Freitag. 22. Mai 1942
Wiesbadener Tagblatt
Freitag Scrbuntelung von 22.27 4.52 Uhr
Verhütet1 Waldbnöndi
liche Gegebenheit hinnehmen, hat der zivile Sektor zuguns^n unserer Rüstungswirtschaft in allen Dingen zuruck^utreten müllen mit dem was wir bekommen, haushalten. Diese Forderung muh von jedem Volksgenossen erfüllt werden. Vom Warenverteiler ist darüber hinaus zu verlangen, dafe er nicht nur em guter Rechner, Organisator und Verkäufer ist sondern dah er das wertvollste Bindeglied zwischen Erzeuger und Verbraucher ist Das ist mitunter nicht leicht und m vielen Fallen auch unpopulär Mancher Ärger hat seine Ursache in unvernünftigen Forderungen des Publikums, die nicht bewältigt weiden können Der Mangel an Menschen und Rohstoffen kann nicht von heute auf morgen gelöst werdens aber deshalb stehen wir ,a eigentlich 'm Kriege weil uns neidische Feinde den Zugang zu den Rohren der Erde sperren wollen. Wir haben demgegenüber den Willen uns durch- zusetzen. So verlangt der Krieg heute von ,edem Menschen. mehr als dah er nur seine Pflicht tut. Denken w,r an den Soldaten an der Front, er gibt sein Letztes, er kennt nur den höchste
G' Jndmi der Stellvertreter des Kreisleiters den Zuhörern den Frontsoldaten als leuchtendes Vorbild der Pflichterfüllung vor Lugen stellte, rollte er zugleich in klaren unmGverstandlichen Ausführungen Probleme auf, die. unbedingt der Losung 'N der Art zuaeflihrt werden müssen, dah jede aufkommende Mihstlmmung im Kerne beseitigst wird. In einer Reihe °°n Punkten suhlte er den Männern und Frauen der gewerblichen Wirtschaft alle Die Dinge des Alltags vor Augen, deren Beseitigung munjchenswert erscheint Mancher unter den Zuhörern wird erkannt haben, dah die^Partei genau die Sorgen und Röte des Veri^ erapparates kennt, dah sie aber auch erkannt hat, wo Ere,gmsi<: « gewannen, die beseitigt werden müssen und bet steter Derertscha, auch beseitigt werden können. Was den Punkt „Vorzugsbehan - lung“ anbelangt, so rief der Stellvertreter des Kreisler ers unter starkem Beifall aus: „Der vornehmste Kunde r st h eure der schaffende Mens ch". Aus ihn hat sich °"e^-°ussurichten Wenn einmal eine Mangelware zuruckgelegt «»d dang nur für einen Volksgenosten oder eine Volksgenossin die imArbertsieven stehen und daher nicht früher als andere ihre Einkäufe tätigen können Pg. Wagner lieh auch keinen Zweifel darüber, dah die Anträge aus Betriebsferien, wie auch die willkürliche v°rube - gehende Schliehung von Ladengeschäften auf die Dauer untragbar geworden sind. Von Verantwortungsbewußt ein kann hier n, vielen Fällen nicht gesprochen werden. Für uns alle ist heute allem das Schicksal unseres Volkes entscheidend, -an leinen Schlussworten unterstrich der Stellvertreter des Krewleiters die Bedeutung unseres Kampfes für das Sem oder ®rn bes
deutschen Volkes. Ohne Kampf geht es Nicht auf dieser Erde Wir in der Heimat sind genau so wie der Soldat an der Front für den Sieg verantwortlich.
Mit dem Eruh an den Führer durch Kreisobmann W e h n eit nahm eine Kundgebung ihr Ende, dre allen denen, die den Worten des Hoheitsträgers der Partei aufmerksam lauschten, gezeigt haben wird, dah jeder einzelne an semem Arbeitsplatz mit höchster Pflichterfüllung schaffen muh, dah jeber der Gemerg- schaft zu dien?n hat und daH jeder für den Sieg arbeitet. W. P.
Herausgeber: leidmung: Bahn.
Reidisarbeitsgemeinsdiaft Schadennernuiung.
Verständliche Urteilsentscheidungen
Die ersten Mahnahmen zur Bereiusachung der Rechtspflege
Auf Grund des Erlastes »bei die Vereinfachung der Rechtspflege hat der Reichsjustizminister durch Verordnung vom 16. Mai I 1942 nunmehr die ersten, vornehmlich die Z r v i l r e ch t sp f I ege I betressenden Maßnahmen getroffen. Das Verfahren erfahrt eme I Reihe' wesentlicher Vereinfachungen^Die^Entschetdu^n^stnd I
* Die Berliner Philharmoniker in Paris. Das Berliner Philharmonische Orchester, das nach seinen Gastspielen in Spanien und Portugal, in Südfrankreich konzertierte, ist m P°ns em- getroffen, wo unter Leitung von Clemens Krauß me|tete Konzerte für die deutschen Wehrmachtsangehorigen und die fron-
20. and in
die diesjährige Gutenberg-Festwoche. Das Programm bringt wiederum künstlerische Veranstaltungen von hohem Rang. Am Sonntag, 21. Juni, findet im Kurfürstlichen Schloß die Erosfnunge- feier statt Am Abend des gleichen Tages gelangt Ariadne auf Naxos von Richard Strauß mit Kammersängerin Erna Schlüter von der Staatsoper Hamburg und Kammersängerin Adele Kern von der Staatsoper München zur Ausführung In der Festsitzung und Generalversammlung der Gutenberg-Gesellschaft am 28. Ium im Kurfürstlichen Schloß spricht Dr. Suhus Rodenberg aus L^ioii^ über Kunst und Technik im Widerstreit und Ausgleich in Bet® Druckkunst des 20. Jahrhunderts". Den Abschluß der Woche bildet eine Festaufsührung von „Tristan und Isolde. Als Gaste wurden u. a“ verpslichtet Kammersängerin Helena Braun von der Staajs^pet Jlßien. ^usikwoche in Frankfurt a. M. Unter der Schirmherrschaft von Gauleiter und Reichsstatthatter Sprenger ver- amtalten die Dante-Gesellschaft und die Deutsch-Italienische E - lellickait in Frankfurt a. M. vom 29. Mai bis 2. 3um eine italienische Musikwoche. Bei der Eröffnungsfeier im Frankfurter Opernhaus wird ein Streichquartett von ©lacomoSaponaro uraufaefübrt In einem Orchesterkonzert werden Werke von Pizzetti, Casella, Pizzini, Vietor de Sabata und Franco Alfano aufaeiübrt dirigiert von Maestro Questa, der auch eine „Othello Vor9stellung der9Franksurter Oper als East leiten wird. In einer zeitgenössischen Kammermusirveranstaltung °rkl»ngen Kompositionen von Respighi, Malipiero, Davrco, Lombardt, Luald, u. a. Die Musikwoche, an der deutsche und italienische Solisten mit- wirken, wird durch einen Vortrag über dre ^utwicklung des italienischen Musiklebens, eine Filmvorführung und einen musikalisch umrahmten Empfang des italienischen Eeneralkoniuls ergänzt, lisch umrahmien^i $äd)et fii, unsere Soldaten. Die
dritte Büchersammlung der NSDAP, für bte deutsche Wehrmacht
SÄ»»1«»*
Keine unnütze Belastung
Auch die Straßenbahnen sind an Betriebsvoraussetzungen gebunden
Die Kriegsverhältnisie haben es mit sich gebrach, atz Sonn- und Feiertagen der Omnibusverkehr in unserer^S dt^ ll, gelegt werden mußte. Der Verkehr Mischen WlesbaDcn uno ^ie° "ich bzw. Mainz und W.-Schierstein-Malnz kann ledoch dura, die Straßenbahnen aufrechterhalten werden Es hat stck) 8U St daß an schönen Sonntagen die Straßenbahn einen «erleg o bewältigen hat, der stark durch Ausflügler belastet w^rd .Es wurden Rekordergebnisie erzielt. Alle Dinge. haben j R . Grenzen und bei der Straßenbahn ist es nun so, daß das verfügbare Personal in starkem Maße im Bern s°erkehr na°setz ist und nicht noch weiter dem ausgesprochenen Ausfl^sverkehr dienen kann. Die Wiesbadener Straßenbahnen weisen daher in Anbetra-yt der bevorstehenden Pfingsttage daraufhin daß es n Dieiem Sommer aus betriebstechnischen Gründen nicht möglich ist, an den Sonn- und Feiertagen für den Ausslugsoerkehr "gendwe ch » jätzlichen Fahrten auszusühren. Auch an diesen Tagen dient Straßenbahn vorzugsweise dem Berufsverkehr, daher müssen. Ich alle anderen Volksgenossen auch in der Benutzung der Straß - bahnen größtmöglichste Zurückhaltung auserlegen.
Aus Auust und Leben
* Neuer Intendant in Trier Zum seschaftssührenBen Intendanten und Oberspielleiter. des Trierer Stadttheaters^st mit
Dbedpielkite^r der Oper am Deutschen Natio- sieben Jahren als Oberipteiieiier stellvertretende
die Mitteldeutsche Landesbuhne (Sitz Halle).
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BanBolin" brachte letzt das Altenburger ^^perneinalter
sprechend gib °sich ihre musikalische Umrahmung liebenswürdig und kapriziös. ^Der Melodisch bes^wingte gesangliche Tml de^Oper stützt sich auf eine durchsichtig lnstrumemierie , eine
-GW-WMWM MMMWSM auch in einigen Kreisstädten Le land, und Eltland
Künstler spielten, war das Jnteielse^ sur mm itan6 beste NaM^KEmermufik m°t SEer.cn von Haydn, Beethoven und Schubert.
kürzer als bisher abzujasien wodurch sie iur den nichtrechts kundigen Beteiligten zugleich verständiger werden Die Be fertigten können bei Urteilen, die einem Rechtsmittel nicht unter- lieqen auf die Begründung verzichten und hierdurch Kosten ersparen Eine Fortsetzung erledigter Verfahren nur noch wegen der Kosten findet künftig nicht mehr statt. Die Beschwerde ist wesent- lich eingeschränkt, vor allem in Kostensachen und tn solchen Angelegenheiten, in denen es sich nur um eine vorübergehende Regelung handelt. Die Berufungsgrenze ist für alle nach dem 31 Mai 1942 ergangenen Urteile wieder auf 500 RM heraui- gefetzt. Praktisch besonders bedeutsam ist, daß neues Vorbrlngai» in der Berufungsinstanz nur noch ausnahmsweise zulässig ist, bi» Beteiligtest also genötigt sind, bereits in erster Instanz ihre Behauptungen und Beweise vollständig vorzubringen, anstatt, wie es bisher immer noch möglich war, das Verfahren dadurch zu verzögern daß weiteres Vorbringen für bte Berufungsinstanz auf» aekart wurde. Offentfichtlich unbegründete Berufungen und Revisionen können nunmehr durch Beschluß ohne mündliche Verhandlung zurllckgewiesen werden..
Rund um die Ferienresse
• Ein Gespräch, das mit einem vernünftigen Entschluß endete
Sie: (mit einem harten Seufzer) „Du meinst also, Oskar wir müßten allen Ernstes in diesem Jahre die Fer'enrelse aufstecke
Aber Auguste, du hast es doch selbst tn der Zeitttttg aelesen Wie sollten wir denn auch einen Anspruch auf einen Em holungsaufenthalt begründen: Du stehst aus wie die ewige Jugend, und ich bin in meinem Betrieb einfach nicht abkömmlich.
Sie' (wieder hart seufzend) „Andere Seide sind nicht so ge Wissenschaft wie du. Frau Felsentrott hat siK. °ufs Herz untersuchen lassen und ihr Mann aus die Nieren. Sie haben beide ,hr Attest und fahren im Juli nach Bayern. „ h
ßf Siebes Kind, aber du hast es nicht am Hetzen und ich Habs nicht an den Nieren. Wir sind Gott sei Dank beide kern- 06'U6ie- Aber man möchte doch ganz gern ein paar Wochen aus. können Oskar Man hat doch auch Nerven. .
Er:' (lächelnd) „Bislang hattest du Nerven wie Drahtseile. Aber was die Ausspannung anlangt “«P 1bk Ernte! Gelegenheit haben. Fritz unb Monika gehen ja in bie Ernte» Hilfe9 bie bist du also für vier Wochen ^s. Der Jochen Nt bei bet Kinberlandverschickung einen Platz °rw'scht und sticht in See.
I So bist du für vier Wochen kinderlos und hast die schönste Ge legenheit, deine Nerven zu schonen." .
9 Sie: „Es kommt bei der Ausspannung aber tn erster Linie auf die Luftveränderung an. Aus den Tapetenwechsel sozusagen
I (er- Für die Suftoeranberung steht bir unser Garten zur I Beifügung. Darin kannst bu täglich licht-, lüft- und sonnenbaden, I bis bu braun bist wie ein Mädchen aus bem Sch oko la b en la nb. I Außerbem bannst bu schwimmen unb haben gehen. Drittens hast du die Möglichkeit, mit mir an ben Sonntagen Ausfluge S" machen
I Du kennst unsere schöne Umgebung ia kaum, weil bu immer in I bie ^ie-*6(ieufä?'mieTetV !,Ach ja, es geht auch nichts über bte
5eier (zieht einen Bries aus bet Tasche) „Weil bu grab von bet Keine schwärmst Auguste: Ich habe hier einen Feldpostbrief ben m7r ein Betrkb-kamerab aus bem Osten geschickt hat. Darin hecht es am Schluß in Versen:
Mein Heimatland, was du mir bist, das fühle ich erst jetzt, wo mich der Streit der Volker in fernes Land versetzt.
Und bürst' ich. für Minuten nur bie Heimat wiebersehn, fürwahr, ich. würbe heute noch zu Fuß nach Hause gehn! , . .
Meinst du nicht auch, Auguste, daß es unpassend wäre, getten su machen, wo unsere Soldaten fein bei Heimat heldenhaft das Vateiland und unfete gesicherte Existenz verteidigen.
Sie: (läßt beschämt den Kopf sinken) „Verzeih, O-kar du hast recht Wir wollen in der Heimat unfern Soldaten kein schlechtes Beispiel geben. Wir fahren nicht in die Ferien.
Er: (lächelnd) „Frau, du bist so oernunfhg, wie bu schon bift.
Aus der Bezugscheinpraxis
“ Weitere Bestimmungen zur Kleiderkarte
Die Reichsstelle füt Kleidung und verwandte Gebiete hat eine Bekanntmachung Nr. 29 erlaßen. Darin werden einige wertete Eraänzunas- bzw Snberungsbeftimmungen zur Kleiderkarte gegeben. So'können nun Handtücher unb Frottiertücher nicht mehr nut Kleiberkarte sondern nur noch auf Bezugschein bezogen werden. Ferner sind Männer-, Burschen und Knabenmutzen jeder Art aucki Sckiffchen von der Punktpslrcht befreit worden. Bisher roar nur ein bestimmter Teil dieser Mützen punktsrel. Ausdrücklich sei jedoch darauf hingewiesen, daß Mutzen fut FrEN unb 1 Müßen für Knaben bis zu drei Jahren, weiterhin bei Punkt pflicht untetliegen. Nach wie vot punktfiel ,st Saugl,ngswasche unb Säuglingsbelleibung aus Austauschstoffen.
Punktsteie Sommerhanbschuhe
Zu bet gtage, ob Trikothanbschuhe ober °uch Sandschuhe aus dichten Geweben frei verkauft werden durjen, weist die „Textil üituna" darauf hin, daß Handschuhe mit Ausnahme von gestiickten Handschuhen und gewirkten Handschuhen mit Futter ntd)t be^ugs- beschrasikt sind. Sommerhandschuhe sind demnach nicht punkt- Pflichtig. _
- Steuererleichterungen für Rentner. Es gibt Steuerpflich- tige, die Renten aus der leichsgesetzllchen Sozialversicherung unb im aleicken Veranlagungszeitraum Einkünfte als nichtselbstandiget Arbeit s-zieh-n die9 aus einem gegenwärtigen Dienstverhältnis stammen. Es kommt vor, daß. solche Steuerpflichtige nur deshalb veranlaat werden weil die Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug unterliegen, mehr' als 300 RM betragen. Für diele Falle hat der Reichsfinanzminister jetzt bestimmt, daß von den Rentenbezugen außer den 200 RM Pauschalbetrag sur Werbungskosten ein be= knBerer steuerfreier Betrag von 600 RM abzuziehen ist Der besondere steuerfreie Betrag darf jedoch weder dre Einkünfte aus den Rentenbezugen noch die Arbeitseinkünfte übersteigen. Für die Frage ob d?e Grenze von 300 RM überschritten wird, ist bet den Rentenbezügen von den Einnahmen, nach Abzug der Werbungskosten und des besonderen iteuerrreien Betrages von 600 RM auszugehen Diese Regelung gilt erstmalig bei der Einkommensteuerveranlagung für 1941.
- Das „W. T." gratuliert. Die Eheleute Peter K o l l i g und Frau Elisabeth, geb. Klemmer, Vorderberg 67, begehen am Samstag das Fest der silbernen Hochzeit.
Seite 4 Nr. 118
Wiesbadener Nachrichten _
Wir alle arbeiten für den Sieg
Appell an die gewerbliche Wirtschaft
Großkundgebungen dienen der politischen und weltanschaulichen Ausrichtung des deutschen Menschen, sie sind zugleich aber auch Stätten bet Selbstbesinnung unb des Willens zum Dienst an Der Gemeinschaft. Eine Äunbgebung, wie sie am Donnerstagabenb im Paulinenschlößchen von bet D A F., Abt. Ha n b e l unb Frembenverkehr, sowie ben Wirtschaftsgruppen Einzel- hanbel, Eaststätten-undBeherbergungsgewerbe unb Ambulantes Gewerbe in Gegenwart zahlreicher Betriebsführer unb Betriebsobmänner burchgeführt würbe, bebeutet heute, im brüten Kriegsjahr, in ganz bejonbetem Maße bie Entgegennahme von Befehlen bes Führers burch ben Hoheitstrager der Partei. Und wenn der Kreissachstellenleiter Handel in der DAF., Pg. Erich Walther, neben den Männern und Frauen der gewerblichen Wirtschaft Wiesbadens auch zahlreiche Vertreter der Partei, der Behörden und all der Stellen, die mit dem Ver- ieilerapparat der Wirtschaft zusammenarbeiten, begrüßen konnte, so beweist dies, daß alle gemeinsam am Werk sein wollen, ihre im Kriege überaus wichtige Ausgabe so zu erfüllen, daß allen Anforderungen entsprochen werden kann. Nun sind die Berhaitnipe des dritten Kriegsjahres angespannter als in den vergangenen beiden Jahren. Da bedurfte es wohl einmal her Setzung einer Zielrichtung, der der Stelloertrefer des Kreisleiters, Pg. Hans Wagner, klaren Ausdruck gab.
«lle im wirtschaftlichen Leben stehenden Volksgenosien tragen eine große Verantwortung auf ihren Schultern. Der Verteiler- apparat mutz ohne Störung arbeiten und er hat dre ihm gestellten Aufgaben bis jetzt auch erfüllt. Aber es haben stch doch — haufrg bedingt durch menschliche Unzulänglichkeit — in dem einen ober anderen Falle Entwicklungen angebahnt die nicht gerade willkommen geheißen werden dürfen. Und ihnen stellte der Stellvertreter des Kreisleiters die Forderungen gegenüber, die die Volksgemeinschuft von einem reibungslosen Ablauf des Derteilervorganges erwarten kann. In klar formulierter, volkstümlicher Art umriß Pg. W a g n e r bte Aufgaben, bie bem Handel in der Kriegswirtschaft gestellt sind. ISegenuber dem ersten Weltkrieg, in dem jüdische Schieber unb Wucherer bas Gift ber Zersetzung in unser Volk bineintrugen, was letber beim bamaltgen tztaat Gegenmaßnahmen vermissen liefe, haben wir letzt 'm Metten Weltkrieg eine jubenfreie Verteilerorgamsation unb eine nach klaren weltanschaulichen Gesichtspunkten ausgerichtete Staats- fllhrung, bie keinerlei Mißstänben gegenüber Gewehr bei Fuß stehen'will. Das Verantwortungsbewufetsein der Eemelnjchiftt gegenüber hat im nationalsozialistischen Reich ^v /lnBeres Ge icht bekommen. Der Staat greijt burch, wenn es Li", Außensettetn, bie sich an bet Gemeinschaft zu versunbigen suchen entgegenzutreten. Heute, das mutz jeder deutsche Mensch als selbstverstand-
Lautsprecher aufl
Das Rundfunkprogramm derWoche
In den bemerkenswerten R e i ch s s e n d u n g e n des grofe- deutschen Rundfunks sind am P f i n 9 sti onntagum14.-aUhr in der Sendung „Stimmen der Meister" Luise Ullrich Maria Pierenkämper, Hannelore Schroth, Paul Klinger und Kur I zu hören. Im 12. Kapitel-von „Fortsetzung folgt um 16 Uhr wirkt „ „ Millv Reichert mit Um 18.45 Uhr bietet Hamburg Proben aus "dem Schaffen des Walzerkomponisten Hanns Loeht^ Schm^ feders Operette „Die oder keine" erkling um 20 20 Uhr Am Pfingstmontag bietet Breslau um 11 llhr „Henere Mußt, um 16 Uhr singt u. a. Gerhard Hüsch Schuberts Fruhlingsglaube , um 19.15 Uhr vereinigen sich die Komponisten Z ch r Kunneke^
Tinftal Am Samstag um 10 Uhr werden von Königsberg SM» »?..»-•-& -
ÄrJa s iTiTffmonUg um‘& llhr^verbindet^Jber'St^m bet berliner HI. mit bem Reichsmusikzug zu einem festlich- rohen Wuruieten“ bem Frühling ist das Programm um 17.15 Uhr aeroibmet. Duette unb Balladen sind um 20.15 Uhr zu Horen und 9 . ifc- m;rb Matschners Pfingstmaienfptel „Der Holzdieb
aLndet Am Dienstag um 17.159Uhr erklingt „Schöne Musik" 1lTn 90 15 llhi ein heiteres Programm. Am Donnerstag
ÄÄsew von Rudi Stephan. Arn Samstag um 20.15 Uhr kommt „Der Barbier von Bagdad" von Cornelius zu Gehör.
