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Wiesbadener Tagblatt

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Nummer 123

Freitag, 29. Mai 1942

90. Jahrgang

Timoschenko i

Der neue großartige Erfolg der deutsch«

as. Berlin. 29. Mai. (Eis. Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) ..Unsere Armee in der Ukraine ist gewisser­maßen ein gewaltiger Hochofen, in dem so viele gegnerische Streitkräfte wie nur möglich eingeschmolzen werden müssen. Ein solcher Erfolg würde seine Auswirkung auf die gesamte Kriegslage baden." Also ließ sich der bolschewistische Marschall Timoschenko noch am 21. Mai vernebmen. als Das Gesetz des Handelns im Raum von Charkow schon auf unsere Seite llbergegangen war. Timoschenko bewies mit diesem Ausspruch nur. rote gründlich erdie Lage verkannte, er bewies zugleich, wie weit er sich seine Ziele gesteckt batte. Tatsächlich hatte er ja vielerlei Vorteile auf seiner Seite. Er war der Angreifer, konnte also dort seine Truppen zusammenfassen, wo es ihm am zweckmäßigsten er­schien. er kannte nun aber auch aus den Kämpfen des Vor­jahres die deutsche Taktik, so daß für uns das Moment der Überraschung entfiel. So jubelten denn auch Moskau und mit ihm London, als die Angriffe Timoschenkos begannen: ..Der Frühling ist gekommen und der Frühling gehört u n s." Statt dessen aber fing die deutsche Führung mit größtem Geschick den sowjetischen Stoß auf. Charkow wurde nun »war auch gewissermaßen zum Hochofen, nur zerschmolzen in ihm nicht die deutschen, sondern die sowjetischen Divisionen. Die noch immer steigenden Gefangenen- und Beutezablen »eigen am besten, wie wirksan*-auch hier wieder die genial herbeigeführte Einkesselung der Sowjets war, wie erfolgreich der Hochofen in der Ukraine arbeitet, wie er die Elite- Angriffsarmeen Timoschenkos zerschmilzt. Die sowjetUch- vlutokratischen Frühlingsträume sind ausgeträumt, auch der General Frühling versagte den Sowjets seine Hilfe.

Sollte man nun in Moskau etwa hoffen, die schweren Materialverluste, die man im Raum von Charkow erlitt, zu denen man ja noch die großen Verluste auf der Halbinsel Kertsch hinzunehmen muß — wo es nach den Schilderungen ausländischer Journalisten, die jetzt die Schlachtfelder be­suchten. noch schlimmer aussieht als in Dünkirchen — durch Hilfe von außen ersetzen zu können, so zeigt der neue große Erfolg unserer Luftwaffe und unserer U-Boote int Nördlichen Eismeer gegen einen für die Sowjets bestimmten Geleitzug. was von solchen Hoffnungen zu halten ist. Roosevelt kann mit Herrn Litwinow- Finkelstein noch so schöne Verträge über die Einbe­ziehung der Sowjets in das Pacht- und Leihgesetz abschließen, er kann den Sowjets noch so viel Material versprechen, deutsche Flieger und deutsche U-Boote sind, selbst wenn der Gegner Bis hart an die Eisgrenze auszuweichen versucht, auf der Wacht, wie dieser neue barte Schlag gegen die für die Sowjets so wichtige nördliche Verbindungslinie beweist. Amerikanische Blätter haben in der letzten Zeit denn ja auch jammernd mehrfach auf die Unsicherheit dieses Weges bingewielen. Berücksichtigt man weiterhin, daß die OKW.-Berichte auch immer wieder von erfolgreichen deut­schen Luftangriffen gegen den sowjetischen Versorgungshafen Murmansk und gegen die in diesem Hafen liegenden

Toller Eiertanz der fi

Lügengemauschel um die bolschewi

wt. Die feindliche Propaganda, die Timo­schenko mit Vorschußlorbeeren überaus reich bedacht und die Bedeutung der Schlacht um Charkow in den Vordergrund gerückt hatte, befindet sich nun in größter Verlegenheit. Man weiß nicht, wie man die Hoffnungen, die man geweckt hatte, wie­der kassieren soll. Vor einer Woche noch wollte die Feind-Presse der Welt klar machen, daß nunmehr der endgültige U m - schwung eingetreten und der Siegesmarsch der Bolschewisten begonnen habe. In den letzten Tagen versuchte man nun, von diesen unverantwortlichen Behauptungen loszukommen und „Exchange Telegraph" berichtete seinen Lesern ganz unvermittelt aus Moskau, daß man sich dort des „Ernster der Lage bewußt" sei. Wie immer, wenn eine Katastrophe sich ankündigt, spricht der Londoner Nachrichtendienst von einer „verworrenen 2a ge" und meint, es sei schwierig, jetzt schon Schlüsse zu ziehen. Die New Porter Presse-Juden erklären dreist, int Raum von Charkow müsse zur Zeit wohl Ruhe herrschen, da die Sowjets nur von Spahtruppunternehmungen berichteten. In einer anderen Meldung wird ausgerechnet, daß die Deutschen „h ö ch si e n s" 30 0 000 Mann eingeschlossen haben könnten. Höchstens, und wie stolz wären diese Leute, wenn sie berichten könnten, daß nut der zehnte Teil deutscher Truppen umzingelt wäre. Am Freitagmorgen erklärt nun Reuter: „Die Riesenschlacht zwischen dem deutschen und dem sowjetischen Heer in der Ukraine ist gegenwärtig so ver­wirrt, daß die Beobachter sich die Frage stellen, welches eigentlich die Armee ist, die die andere eingekreist hat." Das klingt schon recht bescheiden und ist wohl die Vorstufe zu einem Geständnis, um das sich auch London schließlich nicht herumdrücken kann. Moskau aber lügt munter weiter. Sein neuester Heeresbericht lautet: „Im Raum von Jsjum und Barawenka wurden erbitterte Angriffe der feindlichen Infanterie und Panzer abgewiesen. An den übrigen Fronten ereignete sich nichts von Bedeutun g." Das ist nun tatsächlich eine Verlogenheit, die sich in ihrer Frechheit gar nicht mehr überbieten läßt.

In diesem Augenblick da die Feindpropaganda wieder einmal einen tollen Eiertanz aufführt, kann sich die Welt erneut von der unbedingten Zuverlässigkeit der deutschen OK W. -Berichte überzeugen. Dieser Tage meldeten die Sowjets, nachdem sie wochenlang die Niederlage auf Kertsch ab­geleugnet hatten, daß die bolschewistischen Truppen diese Halbinsel geräumt" hätten. Auf Einladung des deutschen Ober­kommandos konnten sich ausländische Pressevertreter ein Bild davon machen wie diese, von Moskau gemeldete Evakuierung vor sich Sing. '„Was wir in diesen 24 Stunden teilweise aus der Luft, teilweise auf der Erde gesehen haben", so faßt der schwedische Journalist Dr. Niga Jensen fein Urteil zusammen, „war em solches Panorama der Zerstörung und des Todes, daß selbst die kriegserfahrensten unter uns Journalisten niemals bisher den Krieg und der Vernichtung in einer so totalen und alles überwältigenden Form begegnet waren. E s w a r weit schlimmer als Dünkirchen. An dem Strand von Kertsch in den Gassen eines Fischerdörfleins standen u. a. 3000 sowjetische Lastkraftwagen und jeder von ihnen war ein ausgebranntes Wrack. Sie waren jo eng zusammengedrängt, daß es auf langen Strecken für die Aufräumungsmannschaften unmöglich sein dürfte, diesen Wirrwarr von rostroten Ruinen zu durchdringen und die toten Besatzungen herauszuholen. Die Wiesen hinauf lagen mit wenigen Meter Zwischenraum Lastkraftwagen. Flakgeschütze, leichte und schwere Kanonen, leichte und schwere Tanks, Hunderte von Maschinengewehren, Tausende von Gewehren, dick wie die Fliegen auf dem Seim und über allem hingebreitet Leichen und wieder

m „Hochofen"

Kampfflugzeuge im Nördlichen Eismeer

Schiffe sprechen, so erkennt man, mit welchem Nachdruck und mit welchem Erfolg im äußersten Norden der Kampf gegen die Versorgung der Sowjets mit englischem und amerikani­schem Material geführt wird. Nimmt man dazu die Äuße­rungen der bekannten englischen Wirtschaftszeitschrift ..Economist", die feststellt, daß die Sowjetunion nach der Besetzung der Ukraine durch die Deutschen an einer solchen Eisen- und Stablknavpheit leidet, rote sie noch keine andere kriegführende Nation erlebt habe, so unterstreicht das noch die Bedeutung unserer Kampfflieger und U-Boote, die im Kampf gegen den Geleitzug trotz starker Abwehr am Feinde blieben.

Die übrigen Erfolgsmeldungen unserer U-Boote zeigen klar, daß der Kampf aber auch auf allen Meeren roeitergeht. Er bringt immer neue Erfolge für die deutsche Kriegsmarine und die deutsche Luftwaffe, die durch ihre Schläge den Kampf des Gegners auf dem Lande auf das erfolgreichste unter­stützen. '

Schlag gegen Sowjetversorgung

96 000 BRT. aus" britischen Geleitzügen versenkt

Aus dem Führerhauvtauartier, 28. Mai. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der in den Gewässern des hoben Nordens von Auf­klärern festgestellte feindliche Eeleitzug ist seit dem 25. Mai das Ziel vernichtender Schläge von L n f t w a f f e n ver­bänden des Generalobersten Stumvff. die gemeinsam mit Streitkräften der Kriegsmarine operieren. Schon am Abend dieses Tages versenkte die Luftwaffe, über Hunderte von Kilometer anfliegend, ein Handelsschiff von 8000 BRT. und beschädigte fünf weitere Schiffe durch Bombentreffer. Am folgenden Tage gelang es abermals, ein Handelsschiff von 8000 BRT. zu vernichten und drei weitere schwer be­ladene Frachter in Brand zu werfen.

Ein besonders schwerer Schlag wurde am 27. Mai gegen den von eigenen Unterseebooten dauernd verfolgten Geleit­zug geführt. Ungeachtet der starken Abwehr feindlicher Sicherungsstreitkräfte versenkten Kampssliegerverbände an diesem Tage cif Schiffe mit zusammen 72000 BRT. und trafen zwei weitere Schiffe, sowie einen Zerstörer ver­nichtend. Außerdem wurden 16 Schiffe durch Bombenwurf beschädigt.

Damit sind aus diesem für die Sowjetunion bestimmten Trausvort von der Luftwaffe 13 Schiffe mit einer Tonnage von rund 88 000 BRT. versenkt worden. Zusammen mit dem heute im Wehrmachtbericht gemeldeten Erfolg eines Unterseebootes gegen einen Dampfer von 8000 BRT. beträgt der Gesamtverlust des Gegners nunmehr 96000 BRT.

Der Rest des Eeleitzuges versucht in die nördlichsten, noch eisfreien Gewässer auszuweichen. Seine Ner- folguug wird fortgesetzt.

mdlichen Propaganda

sch« Katastrophe südlich Charkow

Leichen, tote Pferde und tote Menschen nebeneinander." Das also nennen die Sowjets: Evakuierung. Wieder ein Beispiel für die Verlogenheit der bolschewistisch-angloamerikanischen Bericht­erstattung, die jetzt das alte, abgeleierte Spiel um Charkow er­neuern möchte.

Ritterkreuz für einen Obergefreiten

Berlin, 28. Mai. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eikernen Kreuzes on den Obergefreiten Ernst Stars, Richtschütze in einer Panzerjäger-Abteilung. Obergefreiter Ernst Fraps, am 31. 12. 1911 als Sohn des Fleischers Karl Fravs in Drakowa (Kreis Tevlitz, Sudetenland) geboren, zeichnete fick bei den Abwehrkämpsen an der Kertsch-Front durch keinen vorbildlichen tapferen Einsatz her­vorragend aus. Als Richtschütze eines Pakgeschützes schob er, völlig allein ans sich gestellt, in drei Tagen elf Sowjet- vanzer ab. Seinem zähen Widerstandswillen ist cs zu ver­danken, daß ein feindlicher Dnrchbruchsverknch zerschlagen wurde.

Am 28. Mai feierte Portugal den 16. Gründungs- tag des neuen Staates. Sämtliche Zeitungen brachten Bilder von General Carmona, Dr. Salazar und Marschall Kostas und würdigten die Verdienste dieser Persönlichkeiten am Aufbau des revolutionären Staates.

Die deutsche Arbeitskraft fchiä

Der Bauleiter sprach zur Arbeiter

NSG. In der Werkhalle eines Darmstädter Betriebes sprach Gauleiter und Reichsftatthalter Sprenger am Donnerstag­nachmittag vor mehr als 3000 Arbeitern und Arbeiterinnen über Bedeutung und Ziel des Einsatzes der totalen Arbeitskraft des deutschen Volkes.

Nach der Begrüßung durch den Betriebsführer ergriff der Gauleiter das Wort, um zunächst anhand eines geschichtlichen Rückblickes die tieferen Ursachen des Überfalles der Plutokratien auf das durch friedliche Arbeit im Aufbau begriffene deutsche Volk einzugehen. Klar arbeitete seine Rede hier den Haß und Vernichtungswillen des Judentums heraus, das stets nur das eine Ziel kannte, die deutsche Arbeitskraft in sein Ausbeuter­system einzuordnen. Unter dem Beifall der Versammelten schil­derte er dann den im Nationalsozialismus repräsentierten Wider­standswillen des deutschen Volkes gegen diese Versklavungsab­sichten und erläuterte als das Geheimnis der Aufbau­erfolge des Dritten Reiches den sieghaften Kampf der Arbeit gegen das Gold. Die deutsche Arbeitskraft allein sei es gewesen, die im Kampf gegen Kapital und Gold das deutsche Volk aus seiner sozialen Not zu einem Ausstieg ohnegleichen führte, was die Bewunderung der anderen Völker, aber auch den Neid und Haß des Judentums ausgelöst habe. Diese Waffe des Führers aber, mit der er dxn Aufbau eines Reiches des sozialen Fort­schrittes begann, werde nunmehr, da es um den Bestand der be­reits erreichten Erfolge, darüberhinaus aber um das Leben jedes

Schnell und stark

Die schnellen Truppen und ihr Kampf

Wenn in den PK.-Berichten vom siegreichen Hinein« fahren und vom Durchfahren des Gegners gesprochen wird, wenn Kampfhandlungen im Rücken des Feindes geschildert werden, dann sind es unsere schnellen Truppen, deren Leistun­gen damit der Öffentlichkeit nähergebracht werden. Diese schnellen Truppen haben dem Krieg ein neues Ge­sicht gegeben. Der Weltkrieg 1914/18 erstarrte im Schützen­graben. Weder dem deutschen Heldenmut war cs im Früh­jahr 1918 möglich, die gegnerische Front zum Einsturz zu bringen und die Entscheidung in der Bewegung zu erzwin­gen, noch gelang cs der Übermacht des Gegners im Spät­sommer und Herbst 1918, die deutsche Front auszurollen und eine Vernichtungsschlacht zu schlagen. Wohl wich die deutsche Front unter dem Übergewicht des Feindes an Menschen und Material zurück, aber sie hielt. Wurde tatsächlich irgendwo eine Lücke gerissen, so wurde einige Kilometer weiter zurück der feindliche Vorstoß wieder abgefangen. Das gleiche Bild hatte sich auch während der deutschen Frübiabrsoffensive 1918 gezeigt.

Damals fehlten, obwohl der Panzer ja schon das Gesicht der Schlacht von Cambrai Ende November 1917 prägte, doch die Voraussetzungen, um einen Erfolg voll auszunutzen. Die Kavallerie war abgesessen und vom ME. in den Schützen­graben gezwungen worden. Bei Cambrai batten die Eng­länder allerdings nochmals Kavallerie zur Ausnutzung des Erfolges bereitgestellt, erlitten aber damit Schiffbruch. Man hat auf der Gegenseite daraus den Schluß gezogen, daß man hinter Beton und Stahl sicher ist und daß demgemäß ein neuer Krieg wieder ein Schützengrabenkrieg werden würde. Auf der deutschen Seite hat man hingegen erkannt, daß man nicht nur schnell sein muß, sondern auch stark, und zwar im doppelten Sinne, stark gegenüber dem feindlichen Feuer, d. h. also gepanzert, stark aber vor allem auch für den An­griff. Man mußte über eine große Feuerkraft verfügen, waren doch schon im Anfang des ersten Weltkrieges Ka­valleriedivisionen zuweilen gezwungen gewesen, wegen der starken Wirkung des feindlichen Feuers, dem sie nichts Ent­sprechendes entgegensetzen konnten, auf die Durchführung ihrer Aktionen zu verzichten.

Der Motor allein war also auch noch nicht das Mittel, den Bewegungskrieg zu erzwingen, es mußte ein gepan­zerter Motor sein mit starker Feuerkraft. Alle diese Voraussetzungen erfüllt unser heutiger Panzerkampf- wagen. Dabei sei aber hier ausdrücklich betont, daß es niemals auf die Waffe allein ankommt, sondern stets auf den Soldaten, der sie bedient. Auch der beste Panzerkamvf- roagen nützt nichts, wenn ibn die Führung nicht richtig ein» setzt und wenn seine Besatzung keine verschworene Kampfge­meinschaft ist, die mit Tapferkeit und Schneid ihre Aufgabe löst. Wenn hier also vom Panzerkampswagen gesprochen wird, der alle Forderungen erfüllt, so bedeutet bas. der Panzer mit seinen Männern, eben die Panzertruppe.

Der Panzer auf sich allein gestellt ist zwar schon eine sehr starke Kampfkraft, aber es nützt dem besten Panzerkomman­danten wenig, wenn er in die Stellung des Gegners ein­bricht. wenn nicht im gleichen Augenblick der Infanterist zur Stelle ist, der den eroberten Boden feftbält. Wie aber soll der Infanterist dem Panzer, diesem kilometerfressenden Fahrzeug, folgen. Die motorisierte Infanterie-Division kann hier nicht als Ideallösung angesehen werden. Auch bei ihr muß ja der Infanterist sein (ungevanzertes) Fahrzeug ver­lassen. sobald die feindliche Feuerwirkung stärker wird. Er kämpft dann den alten Jnfanteriekamvf, d. h. er kämpft zu Fuß. (Die motorisierten Infanterie-Divisionen gehören da­her auch nicht zu den schnellen Truppen, wenn sie auch zwei­fellos häufig mit diesen zusammen operieren werden.) Die Ideallösung ist der Infanterist auf einem gepanzer­ten Fahrzeug, von dem aus er ebensogut den Kampf führen kann wie abgesessen zu Fuß. Diese Ideallösung wurde verwirklicht in unseren Schützen-Regimentern (sie tragen auf der Schulterklappe ein 8 über der Regiments- Nummer.) Wer also noch alte Bezeichnungen etwa aus dem ersten Weltkrieg gewöbnt ist. muß umlernen, denn dieser Schütz e von beute bat mit den Schützen, die früher als reine Infanterie eingesetzt wurden, nichts zu tun. Der Schütze von beute ist, wenn man so sagen darf, verwachsen mit seinem Schützenpanzerwagen, einem oben offenen, stark gepanzerten Wagen, die, je nach ihrer Bauart. 6 oder 12 Schützen aufnehmen. Aber das ..verwachsen" ist nun auch nicht so eng zu fassen, daß der Schütze unter allen Umständen auf seinem Wagen bleibt. Ob der Kampf abgesessen zu Fuß geführt wird, ob das ME. des Wagens oder andere Waffen auf dem Boden, also nicht mehr auf dem Wagen, eingesetzt werden, entscheidet die Lage. Diesen Schützenkompanien, deren Feuerkraft die einer Infanteriekompanie noch über­trifft. wird bei einer entschlossenen und kühn handelnden Führung oft großer Erfolg beschieoen sein. Weit vorge- roorfen wird sie Brücken sichern. Eeländeabschnitte besetzen können. Die gewaltsame Aufklärung aber ist ebenso ihre

t jede andere Macht der Welt

ast eines Betriebes in Darmstadt

Einzelnen gehe, wiederum beweisen, daß sie jede andere Macht der Welt schlägt.

Noch einmal lenkte der Gauleiter dann den Blick auf das jeden Tag aufs neue bewiesene Heldentum der Front. Es ver­pflichte die Heimat zum totalen Arbeitseinsatz und habe auch ein Recht, von der Heimat die Ertragung jeder not­wendig erscheinenden Einschränkung auf dem Gebiete überkom­mener Lebensgewohnheiten und der Erduldyng schwieriger Lebens­umstände zu fordern. Die selbstverständliche Treue der Heimat zur Front bestimme so auch alle Maßnahmen eines auf die Kriegs­wichtigkeit ausgerichteten planvollen Arbeitseinsatzes. In dieser Zeit unseres Schicksalkampfes gelte es, jede mögliche Arbeitskraft in den kriegswichtigsten Stellen zum Einsatz zu bringen.

Der Gauleiter appellierte in diesem Zusammenhang nochmals an den freiwilligen Einsatz der deutschen Frau. In einer Zeit, wo es um Sein oder Nichtsein unseres Volkes gehe werde sie sich nicht den Luxus des Nichtstuns erlauben, sondern es sich zur Ehre anrechnen, überall dort, wo sie zum Einsatz prä­destiniert erscheint, mithelfen zu können.

Mit dem Blick auf die Tatsache, so wies der Gauleiter zum Schluß seiner Rede hin, daß eine aus das beste ausgerüstete Wehr­macht eine auf den höchsten Leistungsstand gebrachte Kricgswirt. schäft erfordere, tue die Heimat ihre Pflicht. Sie wisse um die Notwendigkeit dieser Ausgabe für die Erringung des Sieges und werde sie daher, — koste es, was es wolle —, erfüllen!