West» aüener Tagt» tatt
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90. Jahrgang
Mittwoch, 15. April 1942
Nummer 87
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diesem Kriege von
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Regierungsumbildung in Frankreich
Berlin, 15. April. (Funkmeldung.) Meldungen aus Vichy besagen, daß Marschall P S t a i n und Pierre Laval eine Regierungsneubildung beschlossen haben. Die neue französische Regierung, di« voraussichtlich Pierre Laval als Regierungschef und Admiral D a r l a n als Oberbefehlshaber der Wehrmacht haben wird, soll in Kürze vor die Öffentlichkeit treten.
Werften und Docks in Hongkong arbeiten wieder
«changhai. 14. Avril. Alle staatlichen Schiffswerften und Docks in Hongkong haben, einer Agenturmeldüng zufolge. die Arbeit bereits wieder ausgenommen.
Glückwünsche des Führers anGeneral Carmona
Zum Antritt feiner neue» Amtsperiode
Berlin. 15. Avril. (Funkmeldung.) Der Führer hat dem Präsidenten der Repuhjik Portugal. General de Fragoso Carmona, zum Antritt seiner neuen Amtsveriode am 15. Avril mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt.
Amerikanischer Schriftsteller über englische Großmäuligkeit
»Es ist sehr leicht möglich, das, di« Amerikaner dies«» Krieg verlieren"
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Weiterhin nachlassende Angriffs- tütigkeit des Feindes an der Ostfront Munitionsfabrik in Leningrad von schwerer Artillerie beschossen — Bomben auf Sewastovol — Funkturm auf Malta durch Bombenvolltreffer zum Einsturz gebracht — Wieder 28 Britenflugzeuge abgeschossen
Aus dem Führerbauvtauartier, 15. Avril. (Funkmeldung.) Dos Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten lieh die Angriffstätigkeit des Feindes weiterhin nack. Nur an einzelnen Stellen griff der Eeaner mit stärkeren Kräften an und wurde abgewiesen. Eigene An- grifssunternehmungen brachten örtliche Erfolge..
Schwere Artillerie des Stetes bekämpfte kriegswichtige Anlagen in Leningrads darunter eine Munitvonsfabrik. Anhaltende Brände und Explosionen wurden beobachtet.
Erfolgreiche Angriffe deutsche: Kampfflieger richteten sich gegen Safenanlagen und einen Flugplatz in Sewastopol.
In Nordafrika lebhafte beiderseitige AuMaruugs- tätigkeit. Kraftfabrzeugansammlunaeu und Flugplätze der Briten wurden mit guter Wirkung bombardiert.
Die Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nackt fortgesetzt. Dabei wurde ein Fnnktnrm der Sendeanlage Rinella dnrck Bombenvolltreffer zum Einstnrz gebracht. Dentkcke Jager schossen über Malta und vor der uordafrikanischen Küste neun britische Flngzeuge ab.
In Luktkämpfen über dem K a n a l und an der norwegischen Küste wurde» am gestrigen Tage neun britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. m .
Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung batte einige Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie und Nachtjäger schaffen zehn der angreifenden Bomber ab.
Man bat in England auch wohl kaum je damit gerechnet. Indien wirklich einmal gegen einen Feind von außen verteidigen zu muffen. Soweit man eine solche Möglichkeit überhauvt ins Auge gesaht hat, bat man bestimmt nie nach dem Osten, sondern eber nach dem Nordwesten geblickt, wo sich zeitweise der Horizont zu verdunkeln schien. Insgesamt aber kann man sagen, baß die indische Wehrmacht gar nicht für die Bevölkerung, d. h. zum Schutze Indiens, aufgebaut worden ist. sondern gegen die Bevölkerung. nämlich Niederhaltung oer indischen tireibeitsbe- wegung. So ist denn auch bei der Aufstellung der Armee, die sich nur aus Freiwilligen zusammenlebt, der alte britische Grundsatz, einen Stamm gegen den anderen und eine Klaffe gegen die anderen auszuspielen, maßgebend gewesen, und man bat veinlichst alles vermieden, was etwa, die Armee zu einem Schmelztiegel bätte werden lassen können. Es gibt desbalb in Indien auch keine einbeitliche Armee..sondern man muß vielmebr unterscheiden zwischen den Ernge- borenen-Regimentern. den Truppen der Fürsten-Staaten. Truppen, die aber unter englischer Führung, stehen, und den rein englischen Truppenteilen. Bei diesen englischen Truppenteilen gibt es Eingeborene nur dort, wo man sie dringend benötigt, bei der Gebirgs-Artillerie, bet den Pionieren für Arbeiten, die in dem Trovenklima von. Europäern nicht geleistet werden können. Sonst aber sind die Flugwaffe. die Artillerie, die Nachrichtentruvven und die
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Der Prozeß von Riom bis auf weiteres eingestellt
Bichy, 15. April. (Funkmeldung.) Durch ein im französischen Staatsanzeiger vom 14. April veröffentlichtes, den vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Admiral Darlan und dem Justizminister Barthelemy unterzeichnetes Gesetz wird der Prozeß von Riom gegen die Verantwortlichen der Niederlage bis auf weiteres eingestellt. Der Oberste Gerichtshof wird durch dieses Gesetz ferner beauftragt, seine Untersuchung zu ergänzen, um alle Verantwortlichkeiten, die vom Friedens- zum Kriegszustand geführt haben, nachzuforschen und zu beurteilen. Damit ist gleichzeitig die Frage nach der Verantwortung am Kriege gestellt.
fehlt, bet schon lange die Dringlichkeit des indischen Problems hätte erkennen muffen, aber gewartet habe, bis der Feind vor den Toren Indiens stehe. Andere nordamerikanische Blätter klagen allerdings die Inder an. Die Kommentare lassen deutlich erkennen, daß man die indische Schlappe auch als Schlappe Roosevelts emv- sindet. der sich allerdings noch immer mit dem Gedanken tragen soll, noch einen Avvell an die Inder zu richten.
Zugleich muß man die amerikanische Öffentlichkeit auf eine neue Schlavve vorbereiten. Die US.-arnerikaniscke Presse gibt zu erkennen, daß Corregidor, das unter dem Hagels javanischer Granaten liege, nicht mehr..lange gehalten werden könne. Das hält die gleichen Blatter nicht ab, den Mann zu feiern, der eigentlich auch Corregidor hatte verteidigen müssen, sich aber rechtzeitig in Sicherheit brachte, den Reklamegeneral Mac Arthur.. ..New Bork Daily News" fordern, daß man ihn schleunigst nach Hause holen und ihn „zur Hebung der amerikanischen Kriegsmoral, anstelle des 77jährigen Stimson zum K r i e g s m i n i st.e.r mache. Heißt das. daß man Roosevelts und Stimsons militärischen Fähigkeiten mißtraut odLr beißt das, daß man Australien schon verloren gibt und Mac Arthur nicht der Gefahr einer neuen Niederlage aussetzen will?
Flugwaffe, die Artillerie. Pioniere frei von Indern. — ~------
sind also in Indien den Engländern vorbehalten, denn hier hätten ja die Index möglicherweise etwas lernen können, was sie einmal gegen die Engländer verwenden könnten. Die Eingeborenen-Truvven sind auch bisher nie sonderlich gut ausgerüstet gewesen, sondern die. Ausrüstung ging eben gerade soweit, wie sie für die Bekämpfung von Aufständen, mit denen in den indischen Grenzgebieten immer wieder gerechnet werden muß. notwendig ist. .
Auch bei der Heranziehung der Eingeborenen ist man mit großer Vorsicht verfahren und bat sich im wesentlichen auf drei verschiedene Vevölkerungsteile beschränkt, narnlick die Sikbs. die Eurkas und die Pathans. Von ihnen sagt ein Sachverständiger, daß jede dieser drei Gruppen der großen Masse der indischen Bevölkerung in einem teils ererbten teils erworbenen und von England sorgsam gepflegten und gesteigerten llberlegenheitsgefühl gegenüberstebt. Man wird also richtiger sagen, daß diese ind i s cken Trii vv en Englands gar nicht aus der einheimischen Bevölkerung gebildet sind, sondern gegen sie. Das Verfahren bat sich für die Engländer in Indien bisher scheinbar durchaus bewahrt. Wenn es ist immer gelungen. Aufstände und Unruhen auf diese Weife sofort zu nterdrücken. Jetzt aber, wo von außen eine Gefahr droht, möchte England all das vergessen machen, und es möchte nun einen großen Zustrom indischer Freiwilliger zu den englischen Werbebüros sehen. Die Lage der Engländer hat sich inzwischen ja außerordentlich verschlechtert. denn sie dürften heute allein zur Niederhaltung der indischen Nationalisten, d. h. zur Niederhaltung des Landes, wesentlich mehr Truppen benötigen als früher, während sie gleichzeitig auch indische Truppen in Nordafrika und im Mittleren Osten einsetzen und vor allem den Krieg gegen Japan mit indischem Blut führen mochten. Man erinnert sich dabei wohl daran, daß im Weltkrieg den Engländern ungefähr eine Million indischer Truppen zur Verfügung standen. 106 594 Inder haben im ersten Weltkrieg auf den verschiedenen Schlachtfeldern ihr Leben für England gelaffen. Aber auch in Indien rächen sich die Fehler der indischen Politik. Man bat dort erkennen muffen, was von englischen Versprechungen und Zusicherungen zu Balten ist.
Die Frage, inwieweit es den Engländern gelingt, trotz allem noch indische Freiwillige beranzuzieben. ist
Indien als Rüstungssaktor
Von Walter Aßmus
Es ist ohne weiteres klar, daß es den Engländern und auch Amerikanern bei der inzwischen gescheiterten Mission Erivvs und bei all den anderen Bemühungen um Snöjejt nicht darum gebt, das Leben des indischen Volkes zu erleichtern oder angenehmer zu gestalten, sondern Inb t e n s Kräfte stärker als bisher für ben Krieg ber Plutokraten zu mobilisieren, sich also einmal Kanonenfutter „in Snbten zu sichern unb zum anbern Indien zu einem R u st u n g s - aiienal zu machen. Die Frage, auf welche Kräfte die Engländer im besten Falle in Indien rechnen können, ist nicht leicht zu beantworten. Bisher haben sie in .Indien eine verhältnismäßig kleine Armee unterhalten. Die. letzte Zäblung im Frieden (im Jahre 1931) wies 320 000 Militar- verfonen auf, von denen etwa 60 000 rein englischen Truppenteilen angebörten. Danach blieben also für die aus Einheimischen in ihren Mannschaftsbestanden zusammengesetzten Truppenteile, sowie auch für bas Fahrpersonal uta. bei ben rein englischen Truppenteilen rund 260 000 Personen übrig. Gegenwärtig bürste bie Zahl allerdings hoher fein, sie wird für die unter Waffen stehenden Einheimischen jetzt auf eine Million beziffert. Man muß sich dabei aber vor Augen halten, daß Indien (ohne Burma) nach der Volkszählung von Anfang 1941 rund 390 Millionen Einwohner
as. Berlin. 15. Avril, (giß. Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Aus Indien kommen neue Schilderungen über Flüchtlings ströme, die trotz sehr erheblicher Wegeschwierigkeiten von Bur m a her. wo die Javaner ihren Vormarfch fortsetzen, indischen , Boden zu. gewinnen suchen. Gleichzeitig setzen sich auch m 3 n b t e n selbst Riesenarmeen von Flüchtlingen m Bewegung. um ihre gefährdeten Städte an der ONkuste mit Zufluchtsorten, im Innern des Landes zu vertauschen. Wie ber Sonderberichterstatter von „Exchange Telegraph" berichtet, sind tn Kalkutta von den 1.5 Millionen Einwohnern bereits 750 000 evakuiert "worden. Eine weitere Viertelmillion werde die Stadt noch vor Monatsende verlaffen. Nur die wichtigsten Arbeiterkategorien.. und die militärische und zivile Verwaltung blieben zuruck.. Ebenso wird Madras, die zweitwichtigste Stadt an der indischen Ostkuste geräumt. Etwa 130 000 von den 600 000 Einwohnern haben die Stadt schon verlaffen. Die Nervosität wird noch dadurch erhobt, daß die englischen Militärbebörden aus Furcht vor einer javanischen Landung Transportmittel an ber Kulte des Bengalischen Golfs in großem Umfang reaumeren. zum Teil in bas Innere des Landes schaffen, zum Teil, aber auch vernichten. Die Bevölkerung versteckt in aller Elle Wagen in Wäldern unb an sonstigen geeigneten Stellen. Aus.den gesamten Schilberungen ergibt sich. baß. bie. reichen Stabte unb Landschaften Ostindiens Beute schon tn einem derartigen Maß entvölkert werden, daß das wirtschaftliche Schicksal dieser Gebiete bedrobt ist. Es ist auch kennzeichnend, wenn es in der Exchange-Meldung Beißt. Kalkutta wird nach ber vollzogenen Evakuierung Balb mebr einer Festung als einem großen Handelszentrum gleichen.
Das sind Nachrichten, bie bie Lage in Indien .treffend kennzeichnen. Da bie Engländer auch keine Möglichkeit festen den Javanern bei einem etwaigen Vorstoß wirksam giberftanb entgegenzusetzen. so beginnt man auf ennhwr ite wieder auf ein Wunder zu stoffen. Der Berichterstatter des „Daily Telegravb" in Kalkutta meint beifviels- weise, bas Ganze sei jetzt ein Wettlauf mit ber Zeit, denn bie Javaner müßten alles baran setzen, noch vor Einbruch ber Regenzeit wichtige Positionen, vor allem tn Burma, zu erobern. General Regen soll es also für bie Englänbsr schaffen. ,,
In diese Situation trifft nun die neue Erklärung des indische» Nationalistenfubrers Subbas Chandra Bose hinein. Er kennzeichnet die Lage dastiN, daß Indien auch heute von dem britischen Imperialismus nur Unterdrückung unb Betrug zu erwarten bat. Da- gilt, wie alle Welt weiß, vor allem für die Einstellung Churchills zu Snbien. ber niemals daran denken wird. Indien irgendwelche tatsächlichen Rechte einzuräumen. Gegenüber dieser britischen llnterdrückungs- und Knechtungsvolltik. kennen bie Nationen bes Dreimächtepaktes, rote Bose mit Recht fest- stellt. binsichtlich 3nb i en st e.i n anb er e s Z te l als feine Freiheit. Die Drelmachtefront kamvft gegen Englanbs Herrschaft in Jnbien unb bamit für die Befreiung Indiens. Die letzte Phase bes indischen Frelbeifskamvfes. fa erklärt Bose, habe mit der Abreise Crivvs aus Indien begonnen. Bald werde Indien frei sein.
Auch in den USA. verfolgt man besorgt die Entwicklung i» Indien, wobei es in der US.-amerikanischen Presse nicht an Vorwürfen gegenüber dem englischen Bundesgenoffen
Evakuierung der indischen Ostküste
Briten sehen keine Möglichkeit zum Widerstand gegen japanischen Borstotz
machte ausmarschieren laffen, die unweigerlich deren Niederlage besiegeln sollten. Bis jetzt haben sie alle versagt, und in Zukunft wird es nicht anders sein.
• Der amerikanische Schriftsteller wird aber noch deutlicher, wenn er die Unfähigkeit der englischen Offiziere festnagelt. Es sei, so schreibt er, ein großer und vielleicht der größte Fehler gewesen, daß man den gesamten Militärapparat in die Hände von Offizieren legte, die von moderner Kriegführung nicht viel verstünden. Keine Lehre könne man sich in USA. mehr zu Herzen nehmen als diese und diese um so mehr, als man in der Katastrophe von Pearl Harbour bereits habe Lehrgeld bezahlen muffen. Auch um die Zusammenarbeit der drei, amerikanischen Wehrmachtteile sei es schlecht bestellt. In Pearl Harbour habe die Armee nicht gewußt, was die Flotte tat und umgekehrt. Das ist deutlich gesprochen. Aber bis jetzt las matte anders. Da war man in England sehr gierig dabei, den englischen Offizieren Vorschußlorbeeren zu erteilen. Die deutschen Generale seien sehr jung, meinte man, sie hätten keine Kriegserfahrung. Nach 2*/i Jahren Krieg wird nun bon einem amerikanischen Schriftsteller die Unfähigkeit der englischen Offiziere in aller Öffentlichkeit sestgestellt und den Amerikanern als warnendes Beispiel vor Augen gestellt.
Der Amerikaner hat im übrigen hier nur Tatsachen festgestellt. Denn: wo die Engländer sich bis jetzt den angeblich so unersahre- nen deutschen Generalen stellten, wurden sie geschlagen. Und es ist kein Zweifel, daß dies auch in Zukunft der Fall sein wird.
88 Tanker vernichtet
seit dem erste» Auftreten de»tfcker U-Boote in amerikanischen Gewässern
Berlin, 14. Avril. Die feindlichen Verluste an Tankern feit dem ersten Auftreten deutscher Unterfeeboote in amerikanischen Gewäffern haben sich mit der durch die Dienstag- Sondermeldung bekanntgegebenen Versenkungsziffer auf 88 Tanker mit 713210 BRT. erhöht. Dies bedeutet für den Gegner den Verlust von rund 1070 000 Tonnen Öl. Diese Ziffer entsvricht der dreifachen Iahresförderung an Öl tn Deutschland im Jahre 1937.
Wieder 10000 BRT. amerikanischen Schiffsraum versenkt
Berlin. 15. April. (Funkmeldung.) Zwei amerikanische Handelsschiffe von ie etwa 5000 BRT. wurden auf der Höbe der Atlantikküste der USA. torpediert und versenkt. Das USA.-Marineministerium mußte bte Torpedierung der beiden Schiffe unter dem Druck der Aussagen von Überlebenden zugeben.
Fünf Schiffsversenknngen an der brasilianischen Küste
Buenos Aires, 15. Avril, (Funkmeldung) Ein Kabel- telegramm der llSA.-NachriStenagentur Affociateb Preß gibt einen erweiterten Bericht über die gemeldeten Schiffsversenkungen. Demnach ist auch em nvrbamerffanrscher Tanker der Standard Oil Company von 7452 BRT. tn der letzten Woche an der brasilianischen Küste untergegangen. Desgleichen wurde ein britisches Haifaelsschiif vor der Küste des brasilianischen Nordoststaates Piauhy toroebiert. Mithin erhöht sich bie Zahl ber tn ben letzten Tagen vor Brasilien versenkten Schiffe auf fünf.
gangs, es sei sehr leicht möglich, daß die Alliierten und insbesondere auch die USA. diesen Krieg verlören, zumal man schon 2Vi Jahre hindurch saft ununterbrochen nur Niederlagen erlitten habe.
Clappers zählt dann im einzelnen die Niederlagen und Fehler auf, die England nach seiner Ansicht im Krieg erlitten m®. begangen hat An erster Stelle nennt er die englische Großmäuligkeit. Wie England, so habe aber auch Amerika z. B. im Falle Pearl Harbour seinen Feind unterschätzt und sich zu selbstsicher gefühlt. Clappers fährt dann wortwörtlich fort: „Nach den bisher über die Katastrophe von Pearl Harbour in Washington vorliegenden Berichten hat nicht ein einiziger aus den Hawai- Jnseln stationierter amerikanischer Offizier daran geglaubt, daß die Japaner einer so kühnen Operation fähig seien. Monatelang hat man immer wieder in den USA. sagen hören, und zwar von gut unterrichteten Stellen, daß Japan eine Nation vierten Ranges sei. Dieselbe Großmäuligkeit, die Clappers hier den Japanern gegenüber feftnaaelte, wird seit 2Vs Jahren auch Deutschland und Italien gegenüber angewandt. Wieviele Generale, angefangen vom General Hunger bis zum General Winter, haben die Engländer unb di» Amerikaner schon gegen die Achsen-
Gens, 14. April. Der Washingtoner Leitartikler Raymond Clappers wirft in der amerikanischen Zeitschrift „Look" — 24. März die Frage auf, ob Amerika die in diesem Kriege England begangenen Fehler wiederhole. Dabei bemerkt er ein-
