Freitag. 22. Mai i!U2 Wiesbadener Tagblatt
Nr. 118 Seite 3
Ritterkreuzträger Krohn überbringt den Dank der Front
Jeder einzelne muh härter und härter werden
aber
„Die sowjetischen Angeklagten waren die Anstifter
Die Anklagerede des Staatsanwalts im Attentatsvrozeh von Ankara
Der Ritterkreuzträger Gefreiter Krohn, der Beauflagte des Führers, führte bei dem Staatsakt aus:
„Wenn ich heute auf Befehl des Führers im Namen der gesamten deutschen Wehrmacht einem Kameraden aus einem Rüstungsbetrieb das erste Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz überreiche, das in diesem Kriege verliehen wird, dann bringe ich damit aus übervollem Herzen den Dank aller deutschen Soldaten zum Ausdruck für die wunderbaren Waffen, die die deutschen Rüstungsarbeiter uns schmieden.
Ich weih, daß wir ohne diese Waffen keinen der vielen Siege und Erfolge hätten erringen können, die uns das Krirgsglück in diesen Jahren schenkte. Wir haben unsere soldatische Überlegenheit über den Feind an allen Fronten auf dem Land«, aus dem Wasser und in der Lust immer wieder den deutschen Rüstungsarbeitern zu verdanken, die mit ungeheurem Fleiß, mit einer phantastischen Präzifio» und mit derselben Einsatzbereitschaft, von der wir Soldaten beseelt find, für den Sieg Tag und Nacht gearbeitet und gewerkt, gedacht und erfunden haben, um uns
Weil die Fühl deshalb mutz auch —----.----— —
ständnis und Vertrauen für die Handlungen der Es find ja nur immer einzelne, ganz wenige, die
immer bessere, immer wirkungsvoller« und imm«r schönere Waffen zu schenken.
Reichsminister Speer hat soeben als Ches der deutschen Rüstung die Arbeit der deutschen Rüstungsarbeiter sachmännischcr gewürdigt, als ich es könnte. Wir Soldaten aber an der Front haben diese Massen eingesetzt und wissen deshalb besser als jeder andere, was fie wert find und was sie bedeuten. Ich bin stolz darauf, datz der Führer deshalb mich als einen unbekannten Soldaten aus vielen Millionen, die heute mit der Waffe in der Hand vor dem Feinde stehen, beauftragt hat, diese Gedanken der Front zum Ausdruck zu bringen. Im Namen des Führers überreiche ich Ihnen, Obermeister Hahn c,deshalb das erste Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes und spreche Ihnen dazu d i e herzlichsten Glückwünsche des Führers aus. Diesen Glückwünschen möchte ich die aller Frontsoldaten anschlietzen und zum Schluß auch meine eigenen, denn ich bin mir bewutzt, datz ich ohne die Massen, die die deutschen Rüstungsarbeiter uns in die Hand gegeben haben, niemals das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes errungen hätte."
Kornilow dagegen seien hartnäckige Lügner. Auherdem seien sie berufsmäßig geschulte politische Verbrecher. Das Gericht verfügte nunmehr über genügend Beweise und Zeugenaussagen, um trotz des Leugnens der sowjetischen Angeklagten zu erkennen, datz sie in weitem Umfange mitschuldig sind und zwar als Anstifter. Der Staatsanwalt bedaure es, datz die Auslieferungsanträge an die Behörden wegen des fünften Teilnehmers an dem Anschlag. Stephan P o t o t s ch n i g. ergebnislos geblieben sind, sodaß die Verhandlungen gegen diesen Attentäter nicht stattfinden können. Abschließend stellte der Staatsanwalt seine bereits gemeldeten Strafanträge.
Der Vorsitzende des Gerichtshofes richtet« an die Angeklagten die Frage, ob sie gegen die Anklage des Staatsanwalts Einwande zu erheben hätten. Die sowjetischen Angeklagten stellten den üblichen Antrag auf ausführliche Übersetzung der Anklagerede und um genügende Zeit zur Vorbereitung ihrer Verteidigung.
Die nächste Sitzung wurde aus den 2. Juni anberaumt.
Aber so wichtig die Lieferung der Waffen ist, so entscheidend die Sicherung der Ernährung für die Kriegsührung ist, so kommt aber wiederum etwas hinzu für die Heimatfront, das fie genau fo in sich tragen mutz, wie draußen die Front der kämpfenden Männer. Ich habe vorhin von der Härte gesprochen, die jeder deutsche Soldat, der in diesem Winter in Ruhland kämpfte, bewiesen hat, und deshalb erwarte ich, datz auch in der Heimat jeder einzelne härter und härter wird und sich sagt, dieser Krieg muh durchgestanden werden, gleichgültig wie lange er dauert. A m End« stkht der Sieg und das allein ist entscheidend. Diese Generation muh wieder gutmachen, was fie einst versäumte. Und die Jugend Hilst ihr schon dabei. Das, was wir jetzt ertragen und aushalten, das ersparen wir unseren Kindern und denen, die nach uns kommen.
Ich verlange von jedem einzelnen in der Heimatfront die gleiche Härte, wie sie drautzen die kämpfende Front besitzt. Dazu gehört vor allem aber das Zusammen st ehen und da» Z u» sammenhalten untereinander; wie draußen die Front durch das Blut zusammengeschweitzt wird, so sollt ihr durch die Arbeit verbunden sein. In stolzer Verachtung wollen wir alle Feindpropaganda zurückweüfen, denn es sind doch nichts anderes als Lügen.. Der Jude lügt heute genau das gleiche vom Himmel herunter wie damals in seinen schmierigen Zeitungen in der Systemzeit. Nur Gott sei Dank nicht mehr in Deutschland, sondern vom Ausland her. Mit lächerlicher Einsalt versucht er das, was seinem Gehirn entsprungen ist, auf allen möglichen Wegen der Propaganda in das deutsche Volk hineinzutragen. Er irrt sich. Auch hier haben die Zeiten sich geändert. Aus diesem wüsten Durcheinander, das sich einstmals deutsches Volk nannte, in dem der Bruder dem Bruder den Schädel einschlug, ist nun, und das möge der Jude zur Kenntnis nehmen, eine Volksgemeinschaft entstanden, die wie ein granitener Block fest in sich ruht und alles zu ertragen vermag. Glaubt nicht immer alles, was erzählt wird, und weift stolz alle Lügen, zurück.
Befolgt die Kriegsgesetze
Sie wurden ja nicht von uns gegeben, meine heben Volksgenossen und Volksgenossinnen, um euch zu drangsalieren, um euch zu ärgern oder euch das Leben zu erschweren, sie find erlassen worden, weil sie notwendig find, um das deutsche Volk zu erhalten und seinen Sieg zu sichern. Und darum ist ihre Befolgung auch notwendig. Es mag manchmal etwas nebensächlich erscheinen, das vermag der Einzelne nicht so zu durchschauen. Die Führung aber hat die Pflicht, vorausschauend die Dinge zu erkennen und vorausschauend dafür zu sorgen, datz Schwierigkeiten, die den Bestand der Nation bedrohen könnten, vom deutschen Volk abgewendet werden „
--- nung sich anstrengt, alles für das Volk zu tun, i das Volk brav und anständig sein und Ver- ------ 1 Führung besitzen,
nzelne, ganz wenige, die sich aus der Gemeinschaft ausschlietzen. Man kennt sie bereits am Typ, man kennt fie an ihrer früheren Einstellung. Sie sind mit nichts zufrieden, es ist alles falsch, was gemacht wird. Sie selbst können natürlich nichts bester. Aber weil es wenige sind können sie leicht von uns ausgeschwitzt werden. Die Hauptsache ist: das große deutsche Volk mutz nun in gegenseitigem Vertrauen diese riesige Aufgabe, die Freiheit der deutschen Nation endgültig zu erkämpfen, gemeinsam meistern. Es sind die Zeiten vorbei, da sich das deutsche Volk dumm mache ließ, wie einst in den Jahren 1917 unb 1918, und dann schlietzlich an seiner Dummheit daran zugrunde gegangen ist.
Wir sind uns vollends klar darüber, datz das deutsche Boll dazu bereit ist, die notwendig« Härte dieses Krieges auf sich zu
nehmen und diesen Krieg, gleichgültig, wie lange er immer dauern mag, eisern durchzustehen. Dafür hat der Führer seinem Volke neulich im Reichstag auch Dank und Anerkennung ausgesprochen. Aber in dieser Stund« hat das drutsch« Volk sowohl an der Front als auch in der Heimat Grund, seinerseits dem Führer für seine gewaltigen Leistungen zu danken. Er ist der große und der erste Waffenschmied unserer Rüstung. Er ist der geniale und heroische Feldherr unserer Kriegsmacht, er ist vor allem der Garant des deutschen Sieges.
Ich habe euch vorhin einen Einblick gegeben in die gewaltigen Erschütterungen, denen der Führer ausgesetzt war. Ich habe euch gezeigt, wie"stark er gewesen ist, das Schwerste zu tragen und doch alles zum Besten zu führen. wie er alles gemeistert hat, alle Hindernisse, woher sie auch kamen, wie er alle Schwäche ausge- rottet hat, wo immer fie sich zeigte. Ein solcher Führer ist der Garant des Sieges und diesen Führer hat das deutsche Volk und kein anderes, und deshalb allein schon können wir mit stolzer Sicherheit auf das Ende dieses Kampfes als ein siegreiches Hinblicken. Das Vertrauen der kämpfenden Front zu ihrem obersten Kriegsherrn ist ein überwältigendes. Der letzte kleine Infanterist weitz, wenn der Führer heute befiehlt, datz angetreten wird, datz das so sein muh, und daß dann auch die Entscheidung fällt. Er weiß, daß der Sieg dann sicher ist.
Ewigen Dank schulden wir dem Führer, dem unbekannten Soldaten des Weltkrieges, der durch seine eigene Kraft und sein eigenes Genie heute schon nicht nur zum mächtigen Führer der deutschen Ration, sondern auch schon zum Symbol fast aller europäischen Beller geworden ist. Der Allmächtige hat uns gesegnet, weil er uns diesen Führer gegeben hat. Aus der Treue des Führers zu seinem Boll erwächst uns die Verpflichtung zur fortgesetzten Bereitschaft, und das Entscheidende ist, daß diese Bereitschaft aus dem Herzen kommt, denn sonst wäre sie nichts wert. Rur so lernt das große Werk gelingen.
Und nun wollen wir abschlietzen und unser ganzes Flehen zum Allmächtigen gelte dem einen und dem einen Gedanken, ei möge Schutz für unseren Führer geben und seinen Segen für des Führers Werk, den Sieg."
Energie deutscher Männer. Mag die feindliche Lügenpropaganda reden was sie will, mag sie jetzt sprechen, die deutsche Elitewehrmacht wäre vernichtet — sie hat es in diesen Tagen zu sühlen bekommen. Der erste Schlag, den die deutsche Wehrmacht wieder geführt hat, hat zu einem neuen gewaltigen Sieg geführt.
Ein Wort an unsere Bauern
Wenn ich euch, meine lieben Volksgenosien, in dieser Stunde diesen schrecklichen Winter in die Erinnerung zurückgerufen habe, jetzt, wo draußen die Sonne strahlt, da unsere Männer vorn sich wieder in der Wärme dehnen und wieder zu neuer Kampfeslust erwacht sind und sie darauf brennen, nun das heimzahlen zu können, was sie im Winter erleben mußten, so tue ich es deshalb, damit auch ihr versteht, deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, deutsche Bauern und Bauersfrauen, daß man manchmal hart sein mutz und datz in gewißen Fällen nur die Härte alleinzumSiege führen kann. Ich weitz, auch von euch wird- Schweres geordert, und glaubt mir, es fällt uns sehr schwer, wenn wir aus
Mehr und bessere Waffen.
Ich weitz, und cs wurde vorhin vom Parteigenossen Speer schon ausgeführt, datz die Rüstungsindustrie ihr Äußerstes tut und getan hat, und uns in diesem Frühjahr mehr und bessere Wafsen geliefert hat, als wir hoffen und erwarten konnten. Aber nun darf niemand glauben, daß wir nun heute nach diesem Staatsakt etwa feiern können. Rein, es war dies nur ein Augenblick der Besinnung für Führung und Gefolgschaft, für die Führung, nach einem gewissen Abschnitt die Eesolgschast zu ehren, und für die Gefolgschaft, nach dieser Feierstunde mit neuer innerer Kraft an die Arbeit zu gehen und Neues z« schassen. Es gibt für sie nur einen Ehrenpunkt: die Forderung, die der Führer aufge- stellt hat, das heißt die Erfüllung seiner Programme. Mögen fie noch so hart gestellt sein, noch so umsangreich und noch so groß, mögen sie mehr ass täglich zehn Stunden Arbeit ersordern, was der Führer verlangt, ist ebenso notwendig wie sein Befehl damals an die Musketiere, ein zerschoßenes Nest zu halten, und wenn es mit zehnfacher Übermacht von den Bolschewiken umzingelt war. Jeder mutz jetzt seine Pflicht tun, feine Tapferkeit und seinen Einsatz beweisen, wohin ihn der Befehl des Führers gestellt hat.
Darum spreche ich von zw e i Fronten. Sie sind verschiedener Art, aber sie müßen erfüllt werden von der gleichen Gesinnung, von der gleichen Treue und von dem gleichen Pflichtgefühl. Und so wie draußen die Truppe zusammenhält, bie Kompanie, die Batterie, die Staffel, die Mannschaft eines Schiffes, so fallt Ihr in Eurem Betrieb eng zusammenstehen als Kameraden der Front der Heimat.
Stoßtrupps der Arbeit
Mit eurem Betriebsführer an der Spitze solltet ihr eine Einheit bilden, die in geschlossener Zusammenarbeit das Letzte und Äußerste aus dem Betrieb herausholt. Einen weiteren Vergleich möchte ich zwischen beiden Fronten ziehen. So wie es draußen an der militärischen Front Stoßtrupps gibt, Stoßtrupps besonders tüchtiger und tapferer Männer, die den Auftrag haben, besonders schwere Hindernisse zu beseitigen, Bunker zu stürmen, Minen zu räumen, Brückenköpfe zu erkämpfen, so gibt es auch Stoßtrupps in der deutschen Arbeiter-
Ankara, 21. Mat. 3m Saufe der Vormtttagssihmtg des Attentatsvrozeßes dielt der Staatsanwalt Dtchemtl Altay eine vierstündige Anklagerede. Der Staatsanwalt ging davon aus, daß es fick um die vorbedachte Durchführung eines Attentats gegen den Botschafter des Deutschen Reiches von Paven gehandelt habe, ein Verbrechen. das in der ganzen Türkei diegrößteEmvorung ausgelöft habe. Für tue Anklagebehörde gilt es als erwiesen, so führte der Staatsanwalt u. a. aus, daß Pawlow der geistige Urheber des Attentates war und daß Kornilow die Rolle eines Verbindungsmannes zwischen Pawlow und dem türkischen Angeklagten Schneit habe. Pawlow sei unter allen Angeklagten tm runde die f i n st e r e Erscheinung. Den türkischen Angeklagten bezeichnet der Staatsanwalt als eine wichtige ausfubrende Person, indem er den Briefoermittler gesvielt habe, Süleyman an Pawlow heranbrachte und tn Ankara dem Attentäter Oemer T o k a t Unterkunft gewährte. Süleyman habe seine Beteiligung an dem Attentat bereits im vollen Umfange eingestanden. Pawlow und
Sicherheitsgründen zeitweise Einschränkungen in der Ernährung vornehmen müßen. Ich weiß, wie unendlich schwer der Bauer und die Bauersfrau es heute haben, um die Ernährung zu sichern. Besonders schwer deshalb, weil wir wirklich von den Elementen sehr stiefmütterlich behandelt wurden. Drei unendlich schwere Winter liegen hinter uns. Aber auch sonst war die Witterung der Aussaat und Ernte nicht günstig. Wie freute ich mich im vorigen Jahr, als zunächst die Saat so stand, daß man glauben konnte, es würde eine Rekordernte. Aber wieder schlugen die Regenschlotzen bei der Ernte dazwischen und verminderten den Ertrag erheblich. Aber alle diese Dinge dürfen euch nicht entmutigen. Ich weitz, es ist zum verzweifeln, wenn man im Herbst mit Fleiß gesät hat und nun im Frühjahr dann sieht, daß große Teile nicht aufgegangen sind. Aber das nützt nichts, es muß dann myaeb rochen und neu gesät werden. Denn die Ernte muß stchergefteilt sein. Alle diese Hinderniße dürfen euch nicht schrecken. Solltet ihr aber einmal verzweifeln, dann denkt zurück, was Millionen eurer Brüder, Männer und Söhne dort drautzen im Osten erduldet und erlitten haben, dann werden euch diese Schwierigkeiten wie ein Nichts erscheinen.
als wir erwarten konnten
schäft, und solche Stoßtruppführer seid nun ihr, di« ihr vorhin hier gestanden habt. Auch ihr habt über das allgemeine Maß hinaus geleistet, geschuftet, gearbeitet und Werke geschaffen. Und so wie der tapfere Stoßtrupp draußen ausgezeichnet wird, besonders ausgezeichnet wird mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse, so seid ihr jetzt als Stoßtrupp der deutschen Arbeiterschaft und Bauernschaft durch den Führer mit dieser hohen Auszeichnung der I. Klaße des Berdienstkrcuzes geehrt worden.
Aber weit darüber hinaus ist heute nun eine einmalige Ehrung vollzogen worden, indem einem Arbeiter vor alle» anderen eine Auszeichnung zuteil wurde, die der Führer zum ersten Male verliehen hat. Und das mag euch wieder zeigen, wie grundsätzlich sich die Auffassungen und die Prinzipien seit der Systemzeit geändert haben. Aber, wie vorhin schon gesagt wurde, in diesem einen soll nun durch ihn und 'durch euch die gesamte deutsche Arbeiterschaft in den Betrieben und die Bauern auf dem Lande geehrt werden. Es ist eine Ehrung, die all den braven und treuen Volksgenoßen zuteil wird, die heute schaffend und arbeitend in der Heimatfront stehen.
Herrliches Zeichen unserer Volksgemeinschaft
So ist nun diese hohe Auszeichnung dem Werkmeister Hahne zuteil geworden für eine ganz besondere Leistung in der Panzerherstellung. Auch er hat eine scheinbar unlösliche Aufgabe erfüllt und möglich gemacht. Und hinter ihm standet nun heute ihr Männer und Frauen, die ihr ebenfalls aus den Händen der Führung als besondere Auszeichnung das Kriegs- verdienstkreuz I. Klaffe erhalten habt. Eine symbolische Handlung von tiefster innerer Bedeutung verschönt diesen Festakt dadurch, datz ein kühner, mit dem Ritterkreuz ausgezeichneter Stoßtruppführer, ein junger unbekannter Soldat der Front, als Sonderbeauftragter des Führers euch den Dank der Wehrmacht hier überbracht hat. Die kämpfende Truppe dankt so der Front der Arbeiter und der Bauern. Wahrlich ein herrliches Zeichen unserer Volksgemeinschaft, wie es schöner nicht sein kann. Aber auch ihr müßt ein tiefes und echtes Dankgesiihl für die Front haben, denn sie schützt euch weit, weitab von feindlichen Truppen, datz ihr in Ruhe arbeiten und leben könnt.
Säuderungsattion auf Kertsch Weitere Erhöhung der Gefangenen- und Beutezahlen Btt Charkow das Gesetz des Handelns auf deutsche Seite übergegangen Weitere Angriffserfolge in Lappland — Der neue siegreiche Schlag der deutschen Unterseedootwaffe
Aus dem Führerbauptyuartier, 22. Mai. (Funkmeldung.! Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf der Halbinsel Kertsch wurden bet den abichUeßen- den Säuberungsaktionen weitere 19 942 (5efongene eingebracht, sowie 36 Panzer, 264 Geschütze und etn Panzerzug erbeutet. Damit erhöht sich dre tm Wehrmachtberrcht vom 20. Mai gemeldete Eesangenenzabl am 169 198, dre Beute aus 284 Panzer und 1397 Geschütze. Kampfflugzeuge warfen im Hafengebiet von Sewastopol ein Handeislmin l IT 0 n
Nachdem in der Schlacht von Charkow sämtliche sowjetischen Angriffe unter ichweren Verlusten des Gegners abgewiefen worden waren, ist das Gesetz des Handelns nunmehr auf unsere Seite übergegangen. ~ . . . .__
Südostwärts des Jlmen-Sees setzte der oreind seine vergeblichen Angriffe fort.
In Lappland gewannen deutsche Truppen rm Angriff weiter an Boden. Eine im Verlauf der Kamme etn- gefchloßene Kräftegruvve des Feindes wurde vernichtet.
In einem Haken der K o la - S a l b»n s e l beschädigte die Luftwaffe drei größere Frachsichtsse, darunter eines so schwer, daß mit seiner Vernichtung L» rechnen ist.
Im rückwärtigen Gebiet der Ostfront haben deutsche und ungarische Verbände eine stärkere bolschewistische Band« aufgerieben. , . . , ,, s__
Nachtjäger brachten m den letzten Tagen an der Ostfront mehrere bolschewistische Bomber und ^.ransport- flugzeuge zum Absturz. -
Auf Malta wurden die Flugplätze Salfar und Luca bei Tag und Nacht bombardiert. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen einen britischen Luftstützpunkt in Nordafrikm
Deutsche Unterseeboote versenkten, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ostwärts der Antillen., tm Karibischen Meer und im Golf von Mexiko zwanzig feindliche Handelsschiffe mit zusammen 111600 BRT. Ein weiteres Unterseeboot drang durch den St. Lorenz-Golf in den St. Lorenz-Strom ein und versenkte dort, trotz Aber- wachung durch zahlreiche »ee- und Luftstreitkrafte. drer Schiffe mit 14 400 BRT. Damit hat die feindliche Schiffahrt in amerikanischen Gewässern im Zuge dieser^Operationen weitere 23 Schiffe mit zusammen 1 2 5 6 0 0 B R T. verloren.
Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote rn amerikam- schen Gewässern haben sich die Boote unter Nahrung der Kavitänleutnante Thurmann. Würdemann und Folkers besonders ausgezeichnet.
Schrei nach der zweiten Front
(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
as Berlin, 22. Mai. Wie sehr die Sowjets bemüht, bleiben. die Engländer doch noch zur Schaffung einer z w e l t e n Front zu veranlaßen und mit welchen Mitteln sie dabei arbeiten, zeigt eine Äußerung des sogenannten roten Domvrobstes von Canterbury, nach der der sowreniche Botschafter ihn. den Drornvrobst Dr. Hawlett Johnson, ausforderte, sich dafür einzusetzen, daß die englische Kirche von der Regierung eine zweite Front verlange. Der offizielle Vertreter des Staates der Gottlosen scheut sich. alio nicht, die englische Kirche für die Ziele der Sowiets einzu« spannen. Offenbar zur Beruhigung der Sowiets, aber auch zur Dämpfung der Kritik, die in der letzten Unterbausdabette wieder zutage trat, bemüht sich eine ganze Anzahl englischer Blatter, die Herrn Churchill treu ergeben snü>. die Dinge so darzustellen, als ob englische Aktionen naher Benot« ständen, als die Opposition annehme. 3m gleichen Sinn spricht auch das englische Wirtschaftsblatt ..Economtst" davon. daß man mit dem Schlagwort von der ..Hilfe der 3ett" endgültig aufräumen und noch in diesem Jahre bandeln müße. Wolle vielleicht auch Churchill mit Senter Reise in das nordenglische Industriegebiet, die er gerade t«. den zwei Tagen unternahm, in denen das englische Unterhaus über die Kriegslage debaftierte, zum Ausdruck brtn» gen. daß die Rüstungsproduktion wichtiger ist als das ganze Gerede des Unterhauses? _ _
Jedenfalls sind die groben Hofmungen. dre man tn Eng« land auch nach der völlig gescheiterten Winteroffenswe der Sowjets doch noch auf die Bolschewisten gesetzt batte, wieder einmal schwer enttäuscht worden. Mau begreift, daß es auch mit den angeblichen sowjetischen Erfolgen tm Raum von Charkow nichts ist. Diese sowjetischen Siegesmeldungen, so sagte der bekannte englijche Militärkritiker. Liddell Hart, hätten nur den Zweck gehabt, den britischen Zeitungsleser von den deutschen Erfolgen auf der Halbinsel Kertsch abzulenken. Zweifellos hätten die Deutschen mit der Eroberung von Kertsch einen bedeutsamen Erfolg errungen,, der die rosaroten Träume zahlreicher Engländer störe. Diese deutschen Erfolge bei Kertsch seien klare Tatsachen. Der englische Militärsachverständige hätte binzusügen können, daß die Sowjets im Raum von Charkow nicht nur keinen Erfolg errangen, sondern außerordentlich schwere Verluste erlitten. Wieder zeigt sich der deutsche Soldat allem Material und allen Massenangriffen überlegen. In engster Zusammenarbeit zwischen den Erdtruvven und der Luftwaife sind alle sowjetischen Angriffe zum Scheitern gebracht. Deutsche Gegenstöße haben dann die schweren Verluste des Gegners noch weiter erhöht. Ohne Berücksichtigung des heutigen OKW.-Berichtes ergibt eine Zusammenstellung der Verluste, die die Sowjets hier feit dem 12. Mai erlitten, daß nicht weniger als 5 01 feindliche Panzer abgeschossen wurden. Zählt man die in den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch abgeschoßenen Panzer hinzu, so ergibt sich, daß die Bolschewisten in 13 Kampftagen, allein im Südabschnitt der Front. 759 Panzer durch Waffenwirkung des Heeres verloren. Damit zeigt der gestrige Bericht des OKW.. daß auch die Flak Außerordentliches leistet, womit die Vielseitigkeit dieser Waffe erneut klar zutage tritt. Man muß nun aber auch noch hinzurechnen, datz von der 2u f tm af f e in den jetzigen Kämmen mehr als 220 feindliche Panzer vernichtet oder schwer beschädigt wurden. Die Bolschewisten haben also eine sehr erhebliche Schwächung ihrer Panzerkräfte hinnehmen müssen, ohne damit auch nur den geringsten Erfolg zu erzielen. Kein Wunder, wenn sie nun in England durch ihren Botschafter M a i s k y erneut die Forderung nach Schaffung der zweiten Front erheben. Kein Wunder aber auch, wenn die englische Preße die Lage der Sowjets nicht gerade sehr zuversichtlich beurteilt.
