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Nummer 121

Mittwoch, 27. Mai 1942

90. Jahrgang

wehr vier Flugzeuge.

*

Unerbittliche Kampfansage Japans

Tojo: Im festen Glauben an den Endsieg

amerikanischen Mächte mit allen ihren der Weltherrschaft vollständig

Neue Ritterkreuzträger

»berst

Träumen von ausgetilgt

wirtschaft»

Aus dem Fübrerhauptauartier, 27. Mai. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gtbt bekannt:

Die Vernichtung der südlich Charkow umschlossenen sowjetischen Armeen macht schnelle Fortschritte. Nach neuen vergeblichen Ausbruchsversuchen jit die Widerstands­kraft des bisher zäh kämpfenden Feindes gebrochen. Chaotische Zustände kennzeichnen das Vtld der aus engstem Raum zusammengedrängten und in mehrere Talkessel zer­schlagenen Verbände. Der Oberbefehlshaber der 57. russischen Armee, General P o d l a s. und sein Chef des Stabes haben sich kurz vor ihrer Gefangennahme erschossen.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich weiter geführt. Vereinzelte Angriffe des Feindes wurden abgewiesen.

An der E i s m e e r s r o nt wurden im Hasen von Mur­mansk zwei grobe Handelsschiffe in Brand geworfen.

Bei Fortsetzung der Angriffe auf den feindlichen Geleit« zug in den Gewässern zwischen dem Nordkav und Island wurde durch Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von Söul) BRT. versenkt, drei weitere wurden »n Brand geworfen.

Im M i t t e l m e e r richteten sich wirksame Angriffe gegen Flugplätze aus Malta und im nordakrikanischen Küsten- gebiet.

Kampsslugzeuge griffen bei Tage die Hafenanlagen von Southampton, bei Nacht kriegswichtige Einrichtungen an der britischen Südwestküste an.

Bei Einzeleinflügen an die Küsten Norwegens und Frankreichs o c r lr> r der Feind durch ^asd- und Flakav-

Wieder Einkesselung

Von Walter Aßmus.

Wieder wie in den Kämpfen des Sommers 1941 und wie in den Tagen der Feldzüge in Polen. Frankreich und auf dem Balkan sprechen die Berichte des OKW. von der Ein­kesselung und von der Vernichtung des eingekesselten Eea» uers, Kertsch und Charkow werden als weitere große Erfolge in das Buch d->r siegreichen deutschen Einkesselungs­schlachten mit goldenen Lettern eingetragen. Der Hörer und der Leser iolher Siegesmeldungen mag vielleicht zeitweilig geneigt sein, diese Nachrichten als etwas schon Gewohntes und die Einkesselung als etwas Übliches hinzunehmen und dabei auf die Liste der großen Einkesselungslchlachten ver­weilen. Aber nichts wäre verkehrter als das. Immer wieder ' erfordert die Einkesselung die allergrößte Leistung der Führung und den r e st l o s e n E i n s a tz iedes einzelnen Soldaten. So einfach es sich anhort, der Kessel ist geschlossen, so ^roß und so schwer ist die Arbeit der Führung, so gewaltig die Leistung bis herunter zum letzten Mann, der in dieser Einkesselungsschlacht eingesetzt wird.

In allen Kriegen ist diese Einkesselung immer wieder angestrebt worden, und allen Feldherren hat die grobe Ver­nichtungsschlacht von C a n n a e vorgeschwebt. Im Weltkrieg 1914/18 ist eine solche Einkesselung nur einmal geglückt, näm­lich bei T a n n e n b e r g. Angestrebt ist sie auch hier wieder­holt. Nur um die Schwierigkeiten zu kennzeichnen, sei daran erinnert, daß beispielsweise im November 1914 die Ein­kesselung von Lodz und damit von etwa anderthalb russi­schen Armeen fast vollendet war. Ein größeres Tannenberg stieg bereits am Horizont empor, aber hier nun zeigte sich mit einemmal., daß die Rückendeckung der entfesselnde» deutschen Truppen nicht stark genug war. Von Warschau drängte immer stärker der Feind gegen Flanke und Rucke» der bei Lodz kämpfenden Deutschen herein, und schon schie» es. als ob jetzt die Einkesselnden zu den Eingekesselte» würden. Schon stellten die Russen Eisenbahnzüge kur de« Abtransport von 40 000 deutschen Gefangenen bereit, aber unter schweren Kämpfen konnten sich die nun ihrerseits bei Brzeziny eingekesselten deutschen Divisionen des 25. Reierve- Korvs unter General von Scheffer-Bovadel und die 3. Garde­division unter General Litzmann den Rückweg rm Durchbruch frei machen. Auch bei Wilna zwangen Angriffe der Russe» gegen äußere Flanke And Rücken des deutschen Umfassungs­flügels zur Zurücknahme der Truppen und führten damrr zum Scheitern der beabsichtigten Einkreisungsoperation.

Auf der deutschen Seite hat man sich mit dem Problem der Einkreisungsschlacht von je besonders intensiv befaßt, und Graf Schliessen würde nicht viele Jahre seiner Lehrtätigkeit als Cbef des Eeneralstabes der deutschen Armee darauf ver-

(Fortsetzung auf Seite 2)

sein wird.

Ministerpräsident Tojo kam sodann aus die ...... liche Stärke Japans zu sprechen. Durch die Bemühung«« der Regierung, so sagte er dabei u. a., wuchs unsere wirtschaftliche Stärke derart, daß unmittelbar vor Ausbruch des gegenwärtige« Krieges unser Land nicht allein in der Lage war, dem anglo­amerikanischen Druck Widerstand zu leisten, sondern letzten Endes auch in den grotzafiatischen Krieg einzutreten. Dank der glänzen­den Siege der kaiserlichen Truppen seit Beginn des großasiatische« Krieges sind alle wichtigen Quellen in den südlichen Gebieten, die für die nationale Verteidigung von Interesse sind, wie Erdöl­vorkommen, Gummi, Zinn usw. in unsere Hände ü b e r g c g a n g e n, so daß dank unseren Bemühungen die Lage unserer Nationalwirtschaft aus ihrer Abhängigkeit gelöst und weiter autark gestaltet werden könnte.

Tiefe Ehrfurcht vor den Verbündeten

Ich möchte diese Gelegenheit nicht unbenutzt lassen, so fuhr Tojo fort, um die tiefe Ehrsurchtfür unser« Ver­bünd « t e n Deutschland und Italien und die anderen befreundeten Mächte auszusprechen, da diese Länder unermüdlich und unter llberwindung großer Schwierigkeiten Sieg um Sieg er­ringen, um unserem gemeinsamen Kriegsziel näher zu komme». Japan ist fest entschlossen, seine bisher siegreichen Feldzüge fort- zuführen, und wird sein Äußerstes hergeben, um als Teilhaber des großartigen Kampfes Deutschlands und Italiens gegen di« USA. und Großbritannien se.nen Beitrag zu den umfassend«« Siegen dieser Länder zu leisten.

Japan hat besonderes Interesse in strategischer Hinsicht mit seinen Verbündeten aufs engste zusammenzuarbeit«« und da­durch eine neue Weltordnung auszurichten.

Britische Herrschaft in Indien erschüttert

Durch den mutigen Vormarsch der kaiserlichen Truppen wurde Burma vom Feinde gesäubert. Da sich alle vorgeschobene« Stützpunkte des britischen Empires für die Verteidigung Indiens jetzt im Besitz der kaiserlichen Truppen befinden, steht dem indischen Volke die goldene Gelegenheit offen, sich zu er­heben und die Unabhängigkeit zu erringen, die er seit lange» ersehnt hat. Die Tatsache, daß die britisch-indischen Verhand­lungen, bei denen der britische Lordfiegelbewahrer Sir Stafford Cripps di« Hauptrolle spielte, letzten Endes abgebrochen wurde, ohne auch nur das geringste Ergebnis zu zeitigen, ist ein Beweis dafür, daß Indien bereits geistig unabhängig vo» Großbritannien ist. Zur Zeit besteht noch in Indien das äußere Gefüge der britischen Herrschaft, die verschiedenen militätische« Einrichtungen und die Truppen, die ständig verstärkt werde«. So­lange jedoch anglo-amerikanische Truppen in Indien verbleibe«, ist Japan unbeugsam entschlossen, sie restlos zu vernichten. 2ch hoff« in dieser Verbindung zedoch, daß das indische Volk sich un­erschrocken erheben ipird. um die anolo-nm-rikanischen Truppen und

Zur Kesselschlacht südlich Charkow

(Weltbild-Eliese).

erneut zu beleben. Es ist aber leicht zu erkennen, warum man die Märchen von angeblich geplanten Offensiven und von der zweiten Front wieder aufwärmt. Man will die Aufmerksamkeit von der Katastrophe bei Charkow ablenken, wo Timoschenkos Strategie so kläglich zusammengebrochen ist und wo die Vernich­tung der drei sowjetischen Angriffsarmeen, wie sich aus dem heutigen Wehrmachtbericht ergibt, sehr gute Fortschritte macht. . v

Kein Wunder, daß L i i w i n o w - F i n k e l st e i n nun wieder in Washington um Unterstützung bettelt. Es sollen neue Verein- barungen zwischen den USA. und der Sowjetunion im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes getroffen werden, was nur bedeutet, daß England weniger amerikanisches Material als bisher erhält unp, daß die USA. ihre Kräfte noch mehr zersplittern.

.... | . tigte Stellungen

Bolschewisten durchbrochen hatte, traf ein starker Feindstoß Flanke seines Regiments. Rach zähem Abwehrkampf trat Dl Eckhardt mit seinen Jägern zum Gegenstoß an. Er nahm eine das Gelände weithin beherrschende Hohe in Besitz und schuf damit die Voraussetzung für die erfolgreiche Fortführung des Gesamt- angriffes seiner Division nach Osten hin.

Hauptmann Karl Greve, am 7. Januar 1897 als Sohn des Oberpostsekretärs Karl Greve in Hannover geboren, hatte Anfang Mai wesentlichen Anteil an dem großen Angriffsersolg seiner Division im Osten der Krim-Halbrnsel. An der Spitze seines Jäger-Bataillons stürmte et aus eigenem Entschluß und ohne Artillerieunterstützung über das befohlene Angriffsziel hinaus und brach in die stark befestigte und vom Gegner zäh verteidigte Stellung ein. Es gelang ihm, die Bolschewisten mehrere Kilo­meter zurückzuwerfen und dadurch eine besonders günstige Aus­gangsstellung für den weiteren Angriff der Division zu schaffen. Hauptmann Karl Greve ist im Zivilberuf Professor an dem In­stitut für Zahnheilkunde der Universität Breslau.

Ministerpräsident Tojo führte u. a. aus:

In der kurzen Zeit von weniger als einem halben Jahr (eit dem Ausbruch des Krieges in Groß-Oftafien haben die kaiserlichen Streitkräfte die Kräfte des Feindes zerschlagen, wo immer sie auch austraten, wichttge Gebiet« im großostafiatischrn Raum wurden von unseren Streitkräften besetzt und di« Seestreit- kräst« der Bereinigten Staaten und Großbritanniens wurden im Pazifik und im Indischen Ozean praktisch ausgetilgt.

Die gegenwärtig günstige Lage sowohl in der Heimat als auch außerhalb bedeutet indessen nur ein Vorspiel zum schließlichenEndsiegin diesem Kriege. Die Tatsache, daß die Entscheidung Über Sieg oder Niederlage in unserem Krieg gegen die Vereinigten Staaten und Großbritannien in dem Aus­gang des jetzt noch vor uns liegenden totalen Krieges liegen wird, bedarf keiner weiteren Erklärung. Seit dem Ausbruch des Krieges ist unsere gesamte Nation von der unbeugsamen Ent­schlossenheit erfüllt und wird es weiter sein, niemals das Schwert der gerechten Sache einzustecken, bis nicht der Einfluß der anglo -

as. Berlin. 27. Mai. «Eia. Drahtbericht.unserer Berliner Schriftleitung.) Südlich von Charkow vollzieht sich in diesen Stunden und Tagen das Schicksal dreier, mit bestem Ma­terial ausgerüsteter Armeen Timoschenkos, in dem fest von deutschen Truppen geschlossenen und sich ständig verengenden Kessel. Noch unternimmt der Gegner verzweifelte, aber vergebliche Ausbruchsversu ch e. Damit ist. wie wir gestern sagten, aus dieser sowietischen Offennve. eine Rettungsaktion geworden und dabei hatte man doch io große Hoffnungen auf die Operationen Timoschenkos geletzt. Der amerikanische Außenminister Hüll beispielsweise hatte zu Beginn der sowietischen Offensive noch von ..besonderen Informationen" gesprochen, auf Grund deren er ein Kriegs­ende ..schneller als erwartet" voraussagen zu können glaubte. Der US.-amerikanische Nachrichtendienst und ebenso auch Reuter batten bald nach dem Beginn der sowietttwen An­griffe erklärt, daß die Deutschen panikartig die flucht er­griffen hätten. Moskau ließ verkünden, daß bereits in der Stadt Charkow selbst Kamvie stattfanden. Am 17. Mai schrieb das sowjetische Armeeblatt ..Roter Sternund der amerikanische Nachrichtendienst übernahm, das mit Begeiste­rung ..der Widerstand der Deutschen bei Charkow ist nun­mehr endgültig gebrochen."

Heute erinnert man sich drüben nur ungern solcher Autze- rungen, mit denen man lange Spalten lullen konnte. Die Lügner haben zugleich mit Timoschenkos Angriffsarmeen eine schwere Niederlage erlitten. Teilweise will man das noch nicht ganz wahrbaben. So hält die ..Times noch immer einen deutschen Sieg bei Charkow für unwahrscheinlich. Reuter bereitet lieber vorsichtshalber die Engländer auf eine neue Katastrovbenmeldung vor und erklärt deshalb, daß die Laae bei Charkow sich s ch n e l l d e r Krise nähere. Das amerikanische Büro United-Preß berichtet aus London, daß man dort die Lage für Timoschenko als ernst ansehe. Man gebe zu. daß durch die deutschen Operationen der Sauvtteil seiner Angriffskräfte ernstlich bedroht sei. Es ist auch sehr kennzeichnend, daß bereits wieder Stimmen laut werden, die eine Entlastungsaktion der Alliierten, fur.dre Sowieis. auch wenn sie nur klein wäre, fordern. Die Lugner bennden sich also im großen und ganzen dock auf dem Ruckzug au»wenn man sich hier und da noch verzweifelt an die alten Märchen tIan$ßerin man dem englischen und amerikanischen Publikum noch nicht die ganze Wahrheit zumuten zu können glaubt, so spielt dabei wohl die Erkenntnis mit, daß die Ee^mtlage zu schlecht ist und daß es ohnehin anunerfreulichen Meldun­gen nicht fehlt. Washington muß nämlich langsam auch die Verluste aus der Seeschlacht im Korallenmeer eingesteben. Ein Bericht des USA.-Marinedepartements. darüber ist tn Vorbereitung, wozu erklärt wird, daß die eigenen Verluste wahrscheinlich ..wesentlich" ßeroekn seien. Aus Tlibungking kommen immer neue Hilferufe. Betonte doch auch der stellvertretende Außenminister Tschlangkaischeks den Ernst der Lage und erklärte, man brauche dringend Flug­zeuge und Transportmittel. Gleichzeitig muß der aus Burma geflüchtete amerikanische General Stillwell bekennen.

Wir sind aus dem Lande herausgetrieben worden und es war höllisch erniedrigend." Dazu kommen die nicht abreißen- den Schiffsversenkungen in den amerikanischen Gewässern, so daß selbst das amerikanische Marineministerlum in einem Teilgeständnis erklärt, es sei jetzt das 211. Schiff tn den Ge­wässern der westlichen Halbkugel versenkt worden Zu all dem gesellen sich nun für die Plutokraten noch die Unglucks- meldungen aus Charkow, die um so schmerzlicher find, als man so große Hoffnungen auf Timoschenko gesetzt hatte. .

In England und in den USA. macht man ziemlich viel Auf­hebens von dem Eintreffen einiger nordamerikanischer Militärs in England. Es sind diesmal der Chef des Luftwaffen- st a b e s der U S A. - A r m e e, General Arnold, und der Chef der amerikanischen Marine-Luftwaffe, Admiral Zorn eis, mit den entsprechenden Stäben. Englische und amerikanische Blätter folgern daraus, daß wichtige Aktionen vorbereitet werden würden.New York Herald Tribüne" spricht sogar schon von einer Änderung der alliierten Kriegspolitik, da man nicht nur eine Ofenstve gegen Deutschland, sondern auch gegen Japan plane. Prompt fällt in diesem Zusammenhang auch wieder das alte Schlagwort von der zweiten Front. Damit hofft man offen­bar die Kommunisten beruhigen zu können, hat doch die bol­schewistische Internationale, wieAstonbladet" aus New York berichtet in England und auch in den USA. eine umfassende Agitatio'ns-Ofensive eingeleitet, deren Ziel es ist, eine zweite 5 tont in Europa zu schaffen. Man sieht, wie sich S t al in dieser Organisation bedient, um einen Druck auf Chut chlll und auch auf Roosevelt auszuüben. So versucht man von kom­munistischer Seite her, die alte Forderung nach Schaffung einer -weiten Front das Wort, das Churchill äußerst unbeguem ist und das deshalb auch lchon in der Versenkung verschwunden war.

Berlin, 26. Mai. Der Führer verlieh bas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Heinrich Eckhardt, Kommandeur eines Jäger-Regiments, Hauptmann Karl Er«»«, Bataillons- kommandeur in einem Jäger-Regiment.

Oberst Heinrich Eckhardt, am 3. November 1896 als Sohn des Bürgermeisters Adam Eckhardt in Böddiger (Kreis Melsungen) geboten, zeichnete sich bei den schweren Angriffskämpfen Ende März 1942 im Raume südlich des Ilmensees durch persönliche Tapferkeit und Entschlußkraft hervorragend aus. Nachdem er mit seinem Jäger-Regiment mehrere stark befestigte Stellungen der Bolschewisten durchbrochen hatte, traf ein starker Feindstoß die

Der Tenno verliest eine Proklamation

Tokio, 27. Mai. (Funkmeldung.) Die 80. Sondersitzung des neugewählten japanischen Reichstages trat Mittwochmorgen um 11 Uhr zur Eröffnungszeremonie zusammen. Im Mittelpunkt stand die vom Tenno persönlich verlesene Prokla­mation.

.Unsere Expeditionsstreitkräste", so heißt es in dem kaiser­lichen Erlaß, «haben überall die feindlichen Kräfte vernichtet und wichtige Gebiete besetzt, wodurch vor der gan­zen Welt die militärische Kraft und das Ansehen Japans gezeigt wurden. Die Beziehungen unseres Landes zu den befreun­deten Nationen gestalten sich immer enget, was wir

zur Eröffnung des neuen Reichstags

mit größter Genugtuung feststellen. Wir vertrauen auf die Treue und die Tapferkeit unserer Untertanen und erwarten die Er­reichung des Zieles dieses Krieges. Wir beauftragen die Staats­minister dem Reichstag wichtige Haushaltvorschläge und Erlasse ?u unterbreiten uns erwarten, daß sie nach harmonischer Ans­prache und unter Berücksichtigung unserer Wünsche und Abfichte« genehmigt werden."

Nach der kurzen Eröffnungssitzung begab sich der Tenno sofort in seinen Palast zurück, während die beiden Häuser am Nachmittag zu ihren Sitzungen zusammentraten, um Erklärungen des Minister­präsidenten sowie des Außenministers, Marineministers u»d Finanzministers entgegenzunehmen.

Feind-Widerstand gebrochen

Vernichtung der eingeschlossenen Sowjetarmeen südlich Charkow macht schnelle Fortschritte

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