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Wiesbadener Tagblatt

21 ' Wöchentlich 1« « Ausgaben Erfcheinungszeit werktäglich nachmittag«

Druck und Verlag: L. Schelleuberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

90. Jahrgang

Montag, 9. März 1942

Nummer 57

Wöchentlich »« « Ausgaben Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

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Denn die Sver»

Java hat bedingungslos kapituliert

(Letzte Funkmeldung)

An mehreren Stellen Neu-Guineas gelandet

nicht uninteressant, wenn amerikanische Nachrichtenbüros erklären, haß in den USA. die Popularität Chur­chills abzusinken beginne. Man soll diese Dinge nicht überschätzen, aber man kann doch nicht an der Tatsache vorbeigehen, baß stärker noch als bisher der Agent Stalins. Sir Stafford Crivvs, hervortritt. Immer wieder fordert er eine nochmalige äußerste Anstrengung des englischen Volkes für die bolschewistische Front. Es ist auch bemer­kenswert. daß bereits die „Times" sich für die Forderungen Cripps' einsetzt und die verstärkte Unterstützung der Bolsche­wisten verlangt. Man brauche keine große Phantasie zu haben, so schreibt das Blatt, um sich auszumalen, wie sehr sich die Kriegslage zugunsten des Empires in Ostasien und überall in der Welt ändern würde, falls die Sowrets nn Sommer imstande wären. Hitlers Streitkräften einen ver­nichtenden Schlag zu versetzen. Moskau ist also die letzte Hoffnung Londons. Dah auch die „Times diesen Volschewistenkurs des Stalinagenten Cripps steuert, ist ein bemerkenswertes Zeichen für und in der schleichenden Krise Englands und des britischen Empires.

,die den Vorteilen begegnen

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Rangun von japanischen Truppen besetzt

Tokio, 9. März. (Funkmeldung.), Das Kaiserliche Sanpt- auatier meldet: Nachdem die javanischen Truppen die feind­lichen Kerntruvven in der Umgebung von Rangun vernichtet harten, besetzten sie am 8. März um 10 Uhr Rangun vollständig.

Strategische Zusammenhänge

Bon Konteradmiral Gabow

Tokio, 9. März. (Funkmeldung). Javanische Truppen haben an bisher, unbenannten Punkten Landungen auf Reu- U$et auställische^Ministervrändent Güttin hat, wie, Rrrtter meldet, eine außerordentliche Kabineturtznng einberuien. «re soll Maßnahmen beschließen, .d:e den sollen, die sich die Japaner durch die Besetzung be­stimmter Orte auf Reu-Guinea verschafft haben.

Niemals ist der innere Zusammenhang zwischen weltweit voneinander entfernten Operationen starker ver- vorgetreten als jetzt, wo die Übereinstimmung der mi-itari- schen Ziele der Dreipaktmächte sich auszuwirken beginnt und die Schwächen der Gegner deutlicher sichtbar werden Der Fall von Singavur war bereits zum Teil vorbestlmmt durch die eingestandene Unfähigkeit Englands, „überall gleich stark zu sein" (Attlec) und dem östlichen Empiregebiet ausreichen­den Schutz zu gewähren. Diese Unfähigbelt beruhte, einmal auf der eigenen strategischen Fehlrechnung, alle Kräfte aur den nordafrikanischen Kampfplatz zu verlegen, dort durchzu- stohen und den Mittelmeerweg freizumachen, zum anderen auf den bereits vorhandenen Bindungen. Denn die Sper­rung bzw. Gefährdung dieser hochwichtigen Straße ging be­reits auf die Mitwirkung der italienischen Luft- und See» streitkräfte im Mittelmeer, auf die Eroberung von Kreta und die Besetzung der Ägäis zurück und wurde enticheidcnd verschärft durch den Einsatz des deutschen Airikakorvs der deutschen Luftwaffe und vor allem der U-Boote. Die«Frei­heit dieses Weges zu erkämpfen war aber bereits zum Zwang geworden infolge der Verluste an Schiffsraum im Atlantik und an den englischen Küsten durch den deutschen Handels^ krieg, die Mitwirkung der Luftwaffe und die Einbuhen bei den Expeditionen gegen Norwegen und Griechenland, sowie in Dünkirchen. Die Tätigkeit deutscher schwerer Streitkräfte im Atlantik hatte die englische Seimattlotte an die schotti­schen Küsten gebunden, der Krieg im Mittelmeer, die dorti­gen Streitkräfte an Gibraltar und Alexandma. Beide Flotten sahen sich daher auherstande nambaste Verstärkun­gen für Ostasien abzugeben. Die beiden Schlachtschiffe, die man „infolge gebesserter Lage" nach dem Verlust unserer „Bismarck" für Singavur freimachen zu können glaubte, er­wiesen sich als unzureichend und fanden bei Kuantan ihren Untergang. Dah ausreichender Luftschutz fehlte, ging eben­falls teilweise auf den gesteigerten Einsatz der britlicyen Luftwaffe in Nordafrika und den Verlust an Flugzeug­trägern im Seekrieg zurück, zum anderen -teil auf d.re japanische Wegnahme und Zerstörung der Flugplätze tn Malakka. Hier war der Zusammenhang der. verbündeten Operationen zum ersten Male deutlich. Dah die USA. nut ihrem als sicher erwarteten Flottenschutz für Singapur nicht zur Stelle waren, ging zum Teil auf ihre., verfehlte Ein­schätzung des javanischen Offensivgeistes zurück, andererleits auf die Bindungen, die Re für den britischen Schutz im At­lantik. also als Folge des deutschen Handelskrieges auf stch genommen hatten.

Die Auswirkung der so entstandenen Lage auf fast alle feindlichen Fronten ist bedeutend. Tschungking steht seine Burmastrahe veröden, die 3apaner stehen an der Bucht von Bengalen, mit dem Indischen Ozean bereits in. Reich­weite. Der Nachstrom australischer Krregshilfe .für . die nordafrikanische und Orientfront hat sich ,damit, tn einen Rückstrom verwandelt, die südafrikanische ist völlig versiegt, beides aus Selbsterhaltungsgründen. Für die ^rakfront

London schwankt zwischen Zuckerbrot und Peitsche

Amern ignoriert die indischen Selbständigkeitsfordernngen

Schrei nach der Offensive

Die Katastrophe der Churchillschen Kriegspolitik in Ostasien und ihre Auswirkungen

Flucht der Niederländisch- indischen Regierung

van Mook und seine Mitarbeiter in Australien eingetroffen.

Stockholm, 9. März. (Funkmeldung.) Wie Reuter meldet. Rnd van Mook und seine Regierung aus Ban­dung im Flugzeug in Adelaide eingetroffen.

Der grohmäulige Gouverneur von ^ava hat also nach berühmtem britischen Vorbild kurz vor Toresschluß kein kostbares Leben durch die Flucht in Sicherheit gebracht. Die Flucht dürfte allerdings ziemlich überstürzt vor stch ge­gangen fein, und Herr van Mook dürfte am allerwenigsten mit einer jo .eiligen Abreise" gerechnet haben.. Gestern nämlich, als er sich noch Halbwegs vor dem stegrerchen An­sturm der Javaner sicher wähnt, stieb er noch bedeutend tns Horn. .Ein Großangriff der USA. auf Java kann jeden Augenblick an einem noch unbekannten Abschnitt be­ginnen". verkündete er laut Radio New Nork, als ebenso schreckliche wie geheimnisvolle Drohung gegen Javan. Schließlich aber wollte van Mook einen so laut augekundigteu Erobangriss der USA. nicht mehr in Java erwarten, um nicht nock vor dessen Start nut den Javanern persönliche Be­kanntschaft zu machen. Bom zur Zeit noch sicheren Adelaide aus läßt es sich jedenfalls tm Augenblick noch für den Kriegsbetzersöldling van Mook viel, viel ungefährlicher den mutigen Mann spielen, als ans Java, dessen vollständige Besetzung durch die Javaner unmittelbar bevorsteht.

wt. Der Aufruf Boses an die. indische Nation loste, tn London eine begreifliche Nervosität. aus. Man weih nicht mehr, wie man den nationalen Ansprüchen begegnen soll und schwankt zwischen Zuckerbrot und Peitsche, 0>n ZugeständniNen und sturer Beharrung auf dem.alten

punkt. Während die Prelle in den letzten Tayen in ge­wundenen Erklärungen eine Art Selbstregierung rur Indien ankündigte und Mister Cripps von einem „anständigen Kom- vromib" sprach. tat Jndienminister Amery, der in der ver­gangenen Woche vor der Oxford-Union eine Rede hielt, als ob er von diesen Lesarten überhaupt nichts wußte. Er igno­rierte die indische Forderung nach Freiheit und meinte, das künftige Problem Indiens lei „mehr eine Frage des all g e m e inen Lebensstandards und der Schaffung eines Überschusses über die nackte g&manitMaae_ ®te Ernährung, die Entwicklung der Industrie, die Verbesserung der landwirtschaftlichen Methoden und die Erziehung wurden vielleicht die wichtigsten aller Probleme. sein, denen st» Indien nach dem Kriege.gegenüber sehe, „w t e au 6 immer hie Form der Regierung sein wird. Eine.vand- voll Versprechungen also... womit man die Selbständigkeits- Lestrebuntzen abbiegen mochte^ Versprechungen übrigens, die zugleich Anklagen gegen die Briten sind. Standen ihnen doch Jahrhunderte zur Verfügung, um die Ernährung zu ver- bellern. die Industrie ju entwickeln, die landwirtschaitlichen Methoden zu modernisieren und das Analphabetentum aus­zurotten. Jetzt, im Augenblick der höchsten Rot, bennnt man sich auf diese primitiven Forderungen, die ein Volk an ferne Machthaber stellen kann. In einer Zeit, in der indische Ab­geordnete bereits den Mut fanden, im gesetzgebenden den»

as. Berlin, 9. März. (Eig. Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) Die neuen, großen Erfolge der Japaner, der Zusammenbruch der Verteidigung auf 2 a v a, die Hilferufe aus Australien, und die große Sorge um Indien, kurzum, die ganze schwere Katastrophe der Churchillschen Kriegsvolitik in Ostasien, geht an England nicht spurlos vorüber. Man begreift, daß sich doch alles sehr anders entwickelte, als man es erwartet hatte. Der Kon­servative alten Schlages, der Jndienminister. Amery. spricht davon, daß man einer W e I t r e o o l u t i o n gegen­überstehe und jammert darüber, daß die britische Seemacht geschwächt worden sei. eine Möglichkeit, mit der man Nie­mals gerechnet habe. Der „Daily Expreß" ruft verzweuelt „Rettet das Empire." Zugleich wird aber auch eine lehr heftige Kritik an der militärischen Leitung vernehmbar. General Sir Hubert E o u g h, seinerzeit «rubrer der von der deutschen Offensive 1918 hinweggefegten 5. englischen Armee, greift in der Zeitschrift „Truth" den Defensivgeist an, der die ganze englische Kriegführung beherrsche und richtet die schärfsten Anklagen gegen General Wav ell, der vor ein Kriegsgericht gehöre, »weil er und kein anderer die Verantwortung für die Versäumnisse und die Pfuscherei trage. Auch General Sir Robert B r ooke- P o v b a tn mülle zur Verantwortung gezogen werden, weil er dem japanischen Angriff auf Singapur nicht zuvorge- kommcn fei. Ebenso wird die Haltung des Verteidigers von Mala« a. General Perciv al, einer scharfen Kritik unter­zogen. denn auch dieser General sei „bis zum Rande mit Ideen einer defensiven Kriegführung vollgestopft gewesen. Der eigentliche Schuldige, der Amateurstratege Churchill, wird in diesen Anklagen allerdings nicht ein einziges Mal genannt, so daß man fast auf den Gedanken kommen konnte, daß diese Angriffe auf Geheiß oder im Zusammenspiel mit Churchill, der von seiner eigenen Schuld ablenken mochte, geschrieben wurde.

Anklage des holländischen Oberkommandos

In diese schon ohnehin recht kritische Stimmung fällt die Veröffentlichung eines Berichts der nieder­ländischen Kommando ft eilen in Bandung übet die Katastrophe bei Kriegführung auf der Malaya-Halb- insel. In diesem Bericht wird klar und einbeuttg festge­stellt. daß die Engländer ihren Bundesgenossen in diesen Krieg hetzten, ihm Unterstützungen versprachen, für deren Auf­nahme auch alle Vorbereitungen getroffen wurden., daß aber diese Verstärkungen niemals kamen. Die hollän­dischen Luftstreitkräfte seien hingegen schon nutzes bei der Verteidigung der Malava-Halbinsel von den Engländern ausgeopfert worden. Zugleich dementiert dieser Bericht alle Reuter-Meldungen über angebliche Erfolge der verbündeten Flotten, indem er knapp und eindeutig erklärt, daß die holländischen Kriegsschiffe zwar alles getan batten um eine Landung auf Java zu verhindern,— wobei die Sollauher durchblicken lallen, daß die Engländer und Amerikaner nicht die gleiche Einsatzbereitschaft zeigten —, daß aber in dieser Seeschlacht der Kern der nieder land ischen Kriegs­flotte veroren ging. Es tst bemerkenswert daß Reuter heute nicht mehr wagt, diesen Bericht der englischen Öffent­lichkeit vorzuentbalten.

Die Gefahr, den Krieg zur See zu verlieren

Diese ganze trostlose Lage führt nun dazu, daß in Eng­land. aber auch in den USA. der Ruf nach einer Dff en - sive wieder laut wird. Aber so vernehmlich, auch diese Forderung von verschiedenen Seiten erhoben wird, so sehr gefordert wird, daß man jetzt kämpfen und die Initiative ergreifen mülle, so vermag doch niemand zu sagen, wie und womit man denn eine Offensive führen will. Die „Daily Mail" macht vielmehr ihren Lesern beispielsweise klar, daß man nicht soviel von einer Luftoffensive, gegen Deutschland reden solle, denn für Großbritannien sei es viel wichtiger, daß die Luftwaffe jetzt endlich in den Krieg zur See mit eingreife, sonst laufe England Gefahr, den ganzen Krieg zur See zu verlieren. Mit dem Eintritt Japans tn den Krieg sei die Leistungsfähigkeit der britischen Flotte bis zur äußersten Grenze erschöpft. Es habe keinen Zweck, „die bri­tische Luftwaffe gegen Üandziele einzusetzen. sie. müsse letzt für die Überwachung der britischen Seeverteidigungen be­nutzt werden (das ist allerding eine schwerere Aufgabe, als der Mord an Pariser Arbeitern in einer klaren Vollmond-

Moskau, die letzte britische Hoffnung

Alle diese Äußerungen zeigen, daß man sich in England und auch in den USA. mancherlei Gedanken über bett Zu­sammenbruch ber Churchillschen Kriegführung in DJtaRen unb auch in Europa zu machen beginnt. Es ist gewiß auch

Pegu, 50 Meilen nördlich von Rangun, wurde am 7. März nachmittags besetzt.

Mit Rangun, bas von den Javanern vollstänbig besetzt würbe, haben bie Briten bie Hauptstadt der britisch-indischen Provinz Burma verloren. Die Stadt liegt gut 30 Kilo­meter vom Golf von Martaban entfernt und ist Bahn- knotenvunkt. Als Hauvthandelsvlatz und vauvthafen von Burma hat es auch einen gut ausgebauten tirluebaten. Hauptausfuhrwaren waren Reis. Baumwolle. Häute. Silber. Zink und Blei-Erze, fowie Mineralöl. Rangun hat. über 400 000 Einwohner, von denen je ein Drittel etwa Hindus und Buddhisten llnd. Mit seinen Dock- und Werftanlagen war Rangun ein wichtiger britischer Stützpunkt.

Nach der Einnahme von Martaban. am 10. Februar, verfolgten die javanischen Truvven die fliehenden Fernde. Sie durchbrachen am 17. Februar den starken feindlichen Widerstand am Fluße Silin und vernichteten anschließend eine feindliche Division ostwärts vom Fluß Sitten g. ^n der Nacht zum 3. März erzwangen die Javaner den Über­gang über den Sittang und begannen am gleichen Tage den Angriff auf Rangun.

Die Mitteilung des Hauviguartiers schließt mit der Fest­stellung, daß mit dem Fall von Rangun das Hauptziel der javanischen Operationen an ber Burma-Front er­reicht sei.

52 Schiffe mit 210000 BRT. versenkt

Tokio, 9. März. (Funkmeldung). Die japanische Flotte versenkte vom 1. bis 8. März in den javanischen Ge­wässern und im Indischen Ozean, dem heutigen Bericht des Kaiserlichen Hauvtauartiers zufolge, 52 Schiffe mit insgesamt 210 000 BRT.

Südsumatra völlig in japanischer Hand

Tokio, 8. März. Süd-Sumatra ist nunmehr voll­ständig in den Händen der Javaner, meldete das javanische kaiserliche Hauptquartier am Sountagnachrnittag. Die javanische Armee besetzte, so besagt die Meldung weiter, nach der Vernichtung der feindlichen Truvven im Gebiet von Moerara Tebo am Zusammenfluß ber Flüsse Tebo unb Djoebioebam am 4. März um 17 Uhr bie strategisch wichtige Stabt Di am bi am Sübufer bes Hari-Flusses. Sämtliche Petroleumselber in ber Nähe von Djamoi fielen ebenfalls in javanische Hänbe.

Diambi liegt 200 Kilometer norbwestlich von Pa- lembang. Die gleichnamige Restbenzstabt hat reiche Erb- ö l l a 8 e r unb Kautschukvlantagen.

Bombenangriff auf Pearl Harbour

Tokio, 9. März. iFunkmelbung.) Amtlich wird mit­geteilt: Die javanische Marineluftwaffe griff in ber Nacht Um 5. März überraschenb Pearl Harbour an. Ohne eigene Verluste würben mehrere Tonnen Explosivstoff aus bas bortige Marine-Arsenal abgeworfen, bas bie Amerikaner nach bent Großangriff im Dezember roieber aufzubauen im Begriffe waren. Auberbem würben wichtige militärische Einrichtungen zerstört. Die feinbliche Abwehr konnte den Angriffserfolg in keiner Weise beeinträchtigen.

Schanghaj, 9. März. (Funkmeldung.) Domei erfährt aus unbestätigter, jedoch zuverlässiger Quelle, daß die ge­samten holländischen Streitkräfte kurz nach 9 Uhr den Widerftand eingeftellt und die japanische Forderung nach bedingungsloser Übergabe angenommen haben.

tralrat bie Silbung einer nationalen Regierung zu .ver­langen ist mit beariigen. billigen Versprechungen nichts Wr zu erreichen. Die Jnber sehen tn bteier Erklärung nur eine erneute Bestätigung bafür. baß England gar nicht daran denkt bem inbischen Volk bie Freiheit zu geben. Im übrigen sang Amery bas altbekannte Loblieb auf bte Segnungen, bie bie britische Verwaltung den Kolonial-Volkern. vor allem in ben oerlorengegongenen. oftaRatifroen Vostttonen gebracht “iben ToH. Das ist eine längst überholte Platte, bte heute feine Hörer mehr Ttnoet. Chinesen. Malayen unb .Jnber waren unb sind n ur A u s.b e.ut uns s ob j e 11 e für ben britischen Imperialismus, eine Tatsache, bte auch burch die Geschichtsklitterung Amerys nicht mehr aus der Welt geschärft' werden kann.

Indien-Erklärung verschoben

Stockholm, 8. März. Wie in London nach einem Londoner Eigenbericht von „Svenska Dagbladet" verlautet, wurde die ge­plante Jndienerklärung der britischen Regierung auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach AusfaRung des schwedischen Korrespondenten kann diese überraschende Wendung nur bedeuten, daß die Meinungsverschiedenheiten der britischen Regierung und den führenden Politikern in Indien (o groß sind, daß sie nicht überbrückt werden konnten. Die politische und strategische Lage, so betont der Londoner Korrespondent von „Svenska Dagbladet" ausdrücklich, sei aber jetzt so gespannt, daß jeder Aufschub in der Lösung der indischen Frage von schicksalhafter Bedeutung fein könne.