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Wiesbadener Tagblatt

Drmk und Berlaa: L. Tckellcnbera'icke Bmhdrnckerel. Lanaaaiie Nr. 21 <raablatt»Saus> • «x. \ «JöÄentli» in 6 ÄnSaaben EriLeinnnasiett werktäglich nachmittag«

$ntnf und Verlag: L. Lchellenberg'jche Vuchdnrüerei, Lauggasje Nr. 21 (Tagblatt-Haus)

Erscheimmgszeit werktäglich nachmittag»

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Nummer 113

Samstag/Sonntag, 16./17.Mai 1942

90. Jahrgang

Stadt und Hafen Kertsch besetzt!

Nach Überwindung zähen bolschewistischen Widerstandes durch die deutschen Truppen

zur

See. in der Luft und zu Lande geführt werden.

'der

vernichtend getroffen, während die übrigen mit hoher Fahrt nach Westen abdrehten.

Angriffe unserer Stukas in der Kolabucht

Ans dem Führerhauvtauartier. 16. Mai. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Nach Überwindung zähen Widerstandes find deutsche Truppen gestern in Kertsch eingedrungen. Stadt und Hafen find in unserer Hand.

Berlin, 15. Mai. deutschen Luftwaffe im folgende Einzelheiten: führten Angriffen waren Iu 88 und Hi

Alarmzustand In Australien

Dabei fürchtet man. daß auch im Stillen Ozean neue Kämpfe bevorstehen. Jedenfalls ist das nordaustra- lische Küstengebiet und ein Teil von Queensland er­neut in Alarmzustand versetzt worden. Neue, außer­ordentliche llberwachungsmahnabmen wurden eingesührt, während die englische Presse gleichzeitig Alarmnach­richten über die Zusammenziehung spanischer Kriegs­und Transportschiffe in den Häfen des Bismarck-Archipels verzeichnet. Es wird hinzugefügt. daß die Aufklärung immer schwieriger werde, da die Javaner ganze Schwärme von Jagdflugzeugen gegen die australischen und amerikani­schen Aufklärer einsetzten. So wächst trotz aller großen Siegesmeldungen über die Seeschlacht im Korallenmeer die Sorge um Australien wieder sehr erheblich.

meer zeigt das — wie starke Kräfte der Gegner für die Osfenhaltung dieses Weges immer wieder einfetzt. Um so härter treffen ihn die deutschen Schläge, die auch hier

Einzelheiten über die Ber s rnkung des USA-Kreuzers

Trotz schlechten Wetters fand die deutsche Luftwaffe ihr Ziel

feindliche Handelsschiffe mit einer Eesamttonnage von 444 000 BRT. versenkt. Davon entfallen auf die Gewässer des Pazifik einschließlich Hawai 15 Schiffe mit 101700 BRT.. des Südwestvazifik im besonderen 15 Schiffe mit 96000 BRT. und auf den Indischen Ozean 35 Schiffe mit 246 300 BRT.

Auch Roosevelts Indien-Betrug gescheitert

i Mr. Johnson kehrt „wegen Erkrankung" in die USA. zurück

führen kann." Die Amerikaner haben ihr Auftreten in ____

nördlichen Gewässern teuer bezahlen müssen. Wenn ein

scheu Führung unsere Flotte in naher Zeit zur Katastrophe

" *• ........3 - ' ' den

schwerer amerikanischer Kreuzer und ein Zerstörer von der deutschen Luftwaffe vernichtet wurde, so ist das für die ASA.-Marine doppelt schmerzlich, da ihre Streitkräfte, die sie zur Sicherung der Transporte so dringend benötigt, durch den Kampf gegen Japan schon stark geschwächt sind. Klagt voch ohnehin die amerikanische Presse, angesichts der immer neuen Erfolge unserer U-Boote darüber, daß die ameri­kanische Flotte nicht einmal in der Lage sei. an der Atlantik- Küste den Schutz der Eeleitzüge zu stellen. Außerdem aber wiegt bei der kritischen Lage im Pazifik die Versenkung jedes USA.-Kriegsschiffes auch in anderen Seegebieten heute be­sonders schwer.

Japaner versenkten bisher 500000 BRT.

Tokio, 16. Mai. (Funkmeldung.) Das javanische Hauptquartier gab am Samstagnachmittag bekannt:

Javanische U-Boote haben seit Beginn des Krieges 65

Luftbedrohung der Industriezentren Indiens

Nach dem Verlust Burmas, der in den englischen Blattern natürlich wieder als ..verdienstvoller Rückzug" ge­bührend gewürdigt wird, sind aber auch die Sorgen um Indien noch größer geworden. Schon verweist man darauf, daß Indiens Industriezentrum nur 500 Kilometer, also etwa 1)4 Flugstunden von den javanischen Flugplätzen in Burma entfernt stnd. Auch hier jammert man über die verlorene Seeberrschaft. Bekanntlich erklärte die ..Daily Mail", ..wenn wir neben den Rückschlägen in Burma die Seeherrschaft im Golf von Bengalen verlieren, dürfen wir nicht erwarten, daß wir Indien behaupten können."

Gewaltige deutsche Angriffskraft im Osten

Hatte man aber etwa irgendwelche Hoffnungen aus den bolschewistischen Verbündeten gesetzt, so zeigt die Niederlage, die die Sowjets auf Kertsch erlitten, daß man auch solche Hoffnungen abschreiben muß. Die Berichte des OKW. lassen immer wieder die gewaltige Angriffs- und Kampfkraft unserer Truppen an der ganzen Ostfront erkennen. Die gestern gemeldete Vernichtung einer starken feindlichen Kräitegruvve an der Wolchow-Front ist dafür ebenso ein Beleg, wie die abgeschlagene Landung einer sowjetischen Marinebrigade an der Eismeerküste. Diese für die Sowjets so verhängnisvoll verlaufene Operation sollte den Zufahrts­weg über Murmansk und das Eismeer sichern hellen, der für die Sowjets um so wichtiger wird, je größere Verluste sie durch die harten deutschen Schläge erleiden. Man steht — auch der Einsatz des amerikanischen Geschwaders im Nord-

as. Die für das Ostheer so erfolgreiche Woche schließt nun mit der Einnahme von Kertsch. In breiter Front haben deutsche und rumänische Truppen die Meerenge erreicht und haben damit den Zugang zum Asowschen Meer unter ihrer Kontrolle. Wenn die Zahl der Gefangenen und die Beutezahlen weiter ge­wachsen sind, so ergibt sich daraus erneut, aus welch starke Kräfte des Gegners der deutsche Vorstoß ausprallte. Aber auch die stärksten Befestigungen nutzten den Sowjets nichts. Kertsch ist gefallen und der Zugang zum Asowschen Meer ist fest in der Hand der deutschen und rumänischen Truppen. Dabei zeigt sich erneut, daß auch die Angriffe der Sowjets im Donez-Eebiet an dem Ausgang dieser Kämpfe nichts zu ändern vermochten, sind doch vielmehr dort die deutschen Truppen zu Gegenangriffen übergegangen und bringen hiermit erneut einen Beweis für ihre Kampfkraft.

Madrid, 15. Mai. Wie aus Washington gemeldet wird, gab das Staatsdepartement bekannt, daß Präsident Roosevelt persön­licher Vertreter in Indien, Louis Johnson, wegen einer E r - krankung nach den USA. zurückkehren werden. Seine Ärzte hätten ihm geraten, möglichst bald die Heimreise anzutreten.

Nach dem traurigen Abgang Mr. Cripps aus Indien muß nun also auch Roosevelts mit so vielen Hoffnungen «ach Indien entsandter persönlicher Vertreter Johnson unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Die rührende Meldung von dem armen, kranken Mann täuscht natürlich nicht darüber hinweg, daß Roosevelt nach seinen vielen Reinfällen nun auch in Indien einen neuen und gründlichen erlebt hat. Von Anfang an hatte Präsident Roosevelt mit dieser Entsendung, die als ein raffinierter Schach­zug zur ErbeinschaltungderUSA. in Indien gedacht war, wenig Glück gehabt. Sein Pech begann bereits bei den Enthüllungen des „Allgemeen Handelsblad" im März anläßlich der Beauftragung

Katastrophenwoche für den Feind

as. Berlin. 16. Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Eine ganze Reibe außerordentlich schwerer Schläge stnd in der Woche, die sich nun ihrem Ende zuneigt, aus die Alliierten niedergegangen, überall, in der Luft, zu Waller und auf der Erde haben sich die Waffen ihrer Gegner als überlegen erwiesen, überall, von Kertsch bis Burma und vom Nordmeer bis zur Korallensee stnd die Mächte des Dreiervaktes die unbestreitbaren Sieger, stnd sie es, die. sehr zum Kummer der.. Times", die Initiative in Händen haben. Die Am e r i k a n e r haben dabei die Erfahrung machen müllen, daß für ihre Flotte die Entsen­dung in die Europäischen Gewässer nicht weniger gefährlich ist, als etwa der Schutz Australiens. Aus dem Auftauchen des amerikanischen Kriegsschiffverbandes zwischen dem Nord­kap und Spitzbergen muß man schließen, daß die Amerikaner den Engländern den Schutz der Eeleitzüge im Nördlichen Eismeer abnehmen wollen. Offenbar haben die Engländer angesichts ihrer wachsenden Ausfälle an Kreuzern und Zer­störern die Amerikaner um diese Unterstützung gebeten, denn daß man mit den Kräften der britischen Kriegsmarine haus­halten muß, bestätigt auch die sehr resignierte Feststellung des Flottenkorrespondenten der „Daily Mail": „Wir sind an einem Punkt angelangt, da jeder Irrtum der strategi-

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von Cripps mit der Indien-Million, in denen schon damals die dunklen Pläne des Weltpräfidenten aufgedeckt wurden. Weder dieser peinliche Auftakt noch die kategorische Feststellung Pandit R e h r u s, die Inder hätten nicht verlangt, „daß sich Roosevelt in unsere Probleme einmischt", konnten den Giftmischer im Weißen Haus allerdings daran hindern, Johnson dennoch nach Reu-Delhi zu entsenden. Der persönliche Vertreter konnte aber auch nicht ver­hindern, daß der Kongreß das englisch- nord amerikanische Intrigen­spiel rechtzeitig durchschaut und allen Betrugsversuchen entgegen­setzte. Johnson mußte sich sogar von der USA.-Presie bestätigen lasten, daß er wie ein Elefant im Porzellanladen gewirkt habe. Dieser „kranke" Elefant kehrt nun also mitsamt seiner sogenannten „Garantieerklärung" des Gauners Roosevelt sang- und klanglos nach Washington zurück und der Präsident wird sich mit der „New York Times damit absinden müssen, daß die „gute alte Zett", in der man große Völker mit hochstehender Kultur mit schönen Worten um ihre Freiheit betrügen konnte, vorüber ist.

Berlin, 15. Mai. Zu dem Angriff deutscher Sturzkampfflug­zeuge auf Schiffsziele in der Kola-Bucht nördlich von Murmansk am Donnerstag teilt das OKW. noch mit:

Ein in der Bucht vor Anker liegendes feindliches Fracht­schiff von 10 000 BRT. wurde von fünf Bomben, darunter solchen schweren Kalibers, getroffen. Das Schiff stand bald nach den Detonationen der Bomben vom Bug bis zum Heck in Flammen. Wettere Bomben detonierten unmittelbar neben Bordwand, so daß mit der Vernichtung dieses feindlichen Fracht­schiffes gerechnet werden tonn.

Zwifchen den deutschen Sturzkampfverband begleitenden Jägern und etwa 25 bolschewistischen Jagdflugzeugen kam es Über dem Angrisfsramn zu einem erbitterten Luftgefecht, wobei fünf Feindflugzeuge, darunter drei Huriicanes, ohne eigene Ver­luste abgeschosten wurden. Eine wertere Hurrrcane fiel deutschen Jagern im hohen Norden zum Opfer.

Zu den bereits gemeldeten Erfolgen der Nördlichen Eismeer berichtet das OKW. An den in mehreren Wellen durchge- _____ deutsche Kampfflugzeuge vom Muster Iu 88 und He 111 beteiligt- Die In 88 fanden das USA.-Ee- schwader trotz ungünstiger Witterung in den Abendstunden und griffen den sich mit heiligem Flakfeuer wehrenden Flottenoerband unverzüglich an. Dabei erhielt ein USA.-Kreuzer der „Pensa- cola"-KIasse gleich bei den ersten Bombenabwürfen Treffer dicht hinter dem Schornstein. — Im Abflug beobachteten die Be­satzungen der du 88, wie durch die Wucht der detonierenden Bomben Teile der Deckausbauten durch die Luft geschleudert wur­den. Eine Stunde nach diesem ersten Angriff trafen die He 111 den Kreuzer bereits brennend an. Ein sofortiger erneuter An­griff führte zu der Vernichtung des bereits schwerbeschädigten Kriegsschiffs. Nach abermaligen Treffern versank der brennende ÜSA.-Kreuzer, 300 Kilometer nördlich des Nordkap, um den sich die Zerstörer zu ersten Hilfeleistungen versammelt hatten. Einer der begleitenden vier Zerstörer hatte die Überlebenden des ver­nichteten USA.-Krei»ers Übernommen. Wie weiter beobachtet worden war, war auch einer bei Zerstörer nach Bombentreffern

Die deutsche Mutter

Von Heinrich Karl Kunz

Das Verbä11 nis jur Stau und zur Mutter ist ein untrügliches W e r t m atz. Das gilt für den Einzelnen, rote für ein ganzes Volk. Wo die Frauenehre zum leeren Begriff herabsinkt und die Heiligkeit des Muttertums keine Ehrfurcht mehr gebietet, ist die Gesittung verdorben und die Lebenskraft erschöpft Ein durch inneren Niedergang be­gründeter Machtzerfall ist auch durch Schlachtensiege nicht abzuwenden. Dafür liefert die Geschichte zahllose Belege. Oft genug aber sind — wie es scheinen mochte — hoffnungs­los besiegte Volker zu neuem Glanz emvorgestiegen, weil sie ?U5 der Geburtenfreudigkeit und der Arttreue ihrer Frauen, ihrer Mutter schöpfen konnten. Und es ist kein Zufall, daß wir von der Muttersprache, nicht etwa von der Vatersprache, sprechen. Die Sprache aber ist der stärkste völkische Schutz­wall gegen Überfremdung und Aufzehrung. In ihr wirkt die Seele des Volkes, entfaltet sich sein innerer Reichtum. Die MUttergeben sie weiter von Generation zu Generation. In ewiger Wiederkehr formen sie aus dem Lallen des Kindes die ersten Worte, weiten, mit den Jahren fortschreitend, den Gesichtskreis ihrer Lieblinge. Das Wiegenlied der Mutter schwingt noch unverlierbar im Manne, wie ihre Märchen, an denen sich seine Phantasie entzündete. Pflichtgefühl. An- stand und Sauberkeit, die Achtung vor dem Leben, ob es sich in der Form einer Blume oder eines Tieres darstellt, all das wird von der, Mutter in die Seele des Kindes gepflanzt, in den Jahren, m denen der Vater meist nur einen geringen Einfluß ausubt. Die Mutter legt die Funda­men t e, auf denen dann die Gemeinschaft, die Nation, werterbaut. Ustt> auf die Fundamente kommt es an. auf die . Mutter. Alle Bemühungen des Lehrers, des Meisters und des Offiziers bleiben ergebnislos, wo der gesunde, von Mutterhand geformte Kern fehlt.

Das kämpfende Deutschland aber hat seinen Frauen noch unendlich viel mehr zu danken. Hunderttausende unserer Soldaten, die in einem erbitterten Riimen an allen Fronten stehen, wurden wahrend des ersten Weltkrieges geboren, -bkutter. die damals um die Väter ihrer Kinder bangten, sorgen sich beute um ihre Söhne. Wieder dieses zermürbende Warten auf Briefe: endlose Tage und Nächte voll Bangen. Und zu den Söhnen gesellen sich die Schwiegersöhne, die Manner der Tochter, die inzwischen selbst Mütter geworden sind. Aus den Berichten der ?L.-Männer in Rundfunk une Presse, aus den,Bilddokumenten der- Wochenschauen formen sie sich eine Vorstellung von Anstrengungen und Strapazen, die ihren Söhnen, ihren Mchinern auferlegt sind. Und iede Not weckt ein schmerzvolles Echo im Herzen der Mutter. Wie gern würde sie die Last sich selber aufbürden. Auf der Land­karte. eine seit Jahrzehnten ungewohnte Beschäftigung, oet» folgt sie die schier endlosen Wege, die ihr Sohn, der Mann, kämpfend und marschierend »urücklegte. den Raum, in dem sie.feine Einheit vermutet. Und wieder trägt die Feldpost Briefe hinaus, gefüllt mit tausend besorgten Fragen, aus denen die Liebe spricht. Päckchen, die — mögen sie auch im Gewicht noch so beschränkt fein — eine kleine Zukost bergen, die von den bescheidenen Zuwendungen erübrigt sind. Die Briefe der Frauen und Mütter aber sind für die Front das schön sie Geschenk. Sie strahlen Wärme aus, Hei­mat und Geborgenheit. Für Stunden lasten sie das blutige Kriegshandwerk versinken, öffnen wieder den Blick für den tiefen Sinn des erschütternden Geschehens, und geben eine klare Antwort auf das Warum, das sich oft aus der schwelen­den Vernichtung erhebt.

Deutschland darf stolz sein auf seine Frauenund Mütter. Sie verzehren sich nicht in ihren Sorgen, sie greifen zu. füllen die Lücken, die in der Heimat durch den Ausfall männlicher Arbeitskraft entstanden. Und für ihre Kinder haben sie immer noch ein Lachen übrig. So selbstverständlich, als sei es nie anders gewesen, gebt die Bäuerin hinter dem Pflug, nimmt mit unzureichenden Hilfskräften zu der Besorgung des Hauses und des Stalles auch noch ein Großteil der Feldarbeit auf sich. Mag der Tag um fünf in der Frühe beginnen und sich bis tief in die Nacht hineinrecken: Kein Acker bleibt unbestellt. In der Stadt ist es nicht anders. Briefträgerinnen. Schaffnerinnen in Omnibussen, in Straßenbahnen und Zügen, Frauen an den Schaltern und in den Büros der Behörden, sie gehören längst zu dem gewohnten Bild. In den Fabriken stehen sie an den Drehbänken, an den Fließbändern, in dkn Rüstungs­werken haben sie Tausende von Männerhänden freigemacht und schaffen die Waffen für die Söhne, die Väter ihrer Kinder. Und abends, wenn sie müde nach Hause kommen, freuen sich die tagsüber von der NSV. betreuten Kleinen auf die Mutier, mit einem Herz voller Wünsche. Warten die ungewaschene Wäsche, die ungestopften Strümpfe. Längst

Eeschästszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- und Feiertags - Berliner Büro > Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Tertell RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend - Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 • Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

Die Briten kniffen wieder einmal USA.-Marineoffizier über das Verhalten der Engländer in der Schlacht int Korallen-Meer

Schanghai. 15. Mai. Nach hier eingetroffenen Berichten aus Australien sollen Offiziere eines nordamerikanischen Flugzeugträgers in Gesprächen mitgeteilt haben, daß die britischen Einheiten in der Schlacht im Korallen- Meer gezögert hätten, sich dem javanischen Angriff zu­sammen mit den USA.-Schiffen in vorderster Linie zu stellen. Als die Situation kritisch geworden sei., hätten die englischen Kriegsschiffe sogar die Flucht ergriffen. Die nordamerikanischen Schiffe seien allein geblieben und so sei gekommen, daß die Hauptmacht des USA.-Eeschwaders ver­nichtet werden konnte, während die britischen Verluste ver­hältnismäßig gering blieben.

Es wird niemand verwundern., wenn sich diese Äußerun­gen nordamerikanischer Marineoffiziere bestätigen sollten, bat doch schon von jeher die Erfahrung gelehrt, daß die Eng­länder immer andere für sich bIuten lasten. Es sei nur an das Beispiel der Kämpfe im Westen erinnert, wo die Briten auch ganz plötzlich ihre Verbündeten im Stich ließen. _____