Wiesbadener Tagblatt
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90. Jahrgang
Nummer 47
Mittwoch, 25. Februar 1942
bei
SonDertagung derDrererpaktmachte
Berlin, 24. Febr. Unter dem Vorsitz des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop trat heute der Ständige Rat der Dreierpaktmächte in Berlin ru einer Soudertagung zusammen. An der Tagung nahmen als Vertreter der italienischen Regierung Botschafter Dino Alfieri, als Vertreter der javanischen Regierung Hiroshi Okhima, teil. Mit den Vertretern der drei Regierungen waren auch djx Leiter der verschiedenen Kommissionen des Dreimächtepaktes zugegen.
Mit zunehmender Besorgnis sehen die Briten der Entwicklung im Indischen Ozean entgegen. Nach dem Fall von Singapur liegt das Tor zu diesem, für sie so wichtigen Meer'offen. Mit der Einnahme von Rangun würde Japan eine vorzügliche Operationsbasis gewinnen. Die Japaner werden zweifellos, so
stischen Weltfeindes nun vorbereitet werde, und die von unbeirrbarer Zuversicht getragene Versicherung des Führers, daß dieser Kampf nicht anders enden werde wie das eigene wunderbare Ringen um die Macht im Deutschen Reich, nämlich mit dem Siege, löste tosenden Jubel aus.
Mit einem begeisterten Appell des Gauleiters zu weiterem opferbereitem Einsatz und mit den Liedern der Nation klingt die Feierstunde aus.
as. Berlin, 25. Febr. Mit dein Fall Singapurs tappt London im Ungewissen, ob die Javaner ihre stärksten Anstrengungen in Richtung Indien oder in Richtung A u st r a l i e n entfalten werden. Waren die Luftangriffe auf Port Darwin etwa der Vorläufer größerer Operationen gegen Australien, wie australische Zeitungen befürchten, oder aber handelt es sich für die Javaner hier nur um eine „A b s ch i r m u n g“ ihrer anderen Overatio- nen? Das ist die Frage, die sich die britische Overations- leitung jetzt vorlegt und von deren Beantwortung naturgemäß der Einsatz der ohnehin schwachen Verteidigungskräfte abhängt. Zugleich wird in den englischen Blättern wieder lebhafter die Frage erörtert, ob es nicht möglich ist. I n d i e n sehr viel stärker als bisher in den Krieg einzuspannen. Man braucht dringend Kanonenfutter und scheint sogar bereit, dafür auch etwas zu bezahlen. Jedenfalls berichten amerikanische Korrespondenten aus London, daß Indien in der nächsten llnterhausdebatte eine große Rolle
Erfahrene und vorzügliche Arbeit
■Dail Mail"*gibt zu: «Ausrüstung des deutschen Afrikakorvs besser als die britische."
sie ihn uns jetzt endgültig gewinne» lasse»! Was damals ein Parteiprogramm war, sind heute schon die Thesen einer neuen und besser werdenden Welt.
Rchuit daher meine Grüße, die ich durch den Parteigenossen Adolf Wagner übermitteln lasse, so aus, als ob ich selbst in Eurer Mitte wäre.
5» meinen Gedanken bin ich in diesen Stunden ohnehin
Euch!
Hauptquartier, den 24. Februar 1942.
gez. Adolf Hitler.
Fast jeder Satz dieser Botschaft, vor allem aber die Feststellung, daß die durch den vorzeitigen und außerordentlich schweren Winter unterbrochene Vernichtung des bolschewi-
England bemüht sich um indisches Kanonenfutter
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
Der Feind unter dem Druck der Tonnage-Schiacht
30 britische und holländische Schisse von de» Japaner» versenkt
Attentat auf Botschafter v. Papen
Gemeinschaftsarbeit des Secret Service und der GPU.
Berlin, 25. Febr. (Funkmeldung.) Auf dem Wege von der Wohnung in das Botschaftsgebäude wurde gelter» vormittag auf Botschafter von Pape» und seine Frau ein Attentat verübt. Botschafter von Paven und seine Frau blieben unverletzt. Ein Mann — vermutlich der Attentäter — der sich einige Schritte hinter dem Botschafter befand, wurde durch den Svrengkörvcr in Stücke gerissen. .
Sofort nach dem Attentat machte der türkische Außenminister Saracoglu in Begleitung von Staatsiekretär Roman Mennencogl« bei Botschafter von Papen einen offiziellen Besuch. Der türkische Außenminister erklärte, daß die türkische Regierung unter keinen Umständen dulden werde, daß ihr Land zum Schauplatz solcher Verbrechen gemacht werde und teilte dem Botschafter mit. daß strengste Untersuchungen mit allen entsprechenden Maßnahmen ein- geleitet seien. Der türkische Staatspräsident und der Ministerpräsident haben durch ihre Kabinettschefs dem Botschafter ihre Glückwünsche übermittelt.
Der Führer hat Botschafter von Paven telegraphisch seine Glückwünsche ausgesprochen. Der Reichsminister des Auswärtige» v. Ribbentrop sandte gleichfalls an Botschafter von Papen ein herzlich gehaltenes Telegramm.
Die Nachrichtentruppe
Von Oberst z. V. Pleger
Wie ist es überhaupt technisch möglich, Massenbeere zu führen? Wie ist es möglich, daß sowohl Heer als auch Luftwaffe „eng Zusammenwirken" und daß der Führer und Oberbefehlshaber die Operationen der Nord-, Mittel- und Südheeresgrupe einheitlich leitet, daß er daneben gleichzeitig seine Fübrerbefehle und -gedanken an die Truppen an der französischen Küste, an der spanischen Grenze, nach Norwegen, Griechenland, Kreta und Afrika richtet und das Eroßdcutsche Reich sowohl militärisch als auch politisch einheitlich ausrichtet und leitet? Das ist nur möglich durch ein gewaltiges, wohl vorbereitetes Netz und System von technischen Nachrichtenverbindungen, von Fernsprech- und Telegraphenleitungen und diese überlagernd und ergänzend durch Funkverbindungen.
Aus den Erfahrungen des Weltkrieges heraus wurde zum Aufbau eines solchen Netzes in langer, stiller Arbeit durch weitsichtige geniale Männer eine gewaltige Nachrichtentrnppe des Heeres und der Luftwaffe geschaffen. ferner mit unserer hervorragenden elektrotechnischen Industrie und unter eifriger Unterstützung der Deutschen Reichspost ein Leitungsmaterial und Nachrichtengerät geschaffen. das die Leistungen großer stabiler Netze und zugleich die Anforderungen an die Feldmäßigkeit des Baues und der einfachen Bedienung miteinander vereinigt. Bor allem wurden, gefördert durch die Erfahrungen der Einmärsche in Österreich, Sudetenland. Tschechei, Polen, sogenannte ..Weitverbindungen" entwickelt, d. h. die Möglichkeit, über große Weiten sprechen zu können, wie sie die ungeheuren Räume des Kriegsschauplatzes bedingen. Die Funkgeräte wurden dauernd weiter entwickelt, so daß man auch z. B. von fahrenden Panzerwagen aus „funksprechen" kann. Und nur dadurch ist es möglich, schnelle und motorisierte Truppen überhaupt zu führen.
Der Befehlshaber einer Panzergruvve kann nun persönlich in einem besonderen Panzerbefehtswagen nach vorne zur Truppe fahren, denn er bleibt dauernd in Funkverbindung mit seinem Stabe und seinen Divisionen. Und daß man von Bord zu Boden, d. h. vom Flugzeug mit der leitenden Bodenfunkstelle und auch von Flugzeug zu Flugzeug funksprechen kann, hat uns der Stukafilm evident vor Augen geführt. Bei den großen Kesselschlachten int Osten war das Gelingen, neben der genialen Führung und der beispiellosen Tapferkeit unserer Truppen, zum großen Teil diesem tadellos funktionierenden Führungs- und Nach- richtenavvarat zu verdanken, der von der Nachrichtentruvve. der „Führungstruvve", geschaffen und dauernd erweitert und neu ausgebaut wird.
Auch bei den weitverzweiten Overationen Bei der Eroberung der Baltischen Lande spielten wieder die Nachrichtenverbindungen eine große Rolle. Bei der Eroberung der Insel Dagö svricht der Wehrmachtbericht vom 21. Okt. von einer vorbildlichen Zusammenarbeit des Heeres mit den Verbänden der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Diese
spielen würde. Viele Beurteiler seien der Auffassung, daß kein Angebot an Indien zu teuer wäre, wenn es nur dazu führte, das indische Volk zur Teilnahme am Kriege zu bewegen und die indischen Kräfte zu mobilisieren. Hn amerikanischen Blättern wird den Engländern warm empfohlen, den Indern weitgehende Zugeständiffe zu machen. Auch die in Schanghai erscheinenden javanischen Zeitungen greifen das gleiche Thema auf. Sie glauben, daß mit ein Grund für die Ausnahme des Stalin-Agenten C r i v v s in das Kabinett die Hofsnung war, die indische Ünab- hängigkeitsbewegung gewinnen zu können, denn auch Pandit R e 6 r u habe zweifellos starke Sym- vathien für Moskau. Die japanischen Blätter unterstreichen nachdrücklich, daß England nicht aus Verständnis für die Inder jetzt zu Zugeständnissen bereit sei. sondern weil es durch die Not gezwungen werde. Die britische Absicht sei lediglich, die Ausbeutung Indiens für die Zukunft auf eine sichere Grundlage zu stelle». Es genügt auch ein Blick in dte „Times", um die britischen Beweggründe zu erkennen, wenn dieses Blatt nämlich auf die Wichtigkeit des Indischen Ozeans als Verkehrsader für das Empire hinweist. Der Indische Ozean sei genau so wichtig, ja vielleicht noch wichtiger als das Mittelmeer.
Für die Engländer ist es natürlich besonders schmerzlich, daß gerade zu diesem Zeitvunkt, da sie eine Hilfe der Dominions am nötigsten hätten, eine solche nickt zu bekommen ist. A u st r a l i e n braucht alle seine Kräfte allein, es verlangt im Gegenteil Verstärkungen und Rüstungs- material aus England. Aber auch Kanada sieht sich einer neuen Lage gegenüber, seitdem die Küstengewässer der USA. Operationsgebiet geworden find. Nach den Schüssen eines japanischen U-Bootes auf die öllagcr von Santa Barbara. etwa 120 Kilometer nordwestlich Los Angeles, glaubt auch Kanada mehr als bisher für seinen Küstenschutz tun zu müssen. Darüber hinaus fordern die USA. die Sickerung des durch Kanada verlaufenden Weges zwischen den USA. und Alaska. Diese verstärkte eigene Küstensicherung aber stoppt die kanadische Rüstungshilfe für England. Ähnliches gilt,auch für die USA. Die erfolgreichen Operationen deutsther U-Boote vor der nordantdrikanischen Ost-Atlantik- Küfte zwingen ebenso wie der kühne Vorstoß eines japanischen U-Bootes gegen die kalifornische Küste die USA.. stärkere Kräfte zur Sicherung der Küste und der Schiffahrt in den Kustengewässern einzusetzen. Kräfte, die dann an anderer Stelle fehlen.
Mrkstoft vieler Dinge sei ausgezeichnet. Man dürfe sich da. ruber keinerlei ^.auschung hingeben. Die Ausrüstung itzt zum Teil Besser als die britische.
München. 24. «eßr. An historischer Stätte, im Festsaal des H o f b r ä u h a u s e s am Platz! in München, feierte am Dienstag die NSDAP, den Tag der Parteigrün- v u n g. Zum dritten Male, im großdeutschen Freiheitskampf begingen die ältesten Mitkämpfer des Führers jenen Tag, an dem vor nunmehr 22 Jahren Adolf Hitler erstmalig vor einer nach Tausenden zählenden Zuhörerschaft die 25 Punkte des Parteivrogrammes verkündete, die nun schon ein Jahrzehnt zum Lebensgesetz des ganzen deutschen Volkes geworden sind. Das ganze deutsche Volk gedenkt in tiefstem Mit- erleben dieses Tages, der eine neue Epoche, nicht nur der deutschen Geschichte eingeleitet hat.
Gauleiter Adolf Wagner eröffnete die Feierstunde mit einer Mitteilung, die von der Alten Garde mit großem Bedauern aufgenommen wird, daß nämlich der Führer in diesem Jahre an der Kundgebung des 24. Februar nicht teilnehmen kann. Dann aber versöhnte die Anwesenden die von Adolf Wagner verlesene Botschaft des Führers, in der er versichert, daß er an diesem Tage im Geiste mehr denn je bei seinen ältesten und getreuesten Mitkämpfern verweile.
Der Wortlaut der Führer-Botschaft
Parteigeuossen und Parteigenossinnen!
Zum ersten Male seit vielen Jahren ist es mir nicht möglich, am Erinnerungstage meiner ältesten Mitkämpfer teilznnehmen. Ich kann aber das Hauptquartier nicht gerade in der Zeit verlassen, in der sich ein Winter seinem Ende nähert, von dem unsere Gegner alles erhofft haben. Vom Juni bis Oktober 1941 sind die deutichen Armeen mehr als 1000 Kilometer An das Reick des «etnbes vorgestoßen, der die Abstckt hatte, unser Volk und unsere Heimat endgültig zn vernickten. Dieser Winter — rote er seit mehr als lOOJabren nock nicht da war — hat uns schon Ende November 1941 überfallen. Schnee und.«»rost brachten damit den in der Geschichte einmaligen Siegeslauf der deutschen Wehrmacht vorübergehend rum Stehen.
Nun hofften unsere Gegner, der deutschen Armee das Schicksal des napoleonischen Rückzuges zusügeu zu können. Dieser Versuch ist jämmerlich gescheitert. Gescheitert vor allem an der Tapferkeit und dem Opferroillen unserer einmaligen Männer, die Seite an Seite mit unseren Verbündeten den eisigen Stürmen der Monate Dezember, ■januat und Februar ebenso hart standgeüalten haben, wie sie vorher in der Gluthitze des Juni, Juli, August und September ihre unvergänglichen Siege erfochten.
Nun, da die s ch ro e r st e Kälte gebrochen ist, in der Krim und im Süden Rußlands der Schnee bereits zu tauen anfängt, ist es mir nickt möglick, meinen Platz zu verlassen, in dem die Vorbereitungen getroffen werden für die endgültige Auseinandersetzung und Abrechnung mit jener Verschwörung, die von den Bankhäusern der plutokra- tischen Welt bis in die Gewölbe des Kremls das gleiche Ziel verfolgt: Ausrottung der arischen Völker und Menschen.
Uns alten Nationalsozialisten und besonders Euch, meinen ältesten Mitkämpfern und -kämpserinnen. ist diese Gemeinschaft von jüdischem Kapitalismus und Kommunismus nichts Neues. So wie»mInnern unseres Landes vor. während und nach dem ersten, Weltkrieg, ko sind es auch heute nur Juden und immer wieder Juden, die für die Völkerentzweiung verantwortlich gemacht werden müssen. E i n Unterschied besteht aber, wenn wir den heutigen Wettkampf mit dem Ende des Krieges der Jahre 1914 18 vergleiche«. 1919 waren wir Nartottal- kozialisten ein kleines Häufchen Bekenner, die den internationalen Feind der Menschheit nicht nur sahen, sondern auch bekämpften. Heute haben die Gedanken unserer nationalsozialistischen und faschistischen Revolution große und gewaltige Staaten erobert und meine Prophezeiung wird ihre Erfüllung finden, daß durch diesen Krieg nicht die arjsche Menschheit vernichtet, sondern der -rüde ausgerottet werden wird. Was immer auch der Kamps mit sich bringen, oder wie lange er dauern mag, mes rotte kein endgültiges Ergebnis kein. Und bann erst, «ack der Beseitigung dieser Parastten, wird über die leidende. Welt eine lange Zeit der Völkerverständigung und damit des wahren Friedens kommen. - . _ ,
Ich- bin daher heute mehr denn je im Geiste bet Euch, meine alten Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen. Denn Ihr wart schon meine Anhänger, als genau ko rote letzt Rationalkoziolift kein nur Opfer bringen hieb.
Ich bin aber an diesem Tage auch persönlich nock mehr durchdrungen von der unbeirrbaren Zuversicht und dem heiligen Glauben, daß der gewaltige Kampf, in dem rott heute sieben, und der damals, am 24. Februar 1920 ans diesem Saale, in dem Ihr jetzt versammelt keid. keinen Anfang nahm, nicht anders enden kann und nicht anders enden wird, wie anker eigenes wunderbares Ringen um die Macht im Deutsch"!» Reich. So wie in den damaligen langen Jahren die Vorsehung unseren Kampf gesegnet hat. so wrrd
Genf, 24. <>ebr. jn der „Dail Mail" berichtet ein Korrewondent in Libyen von der Ausrüstung des deutschen Airikakorvs Er bebt hervor, daß sie reichhaltig sei. daß aber lebet uberfluntge Luxus fehle. Die Deutschen hätten nur gute uud sür den Wüstenkrieg nützliche Dinge bei sick. Von oer Wayertlasche bis zum Soezialraiieravvarat zeuge alles von e^rtahrener und vorzüglicher Arbeit. ~
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Der Führer an seine Atte Garde
„Damals ein Parteiprogramm, heute die Thesen einer neuen und besseren Welt"
wt. Die Tonnage-Schlacht ist durch den Eintritt Amerikas und Japans in den Krieg noch bedeutend weiträumiger geworden. Cs ist. dabei völlig gleichgültig, ob ein Schiff der Gegner an der Küste Englands, oder im Mittelmeer, vor New dort, oder an den Gestaden Kaliforniens vernichtet wird. Die Feindtonnage wird um die entsprechende BRT.-Zahl verringert und die Bersorgungslage des Gegners weiter erschwert. Mit jedem Tanker und jedem Frachter, der in die Tiefe sinkt, vermindern sich die Hosinungen Waibingtons und Londons, irgendwann und irgendwo militärisch offensiv auftreten zu können. Dazu gehört, welchen Kriegsschauplatz sie sich auch aussuchen mögen, Tonnage und immer wieder Tonnage. Während der OKW.-Berichl die Vernichtung von weiteren 6 3 0 0 0 BRT. meldete, gibt das japanische Nachrichlenbüro Domei fast zur gleichen Zeit bekannt, daß in den letzten drei Tagen in der Banka-Straße und in den benachbarten Gewässern von japanischen Marineeinheiten 30 britische und holländische Schiffe versenkt wurden. die sich zumeist auf der Flucht von Singapur nach Java oder Australien befanden.
erklärt Admiral Bacon im Londoner „Evening Star", die Herrschaft im Indischen Ozean erobern und versuchen, die Transporte nach deM Nahen Osten über das Kap der Guten Hoffnung zu verhindern. Bekanntlich ist aus diesem Wege auch General Auchinleck mit dem Material versorgt worden, das seine mißglückte Offensive gegen Rommel ermöglichte. Hier steht also für die Engländer sehr viel auf deyt Spiel. Die wachsenden Gefahren haben die britischen Versicherungen bereits veranlaßt, die Risiko-Raten für die Handelsschiffghrt im Indischen Ozcan zu erhöhen. Die 'Versicherungsprämien wurden von 2 aus 3 o. H. bzw von 4 aus 5 v. H. heraufgesetzt.
Der Tonnageschwund veranlaßt den „Manchester Guardian" zu einer düsteren Warnung. Er verweist darauf, daß auch die Belieferung der hungernden Sowjetunion mit riesigen Lebensmittel- mengen weiteren Schiffsraum bindet. Die Auswirkungen auf die zivile Lebenshaltung des Engländers im laufenden Jahr feien noch gar nicht abzusehen. Hinzu komme, daß durch den Ausfall amerikanischer Kriegsmaterial-Lieferungen weitere beträchtliche Jnduftrieteilc, die bisher für den zivilen Bedarf Englands arbeiteten, auf Kriegsproduktion umgeftellt werden müßten. Die Versorgungslage der britischen Insel ist, wie sich schon aus diesen Andeutungen ergibt, so angespannt, daß jede Tonne versenkten feindlichen Schiffsraums einen nicht mehr zu ersetzenden Verlust darstellt,
