Seite 2 Nr. 101
Wiesbadener Tagblaöt
Freitag /Samstag, 1./2. Mai 1012
Dr. Robert Ley.
wüstet haben.
anderen Seite.
Führer befiehl, wir folgen!
macht. Die Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und bei Nacht mit guter Wirkung bombardiert.
Kampfflugzeuge griffen in der „vergangenen Nacht Hasen- und Werstanlagen an der englrkchen Ostkuste erfolg- "'^Oberleutnant R u e ck uud Unteroffizier Quant e einer Fernausklärungsstafsel haben sich bei der erfolgreichen Durchführung wichtiger Erkundungsauftrage gegen Eroßbritan- nien durch besondere Kühnheit ausgezeichnet.
einem Tempel,.mo s .
Bevölkerung klagt bitter-------- „
ihrem Rückzug plündern, was sie und daß ste durch Anzünden alles oernti
Rückhaltlose Unterstützung der Burmesen
Tokio, 30. April. Ein Berichterstatter der japanischen Nachrichtenagentur Domei berichtet von der Burma-Front. Bei ihren entschlossenen Anstrengungen, ihre Erzfeinde, die Engländer, aus ihrem Lande zu.vertreiben, leisten die Burmesen den japanischen Militärbehörden im Kampf gegen die Truppen Tschung- kings und der Engländer rückhaltlos positive Unterstützung. Die Burmesen find vor allem auch wegen der britischen Zerftörungstaktik und wegen der systematischen Plündereien und
Die Japaner in Burma weiter in raschem Vordringen «rotze MaterialvorrSte für Tschungking in Lashi» vernichtet
Trotz schwerer Verwundung den Angriff abgewehrt
Heldenhaftes Verhalten eines bayerischen Oberleutnants
Die deutschen VergeltungsschlSge haben gesessen
London bestätigt allerschwerste Wirkung des zweiten Angriffes aus Norwich
das Letzte an Fleiß und Kraft hergeben. Nur höchste Arbeitsleistung der Heimat und bedrngungs- lose Hingabe des Soldaten sichern den Steg. Leider ist. wie die Rede des Führers zeigt, kur manchen die Strafandrohung noch immer nötig. Der weitaus überwiegende Teil des deutschen Volkes aber rit stolz darauf, aus Freiwilligkeit zu handeln und zu opfern, aus verpflichtender Kameradschaft.
Für rauschende Feste ist ,im Kriege keine Zeit. Es wehen keine Fahnen über unserem Nationalfeiertag. lern Grün schmückt, wie im Frieden, die Straßen. Wir wollen ausruben. neue Kräfte sammeln und innere Einkehr halten. Mit Worten find wir sparsam geworden, unter ®elo6nt5 liegt in unseren Händen, die unermüdlich find in bet Arbeit für unseren Führer, für Deutschland und für den Sieg.
verbietet jeden engstirnigen Egoismus, der auf Kosten des Kameraden, des Volksganzen geht. Es ist un- kameradschaftlich zu hamstern, Beziehungen auszunutzen, um stch Vorteile vor anderen zu verschaffen. Gut leben zu wollen, ist verächtlich, wenn gleichzeitig Millionen am Notwendigsten sparen müssen. Wer heute noch auf wohlerworbene Rechte pocht, auf Urlaubsansprüche. wo unsere Soldaten monatelang in schwersten Gefahren ausbalten müssen, ohne ihre Familien einmal wiederzusehen, beweist, dah er den Ernst der Stunde nicht begriffen hat. Er st o 8 t sich s«lbst aus der großen Kameradschaft aus. Zum Verbrecher an der Nation aber wird jeder, ob ihn die wohlverdiente Strafe trifft, oder nicht, der nicht das Äußerste an Leistung aus sich herausholt. Der «Frontsoldat, der ko unsagbar viel mehr auf sich nimmt als uns in der Heimat aufgebürdet ist. bat einen Anspruch darauf, daß wir
Der Rus nach der zweiten Front verstummt (Eigener Drabtbericht uniererBerliner Schriftleitung) . '
Bangkok, 30. April. In Burma ist es den Japanern im schnellen Vormarsch »gelungen, zwischen die britischen und die Tschungking- «treitkräfte einen Keil zu treiben. Die Einnahme von L a s h i o durch die Japaner wird für die Truppen Tschiangkaifcheks den Verlust ihrer Verbindung mit Tschungking und die A b s ch n e i d u n g von ihrer Nachschubbasis bedeuten. In Lashio befanden sich noch umfangreiche Vorräte von Lebensmitteln und Kriegsmaterial, die vor der Schließung der Burmastratze dort aufgestapelt worden warxn und auf Abtransport nach Tschungking warteten. Von diesen Lagern ist ein großer Teil bereits z e r st ö r t. Emer stärkeren japanischen Vorausabteilung gelang am 29. 1- ber Vorstoß auf die Stadt N a n l a n, unweit südlich der Bahnlinie Mandalay—Lashio. — Eine andere japanische Kolonne marschiert zur Zeit auf die Stadt Hfipaw, mit deren Einnahme der Halbkreis um Mandalay geschloffen wäre. — Südlich von Mandalay sind noch heftige Kämpfe im Gange. Die' Tschungking-Truppen versuchen in verzweifelten Gegenangriffen den Vormarsch der Japaner im Ira- wadi-Tal auf Pakokku aufzuhalten. Den Japanern gelang in einem mit überlegenen Kräften vorgetragenen Angriff die Besetzung der aliburmefischen Ruinenstadt P a g a n unweit von Pakokku.
Sowjets verloren 56 Flugzeuge
Sewastopol. Noworosijsk und Leningrad mit guter Wirkung bombardiert — Frontverbesserungen durch örtliche Angrisiv- unternehmen — Hafen und Werstanlagen ort der englischen Ostküste ersolgreich angegrisfen
Aus dem Führerhauptauartier, 1. Mai. (Funkmeldung.)
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Ostfront führten eigene örtliche Angrisss- unternehmen zn weiteren Frontverbes,erungen. Von Panzern unterstützte örtliche Angriffe des Feindes waren erfolglos.
In Lavpland urtd an der Murmanfront wieien deutsche und finnische Truppen mehrere Angriffe unter hohen Verlusten für den Feind ab.
Kampfflugzeuge griffen am Tage und in der Naait Zum 1. 5. militärische Ziele in Sewastop o l, N orooro111sk und Leningrad mit guter Spreng- und Brandwirknng an.
In Lustkämpfen des gestrigen Tages verloren die Sowjets 53 Flugzeuge, drei weitere wurden am Bod^n zerstört. ,
In Nordasri*a wurden bei der Abwehr nächtlicher britischer Erkundungsvorstöhe eine Anzahl Gefangene ge-
163 Todesopfer in Rostock
Rostock, i: Mai. (Funkmeldung). Die britischen. Terror- angriffe auf die Stadt Rostock haben nach den bisherigen Feststellungen bis zum 29. Avril 163 Tote, davon 29 französische Kriegsgefangene gefordert.
Pariser Stimmen zu dem neuen Überfall
Paris. 1. Mai. (Funkmeldung). Zu dem neuen britischen Bombenüberfall auf Pariser Vororte bringen die Zeitungen zahlreiche Bilder aus den heimäesuchten Gebieten. Die Aufnahmen zeigen zerstörte Wohn- und Krankenhäuser. In ihren Kommentaren fuhren die Blatter aus, daß der englische Luftangriff ausschließlich 6 e g e n d l e Zivilbevölkerung gerichtet gewesen sei. Unter den Opfern befinden sich Frauen, Greise, Kinder und Kranke. Churchill möge sich nicht etwa der 9 ermutig hm geben, .daß die Franzosen das verbrecherische Werk Englands, die Ruinen und die Gräber jemals vergeffen würden.
Botschafter General Oshima in München
München. 30. April. Am, Donnerstagoormittag traf der kaiserlich-japanische Botschafter General Oshima zur Teilnahme an der Woche zwischenstaatlicher Kulturarbeit m München ein. Zum Empfang hatten sich Vertreter von Partei. Staat. Stadt und Wehrmacht entgefunben. an ihrer Spitze Reichsstatthalter General Ritter v. E p v.Ministerpräsident Siebert. Gauleiter Staatsminister Wagner. Oberbürgermeister Reichsleiter F i e h l e r. Im Laufe des Vormittags ehrte Botschafter General Oshima an der Ewigen Wache die Blutzeugen der Bewegung. Abends gab der Botschafter einen Empfang.
Reichsjugendführer Axmann bei der flämischen Jugend
Brüssel, 30. Avril. Anläßlich der Ausstellung .,De utsche Größe" veranstaltete die flämische Jugend in Brussel einen größeren Aufmarsch und gab ein eindrucksvolles Bild ihrer aufbauenden Arbeit. Der flämischen Jugendorganlsiatlonk die in kurzer Zeit Tausende von Jungen.und Madeln germanischen Blutes m sich vereint bat, stattete Reichsjugendführer Axmann in diesen Tagen etnen kurzen Besuch ab.
Bulgarische Mädel betreuen deutsche Soldaten
Sofia, 30. Avril. Mädel der bulgarischen Staatsjugend .Brannik" haben Ostern in reichem Maße den deutschen Soldaten an der Ostfront Päckchen mit Zigaretten, Süßigkeiten, Getränken und praktischen Eegenstanden geschickt. Verwundeten deutschen Soldaten brachten tn letzter Zeit mehrfach Gruppen der Brannik-Jugend durch ihren Besuch in den Lazaretten ein paar fröhliche Stunden. Blumen und heimatliche Lieder schenkten sie den deutschen . Soldaten als Zeichen ihrer kameradschaftlichen Verbundenheit zur deutschen Jugend.
Verdunkelung der New Yorker Wolkenkratzer
Madrid, 30. April. Wie aus New Bork gemeldet wird, werden von Dienstag Mitternacht an die Ne w Bork er Wolkenkratzer v e r d u n k e l t. Das Verteidigungskommando für die OMste der Vereinigten Staaten hat die Verdunkelung aller Lichter über der 10. Etage m den Städten der Ostküste angeordnet, damit sie von See aus nicht gesehen werden können. . K.
Die USA.-Armee ist ermächtigt worden, die. Verdunkelung der gesamten atlantischen Küste der Vereinigten Staaten durchzufübren.
des Raubes burmesischer Frauen durch englische und chinesische Sol- baten aufs äußerste aufgebracht. In letzter Zett haben die Engländer und die Tschungking-Truppen 30 burmesische Frauen aus
----- ,„.;2jrt. Die burmesische
feindlichen Truppen auf
Berlin, 30. Avril. Der Führer kennzeichnete in feiner Reichstagsrede die Eigenschaften, die der heutigen Infanterie ihre überragenden Leistungen ermöglichten, mit den.Worten. ..Tapferkeit. Treue und Einsatzbereitschaft." Ein Beispiel für viele bot ein bayerischer Oberleutnant bei den Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront, ^/gen ferner Kühnheit und Umsicht wurde er des öfteren mit besonders schwierigen Aufgaben betraut, und so lag er kürzlich mit wenigen Soldaten auf einem ins Vorgelande vorgeschobenen Stützpunkt. Im Verteidigungskamvf um diese Stellung erlebte er feine 4. bis 7. Verwundung..Set einem Feuerüberfall mit Infanteriewaffen erhielt er einen Durch- schuß durch den Unterarm, ohnx aber deshalb seine Truppe zu verlaffen. Die 5. Verwundung war em leichter Streifschuß. als er halbaufgerichtet an einem. Baumstamm gelehnt sich unbemerkt auf geringe Entfernung herangeschlichen batte, mit einer Maschinenpistole. eine Salve zwilchen die tm schlag gewinkelten Arme hindurch tn. den Saum jagte, ant Tage darauf flog dem Oberleutnant eine Granate buchstäblich an den Kovl. Sie streifte ibn rechts hinten am Kopf und versenkte die Feldmütze. Wohl platzte die Kopfhaut, aber die Granate exvlodierte nicht, sondern fchlug ewige 30 Meter
Aufruf Dr. Leys zum 1. Mai (Fortsetzung von Seite 1)
schlagen zu können, müßt ihr. dentsche Arbeiter »nd Arbeiterinnen, vernichten.
Ich will diesen Tag nicht vorübergeheu lassen, ohne euch allen dafür zu danken, daß'hr jede Last und Beschränkung. alle denkbaren Omer auf euch genommen habt. Ich danke vor allem der deutschen Fra«, die als Arbeiterin in Stadt und Land die höchste Anerketlnong für ihren unermüdlichen Einsatz verdient. Hoffentlich sehen es alle Männer ein. rote kehr ite verpflichtet sind, gerade den schaffenden deutschen Stauen w ihrer harten Arbeit, mit denen sie - ganz gleich, ob als Vorgesetzte oder Kameraden — in Berührung kommen, «nt R t t t e r l i ch k e t t und Anstand entgegenzutreten, um ihnen dadurch den wohlverdienten Dank der Nation zum Ausdruck zu bringen.
Wir können Heuer keine fröhlichen KdF.-Fabrten machen, aber, gerade weil wir uns in so vielen Dingen etnzn- schränken gezwungen sind, wollen wir erst recht den unerschütterlichen Entschluß fafien. wo es irgend möglich ist. noch mehr zu leisten als früher, denn, was da. auch kommen mag. und wie lange der Krieg dauert: Entschieden wird er durch die betten Soldaten und die besten Waffenst
Daß der deutsche Soldat der Bette ist. das willen wir alle. Daß er die betten Waffen und die bette Mnnition in überreicher Menge zur Verfügung haben soll, das ist unsere Aufgabe, das ist unsere heilige Vervflrchtnng »nd ewe Ehrensache von uns allen.
Eiine Welt ist im Zusammenbruch begriffen, eine neue steigt empor. Sie soll zum Frühling werden für das junge Europa. Sie wird nur erkämpft vom deutschen Volk tn Waffen und vom deutschen Arbeiter in den Fabriken, vom deutschen Bauer auf dem Lande.
Deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen!
Ovfert für die Front nicht weniger, als die Front für uns alle opfert, nämlich: den lebten Einsatz von Blut und Leben auf der einen Seite und Muhe und Schweiß auf der
weiter hinter ihm ins Erdreich, ohne größeren Schaden anzu- richten. Die Aufforderung des Regimentskommandeurs, sich erst einmal von den Verwundungen bellen zu lallen, antwortete der von einer leichten Gehirnerschütterung noch benommene Bayer mit den Worten: ..Ich ^ann jetzt meine Männer nicht allein laffen." Am naärten Tag belegten die Bolschewisten den Stützpunkt uberfallarttg nut Artilleriefeuer. „Jetzt bat mich der rasende Felix doch erwischt. Das war alles, was der Offizier sagte, als.der Sanitatsfeldwebel eine tiefe Rückenwunde verband. Mit zusammengeblffenen Zähnen und gestützt auf einen Melder leitete er, als ew neuer Feuerüberfall heranbeulte und gleichzeitig Teinbltie Infanterie zum Angriff vorbrach, den erfolgreichen Aowehr- kampf seiner Soldaten. Erst als die „Lage wieder völlig gesichert war. lieb sich der nur noch mühsam atmenbe Oifwer zurückbringen, ber nunmehr im Lazarett feiner Genesung entgegenRebt.
baten aufs äußerste aufgebracht. In le: länber unb die Tschungking-Truppen 30 burrne sie Schutz gesucht hatten, cnrfuh bitter darüber, daß die feindtt., . - ■ ; plündern können,
u,.u vuB |lc uuvu, „— .Wen was sie nicht mit.
nehmen können. Sie berichten weiterhin, baß die britischen unb chinesischen Soldaten große Eebäube unb Lagerhäuser durch Brandbomben und Anlegen von Bränden mit Benzm vollständig ver-
as Berlin, 1. Mai. Die zweite Front, von ber in England und in den USA. längere Zeit so viel geredet und die von Stalin zur Entlastung der Bolschewisten immer wieder nachdrücklich gefordert wurde, erweist sich heute schon als Wunschtraum, der nicht zu verwirklichen ist. Ganz besonders nachdem die Briten stch bei St Razaire blutige Köpfe holten und mit dem 8-Miimten-llnter- nehinen von Boulogne ihre Machtlosigkeit bewiesen, möchte man von dem Schlagwort der zweiten Front herunter. Man hat cs deshalb als wenig angenehm empfunden, daß Lord Beaverbrook unlängst in einer Rede in New Port die Forderungen nach Schaffung der zweiten Front aufnahm Diese Rede hat nun tm englischen Unterhaus zu einem recht bemerkenswerten Nachspiel geführt. Einige Abgeordnete wünschten nämlich zu wiffeu, inwieweit Beaverbrook die Regierung repräsentiere und inwieweit er amtliche Ansichten widergebe. Ja, es wurde sogar gefragt, oB man Leuten in einer Stellung wie Beaverbrook nicht verbieten könne, solche Forderungen zu erheben. Für die englische Regierung antwortete der stellvertretende Ministerpräsident A 111 e e der die Gelegenheit benutzte, um recht hörbar von Beaverbrook abzurucken. Attlee erklärte nämlich, daß Beaverbrook, der bekanntlich noch bis vor kurzem Mitglied' des britischen Kriegskabinetts war, jetzt keinen bestimmten amtlichen Posten innehabe und stch in einer Sondermiffion inoffizieller Art in den USA. befindet. Damit wurde also klargestellt, daß die britische Regierung keineswegs hinter den Forderungen Beaverbrooks steht. Selbst der Amateurstratege Churchill hat begriffen, daß „man diese Forderung Stalins nicht zu erfüllen vermag.
Allerdings ist die englische Öffentlichkeit mit diesem Verzicht auf die zweite Front keineswegs Überall einverstanden. So finden
Berlin, 30. Avril. Das Oberkommando der Wehrmacht toilt ah dem neuen Bergeltungsangriif der deutfchen Luit« waffe der 7ich fa ber vergangenen Nacht wieberum gegen
guier^Sicht^flog^en" starke^beutsche. Kamvffliegerver- bänbe bie befohlenen Ziele anunbloftcn ihre Bomben zum W ^r^bVa^Vaä ÄÄ'Ä» entstauben z a hl r e i ch e S r ä p b e. Besonders m der Stadtmitte beobachteten bie Besatzungen ber . beuttoen Aomvi- fluaseuae mächtige Großfeuer. Beim Abflug konnten in Norwich weit leuchtenbe Bränbe festgestellt werben. Alle beutschen Kampfflugzeuge kehrten wohlbehalten tn ihre
uch' au/'b e 71^ Meldungen ber Feindseite läßt Ich e^ kennen baß ber"zweite Vergeltungsangrif gegen Äorw'ch allerschwer sie Wirkung gehabt hat. Ein x.onooner AP -Bericht spricht von vielen Tonnen Spreng- unb Branb- bomben bie abgeworfen worben seien. Selbst von amtlicher britischer Seite, Io betont bas amerikanische Büro, werbe dieser Angriff als „schwer" bezeichnet. Über bas .Aom^ßber Opfer unb Schäden seien Schätzungen noch nicht möglich.
Versonen seien unter den Trümmern oegraoen. Zur Brandbekämpfung hätten Feuerwehren aus benachbarten Gebieten berangezogen werden muffen. In dem Bericht rotrb bervorgehoben daß die deutschen Flugzeuge sehr tief fl o g en Sie leien wiederholt durch die Fsakabwehr herab- gestotzen. Selbst Reuter. muß zugeben baß es ben Eng- Flugzeug 'abziüchießen" Um bie Enttäuschung' der" englischen §ffentH4leit"b arüber etwas afeumWn. me bet Wt «Jft i fi aMb!g°? ^NcheKam^fflug -uge baß, wie bas OKW. zu biefem Angriff erganzenb mUteilte alle beutsche Kampfflugzeuge wohlbehalteni in tbre Einsat^häfen zurückkehrten. ist es für die. .,amtlrche richtphaebuno Reuters typisch, derartiö vörlig^aus der 2uf1
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hätten „derartige Verbrechen" noch niemals ” c 8^ttSe ist' wieder einmal die berüchtigte englische Heuchelei. NZVLEWMZZ Bann nur das Eingeständnis, daß die Schlage unserer Luftwaffe richtig gesessen haben.
sich in den Zeitungen noch Untersuchungen darüber, wem das Ver» dienst gebührt, -diese Forderung zuerst erhoben zu haben. Der „Daily Herald" bejaht auch heute noch den Gedanken einer zwei- ten Front, fügt dann allerdings doch vorsichtshalber hinzu, sie dürfe nicht zu einem neuen Dünkirchen führen. Wenn das Blatt noch weiter sagt, man solle nicht jedem Verfall klatschen der nach einer Offensive schreie, so zeigt das die ganze Zwiespältigkeit. Man mochte schon gerne eine zweite Front schaffen und eine Offensive starten, fühlt aber, daß man dazu nicht tn der Lage ist, sondern daß am Ende nur ein neues Dünkirchen stehen wurde.
Bemerkenswerter vielleicht noch ist die Tatsache, daß auch amtliche USA.-Kreise von dem Gedanken der zweiten Front abrücken. Offenbar haben die Engländer den amerikanischen Eeneralstabs- chef Marshall bei seinem Besuch in London überzeugt daß sie außerstande sind, eine zweite Front zu schaffen. Jedenfalls warnt die Herrn Roosevelt nahestehende „Washington Post vor der zweiten Front. Ihre Errichtung würde ein schwerer Fehler sein, so sagt das Blatt. Man dürfe nicht vergeffen, daß die USA. Truppen nach Burma, Australien und Afrika zu entsenden hatten und Waffen erzeugen mühten für sich selbst, für England und die Sowjetunion. Die USA. verfügten nicht über den genügenden Schiffsraum, um die erforderlichen Tappen nach (Europa zu bringen. Auch dieses Blatt will sich deshalb mit englischen Unternehmungen wie St. Nazaire und Boulogne begnügen. 3m gleichen Sinne berichtet der Washingtoner Korrespondent des „Manchester Guardian", daß man in den amtlichen USA.-Kreisen sehr nüchtern die Möglichkeiten prüfe, Beaverbrooks Forderungen zu erfüllen, sich aber frage, ob es klug sei, durch eine derartige Aktion „alle strategischen Eier der Alliierten in einen einzigen Korb zu legen . Kurzum, man hat in London und Washington kalte Fuße bekommen. Was aber wird nun Herr Stalin zu diesen Bundesgenossen sagen, die zwar mit großen Worten um sich werfen, die dann aber Angst vor der eigenen fturage bekommen.
Druck und Oerlaa: 0. Schellenberg'fche Buchdrucker-:, Wiesbadener Tagblatt Wiesbaden. Siiamtletmng: Dr. vhst Habit. Du ft a o ScheNenbergun» Otto Hailer, tzauvtfchnftleiter: Fritz D antder ifimthii m Wie» baden. 3ur Seit 'N Dreisli»- Nr. IN gflltta__________________
Die^heutige Ausgabe umfaßt 10 Setten
