Wiesbadener Tagblatt
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Nummer 103
Dienstag, 5. Mai 1942
90. Jahrgang
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Kartoffeln anstatt Rosen und Nelken
Lissabon. 4. Mai. Im Rahmen der in Portugal eingeleiteten landwirtschaftlichen Produktionskampagne wurden in den weitläufigen Parkanlagen des bekannten Kasinos von Eftroril in diesem Jahre anstatt der Rosen und Nelken Kartoffeln angepflanzt.
Die Japaner 30 Kilometer vor der chinesischen Grenze
Saftige Flucht des Feindes — Grobe Materialbeute der javanischen Truppen
USA.-Admiral Stark über die deutsche U-Boot-Gefahr
«Bon ihrer Vernichtung hängt alles ab"
von dem Gebiet der los. Schanstaaten in Burma Her. Jiinnan aber ist eines der Hauvtzentren des chinesischen Widerstandes, und ein javanischer Vormarsch in diese Provinz wäre eine unmittelbare Bedrohung für die nördlich
Szetschuan und deren Hauptstadt ^iese militärische Entwicklung hat sich vollzogen, ohne dah es dafür javanischerseits eines besonders groben Kräfteeinsatzes bedurft hätte. Englische Berichte sprechen von nicht mehr als 100 000 Mann javanischer Truppen. die allerdin« materialmäßig sehr gut ausgerüstet sind. Aber gemessen an den Kräfteverhältnissen des europäischen Krieges und an der javanischen Gesamtstärke bedeutet das nicht viel. Und es ist andererseits bezeichnend
Burma-Straße. sondern auch in der nunmehr bestehenden «der Provinz Iünnan, aus lüd- Französisch-Jndochma und aus westlicher
Niederlage in Burma
Von Wilhelm Ackermann
Übereinstimmend lasten die Meldungen von javanischer, englischer und tschungkingchinesischer Seite erkennen, dab der Kamvf um die östlichste Provinz des indischen Kaiserreichs, um Burma, in seinen Endabschnitt getreten ist. Nachdem der japanische Vorstob von thailändischem Gebiet aus in westlicher Richtung verhältnismäßig schnell die ersten englischen Ausnahmestellungen am Salwin. dem östlichen Grenzfluß ausgerollt batte^ bildete das englische Kommando eine neue Verteidigungslinie längs des Flusses Sittang. die dem Schutz des Hauvthaiens Rangun am Golf von Martaban. der als Verkehrsknotenvunkt wichtigen Stadt Mandalay und der beide Orte verbindenden Bahnlinie dienen sollte, die sich über Mandalay nordostwärts über Lashio bis Kunlonci an der Grenze der chinesischen Provinz Jiinnan sortsetzt. Der weitere javanische Angriff bezwang schon iebr bald den südlichen Teil dieser Flubstelluna und stieb nördlich von Rangun bis nach Prome am Jrawadi- strom vor. Damit und mit der Besetzung des Hafens von Rangun durch javanische Flottenstreitkräfte war die Eisenbahnverbindung und Hauvtzufuhr nach dem nördlichen Teil der Kamvifront vraktisch bereits abgeschnitten. Um diese Rordsront zu halten und damit Mandalay und die von Lashio ausgebende Burma-Strabe. bekanntlich der letzte Zu- suhrweg nach Tschungking zu decken, hatte das englische Oberkommando vom Marschall Tschiangkaischek chinesische Hifstruvven angesordert. die auch Verhältnis- mäßig schnell in Gestalt einiger Kerndivisionen zur Stelle waren und dem Kommando des amerikanischen Militärberaters bei der Tschungking-Regierung. des Generals Stil- well, unterstellt wurden. Es ist ihnen gelungen, im Verein
as. Berlin. 5". Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Sckriftleitung.) Wiederutn haben, wie sich aus dem gestrigen OKW.-Bericht ergibt, deutsche Seestreitkräfte int nördlichen Eismeer feindlichen Eeleitzügen schwere Verluste beigebracht. Der Einsatz starker feindlicher Kampfgruppen zur Sicherung dieser Geleitzüge zeigt am besten, wie sehr man in London und Washington bemüht ist. den Weg zur Sowj-etunion offen zu halten. Man weiß, daß die Bolschewisten nach den schweren Verlusten der Winter- kämpfe dringender denn je Kriegsmaterial benötigen. Immer wieder aber zeigt sich auch, daß die deutsche Kriegsmarine und die deutsche Luftwaffe den Weg durch das nördliche Eismeer sehr aufmerksam überwachen und daß sie auch durch starke feindliche Sicherungen sich nicht von Angriffen» auf die Geleitzüge abhalten lasten. Die Briten müssen vielmehr erkennen, dab die Sicherung dieser Geleitzüge für sie eine kostsvielige Angelegenheit werden kann, denn der Verlust eines 10 000-Tonnen-Kreuzers ist bei dem Mangel, den die Engländer ohnehin an Kreuzern leiden, nicht leicht zu verschmerzen. Nack den eigenen britischen Eingeständisten haben die Engländer mit dem jetzt im Eismeer versenkten Kreuzer bereits 19 Kreuzer ein ne« büßt. Die Leistungen der- deutschen Kriegsmarine aber sind um so höher zu bewerten, als sie bei ungünstiger Witterung. bei Sturm, hohem Seegang und Vereisung erzielt wurden und zwar in tagelangen Angriffen. Auch hier sind
zuführen und versucht nun. die von den bolschewistischen Botschaftern Maisky und Litwinow inszenierte und von Lord Beaverbrook unterstützte Agitation für eine zweite Front abzustopfen. Das wird allerdings nicht ganz leicht sein, denn diese Agitation ist zweifellos in England und den USA., wo man ja allen Grund.zur Unzufriedenheit hat und wo deshalb gewisse Kreise fordern, daß endlich etwas geschehe (obne freilich über die Möglichkeiten Rechenschaft zu geben), aus fruchtbaren Boden gefallen. So erklärt auch der soeben bei einer Ersatzwahl in England gegen den Regierungskandidaten gewählte Wilde Brown, dab das englische Volk nicht mehr vaviervollkritzelnde Abgeordnete, sondern Männer haben will, die für die zweite Front seien. Daß die Wähler gerade diesem Mann ihre Stimme gaben, bat Herrn Churchill wahrscheinlich mit veranlaßt, sich erneut gegen die Forderung nach einer zweiten Front zu wenden, da jeder derartige Versuch zu einem neuen Dünkirchen führen müsse.
versenkt hatten. .
Die Engländer haben also die Hilfssendung für den bolschewistischen Verbündeten teuer bezahlen müssen. Immerhin scheint ihnen diese Methode noch zweckmäßiger zu fern, als dem bolschewistischen Ruf zu entsprechen und eine zweite Front zu errichten. Diese Parole möchte man. wie auch schwedische Korresvondenten in ihren Berichten aus London feststellen, in den amtlich englischen Kreiien am liebsten gar nicht mehr hören. 3m Augenblick seien vielmehr alle englischen Hoffnungen darauf gerichtet, daß es der Sowjetunion gelingen werde, dem beraufziebenden Sturm standzuhalten. Auch aus den USA. vernimmt man ähnliche Eedankengänge. Man sei dort der Ansicht, so wird berichtet, daß die Debatten den Entschlüssen der militärischen Kommandierenden nicht vorgreisen dürften. Es sei auch utrar.= bracht, künstlich eine Volksstimmung zu erzeugen,. die das tatsächlich Geleistete unterschätzt. Schon die Tätigkeit der britischen Luftwaffe bedeutet nach Ansicht Washingtons die Eröffnung einer zweiten Front, wobei dieser Darstellung nur hinzuzufügen wäre, einer für bic Briten an Verlusten und Niederlagen reichen Front. , , ,
Diese Meldungen neutraler Korrespondenten bestätigen die Feststellung, die wir schon vor einigen laßen trafen, daß man nämlich in London und Washington Angst v o r der eigenen Courage bekommen bat. Man erkennt, daß man nicht in der Lage ist, ernsthafte Operationen durck-
für die Beurteilung der Widerstandskraft auf der Gegenseite, daß eine Weltmacht wie England samt der Unterstützung durch! Ichiangkaischek nicht imstande gewesen ist. diesem bescheidenen Aufgebot auch nur in der Verteidigung stand- zubalten.
Der Verlust Burmas ist aber nicht nur unter militärischen Gesichtspunkten eine weitere schwere Niederlage Englands, sondern auch in wirtschaftlicher Beziehung. Es handelt sich um ein Gebiet von 605 000 Quadratkilometer, um ein Viertel gröber als das deutsche Altreich, mit über 14,5 Millionen Einwohnern, das über eine erhebliche Reisvroduktion und über bedeutsame Bodenschätze verfügt. Außer den einzigen indischen Erdölvorkommen, die inzwischen im Verlaus der englischen Rückzüge bereits der Taktik der „versengten Erde" zum Opfer gefallen
Der Weg zur Sowjet-Union
Die Sicherung der Geleitzüge im Eismeer für die Briten eine kostspielige Angelegenheit
zu spät". Die Soldaten seien niemals richtig ausgerüstet oder genügend verstärkt worden und hätten fast überhaupt keinen Schutz aus der Luft erhalten. Es müßten jetzt Mittel gefunden werden, um das isolierte China zu unterstützen, das jetzt um sein nacktes Leben kämpfe. Rur durch eine Offensive könne die Lage noch gerettet werden.
Schanghaier Zeitungen speisen darauf hin, dab nunmehr auch der Plan Englands, chinesische Truvven für die Verteidigung Indiens einzusetzen, gescheitert sei. Grobe Schuld an der katastrophalen Entwicklung trügen die Briten, die untätig in Westburma standen, als die Japaner Mandalay und Lashio angriffen.
Die Tokioter Presse erklärt, daß nunmehr das Fundament für ein neues, unabhängiges Burma geschaffen sei. Durch die (Einnahme von Mandalay werde die Stellung Englands in Indien noch schwieriger. Zu der militärischen Bedrohung komme jetzt auch noch bas Aufhören des Nachschubs von Reis und Erdöl. Nicht nur Tschungking balle nunmehr jede Aussicht verloren, genügendes Kriegsmaterial zu erhalten, sondern auch die Vereinigten Staaten verlören die Zufuhren von Wolfram. Zinn und anderen wichtigen Rohstoffen, die sie bisher noch aus Tfchungking-China bezogen.
In der türkischen Zeitung „Cumburiyet verweist der Abgeordnete Radi darauf, daß die Javaner nur durch einen Seekrieg gefaßt werden könnten. Dazu seien jedoch die Engländer und Amerikaner nicht in der Lage. Deshalb wollten sie. und damit verweist Nadi auf die weltweiten Zusammenhänge des Krieges, vom Westen her auf dem Landwege angreifen. Voraussetzung dafür wäre jedoch die Niederringung Deutschlands. Es ergebe sich daraus, daß die Ostfront der Angelvunkt dieses Krieges sei. Im Westen könnten Deutschlands Gegner keine zweite Front errichten und ihre Luftangriffe seien nicht kriegsentscheidend.
Berlin, 5. Mai. (Funkmeldung). Admiral Stark, der Befehlshaber der llSA.-Streitkräfte in England, Huberte sich, wie der Londoner Nachrichtendienst berichtet, über die Gefahr der ll-Boote für England und die Bereinigten Staaten. Dabei erklärte er: „Der Krieg kann nicht beendet werden, solange die ll-Boote nicht vernichtet sind. Sobald wir diese in allen Meeren zerstört haben, werden wir siegen (!) Unsere Berbindnngs- und Transportwege müssen vom Feind befreit sein. Schon vor 25 Jahren, im ersten Weltkrieg, fragte ich einen amerikanischen Admiral, wie der Krieg erfolgreich beendet werden könne. Er antwortete mir, dab das erstens von der Vernichtung der gesamten feindlichen U-Boot-Waffe und zweitens von der vollständigen Zusammenarbeit der amerikanischen und britischen Flotte abhänge. Genau das gleiche gilt auch noch für den jetzigen Krieg.
Zu seiner eigenen und zur Ermutigung der britischen und llSÄ.-üffentlichkeit wiederholte Stark bani^ noch bas aus bem Munbe Roosevelts bekannte Geschwafel über bie riesigen Nenbauplane bet USA.-Flotte, wobei astronomi
sche Ziffern bie Hauptrolle hielten.
Zur Auffrischung von Starks Gedächtnis unb zu feiner Erbauung seien ibm noch einmal einige Worte aus ber letzten großen Reichstagsrebe bes Führers in Erinnerung gebracht. Der «rubrer erklärte: „Churchill hat bereits im Herbst 1939 versichert, baß er ber U-Bootgefahr Herr geworben fei, nun will ich ihm heute versichern, baß biefe Gefahr eher noch seiner Herr werben wirb. Ich kann ihm nur versichern, baß bie Zahl unserer U-Boote nach einem festen Rhythmus von Monat zu Monat wächst unb baß sie heute bereits bie Höchstzahl ber U-Boote bes Weltkrieges weit hinter sich gelassen bat.“
Diese einigermaßen verzweifelte strategische Lage wirb im großen unb ganzen auch auf englischer Seite eingeftanben. unb amerikanische Beobachter prophezeien als ihr weiteres Ergebnis bereits bie Kapitulation größerer Verbände bet englischen Verteibiger. Nach bem Fall von Mandalay wate es an sich »war möglich, weiter westwärts am Jrawadi und seinem nördlichen Nebenfluß, bem Tfchinbwin. eine abermaliae Verteidigungsstellung aufzn- richten: aber sie ist durch den javanischen Vorstoß auf Prome nicht nur frontal, sondern durch bie japanische Besetzung ber Häfen von Rannu« unb vor allem von Akyab im Golf von Bengalen auch bereits im Rücke« bebrobt. Unb wenn da- nach amerikanische Stimmen schon bett Eesamtverlust des ganzen burmesischen Gebietes feststellen, so entspricht das praktisch der tatsächlichen Lage. Für Tschungking aber liegt die üble Bedeutung dieses Verlaufes der Kämpfe in Burma nicht in dem endgültigen Verlust der
Brili che Schnellboote abgewehrt
Marinestützpunkt Cowes mit Bomben belegt — 18 britische Flugzeuge Über der Kanalküste abgeschossen.
Aus dem Führerhauptauartier. 5. Mai. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Ostfront wurden mehrere Angriffsunternehmungen zur Verbesserung der eigenen Stellungen durchgeführt. örtliche Angriffe starker feindlicher Kräfte blieben eriolalos.
In Rordafrika geringe beiderseitige Aufklärungs- unb Artillerietätigkeit.
Der Hafen La Valetta und die Flugplätze der Insel Malta wurden erfolgreich bombardiert.
Am Eingang des Kanals wehrten in der Rächt zu« 4. Mai Minenfuch- und Räumboote einen Torpedo- und Artillerieangriff britischer Schnellboote auf ei« deutsches Geleit erfolgreich ab. Ein feindliches Schnellboot wurde beschädigt. Borpoftenboote schossen am 4. Mai zwei britische Bombenflugzeuge ab.
Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am Tage Eilen- Bahnanlagen der englischen Küftenftodt Enttborne mit guter Trefferwirkung an.
Die britische Luftwaffe verlor am gestrigen Tage, über der Kanalkütte in Luftkämpfen und durch Flakartillerie 18 Flugzeuge.
Starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge belegten in der vergangenen Nacht den englischen Marinestützpunkt Cowes mit Spreng- und Brandbomben.
Britische Bomber führten eine Neide planloser Angriffe gegen ungeschützte kleinere Städte und Landgemeinden in Süd- und Südwritdeutkchland und gegen Wohnviertel in Stuttgart. Ein britischer Bomber wurde abgekchossen.
wt Die Javaner treiben auf allen Kriegsschauplätzen die Kampfhandlungen mit Erfolg vorwärts. Von der Front gegen Australien wird eine erneute Bombardierung von Port Moresby auf Neu-Guinea berichtet, bas von 15 javanischen Flugzeugen angegriffen würbe.. Auf ber MiliovinensInsel Minbanoa scheint sich, wie aus Tokio gemelbet wirb, ber feindliche Widerstand dem Ende zuzu- neigen. Die Überreste der U 6. = a m e r i t a n t scheu, Truvven, die von lavanischer Seite auf 30000 geschätzt werden, sind völlig eingeschlossen. nachdem die Meerbusen von Davao. Jllana und Sltgan von lavanischen Marineftreitkräften beherrscht werden unb ber feindliche Nachschub völlig abgeschnitten ist.. Der Schwerpunkt des Kampfes aber liegt augenblicklich tn Burma, wo die Verfolgung des geschlagenen Feindes fortgesetzt wird. Wie bart Tschungking - China durch die Eroberung Mandalays getroffen wurde, zeigt ein Aufnif. den Marschall Tschtang- kaiIckek an das chinesische Volk richtete. In ihm weist er auf bie ernste Lage ber Tschungking-Ttuvven in Burma hm unb fordert leine Untertanen zur Anspannung aller Kräfte auf. Alles müsse in den Kampf geworfen werden, kein waffenfähiger Wann dürfte zutückbleiben. Tschiang- kailchek hat also erkannt, dab ein weiterer Widerstand, wenn bie Lage in Burma nickt dock nock gewendet werden kann, aussichtslos ist. d
Die Amerikaner des-lcknen bie Situation tn Burma als ziemlich verwirrt. 3m Taunggya-Eebiet sollen noch immer Tschungking-Ttuvven stehen, bie redock. wenn sie sich retten wollten, bie rückwärtigen Verbindungen der Japaner durchbrechen müßten. „New Bork Times betont, daß der Fall Mandalays nichts mehr und nichts weniger als bie Eroberung Burmas bebeute. weil Mandalay bas ft rate= gische Herz Burmas sei. Der Steg 3aoans i.et ent« s Seid end unb katastrophal. Die Geschichte des Feldzuges in Burma sei die Geschickte des „Zu wenig unb
Bangkok, 5. Mai. (Funkmeldung). In Burma sind die javanischen Truppen bereits weit über Lashio hinaus nach Nordosten vorgedrungen und stehen bereits 30 km »en der chinesischen Grenze entfernt. Der Widerstand der Tschungking-Truppen. die unter Munttions- unb Lebensmittelmangel leiden, ist nur noch gering.
Auch nördlich und nordwestlich von Mandala« gehen die japanischen Operationen planmäßig vorwärts. Der geschlagene Feind zieht sich aus der ganzen Linie t« groherSa ft zurück und muß zahlreiches Kriegsmaterial »urücklasien, das er aus Zeitmangel nicht mehr zerstören kann. So erbeuteten die Javaner allein am 4. Mat 14 Panzerkampfwagen und 17 Geschütze.
Die Briten zerstöre« jedoch ans ihrer Flucht all Brücken und selbst Brunnen, trotzdem können dies Zerstörungen den javanischen Vormarsch mckt auf halten, da die Javaner Flachboote mit sich fuhren, mit deren Hilfe sie bereits auf Malaoa und im bisherigen Verlauf des Burm^ Feldzuges alle Flußüberauerungen durchfuhren konnten. Auch der Wasserbedarf der tavanischen Truvven ist sickergeftellt. Der Schaden, den die Briten auf ihrem Rückzug anrichten, trifft also nur das burmesische Volk, das den Brite« die Niederbrennung seiner Städte und Ortschaften und dre Verwüstung seiner Felder rn danken hat.
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mit den südlich anschließenden englischen Truppen den javanischen Vormarsch einige Wochen hindurch zu verlangsamen: aber nunmehr steht fest, daß es der javanischen Führung gelungen ist. einen entsckeidenden Durckbmch an der Nahtstelle der englischen unb chinesischen Front zu erzwingen unb von Taunggy aus in Richtung Myingyan unb Mandalay durchzubrechen. Gleichzeitig erfolgte ein javanischer Vorstoß in nördlicher Richtung, ber bie zur chinesischen Grenze fubrenbe Bahn unb bamit auch bie Burma-Straße bei Lashio unb südwestlich davon bei Hsivaw erreichte. Damit ist ein breiter Keil zwischen die englischen unb bie Tschungking-Truppen getrieben, unb Stilwell steht jetzt vor bet Frage, ob et noch versuchen soll, bie restlichen Divisionen Tschiangkaischeks über bie Grenze nach China »urück- sunebmen. ober ob er sich einem ungewissen englischen Rückzug in Richtung Bengale« unb Assam, ber westlich an Burma anschließenden indischen Provinzen zugesellen soll, auf die Gefahr hin, vor einer möglichen Wiedervereinigung mit den Engländern vom Gegner aufgerieben ober eingekesselt zu werben.
hohem Seegang unb Vereisung erzielt würben unb zwar in tagelangen Angriffen. Auch hier sind also bie beuticben Unter- unb llberwassetstteiiktäfte trotz stärkster Abwehr am Feind geblieben bis sie ihren Erfolg errungen, ben feinblichen Kreuzer vernichtet, einige Zerstöret schwer beschädigt unb sechs Dampfet mit 37 000 VRT.
