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Freitag, 27. Februar 1942

Wiesbadener Tagblatt

Mesbademr Nachrichten

armee

Jahr ihre

Aus dem Gaststätten- und Fremdengewerbe

rpssiihrer des NSFK. Christiansen.

Der Kari

gez-:

der NSDM

Kden men

Lesern gibt.

Fettmarken in Gaststätten

13.00-18.00 Uhr:

Schallplatten-Wunschkonzert auf dem Luisen-

sslotz,

11.00-12.30 Uhr:

alle

wenn ein alter

Freitag: Verdunkelt«,, von 28.02 bis 7.51 Uhr

Di« viel verbreitete Ansicht, baß ein Bezugschein für einen Männer- oder 7" ' ' ' ~ .....

Regelung des Damenhutverkaufes

Vom 1 März bis 15. August 1942 dürfen Damenfilzhüte von Verkaufsstellen an den Verbraucher nicht abgegeben werden. Aus­genommen von der Verkaufssperre find ausgesprochene Trachten­

Der Reichsführer ff: gez.: Hrmmler.

Seite 4 Nr. 49

A -----

Wenn der Arieg Betriebe gefährdet Wi« die Semeinschaftshilf« sich auswirkt

Dani dem He.denlum unserer Soldaten

Aufruf zur 6. Reichs-Straßensammlung am Wochenende

Der deutsche Soldat hat in unzähligen erbitterten Abwehr­schlachten während dieses Winters in Eis und Schnee dem bolsche­wistischen Ansturm standgehalten und dabei stolze Erfolge errungen. Er Hal damit zugleich die Voraussetzung geschaffen für neue sieg­reiche Operationen in der Zukunft.

Die Heimat hat immer wieder während dieses Winters ge­zeigt, wie sie unseren Soldaten für dieses Heldentum dankt. Sie hat allen Prophezeiungen unserer Feinde zum Trotz be­wiesen, datz sie für ihre Helden alles zu tun bereit ist.

Deutsches Volk! Wieder ergeht an dich der Ruf. Du wirst diesem Appell in gewohnter Tatbereitschaft folgen. Der Erfolg der kommenden Strahensammlung mutz und wird ein neuer Beweis sein für die Einheit von Front und Heimat und damit ein wei­terer Schritt auf dem Wege zum Endsieg.

Die Zeichen dieser Sammlung aber seien Voten des Frühlings auch für unser Volk.

19.00-22.00 llhr: ,m ,'Walhalla-Restaurant" Erotzkonzert des Musikzug des RSKK.

Am Sonntag:

am Kaiser-Friedrich-Platz Standkonzert des Musikzug des RSKK.,

11.0013.00 llhr: Schallplatten-Wunschkonzert auf dem Luisen-

Veranstaltungen in Wiesbaden Am Samstag-

Der Stabschef der SA.: gez.: Lutze.

Der Korpsführer des RSKK.: gez.: Hühnlein.

Grauen-Wintermantel ohne werteres erteilt wird, Mantel abgeliefert wird, trifft keineswegs zu. Viel­mehr müsien die Wirtschaftsämter (Kartenausgabestellen) auch bei Abgabe eines alten Mantels den Bedarf fchärfstens nachprüfen. Da die Anfertigung eines Wintermantels besonders schwere und hochwertige Stoffe erfordert, kann von dieser Bedarfsprüfung in keinem Fall abgesehen werden.

;e«r Benzin­

hüte. Feinpastellhüte dürfen ab 16. Juli 1942 verkauft werden. Bis zum 31. März 1942 können mit Stroh verarbeitete Filzhute, sogenannte Übergangshüte, verkauft werden. Umarbeitungen von Filzhüten, die Eigentum von Verbrauchern sind, dürfen auch m der Verkaufssperre erfolgen. Das Verkaufsverbot betrifft im übri­gen auch den Berkauf von Damenhütcn in Herrenhutgeschäften so­wie sonstigen Klcinhandelsgeschäften. Eemätz einer Entscheidung des Reichsbeauftragten für Kleidung und verwandte Gebiete ist über die Abrundung des Punktwsites bestimmt, datz Bruchteile von Punkten auf volle Punkte aufzurunden sind, soweit sie einen halben Punkt oder mehr betragen. Da der Punktwert für fehlerhafte, ver­schollene und angeschmutzte Ware bis zur Hälfte herabgesetzt wer­den kann, müssen für Hute zweiter Wahl immer 1'/- oder abge­rundet zwei Punkte gefordert werden.

Einkommenbeträg« der neuen Tabelle entsprechen dem tatsäch­lichen Einkommen. Die Abrundung des Einkommens vor An­wendung der Tabelle, die Steuerberechnung nach Mittelbeträgen, fällt demgemäh fort. Dadurch wird die Steuerberechnung in Zu­kunft wesentlich individueller gestaltet. Die Verkleinerung der Stufen hat in keinem Falle zu einer Erhöhung der Steuer, in den meisten Fällen dagegen zu kleinen Ermährgungen geführt. Das gilt auch'für die hohen Einkommen, die in der Tabelle nicht mehr aufgeführt sind.

Die Vergünstigungen, die sich bei Anwendung der neuen Steuertabelle ergeben, feien an einigen Beispielen erläutert. So mutzte bisher bei einem Einkommen von 2700 RM der Ledige 461 RM Steuer zahlen, künftig nur 395 RM. Reben einer Steuerermätzigung von rund 30 RM wirkt sich hier der bedeutend verbesserte Härteausgleich beim Kriegszuschlag aus. Roch stärker ist der Unterschied in den Stufen, auf die der Härteausgleich neu ausgedehnt worden ist. Bei 3000 RM Einkommen beispiels­weise find in der Steuergruppe 1 (Ledige) statt bisher 630 RM nur noch 510 RM zu zahlen. Entsprechend ermätzigte fich die Steuer auch in den folgenden Steuergruppcn. So find in der gleichen Einkommensteuerstufe bei Verheirateten mit einem Kind in der Steuergruppe IV statt 246 RM nut noch 189 RM zu zahlen. Der HLrkeausgleich erstreckt sich bis 4000 RM. Aber auch darüber hinaus bringt die Verengung der Steuerstufen fast all­gemein kleine Erleichterungen. So find bei einem Einkommen von 6000 RM vom Ledigen statt bisher 1728 RM nur noch 1626 RM, von Verheirateten mit einem Kind statt 738 nur noch 682 RM zu zahlen. Da die Steuer bisher nach Mittelbetriigen errechnet wurde, galten die gleichen Steuersätze in diesem Falle bis zu einem Einkommen von 6250 RM. Aber auch bei diesem Einkommen liegt die Steuer künftig bei Ledigen noch um 21 und bei Verheirateten mit einem Kind um 12 RM unter den Sätzen der alten Tabelle. Andererseits galt der gleiche Steuer­satz aber auch schon bei einem Einkommen von 5750 RM, bei dem fich nunmehr infolge der verkürzten Steuerstufen die Er- mähigung entsprechend steigert. Hier sind in Steuergruppe I statt der bisherigen 1728 nur noch 1525 RM, Bei Verheirateten mf. einem Kind statt 738 nur noch 627 RM zu zahlen.

der Soldat drautzen täglich tut!

Auch der Kampf der Heimat Jüt das Leben unsere, Volkes und den Sieg seiner Waffen ist millionenfach und namen­los Gerade deshalb bedarf sie des ununterbrochenen Antriebs ans eigener Kraft, eines Antriebs, der ohne die Spannung des Kampfes, ohne das aufpeitschende Mitwirken eines gegenüber- stehenden Feindes dennoch alle Schwäche überwindet und bte Kräfte zur letzten Wirkung entfaltet. Richt Verordnungen allem, nicht nut die leitende Kraft der Volksführung sichern der kämpfen- den Front diesen letzten Einsatz der Heimat der millionen­fache Schlag aller tapfeten 8 et 5 en bei Station ist es, bet das Blut durch unseren Körper jagt, die Sinne anspornt, die Muskeln steift und die Fäuste bewegt und der die Hirne nut jenem glühenden Fanatismus erfüllt, der die Heimat mit ihren Soldaten Schritthalten lätzt!

wirtschaftlichen Gründen gerechtfertigt erscheint. In den bisher abgelaufenen fast zweieinhalb Jahren ist aber von den durch diese Matznahmen gegebenen Möglichkeiten nicht in allzu großem Umfange Gebrauch gemacht worden. Eine Zwischenbilanz der Betriebsschlietzungen gab dieser TageDer Deutsche Volkswirt", dem wir folgende Ausführungen entnehmen:

In Industrie, Handel und Handwerk sind es vor allem kleinste und kleine Unternehmungen, die zuerst zum Er­liegen gekommen sind, weil mit der Einberufung des Inhabers die einzige oder doch die wichtigste Arbeitskraft fortgefallen war. 3m Einzelhandel sind dagegen solche Fälle nicht sehr viel häufiger gewesen, als die normalen Fälle von Geschäftsauf­lösungen oder -schlietzungen. Ihr volkswirtschaftlicher Umsatz­anteil war verschwindend gering. Bedeutend ist die Zahl der Schlietzungen eigentlich nur bei den zum Einzelhandel gerechneten Tankstellen gewesen. Die Umsätze der übrigen Betriebe waren sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel fast durchweg ausreichend, um wenigstens zu Spesen zu verdienen. Daher hat sich die M i e t b e i h i l f e bisher in ganz bescheidenen Grenzen gehalten; abgesehen von unbedeutenden Zu- und Ab­gängen ist ihr Umfang heute nicht größer als Ende 1940. Ange­sichts der vermehrten Ansprüche der Kriegführung an die Arbeitskräfte und der sich daraus ergebenden Verminderung des Konsumgüterangebotes erweist sich allerdings nunmehr eine

Ans der Bezugscheinpraris

Die neuen Lebensmittelkarten

In der 34. Zuteilungsperiode vom 9. März bis 5^ April bleiben die Rationen der wichtigsten Lebensrnittel unverändert. Brot, Mehl, Fleisch, Margarine, Schweineschlachtfette, Quark, Getreide­nährmittel, Teigwaren, Kaffee-Ersatz- und -zusatzmittel, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver werden in den gleichen Mengen wie in der 33. Zuteilungsperiode abgegeben. Die Ration an Butterschmalz der Normalverbraucher und der Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren wird um 50 Gramm auf 100 Gramm erhöht, während zum Ausgleich die Butterrationen um 62,5 Gramm gesenkt wird. Die Eesamtfettration bleibt nach dem Fettgehalt mithin unverändert. Die übrigen Verirauchergruppen erhalten ihre Fettratton in der gleichen Menge und Aufteilung wie in der 33. Zuteilungsperiode. In der 34. Zuteilungsperiode be­rechtigen die Abschnitte N 21 und N 22 der Nährmittelkarten wie­der zum Bezug von je 25 Gramm Kartoffelstärke-Erzeugnissen. Auf diese Abschnitte können neben Kartoffelstärke-Erzeugnissen (Sago, Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver) auch Reismehl und Reis- flocken bezogen werden. Die Käseration beträgt wie im 32. Zu­teilungszeitraum 125 Gramm, daneben werden wie bisher 125 Gramm Quark ausgegeben.

Riihmittel auf Abschnitt B

Nach einer Bekanntmachung der Reichsstelle für Kleidung dür­fen auf den NähmittelabschnittB der Dritten Reichskleider- larte Nähmittel im Werte von 30 Pf. abgegeben werden. Bei Näh­seiden und Seidenalanznähgarn wird nut die Hälfte des Wertes angerechnet. Der Abschnitt wird am 1. März gültig.

Zusätzliche Nähmittel für Arzt«

Arzte gehören nicht zu den Angehörigen von Berufen mit be­sonders starkem Verschleiß an Kleidern; sie erhalten deshalb keine zusätzliche Nähmittelversorgung auf dem Wege wie etwa Bergleute und ähnliche Berufe. In Einzelfällen kann jedoch ein Bezugschein übet Nähmittel an Ätzte erteilt werden, wenn dies notwendig ist, um die Lebensdauer reparaturbedürftiger Ärztekittel und Hand­tücher zu verlängern. Der Bezugschein wird aber nur dann aus- oegeben, wenn die fälligen Rährnittelabschnitte der Dritten Reichs- fietberlarte bereits ausgenutzt worden sind.

Wintermantel nur nach Bedarfspräsung

platz,

11.0013.00 llhr: Marktplatz: Vorführung größerer Benzin- Motorflugzeugmodelle des NSFK.,

14.0018.00 llhr: Schallplatten-Wunschkonzert auf dem Luffcn- platz,

15.0017.00 llhr: Marktplatz: Vorführung große Motorflugzeugmodelle des NSF:

schnelle und straffe Konzentration auch im Bereiche des Handels als erforderlich.

In der Industrie hat die Reichsgruppe bis Ende 1941 insgesamt 2600 von 3200 eingerxichten Beihilfeantragen bearbeitet. Die gesamten Auszahlungen aus der Gemeinschafts- Hilfe beliefen sich bis zu diesem Zeitpunkt nur auf etwas mehl als 20 Mill. RM In erster Linie handelte cs sich dabei um Ziegeleien und chemische Betriebe; ferner haben die Textil- und Bekleidungsindustrie und die Lederindustrie verhältnismäßig viel Stillegungen zu verzeichnen.

Im Handwerk konnte wegen der geringen Zahl von Beihilfeanträgen ebenso wie in der Industrie zunächst davon ab- gesehen werden, für das Jahr 1941 eine Umlage zu erheben. Bis zum 1. Oktober 1941 waren 2700 Anträge eingegangen, über­wiegend von Schlossern, Uhrmachern, Tischlern, Elektro­installateuren, Gerbern. Krastfahrzeughandwerkern und Friseuren Viele dieser Stillegungen waren durch Dienstverpflichtung bedingt.

In der Industrie und im Handwerk wird man aber in Zu­kunft mit einer verstärkten Beanspruchung der Gemein­schaft s h i l f e rechnen müsien, die von der Reichsgruppe Indu­strie neuerdings auch auf eingeschränkt arbeitende Betriebe ausgedehnt worden ist nicht «nur, um diese selbst zu sichern, sondern auch, um der Volkswirtschaft wenigstens ihre eingeschränkte Erzeugung zu erhalten, wenn sich eine vollständige Stillegung nicht als volkswirtschaftlich zweckmäßiger erwiesen hat. Auch bei Industrie und .Handwerk wird jedoch als neuer Anlatz zu Betriebsschließungen jetzt die bewußte Zusammenlegung der Produktion hinzutreten.

Die Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe weist ihre Mitglieder darauf hin, daß die Richtlinien des Leiters der Wirtschaftsgruppe über die Abgabe von Fettmarken in den Gaststätten strengstens zu beachten sind und nur soviel Fettmarken entgegengenommen werden dürfen, wie ihnen nach diesen Richt­linien gestattet ist. Für Fleisch und in der Pfanne gebratene Speisen, insbesondere gebratene Fische, können beispielsweise la bis 20 Gramm, für deutsches Beefsteak und Bratklops 10 Gramm, Gemüse und Teigwaren und entsprechende Eintöpfe bis 10 Gramm, für Gemüse als Beilagen und Salate jedoch höchstens 5 Gramm, für Salate nach Mayonnaisen 10 bis 15 Gramm, für Bratkar­toffeln bis 15 Gramm und für Geflügel je Portion 10 Gramm Fett genommen werden. _______

Ein Platz-Konzert veranstaltet bei günstiger Witterung der Eaumustkzug XXV des Reichsarbeitsdienstes unter Leitung von Musikführer Warlasch am Samstag von 1112 llhr auf dem Luiienolatz.

Bestanden« Prüfung. In seinem Prüfungsurlaub bestand der Unteroffizier Fritz P ritz er Erabenstratze 24, seine Meister­prüfung im Spengler- und Jnstallateurhandwerk.

Stillgelegte Bauten vordringlich. Der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau tritt in einem Erlaß für die vorzugs­weise Vollendung stillgelegter Wohnungsbauvorhaben ein. Bei der angespannten Arbeitseinsatz- und Baustofflage sei es nicht ver­tretbar, mit neuen Wohnungsbauvorhaben zu beginnen, solange stillgelegte Bauten vollendet werden könnten, die nach ihrer Sage und Beschaffenheit geeignet sind, bei entsprechender Änderung ihrer bisherigen Zweckbestimmung der Befriedigung des im Zu­sammenhang mit der Kriegswirtschaft austretenden Wohnung^ Bedarfs zu dienen. In allen geeigneten Fällen soll nachdrücklich auf die vorzugsweise Förderung solcher ftillgelegten Bauten hin- gewirkt werden.

Das$B. T." gratuliert. Frau Elise Erötzinger, ge­borene Geis, Hermannsttahe 13, Inhaberin des goldenen Ehren­kreuzes der Deutschen Mutter, vollendet in geistiger und körper­licher Frische am Samstag ihr 80. Lebensjahr. .

Reifender Versicherungsbetrüger! Die Polizei warnt vor einem Verstcherungsbetrüger, der in den letzten Monaten in ver­schiedenen Städten West- und Südwestdeutschlands als angeblicher Verstcherungsinspektor Hermann Busch der Allgemeinen Kranken- versicherungs-AG. bei Gewerbetreibenden aufgetreten ist und die,e ohne Auftrag zum Beitritt in die Versicherung überredet und dabei gleichzeitig Versicherungsbeiträge für drei bis zwölf Monate er­schwindelt hat. Es handelt sich um den Vertreter Karl Reichen- be r g e r , geboren am 24. April 1901 in Nürnberg. Der Schwind­ler ist 1.65 Meter groß, hat dunkle Haare, trägt schwarze Horn­brille und grauen Wintermantel. Die Bevölkerung wird um Mit­hilfe bei der Festnahme des Schwindlers gebeten.

Schon bei Beginn des Krieges wurden vorsorglich erforderlichen Maßnahmen getroffen, um diejenigen Betriebe aufrechtzuerhalten, die infolge kriegswirtschaftlicher Vorgänge in ihrem Bestand gefährdet sind und deren Erhaltung aus volks-

Die neue

Einkommensteuertabelle 1941

Betengung der Steuerstusen und Erweiterung des Härteausgleichs

Die vom Reichsfinanzminister erlasiene neue Einkommensteuei- tabelle für die Einkommensteuerveranlagung 1941 liegt jetzt im Reichsfteuerblatt Nr. 14 vor. Zur Vereinfachung der Verwaltungs­arbeit werden auch bei der Veranlagung 1941 Einkommensteuer und Kriegszuschlag rechnerisch zusammengefatzt. Die Tabelle trägt auch den Fällen Rechnung, in denen die Bemesiungsgrunb- tage für Einkommensteuer und Kriegszuschlag verschieden ist. So beziehen sich bestimmte Vergünstigungen, wie die Bewertungs­freiheit auf Grund des Besitzes von Steuergutscheinen 1, nur auf die Einkommensteuer. Andere Vergünstigungen beziehen sich nur auf den Kriegszuschlag, für den beispielsweise bestimmte Ein­kommen aus den eingegliederten Ostgebieten und aus den West­gebieten außer Bettacht bleiben. Der Härteausgleich für die Freigrenze des Kriegszuschlages von 2400 RM Übersteigenden Einkommen ist in der Tabelle gegenüber 1940 weiter verbessert worden. In den letzten Tabellen war der Härteausgleich da­durch erfolgt, datz für die Einkommen von 2400 bis 2850 RM Zwischenstufen von je 50 RM eingeführt wurden, in denen der Kriegszuschlag dann allmählich bis zu 50% gesteigert wurde. Jetzt wird dieser Härteausgleich bis 4000 RM erweitert. Erst von 4000 RM Einkommen ab ist der Kriegszuschlag in der Steuertabelle mit feiner vollen Höhe von 50 % berücksichtigt. Liegt schon hierin für einen großen Kreis der Veranlagten eine beachtliche Steuererleichterung vor, so gilt diese für fast alle Steuerpflichtigen in der Frage der Verkleinerung der Stufen.

Die großen Stufen der Einkommensteuertabelle haben, ins­besondere seit der Erhöhung der Einkommensteuer um den Kriegs­zuschlag, zu Härten geführt, wenn die Stufengrenzen nur um einen kleinen Einkommenbetrag überschritten wurden. Nach der alten Tabelle Betragen die Stufen schon von 4000 RM Ein­kommen ad jeweils 500 RM und von 12 000 RM Einkommen ab 1000 RM. In der neuen Tabelle werden die Einkommenstufen und die Steuerstufen verkleinert. Die Einkommenstufen betragen allgemein bis 12 000 RM. Einkommen 50 und darüber hinaus 100 RM Die Steuerbeträge find entsprechend aufgeteilt worden.

Was uns stärkt

Das tapfere Herz

Von Helmut Sünbermann

itßas bringt der Krieg nicht an aber tausend wunderbaren Heldentaten mit fich, von denen die Heimat spricht,^ und die die Welt bewundert. Der kühne Mut entschlossener Manner ergreift täglich Situationen, packt Gelegenheiten beim «chopf, überrennt den überraschten Feind, wendet Zähen Kampf zum »reg.

Eine fast unüberfebbore Reihe kühner Taten ist tn benä®** einhalb Jahren dieses Krieges schon in die Geschichte des deutschen Soldatentums eingegangen, eine Fülle von Namen find als ieua> tende Sterne aufgestiegen und weisen einer tatendurstigen Jugend den Weg. Jeder der großen Feldzüge dieses Krieges hock eine neue Seite in dem Buche der kühnen Einzelleiftung aufgeschlagen und

Wer verdunkelt das Hotelzimmer?

Nicht nur der Betriebsinhaber, sondern auch der Hotelgast ist in dem von ihm gemieteten Zimmer für die Verdunklung verant­wortlich! Der Hotelbesitzer muß für einwandfreie Verdunkelungs- Vorrichtungen sorgen. Er wird sie im allgemeinen auch vor An­bruch der Dunkelheii betätigen lasiert. Wenn aber der East tm nichtoerdunkelten Zimmer Licht macht oder um zu lüften die Verdunklungs-Vorrichtung im erleuchteten Zimmer entfernt, dann macht er sich schuldig und strafbar. Das ist eine von den vielen Auskünften, dieDie Sirene" im neuesten Heft ihren

- Am Montag beginnt di« Ausgabe der Raucherkart«. Wo ÄontrolIIarten für den Einkauf von Tabakwaren treten am 9. März in Kraft. Die Verbraucher werden dringend ersucht, die vorge- schriebene Buchstabenfolge, die aus bet Bekanntmachung tn Ser vorliegendenTagblattt'-Atisgabe zu ersehen tj, hei der W- hoMng der Karten einzuhalten, um unnötiges Gedränge tn den Verkaufsstellen zu vermeiden.

Berkehrsunfall. Am Donnerstag gegen 11.05 Uhr kam es auf der Kreuzung RheinstrabeMoritzstraßeKirchgasse, gu einem Derkehrsunfall zwischen einem Lastkraftwagen und einem Wagen der Städtischen Omnibusbetriebe. Beim Überholen bzw. Einbieaen zur Adolfstraße fuhren sich beide Wagen an. Personen tarnen nicht zu Schaden.

Wissbaösr>drausnst«r!n

3m Zeichen der Erzeugungsschlacht stand die wichtige Ver­sammlung der Ortsbauernschaft, die in der Winzerhalle abgehalten wurde und unter Leitung des Ortsbauernführers Georg Unkel- b a ch stand. Landwirtschaftsdirektor Dr. Kraft gab den zahl­reich erschienenen Bauern und Obsterzeugern richtungweisende An­regungen über di« Steigerung der diesjährigen Erzeugung, sowohl im Getreide- wie auch vor allem im Kartoffelanbau. Starke Be­achtung fanden auch seine Ausführungen über die Verbesierung der Viehhaltung. Verwaliungsstellenleiter R ü 11 g e r - W.-Dotz- beint sprach über verschiedene Selbstversorgerfragen, sowie über Spinnstoffbewirtschaftung und behandelte anschließend einige ört­liche Angelegenheiten. Obstbauinfpektor H e y e l m a n n gab Richtlinien über die neuesten Spritzverfahren bei Obstanlagen, so­wie über die Behandlung neuer Obstkulturen und befaßte sich tm weiteren mit der Regulierung der in diesem Winter stark abge­tretenen Wildschäden.

Der weitaus größte Teil der Männer bet Äampfgliebetungen ROTAP (SA., ff, RSKK. unb NSFK.) kämpft im Osten . t Bolschewismus. Um bie Reihen ber in bet Heimat Der« jltcbenen Männer bei ber -Straßensammlung zu verstärken, sam­meln am Samstag unb Sonntag, auch bie Männer ber N S-- Äriegsopferoetjotgung, bie wegen ihrer Verletzungen ber kämpfenden Truppe nicht angehören können, dafür aber in der Heimat zu ihrem Teil zum Siege beitragen wollen.

ruhmreich beschrieben.

Dieser Seite gegenüber aber steht ein anderes Blatt, auf dem vielleicht keine so spannende Sprache spricht das aber dennoch das tiefste Geheimnis des Siegeszuges der deutschen Wehrmacht enthüllt: das Heldentum des krre-e rt sch en A Il­ia a s , die namenlose, millionenfache Tapferkeit all derer, dre al. deutsche Soldaten, als feldgraue Marschierer einer Millwnen-

Tag für Tag, Monat für Monat und nun schon Jahr für hre Pflicht mit der gleichen Bereitschaft zum heldischen Han­deln tun. Jeder aus dieser grauen Front kann morgen vor einer Ausgabe stehen, die seine Haltung, seinen Mut und seine ^^Ent­schlossenheit vor eine gleiche Prüfung stellt, wie sie ine^großen Helden der Nation bestanden haben. Den metften wird mobl laum eine solche Stunde schlagen, aber daß sie alle, ohne ein Wort dar­über zu verlieren, diesen Geist im Herzen tragen bas t|t es, was unsere Solbaten in ihrer Gesamtheit unüberwinbltch macht.

Das t a p f e r c Herz ist es, bas in ihnen allen schlägt ihnen die Kraft gibt, sei es ohne jedes Zaudern anzugreffen und noch­mals angugteifen. fei es in rastloser Verfolgung bem Feinde al?T ben Fersen zu bleiben, ober auch in unerbittlichem Ringen mit Sturm unb Eis gegen einen hinterhältigen Gegner hart unb fest ihren Mann zu stehen.

Wem bieses tapfere Herz nicht in der Brust schlüge wie könnten sie über all bie Härte unb all bie Opfer [° triumphieren, wie es ber beutsche Solbat in ben gewaltigen Kämpfen getan hat unb tut. bie uns mit bleiern großen Kriege aufgezwungen worben sind? Immer, wenn ber Körper schwach zu werben scheint, ober der Verstand sich vor einem Schrecknis sieht bann ist es dieses tapfere Herz, das zu pochen beginnt, bie Kräfte zusammenrelßt unb ben Instinkt wachruft, auf baß er ben Weg durch bte Finsternis zeige Unb wie es kein Gefecht gibt, in bem nicht der Soldat wah. rend mancher Minute dieser Hilfe bedarf so gibt es auch keine Schlacht, die nicht vor allem durch dieses Fluidum des tapfe­ren Herzens zum Siege gewendet wird!

' Was aber von den Schlachten der Front gilt, hat es nicht gleiche Bedeutung für das Ringen der fiettnat? Gewiß sie marschiert nicht wie der Soldat auf dem Wege zwischen Leben und Tod, sie hat es um vieles leichter als er, aber doch gibt es auch im Leben des einzelnen zu Haufe manche Stunde, tn der es aut ist. wenn er sich des Gleichnisses erinnert, die kleinen Be- schwernisse des Tages vergißt und der Stimme der Tapferkeit allein das Wort überläßt. Wieviel Trübsal wird vergessen wremel un­nütz düstere Gedanken werden verjagt, wenn lebet Volksgenosse be, müht ist, sich ebenso tapferen Herzens zu zeigen, wie btes