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Wiesbadener Tagblatt

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Nummer 114

Montag, 18. Mai 1942

90. Jahrgang

Neuer Schlag gegen Feind-Tonnage

Wieder 17 feindliche Handelsschiffe mit 105000 BRT an der Ostküste Nordamerikas versenkt

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den möchte.

Der Grund dafür, daß man die zweite Front, ehe noch der Versuch gemacht wurde, sie zu schaffen, wieder be­graben liegt —, daran lassen auch englische und amerikani­sche Blatter keinen Zweifel —. vor allem in dem Schiffs- raumvroblem. Was man auch planen mag und was auch erörtert wird, immer wieder stößt man auf die Sckilts- raumnöte. die durch die dauernden Erfolge unserer ll - Boote und unserer Luftwaffe noch vergrößert werden. Den ameri­kanischen Agitationsrednern, die zur Beruhigung immer

Die Leiden der deutschen Zivilinternierten in USA

Dem hemmungslosen Saß der Juden und Neger ausgeliesert

wt. Der Eheskorrespondent des Deutschen Nachrichtenbüros in den USA., H. E. Gell, schilderte nach feiner Ankunft in Lissabon die schikanöse Behandlung der Deutschen in den USA. nach Ausbruch des Krieges. Die deutschen Diplomaten und Gchristleiter wurden in einem Hotel, fern von Washington, unter« gebracht und fünf Monate lang völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Das zu dem Rücktransport verwandte alte schwedische Gchiff war für die zahlreichen Heim­kehrer viel zu klein. Auch die schlechtesten Kabinen, sogar die Gäle mußten belegt werden. Die in Guatemala verhafteten 116 Deut­schen wurden unten den unwürdigsten Umständen nach New Orleans geschasst und später in einem improvisierten Lager in Florida interniert. Die in Panama verhafteten 150 Deut­schen wurden unter den unwürdigsten Umständen nach war äußerst primitiv und das Esten völlig unzureichend. Die Deutschen Nicaraguas wurden sogar in den gewöhnlichen Staatsgefängnissen interniert. Der Negerpräsident von H a i i t i benahm sich in der schmutzigsten Weise gegen die etwa 1200 Deut­schen Haiitis, die in dem Fort National untergebracht wurden, wo die Verpflegung jeder Beschreibung spot-, t e t e. Der New Yorker DNB.-Bertreter Er a m e r sprach über die Verhaftungswelle, die nach Kriegsbeginn ein-

Werkzeug des Wett-Judentums

Aus Amerika zurückgekehrte deutsche Diplomaten über die Politik Roosevelts

Wolfram, sowie gewaltige Ölgebiete immer schwieriger. In USA. spreche man gern von dem Weltkrieg Nr. 2. Die Voraussetzungen hätten sich jedoch grundlegend gewan­delt. Damals konnten Amerikaner in Europa landen. Heute sei das ausgeschlosten und die Vereinigten Staaten müßten ihre Kräfte auf ungeheure Entfernungen h i n zersplittern. Das amerikanische Volk sei nicht mit dem Herzen bei diesem Krieg. Der Amerikaner im Mittel­westen habe nicht das Gefühl, daß das Abenteuer Roosevelts ihn etwas angebe. Mit der Parole ..Niederlagen sind der erste Weg zum Sieg", könne man auf die Dauer niemand kriegsbegeistert machen.

Die „zweite Runde"

Von Walter Aßmus

In den USA.l wo man gern Ausdrücke aus dem Sport­leben anwendet, spricht man von den kommenden Kämpfen im Osten, für die der deutsche Offensivvorstob auf der Halb­insel Kertsch der Welt einen Vorgeschmack gab, als von der bevorstehenden zweiten Runde. Man beurteilt dabei in den kritischer denkenden Kreisen, die nicht einfach die Agitationsphrasen Roosevelts nachplappern, die Aus­sichten der Sowjets nicht sonderlich günstig. Die nord- amerikanische Zeitschrift „Fortune" beispielsweise weist dar­auf bin. daß die Sowjets wichtigste Industriegebiete verloren haben und dadaß dadurch notwendig die Ausrüstung der Sowjetramee für diesen Sommerfeldzug leiden müsse. Die Annahme, daß England und die Vereinigten Staaten diese Verluste hätten wettmachen können, stehe, wie die Zeitschrift sagt, „nur auf schwachen Füßen". Deutschland hingegen hätte sich nicht nur aus seiner eigenen riesigen Rüstungs­industrie mit neuen Waffen versorgt, sondern darüber hinaus auch aus der gesamten Industrie des europäischen Konti­nents. Auch wenn solche Erkenntniste nickt überall so offen ausgesprocken werden, so wird doch an den verschiedensten Stellen in den USA. und in England die Notwendigkeit einer dauernden starken Unterstützung der Sowjets, d. h. dauernder Rüstungslieserungen, nachdrücklich unterstrichen.

Hieraus ergibt sich «.ber auch, weshalb man auf die Auf­rechterhaltung des Zufubrweges über Murmansk in England und in den USA. so groben Wert legt, daß man hierfür selbst Schlachtschiffe, schwere Kreuzer und Flugzeug­träger einsetzt. Man hat erkennen müsten, daß der Weg über Iran dock allzu umständlick und neuerdings, seitdem die Japaner auch die Schiffahrt im Indischen Ozean über­wachen. allzu gefährlich geworden ist. So ist es von dem Ausbau der iranischen Häfen und der Eisenbahnen verhält­nismäßig still geworden. Unsere Gegner haben jeder zu seinem Teil vielmehr alle Kräfte eingesetzt, um den letzten brauchbaren Verbindungsweg über das Eismeer und die Murman-Vahn zu sichern. In den OKW.-Berichten üt wiederholt von starken sowjetischen Angriffen an der Murman-Front gesprochen worden, und aus ergänzenden finniicken Darstellungen ergibt sich, daß die Sowjets hier so­gar ihre 52-Tonnen-Panzer, schwere Artillerie und Bomber einsetzten. Trotzdem haben auch diese Angriffe zu keinem Ergebnis geführt. „Mit einem eisenharten Griff sind", so sagt das finnische Blatt „Uusi Suomi", „die vorstürmenden Sowjeteinheiten Stück für Stück zermalmt worden." Dar­über hinaus sind in der letzten Zeit die deutsck-finnischen Ver­bände hier zu Gegenangriffen übergegangen, die Erfolge auf der ganzen Linie brachten, wie denn überhaupt immer wieder darauf verwiesen werdest muß. daß an der gesamten Ostfront die deutschen Verbände und die der Verbündeten ihre Angriffskraft in immer neuen Unternehmungen be­wiesen.

Wenn dann auch weiterhin noch spanische Blätter den Sowjets erklären, daß sie auf Kertsch einen Vorgeschmack dessen erhalten hätten, was ihrer noch im Sommer wartet, so ist es für Moskau besonders schmerzlich, daß nun in den USA. und auch in England das gansc Gerede um die zweite Front endgültig erledigt und dieses Schlagwort begraben ist. Wenn auch Lord Beaverbrook in seinen Blättern noch dieses Thema aufgreifen läßt, so bat das keine praktische oder doch höchstens eine innenpolitische Bedeutung. Es ist bestenfalls als ein Versuch Beaverbrooks zu werten. Churchill unbe- auem zu werden, um ihn auf diese Weise zu veranlasten. den Lord wieder als Mitarbeiter in das Kabinett bineinzu- nehmen. Überhaupt spielen sich ja im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen in England innenpolitische Vor­gänge ab, bei deren Bewertung man sehr vorsichtig sein muß. Wenn beispielsweise jetzt davon gesprochen wird, daß man eine „Partei gegen die Untüchtigkeit" schaffen wolle, so würde die Annahme, daß es sich hier um eine Oppositions­partei handelt, völlig fehlgehen. vielmehr scheint Churchill hinter diesen Machenschaften zu stecken, der io durch einige wilde Männer Mitarbeiter angreifen lasten kann, die ihm selbst unbequem sind, gegen die er sich aber nicht direkt wen-

wt. Am Samstag trafen mit dem schwedischen Dampfer -Drottningholm" die deutschen Diplomaten aus Amerika, diplomatische Vertreter Italiens und der übri­gen. mit den Achsenmächten perbünbeten europäischen Staaten in Lissabon ein. Sie wurden mit diplomatischen Ver­tretern amerikanischer Länder ausgetauscht, die mit dem gleichen schwedischen Dampfer die Reise in die Heimat an­traten. An der Spitze der deutschen Gruppe, bei der sich auch deutsche Schriftleiter, die in den USA. tätig waren, be­fanden, stand der deutsche Geschäftsträger in Washington, Gesandter Dr. Thomsen. Die Heimkehrenden wurden im Auftrag des Reichsaußenministers v. Ribbentrop von dem deutschen Gesandten in Listabon. non Hoyningen- S L n e begrüßt. Außerdem waren Vertreter des Auswär­tigen Amtes, der Auslandsorganisation, sowie zahlreiche deutsche Schriftleiter und Mitglieder der deutschen Kolonie in Listabon erschienen. Die deutschen Korrespondenten wur­den im Namen des Reichsprestechefs Dr. Dietrich von Re­gierungsrat Berner empfangen. Von den 605 Deutschen trat ein Teil am Sonntag die Weiterreise nach Deutschland an. Die anderen werden in einigen Tagen folgen.

Völlig unter jüdischem Einfluß

Bei einem Empfang in der Presseabteilung der deut'scken Gesandtschaft erklärte Gesandter Dr. Thomsen, daß ■ der Krieg Roosevelts, den die überwiegende Mehrheit des USA.-Volkes gern vermieden hätte, der Wiederher­stellung der Weltgeltung des Judentums dient. Die zahlreichen jüdischen Berater in der engeren Umgebung des Präsidenten, wie Bernhard Baruch. Felix Frankfurter. Samuel Rofemann. Henry Morgen- thau und andere. baben,Roosevelt ihrem Hab dienstbar ge­macht. Die gleiche Feststellung machte der Cbefkorrespondent des Deutschen Nachrichtenbüros in den USA. Kurt Sell, der über 18 Jahre in den Vereinigten Staaten tätig war., Be­sonders seit dem Beginn des Krieges habe der jüdische Einfluß auf die Bildung der öffentlichen Meinung, der schon seit Roosevelts Amtsantritt sehr stark war, noch erheb­lich zugenommen. Die vielen Presse- und Propagandaburos der einzelnen Ministerien und Behörden würden von den Juden beherrscht und man sage wohl.nicht zuviel, wenn man behaupte, daß Roosevelts Politik nicht von den Interessen des amerikanischen Volkes bestimmt werde, sondern einzig und allein der Wiederher st ellung der jüdischen Weltgeltung diene.

Die Kriegsschuld Roosevelts

Gesandter Dr. Thomsen wies darauf bin, daß Roose­velt glaubte, das Spiel Wilsons im ersten Weltkrieg wieder­holen zu können. Er hätte es niemals für möglich gehalten, daß Japan seine Provokationen mit dem Schwerte beant­worten würde. Roosevelt gab sich vielmehr der Illusion hin, daß er durch Steigerung der Produktion und durch Lieferung von Rüstungsmaterial den Krieg, aus dem er sich selbst her­aushalten wollte, entscheiden könne. Roosevelts Ziel fei die Weltherrschaft. Planmäßig habe er sich.seit Jahren in die asiatischen und europäischen Dinge eingemischt und durch seine Botschaft in England. Frankreich, Polen und der Sowjetunion zum Kriege gehetzt. Roosevelt trage des­halb die Hauptschuld an diesem furchtbaren Blut­vergießen.

Die Versprechungen nichts als Bluff

Die Versprechungen, die er den ihm befreundeten Staaten gegeben habe, seien jedoch nur Bluff.. Man brauche nur an die großmäulige Prophezeiung zu erinnern, daß die USA. Japan in 90 Tagen besiegen würden Das gigantische Rüstungsprogramm könne nickt verwirklicht wer­den. weil es an Rohstoffen, Facharbeitern und Maschinen fehle. Hinzu komme die steigende Tonnage- knappheit, die schon zu der Erörterung gerührt habe, ob man den Verkehr zwischen USA. und, Südamerika mit kleinen Segelbooten aufrechterhalten könne. Trotz flehentlicher Bitten um Hilfe habe Washington vorn Dezember 1941 bis März 1942 kein Kriegsmaterial nach der Sowretunion ickicken können. Die später auf dem Weg gebrachten Schilfe seien den deutschen Lust- und Seestreitkrästen zum grogten Teil zum Opfer gefallest. Die Eesamtsituation für die USA. werde vor allem durch die grandiosen lapanischen Eroberun­gen amerikanischer Bezugsgebiete an Kautschuk, Zmn und

Wachsende Inflationsgefahr in USA.

Das schwierigste Problem in den Vereinigten Staaten, darüber sprach der Wirtschaftsreferent der deutschen Botschaft in Washington, Dr. T a n n e b e r g . sei die I n f l a - tionsgefahr. Man stehe ihr völlig fastungslos gegen­über und schaue ängstlich nach Deutschland, um die einst so verlachten deutschen Methoden zu kopieren. Die halben Maßnahmen konnten jedoch das ständige Ansteigen der Preise nicht verhindern und man rechnet allgemein damit, daß bis zum Herbst das Preisniveau die doppelte Höbe des Friedens­standes erreicht bat. Die Preise für Farmprodukte sind heute schon bis zu 40 Prozent emporgeschnellt. Der Einfluß mächtiger Interessengruppen macht einen allgemeinen Lohn -und Preis st op unmöglich. Am stärksten werden natürlich die breiten Masten durch die Teuerung be­troffen. die ohnehin schon den größten Teil der gewaltigen Rüstungskosten aufzubringen haben. Die Zeit ist nicht mehr fern, daß die Jahreseinkommen von 300Ö bis 5000 Dollar biszu50Prozent fortgesteuert werden. Die Einkommen unter 2500 Dollar im Jahr, und das sind 78 Prozent des amerikanischen Volkes, müsten doppelt so viel Einkommen­steuer bezahlen als bisher. Die Warenverknappung hat bereits dazu geführt, daß Seife und Zucker rationiert werden mußten. Die Verwendung von Eisen und Stahl für Gebrauchsartikel ist untersagt. Die Konservenindustrie kommt zum Erliegen, da Büchsen wegen Mangels an Zinn und Weißblech nicht mehr hergestellt werden. Auch bei der Textilversorgung werden weitgehende Einsparungen vorge­nommen. So ist aus dem „Land der Fülle", ein Land der Knappheit geworden, und der kleine Mann bekommt den Krieg Roosevelts heute schon am eigenen Leibe zu spüren.

Der Terror gegen Mittel- und Südamerika

Der bisherige deutsche Gesandte in Mittelamerika, R e i n e b e ck. sprach über den Terror, mit dem sich Roosevelt die mittel- und südamerikanischen Staaten gefügig ge­macht hat. Er wies darauf hin, daß es in der Natur der (Fortsetzung auf Seite 2)

setzte. In ihr spiegelte sich der kleinliche Haß Washingtons. Die Deutschen wurden für das Verbrecheralbum photographiert und in Baracken auf der Einwanderungsinsel Ellis Island zusammengepfercht. Bei ungenügender Verpflegung, in schmutzstarrenden Massenquartieren mit unzureichenden Wasch­möglichkeiten und sanitären Anlagen warten die Deutschen Monat für Monat, ebenso wie die Italiener und Japaner auf eine Ent­scheidung über ihr Schicksal. Roosevelt schämt sich nicht, d i e Zivilinternierten von Schwarzen bewachen i~ lassen und er darf für sich den wenig schmeichelhaften Ruh,., in Anspruch nehmen, zum erstenmal Frauen und Kinder in UGA. interniert zu haben. Ein besonders typischer Fall wurde aus New Orleans gemeldet, wo man eine deutsche Frau mit Prostituierten und Kindesmörderinnen in ein Gefängnis steckte. Das Internierungslager Camp Upton auf Lang Island in der Nähe New Yorks müsse als die Hölle bezeichnet werden. Ein großer Prozentsatz des Militärs einschließlich der Offi­ziere sind Juden, die ihren hemmungslosen Haß an den deutschen Zivllgefanaenen auslasten, überall haperte es an der Organisation,Überall bedurfte es längere Zeit, um die notwendig­sten Mängel abzustellen und ständiger immer wiederholter Vor­stellungen seitens der Schweizer Gesandtschaft, deren Schutz die In­haftierten unterstellt, find.

Aus dem Führerhauptguartier, 18. Mai. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Au der Ostküfte von Nordamerika, im Kari- bifcheu Meer und vor der Mündung des Miffi- fivvi haben deutsche Unterseeboote wiederum 17 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 105 000 BRT. versenkt und zwei weitere Schiffe durch Torpedotreffer schwer beschädigt.

*

as. Wiederum legt das OKW. eine Meldung über neue große Erfolge unserer U-Boote vor. Wenn wieder Schiffsraum von nicht weniger als 105 000 BRT. versenkt wurden, so entspricht das einer Ladefähigkeit von rund 150 000 Eewichts- tonnen Dabei zeigt sich, daß unsere U-Boote ihr ja ohnehin großes Operationsgebiet noch erweitern und nun auch im Golf von Mexiko und in der Mississippi-Mündung, jenes großen amerikanischen Stromes, der in den Golf von Mexiko mündet, feindliche Schiffe versenkten. Das ist für Roosevelt ein schwerer Schlag, ist doch die amerikanische Öffentlichkeit ohnehin schon stark beunruhigt über die immer wachsenden Ver­senkungsziffern und werden doch auch in den südamerikanischen Ländern immer mehr Stimmen der Enttäuschung laut, daß es den Nordamerikanern nicht gelingt, die Schiffahrt nach den süd- amerikanischen Ländern aufrecht zu erhalten und die dort liegen­den Waren abzutransportieren. So gibt Washington einen amt- Itdjen Bericht heraus, in dem es heißt, die letzten Mitteilungen über die Fortschritte bei der Durchführung des Schiffsbaupro-

gramms seien ermutigend. (Bei den Anglo-Amerikanern ist ja immer irgend etwas „ermutigend"). Die amerikanischen Werften bauten Handelsschiffe in einem Tempo, wie es bisher in der Weltgeschichte noch nicht bekannt wäre. Man vergißt nur leider hinzuzufiigen, daß die Versenkungen durch deutsche U-Boote in einem noch schnelleren Tempo erfolgten. Auch rechnet man mit einem allzu schlechten Gedächtnis der Welt, denn noch vor kurzem mußte Roosevelt selbst eingestehen, daß das Schiffsbau- Programm angesichts des Mangels an Stahlplatten nicht eingehalten werden könnte. Gleichzeitig machten verschiedene US.- amerikanische Zeitungen recht beachtenswerte Mitteilungen, nach denen beispielsweise nur vier von den zehn großen amerikanischen Werften auch nur einigermaßen die Programmzahlen zu erreichen vermochten. Wem diese Zusicherungen noch nicht genügen, dem erzählt der amerikanische Nachrichtendienst noch, daß Pie USA.' jetzt auch U-Boote „in Masten-Produktion" bauten. Die V e - ruhigungspillen werden also jetzt nicht nur tropfenweise, sondern gleich eßlöffelweise abgegeben.

Es ist bedauerlich für Herrn Roosevelt, daß gerade jetzt deutsche Diplomaten und Journalisten aus den USA. nach Europa zurückkehrten, aus deren Erzählungen sich mit aller Deutlichkeit ergibt, daß die USA., die man einst das Land der unbegrenzten Möglichkeiten genannt hatte, nur begrenzte Möglichkeiten haben und daß dort die Rüstungsbäume bestimmt nicht in den Himmel wachsen. Das wird in der New SJorter Mel­dung eines schwedischen Blattes unterstrichen, nach der man in den USA. mit weiteren Einschränkungen und Rationierungen, so­gar mit der Einführung der Kleiderkarte, rechnet.