Wiesbadener Tagblatt
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Nummer 51
Montag, 2. März 1942
90. Jahrgang
Fünf feindliche Kreuzer und sechs Zerstörer versenkt
Verlust an Truppen ist jedoch praktisch gleich Null, da diese Schiffe nach der Landung der Truppen verlorengingen."
Schichten des Volkes heranzubringen. Mit festem Händedruck gedenke ich beute der Männer, die in Frankfurt und im weiten Hinterland beherzt die Sache der NSDAP, zu ihrer eigenen machten. Der Kampf war ungleich härter als im Mai, die Gegner zahlreicher: man svürte bereits stark die bezahlten Judenknechte der verschiedensten Parteien. Als besondere Erlebnisse sind mir die Versammlungen in Alt- Weilnau' Hachenburg. Wetzlar, Hanau. Gelnhausen und Bieber bei Gelnhausen im Gedächtnis geblieben. Am 12. Dezember wurde festgestellt, daß viel Treibholz aus dem Mai abgetrieben war. Frankfurt hielt dennoch seinen Block von über 12 000 Anhängern. Den Kreis derer, die sofort weiter mitzuarbeiten bereit waren, konnte ich allerdings nach der Wahl auf vier Stühlen versammeln. Jeder einzelne dieser Mitarbeiter, wo auch der einzelne heute sein mag. bat besonderen Dank verdient, und allen denen, die am.12. Dezember 1924 dem Führer die Treue hielten, spreche ich beute meinen ganz besonderen Dank aus. — sie bildeten die Grundmauer zum weiteren Aufbau der Partei.
Als der Führer im 'Februar 1925 die Partei neu gründete, trat eine sichtliche Belebung in der Bewegung auch hier ein. Die Neugründung zog so manchem Korsettstangen ein. und manches Holz, das abgetrieben war, flöhte wieder an und wurde standhaft. Die Tarnungsgrupve wurde sofort aufgelöst und ihre Mitglieder gehalten, als Einzelmitglieder der NSDAP, beizutreten. . _
Der Stadtverordnetenfraktion von vier Mann in Frankfurt ein besonderes Gedenken, da sie während der verschiedenen polizeilichen Bannflüche gegen die Partei nach auhen bin trotz allem durch ihre Rührigkeit den Bestand und das Leben der Partei dokumentierte und für viele treue Anhänger der Maßstab für das Vorhandensein der Partei blieb.
Zunächst war es mir vergönnt, als Ortsgruppenleiter von Groh-Frankfurt weiter zu wirken. Im Laufe des Jahres 1926 muhte ich, wie schon 1924, in die Bresche springen und die Führung des Gaues übernehmen, wenn auch in etwas anderer Struktur, als sie der heutige Gau zeigt. Mit wenigen, aber treuen Mitkämpfern des Führers gelang es, neben einer sporadischen Versammlungstätigkeit, die durch die Streuung der Anhänger in den weiten Gebieten bedingt war, allmählich die Versammlungstätigkeit in Gang zu halten und neue Stützpunkte zu schaffen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Die Lage Javas hoffnungslos
Berlin, 2. März. (Funkmeldung.) Mit der Besetzung von Kota an der Semangka-Bai und der Einnahme von Benkoelen ist praktisch der gesamte Süden Sumatras in javanischer Hand. Wenig mehr als 100 Kilometer trennen die Javaner hier von Batavia, der Hauptstadt Javas. Nack dem für die Javaner siegreichen schweren Seegefecht in der Java-See, wo feindliche Flottenverbände erfolglos javanische Operationen zu stören versuchten, ist die Lage Javas hoffnungslos geworden. Die javanische Flotte beherrscht sämtliche Gewässer um Java, so dah alle Zufuhrwege nach dieser Insel gesperrt sind. Schon werden die ersten Landungen javanischer Truppen auf Java gemeldet und es ist sicherlich nur.eine Frage der Zeit, wann auch diese letzte bedeutende Insel Niederlandisch-Jndiens in japanische Hände übergeht. Die Flankenstellung der Javaner an der Lamvong-Bai. auf Lanka und Billiton, in Bandjermasin aus Borneo und schließlich auf Bali machen jeden Wider- stand nutzlos. Es ist damit zu rechnen, dah sich auf Java die Katastrophe von Singapur wiederholen wird.
Tokio, 2. März. (Funkmeldung.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab laut Domei am Montag um 12.20 Uhr javanischer Zeit eine amtliche Mitteilung über die erfolgreichen Landungen auf der Insel Java bekannt, die folgenden Wortlaut bat:
„Unter Deckung einer groben Flotteneinheit haben starke Einheiten javanischer Streitkräfte Landungen im östlichen, mittleren und westlichen Teil Javas gegen hartnäckigen Widerstand des Feindes zur See, in der Luft und auf dem Laude erzwungen. Die japanischen Streitkräfte dehnen den Umfang ihrer Overatioueu ständig aus. Die von den javanischen Streitkräften erlittenen Verluste, die bis jetzt festgettellt wurden, umfassen einen Transvorter, der versenkt wurde und drei weitere, die strandeten. Der
15 Jahre Gau Hessen-Nassau von I Sprenger, Gauleiter
Fünfzehn Jahre sind es nun her. seit der Führer mir einen Gau anvertraut hat. Zeitlich gesehen eine kurze Spanne, und dennoch in unserer Zeit eines besinnlichen Rückblickes wert.
Dem Bolschewismus begegnete ich zuerst im Weltkrieg, an der Ostfront, und zwar zunächst als Auswirkung auf die russische Armee. In Berührung bin ich mit dem Bolschewismus nach unserem Einmarsch in Ruhland im Februar 1918 gekommen. Seine verheerende Einwirkung auf deutsche Soldaten habe ich in der Ukraine und auf dem Rückmarsch nach Deutschland sowie zu Jahresbeginn 1919 in München miterlebt, wo meine Truppe demobilisierte. Die politischen Wandlungen in München konnte ich zunächst während der DemobUisierung und danach vom Lazarett aus unmitelbar beobachten, wo ich noch einige Zeit verbringen muhte, um von einer Verletzung endgültig wiederhergestellt zu werden. Der Sturz vom Rote-München zum Räte-München ist mir besonders lebendig gegenwärtig geblieben, weil ich mich als Rekonvaleszent auf den Straßen persönlich von dem Gang der Dinge überzeugen konnte. Die politischen Börsen am Lowen- bräukeller, am Stachus, am Marienplatz und.am Odeons- vlatz sind mir eine bleibende Erinnerung. Des öfteren batte ich die Möglichkeit, bolschewistische Sendlinge aus Rate- Ruhland zu stellen, die. kaum der deutschen Sprache mächtig. mit ihrem Kauderwelsch die Passanten in Bann zu schlagen suchten und auch geschlagen haben. Die Ermordung Eisners gab Gelegenheit zu einem Sondererlebnis im Lazarett. Die Gesamterfahrung genügte mir: jede Lust am damaligen Partei- oder sonstigen politischen Leben war mir gründlich vergangen.
Als politisch Suchender kehrte ich im Sommer 1919 nach Frankfurt zurück, wo ich seit 1912 meine Hermat gefunden hatte. Das allgemeine Bild fand ich gegen 1914 dahin stark abgewandelt vor. als die ..Astatische Horde' am Marn- strand stark vermehrt schien und mehr als anderwärts ihre Herrschsucht im deutschen Volks-, Kultur- und Geistesleben zu verwirklichen suchte und auch verwirklichte: hatte doch System-Frankfurt einen jüdischen Oberbürgermeister.
Sucher im politischen Wirrwarr
Alsbald konnte ich feststellen, dah ich nicht ein einsamer Einzelgänger war, sondern der Sucher im politischen Wirrwarr waren icklmerbin einige. Erfreulicherweise waren es auch Frontsoldaten, die do. und dort in irgend.einer Form einen Zusammenschluh suchten oder irgendwie gesunden batten. In diese Kreise wurde 1922 die Kunde von dem Bestehen der NSDAP, in München getragen. Die 25 Thesen Adolf Hitlers wurden alsbald durch ein Flugblatt auch bekannt. und schon begannen sich die Reiben zu formieren. Aus wenigen politischen Suchern wurden schon tn diesem Jahre Mitglieder der NSDAP., deren Zusammenhalt begründet war int Vertrauen und im Glauben an den Führer. Wenn auch nicht alle nach dem 9. November 1923 sofort wieder auf dem Plan erschienen, so waren wir damals doch schon so weit, dah das Polizeiverbot die NSDAP, nicht tot.machen konnte. Die Tarnung wurde unter verschiedenen Namen und mit verschiedenem Äußeren durchgeführt. Den politischen Kern bildete ..Die Deutsche Partei". _
Die Neuwahlen 1924 gaben zum erstenmal die Möglichkeit über den Mitgliederbestand hinaus eine Übersicht über Anhänger bzw. Mitläufer zu erhalten. Im Rahmen des völkisch-sozialen Blocks traten wir in den Wahlkreisen Hessen-Nassau und im Land Hesten rn die sogenannte Kampfarena, und unsere Versammlungen fqnben derart Anklang. dah im allgemeinen die Säle überfüllt waren. Von den Rednern, die sich für Adolf Hitler emsetzten. war kein einziger sogenannter Politiker oder landläufiger. Redner. Für jeden einzelnen von uns war das Auftreten tn diesem Stil ein erster Versuch. So waren meine Versammlungen in Frankfurt, insbesondere die in der Einnhelmer Turnhalle, in Pfungstadt, in Darmstadt und in Beerfelden, für mich ein ungewöhnliches Erlebnis, da überraschenderweise viel mehr Verständnis für unsere Sache vorhanden zu sein schien, als ich erwartet hatte. In Frankfurt, dem Kernpunkt , der Bewegung, bekannten sich über 12 000 Wühler mit ihrem Stimmzettel zum Programm der NSDAP., das auch das Programm der Tarnungsgrupve war.. Der Volksmund belegte uns schon damals mit der Bezeichnung ..Die Sttler. Trotz des Anfangserfolges und trotz der durch diesen bedingten Aufmunterung blieb der Rückschlag, der die gesamte Partei damals traf, auch hier nicht aus. Auch innere Auseinandersetzungen blieben der hiesigen Gruppe nicht erspart.
So kämpften wir
Während dieses Durcheinanders habe ich die Führung der Tarnungsgrupve übernehmen müssen. Näher und eingehender sind diese Vorgänge in dem soeben im Verlage des „Frankfurter Volksblattes" erschienenen Buch ..So kämpften wir" geschildert.
Die Reichstagswahlen im Dezember 1924 gaben erneut Gelegenheit, die Programmvunkte des Führers an brettere
_ 2ava. das Mittelstück des Sundabogens, zwischen dem Indischen, Ozean und der Java-See gelegen, ist mit 126 000 Quadratkilometer zwar die kleinste der großen Sunda- Jnieln, aber mit 40 Millionen Einwohnern die volkreichste und dank seiner auherordeutlichen Fruchtbarkeit der wertvollste Teil des niederländischen Kolonialbesitzes. Daher haben die Feinde auch den Versuch gemacht, die Insel mit Aestreiikrasten zu verteidigen, die jedoch von den japanischen ^lotteneinbeiten zum grohen Teil versenkt oder doch auher Gefecht gesetzt wurden.
Die langgestreckte Insel, die sich in ostwestlicher Richtung erstreckt, ist von vulkanischen Gebirgsketten durchzogen, die bis über 3000 Meter ansteigen. An der Nordküste, wo die Javaner an verschiedenen Stellen gelandet sind, sind dem Gebirge breitere Tieslandebenen vorgelagert. Die Haupt- mask der Bevölkerung besteht aus Malayen.
Japanische Truppenlandungen auf Java
Trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes ständige Ausdehnung der Operationen
Telegrammrvechsel zwischen dem Führer und König Boris
Zum Jahrestag von Bulgariens Beitritt zum Dreimächtepakt
Berlin, 2. März. (Funkmeldung.) Anläßlich des Jahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt hat KönigBoris folgendes Telegramm an den Führer gesandt:
„Mit iesonderer Freude ergreife ich die Gelegenheit, anläßlich des Jahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt, um Euer Exzellenz meine allerherzlichsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen und das Gedeihen des großen und tapferen deutschen Volkes zu übermitteln. An diesem Tage gedenkt jeder Bulgare mit besonderer Dankbarkeit der unter Euer Exzellenz Führung kämpfenden siegreichen deutschen Waffen, die es ermöglichen, unsere nationalen Bestrebungen zu vermirklichen, und die heute eine bessere Weltordnung und eine glücklichere Zukunft der Völker schmieden. Boris."
Der Führer hat hierauf mit nachstehendem Telegramm geantwortet:
„Eurer Majestät danke ich für die mir anläßlich des Jahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt telegraphisch übermittelten Glückwünsche. Im festen Bertrauen auf den Sieg und die ihm nachfolgende gerechte Neuordnung der Welt erwidere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für eine glückliche Zukunst des bulgarischen Bolles und Ihr persönliches Wohlergehen, «dolf Hitler."
Der Kern der feindlichen Flotte» in
Tokio, 1. März. (Ostasiendienst des DNB.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Sonntag um 16 Uhr zu den großen Seegefechten bei Surabaya und Batavia ergänzend bekannt, daß japanische Marineeinheiten, die in den ostindischen Gewässern operierten, im Verlauf von zwei Gefechten mit den vereinten feindlichen Flotten am 27. Februar und am Sonntagfrüh fünf feindliche Kreuzer, darunter einen großen USA.-Kreuzer, und sechs Zerstörer versenkt, sowie vier »eitere feindliche Kreuzer beschädigt haben.
Bei dem einen Seegefecht, das bei Surabaya stattfand und das zwischen der Abenddämmerung des 27. Februar und dem Morgengrauen des 28. Februar stattfand, find, nach Berichten, die bis zum Sonntagmorgen eingingen, drei feindliche Kreuzer und sechs Zerstörer versenkt worden, während vier weitere Kreuzer schwer beschädigt wurden.
Bei dem anderen Seegefecht, das als „Seegefecht bei Batavia" bezeichnet wird und am Sonntagmorgen stattfand, wurden ein großer USA.-Kreuzer und ein australischer Kreuzer versenkt.
Als Ergebnis der beiden Seegefechte, so schließt das Kaiserliche Hauptquartier seinen Bericht, haben die in den niederländtsch- ostrndischen Gewässern operierenden japanischen Flotteneinheiten praktisch die Hauptgruppe der kombinierten feindlichen
Schwerer Schlag für England (Eig. DrabtberiHt unserer Berliner Schriftleitung.)
as. Berlin. 2. März. Die ganze Schwere des Verlustes von Singapur dämmert den Engländern langsam aut. Die „Times" gesteht ihren Lesern, nachdem man eine. Zeitlang sich bemüht hatte, Singapur als nicht besonders wichtig mn- zustelien, nunmehr ein, „der Fall von Singa v u r dürfte als der g r ö ß t e Schlag erscheinen, der das britische Weltreich seit dem Verlust der amerikanischen Kolonien befiel und in einem gewissen Sinn ist er sogar nie m t_e b e r gutzumachen. Die britischen Dominien tnt fernen Osten können niemals wieder in ihrer früheren yoim aut- gerichtet werden. Aber auf der andren Seite mutzbieie Niederlage, ebenso wie es in der Niederlage des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges der Fall war. als Ausgangspunkt eines neuen Vormarsches dienen." Man steht, das englische Blatt macht das Eingeständnis nicht, ohne den Horizont nach neuen Möglichkeiten abzutasten. Wo aber sollen diese Möglichkeiten liegen? Man braucht nicht lange herumzuraten um zu erkennen, daß England seine Hofinun- gen auf China und auf Indien setzt. Englische Blatter und englische Abgeordnete lieben ja ohnehin schon erkennen, wie sehr man plötzlich diese beiden Länder als Stütze des Empire, als Kanonenfutter für Eng Ian d, benötigt. Erklärte man sich doch sogar bereit, diese Volker, Inder und Chinesen, auf die man bisher herabgesehen hatte, als ebenbürtig und als Freunde zu behandeln. So versichert man den Chinesen auch jetzt, daß man nach dem Krieg alle ungleichen Verträge beseitigen werde und daß Cbina auf der Friedenskonferenz als ebenbürtiger Partner erscheinen würde. Als ob England heute darüber noch zu bestimmen hätte! .
Solche Erkenntnisse kommen für die Engländer zu spät. Hätte es noch eines Beweises dafür bedurft, »o würde ibn der Ausruf des indischen Nationaliste n- fübrers Subbas Chandra Bose erbringen. _^>n diesem Aufruf wird der Bevölkerung Indiens zugeruien: „Stunde der Erlösung ist für Indien gekommen, jetzt wird Indien aufstehen und die Ketten der Knechtschaft zerbrechen, die es solange gefesselt hielten",
Der Mann, der diesen Aufruf erließ, ist einer der groben Führer des in der Kongreßpartei organisierten indischen Nationalismus. Bose war, wie Gandhi und Nehru, längere Zeit der gewählte Präsident des indischen Nationalistenkongresses. Er studierte zuerst in Kalkutta und ging, um den Feind England im eigenen Lande kennenzulernen, nach Cambridge. Nach seiner Rückkehr in sein Vaterland, verzichtete er auf den Eintritt in die Beamrenkarriere der englischen Verwaltung. Er fühlte sich als Inder und schloß sich Gandhis Feldzug der ..NichizummmenarLett an. Er stieg in seiner bengalischen Heimat schnell zu führender politischer Stellung empor, wurde Leiter der Stadtverwaltung von Kalkutta, wo er im Sinne seines indischen Vaterlandes wirkte. Die Engländer verhafteten ihn und verbannten ihn nach Burma. Schließlich wurde er wegen schwerer Erkrankung freigelassen und nach Europa ausgewiesen. 1936, als sein Vater starb, kehrte er nach Indien zurück, wurde aber sofort wieder verhaftet. Erst im Jahre 1941 gelang es ihm. durch einen Hungerstreik seine Entlassung aus dem Gefängnis durchzusetzen. Er konnte die Flucht ergreifen und hielt sich seitdem verborgen. m ,
Das also ist der Mann, der jetzt für Indien die Parole ausgibt „Los von England". Sein Aufruf, der an dem gleichen Tage vernommen wurde, an dem der anfangs zitierte „Times"-Artikel erschien, ist eine deutliche Antwort auf die englischen Bemühungen, jetzt auf Minuten vor 12 noch einmal durch Versprechungen, die das Papier nicht wert sind, auf dem man sie aufAeichnet. Indien zu betölveln und für den Todeskampf des Empire einzusvannen. Wenn die „Times" mehr oder weniger offen bekennt, daß Großbritannien ohne China und Indien nicht leben könne, so ergibt sich ohne weiteres, daß die Kampfansage Boses einen neuen schweren Schlag für das Empire bedeutet, einen Schlag, der in einer für London ohnehin bitterbösen Zeit, über deren Ernst Churchill seine Landsleute vergeblich fortzutäuschen versucht, geführt wird.
ben ostiudischen Gewässern vernichtet
Flotten vernichtet und find jetzt mit der Säuberung der Gewässer beschäftigt.
Verfolgung bis zur endgültigen Vernichtung
Tvki», 2. März. (Funkmeldung.) Zu der Seeschlacht, die seit dem 27. Februar in der Javasee im Gange ist, wird laut Domei von unterrichteter Seite betont, daß die feindliche Flotte ihrer völligen Vernichtung entgegensieht. Dieser Verlust sei für den Feind umso größer, als es sich um schnellste Flotteneinheiten handele, nämlich Kreuzer und Zerstörer. Dadurch werde der Gegner außerstande sein, seinen Seeguerillakrieg weiter durchzuführen. Besonders wird auch hervorgehoben, daß damit erstmalig gegnerische Hauptstreitkräfte in direkten Kampf mit der japanischen Marine traten. Die unbestreitbare Überlegenheit Japans zur See, die sich bereits in der Schlacht bei Java vom 4. Februar, in der der schwere USA.-Kreuzer „Houston" versenkt wurde, und am 20. Februar, wo sieben Kriegsschiffe bei Bali durch zwei japanische Zerstörer erledigt wurden, gezeigt habe, sei in der letzigen Seeschlacht erneut bewiesen worden. Abschließend wird fest- gestellt, daß der Gegner keine Möglichkeit mehr habe, ohne weitere Verluste zu entkommen und daß die japanische Marine die Reste des Feindes bis zur endgültigen Vernichtung verfolge.
