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90. Jahrgang

Freitag, 8. Mai 1942

Nummer 106

Seeschlacht vor Australiens Küste

Zwei USA.-Flugzeugträger, ein britisches und ein amerikanisches Schlachtschiff versenkt

„Armselige britische Strategie"

Engländer und Chinesen werfen sich gegenseitig die Schuld an der Burma-Niederlage vor

Der feldgraue Alpdruck

Von Heinrich Karl Kunz

Der Winter scheint seine legten Plänkler zurückge­zogen zu haben. Wenigstens in Westeurova. Die Sonne hat ihr Regiment wieder angetreten. Von dem Kampf« raum des Ostens läßt sich das in dieser definitiven Form noch nicht sagen, wenn auch hier die Kälte gebrochen und das Eis auf den Flüssen überall in Bewegung geraten ist. Es ist kennzeichnend für die gigantischen Ausmaße der Front, die aus dem mittelmeerilchen Klimagebiet bis in die Arktis bineinragt, daß im Süden bereits Temperaturen bis zu 30 Grad auftreten können, während die nördlichen Lano- ■ schäften noch in Schnee- und Eisstürmen versinken. Auch im Gebiet um Moskau, das mit Memel und Kopenhagen auf dem gleichen Breitengrad liegt, aber ozeanischen Ein­flüssen unzugänglich ist. wechseln Sonnenschein und Schnee­treiben noch miteinander ab. Die Schmelze verwandelt Straßen und Wege in Morast, der größere Operationen un­möglich macht. Aber auch hier gewinnt die Sonne täglich an Kraft. Mit ihrem Ansteigen wachsen untere hoffnungs­vollen Erwartungen, während auf der Gegenseite der Alp­druck. die Angst vor der deutschen Offensive, immer schwerer lastet.

Auch für das bolschewistische Gesindel, das im Auftrag des Massenmörders Stalin die deutschen rück­wärtigen Verbinduimen beunruhigen soll, sind schlechte Tage angebrochen. Die Vorteile, die es aus dem Winter zog. werden hinfällig. Wie aus den OKW.-Berichten der letzten Tage hervorgeht. hat eine großzügige Säuberungs­aktion begonnen, die dem Spuk ein ebenso schnelles, wie hartes Ende bereiten wird. Ein bitterer und entsagungs­voller Kampf, an dem außer n* und Polizeiverbänden on auch Angehörige der Stäbe, Versorgungsparks und der Bau- bataillone beteiligt sind. Die Banden, die sich aus Kommis­saren. versprengten Soldaten, gepreßten oder fanatisierte« Zivilisten und Juden zusammensetzen, sind schwer zu fassen, da Re keine Uniformen tragen und meist als harmlose Bauern auftreten. Eine heimtückische Methode, die den primitivsten Regeln des Völkerrechts hohnivricht. Nachdem alle Warnungen fruchtlos geblieben sind. schlägt die deutsche Wehrmacht unerbittlich zu. Sie kann, vor alle« in einem Zeitpunkt, in dem neue Entscheidungen beran- reifen, unter keinen Umständen dulden, daß im Hinterland der Front die Maßnahmen der Führung behindert oder ver­raten werden. Ein Verbrechertum, das mit Stumpf und Stil ausgerottet wird.

Im Kreml weiß man die Zeichen des berannabende» Sommers zu deuten. Die vergangenen Monate haben unter den Illusionen, denen sich die Sowjets bei Beginn de»

langem geplanten Ravbzng handelt, der garnichts mit einer angeblich behaupteten Bedrohung zu tun hat. Schließlich verfiel der englische Mnisterprästdent wieder in den üblichen weinerlichen Ton und erklärte, er bedaure, daß es ein Blutver­gießen zwischen Engländern und Franzosen gegeben habe, doch geschah das alles nur, um Frankreich einschließlich Elsaß- Lothringen zu befreien. Das sind die alten Lügen, mit denen dre Engländer ihr unglaubliches Vorgehen gegen die Franzosen zu beschönigen versuchen.

Sowjetgruppen aufgerieben 1400 Tote und zahlreiche gefangene Bolschewikte« gezählt — Elf Panzer vernichtet — 26 Sowietflngzeuge abgeschossen — Kriegswichtige Ziele in Malta und an der britischen Kaual- küste erfolgreich bombardiert

Aus dem Führerbauptauartier, 8. Mai. (Funkmeldung). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekant:

Im Donezgebiet, südostwärts des Ilmensees und an der W o l ch o w - Fr o n t wurden örtliche Angriffe stärkerer feindlicher Kräfte abgewiesen. Dabei verlor der der Gegner elf Panzer.

In Leningrad entstanden bei der Beschießung kriegswichtiger Anlage« mehrere große Brände.

In Lappland vernichteten deutsche und finniiche Truppen in mehrtägige« erbitterten Kämpfen eine im Ver­lauf der gemeldeten Gegenangriffe eingefchlosiene Krafte- grnvve des Feindes. Dabei verlor der Gegner außer zahl­reichen Gefangenen 1400 Tote und Kriegsgerät aller Art.

An der Murmanfront wurden weitere feindliche Kräfte in umfasienden Angriffen zerschlagen.

3« Luftkiimvfen wurden im Osten 26 feindliche Flug­zeuge abgeschossen, drei «eiter» am Boden zerstört.

3m Küstengebiet der Insel Malta wurden Schiffs- ziele. Flakstellungen und Äetriebsstofflager erfolgreich bombardiert.

Nachtangriffe dentscher Kampfflugzeuge richteten sich gegen Flugplätze auf Malta und gegen Nachschuboerbindun­gen der Briten in Nordafrika.

3m Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe bei Tag und Nacht kriegswichtige Ziele an der britischen Kanalküste, sowie an der Themse-Mündung mit Bomben.

Bei erfolglosen Angriffsversuchen britischer Bomber in der vergangenen Nacht gegen das dänische Küstengebiet verlor der Feind vier Flugzeuge.

as. Berlin. 8. Mai. (Eig. DrahtberiLt unserer Berliner Schristleitung.) In Burma gebt die Flucht der Engländer weiter. Von einer penteiniamen Operation mit den dort eingesetzten Tschnngkmg-Truppen kann nicht mehr die Rede sein, erklärt doch auch der englische Nachrichtendienst, daß sich die Entfernung zwischen den Briten und den Chinesen immer mehr vergrößere, da die Engländer die indische Grenze, die Chinesen die Tschungking-Erenze »u er­reichen versuchten. Dabei lassen andere englische Meldungen bereits durchblicken, daß es den britischen Truppen, wie wir gestern schon berichteten, kaum möglich sein werde, ihr schweres Kriegsmaterial zu retten. Versuchte man in England zunächst Tschungking für diese neue Kata­strophe verantwortlich zu machen, so revanchiert sich letzt Tschungking mit Vorwürfen an die anglo-amerikanische Adresse. Ein militärischer Sprecher der Tfchungking- Regierung geißelte nämlich die ..armselige Strategie des englischen und amerikanischen Kommandos" im Burma- Feldzug. Die britischen militätischen Kreise in Neu-Delhi wieder vertreten die Ansicht, daß man den verlorenen Burma-Feldzug nicht als größere Katastrophe anzusehen brauche, sondern als eine direkte Folge der anfänglichen Rückschläge im gesamten Ostasienkrieg und des Falles von Singapur. Die Schulddebatte ist hier in vollem Gange, während die Javaner ihren Vormarsch überall fortsetzen, was einen amerikanischen Rundfunksprecher dazu veranlaßte, die Alliierten zu beschwören, nicht damit zu rechnen, daß Regenfälle den javanischen Vormarsch stovven werde«.

Stilwell tritt in die Fußtapfen Mac Arthurs

Nach echt amerikanischem Brauch hat sich der amerikani­sche Oberbefehlshaber der in Burma eingesetzten Tschungking- Tmvven. General St i l w e l l. rechtzeitig in Sicherheit ge­bracht. Er bat. wie berichtet wird, eine „neue sichere Po­sition" erreicht, von wo aus er seine weiteren Entschlüsse fassen werde. Vermutlich werden diese Entschlüsie zu einer weiteren Flucht führen, da der General wohl auch Nord- Burma als allzu unsicher betrachten dürfte. Er erweist sich damit alswürdigerSchülerdesgroßenRekla m e- Eenerals Mac Arthur, der ja auch, als es brenzlig wurde, seine Truvven im Stiche ließ. Wahrscheinlich wird die amerikanische Presie nun auch diesem zweiten Flucht- General Lorbeeren winden und auch das Verhalten Stil- wells als „ermutigend" kennzeichnen. Für ein Soldaten­volk allerdings ist ein solches Verhalten eines Generals un­begreiflich. genau wie der Reklame-Rummel, der dann um diese geflüchteten „Helden" in Szene gesetzt wird. Wie deutsche Generale sich verhalten, das bat la gerade letzt die knavve Meldung über die mebr als drei Monate einge­schlossenen Kampfgruppen des Generals Scherer gezeigt.

Bisher über 17 Millionen BRT. versenkt

In den USA. freilich denkt man über diese Dinge anders. So kann es auch der Reklame-General Mac Arthur wagen, der gefallenen Jnielfestung Corregidor einen

Kommandowechsel auf Malta

Nückzugsgeneral Gort mit dem Oberbefehl betraut

Berlin, 8. Mai. (Funkmeldung). Reuter verbreitet folgende amtliche Verlautbarung:

Generalmajor Sir William D o b b i e hat feiner Majestät dem König feinen Rücktritt von feinem Posten als Gouverneur und als Oberbefehlshaber der Insel Malta und der dazugehörigen Gebiete angeboten. Der König geruhte. General Visvount Gort als seinen Nach­folger zu ernennen.

General Gort, der neue Oberbefehlshaber der britischen Jnselfestung im Mittelmeer, die feit Wochen unter dem Bombenhagel der deutschen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge liegt, ist kein unbeschriebenes Blatt. Seinen Ruf als britischer Rückzugsgeneral erwarb er sich bei der Flandern- schlacht im Sommer 1940. als sich das von ihm geführte britische Expeditionskorps seine überstürzte Flucht bei Dün­kirchen von den Franzosen decken ließ und die Briten stark dezimiert und unter Zurücklassung fast ihres gesamten Kriegsmaterials nur das nackte Leben retten konnten. Für diese .Ermutigende" Tat wurde Gort vom King in feier­licher (form dekoriert. Wenn nun der King „geruht“, Gort zum Oberbefehlshaber Maltas zu ernennen, muß er dafür schon seine stichhaltigen Gründe haben, die ihn „Er- mutigenbes" von diesem Rückzugsgeneral erwarten lass««.

phantasiereichen Nachruf zu widmen, i« dem er erklärt, er habe in seinem Flucht-Quartier in Australien eine Vision von den letzten Stunden der kämpfenden Verteidiger gehabt. Zugleich versucht man sich in England und Amerika weiter­hin mit Madagaskar zu trösten und man bat einen solchen Trost wohl um so nötiger als ja auch die gestrige Erfolgsmeldung der deutschen U-Boote einen schweren Schlag für die Alliierten bedeutet, ist damit doch die Gelernt* Versenkungsziffer nunmehr auf Über 17 Millionen ge­stiegen. Der „Manchester Guardian" erklärt dann auch zur Beruhigung, der Überfall auf Madagaskar sei der Teil eines großen Planes zur Umzingelung Japans, wobei das Blatt allerdings binzufügen muß. diese Um­zingelung sei freilich lockerer als die Alliierten sie sich bei Kriegsausbruch vorgestellt hätten. Auf der gleichen Jllusionslinie liegt die Äußerung des amerikanischen Außen­ministers Hüll. Der Verlust Corregidors. wo sich übrigens der amerikanische General Wainwright. der nicht wie sein Vorgänger Mac Arthur rechtzeitig ausreißen konnte, den Javanern ergeben mußte, sei nur als „Vorspiel zu« Endsieg der Alliierten" zu betrachten. Wir unsererseits können dazu nur sagen, daß wir den Jogenannnten Alliierten recht viele derartige Vorspiele zum Endsieg von Herzen gönnen. Die Mächte des Dreierpaktes werden alles tun. um Herrn Hüll und seine GenoRen in diesem Sinne weitet zu „ermutigen“.

Tokio, 8. Mai. (Funkmeldung.) Die Nachrichten- Abteilung der kaiserlichen Marine gibt bekannt, daß die japanische Flotte am Donnerstag glänzende Erfolge im Korallenmeer ostwärts von Australien bei einem Angriff auf eine vereinigte englisch - nord- amerikanische Flotte erzielte. Nähere Einzelheiten werde» im Laufe des heutigen Freitag bekanntgegeben."

Am Freitag, um 5.20 Uhr javanischer Zeit, veröffent­lichte das Kaiserliche Hauptquartier folgende Mitteilung:

3n der Seeschlacht im Korallenmeer am 6. und 7. Mai wurden versenkt: die beiden nordamerikanischen Flug­zeugträger „Norktown" und „S a r a t o b a“, sowie ein amerikanisches Schlachtschiff vom Typ „California" nnd ein britisches Schlachtschiff vom Typ „Warspite". außerdem wurde ein weiterer britischer Kreuzer schwer be­schädigt.

„Scklacht in der Korallensee"

Wie aus einer weiteren Meldung des Kaiserlichen Hauptguartiers hervorgeht, griffen Einheiten der lapanr- schen Marine bei ihren Operationen im Gebiet von Neu- Guinea am 7. Mai eine große kombinrerte britrsch-nord- amerikanische Flotte an und versenkten sofort ei« amerikani­sches Schlachtschiff der „California"-Klasse. Der schwerbe­schädigte britische Kreuzer gehört der „Canberra"-Klasse an.

Die Seeschlacht dauert gegenwärtig noch an. Sie wird de« Namen „Schlacht in der Korallensee" erhalte».

Die vernichteten Einheiten

Der 19 900 Tonnen grobe nordamerikanische Flugzeug­träger „B o r k t o w n“ ist einer der modernsten Flugzeug­träger der USA. Er lief erst im April 1936 vom. Stapel und hat eine Geschwindigkeit von 34 Knote«. Seme Be­waffnung besteht aus acht 12,7-Zentimeter- und vier 4-Zen- timeter-Lustabwehrgeschützon. Bei einer Besatzung von 2072 Mann, worunter 836 Flugpersonal zu zahlen sind, batte er 60 Flugzeuge an Bord. , , „ _

Der 33 000 Tonnen große USA.-Flugzeugträger ,.S ar a- t o g a“ lief im Avril 1925 vom Stauet. Seme Geschwindig­keit beträgt 34.5 Knoten. Bewaffnet ist er mit acht 20.3= Zentimeter-Geschützen, zwölf 12.7-Zentimeter-, vier 5,7 Zentimeter- und acht 4-Zenttmeter-Flakgeschützen. Seme Besatzung beträgt 1101 Mann. Der Träger bat 90 Flug­zeug e an Bord und verfügt über eine Flugzeugschleuder. Er ist als Schlachtkreuzer begonnen worden, wurde aber nach dem Washingtoner Abkommen zu einem Flugzeug­träger umgebaut und ist mit Torpedowulsten ausgestattet.

Die nordamerikänischen Schlachtschiffe vom Typ. ..Eall- fornia" bestehen aus den beiden Einheiten .^altfornta“ und „Tennessee". Ihr Stapellauf fiel in das Jahr 1919 Sie haben eine Wasserverdrängung von 32 600 bzw. 32 300 T. und sind bestückt mit zwölf 35.6 Zentimeter- und zwölf 1T7- 'Zentimeter-Geschützen. Zur Luftabwehr besitzen die Schlacht­schiffe außerdem acht 12,7-Zentimeter-. vier 5.7-Zentimeter- und elf 4-Zentimeter-Flugzeugabwehrkanonen. Sie haben je drei Flugzeuge an Bord und besitzen zwei Flugzeugschleuder­einrichtungen. Ihre Geschwindigkeit beträgt 21.5 bzw. 21 Knoten, sie haben eine Besatzung von 1407 Mann.

Die britischen Schlachtschiffe vom Typ „2BarJPtte bestehen aus den Einheiten Valiant" „Queen Elizabeth und „Warspite" Das Schlachischifs „Warspite" wurde be­kanntlich 1940 vor Narvik so schwer beschädigt, daß es ver­schrottet werden mußte. Die Schiffe dieser Klaffe sind tn den Jahren 1935/40 modernisiert und erhielten neue Ma­schinen und Kesiel. sowie neue Flak- und Flugzeugaus­rüstungen. Sie haben eine Wasserverdrängung von 30 600 Tonnen und eine Bestückung von acht 38,1 Zentimeter-Ge­schützen. zwölf 11.4-Zentimeter-, vier 4.7-Zentlmeter- und 32 4-Zentimeter-Flakgeschützen. sowie 16 Maschinengewehre. Die Schiiie haben je vier Flugzeuge an Bord und besitzen ebenfalls eine Flugzeugschleudervorrichtung.

*

as Der neue Erfolg der Japaner bedeutet für die Engländer und Amerikaner einen au ß e r o rd e «t l i ch sch wer e nS chlag und eine sehr fühlbare Verminderung ihrer in diesen Eewasiern operierenden Seestreitlräfte. Sie mutzten sich bislang den Kopf darüber zerbrechen, wo wohl die lapanische Flotte stecken konnte. Sie hat ihnen letzt eine überaus deutliche Antwort gegeben. Für die Amerikaner ist der Verlust von zwei Flugzeugträgern ganz be­sonders schmerzlich, da damit auch alle Plane, wie bisher zapanische Häsen mit Flugzeugen anzugreifen, außerordentlich erschwert wurden. In völliger Verkennung der strategischen Notwendigkei­ten hatte Washington den Bau von Flugzeugträgern vernachlwsrgi, so daß es mit nur sechs Einheiten dieses Typs, von denen inzwischen vier versenkt worden sind, in den Krieg eintrat. Das Schlachtfeld, das Korallenmeer, ist für die Abschätzung der Bedeutung dieses Treffens insofern wesentlich, als es südlich der Insel Neu-Eumea liegt und mit seinen Ausläufern in die Torresstraße einmundet Mit Kap York nähert sich hier das australische Festland der Insel Reu-Euinea, auf der die japanischen Truppen ,a bereits stehen, aus einige Dutzend Kilometer. Man sagt deshalb wohl nicht zu viel wenn man die Schlacht im Korallenmeer als die erste Schlacht um Australien bezeichnet.

Es ist klar, daß man gerade unter diesen Umstanden sich immer wieder mit dem angeblichen Erfolg von M a d a g a s r a r zu trösten versucht. Zu diesem Thema hat sich Churchill aus­führlich im Unterhaus geäußert. Er hat hier von emer großen militärischen Aktion und von einem großen Sieg «er Engländer gesprochen und sich bemüht, die französischen Kräfte aus Madagaskar als möglichst stark und die Gefahren für dre eng­lischen Truppen als recht groß hinzustellen, obwohl englische Zei­tungen gleich zu Anfang an erklärt hatten, daß dre französische Besatzung nur schwach sei. Wenn aber Herr Churchill weiter er­klärt, daß die Vorbereitungen für die Besetzung von Madagaskar bereits vor drei Monaten eingeleitet wurden — damals aber be­stand für Madagaskar überhaupt noch leine Gefahr von japanischer Seite, wie sie jetzt von den Engländern behauptet wird — so widerlegt Churchill damit auf das Treffendste selbst die englischen Lügen und sagt klar, daß es sich um einen seit

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