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Wiesbadener Tagbla

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Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Druck und Verlag: L. Tchellenberg'jche Ruchdruckerei, Langgasse Sir. 21 tTagblatt-Hauss

90. Jahrgang

Mittwoch, 22. April 1942

Nummer 93

von

gegen den von

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des

as. Berlin, 22. April. (Ei». Drahtbericht unserer Ber­liner Schristleitung.) Im Unterhaus teilte man Eden

tums der Front bemüht wird und versucht, durch keine Opfer unseren tapferen Männern zu danken.

Führerhauptauartier, 22. Avril 1942.

Adolf Hitler."

♦

Der Führer hat aus Vorschlag de» Rrichsministere Speer dem Architekten Kann» Duft« an» den Titel Professor ver­liehen.

spielt. So befaßte sich auch Admiral Simons bei der Grundsteinlegung für eine Luftschiffbasis an der amertkanr- schen Ostküfte fast ausschließlich mit dem U-Boot-Problem. Die Tankerfrage, so erklärte er, sei nunmebr für die Kriegfübrung lebenswichtiger geworden. Es sei durchaus keine kleine Aufgabe, die U-Boot.-Gefahr zu bekämpfen. Der Admiral setzt für die amerikanischen Küstenaewäsfer große Hoffnungen auf die kleinen Luftschiffe, die die USA. jetzt in größerer Anzahl bauen wollen. Kapitän Roiendal, der Ebef der Luftschiffabteilung in der ÜSA.-Marine. äußerte sich zu dem gleichen Thema. Er zweifelte dabei die amtlichen amerikanischen Verlustziffern an und stellt fest, daß die tatsächlichen Verluste der alliierten Handelsflotten heute bereits viermal sohoch seien wie 1918. Das alles zeigt, in wie starkem Maße sich die Erfolge unserer U-Boote schon auswirken.

Sinnlose Zerstörungswut der USA.-Truppen auf Panay

Das Elektrizitätswerk von Jlo-Jlo durch die entkchlosiene Haltung eines Filipinos gerettet

Das Schiffsraumproblem und der U-Boot-Krieg

(Eigener Drabtbericht unlerer Berliner Schriftleitung)

Ausdruck des Dankes an unsere Soldaten

Aufruf des Führes zum Dritten Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz

Rtrnrut Sammel-Sir. 59681 Drahtaruchrtst: TagtUart, Wiesbaden Postlcheckkont»: Srantfurt a. SJl. 7405 Bezugsprene: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monal RM 2.— einschließlich des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monai RM 2.85. zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld ■ Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung der Lieferung infolge höherer Seroalt lein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise»

mit. daß Churchill seine in Aussicht gestellte Erklärung ent- ______1_______ verschiedenen Abgeordneten geäußerten Wün­schen in geheimer Sitzung abgeben werde und daß das gleiche auch für die Aussprache über die Kriegslage gelte. Ob im Anschluß daran noch eine öffentliche Sitzung ltattfinden werde, könne erst nach der Rede Churchills ent­

halte Santos bereits vorsorglich wichtige Teile der Genera­toren versteckt, als die javanischen Truvven auf der Insel landeten. Als der Fall der Stadt unmittelbar bevorstand, versuchten »ebn USA.-Soldaten in das Werk einzudringen, um auch hier ihre Zerstörungsarbeit durchzuführen. Der ver­antwortungsbewußte Angestellte verschloß jedoch Türen und Fenster des Gebäudes und verteidigte mit seinem Gewehr in der Hand den Zugang, so daß die USA.-Soldaten vergeb­lich sich Eingang zu schaffen versuchten. Als sich schließlich die Nachricht verbreitete, daß die javanischen Truvven in Jlo-Jlo eingerückt seien, machten sich die nordamerikaniscken Saboteure schleunigst davon. Das Elektrizitätswerk war so­mit gerettet und konnte in diesen Tagen die Versorgung von Jlo-Jlo wieder übernehmen.

Feind verlor durch Zerstörung am Boden neun und in Lust- kämvien über der Insel sieben Flugzeuge.

Bor der englischen Südküste versenkten leichte Kampf­flugzeuge am gestrige» Tage ein keindliches H andelv- schiff von 3000 BRT. In der letzten Rächt erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer mit nachfolgender Explosion in einer Sprengstoff-Fabrik in Südengland.

gen, «wu,*u _____________ ____ _________

Soldaten selbst. Sie haben Anspruch aus unsere ganze Liebe. Denn mit ihrem Blut und ihren Gliedern haben sie das größte Opfer für die Heimat, für uns gebracht. Daran sollen wir denken. Unsere Liebe muß unsern Sol­daten fühlbar werden. Sie muffen wissen, daß die Heimat bestrebt ist. wenigstens annähernd ihre Opfer lenen unserer Soldaten an der Front anzugleichen. Gibt es wohl etwas Schöneres für ein Volk, als wenn es seinen Soldaten, seinen Verwundeten das Schönste und Veste bietet, was ihnen zur Verfügung steht. Nach diesem bitteren Winter mit den schweren Kämpfen sollen sie in der Heimat Sonne finden. Sonne, die ihre Wunden heilt und ihre Herzen wieder er­wärmt. Das ist der Sinn des Ausrufs unseres Führers zum 3. Kriegshilkswerk für das Deutsche Rote Kreuz.

schassen.

Aber auch jenseits des Ozeans, in den USA., verspürt man den Schifssraummangel heute schon sehr deutlich Wre sehr er alle möglichen geplanten Maßnahmen der USA. be­einträchtigt. zeigt beispielsweise eine Äußerung des techni­schen Beauftragten Roosevelts in, Indien. Erady. der den amerikanischen Einfluß in der indischen In­dustrie erweitern und sichern soll. Dieser Mann erklärte nämlich u. a.. daß die Schiffsraumfrage die größte Schwierig­keit sei." auf welche die amerikanische Hilfe für Indien stoße. Kein Wunder, wenn unter solchen. Umstanden das Scklffs- raumvroblem und der U-Boot-Krieg. auch in den Reden amerikanifcher Sachverständiger eine immer größere Rolle

wt. Wir sollten uns immer der Großtaten und des Opfers unserer Soldaten im Laufe dieses Krieges, besonders aber in dem Kampf gegen die Bolschewisten bewußt bleiben und uns der Front stets innerlich verbunden fühlen, nicht nur dann, wenn gelegentlich zu einer besonderen Samm­lung aufgerufen wird. Unsere besondere Fürsorge, unsere Liebe aber soll unsern Verwundeten, unfern Kranken in Feldgrau gehören. Der Führer appellierte in seinem Ausruf an das de u t s ch e Volk zum 3. K r i e g sh i l s.s - werk für das DeutfcheRoteKreuz an reden ein­zelnen, der gewaltigen Opfer und Leistungen unserer Sol­daten zu gedenken. Die nun liebevoller Pflege und Betreu­ung bedürfen. Durch das Kriegshilfswerk des Roten Kreuzes soll die Verbundenheit zwischen Front und Heimat sich in der vollendetsten Form erweisen. Es kann sich und darf sich nicht um eine alltägliche Svende handeln, die wir der Form halber zeichnen. Wenn in den nächsten Monaten die Sammler für das Kriegshilfswerk des Roten Kreuzes

l Haustür zu Haustür gehen, dann sollen wir sie empfan- als kämen sie von unseren verwundeten und kranken

Ein Lazarettzng für die Ostfront

Prag, 21. Avril. Im Rahmen einer schlichten Feier am Geburtstag des Führers übergab Staatspräsident Dr. Sacha dem stellvertretenden Reichsprotektor ^-Obergruppenführer Heydrich auf dem Prager Hauvtbabnhof einen v o l Ist an dl g eingerichteten Lazarett»ug für die deutsche Wehr­macht als Geburtstagsgeschenk der Bevölkerung von Böhmen und Mähren an den Führer.

Der Zug besteht aus 28 Waggons modernster Bauart, deren Einrichtung allen Anforderungen der Jetztzeit entspricht und in denen 280 Verwundete Aufnahme und Linderung finden können. Der besonders sorgfältig gefederte Overations- wagen enthält Glaskästen mit den chirurgischen Instrumenten, Operationstische und Desinfektionsavvarate. Der Zug wird in den nächsten Tagen an die Ostfront abrollen.

Roosevelt sucht Arsenale

Von Walter Admus

Es gab einmal eine Zeit — und sie liegt noch gar nicht lange zurück —. da glaubte Herr Roosevelt der Welt weismachen zu können, daß er alle Länder, die im Kampfe gegen die Achse stehen, mit Waffen beliefern werde. Seine jüdischen journalistischen Gefolgsmänner prägten damals das Wort von dem Arsenal der Demokratien. Wie so vieles andere, so hat sich auch diese Bezeichnung, auf die man in den USA. sehr stolz war. als ein reiner Bluff er­wiesen. Heute muß man einsehen, daß man nicht einmal genug Waffen für die eigene Aufrüstung bat und daß man bei weitem nicht in der Lage ist. die langen Wunschlisten, die in Washington eingereicht werden, zu erfüllen. Ja, man sucht heute verzweifelt nach neuen Waffen­schmieden außerhalb der USA., zumal man sich durchaus klar darüber ist. daß es bei der weiteren Steigerung der amerikanischen Produktion, mit der natürlich gerechnet wer­den muß. sehr erhebliche Schwierigkeiten, recht unangenehme ..Flaschenhälse"", wie man in den USA. sagt, geben wird. Zwei Ländern insbesondere wendet man in Washington die Aufmerksamkeit zu. da diese Länder die Waffen für den Kampf um den Stillen Ozean schmieden sollen.

Das ist einmal Indien, wo der Vertraute Roosevelts, Herr Johnson, gegenwärtig die Lage prüft, inwieweit die indische Industrie wehrwirtschaftlich aktiviert werden kann und inwieweit sie in der Lage ist, mit den USA. zusammen­zuarbeiten. Indien, so hieß es in einer amerikanischen Mel­dung, in der festgestellt wurde, daß Herr Johnson auch nach dem Scheitern von Cripps seine Aufgabe in Indien weiter­führe. soll zum Waffenarsenal für den Mittleren Osten und für Ostasien gemacht werden. Das ist nun keineswegs neu, denn ähnliches haben wir auch schon von englischer Seite ge­hört. Run liegen die Dinge nur so. daß England bis zum Beginn des Krieges den Aufbau einer Industrie hintertrieb, die den Indern hätte Waffen liefern können. So besitzt Indien wohl westlich Kalkutta reiche Eisenerzvorkommen: man hat hier mit Hilfe einheimischen Kapitals auch eine eigene Eisenbütten-Zndustrie aufgebaut, dock« wurde bisher nur ein Teil der Roheisenproduktion auf Stahl- und Walz­werkprodukte weiter verarbeitet. Während die indische In­dustrie einen großen Teil ihrer Produktion nach England und Japan ausführen mußte, hatte sich die britische In­dustrie ihrerseits durch die Gewährung von Vorzugszöllen einen wichtigen Platz in der Versorgung Indiens mit Walz- werkvrodukten gesichert. Die Dinge liegen hier ähnlich wie auf dem Gebiet des Textilwefen^. Auch dort mußte Indien seine Rohstoffe an England liefern und dafür die Fertig­waren der britischen Industrie abnebmen. Das bedeutete für England sehr erhebliche Gewinne. Die Methoden haben dazu geführt, daß beim Stahl beispielsweise bis Kriegs­ausbruch in Indien noch ein Zuschußbedarf von mindestens 300 000 Tonnen durch britische und kontinentaleuroväifwe Lieferungen gedeckt werden mußte. Stahlwerke sind wohl inzwischen in Angriff genommen, aber nicht fertiggestellt. Außerdem aber werden in Indien gerade die für die Her­stellung von Geschoßstählen, Panzerplatten usw. notwen­digen Edelstähle noch nicht in größerem Umfange erzeugt, obwohl es an den dafür benötigten Erzen, vor allem an Mangan- und Cbromerzen. keineswegs fehlt. Auf dem Gebiet der übrigen rüstungswichtigen Metalle ist die indische Wirtschaft noch weit ungünstiger gestellt. Auch die Spreng­stoffproduktion reicht in keiner Weise für die Deckung eines größeren Verbrauches aus, besah doch Indien bisher eigene moderne Svrengstoff-Fabriken überhaupt nicht.

In A u st r a l i e n. für das man sich heute in Washington nicht weniger stark interessiert und das ja eigentlich schon aus dem Verband des britischen Empires losgelost wurde, liegen die Dinge nicht wesentlich günstiger. Zwar laßt der amerikanische Reklame-General Mac Arthur vielerlei Mel­dungen in die Welt flattern, daß Australien über alle für die Rüstungsindustrie erforderlichen Rohstoffe verfuge und daß man dort schon eine beachtenswerte Rüstungsindustrie aufgebaut habe. Daran ist nur so viel richtig, daß in den letzten Jahren einige australische Rüstungswerke entstanden sind, da man sich nicht mehr völlig auf das Mutterland ver­lassen wollte. Wenn aber jetzt beispielsweise viel von dem Aufbau einer australischen Aluminium- und „Flugzeug­industrie gesprochen wird, so muß dem gegenubergestellt werden, daß Australien nur ganz geringwertige Bauritvor­kommen besitzt. Die seinerzeit entwickelten Pläne für die Aufnahme von Aluminiumvroduktion bauten auf den Bezug von Rohstoffen aus Niederländisch-Jndien und Malaya auf. Nachdem diese Gebiete unter javanischer Kontrolle stehen, müßte Australien auf das Bauxit Südamerikas zuruckgrelfen. Das scheitert an dem Schiffsraumvroblem. ganz abgesehen davon, daß sich die USA. selbst für das südamerikanifche Bauxit interessieren. Die Herstellung von Edelttählen. rote sie für die Kriegsindustrie dringend gebraucht werden, ist tit Australien bisher kaum entwickelt. Es gibt auch, abge­sehen von Wolframerzen, keine gröberen Vorkommen an Stahlveredlern, vor allem weder an Mangan- noch Chrom- erzen, so daß auch diese Industrie auf den Bezug ausländi­scher, jetzt gar nicht zu beschaffender Rohstoffe angewiesen wäre. Ebenso wird Kupfer in Australien bisher noch nicht in ausreichendem Umfange erzeugt. Auch der Ausbau der Svrengstoffvroduktion stößt aur sehr große Robstoff- schwierigkeiten. Vor allem aber darf nicht übersehen werden.

Neue Erfolge an der Ostfront

Drei Munitionsrüge »ach Bombentreffern in die Luft geflogen. — Rollende Luftangriffe aus Malta fortgesetzt. — 3000-Tonner vor der englischen Südküste versenkt. — Bomben­treffer in südenglischer Svrengstoffabrik

Aus dem Fübrerhauptauartier, 22. Avril. (Funkmeldung) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Donezgebiet nahmen deutsch-rumänische Truppen bei ersolgreiche» Stoßtruppunternehmungen einige stark aus­gebaute und verminte Stützpunkte des Feindes und brachten eine Anzahl von Eesangene» ein.

3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden mehrere örtliche Angriff« des Feindes ab- 8ernteten. Bei einem eigenen Angriff durchbrachen Ber- ände des Heeres nnd der Waffen-»^ »äh verteidigte feindliche Waldttellungen, machten eine gröbere Anzahl Gefangene und erbeuteten 13 Geschütze. Kampf- und Sturzkampffliegerver- bände griffen Eisenbahnanlagen hinter der feindlichen ertönt en. Drei Munition»,Lge flogen nach Bombentreffern in die Luft. Zahlreiche Bahnstrecken wurden unterbrochen und um­fangreiches rollendes Material zerstört.

In Rordakrika keine größeren Kampfhandlungen.

In den militärischen Anlagen von La Valetta und auf den Flugplätzen der Insel Malta wurden durch rollende Luftangriffe erneut schwere Zerstörungen angerichtet. Der

Berlin, 21. Avril. Der Führer erläßt zum Dritten Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz den nach­folgenden Aufruf:

»Deutsches Volk!

Ein Winter schwerster Kämpfe und härtester Belastun­gen liegt hinter uns. Der deutsche Soldat bat in ihm eine Prüfungszeit bestanden, die alle von ihm bisher in diesem Kriege gebrachten Ovker weit übertrifft. Übermenschliche Anforderungen körperlicher und seelischer Art muhten an ihn gestellt werden. Er hat sie in einer Opferbereitschaft erfüllt, der gegenüber die von der Heimat ertragenen Lasten und Entbehrungen, so schwer sie im einzelnen auch gewesen kein mögen, vollkommen verblassen.

In der Zeit der schwersten Belastungsproben dieses Winters haben Millionen deutsche Soldaten an ihre Heimat gedacht, um für sie, ihre Frauen und Kinder, für das Dakein . und die Zukunft unseres Volkes einen barbarischen Feind zu bekämpfen, dessen Sieg das Ende von allem gewesen wäre. Die Heimat weih dies auch. Sie hat begriffen, wie sehr ihr Schicksal ausschliehlich in den Händen der deutschen Soldaten liegt. Was die Front für unser Volk opferk kann von der Heimat wohl nie vergolten werden. Sie soll aber wenigstens einen kleinen Teil ihrer Dankesschuld abtragen, indem sie nach betten Kräften mithilkt. die Wunden zu heilen, die der Krieg unseren Soldaten zufügt.

Zum dritten Male rufe ich daher das deutsche Volk zum Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz auf. Dir Er­füllung dieser Pflicht der Front gegenüber toll einen be­scheidenen Ausdruck des Dankes der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft an unsere Soldaten darftellen.

Als ihr Führer und Oberster Befehlshaber erwartet da­her. dah sich jeder Deutsche mehr noch als bisher des Helden-

Daß das Elektrizitätswerk von Jlo-Jlo der Zerstörung durch die USA.-Truvven entgangen ist, ist der entschlossenen Haltung eines Angestellten des Werkes, t— 42jäbrigen Filipinos Jose Santos, zu verdanken. In Er­wartung von Sabotageakten seitens der USA.-Truppen

Tokio. 21. April. Wie ein Korrespondent der Tokioter Zeitung „Jomiuri Schimbun" aus Jlo-Jlo. der Hauptstadt der Philippinen-Insel Panay berichtet, ist dort nach der Besetzung durch die javanischen Truvven wieder Rübe und Ordnung eingekehrt. Allerdings hängt der widerliche Geruch verbrannten Zuckerrohrs immer noch in der Luft. Auch niedergebrannte Lagerhäuser, zerstörte Ölbehälter und immer noch gualmende Wracks der im Hafen verankerten Schiffe legen von der sinnlosen Zerstörungswut der USA.» Truvven beredtes Zeugnis ab. Vollständig vernichtet ist auch das javanische Viertel in Jlo-Jlo. während die javani­schen Einwohner der Stadt, die in einem Schulgebäude 60 Kilometer nordwestlich von Jlo-Jlo interniert waren, in­zwischen befreit wurden und jetzt als Führer und Dolmetscher für die javanische Wehrmacht tätig sind.

Das unmenschliche Vorgehen der USA.-Truppen bat bei den Einwohnern der Insel Panay tiefe Entrüstung hervor­gerufen, was sich auch in uneingeschränkter Bereitschaft aller Bevölkerungskreise zur Zusammenarbeit mit den javanischen Truppen äußert.

Selchäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- und Feiertags . Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenpreis«! (Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeier breiten Spalte im Terteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr, 10 maßgebend • Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 • Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vorlage

schieden werden. Die Kriegslage erscheint also Herrn Chur­chill wenig erfreulich, daß er daiiber öffentlich nicht sprechen möchte. Er müßte dann auch auf die Schiffsraumnöte der Alliierten eingehen, ein Problem, das nach wie vor im Mittelpunkt der Erörterungen auf der Gegenseite steht, was angesichts der Erfolge unserer U-Boote nicht weiter verwunderlich ist. Es ist zudem ein Problem, dessen Auswirkungen die Engländer auf den verschiedensten Gebieten spüren, selbst an solchen kleinen Maßnahmen wie die. daß die Eisenbahnfabrkarten zwecks Pavierersparnis künftig nur noch in balber Größe ausgegeben werden. Man um zu sparen wo es nur möglich ist. So be- ..........auch, daß sich Neuseeland für die Versorgung der Alliierten in erhöhtem Maße auf die Erzeugung von getrocknetem Fleisch umstellen wird, da dies weniger Platz bei der Verschiffung entnimmt als Frischfleisch. Dabei war man ohnehin schon zuletzt dazu übergegangen, die Knochen aus dem Fleisch herauszulösen, um Schiffsraum zu sparen. Sier wirkt sich jetzt also der Verlust kostbarer .Kühlschiffe sehr spürbar aus. Dabei bleibt England auf die Fleischzufubr von Übersee angewiesen, zumal Irland eine Kürzung seiner Fleischausfuhr nach England ankündigte. Durch Umstellung auf Dörrfleisch sucht man sich nun eine Erleichterung zu