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Wiesbadener Tagblatt

Samstag /Sonntag. 16.717. Mai 1942

Nr. 113 Seite 3

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en. In der Gegend von K a l e w a , un= iie, wurde eine britische Truppenabteilung ischen Streitkräften eingeschlosse« und auf»

Katastrophe ersten Ranges bezeichnet weiden mutz, militärische Sprecher im Hauptquartier Wavells bi

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Gastspiel Hilde Hildebrand im Residenztheater

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Obwohl die britische Niederlage in Burma als eine " 'i, nennt der

Düttsr

von H erybert Menzel

Mütter, in euren Augen sah'n wir di« Liebe zum Land, Mütter, ihr gabt sie uns weiter, und sie hat weites gebrannt.

Mütter, aus euren Händen nahmen wir Segen und Fluch, Mütter, es wehen di« Fahnen, und ihr heiligt das Tuch.

Mütter, ein Deutschland wird werden gläubig, trutzig und hart!

Mütter, das ewige Deutschland, weil ihr unsre Mütter «ar't.

Britische Eingeständnisse über die Burma-Katastrophe

»So tragisch wie der Auszug der Kinder Israels aus Ägypten"

Im übrigen geht der Aufmarsch der japanischen Truppen an der indischen Grenze weiter. Der Feind hat mit Teilkräften die Stadt Manipnr in Assam erreichen können. Manipur wurde am Mittwoch und Donnerstag erneut von japanischen Kampffliegern angegriffen und dortige militärische Ziele wurden schwer beschädigt. Auf dem Flugplatz wurden vier­zehn feindliche Flugzeuge am Boden vernichtet.

arme Sckreinersohn aus Münster einen Namen, als er von München aus, Ende der Neunziger Jahre zusammen mit Bruno Paul und Peter Behrens das moderne Kunsthandwerk ins Leben rief, das alle Zweige künstlerischer Betätigung zu vereinigen suchte. So wurde aus dem bereits sehr erfolgreich gewesenen Maler und Graphiker ein bahnbrechender Kunstgewerbler und Architekt. Im Jahre 1902 gründete Pankok in Stuttgart dieLehr- und Ber» suchswerkstätten", die erste staatliche Kunstgewerbeschule auf neu­zeitlicher Grundlage. Mehrere bedeutende Bauten Stuttgarts stnd sein persönliches Werk. Bon seinen Bildern hängt sein 1898 gemal­tes Selbstporträt in der Berliner Nationalgalerie. Auch in Land­schaften und Stilleben hat er Treffliches geleistet. Für die Berliner Staatstheater und andere Bühnen des Reiches hat er zahlreiche Bühnencntwürfe geschaffen.

* »Deutsche Künstler aus Rumänien". Eine Ausstellung, die am 16. Mai in Berlin eröffnet wird, zeigt in Gemälden, Bild­werken, Graphiken, Volkskunst und Kunstgewerbe einen gelungenen Querschnitt bodenbeständigen Schaffens aus allen deutschen Sied­lungsgebieten Rumäniens. Damit treten zum erstenmal die Künst­ler der Deutschen Volksgruppe in Rumänien vor das reichsdeutschs Publikum. Neben den Arbeiten verstorbener Künstler der sechziger Jahren stehen die Künstler der Gegenwart, dabei knüpft augen­fällig und unmittelbar die Gegenwart an die Vergangenheit an. ohne sich durch die aneinander ablösendenIsmen" der letzten Jahrzehnte auch nur im mindesten beeinflussen zu lasten. Trotz aller Bodenständigkeit klebt jedoch keine geistige Enge oder Be­fangenheit an dem Schaffen dieser Künstler und umgekehrt macht sich bei aller starken Eigenart kein gesuchter Individualismus be­merkbar. Auf der Grundlage bewährten Handwerkerlichen Könnens blieb trotz aller Abgeschlostenheit und der schwersten drückendsten Verhältnisse inmitten fremder Einslüst« ihr Schaffen rein Deutsch erhalten.

Da war aber auch'schon das nächste Ziel erfaßt; bald daraus konnten wir von unserer Stellung aus den Absturz weiterer drei Flugzeuge beobachten, die in die See fielen. An den Kommando- und Meßgeräten sowie an den Geschützen fieberhaft« Tätigkeit neue Werte wurden errechnet, Feuerbefehle durchgegeben, und schon fliegen die Rohre nach der neuen Richtung herum. Immer neue Wellen kommen heran und versuchen in den verschiedensten Gang­arten durchzubrcchen, aber von allen Flakbattericn schlägt ihnen ein wütendes Feuer entgegen. Die leichten Geschütze bekämpfen wirk- iam die tieffliegenden Flugzeuge, während die schweren Batterien iie höher angreifenden Wellen unter Feuer nehmen, viele schmeißen ihre Bombenim Notwurf und verschwinden. Dem Gegner ist die starke Abwehr doch etwas unheimlich geworden, er versucht sie auszuschalten. Im Tiefflug werden unsere Stellun­gen mit Brand-, Sprengbomben und Bordwaffen belegt. Aber un­entwegt stehen die Männer an ihren Geschützen und Kommando­geräten. Mit eiserner Ruhe werden die Feuerbesehle ausgeführt, technische Schäden von sachkundigen Männern ohne Unterbrechung des Feuerkampfes beseitigt. Munitionsschlepper holen ohne Pause Munition herbei, während links und rechts, vor und hinter unseren Geschützen, Leit- und Befehlsstellen Spreng- und Brandbomben fallen. Für kurze Augenblicke ist das Gelände taghell erleuchtet, der Feuerschein der Brandbomben spiegelt sich in den Fenstern der

stand fallen nun Brandbomben. Taghelle Erleuchtung. Erneuter Tiefflug des Feindes. Der Batteriechef springt an das Flieger- maschinengewehr und übernimmt den Schutz seiner Männer am Leitstand, die dadurch weiterarbeiten können. Pulverdampf zog sich über das Gelände, vermischt mit dem Qualm der ringsum gefallenen Brandbomben. _

Zwei Stunden dauerte die mit allen Härten geführte Flak­schlacht von Rostock und Warnemünde. 19 Britenbomber wurden ab­geschossen, eine gewaltig« Leistung unserer Flak und ein stolzes Er­gebnis. Im weiten Umkreis, teilweise in unmittelbarer Nähe der Flakstellungen, liegen die Trümmer. Zeitdauer des Kampfes, um­gerechnet auf die Abschußziffern, bedeutet: Alle sechs Minu- ten ein Britenbomber! Verbisten wurde gekämpft. Vom Offizier bis zum letzten Mann gaben alle ihr Bestes. Ein Drittel der Angreifer kehrte nicht mehr heim. Hierin sind nicht die ein­gerechnet, die infolge schwerer Treffer den Heimflug evtl, über der Nord- bzw. Ostsee vorzeitig abbrechen mutzten, zum mindesten aber für längere Zeit ausfallen. So ist die Flakschlacht von Rostock-Warnemünde ein neues Ruhmesblatt für unsere Flakartil­lerie und' ein empfindlicher Material- und Menschenverlust für die Gegner. Leider mutzten bei diesem Kampf einige tapfere Flak­artilleristen ihr Leben lasten. Sie sielen für Deutschland, für den Schutz der Heimat. Wenige Stunden später waren die Spuren des Kampfes verwischt, die Batterien standen wieder einsatzbereit auf der Wacht. Die Flak besitzt das Vertrauen der Bevölkerung! Sie hat es sich im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft!

Kriegsberichter Hans Wamper.

gisch wie der Auszug der Kinder Israels au« Ägypten. Aber diejenigen, die wirklich noch aus Burma herauskommen, sind trotz all der abenteuerlichen Fluchterlebnist« noch glücklich, denn viele Tausende werden auf dem Rück­zug nach Indien durch die Japaner abgeschnitten und müssen zurückbleiben. Die militärischen Operationen der Japaner in Oberburma stellen hervorragende strategische Lei­stungen dar, die wert sind, in die Kriegsgeschichte einzugehen. Mit überraschender Schnelligkeit ist es den Japanern bei ihrer geschickten Kriegführung gelungen, das WortEnde" unter das Kapitel des Burmakrieges zu setzen. Für die Engländer ist der Auszug aus Burma eine ebenso bittere Pille wie die Chinin-Tabletten in den Tornistern, die gleichzeitig das einzige sind, was sie aus Burma haben retten können."

Selbstverständlich wälzt Wavell die Schuld an der Burma­katastrophe von sich ab und bürdet den Tschungking-Chinesen die Verantwortung auf. Der Krieg in Ostasien, so erklärte der Rück­zugsstratege vor der Preste, entwickle sich für die Engländer und ihre Verbündeten ungünstig. Die Hoffnung, daß die rschung- king-Truppen unter Ausnutzung der Monsunzeit den Vormarsch der japanischen Truppen aushalten und ihre eigenen Stellungen halten würden, sei zunichte geworden. Der Fall Lashios. das die Tschungking-Streitkräfte den Japanern fit die Hände falle, ließen, habe ihmjedeHosfnungg-------" ---

in Burma wieder herzu st ell

militärische Sprecher im Hauptquartier Wavells den Rückzug, bzw. die Flucht des Generals Alexandereine beachtliche mili­tärische Leistung". Doch lasten wir dazu den Militärkorrespondenten des LondonerNew Ehronicle", der den Rückzug mitmachte, zu Worte kommen. Er schließt seinen Artikel:Dieser Rückzug ist so gewaltig und bunt wie die Kriegszüge Hannibals und so tra-

cze Augenblicke ist das Gelände taghell" erleuchtet, der Feuerschein der Brandbomben spiegelt sich in den Fenstern der Häuser wider. Ruhig kommen die weiteren Befehle, es geht wie im Exerzierdienst zu. Jeder Handgriff sitzt. In diesen kritischen

* Ehrenvolle Berufung. Als Nachfolger von Prof. Hoff wurde Profestor E. S ch l i e p h a k e als Leiter der Medizinischen Poliklinik an der Universität Würzburg berufen. Profestor Schliephake, ein Arztsohn aus Gießen, erhielt seine medizinische Vorbildung an den Universitäten Gießen und Berlin. Seine be­kanntesten Arbeiten erstrecken sich auf die Kurzwellentherapie, die er gemeinsam mit dem bekannten Physiker Pros. Esau ent­deckt hat.

* Ein neuer Drama non Müller-Scheld. Wilhelm Müller- Scheid, der zur Zeit in Norwegen eingesetzt ist, hat ein Neues Drama,Tanars", beendet. Die Dichtung rst entwickelt aus dem Geiste unserer Zeit. Der Autor hat den Versuch unter»

Augenblicken kennt man keine Gefahr, sondern hier nur eine einzige Vernichtung des Gegners und Fernhaltung von den Schutz­objekten. Ein Batterieoffizier steht selbst als Ladekanonier am Geschütz, es bedarf keiner Befehle mehr, denn.dieser Kampf ist der wirkliche Kamps der Flak gegen den Gegner im Dunkel der Nacht. Es weiß jeder, was er in diesem Augenblick zu tun hat. Plötzlich links von der Besehlsstelle ein mächtiger Krach: Man sieht eine gewaltige Erdfontäne, Steinbrocken wirbeln durch die Luft, dann für einen Augenblick Ruhe. Was ist geschehen? Eine Sprengbombe ist in unmittelabrer Nähe eines Geschützes niedergegangen. Die Bedienungsmannschaft wurde durch den Luftdriick durch die Lust geworfen und fand sich hinter einem Drahtzaun wieder. Nachdem die Männer sich vom ersten Schrecken erholt hatten, wollten sie wieder an das Geschütz, doch dieses war infolge Beschädigung ausgefallen: Nur ein Mann trug eine Gehirn­erschütterung davon, während die Übrigen mit leichten Prellungen davonkamen. Soldatenglück! Der Kampf an den übrigen Geschützen ging weiter und hatte inzwischen seinen Höhepunkt erreicht. Plötz­lich erneuter Rus der Flugmelder: Tiefangriff von rechts! Der Melder hat die Warnung durchgesprochen und mißt dann ungeachtet des Bordwaffenfeuers mit gleichbleibender Ruhe weiter, auch die Männer am Feuerleitgerät behalten eiserne Nerven. Vor dem Leit-

(Ein Wann für meine Tran"

Ernsthafte Komödie von Georg Zach und Karl Lerbs

Es ist immer reizvoll, vom Film bekannte Darstellerinnen des großen Spiels auf der Bühne zu sehen, zumal die persönliche Gestaltung einer Rolle den unmittelbaren Eindruck des Erlebens noch stärker vermittelt. Das gilt in besonderem Maße auch von Hilde Hildebrand, die gegenwärtig zu einem kurzen Ensemble- Gastspiel im Residenz-Theater verpflichtet ist. Gerade ihr Rollen­fach, das der Salondame, die heute nicht mehr so gefragt ist wie früher uhb deshalb auch nur noch selten in großer Aufmachung er­scheint, gibt Gelegenheit, mit der Sicherheit des Auftritts diszi­plinierte Beherrschung, graziöse Anmut und überlegene Kunst der Gestaltung in Wort und Ausdruck beredt zur Geltung zu bringen. Anlaß dazu bietet diesmal ein neues Stück von Georg Zoch und Karl Lerbs, dem bekannten Bremer Dichter und Dramaturgen: Ein Mann für meine Frau".

In dieserernsthaften Komödie", wie die Autoren das Stück nennen, geht es um eine Ehe, die an einem kritischen Punkt an- gelangt ist. In gemeinsamer Arbeit an einem gemeinsam aufge­bauten Unternehmen haben sich die beiden nach zehnjähriger Ehe etwas auseinandergelebt. Er hat sich bereits mit einer anderen angefreundet und denkt an Scheidung. Sie glaubt zwar die Ent­wicklung nicht aufhalten zu können, möchte aber doch nicht kampf­los aufgelien, was ihr einmal das Glück bedeutet hat. Deshalb stellt sie die zum mindesten originelle Bedingung, nur dann zu verzichten, wenn man ihr einen neuen Ehepartner verschafft, wo­bei sie hofft, aus diese Weise Zeit und damit vielleicht auch den Mann zurückgewinnen zu können. Der Aufmarsch der Freier weckt prompt die Eifersucht Christians, des Ehemanns, während Frau Dagmar ernsthaft in Gefahr gerät, sich über das von ihr gewollte gefährliche Spiel mit dem Feuer an einen anderen zu verlieren. Schließlich aber siegen Vernunft und Einsicht über die Leiden­schaften, zumal auch Manon Mollander, die Ursache des Ehekon­fliktes inzwischen feststellen muß, daß ihr keineswegs das ersehnte große Gluck an der Seite des umtämpften Mannes bevorstehen würde. Ihr Verzicht gibt der Komödie den versöhnlichen Aus- klang. Die Eheleute bleiben zusammen und geben der Erwartung Ausdruck, mit dem weiteren Nebeneinander auch wieder zuein­ander zu finden. . ,

Besonders sesielnd war das Spiel, dem das wohltemperierte Milieu eines gepflegten Hauses deck Hintergrund bot, durch die überlegene Kunst der Wortführung, mit der zwei elegante Frauen ihren Meinungen und Gefühlen beherrschten Ausdruck geben. Hilde Hildebrand war dabei die Überlegene, in der Argumentation ihres Rechtsstandpunktes sowohl, mit der sie di« Rivalin immer mehr in die Verteidigung drängte, als auch mit der Sicherheit des Auftritts, di« sie schließlich auch die rich­tige Entscheidung im richtigen Augenblick treffen liefe. Wobei

Stil das Bemühen um einen zeitgemäßen dramatischen Ausdruck. Das Stück erscheint im Theateroerlag Langen-Müller, Berlin, der auch die Übrigen dramatischen Werke von Wilhelm Müller- Scheld herausgebracht hat, und zwarAnna-Maria",Ein Deut­scher namens Stein",Eduard Keim" und dieNovember­ballade 1632".

* Der Wiesbadener Lehrergesangverein veranstaltet am Sonntag, 17. d. M., ein Konzert in der Ringkirche. Der Rein­ertrag ist für das Deutsche Rote Kreuz bestimmt.

* Franz Flößners Orchestersuite op. 14 hatte bei ihrer Aus- sührung in dem von Carl Schuricht geleiteten Sinfoniekonzert in Heidelberg sehr starken Erfolg.

* Professor Bernhard Pankok 70 Jahre. Am 16. Mai tritt der Begründer und langjährige Direktor der Stuttgarter Kunst- Sbeschule Professor Bernhard Pankok in die Reihe der Siebzig­

en. Er ist einer der eigenartigsten und vielseitigsten deutschen er aller Zeiten. Schon al« junger Künstler machte sich der

der persönliche Eindruck durch die Eleganz der Erscheinung, auch Wechsel einer wahren Modenschau prächtiger Kleider, immer wieder betont wurde. Ihrer Gegenspielerin (Nina Raven) blieb schließlich nut übrig zu resignieren, um sich anderweitig zu trösten, was ihr wahrscheinlich nicht schwer fallen dürfte. Georg Zoch, der Mitautor und Spielleiter, gab als Darsteller der Rolle des Ehemannes alle Züge eines unausgeglichenen Menschen, der sich über seine Gefühle nie völlig im klaren ist und daher unsicher in seinen Entschlüssen bleibt. Den Freiern liehen Robert K l u p p, Rudolf K l i x und Willi Gerber die ihnen von den Autoren vorgezelchnete abwechslungsreiche Charakterisierung. Das beruhigende Element in der von verhaltenen Leidenschaften er­füllten Gewitterschwüle bildet eine treusorgende Wirtschafterin, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen laßt und mit erstaun­lich vernünftigen Einwänden die Dinge immer wieder ins rich­tige Lot setzt. Claire Reigbert wußte das sehr überzeugend zum Ausdruck zu bringen. Das Publikum folgte sehr interessiert und ließ sich von dem Spiel, ebenso wie von der Handlung des Stückes und seiner nachdenklichen Moral fesseln. Den Darstellern, insbesondere der lebhaft begrüßten Hilde Hildebrand, wurde reicher Beifall zuteil. Fritz Günther

Die Nacht von Rostock und Warnemünde

Ein Drittel der Angreifer kehrte nicht mehr heim

Berlin, 15. Mai. Die Kämpfe in Burma lasst ...

Stellen nach, der Widerstand ber Tschungking- Truppen ist überall gebrochen. An einigen Stellen, so zwischen ber Burmasttaße unb Bhamo, sinb die geringen Reste ber Tschungking-Truppen vollstänbig eingeschlossen. Sie sehen ber Vernichtung entgegen. In ber Gegend von Kalewa, un­weit der indischen Grenze, wurde eine britische Truppenabteilung von überlegenen japanischen Streitkräften eingeschlossen und auf» gerieben.

DNB.....13. Mai. (PK.) Der Angriff bet Engländer auf

Mostock und Warnemünde in der Nacht vom 8. zum 9. M a i endete, wie bereits bekanntgegeben, mit der Vernichtung von 19 Britenbombern. Wie cs in dem Bericht des OKW. vom 9. Mai heißt, hat die Flakartillerie an diesem Abwehrerfolg beson­deren Anteil. Die Abschutzzisser selbst ist ein erneuter Beweis für die sich immer mehr steigernde Schlagkraft dieser Waffe. Fast Tag für Tag können von den verschiedenen Fronten neue Abschuß- ergebnisse gemeldet werden. Nicht oft genug aber kann die Schwere des Abwehrkampfes im Dunkel der Nacht betont werden, der den restlosen und selbstlosen Einsatz eines jeden Flakartilleristen be­dingt,, eine unerhörte Hingabe und Kampfesfreude, sowie ein ungeahntes Können in der Handhabung der Waffen und sonstigen vielseitigen Geräte erfordert.

Wir besuchten eine Flokbatterie, die an diesem nächtlichen Kampf maßgeblich beteiligt war. Der Batteriechef und seine Offi­ziere schilderten uns den Kamps wie folgt:

Der Angriff der Engländer wurde aus allenHimmels- richiungen vorgetragen. In Hoch- und Tiefangriffen versuchten sie die Flaksperre zu durchbrechen, es entspann sich ein unerhörter Kampf, wie wir ihne selbst selten erlebt hatten. Was die Rohre hielten, wurde herausgejagt. Eine Wand von Eisen und Stahl schob sich von allen Seiten den Angreifern entgegen. Bald nach Beginn des Kampfes kam der erste Tommy brennend herun­ter und schlug dicht hinter unserer Stellung mit donnerartigem Ge­töse auf, denn es war ihm keine Zeit geblieben, die Bomben im Notwurf zu werfen. Kurze Freude über den ersten Sieg.

Links : Rach bet Angriffsschlacht auf der Halbinsel Kertsch. Die ersten sowjetischen Gefangenen des großen Angriffs werden der Küste entlang in ein Eefangenensammellager gebracht. Im Vordergrund in einem Erdloch ebenfalls gefangene Sowjets. (PK.-Aufnabme: Kriegsberichter Hackl-Atl. Weltbild). Rechts: Nachrichtensoldaten geben beim Angriff vor und stellen ständig die Verbindung zu der sich kämpfend vorwärtsschiebenden Jnfanteriesvitze ber. (PK.-Aufnabme: Kriegsberichter Kirsche. Weltbild.)