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Nummer 54

Donnerstag, 5. März 1942

90. Jahrgang

Washington: die Lage Javas ist hoffnungslos

Wachsende Erbitterung in USA über die völlig unzulängliche Kriegführung Roosevelts und Churchills

London von der Sorge um Indien überschattet

Die Rationalisten sollen mit einem „anständigen Kompromiß" geködert werden

Tapferkeitsmedaille für die Tochter des Duce

Rom, 4. März. Mit anderen Rote-Kreuz-Schwestern erhielt auch die Tochter des Duce, Gräfin Edda Ciano, die Tapferkeitsmedatlle für ihr Verhalten beim Unter­gang des von britischen Fliegern am 14. März 1941 in der Bucht von Valona versenkten italienischen Lazarettschiffes „Po.

Insel Java in_____

stieben, kreisten am ------------~-----— —--------

von Java) .den britischen Zerstörer „Stronyhold" ein und ver­senkte ihn. Außerdem versenkten javanische Marinestreit­kräfte am 3. Märir, das nordamerrkanische Kanonenboot ..Asheville". Auf japanischer Seite sind keine Verluste ein­

bild, das Tschungking durch die Entsendung einiger Divi­sionen nach Burma gegeben habe. Aber selbst wenn na> die Massen Indiens zu einem solchen Selbstmord berjit- fänden, was keineswegs anzunehmen ist, stehen diesem Plan, worauf auch britische Parlamentarier hinwiesen, große Schwierigkeiten entgegen. Vor allem fehle n d.i e Waffen. Die Rüstungserzeugung Indiens ist verschwin­dend gering und so hängt wieder einmal das Swickial von den Seetransporten ab. die nun auch im Indischen Ozean täglich mehr bedroht werden. Von dem Tonnagemanael ganz zu schweigen. Dab es sich hier aber überhaupt um Debatten am grünen Tisch handelt, zeigt schon die Tat­sache, daß die Briten den Hasen Chittagong m der Pro­vinz Bengalen gewaltsam evakuieren mußten, weil sie Auf - stände seitens der Inder befürchteten. Selbst, der indischen Truvven. die doch unter militärischer Disziplin stehen, ist man nicht mehr sicher. So sahen sich die Briten gezwungen, in Libyen eingesetzte indische Verbände zurückzu­ziehen und. wie aus Kairo gemeldet wird, leden zehnten Mann zu erschießen. Wenn man die Inder mit Gewalt in Uniformen steckt, werden sie genau wie auf Malaya, ohne beachtenswerten Widerstand zu leisten, sich gefangennehmen lassen, oder zum Gegner übergeben. Diesmal müssen hie Engländer, so ganz gegen ihre Gewohnheit, stch selbst ein- setzen. unter Voraussetzungen, die denkbar ungünstig stnd.

sich rechtzeitig Ablenkungsziele aus und leihen den „lieben französischen Freunden" mit Sprengstoff ihre vilfe. Das ist das einzige alliierte Geschenk für Frankreich. Wahrend des Kampfes keine militärische Hilfe, in der Niederlage keine Nahrungsmttel. wohl aber Erpressung und Tod.

Aus dem Mord eine „Heldentat" gemacht

Stockholm, 5. März. (Funkmeldung.) Der britische Luftfahrtminister Sinclair gab dem Londoner Nachrichten­dienst zufolge am Mittwoch bekannt, daß der Luftangriff auf Paris sehr erfolgreich gewesen sei. Eine Anzahl Bomben größten Kalibers sei auf die Stadt abge- worfen worden. Die Gebäude seien wie Karten­häuser zusammengebrochen. Britische Piloten hätten geschildert, wie die Trümmer 400 Meter hoch durch die Luft geschleudert wurden (!) .. .....

Nachdem der Londoner Nachrichtendienst zunächst mit dreister Stirn behauptet hatte, daß die Zivilbevölkerung, von Paris bei der neuesten „Heldentat britischer Flieger „keinerlei Schaden" erlitten habe, malt der britische Luft­fahrtminister — der es ja wissen muß — mit wahrer Wollust ein Bild von den Zerstörungen, die britische Bomben in den Heimstätten friedlicher Pariser Einwohner angerichtet haben. Uber den „Erfolg" dieses Schurkenstreiches, an dem sich der Vollstrecker des neuesten Cburchillschen Mordvlans.mit kaum zu üderbietendem Zynismus weidet, wird, wohl in bet ge­samten anständig denkenden Welt nur eine Meinung be­stehen.

getreten.

Die Japaner säubern Celebes

Tokio, 4. März. Die auf der Südspitze von Celebes operieren­den japanischen Truppen find weiter ins Innere der Insel vor- gedrungen. Rach einer Besetzung der bedeutenden Hafenstadt Makassar stießen Sonderabteilungen japanischer Marinesolda­ten dem fich zurückziehenden Feinde nach. In den frühen Morgen­stunden des 1. März besetzten sie, wie Domei von einem Stützpunkt auf Celebes meldet, die strategisch wichtige Ortschaft Jamba, die 30 Kilometer östlich von Maros liegt. (Maros ist ein größerer Ort 22 Kilometer nördlich von Makassar.) Der Widerstand der nieder­ländischen Truppen wurde von den Japanern an mehreren Stellen gebrochen. ______ ____

Tokio, 5. März. (Funkmeldung). Das Kaiserliche Haupt­quartier gab am Donnerstag um 16 Uhr javanischer Zeit be­kannt: „Javanische Marinestreitkräfte, die im Süden der Richtung auf den Indischen Ozean vor- im 2. März vor Tiilatjav (an der Südküste

as. Berlin, 5. März. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung), llber.die Lag.e tn Java gibt man sich in London und tn Washington keinen Illusionen mehr bin. Man kennzeichnet sie kurz aber treffend als hoff­nungslos. Wieder ist man um eine Hoffnung armer. Nach den Berichten neutraler Korrespondenten aus Wa­shington und New Bork bat. dieser neue Schlag, den dre Engländer und Amerikaner ein stecken mußten, m den USA sehr starken Eindruck gemacht. Selbst dre „New Bork ■Einte.» erklärt, daß mit der Landung iavanischer Truvven auf Java für die anglo-amerikan,scheu Machte die kritische Phase des Krieges eingesetzt habe. Wenn Java falle, bedeute das die unwiderrufnche Bestätigung, das die verbündeten Mächte die erste Etavve des Krieges im Stillen Ozean ver­loren haben Mit Java, fo sagt ern anderes New Borker Blatt. Mt die letzte Festung der Demokratien im Pazifik. Der Washingtoner Korresvondent des m Buenos Aires erfchei-

Wieder erfolglose Sowjetangriffe

Kronstadt mit guter Wirkung beschossen — Bomben auf Hafenanlagen an der Südost- und Westküste Englands Aus dem FLKrerhauptquartier, 5. März. (Funkmeldung).

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

2m Doner-Eebiet wurden erneut mit Panzern ge­führte Angriffe des Feinde» in harten Kämpfen abgewiefeu. Zusammen mit deutschen Truppen bewahrten stch in den Kämpfen der letzten Tage auch wallonische <rreiwilligen- $Crb2nbben übrigen Abschnitten der Ostfront erlitt der Gegner bei zahlreichen erfolglosen Angriffen hohe blutige Verluste-dEr gin^{|e^ung6fri)Mt von Le«i n » r ad beschoß schwere Artillerie des Heeres militärische Anlagen tn Kronstadt mit guter Wirkung.

Die Luftflotten an der Ostfront unterstützten mit starken Kräften die Kämpfe des Heeres und. fetzten die Zerstörung der sowjetischen Eisenbahnverbindungen fort.

Kampfflugzeuge, die zu bewaffneter Seeaufklarung um England eingesetzt waren, bombardierten Hafenanlagen an der Südost- und Westküste der 2nkl. m ..

Flugplätze und Seestutzpunkte auf der Insel Malta wurden weiterhin bei Tag' und Nacht mit Bomben belegt.

wt. In London beginnt man stch. darüber klar zu machen, daß eine Möglichkeit für „erfolgreiche Ruckzuge tn Burma nicht mehr gegeben ist. ..Daily Expreß klagt, es wäre verhängnisvoll, wenn die Behauptung der Javaner zu- träfe. sie hätten die Eisenhahnlinie zwischen Rangun und Mandalay unterbrochen. Sämtliche Berteidigungs- vläne seien darauf gerichtet gewesen, diese Linie offen zu halten. Wenn dies nicht möglich sei, würden diei in bet Nähe Ranguns stehenden englischen Vetbände abgefchnitten. Selbst über den Seeweg gebe es kein Entkommen, da der Hafen von Rangun durch Minen gesverrt sei. Die schlechten Nachrichten aus Burma wirken um so niederschlagender, als erst gestern Lord S t r a b o t g i im Oberbaus erklärte, daß Indien in Burma verteidigt werden müsse. Die Sorge um dieses Juwel in der Krone Englands überschattet alle anderen Ereignisse, besonders nach der Erklärung des indischen Nationalistenfübrers Bose, die die ganze Schwere des Indien-Problems erkennen ließ. Um die Nervosität zu beschwichtigen, kündigt Churchill eine Erklärung zur Indien-Frage an. Man erwartet, daß et den indischen Nationalisten eine Kompromißlösung Vorschlägen wird, die angeblich von R o o s e v e l t, der tn der letzten Zeit ein peinliches Interesse für den Reichtum Indiens zeigt und anscheinend auch hier das Empire beerben möchte, unterstützt werden soll. Auch Cripps spricht von einem „anständigen Kompromiß" mit Indien. Die Dinge find aber zu weit vor­geschritten, als daß mit bald en Mitteln und Ver­sprechungen noch etwas erreicht werden könnte. Zugestand- nisse.beweisen nur. daß England zu schwach ist. das Kernstück seines Empire zu verteidigen. Lord Strabolgi glaubt, man könne auch in Indien noch einmal mit den alten Metboden auskommen und britische Interessen mit indischem Blut verteidigen. Er emvfieblt die Aufstellung einer indischen Heimwebr und verweist auf das Bor-

Churchills Attentat auf Paris

Durch die britischen Mordbomben wurden 600 Franzosen getötet und etwa 1000 verwundet

as. Berlin, 5. März. (Eig. Drabiberichi unserer Ber­liner Schriftleitung.) Der englische Luftangriff auf Paris schließt sich würdig den früheren englischen Ver­brechen gegenüber Frankreich an, die durch die Namen Dakar. Oran und Syrien gekennzeichnet waren. Man muß sich dazu einmal erinnern, mit welchem Enttiistungs- geheul die Engländer während des Westfeldzuges den An­griff der deutschen Luftwasfe nicht etwa auf Paris, sondern auf den Pariser Militärflugplatz Le Bourget.begleiteten. Die gleichen Engländer, die damals, als nicht eine Bombe auf die Stadt fiel, sondern nur militärische Ziele getroffen wurden, über das ..Attentat auf das arme Paris" jammerten, rühmen stch jetzt stolz ihres Nacht­angriffes auf Groß-Paris, bei dem genau wie bei den Nachtangriffen auf deutsche Städte, die englischen Bomben die Zivilbevölkerung trafen, die bisher 600 Tote und etwa 1000 Verletzte zu beklagen bat. In vollandisch- Jndien wird man nicht übersehen, daß den Engländern für solche Operationen die Bomber zur Versüßung, stehen, nach denen man in Holländisch-Jndien vergeblich rief. Wieder . zeigt stch das wahreGesichtderenglischenPolitik. die ihre Bundesgenossen nach Stich und Faden ausnutzt, von ihnen fordert, daß für sie das Empire bis. zum letzten Mann kämpfen, sie dann im Stiche läßt, wie die Hollander jetzt wieder auf Java erkennen mußten und dann auf die ehemaligen Verbündeten feige Überfälle verübt.- Wollte man etwa durch diesen Nachtangriff auf Eroß-Parrs die eng­lische Öffentlichkeit von den schweren Sorgen um Ostasten ahlenken? Oder hielt man den Angriff für erforderlich, um den bolschewistischen Verbündeten zu beruhigen, der immer lauter nach militärischen Aktionen der Briten ruit, da sich feine Truppen in immer neuem vergeblichem Anrennen gegen die deutsche Ostfront verbluten, was die „Prawda bereits veranlaßt, neue Reserven für die Front zu fordern, Auch den Bolschewisten kann dieser Nachtangriff auf Grog-Paris nicht helfen. Die französische Nation aber bat mit tiefem Abscheu von dem neuen zynischen Verbrechen des ehemaligen Verbündeten Kenntnis genommen. Marschall PStain. der den britischen Überfall als einen Angriff gegen die gesamte Nation bezeichnet, bat den Beisetzungstag der Toten zum nationalen Trauertag erklärt. Auch der Stellvertreter des Staatschefs. Admiral 3)arl a n. bet gerade in Paris weilte, bat sich bet Verletzten unb Hinter­bliebenen angenommen unb sich persönlich an Ort und Stelle von ben ganzen Begleitumständen des britischen Über­falles überzeugt.

Die Preisgabe Javas

' Von Wilhelm Ackermann

Jtgenb eine hollänbische Ernigrantengröße hat vom sicheren Port in Lonbon aus kürzlich erklärt, bie Holländer hätten „das Privileg", an der Seefront in Ostasten in vor­derster Linie zu kämpfen. Die Landsleute dieses Biederen in Nieberlänbisch-Jndien werden über dieses eigenartige Privileg ihre besonderen Gedanken haben und inzwischen der eindeutigen Meinung sein, daß es weniger ein Vorrecht für ste, als einen ziemlich ausgewachsenen Vertat bet anglo-ametikanischen Bundesgenossen batstellt. Denn ste haben in ben tagelangen schweren Seegefechten vor Java bei bem vergeblichen Versuch, bie javanische Lanbung auf bet Halbinsel ihres Kolonialreiches zu vethinbetn, fast ben ganzen Rest ihrer kleinen Marine geopfert, ohne eine auch nur Halbwegs nennenswerte Unterstützung butch bie ver­bündeten Seeftreitfräfte zu finden. Zwar war vor einigen - Wochen mit weit ausholender Geste aus Washington unb London bas Flottenkommanbo bet Alliierten m Ostasten bem holländischen Abmiral Helfetich (bet inzwnchen zurückgetreten ist. Schriftltg.) übertragen worben: aber bte Berichte, bie über ben Flotteneinsatz bei Java oorhegen. lassen barauf schließen, baß man von englischer wie von amerikanischer Seite gleicherweise äußerst sparsam in. bet Zuteilung von Kriegsschiffen jeglicher Größenklasse an biefes Kommando gewesen ist. Wenn bet nieberlanbttoe Abmiral gleichwohl alles baran gesetzt bat. um auch mit unzureichen­den Kräften nach bestem Vermögen seine Aufgabe zu er­füllen. so entspricht das der auch von anglo-amerrkanischer Seite wiederholt anerkannten Erfahrung, baß bie Holländer überhaupt bie einzigen sind, bie ben Kampf in Ostasten unb den javanischen Gegner von vorn herein ernst genug ge­nommen haben. Aber ihr Stolz auf diese Tatsache ist ver­mutlich erheblich geringer als die Bitterkeit, die.ste darüber empfinden, daß ihnen dieses „Privileg" so neidlos über­lassen bleibt.

Jetzt stehen ste nach ihrem vergeblichen Widerstand zur See in einem nicht minder schweren und verzweifelten Kampf zu Lande auf dem letzten Rest ihres Kolonialbe­sitzes, der bereits von jeder Verbindung mit den anderen Inseln Niederländisch-Jndiens abgeriegelt ift. Borneo, Bali, Timor, die Zinninseln Banka und Billtton find be­reits gänzlich im Besitz des Gegners, auf Celebes kamvfen völlig abgefchntttene Reste schwacher Besatzungstruppen, aut Sumatra sind die holländischen Kräfte nach dem nordwest; lieben Teil der Insel abgedrängt, und nun hat der Kamvt um die javanische Haupt- und Schlüsselstellung begonnen. Unter Begleitumständen seitens der beiden verbündeten Demokratien, wie sie kläglicher nickt gedacht werden können, und über bie baber auch von holländischer Seite schon sehr offene Worte gefallen sind, noch ehe sich der ganze Umtang dieser neuesten Schmählichkeit übersehen ließ. Der General- gouverneur von Niederländisch-Jndien van Mo.ock vor einigen Wochen noch Hochgeehrter Gast des Präsidenten Roosevelt, der von ihm mit einem Sack voll tröstlicher Ver­sprechungen entlassen wurde, bat inzwischen festgestellt, baß nicht einmal die amerikanischen Li ef er ungen er­folgt sind, die schon vor Jahr und Tag bestellt und — bar bezahlt wurden, geschweige denn daß von weiterer Unter­stützung aus bem Pacht- unb Leihgesetz hätte bie Rede sein können. An die wiederholten dringenden Hinweise des

nenden Blattes „Nacion" schildert die Stimmung tn ben USA nach ben letzten Hiobsmelbungen babin. baß bie Öffent­lichkeit sich nicht mehr mit den großartigen Versprechungen eines riesigen Rüstungsprogramms zufrieden geben, wolle. Dem nach bet Katastrophe von Pearl Harbour gebemuügten fianb fei nichts Anberes übrig geblieben, als stch m t1 b.e r Defenfiorolle abzufinden. Seither sei ober eine geraume Zeit vergangen unb bie Öffentlichkeit sei erbittert über bas langsame Tempo der militärischen Vorhe­reitungen. Immer mehr müsse Re erkennen, baß ber Krieg nicht stille stebt unb jebe Woche neue Verluste bringe. „

Der britische Botschafter in Washington sucht alle An­klagen gegen Englanb wegen ber feigen Flucht Wav ells aus Java mit bem Hinweis auf die Wichtig­keit Indiens zu entkräften. Wenn die indische Frage tm Sinne der nationalistischen indischen Forderungen gelost werde, dann sei Wavells Anwesenheit in Indien dringend notwendig, um bie militärischen Folgerungen aus bieser Ent­wicklung zu ziehen, d.h. um eine inbische 91 rmee zu organisieren. Die Amerikaner Rnb gegenüber bteien Ausflüchten recht skeptisch, sie entienben überdies selbst einige Kommissionen nach Indien, womit erneut das starke Interesse der USA an Indien zutage tritt.

Geradezu wie ein Hohn mutet es an. wenn bei dreier ganzen Lage der Dinge die Exkönigin Wilhelmine vom sicheren Exil aus die niederländisch-indische Flotte lobt unb unb bann großsprecherisch erklärt, noch sei ber Kampf nicht zu 8nbe. „Möge ber Enbsteg halb errungen werden. Aus solchen Phrasen spricht die ganze Gewissenlosigkeit jener Clique, die erst Holland in das Verderben führte unb bann auch Hollänbisch-Jnbien gegen sein wohlverstanbenes Interesse in ben Krieg trieb unb damit bie Katastrophe her­beiführte. über bie man jetzt selbst in ben USA lammert.

Ein Zerstörer und ein Kanonenboot versenkt

Es vatzi zu diesem ganzen Bild der englischen Politik, wenn gleichzeitig berichtet wird, daß die Engländer wieder­um einen franzöitscken Dampf e r. der einroanotret als solcher gekennzeichnet mar. torpedierten, wobei 9 Mann der Besatzung ums Leben tarnen.

Die meisten Opfer Frauen und Kinder

Paris, 5. März. (Funkmeldung). Der st^lverttetenbe französtsche Ministerpräsident Dar Ian bat durch zwei seiner unmittelbaren Mitarbeiter bte Statten, mo bie enshieben Bomben über Paris abgeworfen wurden, noch in der Nacht besichtigen lassen und sich am nächsten Morgen selbst dorthin begeben. Er stellte fest, daß die meisten Opfer aus Frauen unb Kinbern ^o e st eh e n. Vor feiner Rück­reise nach Vichy hat Admiral Dalan die Schwerver­letzt e n in ben Krankenhäusern besucht unb Anweisung zur Unterbringung ber Obbachlosen gegeben.

„Das sind keine Soldaten mehr"

Paris, 5. März. (Funkmeldung). In der Pariser Morgen- vresse vorn Donnerstag erhebt sich ein e t n s i. a ere in» üvitliifier Entrustungsschrei. Die Blutnackt von Paris zeige, so schreibt „Petit.Parisien". d^GHurchillfeine Mordwut unb seine teuflische Heuchelei noch zu steigern entschlossen sei.Jn 51 u g b l a.t t ern, bte bte eng­lischen Flieger .abwarten, werde behauptet, da« bte Franzosen btese Bombenabwürfe billigen müßten. Könnten boch bie Engländer jetzt einmal bte franzö­sischen Opfer bieser Bomben befragen, sie würben ihnen schon die richtige Antwort geben! „Churchill unb seine Vorbei ~ denn bas sinb keine So (baten mehr — UhlaBen alle Rekorbe der Heuchelei, der Schande und der tyetgbett. Da sie auf den Schlachtfeldern geschlagen werden, suchen Re