 Flugzeuge wurden in biefem Zeitraum vernichtet ober erbeutet. Namen wie Bialvstok- Minsk. Smolensk. Eomel. Uman Miasma-Brjansk. Kien». Kertsch unb Charkow sind uns Begriffe geworben für eie Heldentum, das stck bedingungslos für den Sieg einleüte. Als einzigartige Waffentaten bes beuttoen Heeres unb her beutschen Führung werben diese Namen in der Weltgelchickte rür alle Zeiten Ruhm verkünden. Bis vor die Tore Pet-rs- burss und Moskaus, bis auf bie Krim unb an die Ufer des Asowschen Meeres führte der Siegesmarsck unserer Verbände. der in die erdrückende Übermacht der Sowjets an Menschen und Material empfindliche Bresche Icklug. ehe der Winter, der diesmal besonders frühzeitig und mit einer Strenge hereinbrach, die seit Menschengedanken nickt be,b- achtet wurde, dem weiteren Vorrücken ein Ziel setzte, ohne die Kampftätigkeit zu unterbrechen. In der Härte diese, Winters, der bem Gegner die einzigste Chance bot. dem ungestümen Vorwärtsdrang der deutschen Truppen und ihrer Verbündeten zu hemmen und im Gegenangriff Erfolge zu suchen, bat stck die Widerstandskraft und her Äamofesmut des deutschen Soldaten auf das Überzeugendste bewährt. Die unerhörten Leistungen, bie im Baute dieser von klingendem Frost und strenger Kälte erfüllten Monaten vollbracht wurden, werben für immer ohne Beispiel bleiben. Daß die
Höhe in Besitz und drangen weiter in das feindliche Derteidi- gungssystem ein.
Der erfolgreiche Vorstoß bis zur Ssewernaja-Bucht stellt eine außerordentliche Leistung der angreisenden deutschen Infanterie, Pioniere und Sturmgeschütz-Batterien dar. Mehr noch als die gemeldeten Gefangenen- und Beutezahlen sind es die Angaben des Freitag-Berichtes des Oberkommandos der Wehrmacht, daß 1288 Erd-Betonbunker genommen und über 46 000 Minen ausgebaut wurden, aus denen die Schwere der Kämpfe in diesem Festungsgebiet und die große Leistung der deutschen Truppen erkennbar ist. .
Die Luftwaffe unterstützte die Truppen des Heeres beim Kampf um Sewastopol durch rollende Einsätze von Kampfund Sturzkampfflugzeugen. Bomben schweren und schwersten Kalibers hielten das Feuer slankierender Festungswerke und Batterien nieder, so daß der Angriff der Infanterie und Pioniere züm Erfolg geführt werden konnte. Zahlreiche Volltreffer zerstörten Panzerwerke, in Felsen eingebaute Geschütze und Munitionsdepots. . „ ,, , ,
Besonders der südliche Teil der Ssewernaia-Bucht war heftigen Angriffen deutscher Sturzkampfflugzeuge ausgesetzt, wo die Hafenanlagen von Sewastopol schwere Beschädigungen erlitten. Die Bolschewisten hatten dort einen Leuchtturm zu einem Beobachtungsstand ausgebaut, von wo ans das Feuer der feindlichen Batterien gelenkt wurde. Sturzkampfflugzeuge vernichteten den Leuchtturm durch mehrere Volltreffer, so daß die bolschewistischen Küstenbatterien, ihrer Beobachtung beraubt, ihr Feuer ein- stellten. Im Stadtgebiet von Sewastopol wurden Bahnhofsanlagen und Kasernen von zahlreichen Spreng- und Brandbomben getroffen. Deutsche Jäger beherrschten den Lustraum über dem Kampfgebiet unb schossen in Lustkämpsen sechs feindliche Flugzeuge ab.
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Die Schwerter zum Eichenlaub
für Oberleutnant Marseille
Berlin, 19. Juni. Der Führer hat dem Oberleutnant Marseille, Staffelkapitän in einem Luftgeschwader, die Schwerter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuze» verliehen, und ihm folgendes Schreiben übermittelt: ''
„3m Ansehen 3hres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 101. Luftsteges als 12. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritter- kreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler."
Oberleutnant Sans Joachim Marseille hat sich in kurzer Zeit an die Spitze der erfolgreichsten Jagdflieger der deutschen Luftwaffe gesetzt. Der in Berlin gebotene 22 sährige Offizier errang seine beispielhaften Erfolge ausschließlich im Kampf mit britischen Gegnern. Nach seinem Einsatz als Jagdflieger gegen England, bei dem er über dem Kanal in ben ersten acht Wochen sieben Spiifires abschoß, begann sein Aufstieg an bet nord- afrikanischen "Front. '
Oberleutnant Marseille, der im September v. 2. während eines Angriffs auf Tobruk innerhalb drei Minuten vier E u r t i ß zum Absturz brachte, wird bald der gefürchtetste deutsche Jagdflieger in Nordafrika. An der Spitze seiner Staffel fliegend, begann Oberleutnant Marseille im Mai d. I. die Serie seiner großen Erfolge. Am 7. Juni wurde ihm als 97. Soldaten der deutschen Wehrmacht nach seinem 75. Luftsteg das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vom Führer verliehen. Don nun an verging kaum ein Tag, an dem Oberleutnant Marseille nicht mehrere feindliche Flugzeuge vernichtete.
Am 10. Juni schoß er beim Kampf um Bir Hacheim vier Eurtiß-Jäger aus einem starken britischen Jagdverband heraus. Als er am 13. Juni nach heftigen Luftkämpfen zu seinem Feldflugplatz zurückkehrte, hatte er weitere vier britische Jäger bezwungen und seinen 84. bis 87. Luftsteg errungen. Zwei Tage später schoß er nach kühnen unb unentwegten Angriffen seinen 88. bis 91. Gegner über ber Marmarica ab.
Innerhalb bet nächsten 48 Stunben folgten die beiden größten Tage seiner bisherigen fliegerischen Laufbahn, am Abend des 17 Juni waren weitere zehn britische Jagdflugzeuge eine Beute des Eichenlaubträgers Marseille geworden. Der 101. Luftsteg war errungen und in 14 Tagen vom 3. bis 17. Juni 21 britische Jäger besiegt.
An einem Höhepunkte des entscheidenden Kampfer um Sein oder Nichtsein, in dem sich die Völker Europas heute befinden, jährt stck der Tag. an dem das deuticke Ostheer zum Gegenschlag gegen den Bolschswismus ausholte, um mit wuchtigem Ansturm die sowjetischen Ausgangsstellungen für den geplanten Überfall auf das Reich zu überrennen und damit die Gefahr, die seit dem Beginn des von den Kriegshetzern in Lonbon entfesselten Weltbrandes über Europa lastete, zu Bannen. Am 2 2. Juni 1941 legte der Führer, wie er in einer Proklamation von diesem Tage sagte,, das Schicksal und die Zukunft unseres Volkes roieber tn die Sande unserer Soldaten, nachdem die von Moskau unter der Maske des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes getroffenen Angriffsvorbereifungen gegen Deutsckla.no. Sud- ost- und Nordeuropa den Charakter einer immer starker werdenden Bedrohung angenommen hatten. Die Soroietregterung hatte, wie es in der deütscken Note heißt, ihre gegen Deut Ick-
Alles das sind Mätzchen, die von der tatsacklicken 'Lage ablenten sollen. Man kann ja auf der anderen Seite dock nicht verschweigen, daß die Engländer tn Libyen eine schwere Niederlage erlitten. „In Libyen sind wir geschlagen . muß selbst ein/englisches Blatt seinen Lesern erklären. Reuter trifft in einer Schilderung aus Kairo die «teststellung. daß General R i t ck i e mit Ausnahme der Stellungen an der ägyptischen Grenze bisher alles wieder verlor, was man tn der Rovember-Öfsenstve gewonnen hatte. lyazu verweist man darauf, daß auch f e i n e 2t u s 1 düng bestehe, denn bet dem .lange
