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KOLUMBIEN
Wiesbadener Tagblatt
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90. Jahrgang
Mittwoch, 18. Februar 1942;
Nummer 41
Senfgftone Hei* Fund, in den Handakten Daladievs
Hollands Regierung im britischen Solde
Ein neuer Beweis für die Kriegsschuld des früheren niederländischen Kabinetts
Aitentalsplan van Kleffens
nach Außen aufrecht erhie! zöfifchen Gesandten tm Haag die Holländer über die 35«
Dahinter Churchills Fratze
der
brach und ihre Söldnerpolitik brechen krönen wollte. Der Bericht den dieser am 12. Oktober 1939 mit bringt die Tatsache ans Licht, daß Außenminister van Äleffens Pläne
des französischen Gesandten, Kurier an Daladier sandte, der frühere niederländische für ein Attentat aus den
auch ®e» Ex-
100 Millionen Japaner feierten den Fall Singapurs
Große Kundgebungen der Bevölkerung — Rundfunkansprache Tojos
tat bet französische Gesandte bedenklich wurde Serie, die Pläne van Kleffen könnten „bem
as. Berlin, 18. Febr. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Di« Nachricht von den Operationen deutscher U - Boote im Karibischen Meer hat auf beiden Seiten des Atlantik groh.es Aufsehen erregt. Sn den USA. hat sie erhebliche Nervosität heroorgerufen, beipacktet man doch die Karibische See gerirdezu als Binnen-
„Neutralität" als Schaufront
Als wenige Monate nach der Erörterung der gemeinen Mord, pläne van Kleffen der deutsche Sturm über Holland hinwegbrauste, stellt bie emigrierte niederländische Regierung, das Staatsoberhaupt eingefchiossen, wehleidig fest, daß das „neutrale" Holland von dem nationalsozialistischen Deutschland vergewaltigt worden sei. Wie es aber um die Neutralität der ehemaligen
Tolk», 18. Febr. (Funkmeldung^ 2m ganzen japanischen Reich, von Sachalin im Norden bis nach Formosa im Süden, haben mehr als 100 Millionen Japaner heute den Fall von Singapur in einem bisher noch nicht dagewesenen Umfang gefeiert.
Der Platz vor dem Kaiserlichen Palast in Tokio war in ein wahres Meer von Fahnen verwandelt. Die Tokioter Bevölkerung marschierte vom frühen Morgen an in endlosen Reiben die langen fahnengeschmückten Straßen hinab, die zum Kaiserlichen Palast führen, wobei sie Heilrufe auf den Tenno und den glanzenden Steg der japanischen Streitkräfte ausbrachte. 3luch aus allen anderen Städten werben große Kundgebungen gemeldet.
lischen, Aruba damals von französischen Truppen besetzt. Sn beiden Fallen ist inzwischen eine Ablösung durch die Nordamerikaner erfolgt. Sn der amtlichen Erklärung Washing- es dazu: „Die Vereinigten Staaten entsandten au: Wunsch , der niederländischen Regierung amerikanische Truppenkontingente nach Curacao und Aruba, um die holländischen Streitkräfte bei der Verteidigung der Inseln und. ihrer Ölraffinerien zu unterstützen, die für den Kriegseinsatz der Alliierten und die Verteidigung der westlichen Erdhälfte von größter Bedeutung sind." Auf den beiden Snseln befinden sich sehr große Ölraffinerien, die das Erdöl aus Venezuela verarbeiten. Und zwar verarbeitet Aruba täglich etwa 32 000 Tonnen Rohöl, Curacao etwa.28 000 Tonnen. Es stnd das die größten Raffinerien der Welt, denen die Granaten deutscher U- Boote gelten. Sm Kriege hat die Wichtigkeit der Tankschifffahrt vor Aruba und Curacao für England noch zugenom- men da auch die englischen Luft- und Seestreitkräfte in den überseeischen Gewässern erheblich aus Aruba und Curacao versorgt werden. Man kann stch also vorstellen, welche Aufregung das Erscheinen deutscher U-Boote gerade in dem Gebiet überall ausloste. zumal auch der Verlust von drei Tankern, der hier eintrat, für unsere Gegner um so schmerzlicher ist, als Tanker bekanntlich heute schon sehr knapp stnd. Es dürft« den Engländern und Amerikanern wohl zu denken geben, daß eine solche Operation etwa 7000 Kilometer vom Westausgang des Kanals entfernt, von den deutschen U-Booten durchgeführt werden konnte, die damit ihre hohe Leistungsfähigkeit erneut bewiesen. Von Hamburg braucht« ein Schiff bis zu den genannten Snseln 20 Tage. Die erfolgreiche Beschießung feindlicher Anlagen an fernen Küsten ruft übrigens die Tat des Kreuzers „Emde n“ wieder in Erinnerung, der am 22. 9. 1914 die Ültankanlagen der 'Burma Oil Company in Madras mit solchem Erfolge beschoß, daß 425 000 Gallonen Öl vernichtet wurden. Während es stch damals um gelegentliche Einzel- taten kühner Kaperschiffe handelte, ist jetzt vor der überall auftauchenden deutschen llnterseebootswaffe kein Schiff und kein Hafen mehr stcher.
7000 km von der Basis entfernt
Die größten Ölraffinerien der Wett von deutschen U-Booten beschossen
Gangster-Politik
Die Früchte jüdischer Lügenhetze
Kz. Die Plutokraten, gleich welcher Schattierung ober Nationalität, erwiesen sich als unbelehrbar. Nach ihren Informationen über bas neue Deutfchlanb, bie sie ausschließlich von Juben ober sonstigen Emigranten bezogen, stanb fest, baß im Kriegsfall« eine Revolution im Reich zwangsläufig eintreten mäste. Diese Vorstellung wog für sie so schwer, baß sie mit völlig ungenügenben Rüstungen einen Krieg gegen bas beutsche Volk vom Zaun brachen. Sie setzten ihre Hoffnungen auf ben inneren Feinb bes Reiches,, auf bie beutsche Zerrissenheit. Sie konnten sich von ben Erinnerungen an ben November 1918 Nicht lösen. Die ihnen oft gebotene Möglichkeit, sich an Ort unb Stelle über bie festgefügten Fundamente bei nationalsozialistischen Volksgemeinschaft zu unterrichten, ließen sie ungenutzt, ober aber sie waren burch bie Hetzjournaille so vergiftet, baß sie blinb blieben für bas Neue, für bie groß« Wanblung, bie unser Volk burchgemacht hatte. Die Warnungen bes Führers vor ben Lügenmärchen volksfrember unb Volksfeind, licher, emigrierter Elemente, bie bie tatsächliche Lage in ihr Gegenteil verkehrten, verhallten ungehört. Nur so ist es zu erklären, baß wenige Wochen nach Ausbruch bes Krieges, als Deutfchlanb, bas eben erst Polen niebergerworfen hatte, von Be- geisterung wiberhallte, ber holländische Außenminister von ber brohenben Bolschewifierung bes Reiches faseln konnte. Abgesehen bavon, baß biese angebliche Gefahr nur ein Vorwanb für bie gemeinen unb hinterhältigen Pläne bes gekauften Subjektes van Kleffen war, so zeigt boch schon bie Tatsache, baß man einen* solchen Irrsinn überhaupt vordrachte, baß man ihn für glaubwürdig hielt, ben Grab ber Verdummung an, ber bie Völker bes Westens verfallen waren. Hier wirb bie Schulb ber jübischen Lügenpreste deutlich sichtbar, bie durch ihre Hetze unb ihre falsche Unterrichtung biese Rationen in ein Abenteuer stürzte, bas sie mit schwersten Blutopfern unb ber Erschütterung ihrer Staatswesen bezahlen mußten.
Die Zusammenhänge mit dem Venlo-Zwischenfall
Aus bem Dokument ergibt sich ein sensationeller Zusammenhang zwischen ben Plänen bes holländischen Außenministers unb bem bekannten Venlo-Zwischenfall, burch ben seinerzeit die Umtriebe der im Haag stationierten Zentrale des britischen Intelligence Service enthüllt wurden. Diese Zentrale versuchte bekanntlich, in Deutschland Komplotte anzuzetteln unb Anschläge zu organisieren unb zu diesem Zwecke Verbindung mit vermeintlichen, in Wahrheit nicht existierenden revolutionären Organisationen herzustellen. Diese llmsturzpläne des englischen Intelligence Service im Haag waren bet Reichsregierung natürlich bekannt. Um sie in all ihren Einzelheiten aufzubecken, erhielten bamals Beamte bes Sicherheitsbienstes ber ff ben Auftrag, sich als Mit- glieber revolutionärer Organisationen in Deutfchlanb auszugeben unb in dieser Tarnung Verbindung mit der britischen Terror- unb Revolutionszentrale im Haag aufzunehmen. Der Auftrag hatte wie erinnerlich, ben aufsehenerregenden Erfolg, daß bet britische Intelligence Service in bie ihm gestellte Falle hinein- g;ng unb baß sein Ches mitsamt seinen Komplicen, insbesondere mit dem ihm begleitenden holländischenGeneralstabs- Offizier, an bet beutsc^hollänbischen Grenze bei Venlo verhaftet werben konnten.
„Auf die eine oder andere Art---"
Der Bericht Vitrolles an Daladier, den das Auswärtige Amt hiermit der Weltöffentlichkeit zugänglich macht, beweist aufs neue die skrupellosen Moibpläne des Intelligence Service, zeigt aber
Haager Machthaber bestellt war, zeigt der Brief des französischen Gesandten an Daladier. Aus ihm geht einwandfrei hervor, daß ber bamalige Außenminister van Kleffens bem Gold des Intelligence Service erlegen wat unb baß dieser „neutrale“ Politiker einen Anschlag, ber für Deutschland unabsehbare Folgen haben mußte, in englischem Auftrag zu inszenieren suchte. Die Tatsache, baß er ben französischen Gesandten offiziell übet bas geplante Verbrechen unterrichtete, schließt bie Annahme, daß die übrigen holländischen Regietungsmitglie- der vielleicht nicht im Bilde gewesen seien, von vornherein aus. van Kleffen hatte auch bereits mit französischen Persönlichkeiten gesprochen und glaubte ber Mitwirkung ber belgischen Regierung sicher zu sein. Von Roosevelt ganz zu schweigen, von bem et mit Fug unb Recht annehmen durfte, baß er mit jebem Anschlag gegen ben verhaßten Nationalsozialismus einoerftanben fein würbe. Das Unternehmen van Äleffens wat so unerhört unb für einen Politiker eines angeblich neutralen Staates betart herausfotbetnb unb frivol, daß sogar ber französische Gesandte bedenklich wurde unb bie Meinung äußerte, bte Pläne van Kleffen könnten „bem ganzen Lande teuer zu stehen kommen“. Was wir schon wußten, baß Hollanb unb Belgien völlig in bas Komplott bet englisch- . französischen Kriegshetzer unb -treibet einbezogen waren, daß mau bie angebliche Neutralität nur aus Zweckmäßigkeitsgründen nach Außen aufrecht erhielt, wird durch den Bericht des französischen Gesandten tm Haag noch einmal bewiesen. Wenn sich heute bie Hollänber über die Sserarmung ihres Landes, über den drohenden Verlust ihres Kolonialbesitzes be- Bt, dann müssen sie sich an ihre, in der Emigration lebende, ce Regierung halten, bie Land und Volk an die Briten vet- unb bie Nieberlanbe zu einer Angriffsbasis gegen bas Reich zu machen suchte. Sie werben bie Schuldigen an ihrem Unglück dort finden, wo sie auch Frankreich fand.
In dem Augenblick, in dem bet triumphal« Einzug japanischen Truppen in Singapur jtattfanb, schlossen sich im gan- zen Reich bie Japaner um ben Ministerpräsidenten Tojo zusammen. Ministerprästbent Tojo hielt um 12 Uhr eine kurze Runbfunkanspracheanbie Nation, in bet et die beispiellose Tapferkeit und ben Wert bet japanischen Offiziere unb Solboten unb bie Einigkeit bet gesamten japanischen Nation pries. Mit bem Fall Singapurs so erklärte er, fei ber Schlüsselpunkt ber eng» lisch-notbamerikanischen Vorherrschaft über Östasien in Japans Hande gefallen unb bie Fundamente für ben Aufbau eines größer«, Ost-Asiens würben letzt erstehen.
Führer unb ben Reichsaußenminifter betrieb.
Um ben Plan biefes Attentats, hinter bem als Drahtzieher die englische Regierung unb ihr Intelligence Service stanb, Hanb in Hanb mit allen Feinben Deutschlanbs burch- zuführen, suchte Äleffens sich bet Mithilfe bet französischen Regierung zu versichern. Die Mittäterschaft unb Mithilfe bes Präfibenten Roosevelt setzte et dabei als selbstverständlich voraus.
zugleich, daß diese Pläne von bem bamaligen holländischen Außenminister persönlich auf bas nachdrücklichste gefördert unb betrieben würben. Äleffens ließ ben französischen Eesanbten wissen, baß et in Beziehungen — wie er glaubte — zu „leitenden nationalsozialistischen Kreisen“ stehe, denen et seine „guten Dienste (!) angeboten habe. In Wahrheit handelte es sich bei diesen vermeintlichen Beziehungen zu „leitenden nationasozia- liftischen Kreisen“ um die von den Beauftragten des deutschen Sicherheitsdienstes zur Entlarvung bet Haager Zentrale aufge- ■ nommene Verbindung mit dieser, die ihrerseits aufs engste mit
(Fortsetzung ?<**. Seite 2)
Bewiesen wird auch, daß ber Bombenanschlag tm Bürger« bräukeller, bem ber Führer unb die übrigen leitenden Persönlichkeiten des nationalsozialistischen Deutschland zum Opfer fallen soll- ten, nicht die Tat eines einzelnen, verhetzten und gekauften Fanatikers war. Dahinter stanb ber Intelligence Service. Der Führer sollte, wie van Kleffen sich nach bem Bericht des französischen Gesandten äußerte, auf,,die eine oder andere A r t“ ausgeschaltet werben. Eine scheinheilige Umschreibung für bes brutalere, aber auch ehrlichere Wort Mord, van Kleffen war natürlich nut ein Werkzeug. Aus bem bunklen Hintergrunb grinst bie Fratze Churchills, bem kein Mittel zu ntebrig unb gemein ist, wenn et glaubt, bamit bas Ziel feiner Haß- unb Vernichtungspolitik zu erreichen. Et ist bet S ch u l b i g e , auf ihn fällt bie Verantwortung. Leute wie van Kleffcn waren nur bezahlte Handlanger, bie sich heute für ihre geleisteten Dienste von bem Lonboner Gangstethäuptling aushalten lasten. Aber biese Methoben bet Kriegführung, Ausbtuck plutokratischer wistenlosigkeit, können bas schicksalhafte neue Werben, besten ponent bet Führet ist, nicht aufhalten.
(Weltbilb-Gliese.)
meet angesichts der Tatsache, daß sie durch einen Insel- Halbkreis — Kuba. Haiti, die Babama-Jnseln und die Antillen fast völlig abgeschlossen ist. Auf den Bahama-2ns«ln und den Kleinen Antillen haben die Nordamerikaner bekanntlich erst unlängst neue Flotten- und Luftstützpunkte eingerichtet, die sie in dem famosen Tauschgeschäft gegen alte Zerstörer von England erhielten. Hier also sind die deutschen ll-Boote. die mit ihren Versenkungen vor der nordamen- kanischen Küste den USA. schon soviel Kopfschmerzen bereiteten. eingebrungen. Ihr Overationsziel waren die der Äüfte Venezuelas oorgelagterten Inseln Curacao und Aruba. Beide gehören zum holländischen Kolonialbesitz. Curacao wurde aber bereits im Frühjahr 1940 von eng«
Berlin, 17. Febr. Unter den Handakten des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Daladier ist ein Bericht des . französischen Gesandten im Haag, Bitrolles, aufgefunden worben, der den authentischen Beweis dafür erbringt, daß die damalige Regierung der Niederlande ihren Neutralitäts- .....mit einem beispiellosen Ser«
Sowjet- Kräftegruppe vernichtet
Luftwaffe zersprengte feindliche Kolonnen — 28 Sowjet- vanzer zerstört, 51 Flugzeuge abgeschossen — Great Varmonth bombardiert
Aus dem Führerhauptquartier, 18. Febr. (Funkmeldung) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine «eitere Krästegruppe des Gegners von ihren Verbindungen abgeschnitten und vernichtet. Zahlreiche Gefangene, elf Geschütze, viele Maschinengewehre und große Mengen an sonstigem Kriegsgerät fielen in unsere Hand. Mehr als 1000 Tote des Feindes wurden auf dem Gefechtsfeld gezählt.
Die Luftwaffe setzte zur Unterstützung des Heeres vor allem im Mittel- und Nordabschnitt der Ostfront starke Verbände von Kampf-, Sturzkamvf- und Jagdflugzeugen ein. Sie zersprengte mehrere feindliche Kolonnen und vernichtete grobe Mengen an rollendem Material.
Bei den gestrigen Kämpfen wurden 28 Panzer vernichtet »nd 51 Flugzenge des Gegners abge- schossen.
Vor der englischen Ostküfte beschädigten Kampfflugzeuge am Tage ei« kleineres Handelsschiff. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Bersorgungsanlageu des Hafens Great Aarmouth.
„ In Norda frika Aufklärungstätigkeit im Raum südostwärts El Mechtlt. Zehn britische Panzerspähwagen wurden ab g e sch o k s e n. Verbände der deutschen und rtalrenischen Luftwaffe bombardierten Tobruk sowie «tuen brttikchen Flugplatz und griffen feindliche Kolonnen mit Bomben und Bordwaffen an.
I« de» Gewässer» um Kreta wurde ein britisches Unterseeboot wahrscheinlich versenkt.
Einzelne britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht wirkungslose Störangrniffe ans nord- westdeutsches Gebiet.
(US.A)
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