Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagblatt

MMh «ILikIaa . M 'KitAhMtifovoi MrttirtrtrtiiP Vv •21 «»«nhiÄH.Aniiäi ' ' Ala<hyn#Ii A in ß AuSaaben Erickteinunaszelt werktäglich nachmittag«

Sricheinnngszcit werktäglich nachmittags

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Druck und Verlag: L. Lchellenberg'iche Bnchdnulerci, Langgasfe Sir. 21 <ragvlatt-Haus>

Fernrur Gammei-Vit. 69631 Drabianicdrift; Tagbian, Wiesbaden PoMcheckkvnw: Frayrmn a. M. 7405 Bezugspreis Für zwei Wochen RM ».94, für einen Monal RM 2.—eimchUetzUch des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monai RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld Einzelnummern RM0.1V Ber Behin'-erung bei Lieferung infolge höherer Gewali kem Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- und Feiertags Berliner Büro Berlrn-Wilmersdorf Anzeig en preiie: Em Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07,0« 46 Millimeter breiten Spane «m Texteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend • Nachlasse nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

Nummer 101

Freitag Samstag, l./2.Mai 1942

90. Zahrgarg

Unser Dank ist die Arbeit!

Siegen wird nicht das internationale Kapital, sondern das tapferste und das fleißigste Volk

Aufruf Dr. Leys zum 1. Mai .

Zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes erlich Reichsorganilationsleitcr Dr. Len folgenden Aufruf an alle Werktätigen: Arbeiter und Arbeiterinnen! Betnebs- fübrung und Gefolgschaft!

Endlich ist nun doch der Frühling gekommen. Vielleicht ist noch nie im Leben unseres Volkes dieser,!. Mai so er­sehnt worden wie dieses Mal. Nicht nur für die Heimat brachte dieser Winter grohe Härten mit sich, sondern noch viel schwerere an der Front. Wen gibt es irn deutschen Volke, der nicht irgend einen Lieben, sei es im ,Norden oder im Osten, bat? Was kür diese aber der Frübling bedeutet, kann die Heimat kaum erahnen. .

Seit mehr als hundert Fahren war eine Kalte von minus 50 Grad Celsius auch in Rußland nicht bekannt. Der Winter 1812 und 1813 zeigte als tiefste Temveratur 26 Grad Celsius unter Null. Und darum sind einst die Armeen Napoleons zerbrochen. Der deutsche Soldat und dre mit ihm verbündeten Nationen haben unter dem Srnricken von Schnee und Eis auch schwer gelitten, aber ne haben trotz alledem selbst diesen russischen Winter überwunden.

Durch ibre Widerstandskraft ist die Hoffnnng unserer bestialischen Gegner zerschlagen worden. ,

Arbeitende Männer und Frauen in Stadt und Land!

Wir können uns nicht genug hineindenken mit unserer Vorstellungskraft in die Leiden der hinter uns liegenden Monate, die unsere Soldaten ertrage» muhten. Unsere Solda-en. denn es üud unsere Volksgenossen. Brüder. Väter, Männer und Söhne, die ko übermenschliches Opfer gebracht und damit eine grausame Natur bezwungen hoben. 3m Kampf gegen die vom Balschewismus vertierten Massen ünd sie monatelang von Sieg zu Steg geschritten. Um wieviel härter aber wa" ibr Kampf gegen Scknee. Eis. Kälte und den ewiaen Wind und Sturm. Wir können so stolz sein aus diese Männer und haben in der Heimat nur «ine einzige Pflicht zu erfüllen: Ihrer wenigstens annähernd würdig zu kein.

Ihr alle, deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, habt es gefühlt, dah dieser Winter ttW über irgend einen r-b.elie- bigen Krieg entsck'-den bat, sondern über das Schicksal Deutschlands, und zwar über das Leben unseres gesamten Voltes Wir alle waren Zeugen erner weltgeschichtlichen Auseinandersetzung in den weiten Eiswüsten Rußlands, d,e von Europa eine entsetzliche Katastrophe ferngehalten hat.

Der höhere Wert unserer und der mit uns verbün­deten Soldaten bat unseren Erdteil vor einem zweiten Hunne» st urm bewahrt. 3» «»seren dichtbesiedelten Gebieten Mittel-, Welt- u»d Südeurovas aber hätte em

Einbruch der bolschewistischen Bettie das Ende von hunderten Millionen Menschen bedeutet.

Dah das vermieden wurde, verdanken wir dem Herois­mus vieler namenloser unbekannter Volksgenossen aus allen Schichten und Bernsen, die. um der Heimat das Leben zu er­halten. ibr eigenes Leben eingesetzt hatten und dauernd weiter einketzen müsse». Denn wenn selbst die mechanischen Watten bei diesen unvorstellbaren Kältegraden versagten, dann muhten umsomehr das Mensch, der deutsche Soldat, mit seinem Blut- und Lebenseinsatz dieser schwersten Prü­fung begegnen. „ „

Wenn aber die Soldaten eines Volkes von einem solchen Schicksal nicht bezwungen werden könnten, dann wird erst recht in der Zukunft ibr Einsatz kein vergeblicher sein, unter einer Voraussetzung: Dah die Heimat alles, aber auch alles tut. was geeignet ist. den Männern an der Front zu helfen, um damit dieses und sich selbst zu schützen.

Wir feiern heute den 1. Mai

Der Führer selbst bat bekohlen, dah an diesem Tag — soweit es irgend möglich ist -r bie, Arbeit ruhen soll. Dah wir überhaupt in der Lage sind, ein solches Fest zu begeben,

verdanken wir alle nur den Männern, die an den endlosen Fronten auch au diesem Tage in Treue Wache halte«. Es kann daher für uns. für dich, deutscher Arbeiter und deutsche Arbeiterin, kür jeden einzelnen Menschen in Stadt und Land, nur eine Verpflichtung geben, nämlich: Mit der letzten denkbaren Anstrengung mitzubelfen, unseren Männern, d. b. den Männern. Brüdern und Vätern unseres Volkes an der Front, ihren Kampf zu erleichtern und ihr Blut zu schonen.

Dann werden in diesem Kriege nicht das Kapital, nicht der Dollar und nicht das Pfund Regen, sondern siegen wird das fleihigste und das tapferste Volk. Wenn ich euch daher auch an diesem Tage wieder zurufe: Helft und tut alles, damit wir die Produktion unserer Waffe». Geräte und unserer Munition aus allen Gebieten »och mehr steigern, dann tue ich es nur im Namen eurer eigenen Männer, die an der Front stehen, eurer eigenen Väter, eurer eigenen Brüder, eurer eigenen Söhne, die dort kgmvken.

Was ihr. meine deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen, vor dem Kriege und in diesem Kriege geleistet habt, ist ein­malig. Mit dielen Watten bat die deutsche Wehrmacht Wunder vollbracht. 3br wikt aber auch, dah neue bessere Waffen, neue und bessere Munition in Produktion sind, oder in kurzer Zeit in Produktion geben werden. Die Hoff­nungen unserer Gegner, uns auf diesem Gebiet jemals

(Fortsetzung auf Seit« 2)

Verpflichtende Kameradschaft

Von Heinrich Karl Kunz

, Gemeinschaft und Kameradschaft, das finb die Grund­begriffe. auf die der Führer das deutsche Volk seit der Machtübernahme ausrichtete. Sn zäher, unermüdlicher Er­ziehungsarbeit. Vor neun Jahren, als wir am 1. Mai zum erstenmal zusammen marschierten, der Arbeiter und der Ingenieur, der Angestellte und der Bdtriebsfllhrer. der Bauer und der Arzt, mag es noch Mißtrauen und Vorbe­halte gegeben haben. Das bedrückende Erbe • von Jahr­hunderten. Standesdünkel und Klassengeist, muhten über­wunden. der Mensch und sein Wert für die Allgemeinheit neu eingeschätzt werden. Wie Schuvven fiel es uns von den Augen. War der Mann im blauen Kittel nicht ein präch­tiger Kamerad und der Stehkragenträger lange nicht so ein­gebildet. wie man immer gedacht hatte? Die Hände sanden sich zu festem Druck, zur stummen Abbitte. Die Energien, bisher in nutz- und sinnlosen Kämpfen gegeneinander, zum Schaden aller, vergeudet, flössen zusammen, vereinigten sich zu jenem gewaltigen Kraststrom. aus dem das Wunder der deutschen Auserstehung erstand. Mochten unsere Feinde, die Plutokraten und Bolschewisten, die Juden in dieser und jener Form, unsere Volkwerdung mit Schmähungen beglei­ten. mochten sie mit Boykott. Kapital- und Robstosfentzug den Versuch machen, den Aufbau unserer Wirtschaft zu sabo­tieren. Die Schornsteine unserer Fabriken rauchten deshalb doch, der deutsche Acker schenkte uns in jedem Jahr höhere Ernten. Elend oder Aufstieg — das war die beglückende Erkenntnis — hängen nicht allein von dem guten Willen oder der Mißgunst des Auslandes ab, nicht von dem Tyrann Weltwirtlchast. den wir wie ein. Schicksal binzu- nehmen gewohnt waren, sondern vor allem von unserer Intelligenz, von ^unserem Fleiß, von dem Willen jedes Einzelnen, sich den Notwendigkeiten des Gemein- wo h l s unterzuordnen. Von unserem Gehorsam der totalen Führung gegenüber, die alle Fähigkeiten und alle Kräfte der Nation zusammenfaßt und zur Wirkung bringt. Und jeder 1. Mai der folgenden Jahre bestätigte uns diese Erkenntnis: wahre Siegesseste der Eemeinschast. der Kameradschaft, die das ganze deutsche Volk zusammen­schweißt.

Und die Arbeit selbst ist kein Frondienst mehr für irgendwelches, anonyme Kapital, für vaterlandslose Ge­sellen, die in internationalen Luxusbädern das Geld ver­praßten. das die Namenlosen für Re verdienten. Nein. Arbeit ist Dienst am Volk, der Beitrag jedes Ein­zelnen zum Gedeihen der Gemeinschaft. Nicht für die Divi­dende eines Konzerns gräbt der Kumpel unter ständiger Gefahr die Kohle in den dunklen Schächten der Erde: er versorgt Millionen deutscher Haushaltungen mit Brand. Fabriken und Elektrizitätswerke mit Betriebsstoff. Er schafft das schwarze Brot der Maschinen, die für die tausend­fältigen Bedürfnisse des Volkes arbeiten. Der Kumpel, ehedem der verachte"^ unter den „Proleten" ist in die vor­derste Linie der Gemeinschaft eingerückt. Denn wer am meisten einsetzt, wer. wie der Bergarbeiter, täglich Gesund-, beit und Leben wagt, verdient die höchste Wertung. Arbeit, nicht mehr das traurige Los der vom Schicksal Vergesienen, ist der Höch st e Ausdruck unseres Le­benswillens. ist unser Anteil an ,dem Selbstbehauv- tungskamps der Nation. Hermann Göring nannte den deutschen Arbeiter einmal den Soldaten des Friedens, den deutschen Soldaten, den Arbeiter des Krieges. ..Verschieden ist das Technische, gleich ist die Gesinnung, die Verantwor­tung. das Ziel." Auch in der Arbeit gehört der Einzelne nicht mehr restlos sich selbst. Er bat kein Recht zu unfrucht­barem Schlendrian. Der Wille zur Leistung beherrscht jeden Deutschen und die Größe unserer Leistung ist unsere Ehre.

So bat der Führer in den wenigen Jahren, die ihm für den Aufbau vergönnt waren, das geistige Schwert ge­schmiedet. das in dem uns von Neidern und Hallern aufge­zwungenen Krieg nicht weniger schwer wiegt, als die materielle Rüstung. Eine Gesinnung, an der jeder Ansturm zerbricht. Volksgemeinschaft, Kameradschaft. Leistungs­wille. die Grundlagen unseres sozialistischen Reiches, für die wir im Frieden am 1. Mai marschierten, für die Inir beute kämpfen. Und noch nie bat Deutschland einen Krieg mit klareren Vorzeichen geführt. Es geht um unsere Freiheit, um unseren Sozialismus, in dem die Kapitalisten an der Themse und die Vlutsäufer im Kreml eine Bedrohung ihrer Welten iahen. Sie wollten seine Vollendung verhindern durch einen Krieg, der seine nationalen Grenzen längst überschritt und zu einer europäischen Revolution geworden ist. Zu einem Ringen, in dem es keine Kom­promisse gibt, bas nur mit Sieg oder Untergang der Völker, wie des Einzelnen, enden kann.

Der deutsche Gemeinschaftsgeist, die volksweite Kameradschaft und der Leistungswille bewährten sich glänzend. Die ihnen innewohnende Dynamik befähigte unsere Wehrmacht zu Vernichtungsschlägen, für die die Ge­schichte keinerlei Parallele kennt. Gleich groß im Angriff wie in der Verteidigung. Dafür haben unsere Soldaten in diesem Polarwinter den Beweis erbracht. Sie machten das Unglaubliche möglich: sie widerstanden der unvorstellbaren Kälte und dem sturen Anrennen der bolschewistischen Horden. Sie überwanden knietiefen Schlamm und phan­tastische Schneemallen. Und das Volk, die Heimat, für die sie das alles durchlittcn war da. als der Rus an sie erging. Die Wollspende ergab ein Rekordergebnis. So konnte her Führer in seiner letzten Reichstagserklärung mit tiefer Be­friedigung feststellen, daß die Erziehungsarbeit des Friedens, der Geist, für den wir wie einst am 1. Mai marschierten, ihre Früchte trägt.

Es gibt überall und zu allen Zeiten Menschen, denen die Gesetze Schranken »ieben müllen. Die Haltung der brei­ten Malle des deutschen Volkes aber wird von d;r Kamerad­schaft bestimmt. Sie ist der Schlüssel zu allen Problemen und Schwierigkeiten, die der Krieg mit sich bringt. Sie

MF Wegen des Nationalen Feiertages des deutsche»

Volkes erscheint die nächste Tagblatt-Ausgabe am Montag.

Zusammenkunft Führer-Duce

Harte Entschlossenheit zur Sicherstellung des endgültigen Sieges

Salzburg. 1. Mai. (Funkmeldung.) Der «rübrer und der Duce batten am 29. und 30. Avril eine Zusammenkunft in Salzburg. , _ .

Die Besprechungen zwischen den beiden Regierungschefs waren getragen von dem Geiste der engen Freundschaft und unlösbaren Waffenbrüderschaft der beiden Boller und ihrer Führer. Sie ergaben die völlig« Übereinstimmung der Auffassungen über die durch die überwältigenden Siege der Dreiervaktmgchte geschaffene Lage und über die weitere Kriegführung der beide» Rationen, auf politischem und militärischem Gebiet. Die barte Entschlossenheit Deutschlands. Italiens und ihrer Verbündeten, den end­gültigen Sieg mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Machtmitteln stcherznttellen, kam dabei erneut rum Ausdruck.

An den politischen Besprechungen nahmen der Reichs- minitter des Auswärtigen, v. Ribbentrop, und der Königlich-italienische Außenminister. Graf Ciano. teil. Die beiden Außenminister der Achse batten hierbei Gelegen­heit, die aktuellen außenpolitischen Fragen zu erörtern.

An den militärischen Besprechungen nahmen von deut­scher Seite der Cbei des Oberkommandos der Wehrmacht. Generalfeldmarschall Keitel, und von italienischer Seite der Cbes des italienischen Wehrmachtgeneralttabes. General­oberst Gras C a v a l l e r o teil. __ .

Der deutsche Botschafter in Rom, v. Mackenke n, und der Königlich-italienische Botschafter in Berlin, Dino Alsier.i waren ebenfalls anwesend.

Die Zülammenkunst zwischen dem Duce und dem in der Nähe von Salzburg in einem Gästehaus

regierung statt. Am 29. April vormittags traf der Duce, begleitet von dem Königlich-italienischen Außenminister Gras G i a n o und dem Chef des italienischen Wehrmachtgeneralstabes, General­oberst Gras C a v a l l e r o, sowie weiteren politischen und mili­tärischen Mitarbeitern auf einem kleinen in der Nähe des Besprechungsortes gelegenen Bahnhof ein. Der Führer begrüßte den Duce auf dem Bahnhos, wo sich zum Empfang der Reichs­außenminister von Ribbentrop, der Chef des Oberkomman­dos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, Reichsleiter Bormann und Reichsprestechef Dr. Dietrich sowie Gau­leiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel eingesunden hatten. Der Führer geleitete den Duce nach dem Gästehaus, wo der Ches der Präsidialkanzlei Staatsminifter Dr. Meißner den Duce erwartete.

Rach einem gemeinsamen Mittagesien war der Nachmittag politischen Besprechungen gewidmet, an denen auch der Reichs- außenminister von Ribbentrop und der italienische Außenminister Gras C i a n o teilnahmen.

Ein Abendesien in kleinstem Kreis beschloß den ersten Tag der Zusammenkunft zwischen Führer und Duce.

Am 30. April geleitete der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Duce zum Führer zu militärischen Besprechungen, an denen von italienischer Seite der Ches des Wehrmachtgeneralstabes, Generaloberst Graf Cavallero, der italienische Militärattache in Berlin,

Divisionsgeneral Marras und Brigadegeneral Gand in, so­wie von deutscher Seite Generalfeldmarschall Keitel, General­feldmarschall Kesselring, General der Artillerie Jodl und der deutsche Militärattache in Rom, Generalleutnant von R i n t e l en teilnahmen. Zur gleichen Zeit trafen sich Reichs­außenminister von Ribbentrop und Außenminister Gras Ciano zur Fortsetzung ihrer politischen Besprechungen, bei denen auch der italienische Botschafter in Berlin, Dino Ä l s i e r i und der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen, an­wesend waren.

Am Nachmittag fand die Zusammenkunft zwischen dem Führer und dem Duce mit zusammenfassenden politisch- militärischen Besprechungen ihren Abschluß.

4*

as. Seitdem der Führer und der Duce sich zum letzten Male trafen — in der Zeit vom 25. bis 29. August 1941 hatten sie eine Zusammenkunft im Führerhauptquartier — haben die großen Siege der Mächte des Dreierpaktes die Lage für die Demokratien weiterhin außerordentlich verschlechtert und zwar in der Welt. 3m Mittelmeer nehmen heute die Achsenmächte die be­herrschende Stellung ein, die Offensive der Engländer ist nicht nur gescheitert, sie hat vielmehr in Nordafrika zu schweren Ver­lusten an Menschen und Material und im Mittelmeer zu schweren Schiffsverlusten geführt. Dazu gesellt sich die Zertrümmerung der militärischen Anlagen Maltas, so daß sich heute schon die Eng­länder genötigt sehen, die Hilfe der USA. im Mittelmeer in Anspruch zu nehmen, die nach Erklärungen Roosevelts, Schiffe, und nach neuen Meldungen auch Flugzeuge entsandt haben sollen, ohne dadurch irgendetwas an der Lage ändern zu können. Die Sowjets aber haben in ihrer Winteroffenstoe kein einziges ihrer Ziele erreicht und sie versuchen nunmehr immer wieder die Engländer und Amerikaner zur Schaffung einer zweiten Front zu bewegen, wozu sich diese außerstande erklären, da ihnen dank der Tätigkeit unserer U-Boote der Schiffsraum fehlt. In O st - a s i e n aber erringen die Japaner immer neue Erfolge, so daß dort die Demokratien schon Burma verloren geben. Das ist also die Lage in dem Augenblick, in dem der Führer und der Duce erneut Zusammentreffen und ihre harte Entschlossenheit, den Endsieg sicherzuftellen, noch einmal bekundeten. Damit wird die deutsch- italienische Waffenbrüderschaft nochmals bestätigt und schneller als wohl irgendjemand erwartet hatte, wird damit die dumme Reuterluge von innenpolitischen Veränderungen in Italien und von angeblichen Friedenswünschen als plumpes Manöver vor der ganzen Welt entlarvt. Das Treffen Führer-Duce ist ein neues Bekenntnis zum Endsieg und zur unlösbaren Waffen­brüderschaft, die sich auch in den mannigfachen Zusammenkünften der maßgebenden militärischen Führer der Achsenmächte bekundete. So trafen, wie noch erinnerlich sein dürfte, Anfang Januar Groß­admiral Ra cd er und Flottenadmiral Riccardi in Garmisch zusammen, Ende Januar Anfang Februar weilte Reichsmarschall Goring in Italien und erst kürzlich wurde von einem Besuch des Führers der U-Boote, Admiral D o n i tz in Rom berichtet. Das alles zeigt nur immer wieder, wie sehr die englischen Nachrichten von Sonderwünschen Italiens ein Wunschtraum find.

ührer fand er Reichs-