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Wiesbadener Tagblatt

Stuf nab gjfiriirniu’i'o'iifiikiiiiifihniitrai. ümtoMÜe 91t. 21 ifnnfitatt».flauei » öödtentlidi tn 6 9lu6aa6en Erscheinungözeit werktäglich vachmittags

Statt uuv Verlag: L. ScheUenberg'fch«Buchdruckerei, Langgasse Nr. 21 (Tagblatt-Haus)

90. Jahrgang

Sairrstag/Sonntag, 7./8. März 1942

Nummer 56

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lich betroffen wurden, so geht es heute auch zahllosen Holländern, deren Papier Über Nacht wertlos geworden sind.

Die Schuld der emigrierten holländischen Regierung

Der Verlust des Kolonialbefitzes eine unausbleibliche Folge der englandhiirigen Politik

Cripps über die Ziele Stalins

Ter Londoner Sowjet-Agent bestätigt erneut den skrupellosen britischen Verrat an Europa

Japanischer Heldenmut und britische Erbärmlichkeit Der General mit den Fluchtkoffern gibt die »Angriffsparole"

kein Entrinnen mehr gibt. Churchill hat die Suppe eingebroe., und Canberra muh sie auslöffeln. Obwohl Australten zum Empire gehört. Iaht Churchill es int Stich, wie einen gewöhnlichen Bundes- genosien. Roosevelt aber, dem sich die Australier in ihter Ver­zweiflung an den Hals werfen, ist gar nicht in der Lage, den Untergang von ihnen abzuwenden.

Flugplatz Kalidjati auf Java besetzt

Tokio, 7. März. (Funkmeldung.) Die japanischen Truppen haben, rote ..Asahi Sckimbun" berichtet, am 5. März auf Java den Flugplatz Kalidiati. 150 Kilometer südöstlich von Batavia, besetzt.

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sich nehme n." fachen liegen aber sinnspolittk des S?:-----------,----,

die jetzige verzweifelte Lage hineinmanovriert wurde, aus der es ' *--*■ vt* “----- —gebrockt

Insgesamt sind seit Beginn des Krieges 2540000 BRT. an feindlichen Tankern durch deutsche See- und Luftstreitkräfte vernichtet worden. Das ist nahezu soviel, rote Großbritannien bei Kriegsausbruch an Tankertonnage besaß (2 920 000 BRT.). Das sind Zahlen, die für sich selbst sprechen, die sich auf Versorgung und Strategie unserer Gegner auswirken. Jetzt nun werden auch die USA. trotz ihrer Hoden eigenen Erzeugung an Erdöl durch die erfolg­reiche Tankerjagd unserer U-Boote vor Transvortschwierrg- keiten m der Ölversorgung gestellt, die nicht ohne Einfluß auf die Wirtschaft und damit auch auf die Kriegsproduktion bleiben können.

as. Berlin. 7. März. (Eig. Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) Denjenigen, die es noch nicht be­griffen haben sollten, daß S t a l i ns Z i e l B e r l i n ist. und daß von dort aus das Rachkriegs-Eurova bolschewistisch re­giert werden soll, bestätigt das der Agent Stalins in der englischen Regierung. Sir Stafford Cripps, noch einmal in einem Artikel in der amerikanischen Zeitschrift „Life ‘. „Stalins Ziel", so heißt es darin, „ist die vollständige und restlose Riederlage Deutschlands. Die. bol­schewistischen Armeen werden soweit nach Europa hinein vorrücken, als das zur Erreichung dieses Zieles notwendig ist. Es kann nach meiner Ansicht kein Kompromiß und kein Kriegsende geben, ehe Deutschland nicht völlig geschlagen ist. Das wichtigste Ziel der Sowjets ist Berlin, wo die Achsen­mächte völlig zusammengeschlagen werden müssen. Herr Cripps erzählt dann weiter, daß die USA. und. England natürlich bei dem ..Zusammenschlagen der Achsenmächte/ und bei dem Marsch auf Berlin mitwirken müßten, .damit sich diese beiden Länder „ihre rechtmäßigen Plätze beim Umbau Europas sichern" könnten. Erneut wird damit bestätigt, daß England und die USA. skrupellos Europa dem Bolschewismus zu überantworten' bereit sind. Dieses Bekenntnis und"diese Zielsetzung nehmen uns nicht wunder bei dem Lordsiegetbewabrer einer .eng­lischen Regierung, die „zur Unterstützung des sowretischen Verbündeten" (wie es in dem Reuterbericht hieß) 700 Pariser Arbeiter feige hinmorden liefe.

Ergebnislose bolschewistische Blutopler

Wir glauben auch ohne weiteres, dafe Herr Stalin glühend gern nach Berlin marschieren wurde. Tatsächlich beschränken sich seine Bemühungen allerdings darauf, die deutsche Front, die tief in der Sowjetunion siebt, ms Wan­ken zu bringen. Diesem vollkommen vergeblichen Bemühen opfert Stalin unausgesetzt Ströme von Blut. So haben auch in dieser ganzen Woche die bolschewistischen Angriffe gegen die deutsche Front angehalten. Nirgends war ihnen auch nur der geringste Erfolg beschieden. vielmehr stellten die Berichte des OKW. nur immer wieder fest, dafe die Bol­schewisten schwerste Verluste an Menschen und Material er­litten. gleich, ob sie im Norden, am Jlmen-See, durchzustofeen versuchten, oder auf der Krim und im Donezgebiet, die rn den letzten Tagen häufig im OKW.-Bericht.genannt wurden, wo sie den ihnen besonders gefährlich ertoetnenben deutschen Südflügel einzudrücken versuchten, überall waren die ein­zigen Erfolge für die Sowjets aufeerordentlich schwere Verluste.

Der Fall Batavia, ein neuer schwerer Schlag

Zugleich zeigt sich aber auch immer wieder, dafe auch die Engländer und Amerikaner andere Sorgen haben, als die um einen Marsch nach Berlin. Mit dem Fall D 0 ".Aa- tavia haben unsere Gegner einen neuen, schweren Schlag hinnehmen muffen. Hatte man auch wohl in London, und Washington nicht mehr damit gerechnet, den lavani.schen Vorstoß noch stoppen zu können, so batte man doch keines­wegs ein solches Tempo in Ansatz gebracht.. Man gibt letzt ganz Java verloren und glaubt, daß sich im besten «ralle einige Truppen in die Berge zurückziehen werden, wodurch die Gefamtentscheidung natürlich nicht beeinflußt werden würde. Resigniert schreibt der Militarkorrespondent Reuths, Annalist, nach dem Fall Batavias: Die Meldungen über die Schlacht auf Java laufen alle auf der beklagens­wert. vertrauten Lrnie . In Au st r a l t en haben diese japanischen Erfolge die Unruhe und Nervosität weiter gesteigert, aber auch nach Burma blickt man voller Ängste.

Der Großerfolg unserer Unterseeboote

Dazu gesellen sich nun auch noch die großen Er­folge unserer ll-Boote vor der uord- und mittel- amerikanischen Küste. Mit den gestern gemeldeten Versen­kungen sind seit dem 24. Januar,dem Tag an dem zum erstenmal über Operationen deutscher U-Boote vor der nordamerikanifchen Küste berichtet wurde, tn .norü- und mittelamerikanischen Gewässern 98 Schilfe mit 66 31> 0 0 BRT. versenkt worden, die von lavanistzm .und italienischen U-Booten vernichtete Tonnage nicht einge­rechnet. Besonders bedeutsam ist.es. daß fast dw Hallte der versenkten Schiffe, nämlich 46 mit 3o5 000 BRT. t a n k e r waren. Diese 46 vernichteten Tanker machten .etwa, «u Sechstel der im inneramerikanischen Verkehr eingesetzten Tankertonnage aus. 46 vor der amerikanischen Kulte ver­senkte Tanker konnten eine Ladung von 533000 Ge­wichtstonnen befördern, d. h. eine Ladung, für die man 36 860 der üblichen Eifenbahn-Kesselwagen gebrauchen würde. Reiht man diese Wagen hintereinander, so wurden sie eine Geleislänge von etwa 370 Kilometer tn Anspruch nehjuen.

Krise des Empire

Von Fritz Günther

Das britische Weltreich verdankt seine Ausbreitung den skrupellosen Kolonisationsmethoden gewissenloser Aus­beuter, die den Reichtum eroberter Länder in persönlichen Besitz umwandelten, dessen Ertrag in ununterbrochen fließendem Strome allein den Plutokraten des Mutterlandes zugute kam. England wurde so das Welthandelszentrum und feine Kapitalkraft beherrschte fast alle Märkte, deren Verbindungswege eine gewaltige Flotte sicherte. Das bri­tische Verroaltungssystem in den Kolonien beschränkte sich im wesentlichen auf die mehr oder weniger gewaltsame Aufrechterhaltung einer Ordnung, die eine ertrag- sichere Auswertung der Landesschätze gewährleistete und den Herrenstandvunkt der britischen Beamten und Kaufleute respektierte. Der in den Kolonien lebende Engländer trat niemals in ein persönliches Verhältnis zu den Bewohnern des Landes. Er betrachtete diese nur als Arbeitssklaven und Ausbeutungsobjekte, die er aus angeborener oder an­erzogener Überheblichkeit verachtete, deren persönliche Ver- hältniffe ihm völlig gleichgültig waren. Seine in den Ko­lonien geborenen Kinder mußten in England erzogen wer» den, wenn sie einmal als vollgültige Staatsbürger gelten sollten und er selbst batte nur das eine Ziel vor Augen, nach einer gemessenen Zahl von Jahren in das Mutterland zu­rückzukehren. um dort die Zinsen eines inzwischen erworbe­nen Vermögens oder seine Pension zu verzehren. Die. ein­geborene Bevölkerung blieb sich in kultureller und sozialer Hinsicht im allgemeinen selbst überlaffen. Eine Niedrig- haltung ihres Lebensniveaus lag völlig im Interesse der Regierung, die sich damit jederzeit billige Arbeitskräfte Tut die Nutzbarmachung der Landesschätze, die Gewinnung, und den Export kostbarer Rohstoffe sicherte. Die Verarbeitung der Rohstoffe erfolgte in England, von wo aus die dort her- gestellten Fertigwaren zu einem erheblichen Teil nach den Kolonien ausgeführt wurden, um hier der Bevölkerung zu Preisen angeboten zu werden, die für den englischen Kauf­mann ein gutes Geschäft, für die Bevölkerung aber weitere Verelendung bedeutete. So wurde beispielsweise die indische Baumwolle, die fast die Hälfte der gesamten indischen Aus­fuhr 'ausmacht, von der englischen Industrie in Lanoashire zu Garnen und Tuchen verarbeitet und mit erheblichen Zoll­erleichterungen nach Indien wieder eingeführt, während in Indien hergestellte Gewebe mit einer hoben Steuer be- lastet waren. . .

Es ist erstaunlich, mit rote wenig Menschen tm Ver­gleich zu der Eefamtmasie der Bevölkerung des Empire der britische Verwaltungsapparat auskam. Nehmen wir Indien als Vergleich, mit dessen endgültiger Emver- leibung in das britische Weltreich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, der Begriff des Empire geprägt wurde, so finden wir Bier, wie Ludwig Alsdorf, der Indologe an der Universität Münster, in dem in der Weltpolitischen Buckerer erschienenen sehr aufschlußreichen Werke „Indien (Deutscher Verlag. Berlin) feststellt. in der Zeit nach dem Weltkrieg unter rund 1.5 Millionen Regierungsangestellten nur etwa

wt. Wer sich mit dem Lügenpalaver der britischen Presse auskennt. weiß, daß die Wendungen, die man heute in London gebraucht, auf den völligen Verlust Javas vorbereiten. Man spricht von einer ernsten Lage, von der Vernichtung des größten Teiles der verbündeten Luftwaffe, von der dringenden Notwendigkeit des Nachschubs neuer Flugzeuge. „Daily Expreß" wird schon um eine Nuance deutlicher und erklärt, auf Java wiederhole sich die Tragödie von Singapur, wo die Japaner, die in den letzten Tagen sogar schwere Tanks auf Java gelandet hätten, ebenfalls die Verteidigung in erster Linie durch ihre Luftüberlegenheit niedergekörnpft hätten. London selbst läßt also für Hoffnungen keinen Raum mehr und der stellver­tretende Gouverneur von Niederländisch-Jndien, van Mook, gibt in einem Aufruf an die Bevölkerung Javas zu, daß die Schlacht bisher ungünstig verlaufen sei. Gleichzeitig richtet er aber an das Parlament in Bandung die Aufforderung, bis zum „endgültigen Siege der Alliierten gegen die japanischen Eindringliche weiter zu kämpfen. Er besorgt also auch jetzt noch die Geschäfte Churchills und versucht die Holländer, wie auch die Eingeborenen, in einen aussichtslosen Verzweiflungskampf hin- einzuhetzen. Mit diesem Wahnsinnsakt krönt er eine Politik, die zum Verlust des holländischen Kolonialbesitzes geführt hat. Ein Verlust, der in den Niederlanden außerordent­lich hart empfunden wird, flössen doch allein an Kapitalerträgen jährlich schätzungsweise 80 Millionen Gulden in das Mutterland zurück. Dazu kommen noch über 300 Millionen Gulden, die als Gehälter und Pensionen, Schiffahrts- und Handelsgewinne den Holländern zugute kamen und ihren Wohlstand begründeten. Wie Hunderttausende von Briten durch die Aufgabe Malayas person-

Wir fühlen uns frei von jedem kleinlichen Rachegefühl, bas dem fleißigen, niederländischen Volk diese Einbuße gönnen würde. Wir müssen es aber auch andererseits ablehnen, für dieses Fiasko verantwortlich zu zeichnen. Der Verlust , des Kolonial­reiches, das sich die Niederländer fast 500 Jahre hindurch be­wahren konnten, ist das Ergebnis einer völlig verfehlten Politik, die von der jetzt emigrierenden führenden Schicht Hollands, die Königin eingeschlossen, betrieben wurde. Ihr Denken war so sehr im Materialismus befangen, so sehr auf Geld, Gold und Dividen­den ausgerichtet, daß diese Leute nur in den Pluto krallen einen Rückhalt sehen konnten. Sie waren blind geworden für die tat­sächlichen, zukunftsträchtigen Kräfte, die berufen sind, Europa und die Welt neu zu gestalten. Nur aus dieser geistigen Verwirrung heraus, ist die einseitige, englandhörige Politik zu erklären, die den emigrierten holländischen Außenminister van K l e f f e n, wie die kürzlich veröffentlichten Dokumente be- weifen, nicht davor zurückschrecken liefe, gegen den Führer und das nationalsozialistische Deutschland Attentatspläne zu schmieden. Königin Wilhelmine und ihre Minister lieferten das nieder­ländische Volk bedenkenlos der britischen Propaganda aus. rüsteten gegen Deutschland und besiegelten damit das Schicksal ihres Volkes. Noch aber wäre, als die Waffen in Europa bereits entschieden hatten, der Kolonialbesitz zu retten gewesen. Wilhelmina und ihre Trabanten aber schlugen die Lehre von Rotterdam in den Wind. Sie hatten anscheinend schon vergessen, wie schnöde die Briten ihre Heimat im Stiche gelassen hatten. Sie stellten Niederländisch-Jndien völlig in den Dienst der eng­lisch-amerikanischen Blockadepläne. Die Bemühungen der Japaner, die normalen Handelsbeziehungen zu Batavia wieder herzustellen, scheiterten an der sturen Ablehnung des Emigranten-Regimes. Das japanische Entgegenkommen, das sehr weit ging, blieb ohne Ergebnis und Niederländisch-Jndien schloß den Blockadering, den Roosevelt und Churchill um Japan legten. Damit hat die letzte Königin Hollands einen erheblichen Teil der Schuld am Aus­bruch des Krieges im Pazifik auf sich genommen. Die Holländer aber erleben nun die Wahrheit des alten Satzes, daß die Völker die Fehler ihrer Könige büßen müssen, am eigenen Leibe.

Öte ein Statut, der schon die zur Flucht gepackten Koffer neben stehen halle. Großmäulige Worte, die neben den Taten japani­scher Soldaten zu verächtlichen Lügen werden in ein Nichts zusammenfinken. Während Wavell nun wohlgesichert in Ceylon sitzt und vielleicht neue Pläne für „strategische Rückzüge" entwirft kämpfen die »erratenen Bundesgenossen und der im Stich gelassene Tommy auf Java einen Verzweiflungskampf. In Australien aber sieht man das letzte Bollwerk, das dielen Erd­teil zu schützen berufen war, fallen. Man schickt angstschlotternde Hilferufe an Churchill, aber London hat für Australien nur rührselige Phrasen übrig. Wie immer, wenn man einen Bundesgenossen bereits aufgegeben hat, appelliert man an seine Ehre und lobt seine Tapferkeit. „Das Mutterland hat Australien beschützt" — höher ist der Zynismus nicht mehr zu treiben — „so­lange es im Kindheitsstadium war. Doch jetzt ist Au Italien erwachsen und muß seinen Anteil an der Last selbst auf - .“So der Londoner Nachrichtendienst. Die Tat-

ier doch so, daß Australien erst durch die Wahn- Mutterlandes, durch den sturen Haß Churchills, in

wt. Die japanische Presse steht völlig im Zeichen der Ein­nahme Batavias und hebt mit Genugtuung hervor, daß schon Tunj iaac nach der ersten Landung auf Java die Hauptstadt Nreder- ländisch-Jndiens in die Hände der tapferen japanischen Truppen aefallen ist. Wiederum feiert der einzigartige (5 e t ft o e t fj i n a a 6 e der die Wehrmacht des Tenno beseelt, einen Triumph. Der Geist unbedingter Einsatz- und Todesbereitschaft der die Flieaer und U-Lootmänner in Pearl Harbour siegen ließ. Gerade letzt veröffentlicht der Oberbefehlshaber der japanischen Flotte eine vom Tenno genehmigte Dankadresse die die hohen Verdienste von 4 Offizieren und 5 Mann, bte mit ihren kleinen Speztal-ll-Booren in ben Kriegshafen von Hawai einbrangen, entscheidend zu der Vernichtung der USA.-Eroßkampuchiffe beitrugen und habet ihr Leben verloren, würdigt. Vor diesem heroischen Hiniergrund wird die britische Erbärmlichkeit doppelt deutlich. Am 6 März fiel Batavia, am 2. März veröffentlichte Wavell, wenige Stunden bevor er seine Bundesgenossen und seine eigenen Soldaten tm Stich ließ, einen Tagesbefehl tn dem u. a heißt. „Britische Soldaten! Wir haben die Ehre an der Seite unserer holländischen und amerikanischen Verbündeten zur Pelle,digung des letzten demokratischen Bollwerks ,m sudwfft-

“ ifik in den Kampf zu treten. Die Japaner find geschickte und gut bewaffnete Gegner und dürften uns an Zahl überlegen fein. ' Im Angriff kämpfen unsere Feinde besser, als in her Ver­teidigung. Und deshalb liegt unser großer Vorteil darin, anzu- greifen, wo immer wir auch können. Angriff u n d Nicht Verteidigung mutz unser Losungswort fein. Das

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Olzentren auf Sumatra genommen

Tokio, 7. März. (Funkmeldung.) Nack Brechung feait? näckigen feindlichen Widerstandes wurden, wie Dom« meldet, die bedeutenden Ölzentren Djambj und Rimau von den javanischen Truppen besetzt.

Diambi, ungefähr 200 Kilometer nordwestlich von Palembang gelegen, bat 22 000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Residentschaft Diambi. Die Lage am Djambi-Flufe. 100 Kilometer von der Ostküste Sumatras entfernt, ermöglicht die Ausfuhr des Öls auf dem Wasser­wege. Rimau liegt 60 Kilometer nordwestlich von Palem­bang, 30 Kilometer von der Banka-Straße landeinwärts.

Vernichtende Schläge unserer Luftwaffe

Erfolgreicher deutscher Ausklärungsvorstob in Nordafrika

Aus dem Führerhauptauartier, 7. März. (Funkmeldung.) Dos Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Otten wurden mehrere Angriffe des Feindes ab- gewiefen. ßuf tmcffc unterstützte eigene Angriffsunter­nehmungen durch vernichtende Schläge gegen feindliche Stellungen und Truppenansammlungen an der oberen Wolga, sowie im Lo w at-Abschnitt. Finnische Luftstreitkräfte zersprengten an der karelischen Front Mit Kamps- und Jagdnerbändcn Kolonnen und Truppenberett- ttellungen des Feindes.

In der Zeit vom 25. Februar bis 5. März verlor die sowjetische Luftwaffe Flugzeuge. Da­von wurden 165 in Luftkämpfen und 16 durch Flak«t»ller»e abgeschossen. Der Rest wurde am Boden zerstört. Wahrend der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 31 eigene <ylug= zeuge verloren.

In Nordafrika unternahmen deutsche Truppen tuten erfolgreichen Ausklärungsvorstob. Stur,kampfflugreuLe und leichte Kampsverbande der deutschen Luitwaffe bekämpften in brr östlichen Eyrenaika Zeltlager, Krastfahrieugansamm- lungen und Betriebsttoffanlagen des „eindes. Set den An­griffen auf britische Flugstützpunkte und Effenbabnzlele im nordägyptischen Raum wurde am 5. Marr ostwärts Marsa Matruk auch etn grobes Frachtschiff durch Bomben- mUräuf*i o*?t"a erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombeu- volltrefser schwersten Kalibers in der Zitadelle und ans Schisssuegeplatze des Hakens La Valetta. Wenigstens zwei Unterseeboote wurde» schwer be­schädigt.