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Denn wenn

an den Gedanken

Der deutsche Sieg bei Charkow war vollständig

Seit drei Tagen herricht Ruh« auf dem Rampffelb

Berlin, 1. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mit­teilt, ist der Sieg der deutschen und verbündeten Truppen in der Frühjahrsschlacht bei Charkow und am Donez so vollständig, datz nun bereits seit drei Tagen Kampfruhe auf dem Schlachtfeld herrscht. Eine Feststellung, die bei der be. kannten Sturheit der bolschewistischen Führung, die schon Millionen in sinnlosen Angriffen geopfert hat, besonders schwer wiegt.

Aus zahlreichen Eefangenenverhören und Berichten ergibt sich ein klares Bild über die Zusammensetzung der zerschlagenen feind­lichen 6,. 9. und 57. Armee. Es wurden vernichtet:

20 Schützendivisionen, und zwar: die 14. Garde-, 41., 47., 99., 103., 150., 216., 248., 253., 266., 270., 317., 337., 341., 349. 351., 393., 411., die Masse der 106., und der 333. Schützen­division sowie Teile der 335.. Schützendivision und der 23. motori­sierten Brigade.

Ferner fanden ihren Untergang 7 Kavallieriedivi- sionen mit den Nummer: 26., 28., 38., 49., 62., 70., sowie Teile der 34. und 60. Kavalleriedivision.

An Panzerbrigaden wurden vernichtet die 5. Garde-, die 6., 7., 15., 36, 37, 38, 48, 64, 67, 131, 197, 198, 199, sowie Teile der 121. Panzerbrigade.

USA-Marine hat auf der ganzen Linie vollständig versagt

Kritische amerikanische Stimmen zu der absolut unzureichenden Unterseeboot-Abwehr

amerikanische wie auf das englische Vermögen zum Durch­halten sein. Deshalb wird ja auch in der Roosevelt-Propa­ganda immer wieder nicht mit den offenbar noch sehr be­scheidenen Rüstungsziffern der Gegenwart operiert, son­dern mit den aus der Luft gegriffenen einer weiteren Zu­kunft. Und insbesondere auf dem Spezialgebiet des Schiffs­baus hat diese Manier zur Vorbereitung des Flottentags Orgien gefeiert. Der Admiral Land bat bei solcher Gelegen­heit erklärt, das gegenwärtige Bautempo von zwei Schiffen täglich werde bis zum Herbst auf drei gesteigert und dann unentwegt durchgehalten werden, und er hat so getan, als stünden hinter diesem papierenen Bauprogramm nicht nur Kriegsnotwenbigkeiten. sondern bereits Friedens­kalkulationen auf die beherrschende Stellung der Ver­einigten Staaten in der Weltschiffahrt. Zwar batte man einige Tage vorher eine amtliche Zahl erfahren, wonach die Schiffsneubauten sich in den Monaten Februar bis Avril auf 120 Einheiten belaufen hätten, d. 6. auf ein Schiff täglich, also genau die Hälfte der Admiralsziffer. Aber solch kleine Unstimmigkeiten fallen in den USA. nicht weiter auf.

Was aufgefallen ist, obwohl man aus den amtlichen Eingeständnissen noch nicht einmal die halbe Wahrheit kennt, das ist die verheerende Wirkung der Schiffs­versenkungen durch die U-Boot-Kriegführung der Dreiervaktmächte. Man spürt sie unmittelbar an dem immer größeren Ausfall in der Ölversorgung für den Kraftwagen­verkehr. mittelbar an einer Fülle anderer Einschränkungen, und der ganze Ernst der Situation wird illustriert durch eine Meldung der amerikanischen Presse. Danach erwäge man in amtlichen Washingtoner Kreisen eine radikale Mah- nähme auf dem Tonnagegebiet, nämlich die zeit­weise, zunächst einmal halbjährige Einstellung des gesamten zwischenamerikanischen Schiffs- und Handelsverkehrs, um den aus der Süd- und Mittelamerikaiahrt freiwerdenden Fracht­raum zu rein militärischen Zwecken an anderer Stelle, im Pazifik oder für Materialtransporte nach Murmansk, nach Suez, nach dem Persischen Golf oder sonstwohin verwenden zu können. Das Weihe Haus bat diese Vebauvtung bisher

stärken dürften angesichts der Vernichtung des Rieiengeleri- zuges im Nördlichen Eismeer. Der australische Autzen- minister Evatt scheint denn auch mit seiner jetzt beendeten Londoner Mission nicht sonderlich zufrieden zu sein. Einige seiner Vorschläge seien angenommen, wesentliche Forderungen der Australier seien von Churchill abgelehnt worden, so er­klärte er. Inzwischen ruft aber auch Tschiangkaischek angesichts des javanischen Vorgehens gegen Tschungking ver­zweifelt um Hilfe. Er selbst hat in einer Rundfunkansvrache bescheiden nur 10 Prozent der amerikanischen Rüstungsvro- duktion gefordert, während fein Militärattache in Washing­ton den Amerikanern begreiflich zu machen versucht, dab Tschungking-Cbina für die Alliierten ..die Gelegenheit Nr. 1 sei. da man jetzt dort wirkungsvoll durch Luftangriffe Japan bedrohen könne. Selbst Indien und Australien könnte man auf diese Weise von der japanischen Gefahr befreien. Diese Hilferufe lasten erkennen, in welch verzweifelter Lage sich Tschungking heute befindet. Die großen japanischen Siege und die groben.Erfolge unserer U-Boote, die zu einer immer stärkeren Verknappung des feindlich«, Schiffsraumes führen, werden auch hier jede Hilfeleistung der Nordamerikaner ver­hindern.

Weitere Erfolge in Nordafrika

Aus dem Führerhauvtauartier, 2. Juni. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten nur örtliche Kampfhandlungen.

Bei Sturzkampfangriffen auf die Hafenanlasen von I o k o n g o und Murmansk erhielt ein Frachtschiff mitt­lerer Gröhe so schwere Treffer, dah mit seiner Vernichtung zu rechnen ist.

5it der Schlacht um Charkow fand, wie inzwischen festgestellt. auch der Oberbefehlshaber der 6. Sowietarmee, Generalmajor Eorodaiankkv den Tod. ,

In Nordafrika wurde beim Angriff deutscher und italienischer Truppen gegen eine festungsartig ausgebaute Stellung eine britische Kräftegrupve eiugeschlosten und ver­nichtet. 3 0 0 0 Gefangene, darunter ein Brigadegeneral, fielen in unsere Hand. Am 31. Mai und 1. Juni wurden 101 Panzer, 124 Geschütze, zahlreiche Kraftfahrzeuge und grohe Mengen an anderem Kriegsmaterial vernichtet oder erbeutet. .

Bei einem Erkundungsflug über den feindlichen Linien wurde General der Panzertruvven Cruwell abgeschossen - und geriet in britische Gefangenschaft.

Im Kampf gegen Erohdritannien führte die Luftwaffe in der letzten Rächt ohne eigene Verluste einen schweren Angriff gegen., den Versorgungs Hafen Ipswich an der Südoftküfte Englands durch. Andere Kampfflugzeuge warfen abermals Bomben schweren Kalibers in das Stadtgebiet von C a n t e r b u r y.

Bei Vorstößen gemischter Verbände der britischen Luft­waffe zur Küste der besetzten W e st gebiete wurden am gestrigen Tage achtzehn, bei Einflügen einzelner .. be­waffneter Aufklärungsflugzeuge in denRaum um Köln ein britisches Flugzeug zum Absturz gebracht.

Britische Bomber griffen in der Nackt rum 2. Juni mehrere Orte in Westdeutschland an, vor allem die Wohnviertel in Duisburg und Oberhausen Be, der Abwehr dieser nur gegen die Ziv,lbevolkeruug ger,ckteten Terrorangriffe erzielten Nachtlager und Flakartillerie 37, Marineartillerie 3 Abschüsse. Damit bat die britische Luft­waffe bei ihren Einflügen in die besetzten Gebiete und »n das Reichsgebiet am gestrigen Tage und ,n der letzten Ramr 59 Flugzeuge'verloren.

Oberfeldwebel S tu Utting errang in der letzten Rächt feiten 15. und 16. Nachtjagdsteg.

Göring dankt dem Adet-Geschwader

Berlin, '1. Juni. Das Jagdgeschwader Übet erzielte, wie. bereits mitgeteilt, dieser Tage seinen 2000. Luftsieg. Der Reichsmarschall hat dem ruhmreichen Geschwader, das sich an vielen Fronten hervorragend bewährt hat, fernschriftlich seinen Dank und seine Anerkennung für diese kämpferische Leistung ausgesprochen. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe würdigte im besonderen den todesmutigen Einsatz und den kühnen Angriffsgeist aller Flieger dieses Geschwaders.

Angesichts dieser Tatsachen haben die Londoner Lügner immer noch den erbärmlichen Mut, von einer deutschen Niederlage zu reden. Wunschträume, die durch die Tatsachen über die der japa­nische Korrespondent Prigama aus eigner Anschauung berichtet, eine blutige Widerlegung finden.Vor unseren Augen", so schreibt der Korrespondent,n ' ~

und brennende

Grotzersolg unserer Luftabwehr

Innerhalb 24 Stunden 59 britische Flugzeuge abgeschossen

Tonnagebluft - Rüstungsbluff

Von Wilhelm Ackermann

Die unklugen Übertreibungen in der amerikanischen Pro­paganda, fortgesetzt in rosenrotem Optimismus, die sich ins­besondere aus Anlah des von Roosevelt verordneten Flotten­tages geradezu überschlagen hatten, scheinen selbst dem für sie verantwortlichen Zauberlehrling schließlich auf die Ner­ven gegangen zu sein. Sie hatten nämlich über Nacht: eine Welle fröhlicher Zuversicht in der Öffentlichkeit der USA. wachgerufen, als werde der Krieg sehr: bald zu Ende sein, ja. als befände man sich schon beinahe im Endspurt des Rennens. Allenthalben tauchte die durch .keinerlei Tat­sachengrundlage gestützte Hoffnung auf, noch im Jahre 1942 werde die Entscheidung erreicht sein: und sie wurde u. a. da­mit begründet, daß die Washingtoner Rüstungsbehorde den für die kommenden Jahre vorgesehenen weiteren Ausbau be» Kriegsindustrie gestoppt hat. Anderwärts wurde aus diesem Vorgang eine andere Folge gesogen: man glaubte darin das Eingeständnis einer bereits allgemein akuten Knapp, heit an Kriegsroh st offen sehen zu können, die da­zu zwinge, auf deren Verwendung zu irgendwelchen In­vestitionen durch Errichtung neuer Rüstungswerke zu ver» richten, um wenigstens die laufende Produktion aufrechtzu» erhalten. Die eine Folgerung ist so falsch wie die andere: weder hofft man in Washington auf ein so nahes Kriegs- ende, noch ist man bereits, so verlegen um Ausgangs- material für die Kriegserzeugung, daß man eine Erweite­rung der Jnduftriekapazität für einen überflüssigen und schädlichen Luxus hielte. Der Sinn der von der Rustungsbe- hörde getroffenen Anordnung ist im wesentlichen, eine organisatorische Straffung auf dem Gebiet der Rüstungs­industrie zu erzielen und für die nächste absehbare Zett den Ausstoß an Material nach Möglichkeit zu steigern, indem die zahlreichenEngpäste" in der Rohstoffversorgung, die sich im Laufe der ersten Kriegsmonate bereits bemerkbar gemacht haben, zunächst einmal durch den geschlostenen Einsatz aller verfügbaren Vorräte für die laufende Produktion über­wunden werden, in der Erwartung, daß sich mit der Zeit im Süden des Kontinents, in Afrika und anderswo neue Berforgungsmöglichkeiten mit knappen Rohstoffen ergeben.

Der Präsident bat sich denn auch sogar veranlaßt ge­sehen. persönlich der törichten öffentlichen Meinung von einem nahen Kriegsende entqegenzutr.eten. um aus der Schlinge herauszukommen, die ihm seine eigene übersteigerte Jllusionsvrovaganda um den Hals gelegt hat.

er seine Amerikaner nicht schleunigst wieder l..--------------

eines langen Krieges gewöhnt, dann droht seiner ganzen Kriegsvolitik der Bankerott. Deren A und O ist ja doch das Vertrauen auf den Zeitfaktor, auf die schließliche Überlegen­heit der Demokratien an Rohstoffen und Industriepotential. Rur mit der Vorstellung von einem Erschövfungskrieg, dem die Gegenseite auf die Dauer nicht gewachsen ist. lasten sich dock die bisherigen niederschmetternden Mißerfolge der alliierten Kriegführung überhaupt erträglich machen. Wenn hinter ihnen nickt mehr die Behauptung stehen kann, es handle sick bei ihnen nur um die ..erste Runde , die man un­beschadet des Enderfolges verlieren dürfe, dann müsten sie von einer unmittelbar demoralisierenden Wirkung auf das

as Die Engländer müssen ihre Terrorangriffe auf deutsche Wohnviertel teuer bezahlen. Sie müssen erkennen, daß die deutsche Luftwaffe schnelle und harte Vergeltungsschläge fuhrt. Für die Leiden, die damit über die englische Bevölkerung kommen, mag sich diese bei Herrn Churchill bedanken, der für die Terrorangriffe auf Köln und andere we st deutsche Städte sein Schuld­konto noch vergrößert. Aber auch die englische Luftwafse muß, wie auch der heutige Bericht des OKW. wieder erkennen laßt, diese Terrdrangriffe, mit denen man Stalin eine Hilfe vor- spiegeln möchte, teuer bezahlen. Wo auch immer britische Flieger einfliegen, stoßen sie auf eine vorzüglich arbeitende deutsche Abwehr. Das haben die Engländer früher schon einmal anerkennen müssen. Die hohen Verluste, die sie jetzt erlitten, zwingen nun auch den englischen Lustsachverständigen, Ma,or Oliver Stuart, zu der Feststellung, daß die deutsche Abwehr gut gear-

as. Berlin. 2. Juni. (Gig. Drahtbcricht unserer Berliner Stbriftleitung.) Die viel gelefene amentgnttoe Sedtonft Time veröffentlicki tn diesen Tagen einen Artikel mit der kennzeicknenden Überschrift .Staatsmänner ge­sucht > DieTime" übt tn diesem Artikel sehr zum Kum­mer der Herren Abgeordneten und Senatoren Kritik an den nordamerikanischen Parlamentarier, die eine Treibstoff­rationierung für sich selbst unter Berufung auf ihre alten Vorrechte abgelehnt haben. Dcks Parlament, setzt sich aus Männern zusammen, die vielleicht für die <iriedenszeit aus­gereicht hätten, nicht aber für den Krieg Wenn h» allo un­längst ein amerikanisches Blatt darüber beklagte, daß so viele Amerikaner nur denHorizont eines Wurmes be­säßen. so machen nach derTime" die Parlamentarier keine Ausnahme. Wir erinnern uns aber, ähnliche Rufe auch schon aus England vernommen zu haben, wo man ein Universal­genie zur Führung des totalen Krieges sucht. So also sieht es in den Hochburgen der Demokratie aus.

Allerdings bat man auch allen Anlaß. Kritik an den maßgebenden Männern zu üben. 2n den USA. geht diele Kritik im Augenblick vor allem von der Tatsache aus. das die amerikanische Marine bei der U-Boot- Abwehrvollkommenversagt habe. Sie atlantische Küste der Vereinigten Staaten ist durch die deutschen ll- Boote zum kritischsten Kriegsschauplatz der ganzen Welt ge­worden, so mutz man trotz allen Erohsprechereien Roosevelts und seines Marineministers Knox eingestehen. Die Washingtoner Verwaltung, so meinte deshalb ..New Bork World Telegram", mützte wegen ihrer Unfähigkeit, der ll- Bootgefabr wirkungsvoll zu begegnen, scharf zur Rechenschait gezogen werden. Alle Verschleierungsversucke der Regierung könnten die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, datz die USA. eine schwere Niederlage erlitten hätten. In ähnlichem Sinne schreibtNew Bork Serald Tribüne. daß die Schlacht zwischen den amerikanischen Werften und den feindlichen U-Booten bisher für den Feind erfolgreich verlaufe. Amerika müste sich nach.der Decke strecken. Diese Stimmen, die sich mühelos durch eine große Zahl von ähn­lichen Zitaten vermehren ließen, sind eine recht bemerkens­werte Illustration zu der Rekordoersenkungsziffer für den Monat Mai. die das Oberkommando der Wehrmacht gestern bekannt gab und die im gesamten Ausland stark kommen­tiert werden.

Angesichts dieser Schiffsraumnöte werden auch die Hilfe­rufe. die aus Australien und Tsckungking-Cbina kommen, un­gehört verhallen. Wenn man wirklich über das nötige Kriegsmaterial verfügen würde, so. hätte man doch nicht den Schiffsraum, um es abzutransvortieren zumal die Sowiets ja auch nach Material rufen und diese Hilferufe noch ver-

lchts alsLeichen, Pferde, Tanks Lastwagen. Die abschreckende Szene

gleicht einer riesigen umgestürzten Spielzeugschachtes, deren Inhalt mit dem Hammer zerschlagen wurde. Die Sowjetlcichen und Wafsentrümmer legen beredt Zeugnis ab von der vernichtenden Wirkung der deutschen Einkreisungstaktik. Weit über 200 000 So­wjets ergaben sich nicht aus Vernunftgründen, sondern weil unter dem alles zerstörenden deutschen Angriff ihre Sinne gelähmt wur­den. Die Kriegsgefangenen stellen eine Armee lebender Leichname dar. Kein Lächeln wie etwa auf den Gesichtern der britischen und französischen Gefangenen an der Westfront. Bei diesen Kämpfen zeigte sich die Tatsache, daß die deutschen^ Streit­kräfte mit überlegener Taktik und überlegenen Waffen zunächst die rückwärtigen Verbindungen des Feindes abschnitten und dann die lawinenartig heranstürmenden Sowjets völlig vernichteten. Der Besucher des Schlachtfeldes" so schließt der Bericht,hatte erneut Gelegenheit, die traditionelle Starke der deutschen Strategie zu bewundern, wie sie sich schon bei Tannenberg zeigte."

beitet habe und geschickt organisiert gewesen sein müße. Es gehe jetzt, so sagt er, darum, ob Großbritannien in der nahen Zu­kunft in der Lage sei, die Herstellung von Nachtbombern in dem Umfang aufrecht zu erhalten, der angesichts solcher Verluste erfor­derlich sei, zumal man ja auch die Verluste der verschiedenen Bomberkommandos auf anderen 7riegsschauplätzen hinzurechnen müße. Es bedürfe keiner Sonderinformationen, um zu erkennen, daß die Industrie Englands allein nicht schnell genug Flugzeuge herstellen könne, um bei derartigen Verlusten den Ausbau der englischen Luftwaffe sortsetzen zu können. Der neue Erfolg der deutsche Luftabwehr in der letzten Nacht dürfte nur geeignet sein, solche Überlegungen in England noch zu stärken, denn wiederum haben die Engländer feststellen müssen, wie stark die deutsche Luftabwehr ist und wie sie bei jeder sich nur bietenden Gelegen­heit empfindliche Lücken in die Reihen der britischen Flieger reißt.

Der italienische Wehrmachtbericht

Rom. 2. Juni. (Funkmeldung.) Der italienitoe Wehr- macktberickt vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:

Das Hanvtanartier der Wehrmacht gibt bekannt:

Der hartnäckige Widerstand der in der Marmarica im Gebiet von Got el Ualeb eingekreisten feindlichen Abteilun­gen wurde gestern von den vereinten Anstrengungen der italienischen und deutschen Truppen gebrochen. Wir machten über 20 0 0 Gefangene und erbeuteten 70 Panzer. 50 Geschütze und etwa 100 Lastwagen.

Ein starker, von Panzerspähwagen unterstützter feind­licher Vorstoß wurde zurückgewiesen.

Eine weitere, starke, motorisierte Kolonne, die versuchte, unsere Verbindungslinien anzugreifen, wurde von Flugzeugen der Achse heftig und wiederholt angegriffen und. nachdem sie schwere Verluste erlitten hatte, rum Rück­zug gezwungen.

Die Luftwaffe bombardierte ununterbrochen feindliche Berkehrsknotenpnnkte und zerstörte zehn britische Flugzeuge im Luftkampf. Zwei weitere, die von der Flak getroffen wurden, stürzten ab.

Tie Operationen gegen die Luft- und Flottenstützpunkte tas wurden fortgesetzt. Die Anlagen von Salfar wurden getroffen. Deutsche Jäger schollen eine Svitfire ab.

5m östlichen Mittelmeer torpedierte eenes unserer Flug­zeuge ein Handelsschiff von mittlerer Tonnage.

Einige Bomben, die während der vergangenen Nacht auf Augusta abgeworfen wurden, hatten keine Opfer zur Folge.

5n der Nähe von Licata wurde ein englisches Flug­zeug zur Landung gezwungen. Die Besatzung wurde ge­fangen genommen.

Mesb aömer TaMÄ

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KÄS sÄlnTeigentMoX^

Nummer 126

Dienstag, 2. Juni 1942

90. Jahrgang